David Fincher dirigiert alles um ihn herum.
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Für viele Film-Fans ist er ein Genie. David Fincher verbindet Emotionen, Spannung und Lebensweisheiten in seinen Filmen. 2010 wird ein arbeitsreiches Jahr für den 48-Jährigen Regisseur. Vor kurzem hat er die Regiearbeiten zu the-social-network-2 mit Justin Timberlake abgeschlossen. Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte der Facebook-Erfinder. Jetzt soll er drei verschiedene Filme zu Kassenschlagern machen.
Eine amerikanische Adaption von Verblendung, die Neuverfilmung von Heavy Metal und Columbia Pictures Pawn Sacrifice stehen an. Viel Arbeit kommt auf den Starregisseur zu, der mit Fight Club einen der besten Filme aller Zeiten drehte.
Bei uns ist Verblendung bereits letztes Jahr in die Kinos gekommen. US-Kinogänger mussten sich mit einer abgespeckten Version mit englischen Untertiteln begnügen. Dementsprechend unerfolgreich war der Film. David Fincher hat das Potantial erkannt und Sony die Rechte bereits gekauft. 15 Millionen verkaufte Exemplaren des Buches weltweit sprechen eine deutliche Sprache. Das Ermittlerduo Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander untersucht auf unkonventionelle Art einen verjährten Vermisstenfall. Im Laufe der Millenium-Trilogie kommen sie einem unglaublichen Staatsbetrug auf die Schliche. David Fincher wünscht sich Carey Mulligan als exzentrische Lisbeth Salander. In der europäischen Version spielt Noomi Rapace die Rolle der Ermittlerin.
Die Neuverfilmung von Verblendung ist interessant. Die europäische Version war ein kommerzieller Erfolg, wurde allerdings von den Kritikern nur mittelmäßig bewertet. Die Geschichte hat noch viel Potential und David Fincher hat die Fähigkeiten, dieses auszuschöpfen. Die Story ist ähnlich düster und verschachtelt wie sein Vorzeige-Thriller Sieben. Wenn er dieses Niveau erreicht, könnten Kino-Rekorde ins Wanken geraten.
Für die Neuauflage von Heavy Metal ist David Fincher Schirmherr. Jetzt konnte er sowohl James Cameron (Avatar – Aufbruch nach Pandora) als auch Zack Snyder (300) zu einer Beteiligung am Projekt überzeugen. Eine Episode des Science Fiction-Films dreht David Fincher selbst. Außerdem steht das Bobby Fischer-Biopic Pawn Sacrifice auf seinem Plan. Die amerikanische Legende ist ein ehemaliger Schauspieler und Schachweltmeister. David Fincher verfilmt das tragische Leben des “Wahnsinnigen”.
Jizzel (Fabian Guzzo) 2010/03/15 10:21:00
News aus der Rubrik Kino
Kommentare
über David Fincher dreht Neuverfilmung von Verblendung
Kommentar schreibenJizzel 2010/03/15 11:59:10
Kommentar löschenDu hast absolut Recht. Ich werde es ändern. Danke;-)
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duffy 2010/03/15 13:51:19
Kommentar löschenÄndert nichts an der Tatsache, daß ich die amerikanisierung der Millenium Trilogie für ausgemachten Dünnpfiff halte. Da kann sonstwer kommen vor und hinter der Kamera.
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Jizzel 2010/03/15 13:58:37
Antwort löschenEigentlich sehe ich das genauso. Das Buch ist absolut genial und kein Film dieser Welt kann die Atmosphäre, die Dialoge und das Gefühl des Buchs vermitteln. David Fincher könnte die bestmögliche, eine ebenfalls grandiose, Filmumsetzung gelingen. Sie wäre nicht so gut wie das Buch, aber vom Potential her der beste Thriller dieses Jahrhunderts.
duffy 2010/03/15 14:08:49
Antwort löschenDie bestehende Verfilmung gehört in meinen Augen zu den besten europäischen Thrillern überhaupt. Ich bin einfach dagegen das die Amis jeden Furz nachahmen, nur weil sie es nicht einsehen Filme zu synchronisieren.
Jizzel 2010/03/15 14:12:40
Antwort löschenDa ich mich hartnäckig dagegen wehre, Buchumsetzungen zu schauen, kann ich dem nichts entgegnen. Deine Einstellung verstehe ich, aber wenn du mit dem Selbstverständnis, das größte auf der Welt zu sein, aufgewachsen wärst, würdest du genauso handeln.
duffy 2010/03/15 14:18:42
Antwort löschenKann dich da auch gut verstehen, aber in diesem Fall hätte man es besser kaum machen können, meiner Ansicht nach. :)
Ich mag gar nicht dran denken was man aus Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander für amerikanische Namen bastelt. Mike und Liss. :/
Jizzel 2010/03/15 14:24:03
Antwort löschenDas skandinvische Flair wird Fincher nicht einfangen können. Die Dramatik, Spannung und die Beziehung der Charaktere sowie die Charakterisierung der eben gennanten kann er auf einem sensationellen Niveau umsetzen. Hast du Sieben gesehen? Die dunkle Atmo ist grandios eingefangen. Ich stelle mir das bei Verbledung grandios vor.
Dafür würde ich mein selbstauferlegtes Mantra sogar brechen...
duffy 2010/03/15 14:28:51
Antwort löschenSieben ist großartig, keine Frage. Aber ob der Stil das Richtige für den Larsson Stoff ist bezweifle ich, besonders da ich die schwedischen Filme kenne (zumindest die ersten Beiden). Für mich sind die, wie gesagt, perfekt wie sie sind.
Aber ich kann die Leute eh nicht dran hindern den Stoff umzusetzen, von daher warte ich mal ab was uns da serviert wird. :)
Evie 2010/03/15 19:23:03
Antwort löschenNaja Verblendung war wirklich ein super Film kann man nichts dazu sagen, doch gab es hier auch noch ettlioche Verbesserungen. Und den 2. Film haben sie echt in den Wind geschossen einfach nur lächerlich und nicht wirklich nah am Buch so wie Verblendung. Und ich finde es zwar toll das Fincher sich endlich wieder dem Thriller widmet, doch ein Remake ist nicht das richtige, solche Regisseure sollte lieber ihre eigenen Idee verwirklichen anstatt irgendrtwas verbessern zu wollen, siehe Planet der Affen...
duffy 2010/03/15 19:25:49
Antwort löschenMal abgesehen davon das ich Burtons Planet der Affen nicht so schlecht finde wie er immer gemacht wird und ich auch Verdammnis recht gelungen fande, hast du natürlich Recht. ;)
alanger 2010/03/15 14:50:51
Kommentar löschen"ehemaliger Schauspieler und Schachweltmeister." selbstdarsteller ja, aber schauspieler?
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alanger 2010/03/15 17:39:51
Antwort löschenkönntest du mal netterweise die quelle angeben. ich find nix über ihn als schauspieler.
Narrisch 2010/03/15 15:25:35
Kommentar löschenMir hat die europäische version von verblendung gut gefallen. ich kann allerdings auch verstehen warum fincher das potential erkennt und eine amerikanische version machen will. das niemand einen schwedischen thriller mit untertiteln sehen will ist logisch, da stellt sich die frage warum nicht gleich auf englisch produziert wurde....
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chriskaps 2010/03/15 15:28:11
Antwort löschenWeil 8 Millionen Zuschauer in Europa auch eine ziemlich fette Ausbeute ist.
Jizzel 2010/03/15 15:30:17
Antwort löschenDu meinst 298.444.215 Millionen US-Bürger sind kein ausreichendes Publikum?
stephmag 2010/03/15 16:18:59
Kommentar löschenWieso nicht direkt auf Englisch??? Weil Schweden nicht in den USA liegt und die Amerikaner die Ausrede mit den Untertiteln schon immer verwenden, um jeden Film noch mal neu zu drehen, um ja nichts vom Rest der Welt mitzubekommen.
Und deshalb verhunzen sie dann perfekte Originale (Nachtwache, Abre los ojos . . .).
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Narrisch 2010/03/15 17:11:38
Antwort löschenEnglisch ist die internationale Filmsprache, wer nicht auf englisch produziert wird im regelfall nicht über einen regional begrenzten erfolg hinauskommen. gerade die millenium filme hätten das potential für einen internationen erfolg. englisch spricht die ganze welt und nicht nur die amerikaner. die verbreitung von schwedisch oder deutsch hält sich dann doch in engen grenzen. auf englisch zu drehen heißt noch lange nicht regionale oder kulturelle eigenheiten aufzugeben. selbst lars von trier hat das verstanden und dem kam nun wirklich nicht vorwerfen ein verfechter des us hochglanzkinos zu sein.
im gegensatz zu uns deutschen dumpfbacken aktzeptiert der us markt keine synchronisation und zwar deswegen weil dann viel von der stimmung des films verloren geht, eigentlich eine entscheidung für den guten geschmack.
alanger 2010/03/15 17:43:49
Antwort löschen"um ja nichts vom Rest der Welt mitzubekommen." ist schon ganz schön anmaßend. nach dem motto: "die amis sind eh alle blöd".
stephmag 2010/03/15 21:08:14
Antwort löschen@alanger Nicht ganz . . . aber es ist doch schon auffallend, dass Remakes in den USA eben auch unheimlich oft "Lokalisierungen" sind, d.h. aus jedem x-beliebigen Land mit Lokalkolorit wird irgendein Landstrich der USA, aus Einwohnern anderer Länder ein bekannter US-Schauspieler. Und so komme ich eben auf die Formulierung.
@Narrisch Na ja, wenn das mit der nicht akzeptierten Synchronisation aus diesen Gründen ("Stimmung des Films") so wäre. Aber den Film dann eben komplett neu zu drehen, weil man auch keine Untertitel lesen will?? Geht da nicht nur die Stimmung sondern gleich alles andere mit verloren? Da finde ich eine Synchronisation deutlich respektvoller, das verdonnert nämlich nicht jeden anderen gefälligst in meiner Sprache zu drehen.
Narrisch 2010/03/16 00:07:28
Antwort löschen@ ortega, das habe ich nicht gesagt.... es gibt schon einen unterschied zwischen einem unterhaltungsthriller und einem autorenfilm der zwar den ein oder anderen filmpreis gewinnt aber ganz bestimmt nicht auf den massenmarkt abzielt.
@ stephmag ich sage doch nicht das man auf gedeih und verderb alles in englisch drehen soll, es gibt filme bei denen macht das sinn, siehe verblendung und filme bei denen das eben keinen sinn macht und man auch durchaus mal die untertitel lesen kann.
bei verblendung wird gerne von einem skandinavischen flair gesprochen...,
ich habe die bücher gelesen und beide filme gesehen, bei bestem willen, außer die namen fühlt sich da nichts wirklich skandinavisch an, die story könnte ebenso gut in hamburg, mailand oder new york spielen...
Jizzel 2010/03/16 08:21:33
Antwort löschenDas Flair kommt in den Büchern deutlich rüber. Große Teile spielen in Stockholn, einer Weltstadt, andere in ländlichen Gegenden. Die Handlung in Stockholm lässt sich nahtlos auf andere Großstädt übertragen, da sie eine Weltstadt ist und das Flair nur in wenigen Szenen, Cafes bei der Suche nach Lisbeth, durch dringt. Die ländlichen Szenen haben einen leichten skandinavischen Flair, lassen sich aber auch auf andere Umstände übertragen.
Fincher gelingt hoffentlich ein Geniestreich. Wenn es einer kann, dann er.
stephmag 2010/03/16 10:04:50
Antwort löschen@Narrisch Das ist wohl wahr . . . Wenn die Bücher in meiner Wahrnehmung eine Schwäche haben, dann dass sie zu stark auf dieses allgemeine Internationale abheben (es interessiert mich z.B. nicht ständig, welches Macbook die jeweiligen Protagonisten haben). So gesehen schreien sie sogar nach einer "internationalen" Verfilmung ( . . . zurückruder :) ) Sehr skandinavisch sind sie bis auf die Temperaturgrade tatsächlich nicht.
nurleben 2010/03/16 12:01:45
Antwort löschenSynchros generell abzulehen finde ich eher ziemlich dumm, vor allem wenn es dazu führt, dass alle nichtenglischen Filme remakeverhunzt werden ...
Slevin Kalebra 2010/03/15 18:22:03
Kommentar löschenMann kann mich ja borniert nennen. Aber ich würde mir die Fincher Version liebend gerne ansehen und die beiden bisher existierenden Filme habe ich bis jetzt ignoriert und werde es auch weiter tun. Nicht das ich europaischem Kino im allgemeinen nichts abgewinnen kann. Aber 1. ich verehre Fincher und 2. konnte ich schon diesen aufdringlichen Trailer von Verblendung nicht leiden, in dem 500 mal der Titel genannt wird. Carey Mulligen fänd ich in Ordnung. Aber ich habe andere Besetzungsgerüchte gehört, dir mir mehr zu gesagt haben. Unter anderem wären Natalie Portman, Kristen Stewart und Ellen Page an der Rolle interesiert. Mikael Blomkvist soll von George Clonney gespielt werden. Wie gesagt alles nur Gerüchte.
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alanger 2010/03/15 18:47:32
Antwort löschender kinotrailer zum dritten teil mit der kerzel-stimme ist eine einzige zumutung. und dieses dämlich verblödete "heyichmussjacoolseinweilsooopunky"-outfit der hauptdarstellerin ist an lächerlichkeit nicht zu überbieten.
aber ich mag ja schon die aufgeblähten, humorfreien und mit haufenweise völlig unnützen ballast vollgestopften literarischen vorlagen nicht (hab aber nur ca. 60 % des ersten bandes in mich reinquälen können).
duffy 2010/03/15 19:27:28
Antwort löschenDann kannst du natürlich auch nicht wissen das ihr Outfit im Buch durchaus erwähnung findet. ;)
nurleben 2010/03/16 11:58:39
Kommentar löschenDie Amis ziehen es also nicht in Betracht, fremdsprachige Filme einfach zu synchronisieren? Wieso eigentlich? Bei den Ghibli-Filmen haben sies doch auch hingekriegt ...
???
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Rob-Fan89 2011/01/10 14:49:28
Kommentar löschenMuss das echt sein? Endlich mal Filme ohne großartigen Hollywood Sülz und nun das? Die Amis können es einfach nicht ertragen Filme aus anderen Ländern zu sehen, denn der Ami ist stolz ein Ami zu sein und alles was wo anders her kommt ist Mist. Daher werden die Filme dort auch nicht synchronisiert. Mit hat die Trilogie super gefallen und wenn ich dann noch höre das Daniel Craig Mikael Blomqvist ist das für mich eh schon gelaufen. Das Remake wird mit der eig Geschichte wahrscheinlich eh nichts mehr zu tun haben und die ganze Geschichte wird noch mit einer kräftigen Portion hollywood Sülz gewürzt. Guten Appettit, aber ohne mich^^
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Pigmalion 2011/03/09 22:08:26
Kommentar löschen"Tout ce qui ne past naturel n' est imparfait"
Diese Binse Napoleons Eingedenk lehne ich dieses artfremde Experiment Finchers ab. Wir muten den Yanks auch keine Neuvefilmung von "Der Patriot" unter der Regie von
Uwe Boll mit Erol Sander als Hauptprotagonisten zu. Es mag durchaus stimmen das die Romanvorlage wenig skandinavisch erschien und einen Hang zum Modernismus aufwies, aber von sinnfreien Quatsch a la "Panic Room" war sie doch weit entfernt. "Verblendung" wäre eher ein angemessener Titel für das Making Off des vorprogrammierten Flopps, "Verdrängung" oder "Verblödung" erscheint jedoch ebenso passend.
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Bobby Fischer als ein "eigentlich langweiliges Terrain" zu bezeichnen ist dann doch recht gewagt: Immerhin hat der in seiner Vita Schlagworte wie folgende stehen: legendäres Schachgenie, Wahnsinniger, Antisemit, Amerikaner der Amerika hasst und sich positiv über die Anschläge von 9/11 im japanischen Radio äußert, Reisender zwischen Bosnien, Japan und Island, dazwischen verhaftet und verklagt... Eine zerissene, tragische, abscheuliche Lebensgeschichte von Fincher verfilmt? Hört sich für mich gar nicht so langweilig an.
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