Keira Knightley & Christoph Waltz im neuen David CronenbergBearbeiten
Veröffentlicht am 04.01.2010, 09:20
David Cronenberg
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Alte Fans von David Cronenberg waren nach seinen neueren Filmen A History of Violence und Tödliche Versprechen – Eastern Promises eher überrascht, dass der Kanadier immer kommerzieller Filme dreht, gar Mainstream wurde ihm vorgeworfen. Wer allerdings genau hingeschaut hat, der entdeckt stilvoll inszenierte Filme über Macht- und Gewaltmechanismen. Für sein neuestes Werk mit dem Titel Eine dunkle Begierde hat er nun die Britin Keira Knightley, den Österreicher Christoph Waltz und Michael Fassbender, der deutsch-irische Wurzeln hat, verpflichtet. Die Auswahl der Hauptdarsteller könnte wieder ein Indiz für die Kommerzialisierung des Regisseurs sein. Aber Vorsicht: Bei David Cronenberg ist nichts, wie es scheint.
Erzählt wird eine Geschichte kurz vor dem Ersten Weltkrieg; sie spielt in Zürich und Wien. Carl Gustav Jung (Michael Fassbender), Leiter einer psychiatrischen Klinik, verheiratet und werdender Vater, wendet die Psychoanalyse von Sigmund Freuds (Christoph Waltz) bei einer seiner Patientinnen an. Die junge jüdische Russin Sabina Spielrein (Keira Knightley) – schön, aggressiv und überdurchschnittlich gebildet – wird bei ihm eingeliefert, sie leidet unter hysterischen Anfällen, Lachen und Kreischen wechseln sich gegenseitig ab. Schließlich verliebt sich der Wissenschaftler in die Frau. Aufgrund dieser “therapeutischen Grenzverletzung” beginnt Carl Gustav Jung 1906 mit Sigmund Freud einen Briefwechsel. Die Analyse Sabina Spielreins endete dann abrupt, als die Beziehung beider bekannt zu werden droht. Carl Gustav Jung lässt Sabina Spielrein fallen, die sich daraufhin bei Sigmund Freud bewirbt, weil sie inzwischen selbst Psychiaterin werden will. Neugierig empfängt der Psychoanalytiker die junge Frau und merkt, dass auch er von ihren unorthodoxen Erkenntnissen und Ansätzen profitieren kann …
Bei Eine dunkle Begierde handelt es sich um die Verfilmung eines Theaterstücks “Die Methode” des britischen Autors Christopher Hampton, der bereits als Drehbuchschreiber für Abbitte und Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten für Aufmerksamkeit sorgte. Er wird auch für den neuen Film des Kanadiers das Drehbuch schreiben. Keira Knightley, Christoph Waltz und Michael Fassbender arbeiten erstmals mit David Cronenberg zusammen.
Ines Walk (Ines Walk) 2010/01/04 09:20:00
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Kommentare
über Keira Knightley & Christoph Waltz im neuen David Cronenberg
Kommentar schreibenalanger 2010/01/04 10:00:46
Kommentar löschen1906, "kurz vor dem Ersten Weltkrieg" ist aber sehr großzügig formuliert.
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dtrzor 2010/01/04 12:19:33
Kommentar löschenJuhuu, ein neuer Cronenberg. Nur her damit!
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annaberlin 2010/01/04 13:37:37
Kommentar löschenAbsolut toller Cast und der Plot verspricht vieles. Sehe da keine Kommerzialisierung, zumal ich auch nicht verstehe, was der Begriff heißen soll, denn selbredend wollen auch Indie-Filmemacher nicht, dass ihre Werke Miese machen.
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Falkenfluegel 2010/01/04 16:17:24
Antwort löschenNaja entweder ist es dir wichtiger einen möglichst guten Film zu machen oder es ist dir wichtiger möglichst viel Geld einzuspielen obwohl der Film evtl. drunter leidet. Wobei das hier natürlich quatsch ist. Wenn jemand einen Aktionfilm auf FSK12 runter schneidet, damit ihn auch viele Kids gucken können, das wäre zum Beispiel Kommerzialisierung.
annaberlin 2010/01/04 16:57:40
Antwort löschenIch unterstelle mal den meisten, dass sie einen guten Film machen wollen, der mind. seine Kosten wieder einspielt. Ist dem nicht so, findet man nämlich so schnell keine Financier mehr und kann keine Filme mehr machen.
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"Die Auswahl der Hauptdarsteller könnte wieder ein Indiz für die Kommerzialisierung des Regisseurs sein." --> Seit wann sind Waltz + Fassbender ein Indiz für den kommerziellen Film?
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Ines Walk 2010/01/04 09:54:44
Antwort löschenNaja ... ich hatte eher an Keira Knightley gedacht. Du hast recht, die zwei Männer stehen nicht gerade dafür.
Falkenfluegel 2010/01/04 16:09:54
Antwort löschenDer Herr Waltz ist jetzt ganz oben angelangt, Tarantino sei dank.