Zoo
Zoo (2007), US Laufzeit 76 Minuten, FSK 16, Drama, Dokumentarfilm
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
80 Bewertungen
10 Kommentare
Keine
von Robinson Devor, mit John Paulsen und Ken Kreps
Enumclaw ist ein verschlafenes Nest im Staate Washington. Das idyliische Fleckchen wurde 2005 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als ein bizarrer Todesfall durch die Medien geisterte: Kenneth Pinyan, ein 45-jähriger Ingenieur, starb an inneren Blutungen im Darmbereich, nachdem er Sex mit einem Hengst hatte. Filmemacher Robinson Devor rollt die Geschichte um Mr. Hands, wie sich der Mann im Internet nannte, nochmals auf, indem er mit vielen Beteiligten spricht: Pferdeknechte, Tierärzte, Polizisten und Menschen, die in den einschlägig orientierten Chatrooms als Experten gelten. Mit seinem meditativen, einfühlsamen und zugleich verstörenden Dokumentarfilm über Zoophilie gelingt es Devor, einen Mann darzustellen, der eines der letzten großen Tabus brach. Sein Tod schockierte eine ganze Nation: Ist das, was wir vorgeben zu sein, so unterschiedlich von dem, was wir wirklich sind?
Cast & Crew
-
Robinson Devor
-
John Paulsen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Hands
-
Ken Kreps
-
Susan M. Carr
-
Conor Gormally
-
Malayka Gormally
Regie
Schauspieler
-
Robinson Devor
-
Charles Mudede
- Genre
- Drama, Dokumentarfilm
Drehbuch
Filmdetails Zoo
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Kritiken (2) — Film: Zoo
filmlemming: Deus X Cinema / filmlemming... filmlemming: Deus X Cinema / filmlemming...
Kommentar löschen[....]Früher war es Homosexualität, jetzt ist es Zoophilie. Was kommt als nächstes? Inzest? Pädophilie? – Solch einen Gedankengang ist nachvollziehbar und spiegelt den Hauptaspekt der Kontroverse wieder: Wie tolerant darf man sein? Man beachte, dass weder Homosexuelle, noch Zoophiele oder Pädophile von heute auf morgen entstehen und in eine Kiste geworfen werden dürfen. Während Homosexualität die Rechte anderer nicht einschneidet und Liebe nur auf ein anderes Geschlecht projiziert, geht Zoophilie ein Stück weiter und nimmt eine biologisch wie gesellschaftlich schwer zu haltende Brücke zwischen verschiedenen Arten. Pädophilie hingegen ist eine krankhafte Form der Liebe, die undiskutabel illegalisiert bleiben muss. Das Inzucht sowohl in einer krankhaften, wie unwissenden Form vorhanden sein kann, dürfte spätestens seit “Oldboy” unter eifrigen Filmguckern bekannt sein. Es ist der schmale Grat zwischen extremer Zuneigung und sexuellen Handlungen, bei der die Gesellschaft ohne nachzudenken die Hasskeule schwingt.[...]
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschen"Einem Pferd muss man nicht mit Tolstoi oder Blumen kommen.", kommentiert die leise, aber geistesgegenwärtige Stimme aus dem Off das Bild eines nackten Mannes, der den Kopf eines Pferdes umarmt, so, als sei das Tier jemand, der diese Liebe erwidern würde. Es gibt viele dieser Einstellungen in Zoo, ellenlang, beängstigend ruhig, aber stets nüchtern seinem Sujet gegenüber. Die Kamera fokussiert ein buntes Blumenmeer, während aus dem Off erzählt wird, wie die zoophilen Unbekannten, darunter auch der Protagonist, Mr. Hands, ihre buchstäbliche Liebe zu den Tieren als normal ansehen und Videos davon sogar ins World Wide Web stellen. Es ist der pure Horror für einen vermeintlich normalen Menschen, was hier von den original 'Tätern' wiedergegeben wird, so poetisch und besänftigend die dazugehörigen Bilder auch sein mögen. Statt auf Populismus zu setzen (wie es seinerzeit die Medien taten), versucht Robinson Devor lediglich einen Innenblick auf das Leben dieser alles andere als gewöhnlichen Männer und deren Beziehungen zu geben. Das gelingt ihm größtenteils auch, war es doch auch sein Anliegen, das Ganze nicht exploitativ auszuschlachten, sondern lediglich einen neutralen Blick auf das sonderbare Geschehen zu geben.
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Kommentare (8) — Film: Zoo
Kommentar schreibenVisitorQ 2012/03/02 15:58:04
Kommentar löschenIch mag Dokus aber diese hat in meinen Augen einfach nicht funktioniert. Das Ganze wird extrem einseitig beleuchtet außerdem sind die Interviews größtenteils auch nichtssagend und langweilig. Hat mir wirklich nichts gegeben.
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Thanatos1 2011/08/21 05:20:31
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nini_paga 2011/05/30 11:40:14
Kommentar löschenDas war ja wohl gut gemeint... ist meiner Meinung nach aber voll in die Hose gegangen. Die Off-Texte hangeln sich teilweise an der Kitsch-Grenze entlang... die Cinematographie ist zwar ganz schön, aber ohne roten Faden... die Übergänge sind so wirr, dass man manchmal nicht weiß, wessen Introspektive man gerade lauscht...
Mir gefällt der Tenor, mit dem an dieses Thema herangegangen wurde, aber leider ist die Umsetzung für meinen Geschmack nicht gelungen.
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Kontrovers 2011/01/23 14:42:40
Kommentar löschenEin bemerkenswerter Film, der sich teilweise im Kopf des Zuschauers abspielt.
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xtheunknown 2009/09/14 09:21:05
Kommentar löschenschockierende bilder habe ich zwar nicht erwartet oder sogar erhoft. aber so richtig mitreissend fand ich zoo nicht. dabei stellt er ein paar argumente auf die nicht uninteressant sind die aber für so manchen tierliebhaber schwer zu verdauen sein dürften. positiv ist noch die ruhige und nicht reisserische erzählweise zu erwähnen.
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JimiHendrix 2009/06/02 00:35:31
Kommentar löschenSehr heftiges Thema, welches mit viel dokumentarischer Watte eingepackt wurde.
Es wird alles sehr sachlich und still erzählt und dabei wird sanfte Musik unterlegt.
Man erfährt viel über die Beweggründe aber kan sie doch nicht richtig begreifen.
Kann man einer so kranken Seele wirklich Schuld vorwerfen?...dieser Frage wird mir zu sehr aus dem Weg gegangen, ansonsten bleibt ein ganz flaues Gefühl im Magen.
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Motsche 2008/08/14 08:59:44
Kommentar löschenEinfach mal: "Nicht gut!!!" Dies ist zwar eine neue und andere Herangehensweise an das Thema, und auch recht mutig!! Aber mir zu einseitig und zu verträumt!! Mit zu vielen Längen und uninteressanten Nebenbildern! Das alles wäre ja erträglich, wenn es an einigen Stellen ein bisschen aufrüttelnder und emotionaler würde, aber darauf wartet man leider vergebens.
Der Zuschauer soll anscheinend selbstständig in die vernebelten, undurchsichtigen Bilder seine eigene Interpretation und Emotion bauen ... mir ist das zu wenig!
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Kubrick_obscura 2008/07/27 16:50:50
Kommentar löschenSehr "schön" inszenierter Essay-Film, der weniger auf das Erfassen von Informationen als auf die emotionale Nachvollziehbarkeit der Beteiligten setzt. Berührend und schwer konsumierbar zugleich. Dieser Film macht keine Kompromisse.
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