Verbotene Spiele

Jeux Interdits (1952), FR
Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm

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6.0 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
29 Bewertungen
3 Kommentare
Verbotene Spiele - Bild 7188999
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von René Clément, mit Brigitte Fossey und Madeleine Barbulée

Eine Waise, deren Eltern beim Einmarsch der Deutschen im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen sind, wird auff einem Bauernhof aufgenommen. Hier freundet sie sich schnell mit anderen Kindern an, und gemeinsam spielen sie die Ereignisse des Krieges nach, was von den Erwachsenen gar nicht gerne gesehen wird.

Handlung

Die kleine Paulette (Brigitte Fossey), die bei einem Fliegerangriff der Deutschen ihre Eltern und ihren Hund verloren hat, kommt bei einer Bauersfamlie unter. Sie freundet sich mit dem einige Jahre älteren Michel (Georges Poujouly) an. Beide bestatten Paulettes Hund, wozu sie von einem Leihwagen gestohlene Insignien benutzen. Um weiter diese Beerdigungsritaule vollziehen zu können, sorgt Michel mit Mäusen, Fröschen und sogar Insekten für Nachschub. Als er beim Stehlen von Kreuzen auf einem Friedhof erwischt wird, holen zwei Gendarmen Paulette ab, um sie in ein Waisenhaus zu bringen. Die Schlußeinstellung gehört zu den unvergesslichsten des Films: Paulette steht, abwechselnd “Michel” und “Mama” rufend, auf dem Bahnhof, während die Kamera von einer Großaufnahme ihres Gesichts nach oben fährt und das Mädchen inmitten eines unüberseharen Menschengewühls zeigt.

Wissenswertes
Für die Paulette suchte René Clément – wegen des Rollenverständnisses – nach einer Achtjährigen, die für eine Sechsjährige durchgehen könne. Doch Intelligenz und Aussehen der erst fünfjährigen Brigitte Fossey gaben ihr den Zuschlag.
Erst 1980 kam die ursprüngliche Fassung in die deutschen Kinos. Sie war zuvor um Szenen der Angriffe der Deutschen auf einen Flüchtlingstreck gekürzt.
Der Film erhielt neben zahlreichen internationalen Preisen einen Ehren-Oscar und gilt als Bester Anti-Kriegsfilm aller Zeiten.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Verbotene Spiele

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hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ob "Jeux Interdits" nun als "bester Anti-Kriegsfilm aller Zeiten" bezeichnet werden kann oder nicht, er ist in jedem Fall ein bedeutendes Werk. Mit Feingefühl inszenierte René Clément eine Geschichte über die Freundschaft zweier Kinder vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges. Paulette und Michel ziehen sich in ihre eigene Kinderwelt zurück, erleben gemeinsam Abenteuer und bekommen von der grauenvollen Außenwelt kaum etwas mit. Beleuchtet wird hier die kindliche Unschuld auf bemerkenswert ehrliche, natürliche Weise. Brigitte Fossey, die das kleine Mädchen spielt, rührt den Zuschauer mit ihrer Darstellung zu Tränen und die zarte, tragische und klangvolle Musik unterstützt die bewegende Wirkung des Films.

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Darbon

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Bewertung9.5Herausragend

Die ganze Grausamkeit des Krieges, die Verlogenheit der Kirche finden einen Spiegel in den unschuldigen Bestattungsritualen Paulettes und ihres Freundes Michel. Der vielleicht aufrichtigste Vertreter des Genres Antikriegsfilm, dessen Etiketts sich andere Filme verlogen zum Zwecke der Eigenwerbung bedienen ("Platoon"). Und diese Gitarrenmusik! Brigitte Fossey ist der wohl eindringlichste "Kinderstar" aller Zeiten. Schön, dass diesem Start eine schöne und beständige Karriere (u.a. Truffauts "Der Mann, der die Frauen liebte", Geißendörfers "Die gläserne Zelle") folgte.

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bAbC

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich kann mich kaum noch an den Film erinnern, da es mindestens 35 Jahre her ist, seit ich ihn gesehen habe. Er lief nie mehr im Fernsehen oder ich habe ihn verpasst. Jedenfalls ist es einer der Filme, die mich sehr lange beschäftigt haben, und ich würde ihn zu gerne noch einmal sehen. Es geht um 2 Kinder, die während des Krieges in Frankreich zueinander finden und gemeinsam einen Tierfriedhof bauen. Viel mehr weiß ich schon gar nicht mehr... aber er war unglaublich bewegend!

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