Sleepers
Sleepers (1996), US Laufzeit 152 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 30.01.1997
40 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8770 Bewertungen
75 Kommentare
Keine
von Barry Levinson, mit Brad Pitt und Robert De Niro
Eine Gruppe Jugendlicher wächst in “Hell’s Kitchen”, einem Arbeiterviertel von New York, auf. Ihre einzige Vertrauensperson ist der Pater Bobby, dem sie auch als Messdiener in deiner Kirche helfen. trotzdem besteht ihr Leben zu einem großen Teil aus Kriminalität, wenn auch nur im kleinen Rahmen: sie überbringen Schmiergelder an Polizisten und stehlen hier und da mal eine Kleinigkeit. Dieses schöne Leben verschwindet von einem Tag auf den anderen, weil sie durch einen Unfall einen Passanten schwer verletzen und zu einer Jugendstrafe verurteilt werden. Im Gefängnis werden die Jugendlichen von den Wärtern geschlagen, gefoltert und vergewaltigt, vor allem von Sean Nokes. Nachdem sie ihre Strafe abgesessen haben, ist nichts mehr so wie vorher. 13 Jahre später im Jahre 1981: Thommy und John leben immer noch in der gleichen Gegend. Eines abends entdecken sie ihren ehemaligen Peiniger in einer Bar ihres Viertels und töten ihn. Michael, der inzwischen Staatsanwalt geworden ist, bekommt den Fall zugesprochen, und versucht nun mit Hilfe von Lorenzo, der mittlerweile als kleiner Reporter sein Geld verdient, die Verhandlung vor Gericht so zu drehen, daß ihre beiden Jugendfreunde nicht verurteilt werden. Hierzu heuern sie den heruntergekommenen Anwalt Danny Snyder als Verteidiger an, der lediglich vorgefertigte Texte vor Gericht vorlesen soll, um den Fall zu gewinnen. Auch Pater Billy soll noch eine wichtige Rolle bei der Inszenierung vor dem Richter spielen.
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Cast & Crew
- Genre
- Coming of Age-Film, Gerichtsdrama, Mafiafilm, Sozialdrama, Drama
- Zeit
- 1960er Jahre
- Ort
- New York (State!), New York City
- Handlung
- Alte Freunde, Folter, Gericht, Gerichtsverhandlung, Jugendgang, Jugendkriminalität, Jugendlicher, Jugendstrafanstalt, Katholische Kirche, Kind und Jugendlicher, Kindesmissbrauch, Kirche, Kneipe, Mafia, Messdiener, Priester, Rache, Reporter, Roman, Sadist, Sexueller Missbrauch, Staatsanwalt, Unfall, Vergeltung, Wächter, Zeuge
- Stimmung
- Berührend, Hart, Spannend
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Kritiken (2) — Film: Sleepers
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenDicht erzählter Selbstjustiz-Thriller, bei dem die Rache ziemlich bliebig wirkt. Trotzdem überaus spannend.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenTolle Besetzung, tolle Kamera, drittklassige Rachestory in einem dann doch eher belanglosen Selbstjustizfilm.
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Kommentare (73) — Film: Sleepers
marlene.utz Wed, 08 May 2013 22:27:14 -0000
Kommentar löschengrandios.... vor allem Dustin Hoffman !
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Alienator Thu, 21 Mar 2013 15:51:40 -0000
Kommentar löschenLeise
Ein Film der leisen Töne. Hier zählt einzig und allein die grandiosen Schauspielkünste seiner Darsteller und der gelungene ruhige Erzählstil Levinsons. Das Thema Kindesmissbrauch und deren tiefen psychologischen Folgen stellt Levinson nicht als Mittel zum Zweck dar, sondern geht behutsam mit dem sensiblen Thema um ohne es zu verharmlosen (in seiner Art ein stiller Vorreiter von "Mystic River", der mit einer ähnlichen Thematik aufwartet). Der Film ist ein Drama. Und kein Aufruf zur Selbstjustiz sondern ein Film über die Macht des Verzeihens und Vergessens. Und dieses Leid zeigen die Darsteller in perfekter Präzision und in minimaler,aber wirkungsvoller Mimik.
Schmerz, den man spürt.
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Bagheera Mon, 18 Feb 2013 09:14:02 -0000
Kommentar löschenEs ist blöd, ganz ganz blöd, diesen Film zu bewerten.
So stark angefangen... aber man kann doch nicht einfach am Ende in zwei Sätzen runterreiern, was in den ersten Sätzen so dunkel prophezeit wurde?! Da erwartet man wenigstens eine kleine Wende am Schluss. Oder grundsätzlich eine Wende irgendwo. In der Mitte hat sie auch gefehlt... Da, wo der Höhepunkt der Geschichte platziert war, kamen auch keine Überraschungen, alles verläuft rundum nach Plan.
Es ist nicht unspannend. Aber man hat nicht das Gefühl, dass es einen sonderlich mitreißt. Mir ist klar, dass es auf eine wahre Geschichte basiert, und nicht alles auf "absolutely awesome" getrimmt werden kann. So muss ich aber hier als Schreiberin mit anderen Filmen vergleichen und deren Enden sind nunmal einfach besser.
Trotzdem noch 8,5 Punkte. Die Charaktere sind mir immer noch im Kopf geblieben.
8,5 - weil die Jungs, gerade in jungen Jahren, einen einfach nicht loslassen.
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Hfonda15 Sun, 13 Jan 2013 11:25:46 -0000
Kommentar löschenSPOILER
Der Anfang des Films hat mir sehr gut gefallen, in der ersten Hälfte geht es um 4 Jungen die im New Yorker Stadteil Hells Kitchen aufwachsen, diese Szenen sind vor allem durch die passenden Songs untermalt und die Kinderdarsteller machen einen tollen Job.
Als die Kinder durch einen dummen Streich fasst einen Mann umbringen, kommen sie in ein Jugendgefängnis wo sie mehrmals von sadistischen Wärtern vergewaltigt werden. Diese Szenen fand ich ebenfalls noch sehr gut umgesetzt und der Zuschauer kann den Hass der Jugendlichen auf ihre Peiniger in jeder Minute nachvollziehen!
In der zweiten Hälfte des Films verliert der Streifen meiner Ansicht nach aber deutlich an Qualität, vieles wirkt konstruiert und auch die Jugenddarsteller haben mir besser gefallen als Brad Ptt und Co. in den erwachsenen Rollen der 4 Freunde. Das Ende fand ich persönlich auch nicht sehr gelungen, da einer der Peiniger der Kinder im Gericht, praktisch ohne Grund anfängt zu weinen und seine Schuld zugibt.( Er vergewaltigt die Kinder innerhalb eines Jahres mehrere Male und es ist im Egal aber später fängt er vor Gericht an zu weinen weil er sich so schämt?)
Nach dem Film war ich etwas vom flachen Ausgang des Streifens enttäuscht aber, da er auf wahren Ereignissen basiert bleibt er wegen der dramatischen Gefängnisszenen doch im Gedächtnis und durch die tolle Filmmusik und die gewohnt brilliante Darstellung von Robert De Niro hat der Film auch eine gewisse Klasse.
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Ener Sun, 06 Jan 2013 09:30:42 -0000
Kommentar löschenWas für eine Couch voll mit Stars. Das Who is Who gibt sich hier ein Stelldichein. Was auch schon das einzig Nennenswerte ist. Die Produktion war sich anscheinend nie so ganz sicher, womit sie fortfahren möchte. Sämtliche Szenen wirken irgendwie nicht ganz kompatibel zueinander, man fällt ständig vom Extrem ins Nächste. Und bis auf Dustin Hoffman scheinen alle Darsteller etwas außer Form zu sein. Harter Tobak ganz schwach umgesetzt. Wahrscheinlich hätten hier einige Minütchen mehr nicht geschadet, so wird das heikle Thema (eigentlich zwei heikle Themen) etwas hektisch abgehandelt.
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derblonde Sat, 24 Nov 2012 16:59:57 -0000
Kommentar löschenBeklemmendes Meisterwerk.
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Hartigan85 Sat, 24 Nov 2012 12:29:41 -0000
Kommentar löschen„Sleepers“ von Barry Levinson aus dem Jahr 1996 ist ein erschütterndes und mitreißendes Drama über verlorene Jugend, Rache, Moral, Schuld und Sühne, sowie um wahre Freundschaft und Zusammenhalt bis zum Tod.
Erzählt wird die Story über eine jugendliche Clique von 12-13 jährigen Jungs in den 60er Jahren, welche im von Gangstern besiedelten Problemviertel Hell´s Kitchen aufwachsen. Da denkt man zu Beginn tatsächlich öfter mal, man wäre in einem Scorsese Film gelandet. Eines Tages begehen sie einen verhängnisvollen Fehler, für den sie einige Zeit in eine Jugendbesserungsanstalt müssen. Ihr Leben ist daraufhin nicht mehr dasselbe, sie werden gedemütigt, misshandelt und vergewaltigt. Jahre später treffen zwei der mittlerweile erwachsenen Freunde auf einen ihrer damaligen Peiniger…
Mehr möchte ich dann nicht verraten, unbedingt ansehen! Als ich den Film damals das erste Mal gesehen habe, kurz nach dessen Erscheinen, war ich ungefähr in dem Alter der Jungs im Film. Deshalb hat mich der Film umso mehr mitgenommen. „Sleepers“ ist ein von Barry Levinson perfekt inszeniertes Drama, welches sich im Grunde in zwei Hälften aufteilen lässt. Die Erste ist eine schockierende Jugendgeschichte, die zweite Hälfte dann ein hochspannendes Justizdrama. Der Streifen kann mit einer fantastischen Besetzung glänzen. Einmal bitte auf der Zunge zergehen lassen:
Robert De Niro, Brad Pitt, Dustin Hoffman, Kevin Bacon, Minnie Driver, Jason Patric, Billy Crudup, der leider viel zu früh verstorbene Brad Renfro usw…
Sie alle machen einen sehr guten Job, besonders hervorzuheben sind De Niro als hin- und hergerissener Pater Bobby, Hoffman als versoffener Anwalt und Bacon als sadistisches Schwein, sowie die Jungdarsteller.
„Sleepers“ ist ein starker und cleverer Film, den ich heute genauso überragend finde wie damals. Er fesselt von Anfang bis Ende und hat einige Gänsehautmomente zu bieten. Der Film ist spannend, bewegend, sehr emotional und wird verstärkt durch eine großartige Filmmusik von John Williams und eine sehr gute Kameraarbeit von dem Deutschen Michael Ballhaus. Ein Epos, dass jeder mal gesehen haben sollte und für mich einer der besten Filme der 90er Jahre!
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cinram Sat, 24 Nov 2012 16:03:09 -0000
Antwort löschenVon den bekannteren Gesichtern, hat mir am meisten Kevin Bacon imponiert- Donnerkiesel, was für ein hinreissendes Stück Sch§$%&...!
Hartigan85 Sat, 24 Nov 2012 18:34:24 -0000
Antwort löschenStimmt, der Bacon kann was, wurde nur leider zu oft nur in Nebenrollen besetzt. Hätte gerne die ein oder andere Hauptolle mehr von ihm gesehen...
cinram Sat, 24 Nov 2012 18:45:57 -0000
Antwort löschenGenau! Brillante, sog. B- Stars gibt es EINIGE! Ich denk außer an Bacon, z.B. an Robert Duvall, der vielleicht ungezählte, wichtige Schlüsselrollen verkörpert hat und den Respekt des Publikums, aber nie den Status eines "Superstars" erlangen konnte!
Wie gesagt, zwei von vielen...!
Hartigan85 Sat, 24 Nov 2012 18:58:47 -0000
Antwort löschenDa hast du recht, ist echt schade zu sehen, wie manche Schauspieler nur durch Nebenrollen nahezu jeden Film bereichern. Joe Pesci würde mir noch einfallen, der hat meistens auch nur Nebenrollen gehabt, war aber fast immer genial!
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Hartigan85 Sat, 24 Nov 2012 19:04:33 -0000
Antwort löschenHab mich falsch ausgedrückt, es ist natürlich nicht schade, zu sehen wie sie durch Nebenrollen jeden Film bereichern, sondern dass sie nicht über Nebenrollen hinauskommen...
cinram Sat, 24 Nov 2012 19:10:13 -0000
Antwort löschenHab Dich schon verstanden!
Klar gehört Pesci auch auf diese imaginäre Liste!
schwedenretter Tue, 16 Oct 2012 21:40:53 -0000
Kommentar löschenDas imposante Ensemble und die gute Filmmusik schaffen eine Atmosphäre, die Logikfehler zumindest grob wieder glattbügelt.
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Frankenchrist Tue, 25 Sep 2012 04:43:00 -0000
Kommentar löschenEin zu lang geratener Film, der zwar ambitioniert aussieht, aber eklatante Defizite aufweist in Plausibilität, Dramaturgie und Schauspielleistung: Es ist natürlich eine Freude Pitt zu sehen, den Staatsanwalt kauf ich ihm aber nicht ab. Und leider können auch De Niro und Hoffman daran nichts ändern, nicht, weil sie es nicht könnten, sondern da ihnen nicht die nötige Darbietungszeit zugestanden wurde. Die wenigen Auftritte von ihnen wirken wie Balsam. Die fragwürdige Botschaft des Films war noch das geringste Übel:
Spoiler
Ach, wie schön und heldenhaft ist es, Betrug zu begehen an der Justiz und damit am Rechtsstaat und damit an der Menschheit und damit an Gott usw. Das lasst uns feiern! Jaja, Aug um Aug, Zahn um Zahn. Und wie ich es verstanden habe, sollte doch für den Mord kein Motiv zu finden sein? Das Entscheidende im ganzen Plan? Warum dann nur fragt der Verteidiger den Zeugen bei ca. 1 Std. 41 Min.: "Wenn Sie nicht gesehen haben,
dass die Angeklagten den Wachmann erschossen, woher wollen Sie dann wissen, dass die Angeklagten ihn erschossen haben?" Ohne, dass im Gericht vorher erwähnt wurde, dass Nokes früher Wachmann war, wird hier (aus Versehen?) die mögliche
Verbindung verraten? Und weiter: Wieso wird das Motiv durch Ferguson dann fast auf dem Silbertablett serviert (Missbrauchs-Geständnis)? Und wieso wird seine Aussage so mir nix dir nix aus dem Protokoll gestrichen? Wo doch hier die Spur zum Motiv
zu finden wäre!!! Ein Blick in das Archiv der Anstalt, und das Motiv ist gefunden (Die Namen der Angeklagten sind mit hoher Wahrscheinlichkeit noch irgendwo dokumentiert). Aber nein, das wäre ja plausibel?
Spoiler aus
Auch der übermäßige Einsatz von Shakes allein als Narrator-Stimme gefiel mir nicht. Man soll ja nicht den Eindruck eines Hörbuchs, sondern eines Films haben? Allein Michael Ballhaus, der hier wirklich beeindruckende Bilder eingefangen hat, ist es zu verdanken, dass der Film nicht total untergeht. Und welchen Zweck hat verflucht nochmal die Rolle von Minnie Driver??? Tut mir leid wegen all der Fragezeichen
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loveissuicide Sat, 04 Aug 2012 21:26:31 -0000
Kommentar löschenGuter Film! Eigentlich müssten alle, die sich derartiger Verbrechen in Jugendheimen (staatlichen, kirchlichen, Strafvollzugasanstalten,...) schuldig gemacht haben oder machen, so fertig gemacht werden wie der Exwärter vor Gericht. Die gehören verachtet bis zum (natürlichen) Tod. Zu viele kommen davon.
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Mac_C_Tiro Thu, 19 Jul 2012 06:59:34 -0000
Kommentar löschenVielschichtige, soiale Studie über Mileudifferenzierung, körperliche und psychische Gewalt und Freundschaft. Der Film zeigt sehr genau welche Auswirkungen auch schon kleinste unbedachte Handlungen nach sich ziehen können und wie sehr Emotionen (ob nun negative odser positive)zerstörerisch auf die eigene Psyche und gesellschaftliche Entwicklung einwirken können. Dieses tragische Geschehen wird mit einem (bis auf wenige Schwächen in der 2. Hälfte) großartig lebendigen Drehbuch und realistisch agierenden Darstellern vorgeführt.
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RaZer Wed, 11 Jul 2012 18:07:50 -0000
Kommentar löschenEine Sozialstudie, ein Coming-Of-Age-Drama, eine Anprangerung der Gewalt gegen Kinder, ein Seitenhieb auf das amerikanische Rechtssystem und eine große Hommage an die Freundschaft. All das ist "Sleepers" und jedes dieser Kostüme passt ihm perfekt. Ich war schwer angetan von diesem Film, der so lange Zeit unter meinem Radar durchgeschlüpft ist. Dass er existiert und hochkarätig besetzt ist, wusste ich zwar, doch erst als ich gelesen habe, wie gut er im Durchschnitt hier wegkommt, habe ich mich mal ums Ansehen bemüht. Da muss ich MP wiedermal einen Dank aussprechen. Diese ernstere, erwachsenere Version von "Stand by me" bedient sich allerhand Motive und Genre-Ableger und verknüpft sie auf dem Fundament einer klasse Atmosphäre zu einem wunderbaren Film. Ob nun die Jugendzeit, das Gefängnis-Martyrium oder der manipulierte Gerichtsprozess, jeder dieser Teile wird von einer eigenen Dynamik getragen, die im Verbund überraschend gut harmonieren. Vielleicht mag man - trotz vieler Seitenhiebe und Zeigefinger - letztendlich keine wirkliche Moral aus dem Gesehenen ziehen können, aber das finde ich hier gar nicht wichtig. Es geht einfach um die Stimmung und um die Freundschaft, die über alle thront. Das bittersüße Ende hinterlässt dabei Eindruck. Schlussszenen, bei denen aus dem Off erzählt wird, was danach mit den einzelnen Beteiligten so passiert ist, hinterlassen doch immer irgendwie einen kleinen Kloß im Hals. Bei mir jedenfalls und das will was heißen, denn die Welle der Emotionen prallt an mir in der Regel ab.
Toll gespielt, stark inszeniert, authentische Atmosphäre und unaufdringlicher Soundtrack. gehört zurecht zu den besten Werken der 90er.
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Jeff Lebowski Sat, 26 May 2012 22:53:39 -0000
Kommentar löschenDie erste Stunde ist sehr dicht umgesetzt, danach kommt leider ein kleiner Durchhänger.
Bei der Gerichtshandlung kann der Film jedoch wieder Spannung aufbauen, und es macht sieder Spaß ihn zu gucken.
Das reicht für 8.0 Punkte, mit dem Brad Pitt bonus (0,5) wärens dann insgesamt 8,5 (;
Über 'Sleepers' kann man nur sagen, dass es sich alleine wegen der hochlarätigen Besetzung lohnt es sich anzusehen.
Dustin Hoffman hat hier eine Nebenrolle als versoffener Anwalt, die er solide spielt,
Ud Robert DeNiro kann mal wieder auf voller Bandbreite in einer für mich verhältnismäßig ungewöhnlichen Rolle (ein ziemlich 'anderer', sehr charismatischer Priester) überzeugen.
Brad Pitt hat hier auch eine Nebenrolle, die er standartmäßig gekonnt spielt.
Zu Kevin Bacons Leistung weiß ich im Moment nichts zu sagen, da ich keine anderen Filme von ihm gesehen habe (oder mich nicht erinnern kann, dass er mitgespielt hat) und mir daher der direkte Vergleich fehlt.
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*frenzy_punk<3 Sun, 27 May 2012 01:29:51 -0000
Antwort löschenMir hat der Anfang auch sehr gut gefallen, aber dann ging das Ding bergab. Auch die Gerichtsverhandlung konnte mich nicht begeistern.
Guter Kommentar und unbedingt mehr Bacon gucken ;)
Hartigan85 Sun, 27 May 2012 12:24:00 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall mehr Bacon gucken. Sehr zu empfehlen sind: "Flatliners", "Tremors", "Echoes", "Wild Things", "Super" und vor allem "Mystic River".
*frenzy_punk<3 Sun, 27 May 2012 12:30:02 -0000
Antwort löschenOh weh, von denen habe ich bisher nur "Mystic River" gesehen, also sollte ich mich auch mal dran machen :)
In "A few good Men" war seine Rolle auf jeden Fall zu klein ^^
Hartigan85 Sun, 27 May 2012 12:47:28 -0000
Antwort löschenJa, mach das :) Stimmt, er hat in seiner Karriere leider öfter in Nebenrollen gespielt als in Hauptrollen.
simvlacrvm Sun, 27 May 2012 14:56:37 -0000
Antwort löschenJopp, "Echoes" kann man empfehlen.
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Jeff Lebowski Sun, 27 May 2012 15:13:14 -0000
Antwort löschenMich konnte das gericht nur faszinieren, weil mich soetwas generell intreessiert. Dass die zweite hälfte nicht so ganz das wahre war ist klar..
RammManiac Sun, 27 May 2012 16:17:55 -0000
Antwort löschenDer Film ist leider einfach zu lang geraten...
Teile aber deine Ansichten voll!
FlintPaper Thu, 22 Mar 2012 11:41:15 -0000
Kommentar löschenNett gemeinter Genre-Mix; Ein bißchen Jugend-Drama, ein bißchen 60er Jahre, ein bißchen Mafia und ganz viel Rache-Epos. In der ersten Hälfte stimmiger Abklatsch, in der zweiten Hälfte etwas trantütige und timinglose Trauma-Aufarbeitung sowie oberflächliche Dumas Hommage (?). In manchen Momenten herrlich überzeichnet und mit merkwürdigen, dramatischen Einstellungen versehen; Hier und da wird am Ziel vorbeigerauscht und so manch Ernstgemeintes ins Lächerliche verzogen. In anderen Momenten wiederum unterhaltsam gespielt, besonders von den Nebendarstellern, vorallem jedoch Kevin Beacons Wahnsinns-Tour - macht anscheinend unheimlich viel Spaß einen Kindervergewaltiger zu spielen. Als Zugabe gibt es immerhin noch De Niro und einen im Suff dahinsäuselnden Dustin Hoffman. Brad Pitt, Jason Patric, Ron Eldard, Billy Crudup - allesamt hübsche Jungs, aber letztendlich eine leichte Enttäuschung und eine der größten Schwächen des Films. Minnie Driver hätte man gleich weglassen können.
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Spielberg_Fan Thu, 23 Feb 2012 13:35:47 -0000
Kommentar löschenBarry Levinson schuf mit „Sleepers“ einen prominent besetzten Rache-Thriller, welcher aber ganz andere Wege einschlägt, als man es von so einem Thriller dieser Art eigentlich erwartet. „Sleepers“ ist nicht nur ein Film über Rache und grauenhafte Taten. Nein, es ist vor allem ein Film über Freundschaft und Loyalität. Und genau das vermittelt der Film auf eine ganz besondere Weise.
Vieles hat der Streifen ganz klar seinen großartigen Schauspielern zu verdanken. Die tollen Jungdarsteller und natürlich auch die schon damals bekannten Gesichter wie Kevin Bacon, Dustin Hoffman, Robert De Niro und Brad Pitt verleihen dem Film den nötigen Tiefgang. Musikalisch bekommt der Film Unterstützung von Altmeister John Williams, der vielleicht nicht unbedingt einen seiner besten Scores hier abliefert, aber durchaus ein passendes und gelungenes Werk, welches gekonnt die Bilder unterstreicht.
„Sleepers“ mag zwar teilweise ein paar dramaturgische Schwächen aufweisen, welche aber völlig zu verschmerzen sind, den dieses sehenswerte Hollywood-Schauspielkino lässt mit Sicherheit jeden Zuschauer nach der Sichtung nachdenklich und leicht schockiert zurück.
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Oliver0403 Mon, 30 Jan 2012 21:57:21 -0000
Kommentar löschen"Die Zukunft lag glitzernd vor uns und wir dachten wir würden auf ewig zusammenbleiben"
Wenn nach knapp 2,5 Stunden Laufzeit der Film mit diesem Zitat zuende geht, ist man geschafft, sehr nachdenklich und im meinem Fall fast den Tränen nahe, nach dem was man soeben gesehen hat.
Ein Drama über Rache, Selbstjustiz und eine Freundschaft, die sich kaum in Worte fassen lässt. Ein grossartiger Soundtrack rundet das Ganze noch ab.
Wenn man sich das Cast ansieht, erwartet man auch diese Leistung. Robert de Niro als Pater Bobby, Dustin Hoffman als abgehalfteter Anwalt mit Alkohol - und Drogenproblem, Kevin Bacon spielt den Bösewicht Sean Noces perfekt und man ist als Zuschauer desöfteren kurz davor, im die Fresse für sein Verhalten zu polieren, Brad Pitt als Staatsanwalt, Jason Patric als Reporter und die zwei Darsteller, die Tommy und Michael spielen. Besonders schön ist auch zum Ende hin neben dem durch Pater Bobby erwirkten Freispruch der gemeinsame Abend der 5 Freunde.
Zitat: "Es war unser Abend und wir hielten Ihn fest, solange wir konnten. Es war unser Happy-End und das letzte Mal, dass wir alle zusammen sein sollten.
Kurz und gut ein zeitloses Meisterwerk. Nur 9 Punkte deshalb, weil ich zb "Die Verurteilten" noch einen Tick besser finde.
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lori101007 Wed, 14 Dec 2011 11:18:01 -0000
Kommentar löschenEin dramatisches wie auch eine tragische Geschichte. Auch die Besetzung ist sehr sehenswert. Die jungen wie auch die alten Darsteller spielen die heikle Story souverän. Top!
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moviee Thu, 08 Dec 2011 16:50:43 -0000
Kommentar löschenKann man eine Racheaktion in Form eines Mordes gutheißen?! Diese Frage würde ich spontan ganz klar mit 'Nein' beantworten. Kennt man aber die Hintergründe, wirft das ein ganz anderes Licht auf die Sache. Plötzlich ist ein Rachemord doch eine Form, über die man nachdenken kann. "Sleepers" ist ein packendes Drama über die verlorene Jugend und eine ganz besondere Freundschaft, die durch dick und dünn geht. Bevor ich den Film hier in den Himmel lobe verweise ich einfach nur auf meine Bewertung und verleihe Sleepers das Prädikat "Besonders wertvoll".
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hoffman587 Sun, 04 Dec 2011 13:55:27 -0000
Kommentar löschenSleepers
Sleepers. Wieder einer dieser wunderbaren Titel, der meines seltsam gestalteten Pseudobuches würdig sein müsste. Da ich mir in der Hinsicht dennoch etwas anderes vorstellte, insofern "Sleepers" gleichzusetzen wäre mit "Schläfern" (in Form von Agenten und nicht Menschen, die ständig schlafen), weder noch, denn "Sleepers" mag hierbei den Ausdruck von Jugendlichen bzw. Personen bzw. Leuten darstellen, die irgendwann mal in einer Jugendanstalt saßen bzw. dort untergebracht waren. Der Titel zum dazugehörigen Film von Barry Levinson aus dem Jahre 1996, nach dem gleichnamigen und kontrovers diskutierten Roman von Lorenzo Carcaterra.
Die Handlung an sich kann man dabei leicht in zwei Teile aufteilen, wobei die erste somit zunächst einerseits eine interessante Milieustudie, von Freundschaft und Zusammenhalt darstellt und andererseits auch von Machtmissbrauch und somit auch von Unterdrückung. Die zweite Hälfte dann doch eher irgendwas zwischen Rachedrama und Gerichts-Thriller, in jedem Fall auf den ersten Blick durchaus interessant, durch die Fülle an Themen: New York, in den 60er Jahren: Das Ende ihrer Kindheit beginnt für die Freunde Michael, Lorenzo bzw. Shakes, John und Tommy als durch einen dummen Streich fast eine Person stirbt, so landen sie in einer Jugendanstalt zur Besserung. Dort macht ihnen der sadistische Wärter Nokes das Leben zur puren Hölle...geschätzte 15 Jahre später begegnen Tommy und Michael Nokes wieder und töten ihn und landen vor Gericht. Und versuchen sich dort freizusprechen, mit ihrem Freund Michael auf der Bank des Staatsanwalts...
Eine große Stärke dabei stellt besonders der Cast dar, der weitläufig mit bekannten und berühmten Gesichtern gegliedert wurde. So sei auch zunächst gesagt, dass die Jungdarsteller von Brad Renfro bis Jonathan Tucker in ihren Rollen zu überzeugen wissen. Als auch ihre älteren "Ausgaben" hier einmal gut gespielt von Jason Patric als Shakes, aus dessen Sicht das Ganze erzählt wird bzw. somit als Hauptprotagonist dient, Patric weiß diesen Part gekonnt auszufüllen. In der Rolle des Michael außerdem noch Brad Pitt als späterer Staatsanwalt Michael, der versucht seinen Freunden zu helfen, aber auch selbst so vor einem Konflikt steht, zwar etwas verschwendet, in dieser doch recht "klein" angelegten Rolle, so bleibt Pitt hinter seinen Möglichkeiten doch an sich ist er grundsolide. Hervorzuheben wäre hierbei natürlich der herausragend agierende Kevin Bacon als sadistischer Wärter, der wiederum in seiner Rolle vollkommen aufgeht, mit seiner ganzen Kraft sich ins Zeugt legt und so einfach nur zu packen weiß. Und in weiteren Nebenrollen dazu noch einmal Hoffman, eh einer meiner absoluten Favoriten und ebenfalls ein grandioser Akteur, also Dustin Hoffman selbstverständlich, nur um das klar zu stellen, der selbst hier wieder als versoffener und abgewrackter Anwalt zu glänzen weiß, dies zusammen mit dem andererseits nicht minder starken Robert De Niro als Pater Bobby, der sich stets für die Jungen einsetze und für sie sogar gegen seinen Glauben in Frage stellen würde, von beiden souverän gespielt. Weiterhin noch zu bewundern Minnie Driver wie auch Vittorio Gassman. Hervorragend besetzt und sonst auch größtenteils stark.
Zu Levinsons Regie, eigentlich sehr gut, immerhin vermag er es durchaus zu fesseln, trotz der Langatmigkeit seines Werkes, welche besonders in der für mich doch etwas konstruierten zweiten Hälfte eintrat. Der Anfang wie eigentlich auch die gesamte erste Hälfte inszeniert dieser aber wirklich erstklassig, mit interessanten Aspekten, liefert er eine äußerst stimmige Analyse des Milieus und zeigt uns danach eine durchaus bedrückende Leidensgeschichte dieser Jungs, die dennoch nie gewollt sind den Mut verlieren. Bis dahin alles sehr fein gehandhabt, die Charaktere zudem noch glaubwürdig gestaltet, natürlich verfeinert durch die exzellente Darstellerriege. Doch im zweiten Teil verrennt (schon klar) sich Levinson (leider) in seiner eigenen Story und so wird das Ganze eher ein durchaus platter Selbstjustizakt - für mich sogar insofern fragwürdig- da er letztendlich nichts anderes tut als diese Selbstjustiz zu glorifizieren und sie einem so gesagt "ansprechend" zu präsentieren, gewollt oder ungewollt meiner Meinung nach dabei vollkommen irrelevant, denn letztendlich bleibt der Beigeschmack, da so auf das Mitgefühl des Zuschauers baut (Bei mir funktionierte das durchaus und man so tatsächlich Mitgefühl entwickelt). Somit lässt er diese Rache bzw. den Mord als fast einzigen Ausweg, so gesagt als Rettung ersichtlich sehen und so wird auch das gerechtfertigt auf diese Weise, für mich durchaus fragwürdig, aber man bilde sich sein eigenes Bild, ist ja eh stets alles subjektiv zu nehmen. Anderweitig weiß aber die Kamera (Michael Ballhaus) grandiose Bilder zu kreieren und besonders am Anfang eine brillante Atmosphäre eines New York der 60er Jahre zu präsentieren, oder auch die bedrückende Grundstimmung in der Jugendanstalt dort verziert mit einem düsteren Touch. Aber auch sonst recht sauber und stark gefilmt.
Und nicht zu vergessen wäre dabei noch der gut wie auch durchaus tragisch/dramatisch/kraftvoll komponierte und atmosphärische Score vom großen John Williams, passend eingesetzt.
Zum Schluss bleibt mir dann nur noch zu sagen, dass "Sleepers" ein ausgezeichnet inszeniertes und stark gespieltes (vielleicht sogar aufwühlendes oder kritisches) Drama ist, das sich leider einigen dramaturgischen Schwächen hingeben muss und die Aussage des Films für mich letztendlich doch eher fragwürdig war, doch man bilde sich sein eigenes Urteil, denn so bleibt "Sleepers" für mich noch ein immerhin sehenswertes Stück Zelluloid über Freundschaft.
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Ezra Sun, 04 Dec 2011 20:07:04 -0000
Antwort löschenWitchi Tai To :)
hoffman587 Sun, 04 Dec 2011 20:28:40 -0000
Antwort löschenOkay^^
sam_ace_rothstein Wed, 09 Nov 2011 10:25:56 -0000
Kommentar löschenSuper Gespieltes Drama. Die Szenen, die den Alltag der Jugendlichen zeigt und natürlich die Gefängnisszenen sind super Inszeniert.
Der Film hat einige Längen, dies kann er aber durch die gute Schauspielerische Leistung und einem guten Ende ausgleichen.
De Niro ist auch als Pfarrer Bobby Genial und ist einem auf den ersten Moment Symphatisch.
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