Das Boot

Das Boot (1981), DE Laufzeit 149 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 11.12.1997


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7.3
Kritiker
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119 Kommentare
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von Wolfgang Petersen, mit Jürgen Prochnow und Herbert Grönemeyer

Mit dem Weltkriegs-Epos Das Boot, um eine U-Boot-Besatzung im Zweiten Weltkrieg, brachte Regisseur Wolfgang Petersen einen echten Blockbuster ins Deutsche Kino.

Der Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer) geht 1941 an Bord von U-96, das den Auftrag hat, englische Transportschiffe zu versenken. Das unangefochtene Kommando an Bord hat der rauhbeinige Kaleun (Jürgen Prochnow). Werner soll der Heimatfront von den Heldentaten des Kapitäns und seiner Mannschaft berichten. Doch der Alltag an Bord des engen und düsteren U-Boots sieht anders aus, als erwartet. Schnell erkennt Werner, dass der Jäger zum Gejagten geworden ist, und der Atlantik entpuppt sich bald als nasskalte Hölle für die Besatzung. Ein Albtraum aus Klaustrophobie und Todesangst beginnt.

Hintergrund & Infos zu Das Boot
Das Boot basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lothar-Günther Buchheim aus dem Jahr 1973. Auch wenn die Geschichte rein fiktional ist, wirkte der Kapitän des echten U-96 Heinrich Lehmann-Willenbrock als Berater am Film mit. Insgesammt wurde das Boot für sechs Oscars nominiert und ebnete den Weg des Regisseurs Wolfgang Petersen nach Hollywood, wo er Filme wie Air Force One und Der Sturm drehte.

Das Hollywood-Feeling des Filmes kommt nicht von ungefähr. Ursprünglich waren zwei amerikanische Verfilmungen des Romans geplant, in denen Robert Redford beziehungsweise Paul Newman die Rolle des Kaleun übernehmen sollten. Schließlich wurde der Film von Günter Rohrbach produziert, der den damals noch relativ unbekannten Wolfgang Petersen mit Drehbuch und Regie betraute. Der Film hatte ein Budget von 32 Millionen DM, was Das Boot damals nach Metropolis zum zweitteuersten deutschen Film aller Zeiten machte.

Von dem Geld wurden unter anderem zwei aufwendige Modelle des U-Bootes nach Originalplänen gebaut. Eines war für Außenaufnahmen über Wasser vorgesehen, das andere für den klaustrophobischen Innenraum. Das Außenmodell wurde während des Drehs auch für Aufnahmen zu Jäger des verlorenen Schatzes verliehen und überlebte nur knapp die Dreharbeiten zu Das Boot, nachdem es zuvor schon bei einem Sturm gesunken und nur notdürftig wieder geflickt worden war. Das Innenmodell ist noch heute in der Bavaria Filmstadt bei München ausgestellt und für Besucher begehbar.

Eine Besonderheit bei das Boot ist die Synchronisierung. Nicht nur, dass auch die deutsche Fassung synchronisiert ist, da eine Direkttonaufnahme am Set technisch nicht möglich war. Auch für die englischsprachige Fassung sprachen die deutschen Schauspieler ihre Synchronfassungen selbst ein. Grund hierfür war auch, dass bei der Zusammenstellung der Crew auch auf die Dialekte und Sprachfärbungen der einzelnen Mitglieder geachtet wurde, die aus allen Teilen Deutschlands stammten. (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (116) — Film: Das Boot


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Gladiator11

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der beste Deutsche Film, der beste Kriegsfilm und der beste Soundtrack eines Films.
Da alle Kriegsfilme in etwa gleich sind, hatte ich keine grosse Erwartungen über diesen Film und dachte mir es wird ein Durchschnittsfilm.

Gottseidank habe ich mich geirrt, denn dieser Film ist ein Meisterwerk.

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DocArroway

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jeder, der glaubt, dass die Deutschen ausser Fußballspielen und Autos bauen nichts besonders gut können wird durch "Das Boot" eines besseren belehrt. Dieser Film beweist, dass auch hierzulande sowohl technisch als auch dramaturgisch perfekte Blockbuster entstehen können.
Klugerweise hat Regisseur Petersen es vermieden seinen Film einen allzu politischen Unterton zu geben. Für mich ist "Das Boot" daher kein Antikriegsfilm, sondern ein düsterer Abenteuerfilm, in dem es keine Helden gibt. Optisch hält er jeden Vergleich mit einer Hollywoodprodutkion stand und darstellerisch gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Die Schauspieler schaffen es perfekt ihre Rollen auszufüllen und den psychologischen Druck unter dem sie stehen für den Zuschauer erfahrbar zu machen. Selbst der Gelegenheitsschauspieler Herbert Grönemeyer macht hier keine Ausnahme. Nachdem man "Das Boot" gesehen hat, kann man sich wirklich vorstellen wie die Atmosphäre an Bord einer deutschen U-Bootes während des Krieges gewesen sein muss. Warum bloß werden solche Filme heute nicht mehr in Deutschland gedreht???

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MaceWindu1998

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Einer der wenigen wirklich guten deutschen Filme!


benni565

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@DocArroway :
...und guck mal aufs Baujahr von dem Film ;-)


Laserdance

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bester U-Boot Film aller Zeiten und auch der beste Deutsche Film aller Zeiten bis jetzt:-)

Für mich ein Meisterwerk.

Wenn der Film die Tristesse des Alltags auf Feinfahrt zeigt, ist man quasi dabei und kann die Tristesse förmlich fühlen. Und wenn Sie in der Blechbüchse zittern, kann man den Dreck, schweiß und die Angst mitfühlen. Intensiver geht es einfach nicht.

Die Besetzung ist einfach klasse. Keine bubies echte Kerle den man das auch abnimmt.

Dazu kommt ein Grandioser Soundtrack.

Ich rate jeden unbedingt zu der TV Fassung. Fast 5 Stunden Mammut Werk, das nicht 1 Sekunde langweilig ist. Und nun auch in einer klasse Bluray Fassung zu bekommen ist. Noch nie saht die TV-Fassung so gut aus.

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benni565

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Na klar 10 Punkte, oder was.


HansNase

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

+++SPOILER+++ (möglicherweise)

Die Mutter aller Schlechte-Laune-Enden! Tatsächlich wusste ich durch ein paar geschwätzige Mitschüler bereits in der 6. Klasse, wie dieser Film ausgeht. Jahre später schaute ich ihn mir an - Und das zwischenzeitliche Absaufen von U 96 wurde so dermaßen beengend, mitreißend, herzschlagartig inszeniert, dass ich dachte, man hätte mich damals nur veräppelt gehabt. In der Straße von Gibraltar endet die Reise jetzt, dessen war ich mir sicher. Überhaupt war es schon ungeheuer mutig von den Herren Rohrbach und Petersen, dieses Projekt, ausgelegt auf 280 Minuten in seiner längsten Fassung, anzugehen. Zumal die "Boot"-schaft des Films nicht jedem schmecken würde. Nazi-Marinesoldaten als "tolle Männer" zu präsentieren, ihre Leistungen zu würdigen, ihre Leiden zu respektieren, das bedurfte jeder Menge Feingefühl. Die beachtliche Länge des Films kommt hier gut zum Tragen. Als Zuschauer ist man mit auf dem Boot gefangen, man kann nicht weg, höchstens mal ab und zu hoch auf den Turm. Doch auch von dort ist nur das Meer zu sehen, endlos und oft grau. Nur drei Szenen außerhalb des U-Boots - Plötzlich ist alles in bunte Farben gehüllt - eine Welt, die den Seeleuten inzwischen fremd erscheint. Was spielt es dann für eine Rolle, was die Staatsoberen aus dem Radio heraus schimpfen? Auf See bestimmt die See selbst die Regeln. Niemand tadelt, wenn "It's a Long Way to Tipperary" gespielt und Josephine Baker getanzt wird. Das Fundament dieses Kriegsdramas bilden die hervorragende Tontechnik, die großartigen Schauspieler - diese g r o ß a r t i g e n Schauspieler - das ausgeklügelte Spiel mit Licht und Schatten und die beispiellose Kamera. So wie letztere durch das Innere des Seegefährts saust, von einem Ende zum anderen und wieder zurück, und wie sie blütenartig aufgeht, sobald sich das Geschehen mal außerhalb des U-Boots abspielt, ist es schlichtweg unwiderstehlich. Die Figuren sind unglaublich farbig und verlangen dem Zuschauer Empathie ab, an ihrer Spitze, der "Kaleun" Heinrich Lehmann, fantastisch bedächtig gespielt von Jürgen Prochnow. Dazu viele Darsteller, die man in so einem großen Film nicht erwarten würde und die umso mehr einen fantastischen Job machen. Herbert Grönemeyer, zunächst gedisster Außenseiter, später ein Freund der übrigen Figuren, nimmt den Zuschauer mit unter See. Martin Semmelrogge und seine unvergleichliche Stimme formen den Draufgänger; Hubertus Bengsch, deutsche Stimme von Richard Gere, gibt beängstigend gut den adretten Doktrintreuen; Heinz Hoenig ist der ruhige Mann am Funkgerät und Ralf Richter sowie Jan Fedder sind die spätpubertären Halbstarken, mit denen man sich besser gut stellen sollte. Man schaue sich unbedingt diesen Film an, denn dann "wird's psychologisch, meine Herren." Ob sich die Anhänger des FC Schalke über dessen Erwähnung freuen werden, ist jedoch eine andere Frage.

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HonkeyDonkeyTonkMan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Erstklassig inszeniertes Meisterspiel, sozusagen, die Mutter aller Kammerspiele.
"Das Boot" gehört zu den absolut sehenswürdigsten Klassiker bezüglich des 2. Weltkriegs.
Ein Versäumnis der Sichtung, stellt eine Bildungslücke dar.

Keinerlei Verharmlosung oder Verherrlichung dieses grausamen Krieges.
Versehen mit guten Dialogen und mitreissender Kameraführung.

Danke Wolfgang!

"Rohr frei!"

"100 Meter"

"Kiel Oberkante/Unterkante" ...

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Samweis_Gamdschie

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Der beste deutsche Film.


HonkeyDonkeyTonkMan

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Also was die Darbietungen der jeweilige Darsteller bertifft auf jeden Fall...


expendable87

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Bewertung9.0Herausragend

>Rohr Eins Und Zwei Fertig......Rohr Eins...LOS......Rohr Zwei...LOS<
der streifen lief einmal vor etlichen jahren im elektrofachmarkt, ich stand völlig fasziniert davor und sah ihn mir von anfang bis ende an...und bis heute hat 'das boot' von wolfgang peterson seine wirkung nicht verloren, immer noch fesselnd von der ersten bis zur letzten minute!
...habe bereits seit klein auf einen faible für derartige filme da ich mich sehr für den u-boot-krieg und überhaupt die geschichte des 2.WK interessiere!
die preisgekrönte romanverfilmung schafft eine zutiefst erdrückende atmosphäre und einen enormen spannungsbogen...die darsteller überzeugen zu einhundert prozent, die musikalische untermalung ist bahnbrechend und das geschehen reißt einen quasi mit in die tödliche tiefe!
ein atemberaubendes deutsches meisterwerk welches auch zukünftig nicht absaufen wird!!!

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manuel.luger.3

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Im Elektrofachmarkt.. ??
Haha, Sehr geil.. !!


expendable87

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tja, in jungen jahren war einem auch nix zu blöd :D


Bleecher

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

U 96 sticht in See, um im Atlantik Handelsschiffe mit kriegswichtigen Gütern für England zu versenken. Dies gelingt auch. Daraufhin wird das Boot von Zerstörern mit Wasserbomben gejagt und gerät einmal auch in schwerste Not.
Die Atmosphäre im Boot ist geprägt von Klaustrophobie und Angst. Der Kaleun - sehr gut gespielt von Jürgen Prochnow - singt mit seiner Mannschaft "It’s a Long Way to Tipperary", um den an Bord befindlichen Kriegsberichterstatter Leutnant Werner etwas auf die Schippe zu nehmen. Auch die anderen Schauspieler zeigen eine gute Leistung.
"Dieser Paralytiker (gemeint ist der englische Premier Winston Churchill) heizt uns ganz schön ein." Kaleun im Wortlaut über die Versuche der Deutschen, Churchill neue Schimpfnamen zu geben.
Die Musik von Klaus Doldinger ist top und unverkennbar. Das Boot ist einer der besten deutschen Filme überhaupt. Clint Eastwood soll der Film sehr gut gefallen haben.

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Berlin42

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für mich der beste Antikriegsfilm und zugleich der beste deutsche Film aller Zeiten. "Das Boot" zeigt die Absurdität des Krieges und hebt vor allem die Kameradschaft, das Miteinander an Bord und die völlig realitätsfernen Befehlshaber hervor. Kameraführung und Effekte sind für die damaligen Verhältnisse wirklich herausragend, der weitere Karriereverlauf der damals größtenteils unbekannten Schauspieler spricht für sich. Keinen zweiten Film habe ich mir so oft angesehen, wie "Das Boot", selbst das Buch habe ich in wenigen Tagen verschlungen. Wer den Film nicht kennt, ist selbst schuld.

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MemoriAria11

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eindeutig der beste Deutsche Film aller Zeiten !!!

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BlubberKing

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Ja, der ist wirklich sehr gut.


Samweis_Gamdschie

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meiner Meinung nach, der beste deutsche Film.

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brucelee76

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Ja auf jeden Fall, Top 5 ... Das Leben der anderen oder M-Eine Stadt sucht ... sind besonders hervor zu heben


Samweis_Gamdschie

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Ja die sind auch gut, muss mir mal noch "Metropolis" geben. Soll ja auch noch zu den guten deutschen Filmen gehören.


pHrEeK

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Bewertung9.0Herausragend

Spannende Romanverfilmung mit teilweise beklemmender Atmosphäre, überzeugenden Charakteren und mitreißender musikalischer Untermalung.

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Thirteen

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Bewertung9.0Herausragend

"Das Boot" aus der Feder von Lothar-Günther Buchheim und inszeniert unter der Regie von Wolfgang Petersen, ist womöglich die beste Kinoproduktion die Deutschland je hervorgebracht hat. Und damit meine ich natürlich die Qualität und nicht den Blick auf die Zuschauerzahlen. Der einzige Film der je in Deutschland produziert wurde der dem nahe kommt ist die zweiteilige TV Produktion "Todesspiel" unter der Regie von Heinrich Breloer mit der unfassbar genialen Schauspielleistung vom leider bereits verstorbenen Hans Brenner als Hans Martin Schleyer. Bei beiden Filmen bekomm ich Gänsehaut wenn ich an sie denke. Der Gedanke an das Boot hat bei mir noch eine private Komponente, da mein Bruder als Statist dabei war. Er ist der junge Mann der mit der Sängerin in der Bar Royal auf dem Tisch tanzt und von ihr mit dem Inhalt einer Flasche bespritzt wird^^. Er soll auch der sein der den Bananentanz aufführt, aber dazu gibt es in unserer Familie unterschiedliche Aussagen.

Aber ganz ehrlich...das waren für mich zwei völlig seperate Dinge. Ich wollte den Film wegen meinen Bruder schauen und vergaß ihn schlicht...ich vergaß meinen Bruder! Schon die Musik, Gott segne Klaus Doldinger, riss mich förmlich aus den Socken. Wogen der Gänsehaut kamen immer wieder über mich als das erste mal "Rückzug" zu hören war. Bis heute hat mich kein Score so aufgewühlt, mir so die Seele gehoben. Nichts kam bisher so wirklich ganz dieser Dynamik gleich die perfekt zur Inszenierung passte. Die Geigen die sich jagen...ach ich könnte stundenlang schwärmen. Neben Gladiator der beste Soundtrack den ich bisher gehört habe.

Über die schauspielerische Leistung brauchen wir gar nicht erst diskutieren...die war auserordentlich. Und das der Film nach Meinung der lieben US Freunde zu PRO-NS war (und wohl deshalb keinen der 6 Oscars für den der Film nominiert war bekam, aber da gabs Schlimmeres...siehe "Die Farbe Lila") ist ein Witz und deshalb auch keiner weiteren Erwähnung wert.

Ich erinnere mich übrigens an ein Special das damals kurz nach Kinostart in der ARD (oder ZDF) lief. Der Kameraman trainierte so lange, bis er freihändig (!!!) durch die Verbindungsluken springen konnte...laufend (damit ist rennen gemeint^^) ! Also wie ein Hürdenläufer, ein Bein voran, nur das er gebückt durch ein Loch springen mußte das ungefähr auf Schulterhöhe endete. Überhaupt war die Produktion damals wohl ein Abenteuer für sich..aber das war zu der Zeit ja auch noch etwas eher normales : ).

Egal welche Fassung. Für mich das beste Stück Zeitgeschichte und Anti-Kriegs-Statement das je in Deutschland produziert wurde. Der innere Konflikt, die Distanz zwischen Verklärung und Realität, die Hoffnung, das Streben ohne wahre Berufung unter dem Flüstern des "muß" und vor allem die Sinnlosigkeit, grausam verpackt im alles verschluckendem Ende. Genial.

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Trautstein

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Bewertung10.0Herausragend

Herausragend!!!!!!!!!!!!!!! Schaue ich mir immer wieder gerne an. Für mich einer der besten deutschen Filme. Auch wenn es gegenüber dem Roman einige Unstimmigkeiten gibt, vermittelt der Film doch eine gute Atmosphäre der damaligen Verhältnisse in einem U-Boot. Beklemmend und spannend. Nur das Ende finde ich immer wieder traurig. :(
Die ungeschnittene Fernsehfassung ist am besten. :D

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Trautstein

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Ich kenne die Director's Cut auch, finde die Fernsehfassung, welche auf zwei DVD's daherkommt, aber schöner, da sie ungekürzt ist. Die DC Fassung kam ja später. Außerdem nimmt sich die Spiellänge nicht viel. Die Fernsehfassung läuft insgesamt ca. 282 Minuten. Im DC wurden einfach nur ein paar Scenen hinzugefügt, welche in der Ursprünglichen Fassung fehlen. Diese paar Scenen sind aber unwesentlich und tun dem Film beileibe keinen Abbruch. Zumal die Fernsehfassug Digital überarbeitet wurde.


Samweis_Gamdschie

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Ok danke für die Information.


Jek-Hyde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn ich an das Boot zurückdenke, dann sehe ich das tiefe Grün, durch das sich langsam dieses U-Boot wie ein Wahl, oder ein Raumschiff durch Weltraumnebel schiebt. Ich denke an den diesigen, stickigen Gestank von Schweiß und Salzwasser. An die trübe Stille, oder die dröhnenden Explosionen, das Kreischen von Sirenen.
Das Boot verdient seinen Status als Meisterwerk zurecht. Sicher, die Länge ist wohl ein Manko, was viele davon abhält ihn sich öfter anzusehen und einige wird sicherlich die stille Verbissenheit abschrecken, die jeder Schauspieler auszustrahlen vermag, dort unten in der Enge und den Rohren, den Sperrholz, mit dem es von innen vertäfelt wurde um einen noblen Anschein zu wahren. Während man an Anfang direkt in den Film geworfen wird, ohne jedes Gefühl für die Charaktere kristallisieren sich langsam die Formen über das ganze Abenteuer hin. Man beginnt, wenn man lang genug zusieht zu begreifen, zu erkennen und zu verstehen.
Selbst nach dem dramatische/distopischen Finale bleibt etwas zurück. Das tiefe Grün, durch das sich langsam dieses U-Boot wie ein Wahl, oder ein Raumschiff durch Weltraumnebel schiebt. Die dringende Melodie, die sich so tief in das Ohr hinein gräbt.
Ja, das Boot ist ein bedächtiger, karg, aber großartig geschauspielert Film, der zwischen flüsternder Stille und dem Dröhnen der Torpedos brummt.
Und abgesehen von der Erkenntnis, das mich niemand auf so ein verdammtes U-Boot kriegen würde, schon allein wegen der klaustrophobischen Enge, muss ich eins feststellen: Echte Männer haben Bärte! Und das werdet ihr auch feststellen, wenn ihr den ganzen Film durchkämpft habt, und all die Hindernisse und all die Verzweiflung mit der Crew überstanden habt, spätestens weil euch dann auch ein Bart gewachsen ist.
Und wenn ich zurückdenke, denke ich an das tiefe Grün, durch das sich langsam dieses U-Boot wie ein Wahl, oder ein Raumschiff durch Weltraumnebel schiebt.

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Moviegod

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Stück deutsche Filmgeschichte, wofür uns sogar die Amis beneiden. Und das völlig berechtigt. Ich habe selten einen so hochwertigen deutschen Kinofilm gesehen. Egal in welcher Version, dieser Film ist durchweg packend und spannend.

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Jim LaFleur

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Bewertung0.5Schmerzhaft

...nach einer stunde ausgemacht. stinklangweilig

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Narrisch

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Bis zum Abendbrot oder so, macht mehr Sinn für dich.


Jim LaFleur

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Schreib erstmal Biss mit zwei s, du Genie.


sachsenkrieger

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Bewertung10.0Herausragend

Der beste deutsche "Blockbuster" aller Zeiten. Perfekt bis ins Detail, durch die Ruderbank eine absolut geniale Schauspieler-Riege vom Kaleun bis zum Smutje. Dramatisch von der ersten bis zur letzten Minute, auch für eine ausgewiesene Landratte wie mich.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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deevaudee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es gibt Musikstücke in der Zeit, die ewig bleiben. Neben den harten und sogleich melodischen Klängen des Terminators, gibt es auch diese sanft sich steigernde kraftvolle Melodie zu das Boot.

Und auch der Film selbst, ist wohl ein grosses aber auch starkes Stück deutsche Kinogeschichte. Gesehen im Directors Cut. Heisst, man steht nach knapp 2 Stunden auf, um die DVD umzudrehen um weiter zu gucken.
Und genau da liegt so ein wenig der Knackpunkt, die Laufzeit. Gut, Herr der Ringe Spezis haben genug Sitzfleisch, und würden die 3,5 Stunden im Handumdrehen absitzen. Aber dafür ist das Boot zu intensiv in Charakterzügen.
Jürgen Prochnow, der den Kapitän des U96 gibt, und sich sehr schwer mit seinem Seebefehl auseinander setzen mag. Denn der Krieg hat viele gute und tüchtige Seeleute schon geopfert, und um alle Fronten abzudecken wurden auch immer jüngere Leute abgezogen. Und genau das schmeckt dem Kapitän nicht.
Zu allem übel schickt der Regierungsapparat noch einen Marinekriegsberichterstatter.

Aber das Boot darf den Hafen von LaRochelle verlassen und dümpelt nun im Atlantik rum, um Britische Flottenteile aufzugreiffen.
"Die Herren in Berlin sind wohl nur noch damit beschäftigt sich neue Schimpfwörter für Churchill auszudenken. Trunkenbold, Saufbold, Paralytiker. Für einen besoffenen Paralytiker heizt der uns aber ganz schön ein!"
Das schöne am Film ist durch die Kulissen wunderbar eingefangene Enge. Jede noch so winzigste kleine Problematik. Was Körperhygiene anbelangt, oder der Verpflegungsengpass. Am Anfang ist alles noch schön und frisch. Aber wenn dann Semmelrogge anfängt verschimmeltes Brot auseinander zu schälen, weiss man wo der Hase läuft.

Natürlich gehören Übungen sowie auch lange weile zum Alltag. Die schönste Szene ist die mit Jan Fedder und Ralf Richter. Nachdem Fedder einen schönen knusprigen Popel durch die Gegend schnipst: "Sach ma, hast du eigentlich Haare in der Nase?" "Wieso?" "Weil ich hab welche am Arsch, die können wir ja zusammen knoten!"
Es sind schon einige legendäre Sprüche gefallen, der Ochsenknecht (Mr. Schalke höchstpersönlich) darf auch grimmig spielen, als er hört das seine Schalker mal eben 5:0 verloren haben. Ich denke ich brauch nicht erwähnen das der Film Hochgradig Prominent besetzt ist. Besonders ist Klaus Wennemann mit seiner Darstellung hervor zu heben.

Das einzigste was eben dem Film bremst, ist seine lange Laufzeit, wobei ich doch trotz gewisser Langatmigkeit mein Hut vor ziehe, für die Detailarbeit und sei es noch so jede unbedeutende Szene, hier vollen Einsatz gezeigt zu haben. Neben der Musik ist auch das Sonarpeilgeräusch ja eigentlich Kult.
Die Effekte können sich für Deutsche Verhältnisse und zu der Zeit damals auch wahrlich sehen lassen. Ob auch die Miniaturmodelle oder die Innenraumkulissen sind super gestaltet.
Schauspielerisch gibt es auch fast wenig zu meckern. Vielleicht ist die Story nur etwas zu Komplex, oder gedehnt, oder zumindest der abgedrehte Teil. Doch gerade die Tauchfahrten und der Beschuss der Zerstörer durch Wasserbomben war schon echt gut eingefangen.

Das Boot ist wahrlich einer der wenigen Vorzeigefilme auf die wir stolz sein können. Natürlich beinhaltet er die Thematik Krieg, die neben Komödien so das einzigste Taugewerk in der deutschen Filmlandschaft sind, aber dafür hat der Petersen gute Arbeit geleistet.
Und es erinnert noch an die gute alte deutsche Zeit, : "Die feinsten Torpedos, 25000 Mark das Stück, und alles was wir brauchen ist ein Stück Draht, für 50 Pfennig ein lausiges Stück Draht."

Ach ja und "ANBLASEN" nicht vergessen. ;)

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kobbi88

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Than wait I hold a halfe hour. ;)


deevaudee

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=D
Sät kudd bi neiss.


Lom

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Bewertung10.0Herausragend

Als ob man mit unten in der Tiefe sitzt. Ein Meisterstück.

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Drehmumdiebolzen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Folgender Kommentar bezieht sich auf den 208 Minuten langen Director's Cut
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Schon seltsam, dass so mancher großer Schauspieler erst sterben muss, damit man von Neuem auf ihn aufmerksam wird.

Anlässlich des Todes von Otto Sander versuchte ich krampfhaft, Wim Wenders' "Der Himmel über Berlin" aufzutreiben. Und da die TV-Retrospektive über den hochgeschätzten Berliner Schauspieler auch auf sich warten ließ/lässt, blieb es am Ende bei einer unfähigen Azubi-Fachkraft im Saturn, die mir erst alle mögliche B-Movie Ware mit "Himmel" im Titel und die schauderhafte Nicolas Cage Remake-Schmonzette "City of Angels" anschleppte, um mich dann mit einem "Wir können es auch bestellen, dauert aber und wird nicht billig" vertröstete.
Ach ja, und der Günther Grass-Verfilmung "Die Blechtrommel", in der Otto Sander aber nur eine ziemlich geringfügige Nebenrolle innehatte.
Bei diesem Film hier war das zwar nicht sehr viel anders, aber immerhin sehenswerter und erträglicher ohne Klein-Oskarchen-Audio-Penetration aus dem Off.

Für jemanden, der mit "Bochum, ich komm' aus dir!" aufgewachsen ist, kann es fast schon eine kleine Schande sein, Wolfgang Petersens "Das Boot" nicht gesehen zu haben, versuchte sich Herbert Grönemeyer hier doch erstmals nach einer Handvoll TV-Rollen als ernsthafter Schauspieler im Kino.
Umgeben ist er dabei von einem deutschen Staraufgebot sondersgleichen. Von Jürgen Prochnow in seiner vermutlich besten Rolle, über "Promi Big Brother" Containerbewohner Martin Semmelrogge hin zu Klaus Wennemann, Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht, Claude-Oliver Rudolph, Ralf Richter und den heute mehr im Sychronbereich aktiven Oliver Stritzel und Lutz Schnell.
Und natürlich Otto Sander, der gleich zu Beginn seine volltrunkene Vorstellung gibt, durch die er international bekannt wurde.
Diese Besatzung (außer Sander, der einmal später noch kurz Prochnow und Co. zum Abschied winken darf) verfrachtet Petersen in sein U-96 und lässt diese auch recht schnell von Saint-Nazaire aus in (Tief-)See stechen.

Was der Film unglaublich gut einfängt, ist diese uralte Kriegsweisheit des unendlichen Wartens. Die Tage verstreichen, die Bärte sprießen, bis die Männer teilweise kaum noch zu unterscheiden sind (abgesehen von Jungspund Grönemeyer). Ebenfalls interessant sind die verschiedenen gruppendynamischen Aspekte und die diversen Beweggründe der einzelnen Figuren, bei denen einige etwas in der Masse untergehen.
Petersen schafft es außerdem, eine beklemmende, klaustrophobische Atmosphäre in den Untiefen des Bootes bzw. des Meeres zu kreieren, die dann auch über einige "Und wir warten, und wir warten" Längen hinwegtröstet. Richtiggehend langweilig ist der Film aber niemals, da auch in den ruhigen Momenten, die man der Mannschaft zugesteht, noch genug passiert.

Bei Grönemeyers quasi Hauptcharakter hätte man sich allerdings in Hinsicht auf die Motivation und seine Haltung zum NS Regime etwas mehr Tiefe gewünscht. Die hingegen kommt bei Jürgen Prochnow teils wunderbar subtil durch. Z.B. beim kurzen Gang ans Nazi-Weihnachtsbuffet, wo man bei seiner gesetzten Art denkt, dass er dem blasierten Vorgesetzten, der ihn mit Nichtigkeiten zuquatscht, jeden Moment heimleuchtet.
Sein Capt.-Lt. Henrich Lehmann-Willenbrock ist ein zynischer Skeptiker, der trotzdem in Extremsituationen klaren Kopf behält. Eine sehr starke, intensive Leistung und "Herbie" deutlich überlegen.
Für mich ist "Das Boot" eher ein Kammer-, Pardon, Bootsspiel als ein herkömmlicher Antikriegsfilm.
Die Actionmomente rütteln einen trotzdem immer wieder ordentlich, wenn auch ein bisschen episodenhaft durch (bzw. manchmal wach) und in der letzten Hälfte ist Spannung pur garantiert.
Petersen sind aber ein paar Schönheitsfehler unterlaufen bei den Aufnahmen in angeblich über 200 Metern Tiefe. Normalerweise wäre das Bild nahezu schwarz, denn hierhin reicht selbst die Sonne nicht mehr.
Eine besondere Erwähnung verdient sich am Ende die berühmte Musik von Klaus Doldinger, der kurz darauf auch Petersens Phantasien in "Die unendliche Geschichte" ungemein bereichern sollte. Eine gewisse Ähnlichkeit der beiden Hauptthemen, die größtenteils synthie-basiert sind, ist wohl auch kein Zufall.

Bei den Figuren war ich öfters in einem kleinen Konflikt, denn streng genommen hält man hier ja doch irgendwie den Nazis die Daumen. Umso mehr hat mich dann das Ende überrascht, bei dem Petersen, die Engländer und das Schicksal absolut keine Gnade kennen.

Fazit: Zweifellos ist "Das Boot" einer der besten deutschen Filme überhaupt. Auch wenn er meiner Meinung nach nicht zum 100 Mal Anschauen geeignet ist, so sollte man dieses manchmal etwas langatmige Tiefseefahrtsepos des Zweiten Weltkrieges auf jeden Fall gesehen haben.
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Und jetzt höre ich wohl erstmal ausgiebig Doldinger und stelle mein Zimmer auf den Kopf nach Grönemeyers "Mensch".

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Thirteen

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Huhu
Also mit dem Kammerspiel, da geb ich dir wirklich recht. Aber ich fand Gröni's Darstellung seines Charakters, was auch immer hier mehr zum tragen kam - Drehbuch oder Herbie -, sogar sehr gut. Mehr Tiefe und Haltung bezüglich des Regimes hätte ich mir dann gewünscht wenn der Charakter älter angelegt gewesen wäre. War er aber nicht und Gröni gibt ihm eine wunderbare Naivität. Den völlig verblendeten Jungen der den Ernst eines Erwachsenen imitieren möchte um als voller Mann akzeptiert zu werden gibt er uns nicht, denn er vermittelt ohne verbale Information, ganz deutlich das er aus einer höheren Bildungsschicht kommt und zur intellektuellen geblendeten Jugend gehört. (Dazu empfehle ich "Im Westen nichts Neues" zu lesen, ich ahne aber das du das bereits hast ; ). Unterstreichen tut dies sein "Job". Ich seh ihn förmlich ein paar Jahre vorher auf dem Gymnasium an der Schreibmaschiene und verbissen und strahlend gleichzeitig einen Artikel für die Schülerzeitung schreiben. Und wirklich extraklasse wird es wenn er eben diese Naivität verliert, da auf dem Meeresgrund mit Bolzen um sich wie tausend Gewehrkugel. Das Beben der Lippen, der Scheiß und die Angst in den Augen...die ist echt. Seine Haltung verändert sich völlig im Laufe des Films. Er wird nicht zynisch, nicht aggressiv...er ist entträumt vom "sauberen" Krieg und erwartet für diese Erkenntnis mit dem Tod bezahlen zu müßen. Aber..er lernt auch was zählt, was wichtiger ist. Essen, Trinken, Tornados.


Thirteen

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Gottchen...der "SchWeiß" natürlich lölchen. Moah...Klassiker^^.



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