Tödliche Versprechen - Eastern Promises

Eastern Promises (2007), GB
Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 27.12.2007

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7.5 Kritiker
55 Bewertungen
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7.5 Community
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von David Cronenberg, mit Viggo Mortensen und Naomi Watts

Bei einer Geburt in einem Londoner Krankenhaus stirbt die junge russische Mutter in den Armen der Hebamme Anna. Da die Identität der Toten, einer offenbar illegalen osteuropäischen Prostituierten, unbekannt ist, setzt Anna alles daran, die Angehörigen des verwaisten Säuglings zu finden. Ihre einzigen Hinweise sind ein in russisch geschriebenes Tagebuch und ein Streichholzbriefchen mit dem Namen eines russischen Restaurants. Anna folgt der Spur und trifft dabei auf den attraktiven Nikolai. Der arbeitet für den ebenso einflussreichen wie zwielichtigen Restaurant-Besitzer und Patriarchen Semyon. Als Anna entdeckt, dass das Tagebuch Beweise enthält, die Semyon und seinen Sohn Kirill für viele Jahre hinter Gitter bringen könnten, schwebt sie schon längst in höchster Gefahr.

Handlung

Anna (Naomi Watts), die Tochter der Russin Helen (Sinéad Cusack) und eines mittlerweite verstorbenen Russen, lebt nach der Trennung von ihrem Partner und einer erlittenen Fehlgeburt wieder bei ihrer Mutter. In ihrem Job als Hebamme begegnet sie den eigenen Wurzeln auf ungeahntem Wege, als in einer Nachtschicht ein blutendes, hoch schwangeres Mädchen (Sarah Jeanne Labrosse) eingeliefert wird. Das Mädchen stirbt, aber ihr Kind kann gerettet werden. Anna begibt sich auf Spurensuche und entdeckt das russische Tagebuch der zu jung verstorbenen Tatiana und die Visitenkarte eines Restaurants.

Da sie selbst kein Russisch spricht bittet sie ihren Onkel Stepan (Jerzy Skolimowski) um Rat, doch der kauzige alte Mann weigert sich beharrlich. Er wolle sich nicht in das Leben fremder Leute einmischen. Also verfolgt Anna ihre zweite Spur und besucht das Restaurant. Dort angekommen bittet sie ein äußerst zuvorkommender älterer Herr, der Besitzer des Restaurants, wie sich herausstellt, Semyon (Armin Müller-Stahl ) herein. Er steckt gerade in den Vorbereitungen zu einem anstehenden Familienfest, nimmt sich aber dennoch Zeit für die Frau. Allerdings kenne er keine Tatiana,…

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Cast & Crew


Kritiken (13) — Film: Tödliche Versprechen - Eastern Promises

SoulReaver: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] Alle Charaktere in 'Tödliche Versprechen' bekommen genügend Zeit um sich zu entfalten und alle Darsteller spielen jede Facette ihrer Figur authentisch und äußerst intensiv aus. Dazu stellt Cronenberg das Verhältnis zwischen familiärer Wärme innerhalb des Kreises und der kompromisslosen Brutalität der Mafia eindrucksvoll dar. Deswegen hier auch der Hinweis für Zuschauer die etwas zartbesaiteter sind: 'Tödliche Versprechen' ist äußerst blutig! Hier werden Kehlen durchtrennt, Finger abgeschnitten und in der erwähnten Saunaszene geht es bei Leibe nicht blutarm aus. Mit diesen Szenen geizt der Film zwar nicht, konzentriert sich aber wie gesagt nicht darauf. Die Szenen tragen lediglich ihren wichtigen Teil zur brutalen Atmosphäre des Films bei. [...]

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

regiseurin

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du schreibst mir aus der seele =) Einfach toll!!


SoulReaver

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Danke :)


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Die Besetzung ist großartig bis in die Nebenrollen und das ungewöhnliche Setting hält trotz der ruhigen Inszenierung das Interesse über die volle Laufzeit. Das sich am Ende das Gefühl einstellt erst die Overtüre zu einer viel größeren Geschichte gesehen zu haben, spricht durchaus für den Film, kann aber auch nicht verhindern, das ein leichtes Gefühl der Enttäuschung zurückbleibt. Für jeden anderen Regisseur ein Meisterstück ist der Film für Cronenberg nur eine gelungene Fingerübung, die nach dem brillanten "History of Violence" etwas verblasst - zugegeben auf hohem Niveau.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

jannis

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Ha, der gute treue Recommender erachtet History of Violence sogar als ähnlichsten Film :)


isinesunshine: isinesunshine.de

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9.0Herausragend

Eastern Promises bietet weniger Action und viel mehr düstere Bilder als erwartet, was sich sehr positiv auf die Atmosphäre des Films auswirkt, der so authentischer wird und ein dunkles Bild der Londoner Unterwelt zeichnet. Trotz ab und an eher sperrlich beleuchteter Bilder, wird das Milieu, in dem der Film spielt, so sehr gut ausgeleuchtet, bleibt aber gleichzeitig eine Schattenwelt. London wird von Semyon als Stadt beschrieben, in der es von Huren und Schwulen wimmelt und in der es weder schneit noch heiß wird. Diese monotone Stimmung ohne heitere Momente wurde von den Machern sehr gut in den Bildern des Films festgehalten.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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4.0Uninteressant

[...] Was ich dem Film allerdings sehr zugute halten muss: er wirkt realistisch. Gerade der Verzicht auf Ballerorgien am Piccadilly und Verfolgungsjagden über die Tower Bridge lassen den Film wie gelebten Alltag wirken. Gewalt spielt sich hier im Hinterzimmer ab, wie im echten Leben. Zu jedem Zeitpunkt wirkt der Film „echt“. Nur leider reicht das zusammen mit einer guten schauspielerischen Leistung der Hauptdarsteller trotzdem nicht für eine gute Note, wenn die Story mir derart egal ist und mich nicht gefangen nehmen kann.

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alviesinger: bummelkino

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5.0Geht so

Autor Knight zeigt die Russen als erwartbares Klischee – grimmig, feierwütig, grobschlächtig ohne einen Funken Humor. Eine spannende Geschichte, geschweige denn innovativ, hat er nicht parat. Sie ist ohne das voyeuristische Halsaufschlitzen ungefähr so aufregend wie ein Rotlichtfall der Soko Böblingen. So leidet das langweilige Skript obendrein noch an schwachen und teils ungewollt komischen Dialogen. Und der armselige Rettungsversuch namens überraschender Endtwist ist schier unglaubwürdig und sehr, sehr konstruiert. Knight verirrt sich einmal mehr in seiner eigenen dunklen Halbwelt. Das klappte schon anno 2002 in „Dirty Pretty Things“ nicht. Der Vorwurf eines unausgegorenen und mit Vorurteilen übersäten Skripts bleibt bestehen. Überzeugend ist in „Eastern Promises“ nur Viggo Mortensen. Er spielt, nein, lebt den wortkargen Russenrüpel. Aber das und Cronenbergs routiniert-stilisierte Inszenierung reichen nicht aus.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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9.5Herausragend

Wir schreiben den 29. Dezember 2007. Tag meines letzten Kinobesuches für dieses Jahr. Wir sind mit 4 Jungs unterwegs und die Frage steht im Raum: Hitman oder Eastern Promises? Für mich gab es nur eine Alternative, denn der Trailer zu Cronenbergs neustem Streich löste bei mir im Vorfeld schon einen kleinen Hype aus. Wie immer konnte ich mich durchsetzen und wir sahen Eastern Promises. Der Saal war für die gegebenen Verhältnisse mehr als voll. Dann fing der Film an, mit düsteren Bildern und einem Brett von Score. Der Film konnte überzeugen, von der ersten Sekunde an. Spätestens bei der berühmten Sauna-Szene (mehr sage ich jetzt nicht dazu, um nicht zu spoilern, aber der durchschnittliche Leser meiner Worte müsste eigentlich wissen was ich meine) war ich hin und weg. Auffallend war, dass viele (vornehmlich weibliche) Zuschauer die Vorstellung nach harten Szenen und Bildern krampfartig verließen. Jedenfalls sicherte sich Cronenbergs Film einen Platz ganz vorne auf der Liste meiner Kino-Highlights für 2007. So war es klar, dass ich mir die DVD nach Erscheinen sofort zulegen würde.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Wie der Vorgänger “A History of Violence” spielt auch dieser Film im dramaturgisch so ergiebigen Milieu des organisierten Verbrechens, diesmal in der russischen Mafia in London. Cronenberg bringt uns die Täter und die Opfer nah, die Täter manchmal so sehr, dass man fast auf Kuschelkurs mit ihnen gehen möchte. Aber dann steht wieder ein Mord an, Kehlen müssen aufgeschlitzt werden, Finger abgehackt, Knochen gebrochen werden. Und das lidlose Auge von Cronenbergs Kamera bleibt mitleidslos dabei, zwinkert auch im erschreckendsten Moment nicht, erspart uns nichts. Der Zuschauer wendet sich vielleicht ab - Cronenberg nicht.

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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7.0Sehenswert

Cronenberg setzt seinen nüchtern, sezierenden Stil nach "History of Violence" fort und entfaltet seine russische Version von "Good Fellas" erneut mit diversen eindringlichen Momenten und einer grandiosen Besetzung. Die Krankenschwester Naomi Watts versucht die Vergewaltiger eines Mädchens ausfindig zu machen, das während der Geburt verstirbt. Dabei sinkt sie immer tiefer in der Organistion der russischen Mafia in London...
Ein Highlight ist der väterliche wie brandgefährliche Armin Müller Stahl, den ich keiner anderen ausländischen Produktion ähnlich brillieren gesehen habe. Viggo Mortensen wartet dafür mit ungewöhnlichem Körpereinsatz auf (Badehaus-Szene!) und lässt hoffen, dass sich da ein Team wie Burton-Depp oder Scorsese-Caprio gefunden hat. Hartgesottenes Kino ohne Augenzwinkern, mit Respekt vor der Gewalt und seinen Figuren. Ein echter Cronenberg eben...

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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9.5Herausragend

Der melodramatische Plot, der sich aus der Konfrontation dieser gewöhnlichen Frau mit einer ihr so konträren Welt erstellt, könnte aus einem Dreigroschenroman sein, aber Cronenbergs stilistische Meisterschaft gibt dem Geschehen eine unergründliche Dimension, indem er Kräfte auslotet, die unter der Oberfläche lodern. Einerseits liegt es an der psychologischen und ausstatterischen Genauigkeit, mit der er seine Figuren entwirft.

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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7.0Sehenswert

Mit Ausnahme von Naomi Watts, die in dieser Rolle ungewohnt blass bleibt, hauen einen sämtliche Schauspieler mit ihren starken Darstellungen um. Allen voran Viggo "Aragon" Mortensen als Mafia-Aufsteiger, der vielleicht noch nie so gut war wie hier, aber auch Armin Müller-Stahl als eiskaltcharmanter Pate und ein sensationeller Vincent Cassel als sein psychopathischer Sohn.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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7.0Sehenswert

Tödliche Versprechen beschreibt familiäre Strukturen im Zustand ihres Verfalls: Halb- und Vollwaisen, Eltern auf der Suche nach ihren Kindern, blutrünstige Verwandte aus der Heimat, die die Familienehre wieder herstellen möchten, missratene Söhne, entführte Töchter.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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9.5Herausragend

Mit "Tödliche Versprechen" ist Cronenberg ein weiteres Mal das Kunststück gelungen, einen spannenden Film zu drehen, ohne die gängigen Techniken der Spannungserzeugung einzusetzen. Dessen Handlung sich im Grunde mit ein, zwei Sätzen skizzieren ließe, der aber letztlich völlig undurchsichtig ist und gerade dadurch im Gedächtnis haften bleibt.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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5.0Geht so

David Cronenberg Reise in die englischen Suburbs verspricht zermürbende Beobachtungen, doch sein Bild russischer Gangster im Londoner Untergrund bedient vorwiegend Kinoklischees, die trotz ihrer Offensichtlichkeit nie gebrochen werden. Das nahezu völlige Fehlen einer Metaebene – nur phasenweise dringt die Philosophie des Fleisches, der Konflikt zwischen Körper und Geist ins Geschehen vor – degradiert den metaphernfreien Film zum zugänglichsten Werk des Regisseurs, das über seine fehlenden Motivkonstanten hinaus mit seltsam gestrigen Lösungen aufwartet. Ein guter solider Genrefilm, ein schwacher unbefriedigender Cronenberg.

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nilswachter

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schöne Kritik Vega



Kommentare (134) — Film: Tödliche Versprechen - Eastern Promises

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Brigittes Helm

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Bewertung7.0Sehenswert

Als bekennender Cronenberg-Fan war der Film natürlich ein Muss. Er hielt auch weitgehend, was er versprach, und ist ungeheuer spannend. Sehr blutig und brutal, aber damit ist bei dem kanadischen Exzentriker immer zu rechnen, die SPOILER-Warnung, Fehlgeburt-Szene im Krankenhaus, die zum Auslöser für das weitere Filmgeschehen wird, knallt den Zuschauer mit voller Wucht ins Geschehen und das Drama nimmt seinen Lauf. Viggo Mortensen hat mich mit seiner coolen Präsenz aus den Puschen gehauen, so eine virile Erotik gibt es selten auf der Leinwand zu sehen. In der sehr langen und ungeheuer brutalen Sauna-Szene, die er ja zum Glück überlebt, wird er zum Schmerzensmann, zum Heiligen Sebastian der Mafiosi (jetzt übertreibe ich aber maßlos:-)). Ein bisschen zu sehr dick aufgetragen und klischeehaft besetzt ist die Präsentation der Londoner Russen-Mafia. Armin Müller-Stahl, der in den USA sehr gerne als böser Russe besetzt wird, übertreibt es hier gewaltig, das ist etwas too much. Da er zudem eine ähnliche Strickjacke trägt wie in seiner Rolle als Thomas Mann, schob sich bei mir immer Thomas Mann als Bild über den bösen Mafioso, das war sehr ulkig. Ich empfehle, den Film im Original anzuschauen, wie Müller-Stahl hier mit extrem starkem deutschem Akzent Englisch radebricht, was dem englischsprachigen Publikum wohl als Russen-Akzent verkauft werden soll, das ist schon sehr lustig - und gibt dem Film eine unfreiwillige Komik, die die Brutalität etwas dämpft. Das weitgehend offene und ein wenig beklemmende Ende finde ich sehr gelungen. Naomi Watts gefällt mir in ihrer unaufgeregten, coolen Art sehr gut. Insgesamt eine recht spannende, düstere, atmosphärisch dichte, sehr blutige und brutale, wenn auch gehörig überflüssige Angelegenheit.

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Marcelinho

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hat auch bei der Zweitsichtung absolut nichts von seiner Faszination verloren, ganz im Gegenteil, ist wirklich einer der Filme die einen immer wieder beeindrucken. Besonders hervorzuheben sind die darstellerischen Leistungen von Mortensen und Müller-Stahl. Großartig!

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Markbln

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Bewertung3.0Schwach

Die gute Naomi klingelt an ihrem freien Tag bei der Mafia an der Tür, um das Tagebuch einer Frau abzugeben, die eben jene missbraucht und zugrunde gerichtet haben. Armin-Müller-Stahl rrrrolllt sich zum frendschämen durch die deutsche Synchro. Und Viggo Mortensen zeigt seine Eier in der Sauna. Am Ende wird einer von ihnen Mutter und zwei gucken in die Luft.

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Brigittes Helm

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LOL. Jetzt bist du aber gemein:-). Gerade die Sauna-Szene mit dem schönen nackten Viggo hat mir sehr gut gefallen. Selten so geschwitzt beim Filmgucken, ha ha.


donzel

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Bewertung9.0Herausragend

Mein dritter Conenberg und endlich einmal ein richtig guter!
Der Film hat eine unglaublich tolle Atmosphäre, die vorallem durch die ruhige, melancholische Musik getragen wird, und baut, trotz seiner ruhigen und kühlen Art, eine großartige Spannung auf.
Durch diese Punkte und den hervorragenden schauspielerischen Leistungen wirkt der Film auch sehr authentisch, und nicht so aufgemotzt wie manch andere Gangster-Thriller.
Ein fast perfekter Film.

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nilswachter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein überaus spannender, stringenter und herausragend gespielter Thriller, der trotz der klischeehaften Darstellung sowohl der Mafia als auch der russischen Kultur, durch seine berührende und mitreissende Story zu begeistern weiss. Wer allerdings ein empfindsames Gemüt hat, sollte diesen Film meiden. Die Cronenbergsche Darstellung von Gewalt ist nicht jedermanns/-fraus Sache.

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geheimer333

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Bewertung9.5Herausragend

Eastern Promises

"Eastern Promises" ist ein großartiger Thriller mit dichter Atmospäre und idealem Cast. Der Film beschäftigt sich mit der russischen Maffia, beruht zwar auf keiner wahren Geschichte, ist aber sehr realitätsnah erzählt. Obwohl mich die Thematik rund um die Mafia und Gangs nie sonderlich angesprochen hatte, packte mich die Story sofort. Dies lag nicht zuletzt an den kühlen Bildern und am großartigem Viggo Mortensen. Doch auch die restlichen Schauspielergrößen (Naomi Watts, Armin Mueller Stahl und Vincent Cassel), machen ihren Job mehr als gut.
Die brutalen Szenen sind hier völlig angebracht, verleihen dem Film eine gewisse Härte, lassen ihn aber zu keinerzeit lächerlich aussehen, oder gar ins Splatter-Genre abrutschen.

Selten sieht man Filme die wirklich perfekt sind, die man als gut bezeichnen kann, ohne ein "aber" mit anzuhängen. "Eastern Promises" ist so ein Film. Er weiß Geschichten zu erzählen, zu schockieren und zu fesseln.

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aberaber

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein großartiger Film. Tolle Geschichte mit hervorragenden Schauspielern

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King Conan

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Bewertung7.5Sehenswert

Kein Typischer Mafiafilm. Viggo, Cassel und Müller Stahl spielen solide.
Die Geschichte ist nicht sehr spannend aber doch recht unterhaltsam.

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Asgard

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Bewertung7.5Sehenswert

Anna Chitrova ist Hebamme in einem Londoner Krankenhaus. Eines Tages stirbt dort jedoch ein junges, osteuropäisches Mädchen während der Entbindung ihres Kindes und macht sich, aus persönlichen Gründen daran, die Herkunft des Mädchens in Erfahrung zu bringen. Das Tagebuch des Mädchens hilft ihr bei dieser Suche und schon bald findet sie Dinge heraus, die für sie nur schwer zu glauben sind…

Wieder einmal präsentiert uns Cronenberg sein einzigartiges Einfühlungsvermögen für die Thematik seines Filmes. Mit Filmen wie „The Fly“ oder auch „eXistenZ“ wurde er bekannt und auch etwas jüngere Werke wie „A History of Violence“, blieben uns allen in guter Erinnerung.
Auch bei „Eastern Promises“ ist dies der Fall. Ein hervorragendes Cast mit Viggo Mortense und Naomi Watts brilliert in diesem Film, wie es nur wenige könnten. Cronenberg verzichtet vollkommen auf überzogene Action und arbeitet stattdessen mit der Kraft der Bilder und vor allem der Atmosphäre. Die Filmmusik, lediglich dezent in Gebrauch, untermalt das Geschehen klang- und stilvoll. Auch Cronenbergs Liebe zum Detail tritt in diesem Film besonders hervor. Mortensens Tätowierungen auf Fingergliedern, Händen und Körper orientieren sich an echten Gefängnistätowierungen der Wory w Sakone, im Volksmund eher unter „russische Mafia“ bekannt.
Zur Tiefe des Films trägt vor allem die scheinbar natürliche Koexistenz von brutaler Gewalt und liebender Familie bei. Während der Geburtstag eines Familienmitgliedes gefeiert wird, regelt der oberste Wor seine dunklen Geschäfte im Hinterhof des Restaurants. Ähnliches konnte bereits in „The Godfather“ beobachtet werden, ist in Cronenbergs Film jedoch alles andere als fehl am Platze.
So fantastisch die Geschichte um eine Hebamme, einen Wor und dessen Geschäften auch wirken mag, sie ist alles andere als an den Haaren herbei gezogen. Als Basen der Wory w Sakone gelten gemeinhin Berlin, London und New York. Vielleicht wollte Cronenberg auf eine Thematik aufmerksam machen die nur wenig Beachtung findet, oder vielleicht wollte er auch einfach einen Film über Kriminelle der anderen Art drehen; fern ab von blitzenden Reklameschildern, Glückspielhöllen oder weltweit bekannten, amerikanischen Metropolen.
Gelungen ist ihm dieser Film alle Mal und in der heimischen DVD_Sammlung braucht sich „Eastern Promises“ nicht zu schämen, wenn er sich dort neben Epen wie „The Godfather“ oder „Goodfellas“ wiederfindet, auch wenn er vielleicht nicht ganz deren Klasse erreichen mag.
Doch „Eastern Promises“ bietet ein anderes Bild, ohne Verbindungen oder Verwandschaften zu Italienern und Iren und sorgt gerade dadurch für frischen Wind im Genre.

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Training

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit teils äusserst brutalen Szenen dümpelt der Film etwas spannungslos dahin setzt dafür sehr auf das grandiose Spiel von Mortensen,Cassel und Müller-Stahl. Die Figurenzeichnung ist grandios und das Ende nur konsequent. Ein anspruchsvoller,relativ ruhiger Thriller mit fantastischen Schauspielern.

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dustyOn3

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Bewertung9.0Herausragend

[Kleine Spoiler enthalten.]

Viggo Mortensen war schon cool, so als Aragorn. Aber eine Sache liegt ihm noch mehr: Diese richtig fiesen Badass-Rollen, welche aber immer eine Spur von Positive-Emotions aufweisen. Anders als in "A History of Violence" darf man ihn hier von Anfang an in einer eiskalten Mafia-Rolle sehen. Ähnlich wie in "A History of Violence" folgt eine späte Überraschung.

Wartet mal, war "A History of Violence" nicht auch von David Cronenberg? Ja. Und man kann sehen, dass er sich spürbar an eben erwähntem Film orientiert hat. Irgendwie schade, aber wenn man das Gesamtpaket betrachtet, so erkennt man durchaus einige Differenzen. "Eastern Promises" ist schließlich ein komplett neuer Film.

Aber auch Vincent Cassel als durchtriebener Mafia-Sohn Kirill macht richtig Spaß. Irgendwie reizt es mich ja, den Franzosen mit dem hier so ausgeprägten, russischen Akzent, nochmal im O-Ton zu genießen.

Am Ende ist "Eastern Promises" für mich genauso stark wie "A History of Violence". Punktuell actionlastig, blutig und unfair, aber immer noch mit einem Hauch heroischer Gefühle.

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J!GS4W

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der gute Viggo mal wieder in Höchstform, Cronenberg natürlich auch.
"Eastern Promises" ist ein ruhiger Film mit einer guten Portion Spannung und erinnert somit durchaus an "A History of Violence". Neben Viggo Mortensen liefern auch Naomi Watts und Vincent Cassel klasse Schauspielleistungen ab und gerade der ganze Cast um die russische Mafia ist total überzeugend. Ich hätte auch nicht gedacht, dass Viggo so einen brillianten Russen abliefert, aber der Gute weiß ja so ziemlich immer zu überzeugen und zu überraschen. Das Schöne an "Eastern Promises" ist aber, dass man sich in der Tat vorstellen kann, dass die Handlung stattfinden könne, auch wenn hier und da mal ein bisschen dick aufgetragen wird, oder vielleicht auch nicht, wer weiß das schon? Jedenfalls weiß der Film zu überzeugen und ist mehr als solide Thriller-Unterhaltung.

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Oceanic6

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Yes, man !;)


myrieous

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Bewertung7.0Sehenswert

Atmosphärisch top und auch insgesamt ein ganz ordentlicher Mafia-Thriller.
Das große Manko sehe ich tatsächlich darin, dass der weitere Verlauf der eigentlich gut angelegten Story sehr schnell ersichtlich wird und der Film durch die gestraffte Laufzeit einiges an Potenzial verschenkt. Vor allem die Charaktere hätte man noch um einiges mehr ausfeilen können; Cassel, Stahl und Mortensen zuzusehen, war leider nur ein kurzer Genuss.

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haris-s

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist unmöglich in Worte zu fassen was diesen Film so besonders macht.

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MikeC.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Tödliche Versprechen" ist eine bitterböse und äußerst harte BBC-Produktion über die russische Mafia in England. Der Aufstieg des "Fahrers" Nikolai wird gut portraitiert und bringt die Atmosphäre hervorragend rüber. Die aalglatte Performance von Viggo Mortensen und die großväterliche aber bedrohliche Art von Armin Mueller-Stahl verdienen dabei besondere Beachtung. Allerdings säuft der Handlungsstrang der Hebamme Anna mit fortlaufender Spielzeit nahezu komplett ab, da dieser irgendwie aufgesetzt und ungeschliffen wirkt.

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Benjamin Barker

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Bewertung7.0Sehenswert

Ziemlich gefreut hab ich mich auf "Eastern Promises". Gerade nachdem ich gestern mit "A History of Violence" meinen (gelungenen) Cronenberg'schen Einstand gefeiert habe. Die beiden Filme scheinen sich ja eh zu soetwas wie den "Cronenberg's für Einsteiger" entwickelt zu haben.
Und da ich den Cast von "Eastern Promises" um Watts, Cassel & natürlich Mortensen sogar noch einen Tick stäker als bei "A History of Violence" einschätzte, stand dem Vergnügen ansich nichts mehr im Wege.

Nach Sichtung des Films muss ich sagen, dass hier beileibe nichts Schlechtes präsentiert wurde, doch Begeisterungsstürme löste der Film bei mir auch nicht aus. Der Cast ist wie erwartet echt toll, gerade Cassel gefiel mir vorzüglich und glücklicherweise verkörpern sie auch angemessen interessante Figuren, sodass hier kein Potenzial verschenkt wurde. Und auch das ganze "Drumherum" wurde ansprechend aufgemacht, mit atmosphärischen Kulissen etc. Doch können diese handwerklichen Stärken nicht über einige offensichtliche Schwächen des Films hinwegtäuschen. Und bedauerlicherweise liegen diese Schwächen im inhaltlichen Bereich.
Denn im Grunde genommen ist das Drehbuch erschreckend konventionell und nichtssagend. Ich dachte erst durch die ganzen lahmen Klischees mit dem russischen Akzent und dem ständigen Gesaufe will uns Cronenberg irgendetwas sagen oder spielt zumindest ironisch mit ihnen, doch davon habe ich nichts gemerkt. Manche mögen es authentisch nennen, doch ich fand diese Stereotypen einfach nur arm und nervig. Und auch abgesehen von diesem Aspekt, hat der Films ansich nicht wirklich viel zu sagen. Das war nicht vielschichtig, nicht revolutionär, sondern irgendwie... einfach. Enttäuschend einfach. Der rote Faden um die Geschichte mit dem Baby wird zwischenzeitlich auch einfach beiseite gelegt und man verliert sich lieber in Familienangelegenheiten. Das mag zwar leidlich interessant sein, gerade weil die Figuren ansich dies garantieren, doch wird dadurch jegliches Aufkommen eines Erzählflusses unterbunden.

Das hört sich bisher bestimmt sehr vernichtend an, doch wird das dem Film ansich auch nicht wirklich gerecht. Es lag wohl einfach an meiner Erwartungshaltung - schließlich hatte ich mir mehr versprochen, als einen gewöhnlichen Mafiathriller.

Aber sei's drum, Cronenberg hat bestimmt noch einiges mehr auf dem Kasten - vorallem weil er ja früher um einiges weniger mainstream gewesen sein soll. Da gibts dann ja noch genügend Möglichkeiten, mich endgültig zu überzeugen.

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SoulReaver

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Auch 'Die Fliege' und 'Videodrome' sollte man nicht verachten. Und zum Kommentar: Tränen in den Augen, aber n like bekommste trotzdem! :D


Benjamin Barker

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@stalker: Danke schön, Mehrzahl davon ist bereits vorgemerkt. :)
@Soul: Tut mir echt Leid.. Ich weiß, wie schwer dir das Like gefallen sein muss. ;D


VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Vor einigen Jahren auf dem hamburger Filmfest gesehen. Ein schöner Thriller mit einigen grandiosen Szenen (Der Kampf im Dampfbad ist einfach ein Genuss).

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ThomasBenle

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Bewertung9.0Herausragend

Mit „Eastern Promises“ ist Cronenberg ein weitgehend atypischer Mafiafilm gelungen, der den Vergleich mit anderen Größen des Genres zwar nicht zu scheuen braucht, wohl aber besser auch nicht sucht: In langsamen, ruhigen Einstellungen erzählt er eine zwar stets vorherseh-, dafür aber wenigstens auch nachvollziehbare Story, die genreuntypisch ganz ohne Geballer auskommt (tatsächlich fällt im Film kein einziger Schuss!). Wird es dann aber mal brutal, dann gleich richtig – hier kennt die Kamera kein Erbarmen und hält in jeder noch so widerlichen Szene drauf, blendet nichts aus und sieht nie weg. Zartbesaitete Gemüter lassen also besser die Finger von diesem Film – FSK 16 hin oder her!

Alle anderen finden einen durch seine betont ruhige Erzählweise durchaus authentischen Film um das russische Mafia-Millieu vor, der oft genug wirkt, als könnte er sich genauso auch ohne weiteres vor der eigenen Haustür ereignen. Einerseits eine große Stärke des Films, ist es zugleich auch seine vermutlich größte Schwäche: Anders als andere Genregrößen fehlt es mitunter spürbar an Dynamik, Action und Adrenalin. Trotzdem wäre es ungerecht, „Eastern Promises“ langweilig zu nennen, denn das ist er nicht!
Vielleicht ist es also zielführend, „Eastern Promises“ weniger als einen Mafia- und vielmehr als einen Charakter-Film zu begreifen. Dafür spricht allem voran natürlich der großartige Cast: Naomi Watts nehme ich ihre (zugegebene recht klischeehafte) Rolle zwar nicht ab, allerdings habe ich das auch in keinem ihrer anderen Filme getan. Das Dreiergespann aus Mortensen, Cassel und Müller-Stahl wirkt dafür umso überzeugender und ist allerste Wahl! Dabei sind ihnen sicherlich ihre janusköpfig angelegten Rollen eine große Hilfe, die entsprechend viel Raum für Charakterentwicklung und Persönlichkeit lassen. Müller-Stahl, der von Anfang an klar erkennbar den Bösewicht des Films mimt und trotzdem vor allem einen von Nettigkeit und Wärme beherrschten alten Mann spielt, dem man die Düsterheit mehr andichtet, als -sieht. Mortensen, der ohne auch nur eine Sekunde lang aus seiner unterkühlt, stoischen Art auszubrechen, rasch durchblicken lässt, dass er gar nicht wirklich zu den Bösen gehört und eine Fülle verschiedener Emotionen ausstrahlt. Und Cassel, dessen Rolle genau zwischen diesen zwei Extrempolen, Härte und Güte, hin- und hermäandertt, der also letztlich – nicht ohne Ironie – in „Eastern Promises“ nichts anderes spielt, als einen schlechten Schauspieler in einer Rolle, die nicht zu ihm passt.

Mit dem Verzicht auf ein Gros dessen, was viele als Genrestandard sehen, erschliesst Cronenberg seinen Darstellern viel Raum und Zeit ihren Charakteren Leben einzuhauchen und es rettet den gesamten Film, dass ihnen genau das so vortrefflich gelingt. Wenn der Film dann endet, ist man so tief eingetaucht ins ganze Geschehen, dass es gut und gerne noch 1-2 Stunden so weitergehen dürfte. Und genau dieses Gefühl, dass man sonst nur beim Lesen eines guten Buches verspürt, macht „Eastern Promises“ so wertvoll.

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Isolation

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Bewertung5.0Geht so

Cronenberg versteht die individuellen Protagonisten in „Eastern Promises“ einer – zum
größten Teil - überzeugend atmosphärischen Schilderung zu unterziehen, ihr Tun und Lassen miteinander zu verweben, es fast schon zu portraitieren – alles mit exzellenten schauspielerischen Darbietungen untermauert.
Aber für eine konsequente Erzählweise ist sein Stil schlicht zu behutsam, zu bemüht für eine möglichst intensive Auseinandersetzung des in „Eastern Promises“ Gezeigten. Neben vollgestopften Klischees, die sich übrigens nicht nur auf permanent saufende und besoffene Russen beziehen, ist es die geringe Laufzeit von nur 100 Minuten, die einfach bei weitem nicht ausreicht, um die Geschichte angemessen abzuschließen, sie überhaupt erst einmal ihrer verdienten Intensität zu überlassen. Und damit verwehrte sich mir auch eine fesselnde und vor allem nachhaltig beeindruckende Spannungskurve, die dem Werk bei dem geholfen hätte, aus was es schlussendlich besteht: prompter Vergänglichkeit.

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Isolation

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Ja, Du sagst es. :-)


hoffman587

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Joar, ne von dem dann nur die Sonnenbrille, da lieber der Sinise.


Trimalchio

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Bewertung6.5Ganz gut

Nervige deutsche Synchronisation mit nervigen Akzenten. Die Mischung aus Drama und Gangsterfilm kann hingegen überzeugen, genauso wie der Cast.
Gepackt wurde ich von dem Film nicht, die Handlung verläuft größtenteils ohne wirkliche Höhepunkte, gelangweilt hat er mich allerdings auch nicht.
Insgesamt habe ich einfach mehr erwartet, wobei angemerkt werden sollte, dass dies mein erster Film von Cronenberg ist.

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