Eine dunkle Begierde

A Dangerous Method (2011), CA/DE/GB
Laufzeit 100 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 10.11.2011

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6.4 Kritiker
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von David Cronenberg, mit Keira Knightley und Michael Fassbender

Eine dunkle Begierde findet sich auch bei denen, die sich zur Aufgabe gemacht haben die Begierden des Menschen zu erforschen. So auch bei Carl Gustav Jung (Michael Fassbender), der als Leiter einer psychiatrischen Klinik die Therapie einer ebenso schönen wie intelligenten jungen Russin zu verantworten hat. Um Sabina Spielrein (Keira Knightley) von ihren aggressiven und hysterischen Anfällen zu kurieren, wendet Jung die neue Methode der Psychoanalyse an. Bei der Erforschung des Lebens und der Leidenschaften der jungen Frau erkennt C. G. Jung auch seine eigenen unterdrückten Instinkte. Zwischen Therapeut und Patientin entsteht Eine dunkle Begierde, die sowohl die Ehe als auch die Reputation des bekannten Arztes zu zerstören droht.

Um die Gefahr abzuwenden, wendet sich Jung von Sabina ab. Diese hält sich inzwischen für geheilt und möchte gerne selbst Psychoanalytikerin werden. Sigmund Freud (Viggo Mortensen), mit dem Jung seit er sich in Sabina verliebt hat in Briefkontakt steht, soll ihr Lehrer werden. Der ehrgeizige Vater der Analysetechnik erliegt ebenfalls der Anziehungskraft Sabinas und erfährt so, dass seine Methode auch eine gefährliche Seite hat. Seine Beziehung zu Jung bekommt feindschaftliche Züge. Die Spannungen der Dreiecksbeziehung werden noch gesteigert durch einen weiteren Patienten Jungs: Otto Gross (Vincent Cassel), selbst Psychiater, fordert mit seiner dunkel-anarchistischen Persönlichkeit die drei Anderen immer wieder zur Überprüfung ihrer eigenen Ansichten heraus.

Hintergrund & Infos zu Eine dunkle Begierde
Regisseur David Cronenberg beleuchtet mit Eine dunkle Begierde eine Zeit des Umbruchs, die für die Herausbildung des modernen Denkens von zentraler Bedeutung ist. Als Vorlage für die kanadisch-britisch-deutsche Produktion diente ihm das Theaterstück “Die Methode” von Christopher Hampton. Cronenberg, der als Erfinder des Body Horrors gilt, dessen Fokus auf der filmischen Inszenierung von Körperlichkeit und den damit verbundenen psychologischen Aspekten (so u.a. in Die Fliege, Crash etc.) liegt, bleibt mit Eine dunkle Begierde zumindest thematisch der Verbindung von Körper und Psyche treu. In diesem historischen Drama steht jedoch nicht die Darstellung der Verbindung im Blickpunkt des Interesses, sondern die Geschichte ihrer Erforschung und die spannenden Biographien, die dafür verantwortlich sind, dass wir Eine dunkle Begierde heute besser verstehen.

(CW)

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Cast & Crew


Kritiken (21) — Film: Eine dunkle Begierde

BuzzG: mannbeisstfilm.de BuzzG: mannbeisstfilm.de

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5.0Geht so

Also gut – die Bärte sitzen, die Hüte passen und Peter Suschitzky verpackt die schön ausgeleuchteten Sets in wunderbare Bilder.
Wesentlich besser als viele andere Historienschinken ist dieser allerdings nicht.

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SchnabelPower

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5.5Geht so

Fazit: Enttäuschend. Vielleicht waren aber auch meine Erwartungen an das Thema, getragen von einem generellen Interesse an der Psychoanalyse einfach zu hoch. In meinen Augen konnte der Film sich nicht entscheiden, ob er die erotische Beziehung zwischen Sabina Spielrein und Jung oder doch lieber das Mentor-Schüler Verhältnis zwischen Jung und Freud unter die Lupe nehmen wollte. Im Endeffekt kommt beides ein bißchen zu kurz. Die den Konflikten zu Grunde liegenden Emotionen werden nicht in ihrer Komplexität dargestellt, so dass man als Zuschauer mit einem Fragezeichen ob der Reaktionen der Charaktere verbleibt. Zu viele Dialoge gegenüber zu wenig Handlung nehmen die Spannung einer Geschichte, die meiner Meinung nach sehr viel ergreifender hätte inszeniert werden können. Schade! Viggo Mortensen, so sehr ich ihn auch schätze, konnte mich als Freud nicht überzeugen. Ihm fehlte vollkommen das Charisma, was vermutlich nicht ihm, sondern dem Casting-Direktor anzukreiden ist. Keira Knightley ging mir weniger auf die Nerven als befürchtet, konnte mich aber mit ihrem vorgeschobenen, pseudo-hysterischen Unterkiefer ebenso wenig überzeugen. Michael Fassbender tut sein Bestes, kann aber auf Grund der dramaturgischen Mängel leider nicht sein volles Potential ausschöpfen. Einzig Vincent Cassel als polgymer Irrer wirkte auf mich vollkommen überzeugend. Da sieht man, dass es manchmal nicht schadet, einfach einen Typdarsteller zu besetzen.

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Sigrun

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Sieht gut aus, dein Kudo unter SchnabelPowers Kritik :D
Hatte ja auch deine eigene Kritik zum Film seinerzeit gelesen! Also ich hatte ein Aha-Erlebnis nach dem anderen und fand ihn insgesamt toll gemacht - andere sehen das halt anders, auch wenn es dann ein wenig schade um eure Zeit im Kino war.


Sigmund

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An sich finde ich es schön, dass den Urvätern der Psychoanalyse überhaupt ein großer Kinofilm gewidmet wird. Vielleicht kann das ein bisschen dazu beitragen, dass die Materie (wieder) mehr ins öffentliche Interesse dringt. Ich habe sowieso noch nie verstanden, warum sich so viele Menschen mit ihrem seelischen Analphabetismus begnügen – wo man doch annehmen darf, dass in der Introspektive einige der wichtigsten Antworten unseres Daseins zu finden sind...


A. Eckhardt: Echo Online A. Eckhardt: Echo Online

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7.5Sehenswert

Der Film ist ein kluger Exkurs in die Welt der Psychoanalyse. Denn in der Figurenkonstellation nimmt er die Weiterentwicklung der Theorie vorweg.

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Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Dabei werden Fragen über Fragen aufgeworfen, die nur ungenügend bis gar nicht beantwortet werden. Die Besonderheit der Jung-Spielrein-Beziehung wird kaum bis gar nicht herausgearbeitet. Die Intelligenz bzw. Verrückheit der Psychologen wird zwar angedeutet, aber auch nicht weiter thematisiert. Stattdessen ergibt sich Cronenberg gänzlich dem Mainstream. Der Humor ist gewöhnlich, die Dialoge weder nachdenklich machend, noch provokant oder diskussionswürdig. Was letzten Endes bleibt, ist der Gedanke, gerade eben einen "interessanten" Film gesehen zu haben. Das verhält sich allerdings wie in einem Restaurant. Eine interessante Speisekarte, schön und gut, aber schmecken muss das Essen deswegen noch lange nicht.

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JohnnyKee

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Das will ich nicht wahr haben!...^^


Jack_Torrance

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@ Oceanic6:
Ich hab mir vor kurzem im Kino "Melancholia" angesehen. Großartiger Film ! Wann ich demnächst ins Kino gehe, ist aber ungewiss. Es wird aber definitiv nicht so selten vorkommen wie früher...
PS: Wenn wir schon bei Meek's Cuttof sind: Empfehle "Old Joy", so weit ich weiß von der selben Regisseurin ;-)


Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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6.0Ganz gut

Lag die Stärke von Cronenbergs durchgeknallten Science-Fictions und Psychothrillern stets in einer Vermischung der Wahrnehmungsebenen, fehlt diesmal das filmische Unbewusste, die zweite und dritte Ebene seines Kinos, jene schleichende Verunsicherung durch eine immer überspannte, beunruhigende Bildästhetik.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Die Gefahr, dass Cronenberg mit diesem natürlich völlig Action- und Effektefreien Kammerspiel ein paar langjährige Fans verscheucht, ist sicher gegeben, doch wird er das im Tausch gegen einen Teil des Arthouse-Publikums verkraften können. Auch für dieses gilt aber: Obacht und Konzentration, denn es ist kein einfacher sondern ein mitunter recht anstrengender Film, der sich auch fleißig beim Fachvokabular der Wissenschaftler bedient. Kein Meisterwerk, aber allemal ein sehr interessanter Blick in die menschliche Psyche und auf die immer wieder neu auftretenden Fragen nach Moral und Integrität, angesichts - nun ja - „dunkler Begierden“.

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Andreas Busche: fluter, Der Freitag Andreas Busche: fluter, Der Freitag

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6.0Ganz gut

Ein hübsches Ausstattungsstück mit einigen tollen Einfällen, aber ohne prägende Handschrift. Cronenberg ist immer gut darin gewesen, seine Ideen in konkreten Metaphern zu erzählen. In "Eine dunkle Begierde" wird geredet und geredet. Theaterkino. Das Zeigen, die einfachste Übung des Kinos, hat er darüber schlicht vergessen.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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7.5Sehenswert

In Eine dunkle Begierde könnte sich manch eingefleischter Cronenberg-Fan mitunter im falschen Film wähnen, doch auch wenn sich der Meister hier offensichtlich aufs rein psychische Geschehen zu kaprizieren scheint, bleibt er sich im Grunde treu und lässt seine Charaktere Gratwanderungen durchlaufen, die zu ausgewachsenen Zerreißproben werden. Verzicht übt er dabei auf die sonst übliche (äußere) Gewaltkomponente, die in seinen anderen Filmen die innere Wandlung kennzeichnete.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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6.5Ganz gut

Kein einfacher, sondern ein sich auf ein Theaterstück stützender, dialoglastiger, zahlreiche Theorien verkündender Film. Trotzdem nicht uninteressant, die Epoche gut aufgreifend, das arztgeschichtliche Verhältnis zwischen Freud und Jung analysierend und von David Cronenberg routiniert inszeniert.

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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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7.0Sehenswert

Interessant ist wiederum der historische Aspekt - bedenkt man, dass die Psychoanalyse einen Meilenstein in der Geschichte der Psychologie darstellt. Hier hätte der Film noch etwas mehr in die Tiefe gehen können. Die leidenschaftliche Lovestory zwischen Jung und Spielrein scheint zudem zeitweise etwas aufgesetzt. Doch alles in allem bleibt A Dangerous Method ein stimmiges Erlebnis und versetzt die Zuschauer in die Geburtsjahre der modernen Psychologie, so dass sie beinahe das Gefühl haben, selbst mit dabei gewesen zu sein.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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6.5Ganz gut

Exquisite Ausstattung, viel Zeitkolorit und die Kamera von Peter Suschitzky, die eine Atmosphäre der Irritation vermittelt und das Theaterhafte unterstreicht, machen den Film optisch zu einer runden Sache. Das Drama funktioniert vor allem über Dialoge, im Mittelpunkt stehen geschliffene Gespräche und der tiefgründige Briefaustausch der beiden Psycho-Experten. Keira Knightley gerät manchmal an die Grenze zum Overacting und darüber hinaus, was aber aufgefangen wird von Viggo Mortensen als wohl temperiertem Freud und einem sensationell agierenden Michael Fassbender, der an den eigenen Widersprüchen und Ansprüchen scheitert. Ein mehr intellektuelles als sinnliches Vergnügen.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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7.5Sehenswert

Komplett ohne die staubigen Altlasten einer Kostümfilm-Biographie beschreitet Eine dunkle Begierde den dornigen Pfad psycho-sexueller Themen und stellt Fragen der ärztlichen Ethik mit einer Unverblümtheit, die vollkommen der Gegenwart entsprungen ist.

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David Gritten: Daily Telegraph David Gritten: Daily Telegraph

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6.0Ganz gut

Die Hauptdarsteller spielen allesamt gut und Fassbender darf durch eine ruhige Fassade hindurch brodelnde Gefühle transportieren. Doch es ist Keira Knightley, die sowohl Stärke als auch Zerrissenheit zeigen darf und damit dem Zuschauer im Gedächtnis bleibt.

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Edward Douglas: ComingSoon.net

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7.5Sehenswert

Eine dunkle Begierde ist kein Film für Jedermann und Cronenbergs Fans, die einen weiteren Genre-Film erwarten, könnten von dem prestigeträchtigen Kostümfilm etwas enttäuscht werden.

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Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

David Cronenberg goes Mainstream: Der radikale Filmemacher versucht sich an einem recht konventionellen Biopic und bleibt damit hinter seinen großartigen letzten beiden Filmen zurück. Der Stil des Films passt nicht so recht zu den Fähigkeiten des Regisseurs und alles in allem wirkt Eine dunkle Begierde schon fast zu glatt und bieder. Aber trotz seinen Schwächen ist der Film durchaus sehenswert. Das liegt vor allem an den guten Darstellern (lediglich Keira Knightley wird mit ihrem anfänglichen Overacting das Publikum spalten) und den großartigen Dialogen. Ein richtiger Cronenberg Film ist es zwar nicht, aber ein gutes Historien-Drama ist schlussendlich dennoch herausgekommen.

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NIck Schager: Slant Magazine NIck Schager: Slant Magazine

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8.0Ausgezeichnet

So exakt und anregend seine thematische Bearbeitung auch sein mag, letztendlich verläßt sich A dangerous Method auf die schauspielerischen Leistungen und gelingt dadurch: Fassbender zeigt die Tiefgründigkeit und Nachdenklichkeit eines beeinflußbaren Jung, der mit sich selbst und Freud in Konflikt steht, und der mit Nasenprothese geschmückte Mortensen wirkt einschüchternd als autoritärer Freud.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Der Film ist elegant und cool, zugleich zurückhaltend, wie selbstsicher. [...] Obwohl dieser Film keine akademische Übung ist, und kein Dokumentarfilm, gelingt es Cronenberg besonders gut, das Charisma Freuds einzufangen. [...] Zwar hat der Kanadier ein Historiendrama gedreht, und eine wichtige Episode der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts erzählt. Zugleich aber liegt der Gedanke nahe, dass die friedlichen Jahre von denen der Film erzählt, unserer eigenen Gegenwart nicht unähnlich sind.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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6.5Ganz gut

„Eine gefährliche Methode" ist vielleicht zu sehr schönes Kopfkino, um die Herzen zu packen. So leidet der handwerklich hervorragende und nicht uninteressante Film an der gleichen Verwandlung von Lust in Kreativität, die auch Jung zur tragischen Gestalt macht.

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Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR

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7.5Sehenswert

Akribisch folgt der Regisseur dem historisch von allen Beteiligten dokumentierten Beziehungs-Chaos zwischen Jung, Freud und Spielrein. Das Ergebnis: Ein elegant inszeniertes Kammerspiel über Menschen im Grenzbereich zwischen dem Pathologischen und dem sogenannten Normalen. [...] Den Zuschauer von A Dangerous Method erwartet ein atmosphärisch ungemein dichter dokumentarischer Spielfilm über die Anfänge der Psychoanalyse, der ohne exaltierte Momente auskommt.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Mit „A Dangerous Method“ liefert Cronenberg nicht somit nicht nur ein spannungsvolles, von den drei Hauptdarstellern Viggo Mortensen, Michael Fassbender und Keira Knightley hervorragend gespieltes Dreiecks-Drama, sondern indirekt auch eine überaus kluge und vielschichtige Zeit-Diagnose.

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Alle Kritiken (21)


Kommentare (42) — Film: Eine dunkle Begierde

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Hagen Hagen

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Bewertung6.0Ganz gut

Frau Spielreins schreckliches Ende im Kopf und Frau Knightleys scheckliches Spiel vor Augen hatte ich wenig Freude an diesem betulichen und hübsch anzusehenden Film.

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Markbln

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Bewertung4.0Uninteressant

Prädikat: Besonders langweilig.

Trotz männlicher Topbesetzung ein unglaublich zäher, dröger Film. Obwohl das Thema hochspannend ist, werden ihm keine interessanten Details entlockt. Verlangen, Geilheit, Nymphomanie, Komplexe, Unterbewusstsein, Loyalität, Wissenschaftsstreit - die Themen lagen geradezu auf dem Präsentierteller. Aber Croneneberg macht erstaunlich wenig daraus. Die Dreierkonstellation zwischen Freud-Jung-Spielrein hatte viel Potenzial, das leider nur oberflächlich bearbeitet wird.
Wahrscheinlich war das mit der weiblichen Actress nicht anders möglich. Deren Besetzung ging wirklich kräftig daneben. Schickt die Knightley doch endlich zum Kieferorthopäden. Nicht mehr auszuhalten, wie sie mit ihrem Unterbiss ganze Bergketten zermahlt. Grässlichstes Overacting, dass jeder Theater-AG den Hof macht.

Alles in allem zwar ein ungewöhnlicher Ansatz von Cronenberg, aber auch eine vertane Chance, mehr aus dem Sujet zu machen.

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Clement

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Bewertung5.0Geht so

Man hört Namen wie Cronenberg, Fassbender, Mortensen, Cassel. Oder auch Jung und Freud!!!
Man erwartet erstklassiges Schauspiel!!!
Man erwartet ein Psychisches Katz und Maus Spiel auf hohem Niveau!!!
Man erwartet historisch fundierte Fakten und tiefe Einblicke in die Geburtsstunden der modernen Psychologie!!!
Und was bekommt man EINE DUNKLE BEGIERDE!!!!
Cornenberg wäre der letzte von dem man ein ein historischen Werk erwarten würde, dennoch machte es denn Anschein als würde unser Psycho- und Bodyhorrormeister seine Leidenschaft hier bei den Wurzeln packen und uns eintauchen lassen in das unendliche Thema PSYCHOLOIE.
Stadessen scharbt er nur an der Kruste des Ganzen. Lediglich ein kleiner Teil der Psychoanalyse kommt hier zur Geltung. Der Rest ist oberflächliches Gedöns mit denen er die Taten und Missetaten der Protagonisten rechtfertigen möchte.
Was aber definitiv (und damit kommen wir zu den Darstellern) deutlich in den Vordergrund rückt ist der Kiefer von Keira Knightley. Diese (und ihr Kiefer) wollte sich in diesem Film anscheinend als große Charakterdarstellerin etablieren, was ihr aber durch ihr fast schon extrem nervige Übertriebenheit sicherlich nicht gelungen ist. Michael Fassbender und Viggo Mortensen machten einen wie gewohnt guten Eintdruck. Wobei ich Fassbender als Carl-Gustav Jung etwas fehlbesetzt fand. Vincent Cassel hingegen machte seinen Ruf als kleiner Casanova alle Ehre und passte mit seiner Rolle als Otto Gross wie die Faust aufs Auge. Eine hundertprozentige Rezession der Schauspieler kann ich jedoch nicht geben weil ich den Film leider nicht in O-Ton gesehen habe welcher der Geschichte vielleicht noch den ein oder anderen Pluspunkt gebracht hätte.
Letztendlich darf ich dennoch etwas positives über den Film sagen. Denn Szenenbild, Make-Up, Kostüme und kleine optische Details machen den Film wenigstens In visueller Hinsicht attraktiv.
Fazit: Wie von Cronenberg und Darsteller gewohnt verspricht man sich etwas besonderes verpackt in historischen Hintergründen. Bekommt aber ein oberflächliches Historien-Drama mit weniger Tiefe als man erwartet. So bleibt eine dunkle Begierde eher eine optisch gelungene Beweihräucherung von „Psych-Superstars“ alter Tage getaucht in ein Fass voller Polygamie. Mein Rating ist obwohl es vergleichsweise niedrig ist aber dennoch „gütig“ weil Fassbender, Mortensen und Cassel doch so etwas wie Anspruch in das Szenario hauchen.

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ihre-herrlichkeit

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Bewertung4.0Uninteressant

Eine einzige Enttäuschung.
Massentaugliche "AHA-Effekt"-Diskussionen für Hobbypsychologen auf Selbsttherapiekurs und eine nervig overactende Knightley, für die man sich nur noch mitschämen kann, wenn sie Spastik mit Hysterie verwechselt.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

sikkmeidack

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Darauf kann man ein Kirmes-Fahrgeschäft betreiben.


ihre-herrlichkeit

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*schenkelklopf*


Sozionaut

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Bewertung5.5Geht so

Schade, die historische Vorlage hätte viel spannender umgesetzt werden können, stattdessen bewegt sich die Handlung monolithisch schwerfällig von Szenenwechsel zu Szenenwechsel.

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AnnaBeere

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Bewertung6.5Ganz gut

Schade. Ich hatte etwas mehr erwartet. Der Film ist wohl mehr bloß eine Biographie, passieren tut ja weiter nichts... Schauspielerisch fand ich ihn sehr gut umgesetzt, wenn man sich allerdings ein wenig mit der Psychoanalyse nach Freud beschäftigt hat, kann der Film leider nicht viel zeigen und langweilt mehr als dass er fesselt.

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judischnudi

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Bewertung6.0Ganz gut

Das anfängliche Overacting seitens Keira Knightleys lenkte leider ein wenig von der sonst gelungenen Exposition ab. Knightleys schauspielerische Leistung entwickelte sich dann jedoch entgegengesetzt proportional zur Qualität der Story. Wenn man sich nicht ein bisschen für die Psychoanalyse interessiert, interessiert man sich wahrscheinlich auch wenig für den Film, denn die Story und die Figuren bieten kaum Identifizierungspotenzial, schade eigentlich. Positiv überrascht war ich allerdings von der leisen Komik, die Michael Fassbender in einige Szenen trug.

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sikkmeidack

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Intention des Filmes ist es nicht, einen tiefen Einblick in die adjektivgleiche Psychologie zu vermitteln, sondern vielmehr dem interessierten Zuschauer eine atmosphärische Schilderung der damaligen Umbrüche und auch noch zeitgenössich verwendeten Therapie-Ansätze zu vermitteln… Mir war es neu, dass der Semitismus damals bei Jung und Freud eine Rolle spielte. Die Schwerpunkte sind geschmacklich unzureichend oder übermäßig be/gelegt, aber Eins steht für mich außer Frage: Cronenberg hat hier einen stilistisch und inhaltlich einwandfreien Sachverhalt in spielfilmtauglichen 100min. zwar nicht immer aber meistens super erzählt. Leider fand ich ihn dann zwischendurch auch ein bisschen fad und dröge, sonst hätte ich mich noch viel grader für den Film gemacht.

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dos6510

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Bewertung4.5Uninteressant

Freud und Jung. Ich sag gleich, dass ich mich auf diesem Gebiet der Psyche gar nicht auskenne.

Der Film aber hat mich gelangweilt. Da kenne ich mich aus. Am Anfang scheint er noch vielversprechend: das hübsche, leicht irre Mädel, das auf „Heilung“ hofft. Lange Gespräche. Könnte interessant werden.

Die beiden (das Mädchen und der Dkotor) „erarbeiten“ dann den Grund für ihre seltsamen Neigungen. Da ist viel „Zusammenarbeit“ notwendig. Ab da hatte mich der Film verloren, es war einfach, es war vorhersehbar. Es war langweilig.

Ganz grosses Kino? Nur dann, wenn einen die geschichtlichen Hintergründe wirklich interessieren. Ansonsten hat man mit dem Trailer eigentlich schon genug gesehen.

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Panta.Rhei

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Bewertung7.0Sehenswert

Recht guter und interessanter Film. Finde es aber beachtlich wie Bart, Brille und schlechte haare Michael Fassbender entstellen können. Ich sollte wohl selbst nicht in den Spiegel gucken :D.

Etwas enttäuscht hat mich das man nicht sehr in die tiefen fabelhaften Abgründe des Carl Gustav Jung blicken konnte. Man sah nichts von seinen wirren und fabelhaften träumen die er unter drogeneinfluss visualisiert hat.

Das Rote Buch

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MrTrombone

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Bewertung4.5Uninteressant

Oh, wie habe ich mich gefreut, dass Eine dunkle Begierde nun doch noch bei mir im Kino lief. Also Abendveranstaltung abgesagt und ab in den Sessel gefletzt. Hätte ich das mal lieber bleiben lassen.
Mit einer gekonnten Unberührtheit strich die Handlung an mir vorbei. Die psychoanalytischen Hintergründe blieben unscheinbar, sodass sie jedes Mal, wenn sie hervorlugten, sich Knightleys Unterkiefer ins Bild drängte. Welch trauriges Ergebnis einer guten Idee mit grundsätzlich guten Darsteller, die aber leider überwiegend fehl besetzt waren, vor eintöniger Kulisse und oberflächlichen Dialogen. Schade, schade, lieber Cronenberg, da wäre mehr drin gewesen.

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Tachitalili

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Bewertung7.0Sehenswert

Idee: 9,5/10
Beruht auf einer wahren Begebenheit, es geht um Dr. Jung, Sabina Spielrein und Dr. Freud himself, es geht um höchst interessante psychoanalytische Themen.

Umsetzung der Idee: 5,5/10
Zu knapp was Psychologie angeht, denn im Vergleich dazu finde ich die Affären von Jung herzlich wenig interessant.

Handlung: 4/10
Psychiater Dr. Jung hat eine hysterische Patientin, Sabina Spielrein, bei der er die Psychoanalyse- Methode von Freud anwendet.

***Vorsicht, Spoiler*************************
Ein anderer Patient des Psychiaters bewegt durch seine freizügigen Ansichten Jung dazu, sich von Sabina verführen zu lassen.

(Darf ich herzlich dazu lachen, dass ein Psychiater im Film nicht weiß, ob und warum er seine "Regungen" wirklich unterdrücken sollte? Während seine Frau schwanger mit seinem zweiten Kind ist... Und solche Psychiater wollen die Welt heilen? Und dann auch noch teils mit Erklärungen, die dünner nicht sein könnten, er dachte, „er könnte sie heilen, wenn sie ihrer Begierde nachgibt" und da wollte er sich `türlich opfern. Mein Gott, ich war wirklich enttäuscht von Jung- irgendwie sehr klischeehaftes Männerverhalten...

Enttäuscht war ich auch von Jungs Frau, die sich mit allem abfindet, weil sie sich irgendwie minderwertig fühlt, weil sie sich dem Mann verpflichtet fühlt, ihm männliche Nachkommen zu gebären, und weil es zweimal nicht funkzt hat..? Sie hätte ihn rausschmeißen sollen und er hätte für die Welt eine neue Erkenntnis gehabt, warum es nicht immer ok ist, seinen Begierden nachtzugeben, aber nee...)

Jung freundet sich mit Dr. Freud an und unterhält mit ihm einem Briefwechsel. Die Freundschaft fängt an zu kriseln, nachdem Freud Jungs Bestrebungen, Parapsychologie in die Psychoanalyse einzubinden, ablehnt. Hinzukommt dass Jung Freud angelogen hatte, was die Affäre angeht.
Sabina studiert später Medizin und will selbst Psychoanalytikerin werden, bewirbt sich bei Freud und bekommt einige seiner Patienten. Sie heiratet einen russischen Arzt. Jung hat dann eine neue Geliebte, Tony, deren Lebensverlauf dem der Sabina sehr ähnlich ist.
*********************************************

Atmosphäre: 8/10
Der Briefwechsel und die ruhigen Gespräche mit Freud vermitteln das Gediegene und das Gentlemanverhalten der damaligen Zeit, und binden so geschickt Themen wie Sex und Triebe ein, dass es weder peinlich noch pornographisch noch allzu klinisch klingt.

Schauspiel:
Dr. Jung: 4/10
ich kaufe ihm sowohl die Leidenschaft seiner Affäre als auch die dargestellte tiefe Freundschaft mit Freud nicht ab
Sabina: 8/10
überzeugende Hysterieanfälle (meiner Meinung nach), gutes Schauspiel, gute Mimik.
Dr. Freud 7,5/10: (Aragorn vorever :-) !!!)
Gutes, ruhiges Schauspiel, überzeugende Präsenz als "Beobachter" und Analytiker, sympathischer Auftritt. Leider etwas zu weichgespült aber ich geb der zu kurzen Auftrittszeit die Schuld.

Fazit: Schade, dass die wirklich interessanten Themen untergegangen sind, ein paar interessante Fachgespräche zum Selbstphilosophieren sind erfreulicherweise dennoch dabei. Man darf aber keine Sensation erwarten.

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John.Matrix

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hm ok guter Kommentar, hab den Film auch noch nicht gesehen aber Fassbender eine Rolle nicht abkaufen? das habe ich auch noch nicht gehört. Na mal sehen :)


nini_paga

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Bewertung5.0Geht so

Oh... mein... Gott! Jetzt bin ich aber wirklich enttäuscht! Das erste Mal, dass mich Cronenberg enttäuscht! Was war das denn? Also, Keira Knightley war lächerlich und peinlich, ich war erfüllt von Fremdscham... Viggo Mortensen als Freud? Warum nicht gleich Sly oder Arnie... Ich interessiere mich für Psychoanalyse, aber das hatte ja gar nix damit zu tun... Man bekommt nicht mal einen Schimmer von den Positionen, die Freud und Jung vertreten haben. Die Ausstattung mit den kleinen Hinweisen für Eingeweihte erinnerte mich eher an das Fantum eines Jugendlichen, als das es irgendeinen tieferen Bezug zu Tage bringen würde. Und die Story war öde... gähn! Und die Frage, ob man seine Triebe beherrschen oder von seinen Trieben beherrscht werden soll, abgegrast und verstaubt! Am besten gefielen mir noch die Kostüme! Sorry, dass ich hier so abmotze, aber das musste irgendwie sein! Ich liebe Cronenberg auch weiterhin und hoffe auf's nächste Mal!

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simvlacrvm

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine interessante und zum Teil sehr scharfsinnige Reise in die Abgründe der Begierde. Vieles bleibt jedoch nur angerissen und oft streckt sich der Film deutlich in die Länge.

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barney stinson

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Bewertung7.5Sehenswert

ich finde man hätte Keira Knightley auch gut gegen Megan Fox tauschen können, dann wäre hier so manchem ein Licht aufgegangen!!!

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lens flare

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Bewertung6.0Ganz gut

brav am stoff, fast feig am stoff und deshalb wenig interessant. bisschen gaffen, bisschen schmunzeln und vom historienschinken essen.

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Keyser_Söze

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Bewertung6.5Ganz gut

Keira scheint sich ja ganz doll Mühe zu geben endlich als Schaupielerin ernst genommen zu werden. Das Resultat? Schon bei ihrem ersten Auftritt musste ich mich im Kino halb tot lachen.Ihre Ausbrüche haben so etwas unfreiwillig komisches. Keira ist einfach keine guter Schauspielerin. Wenn sie eine so schwierige Rolle spielen soll sieht das einfach wie übelstes Overacting aus.
Der Rest vom Film war leider nur halb so interessant wie Keiras amüsante Auftritte. Ich hab mich richtig gelangweilt. Schade.... Denn gelangweilt habe ich mich bei Cronenberg bis anhin noch nie.

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Herr Marcus

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Bewertung5.5Geht so

Seriously?? Come on! Das ist nicht dein Ernst, Cronenberg. Keira und ihr nach vorne geklappter Unterkiefer? Sich geil reibend an der Sofalehne? Diese lächerlichen Schnurrbart-Konstruktionen von Dr. Jung (in jeder Einstellung anders)? Und Viggo .... ach, Viggo. Dieses Skript hat mir die Schuhe ausgezogen. Diese hölzernen Dialoge, die Tiefe nur sumulieren... das hat der Gestiefelete Kater mehr Message. Okay, die Ausstattung ist gut, jedenfalls das was man durch den permantenten Rauch aus Freud's Zigarre erkennen kann.

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Henry Spencer

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich versteh ja, dass man nicht sein ganzes Leben lang Body-Horror Filme drehen will. Aber warum entfernt sich Cronenberg seit 10 Jahren derart konsequent von seiner einst so aufregenden und originellen Filmsprache? Zu viel Psychotherapie?

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Dalia

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Bewertung6.5Ganz gut

Da ist es wieder – das wilde Fan-Girl, das bei „Eine dunkle Begierde“ gleich zweimal getroffen wurde. Nein, nicht von einem Pfeil im Knie (ja, ihr und eure SKYRIM-Witze), sondern von zwei Themen, die einen wichtigen Stellenwert im Leben des Fangirls haben: Zum einem wäre das Michael Fassbender, zum anderem Sigmund Freud.
Nach drei Jahren Psychologie kommt man mit einigen Theorien in Berührung, doch lediglich die Psychoanalyse samt ihres Vertreters Sigmund Freud war von Anfang an für mich fesselnd und hat mich auch in der Gegenwart noch nicht losgelassen. Nachdem ich schon zu Weihnachten vor drei Jahren keine Freud-Actionfigur geschenkt bekam, stürzte ich mich auf den Hollywood-Film von David Cronenberg. Dass Fassbender mitspielt war ein interessantes Schmankerl, aber ich hätte mit den Film wohl auch ohne ihn angesehen … was mir an dieser Stelle wohl sowieso niemand glaubt.

Um eine exakte Kritik über den Film abzugeben, der bereits seit dem 10.11.2011 in den deutschen Kinos läuft, liegt mein Besuch leider schon zu lange zurück. Es ist zwar ,nur‘ ein Monat, aber dank der Reizüberflutung, der ich mich tagtäglich hingebe, vergesse ich das ein oder andere Detail, das ich sonst gerne in meinen Kritiken erwähne.
Wenn ich jedoch an „Eine dunkle Begierde“ zurückdenke, fallen mir vor allem die wunderschönen und gut inszenierten Bilder ein. Kostüme, Kameraeinstellungen und dergleichen. Optisch hat mich der Film ganz und gar begeistert und auch schauspielerisch gibt es nichts zu meckern, obwohl ich eine der größten Kritikerinnen von Keira Knightley bin. Aber gut: wie soll ein Film mit Mortensen und Fassbender auch schief gehen? Die beiden verstehen ihr Werk und hauchen ihren Charakteren, zusammen mit Knightley, überzeugend und realistisch Leben ein.
Und obwohl ich den Film sehr gelobt habe und es auch nach wie vor tue – immerhin bin ich Freudianerin und mag „Eine dunkle Begierde“ alleine deswegen – würde ich ihn nicht der großen Masse empfehlen. Denn es ist nun einmal so: es ist ein Film über die Psychoanalytik und handelt von den Leben drei real existierender Charaktere, die dieses Feld maßgeblich geprägt haben. Große Tragödien, Schicksalsschläge und (pardon) Action kann man in diesem Film nicht erwarten. Muss man auch nicht. Dennoch kann er sich für Zuschauer, die kein Interesse an Psychologie und menschlichen Dramen haben, zu einem langatmigen Film entwickeln, bei dem man das Gefühl hat, dass er ganz plötzlich endet. Schnapp! Einfach so. Zumindest war ich leicht irritiert, als plötzlich alles dunkel wurde und keine weitere Szene folgte.

Wie gesagt: „Eine dunkle Begierde“ ist für all jene, die interessante Filme und sich danach zu Diskussionen über die Psychoanalyse anregen lassen wollen. Aber für niemanden, der die große Unterhaltung sucht. (Mir fällt gerade auf, dass ich mich nicht an einen Soundtrack des Films erinnern kann – was leider ein Manko darstellt, auch wenn ich mich nach Fertigstellung des Textes sofort darüber informieren werde. Aber aus dem Stegreif kann ich mich leider an keine musikalische Untermalung erinnern.) Ein Film, bei dem sich die Gemüter spalten. Entweder findet man ihn langweilig oder höchst interessant, wobei diese Entscheidung ausschließlich die Thematik von „Eine dunkle Begierde“ betrifft und man für sich selbst entscheiden muss, ob man sich damit anfreunden wird oder eher nicht. (Meine Mutter hätte ich mit diesem Film verjagt, ein Teil meiner alte Psychologie-Klasse wäre wohl sehr zufrieden gewesen.)

Persönlich schade empfand ich den Hinweis auf Jungs Interesse für paranormale Aktivitäten (um es so auszudrücken) und die knappe Darlegung dieser. Es wird zwar zu Beginn häufiger davon gesprochen, dass bestimmte Vorkommnisse keine Zufälle sein können, doch abgesehen von seiner ,Vorhersage‘ der klopfenden Heizung war es das. Da ich mit Jung nie in Kontakt gekommen und davon folglich nichts wusste, war ich Feuer und Flamme, als man mir in „Eine dunkle Begierde“ ein Scheibchen zuwarf – und umso frustrierter, als dieses Thema so schnell wieder verworfen wurde, wie Jung es angesprochen hatte. Schade eigentlich! Da müssen dann doch wieder Bücher und das Selbststudium herhalten

Wirklich knifflig, diesen Film zu bewerten. Man will es sich ja auch nicht mit dem zukünftigen Ehemann verderben, wenngleich ich Michael Fassbender nicht groß kritisieren kann – trotzdem! In ein, zwei Jahren sehe ich „Eine dunkle Begierde“ bereits in Klassenzimmern präsentiert und junge Schüler mit der Psychoanalyse infizieren (was mich äußert zufrieden stimmt). Und die ein oder andere Oscar-Nominierung ist zu 100% sicher, hoffentlich auch für Michael Fassbender. Verdient hätte er es ;-)

6,5 von 10 Schlägen mit dem Gürtel.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

simvlacrvm

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Pfeil ins Knie ist sowas von 2011...


Dalia

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Zum Glück verfasste ich diesen Text noch im Jahr 2011, sonst müsste ich mich jetzt um meine Coolness sorgen.


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