Zwielicht

Primal Fear (1996), US
Laufzeit 129 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 20.06.1996

6.9 Kritiker
22 Bewertungen
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7.7 Community
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von Gregory Hoblit, mit Richard Gere und Edward Norton

Der Erzbischof von Chicago wird das Opfer eines bestialischen Mordanschlags. Ein 19-jähriger Ministrant wird festgenommen und der Tat angeklagt. Star-Anwalt Martin Vail ( Richard Gere ) übernimmt seine Verteidigung – zunächst weniger aus Überzeugung, denn aus Publicitysucht. Vails frühere Geliebte vertritt die Anklage. Der Prozeß nimmt eine spektakuläre Wendung nach der anderen und wirft alle Strategien, Erwartungen und Manipulationsversuche der beteiligten Personen über den Haufen. Die Frage nach Schuld und Unschuld muß neu gestellt werden und am Ende gibt es nur Verlierer. Fast jedenfalls…

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Kritiken (2) — Film: Zwielicht

Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Erstklassiger Edelthriller, der so reich an interessanten Figuren und spannenden Wendungen ist, dass man ihn selbst in Kenntnis des Finales immer wieder sehen kann. Der Film gilt weithin als der Durchbruch für den wahrlich exzellenten Edward Norton, aber was PRIMAL FEAR so sehenswert macht, ist ein herausragender Richard Gere in der Rolle seines Lebens. Noch nie konnte er seine Ticks, seine Eitelkeiten und seine Manierismen so gezielt einsetzen wie hier, nie war er als Schauspieler so wirkungsvoll. Der Schluss ist natürlich ein absoluter Burner.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Die hanebüchene Auflösung die nur dank direktorischer Taschenspielertricks funktioniert versaut einen bis dahin guten Film.

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Kommentare (59) — Film: Zwielicht

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marlose

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter Gerichtsthriller der keine Langeweile aufkommen lässt und zudem durch den "doppelten" Norton, Gere und meine Favoritin Frances McDormand begeistert.

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der cineast

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es scheint wohl als müsste man bei allem Edward Norton Heldengeschwafel als Retter des Films vor dem soliden Mittelmaß eine Lanze für Gregory Hoblit und vorallem Richard Gere brechen: Edward Norton ist stark, aber auch nur weil Gere das zulässt. Im Endeffekt vereint Norton 3 starke Szenen auf sich, wer aber den Film trägt, ihn lebt, füllt und lenkt ist Richard Geres starke Präsenz, seine Güte als Schauspieler sich dem Ensemble unterzuordnen und seine nuanciertes glaubwürdiges Schauspiel. Das somit das (geile) Ende völlig unerheblich ist und noch nichtmal nötig gewesen wäre, versteht sich bei dem wendungsreichen, stilvollen und eleganten 90s Gerichtsknaller von selbst.

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Weltensegler

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Bewertung7.5Sehenswert

„If you want justice, go to a whorehouse. Wanna get fucked, go to court.” An sich wäre der Film eher nur durchschnittlich geworden, denn storymäßig bietet er weder etwas Neues noch viel Spannung. Allerdings liegt es an der positiven Umsetzung, weshalb ich mich die 2 Stunden gut unterhalten fühlte. Ein geradliniger 90er Gerichtsthriller, der mit Ruhe und guter Kameraarbeit Stimmung aufbauen kann. Den Hauptanteil hat aber die tolle Besetzung (inkludiert die kleineren Rollen), nicht nur Richard Gere als Anwalt und der junge Edward Norton als Mordverdächtiger haben gefallen, Laura Linney fuhr mit Verlauf aus dem Windschatten heraus und war für mich ein mehr als würdiger Gegenpart für Staranwalt Marty, der es ihr nun wirklich nicht leicht machte und alle Tricks auf Lager hatte. „Primal Fear“ brauchte anfangs noch etwas um zur Sache zu kommen, konnte aber ab etwa 40 Minuten wo der Fall und das Gerichtsduell losging das Niveau durchgehend sehenswert halten und dann an auch an mehreren Momenten fesseln. Muss sagen, für einen Gerichtsfilm ist „Zwielicht“ absolut überzeugend, jetzt nicht der große Wurf, das hatte ich allerdings auch nicht erwartet. Das Ende war mir bereits bekannt, trotzdem irgendwie passend und ein runder Abschluss.

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kamerakind

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Bewertung6.5Ganz gut

Recht wirrer und unsteter Gerichtstriller der mit seiner erzwungen krassen Wendung am Ende die subtile Spannung des Anfangs mit dem Allerwertesten einreißt.

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Squingy

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Beginn einer steilen Karriere für Edward Norton! Zurecht! Der Rest vom Film war Mittelmaß...Zumal ich mir Mr. Gere auch einfach nicht gern anschaue.

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vuvuzela

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Bewertung7.5Sehenswert

Ganz starker auftritt den damals noch jungen Edward Norton, da konnte man schon ahnen das hier ein großartiger Schauspieler entdeckt wurde. Gerichtsthriller sind nicht mein Favorit, aber der Film ist spannend und die Story schlüssig.

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IndigoMaedchen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Edward Norton rettet den Film aus dem (oberen) Mittelfeld und beweist einmal mehr, warum er für mich einer der besten Schauspieler überhaupt ist.
Mit Richard Gere konnte ich noch nie viel anfangen, und auch hier bleibt er eher blass und kann kaum Akzente setzen. Der Plot an sich bietet zwar wenig Neues und ist teilweise etwas klischeelastig, aber alles in allem weiß "Zwielicht" doch bestens zu unterhalten. Mich zumindest.

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momopipi

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Bewertung7.0Sehenswert

"Zwielicht" kommt als Gerichtsthriller etwas zu trocken und unspektakulär daher, aber die schauspielerische Besetzung kann einiges und überhaupt strahlt der Film diesen gewissen Charme aus. Gegen Ende wird der Film definitiv interessanter.

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juline

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Bewertung10.0Herausragend

Wär hätte gedacht, dass Richard Gere und ein Psychothriller so gut zusammenpassen. Hab ihn bis jetzt nur als Liebesfilmmitspieler gesehen. Ein wirklich sehr guter Film. Die letzte Aussage von dem Schauspieler Edward Norton fand ich unglaublich gut. Herausragendes Spiel von Herrn Norton. Bäm oida, a fetzn füim. Schautz an aich o!

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Edmond Dantes

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der verdammt noch mal besten Gerichtsthriller.

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Isolation

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Bewertung7.0Sehenswert

Für den berühmten und erfolgreichen Anwalt Martin Vail (Richard Gere) ist die Frage nach Schuld und Unschuld nebensächlich. Ihm ist nur seine Gewinnrate wichtig, die er meist durch eine erfolgreiche Verteidigung berüchtigter Mörder aufrecht erhält. Um weiter in aller Munde zu bleiben und um noch schneller aufzusteigen, sichert er sich den Fall des jungen Aaron Stampler (Edward Norton), der im Verdacht steht, einen bekannten Erzbischof brutal umgebracht zu haben.
Bei der Annahme dieses Falls ahnt Martin noch nicht, dass er schon bald eine Kette von Reaktionen auslöst und in einen Kreis von Intrigen und Machtspielen gerät. Und nicht zuletzt muss er sich Fragen, welche Rolle sein Mandant in all den Ereignissen spielt. Mörder oder Schachfigur?

Die Voraussetzungen eines spannenden Justiz-Thrillers sind gegeben und werden zuweilen auch ansprechend genutzt. Jedoch muss ich sagen, dass ich mir etwas mehr von diesem brisanten Aufeinandertreffen des Richard Gere und Edward Norton erwartet hatte.
Der Film kämpft in der ersten halben Stunde mit einigen Längen und braucht ewig, bis er denn mal in die Gänge kommt. Die Ermittlungen und Untersuchungen besitzen sicherlich das Potential für gefährliche Spielchen, die bis in die höchsten Ämter reichen, werden aber meiner Ansicht nach zu wenig genutzt. Wirklich mitgerissen haben mich die ganzen Wendungen recht wenig, was vor allem daran liegt, dass Richard Gere (mal wieder) den aalglatten Nobelmann spielt, der im Begriff ist, wie sollte es anders sein, alles zu verlieren. Dieses Schema passt natürlich gut in den Film und er füllt es auch weitesgehend aus - überragend war die Leistung für mich allerdings nicht.

In der zweiten Filmhälfte, in der es dann endlich zum Prozess kommt, entfaltet „Zwielicht“ seine Spannung und nimmt auch noch größere Ausmaße an. Es gibt Rückschläge, viele ausgefeilte Dialoge und man weiß nicht genau, wem man eigentlich Glauben schenken darf. Dass man dabei die lahmen Minuten vergisst, die man zuvor fast 60 Minuten verfolgen durfte, fällt ausgesprochen einfach. Wenn ich nicht noch einmal genauer darüber nachgedacht hätte, dann hätte ich dem Werk durchaus 9 Punkte gegeben.

Für diese Faszination sorgt des Öfteren Edward Norton, der für seinen ersten Film eine sensationelle Leistung hinlegt. Er spielt sämtliche andere Darsteller an die Wand und hat gegen Ende einen fulminanten Auftritt, der erneut beweist, dass dieser Mann einer der facettenreichsten Schauspieler unserer Zeit ist. Obwohl ich vom schlussendlichen Twist nicht sonderlich überrascht war, so war er doch von allen Personen unfassbar intensiv gespielt und in kalten Bildern festgehalten.

Doch bei all den genialen Momenten, dem fantastischen Edward Norton, der angespannten Atmosphäre im Gerichtssaal und des Rätsels Lösung, muss ich doch bedenken, dass ich in den ersten Szenen mit einer eher langweiligen Präsentation zu kämpfen hatte und mich wenig für den Film begeistern konnte. So ehrlich muss ich einfach sein, auch wenn es mich, angesichts der darauf folgenden Minuten, fast schon etwas schmerzt.

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Andy Dufresne

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Jupp,kaufen würde ich mir den auch nicht (trotz 8 oder 8,5 was ich ihm glaub ich gegeben habe)Und ich finde übrigens auch das er ewig braucht um in Fahrt zu kommen, um endlich so breit aufgestellt zu sein das er mal loslegen kann (was er dann aber schon macht,vor allem Norton,ich weiß noch wie ich damals dachte:Aus dem wird mal was ganz Großes (In Zwielicht liefert er ja schon was Großes ab) und als ich nach American History X und Fight Club aus dem Kino kam wurde mir meine Prophezeiung bestätigt....)


Isolation

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Gut zu wissen, bin ich wenigstens nicht der Einzige. :)
Zu Norton: Manchmal werden auch die "richtigen" Darsteller bekannt, kann man leider nicht von allen behaupten.


cyranorick

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Bewertung7.5Sehenswert

Tja, auch ich denke, dass der Film von mir eine noch höhere Wertung bekommen hätte, wenn nicht Richard Gere den Anwalt verkörpert hätte.
Er ist mir schlicht und einfach in den meisten Rollen zu eindimensional. Im Gegensatz zu Norton, der hier schon früh sein grosses Talent zur Schau trägt und ausspielen kann.
Leider gibt es von Lost´s "Locke" Terry O´Quinn hier nur wenig zu sehen.
Die Handlung, keine Frage, ist zum Grossteil recht spannend, das Ende eines von der Art, wie ich sie liebe.
Leider, aber natürlich auch verständlicherweise, fehlt der Kinnladeneffekt beim zweiten Mal ansehen.
Auch die ein oder andere angerissene Nebenhandlung ist hier m.E. etwas überflüssig. Um ein paar Minuten gestrafft, wäre der STreifen vielleicht noch packender vorangeschritten.
Dennoch bleibt ein sehr guter Film, den man zumindest EINMAL gesehen haben muss. :)

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Wu-Tang-Sven

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Kinnladeneffekt ist geil. Darf ich mir das Wort ausborgen? :D


cyranorick

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Büdde, bedien Dich! XD


lhiannan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gere und Linney machen ihre Sache gut, sind in dem Film auch gute Gegner bzw. ein interessantes Paar. ABER es ist Norton, dessen Performance einen wirklich sprachlos macht, großartig gemacht! Geres unterkühlte und arrogante Art passt wunderbar in die Konstellation, die dem Zuschauer gekonnt den *sorry* Mittelfinger zeigt. Der Film macht einfach Spaß. :-)

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kinogaengerin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Beinahe hätte ich dem Film die Höchstpunktzahl verwehren müssen und das hat einen ganz einfachen Grund: Richard Gere. Erneut spielt er eine dieser Schnösel-Rollen, die ihn so unglaublich unsympathisch machen, was teilweise sogar unerträglich werden kann. Allerdings passt genau das natürlich perfekt hier rein und wer hätte es sonst so authentisch darstellen sollen?! Zum Glück gibt es ja noch Laura Linney als verzweifelte Staatsanwältin, welche großartig agiert und dem Schönling mehr als einmal Paroli bietet. Über Edward Norton muss man glaube ich nichts weiter schreiben, als: Sein Debut ist schlichtweg grandios! Er vermittelt dem Zuschauer diese Rolle so dermaßen überzeugend, dass man Gänsehaut bekommt. Nicht umsonst bin ich seit der Erstsichtung von 'Zwielicht' vor mehr als 10 Jahren ein großen Fan von ihm. Die Plot-Auflösung ist schlussendlich einfach umwerfend. Selten habe ich einen Thriller gesehen, der so wenig vorhersehbar ist und der einem am Ende solch eine schallende Ohrfeige verpasst. Der Streifen braucht sich also trotz seines Alters von mittlerweile 15 Jahren absolut nicht hinter Genre-Kollegen verstecken.

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Moe Szyslak

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Bewertung9.0Herausragend

Marty: "Why gamble with money when you can gamble with people's lives?"

Eigentlich wäre "Zwielicht" ja "nur" ein solider und spannend inszenierter Hollywood-Gerichtsthriller, der über große Phasen richtig mitreißend ist und der geschickt Finten und Fallen zu legen weiß und somit einige Überraschungen bereit hält, der aber auch gut und gerne die ein oder andere Fragwürdigkeit bei der Verhandlung, die aufgrund dramaturgischer Gründe aufgetreten sind, zu bieten hat, was man aber getrost übersehen darf, wenn man nicht allzu kritisch ist. Eine klasse und durch die Bank perfekt besetzte Nebendarstellerriege flankieren einen hervorragend aufgelegten Richard Gere, der seine Rolle des publicitygeilen, selbstverliebten und ausgefuchsten Staranwalts süffisant und gekonnt in der Balance zwischen Arroganz, Zynismus und Charisma zu halten weiß, wodurch man als Zuschauer ständig zwischen Sympathie und Antipathie ihm gegenüber schwankt. Also im Grunde genommen stimmt bis auf einige inhaltliche Fragwürdigkeiten alles, es war spannend, unterhaltsam und reißerisch inszeniert. Weswegen "Zwielicht" dann aber doch einen großen Tick besser ist als andere Gerichtsthriller ist in der unglaublichen Darstellerleistung von Edward Norton begründet, denn was der in seiner ersten Kinorolle als stotternder, naiver und bemitleidenswerter Milchbubi abliefert ist und bleibt, auch nach vielfacher Sichtung, phänomenal und legendär. Atemberaubend genial gespielt und damals zu Recht mit einer Oscar-Nominierung bedacht. "Zwielicht" wäre "nur" ein solider und guter Hollywood-Gerichtsthriller mit den üblichen Elementen, denn man sich anschauen kann, aber Norton macht ihn zu einem sehr guten mit denkwürdigen Szenen, den man sich anschauen muss.

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facepalm

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Richard Gere würde diesen Film sicherlich gerne vergessen wissen, so als sei er nie gedreht worden und wir alle ahnungslos. Aber es ist nun mal passiert. Kann nicht rückgängig gemacht werden und ist auf Ewig auf Zelluloid gebrannt: Schauspieldebütant gegen eingetragene Hollywoodgrößen. UND FIGHT. Was Edward Norton hier in seinem ersten Kinofilm an Leistung bringt, ist die Blütezeit seines schauspielerischen Talents. Entweder man hat es, Mr. Gere, oder man hat es eben nicht und Mr. Norton ist Ihnen in diesem Punkt weit voraus, da hilft auch Ihre "jahrelange" Erfahrung in diesem Business nichts, denn sehen Sie es ein: Der Mann hat Sie niedergespielt, in Grund und Boden.

Getragen von diesem Talent ist dieser Film eine reine Augenweide wenn man Norton bei seiner Kunst zuschauen darf, mittendrin in einem Fall, der ziemlich gemächlich anfängt und die ersten 20 Minuten erstmal vor sich hin plätschern, aber dann kommt der Streifen in Fahrt und man verfolgt gebannt die Suche nach den fehlenden Puzzleteilen. Das Zusammenspiel zwischen Laura Linney und Richard Gere ist gut, ihre Geschichte dagegen allerdings 08/15 und dementsprechend unspektakulär. Das unterbricht die eigentliche Spannungskurve des Falls, stört aber im Nachhinein nicht den Gesamteindruck. Das Ende tut hier sein Übriges und ist sicherlich für den ein oder anderen vorhersehbar weil irgendwie klar (dass das so kommen muss), aber nicht weniger interessant. Das alles macht "Zwielicht" auch beim zweiten Durchgang zu einem grundsoliden Thriller, der durch Norton dermaßen an Niveau gewinnt, dass er deutlich besser ist als so manch anderer Streifen. Amen.

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Shorty06

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Ich fand Richard Gere ebenso großartig wie Edward Norton. Hatten beide tolle Performances


der cineast

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Er liebt den Norton, da kannst du dann auch Kevin Spacey neben setzen, der Norton ist eben so toooooooolll. Gäähn.


Dollarbill123

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Bewertung9.0Herausragend

Unglaubliche Leistung von Norton. Das Ende ist episch...

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Gielchen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seehr Klasse Gerichtsthriller bei dem Edwart Norton brilliert !!
Das Ende läuft einem kalt den Rücken runter..

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MillionDollarBaby89

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme! Ich vergöttere Edward Norton schon immer und aufgrund dieser schauspielerischen Glanzleistung nur noch mehr.
Ein Film, der nach dem Ende den Zuschauer dazu bringt mit offenem Mund vor dem Bildschirm zu sitzen und erst mal einen Moment braucht um sich wieder zu fangen.
Es wird eine unglaubliche Spannung und Atmosphäre aufgebaut, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Klasse Story, klasse Schauspieler und hervorragendes Ende. Was will man mehr? Ein rundum perfekter und dramatischer Film mit einem großartigen Edward Norton. Sehr schade, dass er den Oscar als besten Nebendarsteller 1997 nicht bekommen hat ... verdient wäre es in jedem Fall gewesen!

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patcharisma

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Primal Fear" ist eigentlich so hochglänzend und geschliffen durchkomponiert und mit grossen Dialogen voller Wit versetzt, dass man kaum was dazu schreiben kann. Alle wissen ja bereits, dass die ausgefuchste Story mit allen gestreiften Thematiken und Nuancen - mit den selbstverliebten Sharks im US-Justizwesen, den Immobilien-Spekulanten, den (sexullen) Hinter-den-Mauern-Abgründigkeiten unserer so well-respected Kirche, bishin zu den psycho-pathologischen Krankheitsbilden - hier alles so unglaublich gut zusammengepuzzlet wurde, dass man nur noch staunen mag. Sämtliche Schauspielleistungen werden auch von mir natürlich nur ausschliesslich gelobt und der Film wird wohl auf ewig grosse Unterhaltung bieten.

Was fällt nur aus dem Kontext, dass (hier) noch ergänzend erwähnenswert ist? Vielleicht etwas Zeitkolororit: Linney und Gere hatten mal eine Affäre miteinander ("It was just a six month-enduring one night-stand!"), darum bekämpfen sich die beiden nun als Oberhengste vor Gericht mit allen Waffen, die Justiz fungiert also noch zusätzlich als Schlachtfeld von Rachefeldzügen der gesunden Psychohygiene, solche herrlichen Side-Aspekte waren so dermassen 'Nineties' und ich vermisse sie heutzutage. Weiter: Die elegante Laura Linney (Ach, wie ich sie einfach liebe!) im Deux-Pièce zündet sich gerne an unpassenden Orten in Coolness eine Zigarette an ("For Christ sake, it's a bar!") und die schwarze Ober-Richterin gönnt sich im Hinterzimmer in den Pausen zwischen den Verhandlungen auch mal ein Glas Whiskey. Heute kaum mehr salonfähig, fast schon anarchisch, aber wehmütig schön, dass es diese Details mal tatsächlich gab.

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