Zeugin der Anklage

Witness for the Prosecution (1957), US
Laufzeit 114 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 28.02.1958

8.5 Kritiker
29 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.8 Community
1463 Bewertungen
37 Kommentare
Zeugin der Anklage
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Billy Wilder, mit Tyrone Power und Una O'Connor

Als eine reiche Witwe ermordet aufgefunden wird, gerät ihr verheirateter Verehrer Leonard Vole unter Verdacht. Der herzkranke Sir Wilfrid, als Anwalt ein gerissener Fuchs, nimmt sich der Sache an. Voles einzige Hoffnung auf Freispruch ruht auf der Aussage seiner Frau Christine. Aber sein sicheres Alibi wird erschüttert, als sie einige schockierende Geheimnisse über sich selbst enthüllt!

  • 37795279001_1028461233001_22780-thumb-square
  • Zeugin der Anklage - Bild 22780
  • Zeugin der Anklage - Bild 6451593

Mehr Bilder und Videos zu Zeugin der Anklage


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Zeugin der Anklage

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Einen wirklich guten Film erkennt man unter Anderem daran, wie gut er gealtert ist – bei einem guten Film ist es wie bei einem guten Wein, der auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Qualität verliert – dies ist so ein Film, der auch nach fast 55 Jahren noch erstaunlich frisch und nicht im Mindesten angestaubt ist. Zeugin der Anklage ist ein brillanter Gerichtsthriller, der all das versammelt, was einen guten Film auszeichnet: Humor, detaillierte Porträtierung der Charaktere, hervorragende Schauspieler, ein cleveres Drehbuch voller Überraschungen, sodass beste Unterhaltung auf sehr hohem Niveau garantiert ist.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sushi25: movie-fan.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Charles Laughton als Sir Robarts wunderbar, die pointenreichen Dialoge mit seiner Krankenschwester sind großartig. Und wer sich fragt, warum so ein Wirbel um Marlene Dietrich gemacht wurde/wird, der Film liefert die Erklärung, sie war einfach gut. Billy Wilder konnte es halt!

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: wieistderfilm.de

Kommentar löschen
10.0Herausragend

[...] Man möchte einfach unbedingt wissen, wie es ausgeht. Die Entscheidung im ersten Drittel, welche Figur man ins Herz schließt, und welcher man misstraut, ist ein Kinderspiel. Anschließend gilt es natürlich zu erfahren, ob es für die Seite, auf die man sich geschlagen hat, glimpflich ausgeht, oder ob die Sache mit einer Tragödie endet. Genau mit dieser Haltung des Zuschauers spielt das Drehbuch, wie es gewitzter und formvollendeter nicht sein könnte. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

CineKie: CineKie.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...] 50 Minuten vergehen, bis der Startschuss zur Gerichtsverhandlung fällt. In diesen 50 Minuten lernen wir den Verteidiger Sir Robarts kennen, einen Zyniker, wie er im Buche steht. Bereits in den ersten 10 Minuten musste ich ob der Dialoge zwischen ihm und seiner Pflegerin öfter lachen als im gesamten „Scary Movie 4“. [...]

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (33) — Film: Zeugin der Anklage

Kommentar schreiben
Sortierung

hoffman587

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Witness for the Prosecution

Agatha Christie sagte einmal selbst: „Alles, was ich an Verfilmungen meiner Werke gesehen habe, fand ich ausgesprochen scheußlich, bis auf "Zeugin der Anklage" von Billy Wilder.“

- Wie wahr nun doch dieser Wahlspruch ist und inwiefern ich das selbst bestätigen kann, lasse ich nun mal im unklaren, denn einige Werke dieser Verfilmungen finde ich recht ansprechend, dies tut aber nichts zur Sache und meinerseits nur nebenbei erwähnt. Und diesen große Lob ist verdient, denn nicht umsonst zählt Billy Wilders "Zeugin der Anklage" aus dem Jahre 1957 zu den wahrscheinlich besten Gerichtsfilmen aller Zeiten, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück nach (sollte bekannt sein) Agatha Christie.

Somit wurde die Handlung des Stücks in den Film miteingebracht (sollte man bei so was auch nicht anders machen), auch wenn ich es durch mein Wissen über das Stück hier bei dem Film immer feiner und besser ausgeklügelt wahrnahm, so mögen kleine Änderungen berechtigt sein, intelligent gehandhabt ist das Ganze eh und auch letztlich mit ein paar gut durchdachten Twists angereichert wurde, wobei dabei natürlich das grande Final zu begeistern weiß, wirklich clever gemacht, auch wenn die Handlung zunächst recht konventionell wirkt, aber doch interessant: Der alternde Rechtsanwalt/Verteidiger Wilfrid Robarts, der eigentlich große Aufregung meiden sollte, übernimmt einen neuen Fall, eine schwere Angelegenheit, er soll den Mordverdächtigen Leonard Vole verteidigen, ein Motiv hatte er anscheinend, doch Robarts setzt sich ins Zeug. Einziges großes Problem dabei: Die Frau des Angeklagten tritt als Zeugin der Anklage auf...

Die klassische Anwaltschaft (immer noch die Beste) in Form des Sir Wilfrid Robarts besetzt mit dem gigantischen Charles Laughton, wobei man hier meiner Meinung nach zunächst annehmen könnte, dass es sich hier wohl um eine große Laughton-Show handelt, denn er spielt mit einer unvergleichlichen Kraft und mit einer solchen Liebe, dass sein Spaß an der Rolle klar zu erkennen ist, so ist es doch nicht, denn dafür sorgt einmal Elsa Lanchester (übrigens Laughton´s Ehefrau) als liebevolle, wie auch sorgsame Krankenschwester bzw. Pflegerin Miss Plimsoll, die bekümmert ist über Herrn Robarts, er solche ja seine "Medizin" nehmen und sich nicht aufregen solle, obwohl dann ein Gerichtssaal für so etwas wohl nicht der richtige Ort zu seien scheint, sorgt also sogar für Humor und Heiterkeit. Oder auch Tyrone Power weiß zu glänzen, Power in seiner letzten Rolle, seinem letzten vollendeten Film und einerseits ist dieser Film absolut würdig, als auch seine Rolle, die Power noch einmal grandios verkörpert, glaubwürdig gespielt. Und auch Marlene Dietrich zeigt erneut warum sie in Hinsicht auf ihr Schauspiel eine Göttin ist, mit dunkler Fassade und wie eine Femme Fatale und etwas divenhaft, aber wie gesagt famos als Zeugin der Anklage Christine.

Billy Wilder hingegen mischt all sein bisheriges Schaffen in einen Film (so kam es mir jedenfalls stellenweise vom Stil her vor), obwohl es sich bei "Zeugin der Anklage" eigentlich um einen dramatischen Gerichts-Thriller handelt, was auch auf die Spannung bestens zutrifft, so verziert Wilder sein mit am Anfang vielleicht etwas ungewöhnlich wirkenden (auf das Genre des Films bezogen) Humor, so empfand ich Wilder´s Werk auch stets als sehr amüsant, besonders bezogen auf die Figur des Robarts und dessen Pflegerin, die sich um ihn fast wie eine Mutter kümmert, aber Robarts hat seinen eigenen Kopf und sich teilweise gegen ihre Maßnahmen der Genesung aufzulehnen versucht. Gesetzt wird hier auf hintergründige und faszinierende Charaktere, wie auch durchaus auf skurrile bzw. liebevolle Figuren und Gestalten, der Trick dabei bleibt dennoch schlau, denn jeder wird irgendwann gerichtet. Dazu noch ein paar interessante Anspielungen und insgesamt würde ich den Film sogar als wunderbar ironisch beschreiben.
Einer der Gründe, um Wilder und seine Filme zu lieben, so balanciert er doch auf dem perfekten Grat zwischen Dramatik, Spannung und Unterhaltung bzw. Witz, absolut mitreißend von ihm erzählt. Habe eh eine gewisse Schwäche für solche Filme. Und am Ende scheint alles raffiniert eingefädelt zu sein und der Effekt hat gewirkt. Denn so oder so: Die Gerechtigkeit siegt immer....jedenfalls irgendwie und auf ihre Art. Zudem noch von der Kamera erstklassig gefilmt, kühl, aber an sich atmosphärisch dicht bebildert und nahezu perfekt.

Unterm Strich bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass ich "Zeugin der Anklage" so wohl zu den großen Billy Wilder-Meisterwerken zähle, denn auch hier stimmt seitens Drehbuch, Inszenierung und Darstellern alles, als auch den großen Gerichtsfilmen der Filmgeschichte, vielleicht sogar als einer der Vorreiter und das macht diesen Film herausragend für mich.

36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

duffy

Antwort löschen

Ich bin stolz auf dich. :)


hoffman587

Antwort löschen

@duffy: Danke sehr, fühle mich geschmeichelt, besonders da wie ich bemerkt habe das auch einer deiner Herzensfilme ist. :)


doenef

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was soll man als Filmkenner schon zu diesem brillanten Klassikere schon sagen, vielleicht bzw. eher wahrscheinlich, dass er ins Pflichtprogramm eines jeden gehört!!!

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Punsha

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schon wieder so ein klasse Film von Billy Wilder. Der Mann hats wohl einfach drauf.
ZEUGIN DER ANKLAGE hat eigentlich alles, womit sich gehobene Unterhaltung bis heute definiert: Er beginnt amüsant, fährt interessant fort und endet überraschend. Aber dass sich besonders die zwei ersten Eigenschaften überhaupt so entfalten können, liegt vor allem an der Präsenz von Charles Laughton. Seine herrlich zynischen Bemerkungen im Dialog mit seiner Krankenschwester sind zu köstlich und seine aufbrausende, ehrgeizige, aber stets routinierte Haltung im Gericht bewahrt stets die Spannung und sorgt dafür, dass man dem Geschehen vollste Aufmerksamkeit schenkt. Als Zuschauer macht man sich so nie wirklich Gedanken über den Ausgang der Gerichtsverhandlung, wohl aber über die tatsächliche Wahrheit. Wer lügt? Wer spielt ein falsches Spiel und wozu überhaupt? All das wird in den letzten Minuten beantwortet, wenn sich die Ereignisse aufgrund überraschender Wendungen förmlich überschlagen. Während die ersten zwei Twists verdammt gut eingefädelt wurden und mich in Staunen versetzten, übertreibt es Wilder danach ein klein wenig und stellt einen für mich unpassenden Kontrast zum bisher so bedächtigen Geschehen dar. Aber das kann man, das gebe ich zu, auch anders sehen.
Unbestreitbar ist jedoch, dass Wilder mit ZEUGIN DER ANKLAGE wieder einen nahezu zeitlosen Klassiker geschaffen hat, dessen Witz immer noch frisch daherkommt und einen angenehmen Rahmen um einen Mordfall legt, der fesselt wie eh und je.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

VisitorQ

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Manchmal sind Menschen etwas voreingenommen. Ich bin da keine Ausnahme. Mich hat Marlene Dietrich nie wirklich interessiert, keine Ahnung warum. Vielleicht hat sie einen etwas zu arroganten Eindruck auf mich gemacht... Wie dem auch sei, ich bin ihren Filmen aus dem Weg gegangen. Dann habe ich Zeugin der Anklage gesehen und danach konnte ich nur noch eines sagen: Marlene, es tut mir so unendlich leid. Seitdem bin ich ein fan. Ich würde sie sogar aus facebook "liken" wenn ich einen Account hätte. ;-)

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

franticfury

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Ach, schon wieder ein Billy Wilder Film, der von mir glatte 10 Punkte bekommt. Aber es gibt auch wirklich keinen Grund "witness for the prosecution" auch nur einen halben Punkt abzuziehen, der Film hat wirklich alles, was ich mir von einem erstklassigen Thriller verspreche. Hier muss man die erstklassige Inszenierung von Billy Wilder ganz klar betonen, "witness for the prosecution" ist spannend, amüsant (vor allem Sir Wilfrieds kleine Kämpfe mit Miss Plimsoll sind einfach nur köstlich!) und auch wirklich in keiner Sekunde im Entferntesten langweilig. Über das Finale muss man wohl nicht viel sagen, das ist einfach großartig!

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

aggrotainment

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Am Anfang begeistern die Schauspieler vor allem durch ihre altmodisch gewitzte Art. Danach wird die ganze Geschichte ein wenig träge. Erst gegen Ende des Films nimmt dieser wieder ordentlich an Fahrt auf. Zeugin der Anklage ist ein Film, der vor allem hobby Filmschauer begeistern wird, weil er viele gute Dialoge und eine unglaubliche Menge an Wendungen enthält. Ein Film, welcher großen Spass macht wenn man ihn konzentriert verfolgt und immer am Ball bleibt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

guggenheim

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man merkt einfach zu jedem Zeitpunkt, dass Agatha Christie die Vorlage lieferte. Ihr Hang zu schrulligen, resoluten und gewieften Charakteren kommt auch hier in Form von Sir Wilfrid Robarts zum Tragen. Dass dieser von Charles Laughton unwiderstehlich dargestellt wird, steht natürlich außer Frage. Aber auch die restlichen Schauspieler, von Marlene Dietrich über Elsa Lanchester bis Tyrone Power, erledigen ihre Arbeit überdurchschnittlich. Dazu kommt noch, dass ich alte Krimis sowie Gerichtsfilme gerne mag. Das Gesamtprodukt passt somit in diesem Fall ziemlich gut.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Brotkind

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Schade, schade. "Witness for the Prosecution" ist keineswegs ein schlechter Film, die Darsteller sind toll und auch der Twist am Ende gefällt mir, doch der Film ist einfach so unglaublich träge. Nur in den Verhören nimmt er Fahrt auf. Bis dahin schleppt er sich allerding sehr gemächlich durch eine eigentlich interessante und spannende Handlung, am Anfang noch von witzigen Dialogen getragen, die leider schnell ihren Reiz verlieren.
Alles in Allem ein Film, der unter seinen Möglichkeiten bleibt.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roka586

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein auch heute noch in jeglicher Beziehung überzeugendes Gerichtsdrama. Sehr spannend, witzig und hervorragend gespielt ist der Film ein Klassiker, den man gesehen haben muss. Lediglich in den letzten Minuten gibt es vielleicht eine Wende zu viel.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ElMagico

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Mit all den Hitchcock-Filmen im Hinterkopf, die ich in letzter Zeit sah, hatte ich heute beim Ansehen von "Witness for the Prosecution" einen Gedanken: Für diesen Film hätte der alte Alfred getötet. Und ich muss mir eingestehen, dass ich Billy Wilder viel zu lange mit High-Society-Komödien gleichstellte und ihn sträflichst vernachlässigte. Der Mann hat "Sunset Boulevard", "One, two, three" und diesen hier. Was für Perlen mögen da noch auf mich warten :)
"Witness for the Prosecution" macht einfach alles richtig, er ist witzig, wenn er witzig sein muss. Ist dramatisch, wenn es angebracht ist. Und ist spannend, durchgehend.
Der Film nimmt einen von der ersten Minute an völlig ein, was zu grossen Teilen der Verdienst der Figur des Anwalts Sir Wilfrid ist, denn den schliesst man nach circa 10 Worten einfach in sein Herz. Es ist faszinierend anzusehen, wie eben jener grantelnde Anwalt einen langsam und amüsant in die Geschichte einführt, alle beteiligten Personen vorgestellt werden und auch die Grundkonstellation des Plots klargelegt wird. Denn dies geschieht so leichtfüssig, so locker und doch so lückenlos und stringent. Danach verweilt "Witness for the Prosecution" eigentlich nur kurz, um in einigen Szenen die Story zu festigen, allen Charakteren die nötigen Nuancen zu geben und die ersten Fährten auszulegen.
Dann kommt auch schon der Showdown: Die Gerichtsverhandlung. Kein körperlicher Kampf könnte spannender sein oder wendungsreicher. Und wieder fühlt sich alles so leicht an, aber gleichzeitig scheint es so akribisch, so perfekt zu sein. Es gibt hier Wendungen innerhalb der Wendung...völlig grossartig! Und um das Bild der körperlichen Auseinandersetzung weiter zu strapazieren: Was als Geplänkel und Kräftemessen beginnt, geht über in einen offenen Schlagabtausch und endet in einem grandiosen Finale, in dem die Schläge immer härter werden und vorallem schneller. Wie und ob der Kampf mit dem Gong jedoch endet, das soll jeder für sich herausfinden.
Ich könnte jetzt lange grübeln und würde wohl doch keinen Punkt finden, dem ich dem Film nur annähernd negativ vorwerfen könnte. Die Story ist von vorne bis hinten durchdacht, wirkt aber nie wie ein Konstrukt, sondern ist immer lebhaft und spannend. Es gibt soviele amüsante Momente, ohne dass der Film jemals zur Komödie mutiert, er zieht aber einfach einen genialen Witz aus der Gauzigkeit einiger seiner Charaktere. Und nicht nur diese, sondern alle Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet, keine Rolle bleibt oberflächlich, es wird aber auch nie so ins Detail gegangen, dass es der Geschichte schaden könnte.
Wenn ich nun sage das Tyrone Power als Angeklagter Leonard Vole fast etwas blass wirkt, dann kann ich das auch nur tun, weil Marlene Dietrich und Charles Laughton in diesem Film einfach nur ganz gross sind....vorallem Marlene Dietrich ist hier einfach nur: WOW!
That´s Entertainment! Ein Muss!

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ash-williams

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Witness for the Prosecution kann sich nicht entscheiden was es sein will: Thriller, Krimi, Komödie oder Justizdrama. In den Händen jedes anderen Regisseur wäre dies Desaströs, doch Billy Wilder schafft es all diese Elemente perfekt auszubalancieren. Wo Wilders Drehbücher im Normalfall schon exzellent sind, strotzt das Skript hier, durch die tolle Vorlage von Agatha Christie, nur so vor Genialität und Spannung. In hübschen s/w-Bildern schuf Wilder ein Stück Filmgeschichte, dass es so nicht noch einmal gibt. Wilder trommelte einen exzellenten Cast zusammen und dirigierte ihn zu meisterlichen Leistungen. Besonders betont werde muss die Leistung von Charles Laughton, welcher zwar für seine großen Leistungen bekannt ist, hier jedoch besonders heraussticht. In tollen Wutausbrüchen und mit souveränen Kommentaren, die an nicht wenigen Stellen zum Schmunzeln oder gar laut Lachen anregen, spielt er den gerissenen Anwalt. Auch Marlene Dietrich spielt die Frau, die zwischen gefühlskälte und Emotionsausbrüchen schwankt, sehr überzeugend. Man sitzt gefesselt vor der Leinwand oder vor dem Flimmerkasten und spätestens mit dem letzten Frame hat sich auch der allerletzte Cineast in diese 110 Minuten Filmgeschichte verliebt!

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

duffy

Antwort löschen

Beides. :)


ash-williams

Antwort löschen

Merci beaucoup! :D


Shrimpskutter

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Eigentlich schade für neue Filme, dass Billy Wilder die Messlatte bereits 1957 so wahnsinnig hoch legte.
Und Freunde, was für ein Ende!

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Puni

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Unglaublich, dass besonders Filme aus den 50ern und 60ern so wirre, abgefahrene Charaktere hervorgebracht haben. Auch "Zeugin der Anklage" ist so ein Film, der besonders von Laughtons Darstellung des Sir Wilfried Robarts profitiert - eine Rolle, die den kompletten Film über für dermaßen viel Amüsiertheit in zig Szenen sorgt, dass es einem die Schuhe auszieht. Zudem ist Zeugin der Anklage ein hervorragender Justiz-Krimi, der den 12 Geschworenen in nichts nachsteht. Einige nette Wendungen, eine charmante Marlene Dietrich und ein tolles Ende machen diesen einfach inszenierten Film zu einem richtigen Highlight. Der Humor ist zeitlos und bleibt einem besonders im Gedächtnis.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ich-Bin-Viele

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

So, genug gefaulenzt, jetzt muss ich mal wieder ein paar Kommentare schreiben. Beginn mache ich mit "Zeugin der Anklage" mit Marlene Dietrich. Was mir zuerst auffällt: ich kenne schmerzhaft wenige Filme mit der ersten Hollywood-Größe, die Deutschland hervorgebracht hat. Etwas das ich unbedingt ändern sollte, denn in dieser Agatha Christie Verfilmung besticht sie durch eine kalte distanzierte Aura und enormem Stil, der sich selbst völlig ohne Dialog spürbar machen würde. Auch die anderen Hauptrollen sind großartig besetzt, wobei natürlich Sir Wilfrid allen die Show stiehlt. Seinen Charakter kann man zwar nicht innovativ nennen, doch so gut umgesetzt hat man den selbstzerstörerischen doch gewitzten Exzentriker selten gesehen. Den Plot fand ich durchgängig spannend, auch den Twist zum Schluss fand ich super, doch als dann ein Twist im Twist kam war mir das ein wenig zu konstruiert, man hätte meiner Meinung nach Schluss machen sollen nachdem enthüllt wurde wie genau der Mordfall ablief.
Alles in allem jedoch ein spannender Krimi mit hohem Spaßfaktor, den ich gerne nochmal ansehen würde.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cannibal83

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Gut, aber nicht so herausragend wie man es vielleicht erwarten würde. Der Twist ist natürlich ganz grosse Klasse, doch gerade zur Mitte empfand ich den Film als arg träge. Auch die Figuren sprachen mich weniger an als ich es sonst aus Billy Wilder-Filmen gewohnt bin. Z.B. sind Sir Wilfrid's Kleinkriege mit der Krankenschwester nur anfangs witzig und schwenken irgendwann ins Anstrengende um.

Nichtsdestotrotz ein sehenswerter Gerichtsfilm, der mit scharfsinnigen Dialogen und einer grandiosen Darstellerriege überzeugt.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

chris8

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

" MEISTERWERK". Garnicht anders kann man den wohl unvorhersehbarsten Film besser bezeichnen. Ständige Wendungen sowohl im Film als auch im grandiosen Ende sorgen für Spannung von der ersten bis hin zur allerletzten Minute. " Zeugin der Anklage ", der Film welcher die Höchstnote verdient.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

duffy

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ebenso verschmitzter wie gewiefter Justizkrimi, der ausnahmslos jeden seiner heutigen Konkurrenten in die Tasche steckt.
Große Leistungen vor kleinen Kulissen mit einem Finale, daß gleichermassen überraschend wie unspektakulär daherkommt.
Ganz nah an meinen absoluten Lieblingsfilm.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

chris8

Antwort löschen

Ein wahres Wort, oh edler duffy !


amvi

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Story ist typisch Agatha Christie, gut durchdacht und mit einem Ende, das keiner für möglich gehalten hätte. Die Inszenierung ist ziemlich perfekt, die Charaktere wunderbar ausgearbeitet.
Fazit: Richtig gut

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BigDi

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Agatha Christie-Krimis, die habe ich vor seches Jahren oder so verdammt gerne gelesen. Irgendwann war ich anscheinend mit allem durch, was die Büchersammlung meiner Mutter und die Stadtbücherei zu bieten hatte, also hörte ich auf. Und als ich "Zeugin der Anklage", welcher ja auf einer Vorlage von der tollen Frau basiert, geschaut habe, da wusste ich wieder, was mich denn so an ihren Werken fasziniert hat: Nämlich die perfekt ausgeklügelten und wendungsreichen Geschichten, die einen immer zum Staunen brachten, egal, wie viele Krimis man zuvor schon gesehen hat. Zu gerne lässt man sich hinters Licht führen und nicht nur durch zunächst Offensichtliches, sondern selbst durch die ersten Wendungen, die eine neue Schicht Wahrheit unter die Ereignisse legen. Und da die einzelnen Schichten hier mit tollen Schauspielern und einem wunderbaren, niemals derben und dennoch auch heute noch perfekt funktionierende Humor gefüllt sind, ist "Zeugin der Anklage" ein durch seine Energie immer noch frisch wirkendes Relikt alter (Krimi-) Tage, welcher deren Charme perfekt auf den Punkt bringt und deren mögliche Mängel zu vermeiden weiß. Spannend, sarkastisch, überraschend und überaus amüsant.

"Komisch, heute morgen ging es mir noch gut und jetzt habe ich drei Anwälte. Wir wollen doch Sir Wilfrid lieber gleich sagen, dass ich kein reicher Mann bin. Die Honorare für drei Anwälte sind bei mir nicht drin." - "Dann nehmen wir 'nen vierten, der sie von Ihnen einklagt."

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

phoenix409

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ein ganz fantastischer Klassiker des großen Wilder nach einer Vorlage von Agatha Christie, den man dank geschicktem Drehbuch, herrlich bissigem Humor und Traumbesetzung (der alte Charles Laughton ist genial!) unbedingt in einem Atemzug mit Filmen wie "12 Angry Men" nennen muss, wenn es um den besten Justizthriller geht.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Flibbo

Antwort löschen

Für mich Platz 1 aller Gerichtsfilme.


BigDi

Antwort löschen

Gut, der wird auch so bald wie möglich geschaut.


Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch