John F. Kennedy - Tatort Dallas

JFK (1991), US Laufzeit 189 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 23.01.1992

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7.6
Kritiker
44 Bewertungen
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7.3
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3527 Bewertungen
52 Kommentare
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von Oliver Stone, mit Kevin Costner und Tommy Lee Jones

Jim Garrison ist Bezirksstaatsanwalt in New Orleans. Er erlebt den Morde am amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und an dessen angeblichem Mörder Lee Harvey Oswald im Fernsehen und bezweifelt, daß Oswald wirklich der Täter war. In seiner Freizeit untersucht er gemeinsam mit seinem Team die Indizien, die Oswald als alleinigen Mörder erscheinen lassen neu, und kommt zu dem Ergebnis, daß dieser nicht allein für den Tod Kennedys verantwortlich gemacht werden kann. Allerdings macht Garrison sich mit seinen Nachforschungen mehr Feinde als Freunde: die Presse ist gegen ihn, es kommt zu Streitigleiten in seinem Team und auch seine Frau Liz hält nicht mehr zu ihm, da Jim dem toten Präsidenten mehr Zeit widmet als ihr und ihren gemeinsamen Kindern. Garrison will seine neuen Theorien natürlich auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Dafür braucht er als Aufhänger eine der Personen, die seiner Meinung nach am Mord beteiligt waren, auf der Anklagebank. Sein Opfer ist Clay Shaw, ein hochangesehenes Mitglied der Gesellschaft, was dem Staatsanwalt noch mehr üble Nachrede in der Presse bringt. Aber Garrison bringt im Prozess massenweise Ungereimtheiten ans Licht, die seine Theorien bestätigen. Alles was Am Tag des Mordes in Dallas geschah lässt den Verdacht zu, daß hinter dem Tod Kennedys kein einfacher Mord sondern ein Komplott steckt. Beispielsweise zeigt eine Videoaufnahme, daß eine Kugel den Präsidenten von vorne traf, was unmöglich gewesen wäre, falls Oswald alleine der Täter gewesen wäre. Auch die “magische Kugel”, die den Präsidenten gleich mehrfach getroffen haben soll, ist ein Anhaltspunkt.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: John F. Kennedy - Tatort Dallas

Corsovilla: SchönerDenken

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10.0Herausragend

Do not forget your dying King ... Der Film ist atemberaubend, überwältigend, verblüffend, grandios, mächtig, kraftvoll und hypnotisch – und das, obwohl er auch durchaus anstrengend ist … nicht nur durch die vielen Dialoge, die schiere Länge und die auffallend außergewöhnliche, ambitionierte Schnitttechnik, sondern einfach dadurch, daß sich der Zuschauer auf diese atemlose Reise vollkommen einlassen und dabei hochkonzentriert sein muß. Das ist kein Film zum Vorüberrauschen-Lassen, zum Unterhalten. Und dennoch ist er niemals, niemals auch nur eine Sekunde langweilig. Auch abseits von den realen, politischen Hintergründen funktioniert er als kriminalistisches, filmisches und cineastisches Meisterwerk, und das mußten auch die Kritiker zugestehen, die Oliver Stone für seine politische Aussage in der Luft zerrissen ... (Martina für SchönerDenken)

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

DER Oliver-Stone-Film schlechthin. Ein Polit-Thriller der alten Schule. Toll ausgestattet, super besetzt, perfekt geschrieben. Manchmal etwas zu undifferenziert aber definitiv ein wichtiger politischer Film.

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Kommentare (50) — Film: John F. Kennedy - Tatort Dallas


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Alienator

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Bewertung9.5Herausragend

Meilenstein und einer der besten Filme der 90er
Man kann von Stone sagen was man will, aber er schafft es mit seinem Filmen den Menschen zum überlegen anzuregen. Das schafft er mit schonungsloser Provokation und vorallem vielen Hinterfragungen. Wenn man den Menschen erreichen will und ihn entwickeln will zum eigenständigen Denken, der grundsätzliche Entscheidungen seiner Machthaber in Frage stellet, dann schafft man das am Besten durch schnonungsloses Zeigen von Missverständnissen. Dieser Film, der eine Art Halbdokumentation ist, schafft es nicht nur zu packen durch seine Erzählweise, sondern auch, die Komplexität von demokratischer Führung und Regierungen im generellen aufzuzeigen. Eine große Reise in die amerikanische Vergangenheit. Aber nicht nur die, denn was Stone macht ist, er nimmt das Attentat um auf allgemeine Dinge hinzuweisen, wie z.B. die Infragestellung von Machthabern und die Funktionalität von Politik/Wirtschaft. Dabei hat Stone nicht nur eine ausgezeichnete Schauspielriege hinter sich sondern der ganze Film ist eine wahre Offenbarung!

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spemikk

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Bewertung7.0Sehenswert

Bin mal gespannt was im Jahre 1929 noch so ans Licht kommt bzw. Ob die besagten Dokumente dann noch existieren oder schon vernichtet sind. Die Mittäter sind dann aber bereits verstorben und können nicht mehr verurteilt werden. Ansonsten ein sehr interessantes Thema, jedoch ist der Zuschauer mit einer Unmenge an Fakten und Personennamen konfrontiert, was zu Verwirrungen führen kann.

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spemikk

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gemeint ist natürlich das Jahr 2029 ^^


David "Noodles" Aaronson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Oliver Stone lässt den Amerikanischen Traum zum Albtraum werden.
Vordergründig ein Rekonstruktionsversuch des Kennedy Attentats, mit einer vlt. immer noch einmaligen Flut an Bildern und Schnitten. Ohne Zweifel, JFK zählt zu den 10 oder 20 Filmen welche allein aufgrund ihrer Schnitt- und Kameraarbeit jeder einmal gesehen haben sollte! (Nebenbei ist JFK auch ein Musterbeispiel an Manipulationsmöglichkeiten des Mediums. Godard würde trotz seines Alters immer noch spitz werden wenn er das sieht…)

An der Täterfrage lässt Stone keine Zweifel aufkommen: Militär, Wirtschaft, Mafia, Geheimdienst, Regierung - inklusive des neuen Staatschefs Johnson - konspirierten alle zusammen, still und heimlich. Kennedy ist der "dying King", der sterbende König, so wird er im Film bezeichnet, seinem Volk gewaltsam weggenommen; auch der Vergleich mit Cäsars Mördern wird bemüht - auf die Idee dass jener Cäsar selbst nicht gerade dem demokratischen Idealbild entspricht kommt Stone nicht, gleicher Demokratie Vergleich gilt ja durchaus auch für Kennedy!
Doch darum geht es nicht. Genauso wie es auch nicht um den genauen Tathergang selbst geht! Angeblich neue Sitzordnung im Wagen? Und dann doch noch immer wieder: wie konnte ein einzelner Schütze zwei Treffer landen, was allen Experten, mit deutlich mehr Zeit, nie gelang? Nein auch das ist egal!

"… asking the most important question: Why? Why was Kennedy killed". Kennedy ist hier nur eine Chiffre, sein explodierender Schädel ist gleichzusetzen mit dem explodieren der Bomben über Vietnam, dem Ende des Amerikanischen Traums, dem Untergang der amerikanischen Unschuld (welche selbst auch nur ein Mythos ist). JFK zeigt eine aus dem Ruder laufende Gesellschaft. Er spielt in einer virulenten, fiebrigen und paranoiden Zeit, in welcher nicht ohne Grund die Morde an Bobby Kennedy und Martin Luther King verübt wurden.

Während sich die Bürgerrechtsbewegung (zum Bedauern seiner Gegner) nicht aufhalten ließ wird, anhand des Krieges in Südostasien und dem Wettrüsten, gezeigt wie eine scheinbar ominöse Macht die Schlinge immer enger zieht - gelegt um den Hals eines Mannes, um ein ganzes Land und bald darauf sogar um ganze Völker. Rechtsradikale Kader ausgebildet von der CIA, muss man deshalb nicht für ein Hirngespinst des Regisseurs halten… Auch sollte man sich endlich fragen was in den Köpfen von Personen vorgeht, die den ganzen Tag wirklich nichts anderes zu tun haben als an Waffen, Krieg und Antikommunismus zu denken (oder auch nur an Zahlen und Bilanzen?!).
In einer der großartigsten Montagen der Filmgeschichte wird der Werdegang der Geheimdienste und des Militärs dargestellt, dessen simples Fazit lautet: "No war. No money.!" - gibt's keinen Krieg, gibt's auch kein Geld. Oder an anderer Stelle, War: "The organizing principle of any society".

Näher als in Stones JFK wird man der Wahrheit so schnell nicht kommen. Und bleibt ihr doch immer noch so fern…
Wer wollte seinen Tod? Nur ein paar Militärs und Politiker? War Kennedy ein Gesellschaftliches Phänomen? Oder sogar deren Problem?!
Wahrscheinlich haben die Rolling Stones Recht wenn sie singen:
--Who killed the Kennedys?
When after all
It was you and me--
"[And] do not forget your dying King"

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Lori007101

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter Verschwörungsthriller mit ganz vielen Darstellern! Sehr gut umgesetzt und reisserisch erzählt. Ein richtiger Oliver Stone Film eben! Schade, dass man jetzt noch nicht weiss, wer wirklich hinter dem Attentat steckte.

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morlock

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Lee Harvey Oswald war höchstwahrscheinlich ein Einzeltäter.
Die Hypothese mit der verirrten Kugel ist längst widerlegt.


Argus

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Ja und der Weihnachtsmann hat Oswald angestiftet....


uncut123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

in sachen spannung und unterhaltung top..bei genauigkeit der geschichte sollte man aber vorsichtig sein wenn man nach sichtigung dieses films einen auftrag schreiben möchte....l

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Hartigan85

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Bewertung9.0Herausragend

„JFK“ ist ein herausragender und faszinierender Polit-Thriller über die Ermordung John F. Kennedys und das dahinter vermutete Mordkomplott. Hier werden in über 3 Stunden Laufzeit die Ermittlungen durch den Staatsanwalt Jim Garrison (Kevin Costner) sehr detailliert geschildert. Dieser hat von Anfang an am Einzeltäter Lee Harvey Oswald (Gary Oldman) gezweifelt und recherchiert wie besessen nach dem „wahren“ Ablauf des Attentats…
Man muss sich bewusst sein, dass man diesen Film nicht mal so nebenbei schauen kann. Er fordert einem die volle Aufmerksamkeit ab. Hier werden so viele Namen, so viele Details, so viele Fakten und so viele Theorien in den Raum geworfen, man muss über die gesamte Lauflänge hochkonzentriert sein, sonst könnte man die ein oder andere wichtige Information verpassen. Man muss sich aber auch für dieses Thema interessieren, sonst könnte es sein, dass die vielen Recherchen und Ermittlungen einen langweilen. Zum Vergleich könnte ich da „Zodiac“ von David Fincher nennen, auf den muss man sich ebenso einlassen. Oliver Stone schafft hier eine sehr spannende Atmosphäre, die durch etliche authentische Filmaufnahmen wie Interviews von Zeugen des Attentats usw. noch verstärkt wird. Die Besetzung ist unglaublich gut, man muss sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Kevin Costner, Gary Oldman, Michael Rooker, Joe Pesci, Vincent D`Onofrio, Jack Lemmon, Walter Matthau, Tommy Lee Jones, Kevin Bacon, Donald Sutherland, John Candy, Sissy Spacek, usw.
Der Film wurde für viele Preise nominiert, unter anderem für 8 Oscars (2 Gewinne). Oliver Stone hat für seine grandiose Regie völlig verdient den Golden Globe gewonnen. Er hat mit „JFK“ einen extrem intelligenten und enorm wichtigen Film geschaffen. Ein Meisterwerk.

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cpt. chaos

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Die Besetzungsliste ist wirklich der absolute Hammer - gleiches gilt natürlich auch für den Film selbst!


Hartigan85

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So sieht´s aus!


Uwe B.B.B.

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Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film ist so brisant, dass er von mir trotz Schwächen 9,5 Punkte bekommt.
Vorwerfen kann man dem Film vor allem, dass er Garrisons Plädoyer vermutlich vollständig darstellt und damit arg langatmig wird.
Gut ist, dass Garrison mit diesem Film Ehre zuteil wird.
Die Vmeisten Vorwürfe, die diesem Film gemacht werden, beruhen darauf, dass dieser Film bemüht ist, eine Verschwörung aufzudecken, an der allzu viele Leute beteiligt waren, die sich auch heute noch gegen eine Aufdeckung wehren.

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Timur Bayraktar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ausgezeichnet besetzt, fesselnd, authentisch und detailverliebt. Ich wüsste nichts was ein Genreliebhaber an diesem Film auszusetzen vermag. Abzüge gibt es nur für das etwas schwache Ende und die zermürbende Spieldauer. Doch alles in allem kann ich "Tatort Dallas" nur jedem empfehlen, der einem Verschwörungsthriller nicht zu 100% abgeneigt ist.

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schwedenretter

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Bewertung6.5Ganz gut

Ausgestattet mit Überlänge und Atmosphäre suhlt sich der Film in verrauchten, schön gefärbten Bildern von Büros und Gerichtsälen der 90er Jahre.

Beeidruckend ist die Rechercheleistung und die Detailfreudigkeit, mit der die Geschichte aufgearbeitet wird. Wer gern genauer Bescheid wissen möchte über das Attentat und seine Hintergründe, für den ist der Stoff schon aufgrund der Informationsfülle sehr empfehlenswert.

Fast schon verschwimmt scheinbar die Trennwand zwischen Film und realer Ermittlung und man googelt nebenher, wie weit denn die Schuldfrage im Prozess damals wirklich geklärt wurde.
Rein filmisch gesehen ist der Spannungsbogen ordentlich aber nicht überdurchschnittlich, die 7.0 wird wegen der schwulstigen Rede gegen Ende unterschritten. Da hätte man vielleicht kreativer sein können.

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Mister.AmaZ-inG

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Bewertung10.0Herausragend

Ich bin ebenfalls jemand, der offen für Verschwörungstheorien ist und weiß selber, wie oft man schief angeschaut, oder für blöd erklärt wird von Leuten die oftmals viel zu engstirnig durch die Welt gehen.
Das sich dieses Thema ein großer Regisseur angenommen hat, davor ziehe ich meinen Hut. Man kann den Leuten die Wahrheit vor die Füße werfen und sie würden sie noch wegtreten. Es lässt sich bequemer leben. Warum damit beschäftigen?
Ein Pilot hat diesen Artikel in seinem Kommentar untergebracht, den ich gerne aufgreifen und den Lesern ans Herz legen möchte.
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2007/05/der-mord-prsident-kennedy-und-das.html
Nicht alles das was richtig erscheint, ist es auch. Dies gilt nicht nur für den Fall JFK.
10/10

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MrTrombone

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Bewertung7.5Sehenswert

Lange habe ich gebraucht mich zum Anschauen durchzuringen. Das lag weniger an der Vorhersage von 8,5, sondern eher an der Laufzeit von fast 3,5 Stunden. Nun habe ich es endlich geschafft - und werde paranoid. Der Wahnsinn, was so ein Verschwörungsthriller auslösen kann. Es ist wirklich interessant zu sehen, was man so alles über den Mord von JFK lernt. Während die Schlussfolgerungen im Film selbst natürlich hoch spekulativ sind, sind die gezeigten Tatsachen es augenscheinlich nicht. So handelt es sich bei JFK-Tatort Dallas um ein stellenweise sehr langatmiges, aber insgesamt und insbesondere in der letzten Stunde um einen spannend inszenierten Thriller ohne viel Action. Die 8,5 schafft er aber nicht.

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Teezy123

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Bewertung5.5Geht so

Interessantes Thema, keine Frage.
Allerdings muss man sich hierfür schon sehr (! interessieren, um diesem Film wirklich bis zum Schluß folgen zu können.
Unzählige langatmige Szenen tun dem Film alles andere als gut.
Um eine fesselnde erzählung wurde sich zwar bemüht, allerdings verliert sich der Film oftmals und so werden die 180 Minuten doch mehr oder weniger ein kleines bisschen zur Qual.
Darstellerisch keine Frage exzellent besetzt.
Fazit: Könnte mir vorstellen, dass der Film ganz und gar nicht jedermanns Sache ist.

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Freddy1979

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Da hast du vollkommen Recht. Einer meiner Lieblingsfilme - gerade deshalb weil ich mich sehr für Politik interessiere. Wer verstehen will, warum die Dinge heute so sind wie sie sind, sollte sich den Film ansehen. Das makabere ist, dass vor 4 Jahren einer der 3 Schützen gestanden hat - kurz bevor er gestorben ist. Hierbei handelt es sich um einen hochrangigen CIA Mitarbeiter und dessen Geschichte ist echt interessant. Der Film beruht eigentlich nur auf Vermutungen und Indizien. Aber dennoch scheint das fast alles zu stimmen, da die Aussage des CIA Agenten 20 Jahre später fast alles abdeckte. Man wusste es halt eben schon immer, nur konnte man es nicht beweisen. Aber der Regierungsapart ist so mächtig, dass die Aussage des CIA Agenten nicht einfach beantwortet oder abgestritten wird - sie wird ganz einfach ignoriert von allen Medien - so als ob es sie gar nicht gäbe. Offiziell ist also immer noch Osswalt der Täter.
Falls dich das Thema dennoch ein bisschen interessiert, hier der Artikel, von dem ich meine Infos habe:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2007/05/der-mord-prsident-kennedy-und-das.html


Teezy123

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Klar, interessiert mich das, Danke für den Artikel !!


InfiniteJest

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zu einseitig generell und zu pathetisch am Ende (hätte er sich da ein paar Zeilen gespart, wer weiß, er hätte vielleicht gewonnen und ich hätte dem Film noch ein paar Punkte spendiert). Zu einfallslos die Familienschererein und zu ... tja mehr fällt mir nicht ein, denn der Rest war große Klasse: Spannend, gut gespielt, gut durchdacht und gut vorgetragen. Und für mich ist auch nach Recherche noch klar: Die Verschwörung war dar. Der Beweis ist nicht die magische Kugel, die heute durch Computeranimation rekonstruiert werden konnte, nicht die zwielichtigen Verbindungen aller Beteiligten, nicht der unmögliche Zeitplan. Es ist einfach die Tatsache, dass die Regierung es für nötig gehalten hat Fakten vorzuenthalten, wegzuschließen oder sich schlampig damit zu befassen. Das reicht mir völlig um zu zeigen, das da was im Argen war.

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aberaber

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Bewertung7.0Sehenswert

Aufwändig inszenierter Film. Oliver Stone in seiner extrem paranoiden Phase...:-)

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philopee

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vor filmischen Bollwerken wie diesem entwickelt man als Hobby-Rezensent, das ist zumindest meine Erfahrung, eine gewisse Ehrfurcht gepaart mit einer gehörigen Portion Respekt. Dies führt dazu, dass man sich zu 100% sicher ist, dass man unmöglich das schreiben können wird was man eigentlich denkt, weil der Film viel tiefer greift als es die menschliche Rhetorik erfassen kann. Auch wenn das jetzt pathetisch und überzogen klingt, so muss man einfach ehrlich sagen, dass Oliver Stones "JFK" zum ganz großen Kulturgut der Filmgeschichte gehört, da besteht für mich kein Zweifel.
Ich persönlich stelle mich und meine mediengelenkte Meinung stets weit über die immer wieder auftauchenden Verschwörungstheorien zu allen möglichen weltpolitischen Ereignissen. Ich erkläre hiermit feierlich, dass ich fest davon überzeugt bin, dass kein westlicher Geheimdienst seine Finger beim 11. September im Spiel hatte. Ich bekenne mich außerdem zu der immer kleiner werdenden Randgruppe von Naiven die Neil Armstrong tatsächlich als ersten Mann auf dem Mond anerkennt. Und ich bin überzeugt, dass folgende Leute genau so gestorben sind, wie es jeweils offiziell bestätigt wurde: Michael Jackson, Osama Bin-Laden, Falco, Muammar al-Gaddafi, Jesus und Elvis Presley. Und trotz dieser sturen Lebensideologie hat es nichts weiter als 198 Minuten Zelluloid auf Plattscheibe gebannt gebraucht, um mich von der groß angelegten Verschwörungstheorie zum Tode John F. Kennedys zu überzeugen. Michael Moore wäre begeistert.
Wie kommts? Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es an Kevin Costners offensichtlich anschaulichem Talent das er hier schamlos zur Schau stellt. Vielleicht auch an der brillanten Ausleuchtung die sogar einem Regielaien wie mir als außerordentlich gelungen auffällt. Möglicherweise aber auch an dem gesunden Mischverhältnis von Patriotismus und Regierungskritik das hier vorherrscht.
Warum "JFK" aber auf jeden Fall zum besten gehört was das Politkrimigenre zu bieten hat liegt auf der Hand. Der Film befasst sich mit einem Ereignis, die vom ersten Tag an, dem 22.11.1963, so dermaßen zum Himmel gestunken hat, dass man sich verärgert und verwundert die Nase rümpfen muss. Doch es geht ja gar nicht um einen Präsidentenmord, der ist in Oliver Stones Meisterwerk, ich vermeide sonst immer den Begriff "Meisterwerk", doch hier ist er vollkommen angemessen, nur Mittel zum Zweck. Es ist eigentlich viel mehr der ambitionierte Beitrag zu einer Grundsatzdiskussion in welchem Maße man seiner Regierung und den Leuten von oben trauen kann. Was hat Demokratie für einen Wert, wenn die eigentlichen Strippenzieher über solche Belanglosigkeiten, wie das Recht seine Regierung zu wählen oder Meinungsfreiheit zu haben, nur noch schmunzeln können? Dazu kommt noch ein immenser Medienapparat der die Macht hat die Meinung und den Informationsstand jedes Weltbürgers beliebig zu kontrollieren. "JFK" springt genau auf diesen fahrenden Zug der Ungewissheit auf, mit einem Setting das passender nicht sein könnte.
Der Protagonist ist ein Staatsanwalt, also eine vom Volk legitimierte Persönlichkeit, die ein nicht unermessliches Potenzial an Vaterlandsliebe anzubieten hat. Dazu noch eine Hausfrau mit fünf Kindern zuhause. Und genau dieser Mann, der damit so viel aufs Spiel setzt, geht den richtigen Weg sich den unendlichen und unbekannten Hierarchien der amerikanischen Geheimdienste entgegenzustellen. Er weiß mit ziemlicher Sicherheit, dass eben diese Akteure um sich herum alles absägen was die "nationale Sicherheit" gefährden könnte und begibt sich somit unweigerlich in die Schussbahn von Agenten und Instutionen die er nicht mal richtig kennt. Er bleibt dabei aber in der vollen Laufzeit mit Sachlichkeit und Strategie am Ball ohne sich falsche Mittel zum Zweck anzueignen.
Für mich ist "JFK" ein ganz bedeutender Meilenstein der Filmgeschichte. Jede Sekunde der beinahe 3 1/2 Stunden andauernden Verschwörungsorgie ist gut durchdacht und zum Gesamtverständnis nötig. So ein Film, Madammes et Messieurs, ist bei mir eine glatte 10.0, und die gibts bei mir nicht geschenkt.
Oliver Stone for President!

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philopee

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mon wird in der mehrzahl zu mes ;)


philopee

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aber schon richtig "Messierus" wäre natürlich auch falsch :D

Klingt wie ein griechischer Philosoph oder so :D


Rukus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Kennedy-Attentat ist einer der, wenn nicht der größte Kriminalfall der Geschichte. Ob er jemals aufgeklärt wird, darf bezweifelt werden, selbst dann, wenn alle Dokumente veröffentlicht werden. War es Oswald oder doch eine Verschwörung? Und wenn ja, von wem? Stone hat mit seinem Film nicht nur die amerikanische Bevölkerung mit einem dunklen und schattenhaften, einem schmerzhaften Kapitel ihrer eigenen Geschichte konfrontiert, er hat tatsächlich etwas bewegt. Doch ist die Bewegung langsam. Ist die Frage nach dem Täter selbst die größte Frage? Oder ist es nicht vielleicht die, die in diesem Film allgegenwärtig scheint? Warum wurde 1963 so schlampig gearbeitet, die Aufklärung verschleppt und anscheinend sogar behindert? Wie kann es sein, dass bei der Ermordung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika derart nachlässig gearbeitet wird? War es eine Verschwörung? Und spielen die Verschwörungstheorien etwaigen Verschwörern in die Hände? Es gibt Menschen, die ein verunsichertes Volk für leichter kontrollier- und manipulierbar halten. Wer sich auf einen Skandal konzentriert, übersieht, was sonst geschieht. Oder geht das zu weit? Die Geschichte, wie auch die Menschen, werden mit dem Attentat auf John F. Kennedy wohl nie ihren Frieden schliessen können. Stone zeigt uns das sehr deutlich. Die Menschen wollen Antworten. Doch sie bekommen sie nicht, und das ist der Kern, wieso dieser Film, diese Geschichte, die Menschen aufwühlt und beschäftigt.

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horstkevin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wirklich unglaublicher Film.
Er war sogar so gut, das ich mich manipulieren ließ und automatisch dachte, dass es sich so zugetragen haben muss. Durch schnelles Nachforschen wurde meine Meinung aber widerlegt. Zum Glück, denn Abzug konnte man vielleicht nur für die absolute Überlänge geben, hinzu kam dann aber die Vermischung von Wahrheit und Vermutungen. Klar, es ist keine Dokumentation, aber irgendwie ärgert es mich.

Schauspielerisch fällt da auch absolut niemand ab, durchweg eine oscarverdächtige Leistung.

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Alli

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Bewertung7.0Sehenswert

Es war natürlich taktisch unklug, erst den Film zu sehen und sich erst danach mit dem Attentat an Kennedy zu beschäftigen... daher war es vor allem zu Beginn schwierig, der Handlung komplett zu folgen, die Namen zu behalten. Nach und nach kommt man jedoch "rein" und dann ist der Film einfach nur noch genial, vor allem die Argumentation Garrisons im Gerichtssaal.

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Thierry

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie sagt Oliver Stone im Audiokommentar "This is my Godfather!"

So überzeugt bin ich von dem Film auch. Das Thema an sich ist schon hochinteressant, die Verschwörungstheorie glaubwürdig, eine wahre Geschichte und die Umsetzung schlichtweg genial. Es geht fast ein bißchen unter wieviele Stars mitspielen, so gut ist der Film. Man fühlt sich nicht nur gleich in die 60er Jahre zurückversetzt, nein man will eigenhändig, daß alles aufgedeckt wird. Es gibt höchstens noch 2-3 Filme bei denen ich so gespannt war. Ein Meisterwerk der Politfilme!

Vielen Dank Mister Oliver Stone und Jim Garrison!

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ash-williams

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Bewertung7.5Sehenswert

JFK ist ein spannender Film über ein dunkles Kapitel amerikanischer Geschichte. Oliver Stone vereint in diesem detaillierten Werk über die wohl berühmteste Verschwörungstheorie überhaupt einen Cast der Extraklasse und motiviert die Darsteller zu tollen Leistungen. Auf interessante Weise versucht Stone das Attentat aufzuschlüsseln, dies benötigt Zeit und die nimmt sich Stone in diesen 180 Minuten auch. Somit ist JFK ein optisch ansprechendes, darstellerisch herausragendes, vom Umfang her jedoch etwas sperriges Werk, dass es zwar nicht schafft die Spannung durchgehend auf hohem Niveau zu halten, den Zuschauer aber trotzdem stets fesselt. Für jeden Interessierten an Politik und/oder amerikanischer Geschichte ein must seen, für alle anderen leicht sperriges, aber hochwertiges Kino.

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