Vater, Mutter und neun Kinder

Vater, Mutter und neun Kinder (1958), DE
Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 19.12.1958

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- Kritiker
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von Erich Engels, mit Heinz Erhardt und Camilla Spira

Sie sind eine glückliche Familie, die Schillers in Einbeck bei Hannover. Vater, Mutter und neun Kinder bevölkern das alte, spitzgiebelige Fachwerkhaus am Marktplatz, und der ehrbare Familienvorstand hat mit seinem großen Namensvetter nichts weiter gemeinsam als dem Vornamen Friedrich. Seines Zeichens ist Friedrich Schiller ein gutsituierter Bäcker- und Konditormeister, dem eine Berufung in den Vorstand der Handwerkskammer ersehntes Ziel und Erfüllung aller bürgerlichen Wünsche ist. Alle Kinder sind, wie man sagt, gut geraten und bereiten den Eltern Freude. So könnte im Hause Schiller alles in Sonnenschein getaucht sein, wenn nicht auf Vater Friedrich der Alptraum eines schlechten Gewissens lasten würde. Kurz vor seiner Silberhochzeit schliddert er doch beinahe unfreiwillig in ein kleines Abenteuer mit einer munteren Dame, namens Lollo, das zwar mit einem Mordsrausch, aber völlig harmlos endet. Die pikante Geschichte wäre nie ans Licht gekommen, wenn sich nicht ausgerechnet seine Tochter Thea, das fixe Zeitungsmädchen, mit einem Skandal-Artikel über das flotte Doppelleben der Industriellen-Gattin Lollo ihre ersten journalistischen Sporen verdienen wollte. Aber Ehefrau Martha, die von der Affäre Wind bekommen hat, kann durch ihre verständnisvolle und frauliche Klugheit letztendlich doch noch die Geschichte geradebiegen, so daß auch Friedrich’s Berufung zum Vorstand der Handwerkskammer nichts mehr im Wege steht.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Vater, Mutter und neun Kinder

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Brigittes Helm

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich saß an einem verregneten Spätaprilmorgen in einer öden Pension in Ostfriesland und schaltete aus Langeweile den Fernseher ein. Da erschien mir wie ein Geist aus einer versunkenen Zeit Heinz Erhardt mit seinen neun Kindern nebst Gattin. Die 1950er Jahre waren wohl der Tiefpunkt der deutschen Filmgeschichte. Viele mehr als mediokre Regisseure und Drehbuchautoren, die in der Nazi-Zeit als Mitläufer Propagandafilme gedreht hatten, durften wie hier für das neu erblühte Wirtschaftswunderdeutschland gequirlte Kacke hoch drei mit scharenweise unbegabten Mimen verzapfen. Spießigkeit verbrämt als Munterkeit, Fremdenfeindlichkeit hier in Gestalt eines eitlen Franzosen grottenschlecht von Erik Schumann vergeigt, deutsche Tugenden wie doppelte Moral, Un-Gastfreundschaft und eine Neigung zur Prügelstrafe für den Nachwuchs wurden ebenso kultiviert wie laue Witze über ehemalige Terror-Institutionen wie das Deutsche Reichsgericht. ("Was ist das deutsche Reichsgericht? Eisbein mit Sauerkraut."). Diesen Schwachsinn kann auch der wie immer grandiose Heinz Erhardt nicht retten. Und für sowas haben unsere Eltern Geld an der Kinokasse ausgegeben.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Nostalgische Unterhaltung mit gut aufgelegtem Heinz Erhardt.

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