Rashomon - Das Lustwäldchen
Rashômon (1950), JP Laufzeit 88 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Eastern, Kinostart 04.08.1952
31 Bewertungen
Skala 0 bis 10
2797 Bewertungen
31 Kommentare
Keine
von Akira Kurosawa, mit Toshirô Mifune und Machiko Kyô
Rashomon ist ein japanischer Klassiker von Akira Kurosawa, bei dem ein Verbrechen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der drei Beteiligten geschildert wird.
Ein heftiger Wolkenbruch überrascht drei Menschen – einen Priester, einen Holzfäller und einen Knecht – die daraufhin in einer Tempelruine im Wald Schutz suchen. Die drei kommen langsam ins Gespräch und unterhalten sich über ein Verbrechen, das sich vor ein paar Tagen ereignet hat und alle bewegt: der Samurai Takehiro wurde ermordet und seine wunderschöne Frau Masako vergewaltigt. Als Mordverdächtiger wird der Räuber Tajomaru angeklagt, der gleich nach der Entdeckung des Verbrechens von einem Polizisten festgenommen wurde. Doch über das Geschehen und die Hintergründe, die zu dem Verbrechen geführt haben, gibt es unterschiedliche Versionen, die sich sogar widersprechen. Fest steht lediglich, dass der Samurai Takehiro mit dem Pferd unterwegs gewesen ist und von seiner Frau begleitet wurde.
Vollständige Handlung
Ein heftiger Wolkenbruch überrascht drei Menschen aus unterschiedlichsten Schichten. Sie alle suchen unter dem halb verfallenen Dach einer Tempelruine Schutz vor den Wassermassen. Ein Priester (Minoru Chiaki), ein Holzfäller (Takashi Shimura) und ein Knecht (Kichijiro Ueda). Sowohl der Holzfäller als auch der Priester machen einen sehr bedrückten Eindruck auf den zuletzt eingetroffenen Knecht. Es stellt sich heraus, dass beide Zeuge eines Verbrechens waren, welches sich vor drei Tagen ereignete. Und beide sind sich noch immer nicht klar darüber, wie das Verbrechen begangen wurde, denn es gibt völlig unterschiedliche Versionen über das Geschehene, die sich widersprechen.
Fest steht nur, dass in dem Wald der Dämonen (Rashomon) ein Samurai (p:7452) mit einem Schwert getötet wurde. In der Nähe der Leiche fand man den Hut seiner Frau Masako (Machiko Kyô) und einen Beutel. Das Paar ist mit einem Pferd unterwegs gewesen und traf während ihrer…
Rashomon ist ein japanischer Klassiker von Akira Kurosawa, bei dem ein Verbrechen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der drei Beteiligten geschildert wird.
Ein heftiger Wolkenbruch überrascht drei Menschen – einen Priester, einen Holzfäller und einen Knecht – die daraufhin in einer Tempelruine im Wald Schutz suchen. Die drei kommen langsam ins Gespräch und unterhalten sich über ein Verbrechen, das sich vor ein paar Tagen ereignet hat und alle bewegt: der Samurai Takehiro wurde ermordet und seine wunderschöne Frau Masako vergewaltigt. Als Mordverdächtiger wird der Räuber Tajomaru angeklagt, der gleich nach der Entdeckung des Verbrechens von einem Polizisten festgenommen wurde. Doch über das Geschehen und die Hintergründe, die zu dem Verbrechen geführt haben, gibt es unterschiedliche Versionen, die sich sogar widersprechen. Fest steht lediglich, dass der Samurai Takehiro mit dem Pferd unterwegs gewesen ist und von seiner Frau begleitet wurde.
Vollständige Handlung
Ein heftiger Wolkenbruch überrascht drei Menschen aus unterschiedlichsten Schichten. Sie alle suchen unter dem halb verfallenen Dach einer Tempelruine Schutz vor den Wassermassen. Ein Priester (Minoru Chiaki), ein Holzfäller (Takashi Shimura) und ein Knecht (Kichijiro Ueda). Sowohl der Holzfäller als auch der Priester machen einen sehr bedrückten Eindruck auf den zuletzt eingetroffenen Knecht. Es stellt sich heraus, dass beide Zeuge eines Verbrechens waren, welches sich vor drei Tagen ereignete. Und beide sind sich noch immer nicht klar darüber, wie das Verbrechen begangen wurde, denn es gibt völlig unterschiedliche Versionen über das Geschehene, die sich widersprechen.
Fest steht nur, dass in dem Wald der Dämonen (Rashomon) ein Samurai (p:7452) mit einem Schwert getötet wurde. In der Nähe der Leiche fand man den Hut seiner Frau Masako (Machiko Kyô) und einen Beutel. Das Paar ist mit einem Pferd unterwegs gewesen und traf während ihrer Reise auf den berüchtigten Straßenräuber Tajomaru (Toshirô Mifune).
Es stellt sich heraus, dass der Holzfäller die erste Person am Tatort war und so schnell er konnte, in die Stadt rannte, um Hilfe zu holen. Der Priester war die letzte Person, die das Ehepaar traf, bevor das Verbrechen begangen wurde. Er sah sie vergnügt ihren Weg entlanglaufen. Sie auf hohem Ross, ihr Mann zu Fuß nebenher.
Vor einem imaginären Gericht kommen alle Zeugen zusammen und versuchen, den Fall aufzuklären. Nachdem der Holzfäller und der Priester ihre Aussagen abgaben, wird der Bandit Tajomaru vorgeladen, um seine Aussage zu treffen.
Seiner Version zu Folge, habe er entspannt unter einem Baum gelegen, als das Paar an ihm vorüber kam. Durch einen Windhauch hob sich der Schleier der Frau, so dass er einen Blick auf ihr wunderschönes Gesicht werfen konnte. Daraufhin habe er sich entschlossen, diese Frau zu besitzen. Durch einen Vorwand habe er den Samurai in den Wald hineingelockt,um ihn dort zu überwältigen und fesseln. Mit der Frau sei er zu ihm zurückgekehrt, um sie vor dessen Augen zu vergewaltigen. Doch sie hätte sich ihm freiwillig hingegeben und dann vor Scham von ihm verlangt, ihren Ehemann zu töten, da sie es nicht ertragen könne, zwei Männer zu haben. In einem erbarmungslosen und schwierigen Kampf hätte er es letztendlich geschafft, den Samurai zu töten. Die Frau jedoch sei ihm in den Wald entschwunden.
Der Holzfäller behauptet gegenüber dem Priester und dem Knecht, dass diese Geschichte nicht wahr sei. Und auch die Geschichte, die die Frau des Samurai vor Gericht erzählte sei nicht wahr.
Diese behauptete, sie habe nachdem sie vergewaltigt wurde ihren Mann befreien und um Vergebung bitten wollen. Dieser habe sie jedoch nur mit einem grenzenlosen Blick der Verachtung angesehen. Vor Gericht erzählt sie, wie sie noch mit dem Dolch in der Hand ohnmächtig wurde und als sie wieder erwachte, habe der Dolch in der Brust ihres Ehemanns gesteckt. Der Tod ihres Mannes sei also ein Unfall gewesen.
Doch auch dies sei eine Lüge, behauptet daraufhin der Holzfäller.
Als nächstes wird der getötete Samurai vor das Gericht befohlen. Mit Hilfe eines Mediums, bekommt er Gehör. Er berichtet, dass nachdem seine Frau vergewaltigt wurde, der Bandit sie fragte, ob sie mit ihm gehen wolle. Sie akzeptierte dieses Angebot, wollte jedoch dass ihr Ehemann getötet wurde. Sonst könne sie nie seine Frau werden. Tajomaru der Bandit sei über diese kalte Entscheidung so geschockt gewesen, dass er dem Samurai die Wahl ließ: Entweder er lässt die Frau gehen oder er tötet sie. Bevor der Samurai sich entscheiden konnte, sei seiner Frau die Flucht gelungen und er sei vom Bandit befreit worden. Dann habe er sich mit dem Dolch ob der Schande selbst getötet. Und im Sterben habe er noch gespürt, wie ihm jemand den Dolch aus dem Leib zog.
Zu guter Letzt bekennt sich der Holzfäller dazu, dass er den Überfall von Anfang. an beobachten konnte. Um angeblich nicht in den Fall verwickelt zu werden, habe er bisher geschwiegen. Doch aus einem Versteck heraus habe er beobachtet, wie sich alles zugetragen habe. Der Version des Holzfällers zu Folge habe der Bandit nach der Vergewaltigung die Frau darum gebeten, ihn zu heiraten. Sie fing an zu weinen und es gelang ihr ihren Ehemann von den Fesseln zu befreien. Dieser wollte jedoch nicht für sie kämpfen. Daraufhin wurde die Frau wütend und brachte die beiden Männer doch noch dazu, gegeneinander anzutreten. In der Schilderung des Holzfällers jedoch kämpften weitaus weniger geschickt. Dem Banditen sei es dann gelungen, sein Schwert in die Brust des am Boden liegenden Samurais zu stemmen. Die Frau jedoch sei schon über alle Berge gewesen.
Das FindelkindPlötzlich wird die Erzählung des Holzfällers von einem Babygeschrei unterbrochen. Der Priester, der Knescht und der Holzfäller blicken sich in der Tempelruine um und finden ein Findelkind. Der Knecht greift sofort nach den wertvollen Kleidern, in die das Kind gehüllt war. Der Holzfäller will ihn zu Rede stellen, doch der Knecht bezichtigt ihn als den Lügner der Geschichte. Alle Menschen seien selbstsüchtig und würden nur an sich denken, er habe den Holzfäller durchschaut, denn dieser habe den wertvollen Dolch des Samurais gestohlen. Daraufhin entschwindet er mit den Kleidern.
Der Holzfäller schafft es den Priester von seinem guten Willen zu überzeugen, indem er das Findelkind aufnehmen möchte. Zu Hause habe er schon sechs Kinder großzuziehen, da komme es auf eines mehr auch nicht an. In der letzten Einstellung sieht man ihn mit dem Kind in den Armen nach Hause gehen. Der Regen hat aufgehört.
Cast & Crew
- Genre
- Gerechtigkeitsdrama, Mysterythriller, Samuraifilm, Drama
- Ort
- Japan
- Handlung
- Bandit, Gericht, Gerichtsverhandlung, Klassiker, Kultfilm, Mord, Realität, Samurai, Subjektivität, Verbrechen, Wahrheit, Wald
- Stimmung
- Ernst, Geistreich, Hart, Spannend
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Kritiken (2) — Film: Rashomon - Das Lustwäldchen
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschen„Rashomon“ ist kniffelig, verschachtelt und komplex, voller loser Enden, die dem Zuschauer vor die Füße geworfen werden, damit er daraus etwas Schönes mache. Kurosawa gibt sich nicht die Mühe, all das aufzulösen, was es aufzulösen gilt. Warum auch? Wozu sollte es dienen? Der Wahrheit? Welche dieser Geschichten ist die Wahrheit? Stimmt überhaupt irgendeine davon oder ist alles erlogen?
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] „Rashomon“ (Der Zusatz „Das Lustwäldchen“ ist laut Wikipedia übrigens ein Übersetzungsfehler), gehört zu den Filmen, die nach dem ersten Anschauen noch deutlich wachsen, wenn man sich vor philosophischem und historischem Hintergrund mit ihnen beschäftigt. Da ist es dann auch zweitrangig, dass der Film nicht den heutigen westlichen Sehgewohnheiten entspricht.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (27) — Film: Rashomon - Das Lustwäldchen
hutvic Wed, 08 May 2013 21:28:49 -0000
Kommentar löschenKurosawa hat mich Happy gemacht. Tolle Bilder, eine super Geschichte, grandios erzählt.
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chlamydomanu Thu, 02 May 2013 21:50:43 -0000
Kommentar löschenEinfach stark - in jeder Beziehung!
Sollte jeder mal gesehen haben...
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Couga[MH] Tue, 16 Apr 2013 20:11:08 -0000
Kommentar löschenSo bildgewaltig, so anspruchsvoll, so aussagend, so vielschichtig, so episch, so revulotionär, so großartig. Akira Kurosawa - da habe ich was vor mir, auch wenn ich kaum glaube, dass so ein Niveau in einer Filmographie gehalten werden kann.
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Trimalchio Mon, 04 Mar 2013 22:17:30 -0000
Kommentar löschenKurosawa hat mit 'Rashomon' einen wahrlich interessanten Film geschaffen. In den Vordergrund seiner Geschichte stellt er einen Kriminalfall, den er von allen Seiten beleuchtet und schließlich den Zuschauer zum Richter erhebt. Im Hintergrund zeichnet er still und leise das präzise Portrait einer sich im Wandel befindenden Gesellschaft, die nicht mehr zwischen richtig und falsch entscheiden kann und die völlig orientierungslos in eine ungewisse Zukunft taumelt. Er überwindet Grenzen und tritt für die Menschlichkeit ein, ohne sich dabei zu einem Lehrer aufzuschwingen, der dem Zuschauer alles mundgerecht präsentiert. Der Glaube an den Menschen existiert für ihn noch.
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Pyro 91 Thu, 28 Feb 2013 12:32:51 -0000
Kommentar löschenEin Verbrechen geschieht, vier Leute schildern ihre Sicht der Dinge, doch wer von ihnen sagt die Wahrheit? Gibt es so etwas wie eine objektive Wahrheit überhaupt? Inwiefern beeinflussen Stolz, Vorurteile, Motive und Ziele unsere Wahrnehmung? Wie viele kleine, aber vielleicht enorm wichtige Details gehen bei der Überlieferung von Informationen von Mensch zu Mensch verloren? Verändern sich unsere Erinnerungen im Laufe der Zeit, d.h. verzerren, extremisieren oder rationalisieren wir unsere unsprüngliche Version der Geschehnisse?
Volkommen klar ist, dass Herr Kurosawa die Filmwelt hiermit wieder enorm bereichert hat. Ein Film, der ein Ereignis aus verschiedenen Perspektiven erzählt und den Zuschauer quasi als Geschworenen und Richter gleichermaßen einsetzt? Sicher, warum nicht?
Was "Rashomon" so enorm involvierend macht ist, dass wir als Zuschauer genauso unserer subjektiven Wahrnehmung unterliegen, wie jede andere Figur im Film. Wir sammeln Beweise, verwerfen diese wieder, glauben die Wahrheit erkannt zu haben und müssen doch feststellen, dass die Puzzlestücke nicht wirklich zusammenpassen. Man zweifelt an der Richtigkeit der Geschehnisse, hat Tendenzen in die eine oder andere Richtung und doch bleibt einem nur die eigene Interpretation der Dinge, die nicht zwingend wahr sein muss.
In gewisser Weise führt uns Kurosawa hier auch die manipulative Kraft des Kinos vor. In jeder Erzählung erscheinen uns die Figuren in einem anderen Licht. So wirkt z.B. die Frau des Samurai aus der Sicht des Banditen unterwürfig und untreu, aus der des Holzfällers fast schon mutig und herausfordernd. Dadurch erwägen wir nicht nur einen anderen Ablauf der Ereignisse, nein, auch die Sympathien, die wir den Filmfiguren entgegenbringen, ändern sich schlagartig.
Warum schauen wir überhaupt Filme? Wir wollen emotional, geistig oder unterbewusst angesprochen werden und lassen uns eine Geschichte auftischen, deren Erzählung in den Händen des Regisseur liegt, der nach Lust und Laune unsere Knöpfe drücken kann, um eine Reaktion hervorzurufen.
Im Fall von "Rashomon" manipuliert uns Kurosawa nach Belieben und hinterlässt uns mit der Botschaft, dass den Menschen nicht zu trauen ist und sie zwar vorgeben gut und edel zu sein, aber wir nicht in sie hineinschauen können.
So bleibt das Ende recht zwiespältig und auch wenn wir den Charakteren im Film nicht trauen können, ziert in der letzten Einstellung doch ein heller Sonnenstrahl den Himmel, wo zuvor nur strömender Regen herunterkam.
Ja, es gibt noch Hoffnung.
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franticfury Thu, 28 Feb 2013 12:49:16 -0000
Antwort löschenKlasse :)
Pyro 91 Thu, 28 Feb 2013 14:17:49 -0000
Antwort löschenDer Film oder mein Kommentar? Ich nehme an mein Kommentar. xD ;) Wie erklärst du dir eigentlich das niedrige Community-Ranking? Ich meine, ich hab kein Problem damit, dass jemanden der Film nicht gefällt, aber die Kommentare sprechen eigentlich eine überwiegend andere, postive Sprache. Wird bei S/W-Filmen generell die 0 gedrückt, oder wie? xD
Pyro 91 Thu, 28 Feb 2013 14:50:34 -0000
Antwort löschenDas wäre allerdings traurig.
franticfury Thu, 28 Feb 2013 15:55:28 -0000
Antwort löschenBeides ist natürlich klasse :) Das Communityrating ist mir auch schleierhaft. Irgendwie will ich nicht so recht glauben, dass es tatsächlich Leute gibt, die so bewerten, aber anders, als du es vermutest, kann ichs mir auch nicht erklären. Na ja, die 9 ist auf jeden Fall die perfekte Wertung für dieses großartige Werk des besten Regisseurs aller Zeiten :)
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Lina-Hanami Thu, 28 Feb 2013 20:48:10 -0000
Antwort löschenSuper Kommentar! Wobei bei 9,0 noch etwas Luft nach oben ist :)
Pyro 91 Thu, 28 Feb 2013 21:02:49 -0000
Antwort löschenNa, mal sehen. Der wird sicher noch einmal im Player landen. Irgendwann wenn ich alle Kurosawas durchhabe und alle sonstigen Filme, die ich noch sehen will (ca. 10000). xD
Johnzy Tue, 12 Feb 2013 21:03:54 -0000
Kommentar löschenNun nach "sieben Samurai" mein zweiter Akira Kurosawa und weitere werden folgen...
Der Film ist für seine Zeit höchst innovativ, wird die Geschichte über eine Vergewaltigung und den Tod eines Samurai, doch hier auf mehreren Handlungsebenen sowie aus mehreren Blickwinkeln erzählt... Diese (für die damalige Zeit einzigartige?!) Erzählweise funktioniert überraschend gut, zusammen mit der sehr guten Schauspielerischen Leistung bietet Rashomon ein wirklich meisterhaftes Filmerlebnis, welches mit Sicherheit auch spätere Regisseure wie Tarantino beeinflusst hat.
Eine Durchschnittswertung wie diese, ist nicht nachzuvollziehen und wirklich ein Armutszeugnis der Community, because if even I, holding a PHD in Filmklassikerbanausalität can see that this is a true Classic for some good Reason, why cant you?!
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VisitorQ Tue, 12 Feb 2013 21:48:57 -0000
Antwort löschenHier mal meine Lieblinge von Kurosawa (7 samurai und rashomon außen vor)
Yume
the bad sleep well
Kagemusha
I live in fear
ran
Sanjuro
Throne of blood
The hidden fortress
yojimbo
High and low (Vielleicht mein Liebling von ihm)
il padrino Mon, 24 Dec 2012 13:45:42 -0000
Kommentar löschenTja,mein erster Kurosawa. Damit wäre auch diese Lücke geschlossen.
Tja, und wie hat er mir gefallen, dieser Film, der dem großen Akira Kurosawa zum internationalen Durchbruch verholfen hat? Das werden wir nun klären.
Du Musik ist gut, wenn auch nicht überragend. Sie ergänzt die ebenso solide Kameraführung und die gelungene Bildsprache. Der Film ist anspruchsvoll, aber verständlich; dass er spannend ist, liegt wohl zum Teil auch daran, dass ihn Kurosawa gekonnt inszeniert. Die Darsteller sind gut, wobei jedoch vereinzelt Overacting auftritt, besonders bei Toshirô Mifune.
Leider sind die Kampfszenen wirklich alles andere als gelungen, vor allem hier wirkt der Film teils unfreiwillig komisch.Diese Komik hält sich außerhalb der Kämpfe jedoch sehr stark in Grenzen, der größte Teil des Filmes ist frei davon.
Das Ende ist wirklich gelungen, zumal die Moral offen ist, was mit gut gefällt.
Insgesamt ist der Film zwar kein Meisterwerk, aber sehr gut. Ich werde mir weitere Filme von Kurosawa ansehen, so viel ist sicher. Kann den Film nur empfehlen.
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Uli Kunkel Mon, 20 Aug 2012 15:20:48 -0000
Kommentar löschenJeder Mensch betrachtet die Welt durch den Filter der eigenen Erfahrungen und Motivationen.
Jeder formt sich die Erinnerung und deren scheinbare Realität gerne selektiv so, wie es einem genehm ist oder entspricht.
Jeder hängt an der Illusion des eigenen Selbstbildes.
Das Konzept hinter "Rashomon" ist reizvoll, die Umsetzung allerdings grauenvoll nervtötend.
Vor allem aufgrund des fast durchgehend ganz schlimmen Overactings. Mit zunehmender Spieldauer war das immer schwerer zu tolerieren. Ich konnte allzu häufig nur den Kopf schütteln und die Augen verdrehen bei dem, was Mifune & Co. da abliefern.
Zudem sind die Intentionen und Gefühlsausbrüche der Figuren gelegentlich äußerst fremdartig und unverständlich. Möglicherweise fehlt mir auch einfach nur der Zugang zur Mentalität der Bewohner des historischen Japan.
Oder sollten das vielleicht Karikaturen des menschlichen Verhaltens darstellen und ich hab's schlicht nicht verstanden?
Die musikalische Untermalung ist zuweilen unnötig irritierend und aufdringlich. Beispielsweise dieser unablässig dudelnde Bolero während der Geschichte der Frau.
Technisch, auch aus heutiger Sicht, ist der Streifen nach wie vor sehr okay (Kamera, Schnitt, Ausstattung).
Bei einem 500 Worte langen, die Botschaft des Films zusammen fassenden Essay, wäre wahrscheinlich mehr davon bei mir angekommen.
Oder wie wäre es mit einem einzigen Satz: in einer kalten, dunklen Welt voller Verlogenheit und Gewalt existiert immer noch die unverlöschliche Flamme der Güte und Nächstenliebe.
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Uli Kunkel Wed, 22 Aug 2012 21:00:47 -0000
Antwort löschenNebenbei gefragt, welcher Vollhorst hat sich eigentlich diesen deutschen Titelzusatz einfallen lassen?!
gaffi Mon, 27 Aug 2012 21:44:02 -0000
Antwort löschenich weiß nicht genau, habe ihn auf japanisch mit untertiteln geguckt und mir ist das overacting nicht so aufgefallen.. nur bei der frau war es doch ganz schön krass.. vielleicht lässt mich auch einfach die letzte schilderung der ereignisse mit lachenden tomaten auf den augen zurück, ich fand ihn genial : )
TheDrPepperPower Tue, 28 Aug 2012 14:44:56 -0000
Antwort löschenWenn ich deinen Kommentar hier lese, dann bekomme ich noch weniger Lust, diesen Film irgendwann anzusehen. Ich fand "The Seven Samurai" wegen ähnlicher Aspekte, die du hier kritisiert, schon ziemlich dürftig. Ich konnte das Overacting dort auch kaum ertragen und wundere mich bis heute, dass so viele Leute Mifune als tollen Schauspieler loben.
Uli Kunkel Tue, 28 Aug 2012 15:39:27 -0000
Antwort löschen@gaffi: Es kommt halt auf die persönliche Betrachtung an: entweder man ist voll in der Geschichte drin und empfindet die letzte Version ungemein belustigend, oder aber man findet keinen Zugang, dann erscheint es einfach nur albern.
@TheDrPepperPower: Der Kommentar darf gerne als Warnung verstanden werden.
Nach deiner Anmerkung zu "The Seven Samurai" mache ich persönlich jedenfalls mal einen Haken hinter Kurosawa.
Bin Film-Klassiker betreffend grundsätzlich neugierig und aufgeschlossen. Desöfteren erscheint deren Status jedoch nur im historischen Kontext gerechtfertigt und übertrieben.
Manche von deren Apologeten erscheinen mir zudem ein wenig arrogant und elitär. Auch diesen Leuten ist mein Kommentar gewidmet. Es wurde sich weiter unten, vereinzelt in abwertendem Ton, über die niedige Bewertung des Films und die dafür verantwortliche anonyme Leserschaft echauffiert.
Mich hat in diesem speziellen Fall der Kontrast zwischen snobistischer Haltung mancher Fans und dem meine Aufmerksamkeit ziemlich nutzlos stehlenden Werk genervt.
Versuchte die Deutungshoheit ein wenig ausbalancieren und das eine oder andere - gewünschte - valide Argument dem Diskurs zuzuführen.
Auch und gerade bezüglich eines kanonischen Werkes wie "Rashomon" darf man, formal wie inhaltlich, gerne geteilter Meinung sein.
gaffi Tue, 28 Aug 2012 16:06:43 -0000
Antwort löschenschade schade.. : )
jollyroger Mon, 10 Sep 2012 07:05:25 -0000
Antwort löschenGestern gesehen und kann dir nur zustimmen. Das Overacting ist eine Katastrophe. Wenn im Film gelacht wird, wird immer so hysterisch und so laut wie möglich gelacht, wenn geweint wird dann immer gleich als Heulkrampf und generell wird immer irgendwie rumgeschrieen.
Speziell Mifunes dauerdummes Gelächter ging mir jenseitig auf die Nerven. Hab ihn original gesehen, das kann man also nicht mal der Synchro vorwerfen.
Silv1 Wed, 21 Nov 2012 18:10:20 -0000
Antwort löschenAlso ich fand Mifunes hämisches lachen der Brüller:-)
Shritz Fri, 23 Nov 2012 09:12:40 -0000
Antwort löschenWie kannst du nur ^^ Nein Spaß beiseite:
Was das Overacting anbelangt hast du Recht, jeder der Schauspieler übertreibt permanent, allerdings immer auf unterschiedliche Weise. So ist das Overacting Mifunes in der von ihm selbst geschilderten Geschichte ein anderes, als das, was er in den Erzählungen der anderen zeigt. Das liegt schlicht und einfach an der Thematik des Film und daran wie Kurosawa sie bearbeitet. Die Geschichten jedes Einzelnen überspitzen die Geschehnisse so sehr, dass eine einzige Wahrheit ausgeschlossen ist. Als Beispiel die Geschichte des Holzfällers: Mifune, ein tapferer Bandit, traut sich kaum sein Schwert zu schwingen und kann den Samurai nur mit Müh und Not besiegen. Der Samurai, ebenfalls ein tapferer Krieger, ist ebenso eingeschüchtert und führt das Katana, eine zweihand-Waffe, mit nur einer Hand! Woher sollte ein Holzfäller auch wissen wie man ein Katana führt....
TheBruceWayne Fri, 23 Nov 2012 17:19:25 -0000
Antwort löschenDas overacting ist eine Folge aus dem Theater,japanische Schauspielerwaren zugleich auch Theaterschauspieler.
jollyroger Fri, 23 Nov 2012 17:27:16 -0000
Antwort löschen@bruce Nach dem Motto könntest du ja auch bei einer Buchverfilmung sagen: "Ja, dafür kann der Film nix weil das im Buch schon schlecht war". Und auch im Theater ist Overacting kein Gütesiegel. Speziell MIfune fand ich unerträglich.
TheBruceWayne Sat, 24 Nov 2012 14:15:00 -0000
Antwort löschenIch behaupte ja nicht das es schlecht ist ^^Schaut euch doch mal deutsche Filme aus der selben Zeit an. Find ich persöhnlich weit lächerlicher.Mifune ist ein Gott.
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Uli Kunkel Sat, 24 Nov 2012 22:39:22 -0000
Antwort löschenDanke Leute für eure Beiträge und interessanten ergänzenden Erläuterungen.
Ja, der Film spricht ein paar spannende Themen an. Den Gegensatz von objektiver Wahrheit und subjektiver menschlicher Perspektive beispielsweise. Für manchen kann die extreme Form der Darstellung den Zugang dazu jedoch nahezu verunmöglichen. Schade, ist aber so. Wenn die Figuren mich aktiv ausschließen von der Erzählung und ihrer Welt, ihrem Drama, ihren Konflikten, ihren Aussagen, dann ist sie für mich persönlich gescheitert.
FKirchherr Wed, 30 Jan 2013 16:43:37 -0000
Antwort löschenVöllige Zustimmung zu deiner Bewertung. Schön formuliert, was mich ebenfalls am Film störte. Grundidee etc. spannend, technisch sauber aber durch, in ihrer Möglichkeit, ungekannten Leistung im "Over-Acting" (leider) nur 5.0
Lifelover Sat, 16 Jun 2012 16:25:02 -0000
Kommentar löschenRashomon ist einer der wichtigsten und besten Filme die jemals gedreht wurde, wenn nicht sogar der Film überhaupt. Es handelt sich hierbei um eine Verfilmung der genialen Novelle "Im Dickicht" (im Japanischen "Yabu no Naka") in Verbindung mit einer zweiten Novelle und zwar "Rashomon" (im Japanischen "Rashomon") von Akutagawa Ryunosuke.
Keine andere Literatur Verfilmung ist derart gut wie diese, sogar die Dialoge sind nahezu identisch (hierzu muss ich Anmerken das ich glaube das sie im Japanischen komplett gleich sind, die deutschen Übersetzungen sind alle immer ein wenig anders daher die Abweichungen) aber trotz allem hat der Film, allein durch die verschmelzung der beiden Novellen seinen ganz eigenen Stil. Besonders interessant finde ich zum Ende die zusätzliche Geschichte des Holzfällers die im Original so nicht vor kommt sondern dazu geschrieben wurde, da musst ich sehr schmunzeln. Auch sonst blieb man dem Original nahezu immer treu und überzeugt auf ganzer Linie.
Die Schauspielerische Leistung die an den Tag gelegt wird ist überwältigend und Kaum zu übertreffen, besonders Toshiro Mifune ist voll in seinem Element und spielt seine Rolle genial.
Auch die Themen bzw. die Intention des Autors bringt der Film perfekt rüber ohne die Aussage zu verfälschen oder zu verändern. Ein toller Film der seines gleichen wohl ewig suchen muss.
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Brentano Tue, 31 Jul 2012 16:56:40 -0000
Antwort löschenICH würde gerne mal ine Liste der von ihnen zu Rate udn zum Vergkeich herna geszogenen Literturverfilmungen und Kurzkritiken dessen und entspechende Bewertungen von Ihnen lesen und dann dazu punktuelle Vergleiche zu/mit diesem Film, also Hausaufgaben gemacht, heute (gestern oder irgendwann)?
T-Rex Fri, 25 May 2012 22:34:51 -0000
Kommentar löschenein meisterwerk.. akira kurosawa RIP!!
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Shritz Wed, 18 May 2011 15:14:33 -0000
Kommentar löschenEs regnet. Ein Holzfäller und ein Mönch sitzen vor einem heruntergekommenen Tor, ratlos. Ein Wanderer kommt durch den strömenden Regen zu ihnen. Sie erzählen ihm die Geschichte, die diese tiefe Verzweiflung auslöste. Die Geschichte eines Mordes. Die Geschichte einer Vergewaltigung.
Akira Kurosawas "Rashomon" beschäftigt sich mit der Frage nach Objektivität. Mit der Frage, wie unsere Wahrnehmung durch persönliche Motivationen beeinflusst wird. Und mit der Frage nach dem "Guten" im Menschen. Das Verbrechen wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, jeder hat für sich eine Existenzberechtigung, doch keiner stellt die alleinige Wahrheit dar. Diese zu finden bleibt dem Zuschauer überlassen, denn der ist zu keinem Zeitpunkt im Geschehen integriert. Das ist zum einen die große Stärke, aber auch die große (und eventuell auch einzige) Schwäche des Films. Als Zuschauer kann man sich mit keinem der Akteure identifizieren, wodurch auch eine emotionale Bindung ausbleibt. Die Stärke dabei ist, dass man sich so ein umfassendes Bild der Geschehnisse machen kann um zu einem Urteil zu kommen. Was als Außenstehender jedoch objektiv scheint, ist letztlich auch nur Subjektivität in objektiver Fassade, sucht man sich doch auch nur die Teile zusammen, die man selbst für die Wahrheit hält.
Kurosawas Klassiker, besitzt auch heute noch die gleiche Existenzberechtigung, wie vor 60 Jahren: Seine philosophischen und psychologischen Ansätze sind noch immer aktuell und hoch interessant. Ein Film von enormer Tragweite, intelligent aber mit unter auch fordernd.
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Finnigan Wed, 18 May 2011 08:42:23 -0000
Kommentar löschenPuh...Klassiker zu kritisieren ist ja immer so eine Sache. Und wenn dieser Klassiker auch noch vom Meister Akira Kurosawa ist, wird die Sache eher noch unangenehmer.
Aber ehrlich gesagt hat mich "Rashomon" letztlich einfach nicht so überzeugen können. Dabei fing der Film noch richtig gut an, die erste Hälfte fand ich wirklich gut. Bis dann die dritte Version der Geschichte erzählt wurde. Das war so ein Knackpunkt, ab dem der Film nach meinem Empfinden stark nachlässt. Es fängt schonmal damit an, dass ich den "Ursprung" der dritten Version ziemlich blöd fand. Das hat mir nicht gefallen. Und irgendwie kam ab da dann auch Langeweile auf. Und das irre Lachen des Räubers ging mir dann doch irgendwann doch etwas auf die Nerven, nochmehr dann die hysterischen Anfälle der Frau.
Das Ende oder die Botschaft hab ich erst nicht so richtig nachvollziehen können muss ich zugeben...aber nach ein wenig nachdenken fiel mir dann ja ein, dass in Japan ja eine ganz andere Einstellung zu Ehre usw. vorherrscht.
Vielleicht muss ich den Film irgendwann nochmal sehen, vielleicht wirkt er beim zweiten Mal besser. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Der Name Akira Kurosawa, dazu Lobpreisungen, die Rashomon als Meilenstein der Filmgeschichte hypen und fast schon philosophische Aufsätze zu dem Film und seiner Botschaft von den objektiven Wahrheiten. Da hatte ich wohlmöglich einfach zu viel erwartet, mal sehen, wenn ich ihn irgendwann nochmal schaue. Jetzt muss ich allerdings erstmal feststellen, dass ich eher enttäuscht von "Rashomon" bin.
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Le Samourai Thu, 03 Mar 2011 21:06:31 -0000
Kommentar löschenDiese Community-Durchschnittswertung macht mich traurig.
bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten
Shritz Thu, 03 Mar 2011 21:56:38 -0000
Antwort löschenIch leide mit dir :*(
filmfan90 Fri, 04 Mar 2011 00:41:16 -0000
Antwort löschenIch habe in der letzten Zeit derart grausige Kommentare von selbsternannten "Kritikern" und "Cineasten" gelesen, dass sich mir die Haare sträuben. Community- Wertungen, die jeglicher Objektivität entbehren, zu Filmen wie eben "Rashomon" (5,1), "Le notti di Cabiria" (3,3), "Sunset Boulevard" (5,6), "Brief Encounter" (4,1), "Sunrise" (3,9) etc. sind ein Spiegel dieser Unkultur. Besonders schlimm ist es, wenn jene Mitglieder dann auch noch anhand wortreicher (aber leider meist nichtssagender) Erklärungen die Schwächen dieser Referenzfilme darzulegen versuchen und von Mitläufern auch noch Lob für ihren geistigen Dünn****** ernten...
filmfan90 Fri, 04 Mar 2011 00:54:03 -0000
Antwort löschenPS: Man beachte den neuesten Kommentar zu "Le Samourai"... Manchmal bin ich richtig froh, dass viele meiner Lieblingsfilme eher unbekannt sind, sodass nicht jeder dahergelaufene ***** meint, sich an ihnen vergehen zu müssen!
Le Samourai Fri, 04 Mar 2011 01:21:23 -0000
Antwort löschenOh Mann. Das sind echt erschreckende Wertungen. Vor allem SUNSET BOULEVARD mit nem Schnitt von 5,6 ist absolut unverständlich.
Hehe, yep, der Text ist grauenhaft. Das passiert, wenn man sich aufgrund von Moviepilot-Empfehlungen an Filmen vergeht, die älter als 5 Jahre, nicht aus Hollywood und nicht von Jerry Bruckheimer produziert sind.
Filmsuechtiger Fri, 04 Mar 2011 23:26:43 -0000
Antwort löschenAls ob man anerkannte Klassiker um jeden Preis loben muss. Das ist dieses typische Kanondenken, was auch der Grund dafür ist, dass unzählige tolle Filme hinter den üüblichen Verdächtigen in Vergessenheit geraten. Sunrise beispelsweise hat eindeutig filmhistorische Relevanz, doch das macht ihn noch lange nicht zu einem überdurchschnittlichen Film.
Le Samourai Fri, 04 Mar 2011 23:57:30 -0000
Antwort löschenEs geht doch nicht darum, "anerkannte Klassiker um jeden Preis zu loben". Es geht darum, dass die Durchschnittswertungen von RASHOMON und SUNSET BOULEVARD, zwei der besten, zeitlosesten und wichtigsten Filme aller Zeiten, der absolute Oberwitz sind. Oder etwa nicht!?!
Filmsuechtiger Sat, 05 Mar 2011 07:52:49 -0000
Antwort löschenGenau das ist ja der Punkt. Ich halte Rashomon beispielsweise keineswegs für einen der besten, zeitlosesten und wichtigsten Filme. Wenn dies deine Meinung ist - kein Problem. Aber warum darf man bspw. Rashomon nicht schlecht bewerten? Warum darf es bei Kurosawa keine zwei Meinungen geben? Mir widerstrebt es, dass manche Klassiker unantastbar sind. Gewiß sind < 5 Punkte bei den meisten ungerechtfertigt, aber imo gilt dies auch für > 7 Punkte.
Le Samourai Sat, 05 Mar 2011 10:27:09 -0000
Antwort löschenNa und ich halte ihn genau dafür! Zum Glück gibt es ja sowas wie Geschmacksache und diese "Unantastbarkeit" mancher Klassiker gibt es ja gerade hier bei MP nicht, wenn man die Durchschnittswertungen betrachtet. Außerdem verbiete ich ja keinem, RASHOMON schlecht zu bewerten, es macht mich lediglich traurig! :)
Ich verstehe die Diskussion nicht.
Dolly Zoom Sat, 05 Mar 2011 11:41:19 -0000
Antwort löschenDennoch fällt bei den gebrachten Beispielen eine Unverhältnismäßigkeit auf, nämlich zwischen der mäßigen Durchschnittsbewertung oben und den hohen Punktzahlen neben den Kommentaren. Da erscheint der Schluss naheliegend, dass sich viele erst gar nicht mit den Filmen auseinandergesetzt (oder die überhaupt gesehen) haben, wenn denn niemand gegen Rashomon usw. zu artikulieren vermag. Dies ist sicherlich bedauerlich.
Aber vielleicht sollte man statt bloßem Ausdruck des persönlichen Bedauerns besser für diese Filme argumentieren, die ihren Stellenwert nicht ganz grundlos besitzen, oder etwa doch?
jollyroger Mon, 10 Sep 2012 07:08:08 -0000
Antwort löschenIch hab mich durchaus mit Rashomon auseinander gesetzt und fand / finde ihn trotzdem nicht gut. Da Rashomon nicht gerade im RTL2 Sonntagsnachmittags Programm kommt, kann man durchaus davon ausgehen, das der Großteil der Anschauer den Film bewußt gewählt / gesehen haben.
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Iamthesword Sat, 17 Nov 2012 03:23:52 -0000
Antwort löschenIst halt durchaus eine andere Art zu inszenieren. Vor allem die Schauspieler sind (aus europäisch-amerikanischer Perspektive) nicht gerade leicht verdaulich....
Uli Kunkel Fri, 28 Dec 2012 18:46:44 -0000
Antwort löschenMich stimmt traurig, wenn jemand die eigene Meinung mit "Objektivität" gleichsetzt, die anderer Leute herabwürdigt und anschließend notdürftig mit Sternchen kaschierte Beleidigungen austeilt.
filmfan90 Wed, 03 Nov 2010 18:17:38 -0000
Kommentar löschenAkira Kurosawa schildert in seinem Klassiker „Rashomon“ einen Mord aus verschiedenen Perspektiven und stellt somit die Frage nach der Existenz einer objektiven Realität- jeder der dargestellten Blickwinkel wirft ein völlig anderes Licht auf das Verbrechen und misst den beteiligten Personen eine andere Rolle in Bezug auf den Tathergang und die Frage, wer nun der Mörder ist, bei.
Die „Augenzeugen“ legen in einem Gerichtshof ihre Versionen des Geschehenen dar, indem sie sich bei ihren Schilderungen direkt an den Zuschauer, dem also die Rolle des „Richters“ zugewiesen wird, wenden.
In Form (subjektiver!) Rückblenden, die die Aussagen der Zeugen visualisieren, wird jener Mord dermaßen verschiedenartig dargestellt, dass die Entwicklung einer klaren, differenzierten Sichtweise auf die tatsächlichen Tatumstände schier unmöglich ist; auf Grund des Leichenfundes scheint lediglich festzustehen, dass ein Mann getötet wurde…
„Rashomon“ erscheint durch die Konfrontation des Zuschauers mit einem scheinbar unlösbaren Rätsel außerordentlich modern und lässt daher hinsichtlich seiner Kernthematik Bezüge zu Werken wie Resnais‘ „Letztes Jahr in Marienbad“ oder Lynchs „Mulholland Drive“ erkennen (wobei anzumerken ist, dass sich die letztgenannten Titel auf eine völlig andere Weise mit der Frage nach dem Vorhandensein einer objektiv fassbaren Realität auseinandersetzen).
Auf Grund des Alters von „Rashomon“ kann man diesen in gewisser Weise als Inspirationsquelle später entstandener, thematisch verwandter Filme begreifen.
Besondere Huldigung verdient des Weiteren die perfekte Kameraarbeit Kazuo Miyagawas, dem es gelingt, den Film, der überwiegend in der freien Natur gedreht wurde, in überwältigende Schwarz- Weiß- Bilder zu kleiden.
Als störend und daher qualitätsmindernd erweist sich, dass „Rashomon“ zum Ende hin zu pathetisch und (auf eine fast schon aufdringliche Weise) emotional wird, was sich m.E. nicht in das Gesamtbild des Films einfügt.
Insgesamt bietet „Rashomon“ anspruchsvolles Kino, das wegen der ungewöhnlichen Inszenierung und der philosophischen Thematik einen enormen Einfluss auf die Filmgeschichte ausübte und auch aus heutiger Sicht noch zu überzeugen weiß.
Am besten fasste wohl Robert Altman den künstlerischen Wert dieses Films in Worte: „Everybody you will talk to (…) and ask him questions about the film will not give you the same answers (…) which is what art is- it penetrates your intellect, your mind (…) and your experience and history has to react on this new information but you’re reacting from your own persona on it and that’s what gives “Rashomon” such a power (…).”
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Luchsen Thu, 05 Jul 2012 15:27:49 -0000
Antwort löschenDen ersten Satz bis zum Bindestrich habe ich schon oft gehört, und das hat mir den Film schmackhaft gemacht. Bloß stimmt er nicht. Es sind nicht verschiedene Perspektiven, also die individuelle Wahrnehmung, sondern schlicht Lügen. Die Personen lügen, um gut dazustehen. Die Existenz einer objektiven Realität wird so nicht infrage gestellt.
Iamthesword Sat, 17 Nov 2012 03:25:00 -0000
Antwort löschenDie Frage ist nicht, ob es diese Reltität gibt, sondern ob man überhaupt Zugang dazu hat....
loh Mon, 12 Jul 2010 15:58:29 -0000
Kommentar löschenalt,geil,super
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Miike Sun, 06 Jun 2010 14:39:09 -0000
Kommentar löschenHerausragender Film von Akira Kurosawa, der durch diesen, vielen späteren Generationen von Regiesseuren in Ihrer darstellungsweise von Geschichten Türen geöffent hat. Mir persönlich haben vorallem die perfekten Kamerafahrten und der Schnitt gefallen. Die Idee eine Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten war damals revolutionär. Über den wie immer grandios aufgelegten Toshiro Mifune brauch man eh kaum ein Wort zu verlieren, der hats halt einfach drauf vorallem das schreiend wahnsinnige Lachen göttlich. Wie immer in seinen frühen Filmen setzt auch hier Kurosawa ein Zeichen für mehr Menschlichkeit (siehe Schluss)...
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phoenix409 Wed, 17 Mar 2010 11:07:38 -0000
Kommentar löschenIn der Ruhe liegt die Kraft. Akira Kurosawa sinniert über Lug und Trug und den menschlichen Makel im alten Japan und lässt sich beim Erzählen viel Zeit. Ab und an lässt er seine Bilder und Figuren still verharren, als ließe er sie verschnaufen, und schafft ihnen damit mehr Raum. "Rashomon" versprüht dabei viel altertümlichen Charme und Toshirô Mifune verleiht seiner wilden Räuberfigur eine intensive Kraft, die den Film zusammenhält. Schade hingegen, dass die einzig wichtige Frau im Film dann doch zur hysterischen Nervensäge verkommt.
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Conan Doyle Thu, 11 Feb 2010 08:45:20 -0000
Kommentar löschenInhalt: Obwohl der Film ohne Zweifel künstlerisch und inhaltlich anspruchsvoll ist, hat er mir persönlich nicht so gut gefallen. Die zugrundeliegende Kriminalgeschichte und die Idee, das Verbrechen aus verschiedenen Perspektiven darzustellen, ist eigentlich sehr interessant, und auch die darstellerischen Leistungen sind makellos. Trotzdem ist bei mir das Interesse nach der Hälfte der Laufzeit stark abgeflacht. Manche Szenen waren einfach zu langatmig und besonders das ständige Heulen und ausgiebig dargestellte hysterische Gebaren der Frau empfand ich als extrem störend. Die moralische Botschaft, die das gesamte Werk von Kurosawa durchzieht war mir hier etwas zu aufdringlich präsentiert.
"Die sieben Samurai", "Yojimbo" oder "Das Schloß im Spinnwebwald" haben mir wesentlich besser gefallen.
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Acry Mon, 06 Jul 2009 23:14:24 -0000
Kommentar löschenEin - besonders für sein Alter - gut gemachter Film, der zwar nicht sonderlich spannend ist, aber dennoch eine zeitlose Thematik behandelt: Jeder hat seine eigene Wahrheit.
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Tyler__Durden Tue, 24 Mar 2009 23:53:05 -0000
Kommentar löschenKurosawa und Mifune, die beiden zusammen da kann ja nichts schief gehn. Eine Geschichte die Banaler kaum sein kann aber durch die geniale, simple und zugleich zeitlose Erzählweise Kurosawas besticht. Ein Komplexes Essay über Wahrheit und Lüge und wie gerne wir Menschen diese beiden Begriffe verdrehen.
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