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Prometheus, der lange Weg zum Ausverkauf

Mr Vincent Vega (Rajko Burchardt), Veröffentlicht am 08.08.2012, 08:50

Ridley Scott erklärt in seinem Alien-Prequel, was lieber unerklärlich geblieben wäre. Warum das Alien schon lange seine Faszination verloren hat – und wie ein Schöpfer den Ausverkauf seiner eigenen Kreatur besiegelt.

Prometheus, der lange Weg zum Ausverkauf Prometheus, der lange Weg zum Ausverkauf © 20th Century Fox

Die letzten Minuten sind alles. Schneewittchengleich liegt Ellen Ripley (Sigourney Weaver) im gläsernen Weltraumsarg, zu sich gekommen, sanftmütig schlafend, das Kätzchen über sich wachend. Ein Bild, dem der letzte große Kampf gegen das, so hieß es einst vom deutschen Verleih, unheimliche Wesen aus einer fremden Welt vorausging. Fremd und unheimlich mag das Alien aus dem gleichnamigen Genremeisterwerk von Ridley Scott heute wohl kaum noch jemandem erscheinen: In drei Fortsetzungen kämpfte es gegen Soldaten, Häftlinge und Weltraumpiraten, und wurde vom Studiovater gar noch kollegial gegen ein hauseigenes Rastalockenungestüm angesetzt, in der auf Comics und Videospielen basierenden Crossover-Produktion Alien vs. Predator sowie deren Nachzügler, Aliens vs. Predator 2. Nach über 30 Jahren nun kehrt Ridley Scott mit Prometheus – Dunkle Zeichen zu seiner Kinoschöpfung zurück. Um die Vorgeschichte sollte es sich handeln, um ein Prequel zum allerersten Alien-Film, das uns erklärt, was bislang unerklärlich war.

Wäre uns dieser Film erspart geblieben, hätten sich dem Schlussbild der schlafenden Ripley, der magischen Überblende in die weite schwarze Stille des Weltalls, nie kommende Alien-Fortsetzungen angeschlossen? Die Infantilisierung des Monsters zumindest begann sieben Jahre später. In Aliens – Die Rückkehr tauschte James Cameron Viel- gegen Eindeutigkeit und erklärte die zuvor zum Sinnbild verdrängter Ängste, aggressiver Sexualität und männlicher Gewalt entwickelte Kreatur zum fortpflanzungsmunteren Insektenwesen, deren Königin mit aller Macht Staat und Brut zu verteidigen sucht. In einem, gemessen an der Klugheit des Vorgängers, irrsinnigen Finale gerinnt der vormals psychologisch um Rollenmuster kreisende sowie intim und klaustrophobisch inszenierte Schlusskampf zum beinahe pervertierten biotechnischen Schlammcatchen: Die in einen Ganzkörpergabelstapler geschlüpfte Ripley wehrt sich hier nicht länger gegen männliche Obrigkeit, sondern verteidigt in einem martialischen Duell entschlossen ihr Ziehkind Newt gegen eine überdimensionale Alien Queen, die ihrerseits Vergeltung für Dutzende vernichteter Eier übt. Aus dem durchsetzungsstarken Schneewittchen ist eine kämpferische Mutter geworden, die das nur noch auf äußere Bedrohung, ästhetische Gigantomanie und tricktechnische Präsenz reduzierte Alien-Geschöpf bezwingen muss. Der Anfang vom Ausverkauf.

In Alien³ von David Fincher, sechs Jahre nach dem zweiten Film veröffentlicht, hat sich das Monster dann schon so weit verselbständigt, dass es als Träger bestimmter Funktionen zeitweise gar an den Rand gedrängt wird. Wahllos kommt es aus Tunneln geschnellt und schnappt ganz im Dienste geistloser Suspense-Momente zu. Finchers Desinteresse am einstigen Sinngehalt der Kreatur führt immerhin soweit, dass es über weite Strecken kaum noch eine Rolle zu spielen und den eher auf soziologischen Horror konzentrierten Film beinahe zu stören scheint. Die Schwerpunktverlagerung kommt dem Alien dabei allerdings kaum zugute: Durch einen den Schrecken des Monsters nunmehr völlig ad absurdum führenden Einfall, Ripley zur Mutter einer Alien Queen umzudeuten, bereitet der Film bereits das schleimig-obszöne Familientreffen des vierten Teils vor, das dem Monster mit der Schöpfung eines Alien-Mensch-Hybriden endgültig jede mythische Bedrohung raubt.

Zum fortschreitenden Bedeutungsverlust des Ungeheuers trug Jean-Pierre Jeunet wesentlich bei: In Alien – Die Wiedergeburt betätigen die Kreaturen Druckknöpfe und schwimmen munter durch Wassertanks. Ripley tritt nun als Klon auf und legt sich stöhnend auf rostige Metallgitter, wenn sie die nahe Alien-Mutter zu riechen meint. Als Franzosenulk im Weltall gut umschrieben, führte der Film die nunmehr computergetricksten und von der Schattenhaftigkeit der originalen Entwürfe nach H.R. Giger weit entfernten Aliens zu ihrem vorzeitigen Leinwand-Ende. Da konnte es kaum mehr schockieren, als das Alien auch den letzten Weg der allumfassenden Verflachung beschreiten und gleich zweifach gegen den saudoofen Predator antreten musste. Das Monsterkräftemessen samt ungefragter Hintergrundmythologie (Pyramiden bauende Ungeheuer, alte Gottheiten, ein bereits Jahrtausende währender Zwist) stahl den Facehuggern und Chestburstern auch den letzten Rest Würde. Ein Popkulturalbtraum im gläsernen Schneewittchensarg, der angemessene Nährboden für Ridley Scotts kommende Jetzt-erst-recht-Verwurstung.

Prometheus nun ist insofern konsequent, als er Scotts Nichtverstehen seines eigenen Meisterwerks auf eine neue Ebene hievt. Schon 2003, als Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt in einer verschlimmbesserten Version erneut in die Kinos kam, gab es darauf einen ersten Hinweis: Um „langatmige“ Einstellungen verkürzt und eine schöne, aber unsinnige Alien-Nest-Szene (die Scott einst aus den richtigen Gründen herausnahm und dann aus den falschen wieder einsetzte) erweitert, sollte der Klassiker für die Generation ADHS in neuem Glanze erstrahlen. Und für diese, womöglich, scheint jetzt auch Prometheus gedacht. Die ultrastylishe Vorgeschichte, die ans Licht zerrt, was zuvor im Dunkeln lag. Die einem das einst Verborgene nun knallhart in die Fresse klatscht. Und um das „unbekannte Wesen“ und die „fremde Welt“ eine den eigenen Mythos zementierende Mär spinnt, der dem Original jede Faszination auszutreiben droht. Notfalls sogar mit ätzender gelber Säure.

Damit gelingt es Prometheus tatsächlich, die wenigen noch verbliebenen Fragen zu beantworten, die nie jemand gestellt hat. Und an denen selbst die ihrerseits den Alien-Mythos ausbuchstabierenden Sequels kein Interesse zeigten. Irgendwo zwischen Penis-Vagina-Mischwesen, Exoskelett und Space Jockey versucht Ridley Scott hilflos deutend seinem von vielen klugen Köpfen gemeinsam entworfenen Meisterwerk einen ganz eigenen Sinn zu stiften. Immer auf der Suche nach einer höheren Bedeutung, nach einer detaillierten Ergründung all dessen, was den ersten Alien-Film so unvergleichlich beunruhigend und faszinierend machte. Mutwillig und zeitweise über die Grenzen des Erträglichen hinaus trampelt er in einem grotesken, hochnotpeinlichen Akt pseudophilosophischer Überhöhung auf (s)einem Erbe herum, als sei ihm selbst noch der letzte Rest Vernunft abhanden gekommen. Und dann mündet eine über zwei Stunden großspurig aufgebaute Erwartungshaltung schließlich in der langbärtigsten Fragestellung der Science-Fiction-Kinogeschichte, ob denn wir Menschen nun göttlichen oder doch außerirdischen Ursprungs seien.

Gedanklich lege ich mich in einen gläsernen Sarg und hoffe inständig, nicht mehr zu erwachen. In Träumen hört dich niemand schreien. Farewell, my alien.


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über Prometheus, der lange Weg zum Ausverkauf


Jimmie Dean

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Schluchz, Jammer, Heul !!!! Da macht doch der böse Ridley Scott einfach einen neuen Film, weshalb Mr. Vega jetzt nicht mehr weiß ob er Alien als Gesamtwerk cool finden darf.
So eine Schande aber auch.

Jeder der aufgezählten Filme hat seine Daseinsberechtigung - je nach Geschmack - und schmälert in keinster Weise die Wirkung des Erstlingswerks. Ich gönne jedem seine Meinung - aber so ein Rumgeheule werd ich mir kein zweites Mal geben.

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senistro.zoodiac

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ich kann mich absolut mit diesen Artikel anfreunden, obwohl ich sagen, die Story und die Aliens waren einfach nur unlogisch.

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Flibbo

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Schade, dass ich Artikel oft erst dann entedecke, wenn kein Schwein mehr auf die Kommentare schaut. Ich versuch's trotzdem: Ich will jetzt endlich wissen, was genau Ridley Scott an seinem Film nicht verstanden hat.

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TheDrPepperPower

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"Alien" hat vor allem durch seine klaustrophobische, bedrohliche Atmosphäre und abgedrehte Mutter-Thematik bestochen. Die anderen Teile der Reihe haben sich von einer inhaltlichen Essenz ziemlich weit entfernt und versuchen nur noch mit Action/Splatter/Sci-Fi-Optik zu punkten. Dies hat auch teilweise funktioniert (Camerons "Aliens"), nur reichen sie damit trotzdem nicht an das Original heran.
Mit "Prometheus" verhält es sich jetzt ähnlich. Ridley Scott hat den eigentlichen Kern von "Alien" vernachlässigt und eine andere Art von Sci-Fi gemacht. Zwar wird versucht, durch die merkwürdige Glaubensproblematik, eine ähnliche inhaltliche Tiefe in "Prometheus" zu erzeugen, aber dies scheitert fast gänzlich. Auch kommen der miese Plot und die unterirdischen Charaktere dazu. Die Magie aus "Alien" konnte einfach in keinem anderen Teil der Saga wieder eingefangen werden. Manchmal sind Ansätze zu verspüren, aber zu mehr hat es nie gereicht.


Falkenfluegel

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Ich halte Alien immer noch für einen Meilenstein, für einen absolut Wegweisenden Film. Dennoch halte ich ihn von vielen für absolut überbewertet. Von Magie zu sprechen ist eh schon wieder völlig unfair. Wie zum Teufel soll man im Jahre 2012 eine Zukunftsvision drehen, die sich genau so anfühlt wie eine Zukunftsvision aus den Siebzigern? Das ist schlicht unmöglich und ich behaupte, wer mit so einem Anspruch ins Kino geht um Prometheus zu sehen, der will enttäuscht werden. Der will sehen, wie der neuartige Schrott gegen den alten König zu staub verfällt. Und dann sieht man selbstverständlich auch was man sehen will. Alien ist genial, aber anspruchsvoller als Prometheus ist er auch nicht.


Discostu

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Eck doch mal damit an, einen generell schlecht bewerteten Film zu loben! Verrisse schreiben kann doch jeder.

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guilecourier

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...weil Alien 2 und 3 ja auch so schlechte filme waren...

Ich habe das an anderer Stelle schonmal gefragt und tue das hier wieder:
Warum dürfen Tölpel wie der, die zwar keinen Plan von Filmen haben, dafür aber richtig schön blöd daher labern können, hier Kolumnen verfassen??

Der Titel der LoLumne sagt ja alles: Mr. Vincent Vega eckt an. Da nimmt sich irgend so ein gescheiterter Pholosophie- oder Bildästethikstudent einen ganz unterschwellig coolen Namen aus der Filmgeschichte her (auf der Liste standen sicher noch Mr. Pink und Dirk Diggler) und wettert einfach mal was Zeug hält über die Blockbuster her, die mit großer Erwartung in den Startlöchern stehen.

Dieses Prinzip stammt übrigens aus den Staaten und der wohl bekannteste Vertreter ist jener Herr hier: http://cityarts.info/author/armond-white/
Solche Trolle sprießen aus dem Boden und bauen ihren Erfolg nicht auf der eigentlichen Tätigkeit eines Kritikers, sondern lediglich auf dem Erzeugen von ultra-kontroversen Negativkritiken und dem Ausschlachten von Logiklöchern bzw. Unzulänglichkeiten (was sie ja auch offen bekennen).

Aber was nützt das Sich-Beschweren denn? Ganz genau: Nix.
Typen wie der schreiben munter weiter und wir als Community können nichts dagegen ausrichten. Im Gegenteil: Je mehr von uns hier negatives Feedback geben, desto eher bestätigen wir solche Leute. Denn dann erst haben sie den Treffer versenkt, wenn ihr bild- und filmphilosophisches Palaver kontrovers diskutiert wird.

Ich habe Prometheus noch nicht gesehen und vielleicht wird der Film ja auch scheiße und Alien 4 war echt nur Franzosen-Ulk (an der Stelle musste ich mal kurz schmunzeln) und ich habe auch nichts dagegen, wenn Filme konstruktiv kritisiert werden. Aber Trolle wie Vega, die einen Shitstorm los lassen und das dann als Kritik bezeichnen, gehören auf den Sondermüllplanet Arcadia, denn da hört sie niemand schreien (außer vielleicht Kurt Russel).

Farewell, my little Troll.

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Darkclaw

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@Falkenflugel, die Charaktäre in ALIEN bewegten sich alle in ihrer Darstellung als Trucker im All, also ganz normale arbeitente Menschen wie du und ich, die unvorbereitet mit den Horror konfrontiert werden, für den sie gar nix können, da sie sich an die fraglichen Anweisunge ihres Auftraggebers halten (das heute immernoch ein aktuelles Thema ist). Sie agieren recht glaubwürdig und nachvollziehbar, mit den Mitteln und den Wissen das sie haben und bis zum 2. Drittel des Filmes weiß man (insofern man den Inhalt des Filmes nicht kennt) nicht wer überleben und sterben wird, so wirkt der gesammte Plotverlauf recht natürlich.

In Prometheus dagegen sind alles egoistische Arschlöcher, die zwar als Wissenschaftler dargestellt werden, sich aber nie in diesem Rahmen bewegen, irrsinnige und irrrationale Handlungen der Protagonisten führen zum dem gezwungen Plotverlauf, außerdem kann man sich mit den oberflächligen Figuren nie wirklich identifizieren, denn sobalt man kurz davor, wird es durch eine dämliche Situation des Charakters zerstört. ZB. die harte Fr. Vickers die zuerst in einem kühlen und kräftigen Monolog (der zu ihrer dargestellten Figur passt) sich gegen ein Nümmerchen mit Kapitän ausspricht, dann aufeinmal in typischer Blondchenmanier für einen absolut flachen Spruch doch die Beine breit macht. Oder der Herr Biologe, der bei einer TOTEN Leiche einer unbekannten Spezies Angst kriegt, aber bei einer fauchenten Schlange neugierig wie ein Kleinkind ist.
Wo alle Charakäre als Wissenschafftler versagen und nichtmal Ansatzweise ihrer Rolle gerecht werden, ist die Figur der Frau Shawn sogar überqualifiziert, sie wird zwar als Archeologin vorgestellt, aber ist nun auch Biologin, Genetikerin, Ärztin und ein Lara Croft Verschnitt, die mit einem frisch zugetackerten Bauch (in dem vor Kurzem ein Gewehrkolben gerammt wurde) munter über Abgründe hüpft, so dass selbst ihr Freund von Anfang an in ihrem Schatten steht. All dies macht im Grunde alle Figuren rech unglaubwürdig.


Rainhard

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@guilecourier: Du hast So Recht!...triffst damit genau(vielleicht nur anders formuliert) das was ich zu diesem "Kritiker" hier denke! Danke;-)


fabel

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Schönes Ende.:-)

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blackholebird

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vielleicht gehörst du ja eher der adhs-generation an, vincent, wenn du nicht in der lage bist, den größeren plot hinter prometheus zu sehen und zu entdecken. irgendwie schaut ihr den film unfassbar oberflächlich an, ohne all die referenzen an prometheus auch nur näher zu betrachten. dein problem ist, dass das hier ein philosophischer (und nein, nicht "pseudo",das wort kann man sich getrost sparen, wenn man davon keine ahnung hat) film ist und kein einfacher horrorschocker... der witz ist, dass er auf beiden ebenen unfassbar gut funktioniert, das hat so noch kein film in den letzten jahren hinbekommen, und schon gar kein scifi film...

der film ist maßlos unterschätzt

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spacyfreak

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Naja, Kritik hat auch viel mit einer subjektiven Sichtweise zu tun, grade bei Kunst.
Klar kann man alles was in Prometheus so passiert mit etwas gutem Willen "erklären", dafür gibts in diversen Fan-Foren hunderte von Threads die jedes Detail aus dem Film analysieren, offene Plotfragen beantworten usw.

Doch das ist doch grade bei sehr vielen Zuschauern das Problem mit Prometheus - man MÖCHTE nicht unbedingt noch Tage und Wochen nach dem Kinobesuch sich in irgendwelchen Hochglanz-Buch-zum-Film Büchern zusätzliche Infos einholen um den FILM ZU VERSTEHEN oder von Fans spekulative Antworten einsammeln um auf einen AHA-Effekt zu hoffen. Das ist völlig unnötig und eine nervige Strategie.
Es ist natürlich immer gut irgendwas offen zu lassen damit das Hirn des Cineasten noch bissl was zu tun hat, doch hier ist einfach ZU VIEL offen, und man fühlte sich einfach zu oft gelangweilt oder wunderte sich über doofe Handlungsstränge.

Alien im Vergleich war viel simpler gestrickt - und dennoch genial.
Prometheus ist "clean designt". Sogar der Schmutz scheint designt worden zu sein. Die Umgebung in der Nostromo war gebraucht, benutzt, schmutzig, verlebt - AUTHENTISCH. Die Crew war sympathisch, das Alltagsleben an Bord war nachvollziehbar - AUTHENTISCH. In Prometheus WIRKTE vieles zu gestellt, die "Charaktere" zu oberflächlich beleuchtet und langweilig, ihr Ableben beliebig und unbedeutend.

Zu viele Szenen bei denen man sich an den Kopf greifen möchte.

Weyland, ein eiskalter Egomane, nimmt 2 Archeologen mit, "weil sie Gläubig sind" und vertraut ihnen die wissenschaftliche Leitung an, bei einem 3 Trill. $ Projekt. Aha.
Und doch ist da noch eine andere "Chefin", die aber von keinem respektiert wird, und die nichtmal von Weyland selbst autorisiert wurde. Was ist das für ein Gehampel? Was wäre passiert wenn Vickers (Theron) garnicht in Prometheus mitgespielt hätte? Hätte dies IRGENDEINEN Unterschied gemacht? Nö - wäre völlig wurst.
Der nervige Liebes-Kleinkrieg im Bermuda-Dreieck Weyland-Vickers-David war auch ziemlich überflüssig.

Der Sandsturm - der scheint nur reingemacht worden zu sein weil man aktuell ganz toll Sandstürme digital hinkriegt, und man in 3D Sandkörner und so Kram durch die Luft flattern lassen kann? Ansonsten völlig belangloses Detail.

Der GEOLOGE verläuft sich in der Höhle, die anderen "Nicht-Geologen" kommen aber ohne Probleme raus. Aha.

Am Ende kommt ein Vieh aus dem Konstrukteur. Das "Ur-Alien"?
Aber die kannten doch schon die Aliens - es gibt ja eine Skulptur von ihnen (Wandbild) im "Tempel". Und die Nostrome in Alien1 fand ja auch ein uraltes Raumschiff mit versteinertem / fossilem Konstrukteur an Bord - dann kann da ja nicht das "Ur-Alien" bzw. das erste seiner Art gewesen sein. Doch was sollte die Szene dann für einen Sinn haben?
Ich glaube die Studios wurden gezwungen, ein Alien wenn auch für paar Sekunden einzubauen, also machte man es am Schluss, was aber zur Handlung 0 beiträgt.

Ach ich könnte noch stundenlang weiter aufzählen, doch das ist alles so langweilig. Hoffen wir der 2te Teil wird besser!


Delonghi

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Klasse Kommentar! Ich steh eigentlich überhaupt nicht auf ellenlange philosophischen Kommis, aber Deiner ist extrem treffend und nicht so ein Pseudo-Scheiss!


denratten

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Generation ADHS! > sehr gut

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MissingNo

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Schlag dir mal so ätzend verallgemeinernde Sprüche wie "Generation ADHS" ganz schnell wieder aus dem Kopf.

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C_C

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mag sein, aber ist es deshalb unwahr?


guilecourier

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wir sind in unserer gesellschaft gerade dabei, frauen- und fremdenfeindliche und stereotype ausdrücke aus unserer sprache zu verbannen, da braucht man es sich von so einem pseudofilmkritiker nicht gefallen zu lassen, dass er mit möchtegern coolen wortkreationen kranke menschen verunglimpft!


Tobe Berg

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Ich mach grad im Kopf meine eigene Kolumne auf: "Mr. Vincent Vega eckt an, interessiert mich nen Schiss!" Das letze mal diesen pseudokrampfhaften-ich-reg-mich-über-jeden-neuen-Film-auf Kram gelesen! Kritik ist ja gut, aber Kritik nur aufgrund der Tatsache hier kontrovers zu wirken macht mich müde!

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blackholebird

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ich hab mich gefragt, woher du zu glauben scheinst, was scott mit dem alien meinte? hast du da nicht ein bisschen zuviel hineininterpretiert?

für mich funktioniert prometheus ganz hervorragend.

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blackholebird

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Ok, das verstehe ich. Wobei ich mich auch als sehr assoziativ verstehe und der Film macht das eigtl ziemlich gut. Man ist die ganze Zeit auf Entdeckungsreise und das ist eine Stärke des Films. Es gibt hier auf einmal keine Deus Ex Machina (hehe), der alles erklärt oder magisch rumreisst. Hier bleibt man im Grunde an den Erfahrungen der Crew gebunden und genauso fühlt man sich. Ich hab aber jetzt oft gehört, dass für viele das pacing nicht stimmig ist, aus irgend einem Grund kann ich das nicht bestätigen. Ich bin audiovisuell und inhaltlich die ganze Zeit mitgerissen worden, die Landschaftsaufnahmen haben mich nach dem Woher suchen lassen und in diese Richtung steuerte ich den ganzen Film über und das hat echt gut funktioniert... Da hab ich Glück gehabt, denn das,was du beschreibst, ist mir bei Batman (TDKR) passiert und ich kann den frenetischen Jubel um diesen Film leider nicht teilen, obowhl ich großer Fan von Nolans anderen Werken bin.


jacker

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Nach 2 Monaten noch mal eine Antworterinnerung zu diesem Thread bekommen und beim Scrollen auf eure Unterhaltung gestoßen!

@ blackholebird: Äußerst interessante Ansichten, die irgendwie so manches materialisieren was ich nach "Prometheus" als nicht greifbares Gefühl in mir hatte!


Gantu

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Meine Güte, manchmal würde auch ein einfaches - "Ich finde die Serie ist Schrot aber der erste war cool" reichen.

Warum müssen es denn immer bis zum geht nicht mehr verschachtelte Romane sein?
Ich finde es zum einem schade das ein so einseitiger Blick auf die Serie geworfen wird - die zumindest für mich sehr gut als Grusel/Science-Fiction/Action Kombination funktioniert und ein wenig vermessen sogar dem Regisseur die Deutungshoheit über seinen Film abzusprechen.

Na ja es muss wohl immer das hoch intellektuelle und deutungsschwangere sein - guck doch einfach noch mal Melancholia.

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pistolero

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er hat penis und vagina in einem neologismus verwendet. wie gewitzt.

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DerStiffmeister

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Kein Verweis auf Batman. Gefällt mir. :)

Aber dafür eckt bei diesem Text auch irgendwie so gar nichts an.

Alles was ich hier über Prometheus lese spiegelt im Großen und Ganzen die bisherigen Kommentare und Meinungen wieder.

Dass Ridley Scott seinen eigenen Film nicht versteht ist auch nur pseudoprovokantes Blabla, aber schon wieder so wenig ernst zu nehmen, dass selbst das nicht aneckt.

Selbst ich stimme absolut allem zu, was hier über die Alien Nachfolger steht.

Finde aber Prometheus als eigenständigen Start einer Reihe (im Alien Universum) absolut gelungen.
Warum so viele Leute meinen den "tieferen Sinn" des Films zu oberflächlich finden zu müssen versteh ich irgendwie auch nicht. Vielleicht will er ja einfach nur so sehr darauf eingehen wie er es tut.
Manche vermissen hier etwas, nur weil sie meinen zu wissen, dass es hätte da sein sollen.

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dAJaro

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Erstmal den blödesten Satz vorweg: Warum schreib ich hier überhaupt einen Kommentar, eigentlich will ich diese Kolumne gar nicht erst lesen (Respekt, dass du mich trotzdem dazu rumgekriegt hast, Vega).

Manchmal hab ich das Gefühl, dass einige User auf dieser Plattform zu sehr mit dem "was könnte" eines Films beschäftigt sind, als mit dem "was". Ich selbst finde das "wie" spannender als das "was" und das "was könnte", stehe mit dieser Anmerkung hier also quasi im Glashaus.
Dennoch wäre es schön, wenn die direkte Filmkritik auf den "was"- und "wie"-Ebenen bleiben könnte und nicht hauptsächlich auf die Interpretationsebene verschoben wird. Zumindest bei diesem Thema, das die Intention des Schaffers selbst kritisiert. Die kennt am ehesten noch Ridley Scott am Besten.
Außerdem kann jeder, dessen Interpretation des Inhalts des ersten Alien-Films mit jedem weiteren Pre- oder Sequel weiter auseinanderfällt, beruhigt aufatmen, da sich kein Film durch einen späteren inhaltlich oder formell verschlechtert. Egal wie sinnentstellend Fortsetzungen wie Aliens, 2010, Terminator 3, The Phantom Menace usw. sind oder sein mögen. Ihre Vorgänger bleiben in sich geschlossen gut - oder auch nicht, alles eine Frage der Interpretation, right!?
Negative Meinungsmache vor dem offiziellen deutschen Kinostart eines Films ist jedenfalls unterste Kanone, gerade bei einem Film der dem Zuschauer einen gewissen Interpretationsspielraum geradezu aufdrängt (Hab ich mir so sagen lassen, ich hab ihn noch nicht gesehen).

Gib der Community noch eine Woche um sich selbst ein Bild zu machen, ob Ridley Scott seine eigene Schöpfung weiter entmystifiziert hat oder ob alles bloß eine Frage der Interpretation ist.

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spacyfreak

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Habe Prometheus schon im Mai auf englisch gesehen, konnte es nicht erwarten, die Rückkehr Ridley Scotts zum Sci-Fi Genre zu erleben.

Und dann das...

Dabei hätte Prometheus SO GUT werden können!
Paar sehenswerte Glanzlichter gibts schon, beispielsweise Michael Fassbender als Android ist faszinierend, Naomi Rapace schlägt sich ganz wacker und gibt alles.

Das Drehbuch hat gehörige Schwächen.
Der Film hat eine gewisse "Hektik", vermutlich musste auf Anordnung nachträglich "geschnitten" werden sodass sich alles zu schnell und hektisch "entwickelt".

Die Handlung bzw. wie sich die "Charaktere" verhalten lässt einen zu oft die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wenig authentisch, eher erbärmlich. Beispielsweise eine Szene in der ein gefundener Engineer-Kopf auf dem Schiff im Labor untersucht wird - selten so gelacht. Stümperhaft, unausgereift, trial-and-error Wissenschaft par excellence.

Das dämlichste an Prometheus sind die unzähligen offenen Fragen, die der Film ohne Not generiert. Dinge passieren- keiner weiss warum, und keiner weiss was die Geschehnisse mit dem Rest der Handlung zu tun haben.
Irgendwie pseudo-philosophisch, doch das ganze ist dermaßen gespickt mit "Andeutungen" und "Metaphern" dass das eher nervig denn "intelligent" empfunden wird.

Das ist sehr ärgerlich und führt zu einem unbefriedigenden Eindruck und einem "fahlen Nachgeschmack", wenn nicht gar zu Frustration. Man kann nun vortrefflich über "Erwartungen" diskutieren die nicht erfüllt werden - doch auch wer ohne Erwartungen in den Film geht dürfte enttäuscht werden. Der Film scheint so designt worden zu sein dass man bewusst enttäuschte Kinogänger produzieren will mit der Lieblosigkeit der dramaturgischen Umsetzung . Da hilft auch die schöne Optik wenig, die tatsächlich ganz toll gelungen ist.

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DerStiffmeister

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"Der Film scheint so designt worden zu sein dass man bewusst enttäuschte Kinogänger produzieren will mit der Lieblosigkeit der dramaturgischen Umsetzung ."

Genau. So wird es gewesen sein...


C_C

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bei mir eckst du damit nicht an, Vega, denn ich kann das alles nachvollziehen, sehe sehr viel davon ähnlich, wenn ich auch diesen Mystik- und Sex-Quatsch, wenngleich wohl durch Giger eventuell so gedacht, für Blödsinn halte und ganz sicher nicht für 'rettenswert' für/in der Story. Dennoch habe ich grade den Teil 4 sehr genossen und finde ihn immernoch shocking pur. Dafür muß man aber eine andere Denkweise zu Grunde legen. Nix Mystik, Gott oder Ausserirdische. Sondern die sinnlose Grausamkeit biologisch-unfreien, zufälligen Seins.

So.

AVP war zwar albern, aber dennoch unterhaltend.
Prometheus muß ich erst noch sehen.

Aber der Satz ist einfach geil:
"Prometheus nun ist insofern konsequent, als er Scotts Nichtverstehen seines eigenen Meisterwerks auf eine neue Ebene hievt."

Wie oft ist sowas schon passiert... manchmal muß man glauben, daß echte Meisterwerke eben doch unintentionally passieren... irgendwie peinlich, ist es nicht?

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jacker

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"Prometheus ist weder Fisch noch Fleisch - er will wohl hauptsächlich ein intellektuelles Meisterwerk sein"
Nein, nein und noch mal nein!
"Prometheus" will hauptsächlich ausladendes und bildgewaltiges Weltraum-Popcorn-Kino bieten und mit Sicherheit nicht intellektuell sein!
Aber da sieht man ganz gut wie Zerrisse auf unterstellten Intentionen der Film-Macher gestützt werden, die mit der realen Intention absolut nichts zu tun haben!


Darkclaw

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Und wie der Film intellektuell sein will, nicht nur, dass der Film den Weg der menschlichen Existenz erzählen und für Bares verkaufen will, nein er wurde sogar so beworben, auch von seinem eigenen Regisseur. Nur ist der Film nie das geworden was er sein will und das ist das Traurige daran!


RoosterCogburn

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Irgendwie habe ich damit gerechnet, aufgrund des Beginns von "Alien", das der Sci-Fi-Trip eher "Auf den Spuren des Space Jockey" heißen könnte. Aber das Scott das gleich als Aufhänger für eine Trilogie benutzt, ist mir noch nicht schlüssig.

Das soll mich aber auch nicht von einem Kinobesuch abhalten ^^

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nilswachter

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Sehr schöner Text Vega. Ich bin gespannt auf den Film, weil mir die Bilder der Trailer doch sehr zugesagt haben. Allerdings schraube ich meine Erwartungen gehörig runter. Alien war wirklich ein Meisterwerk und hatte eine mythische Kraft. Ich hoffe sie geht nicht verloren nach diesem Film. Die Schlusspointe, welche du hier verrätst (Spoilerwarnung?) ist wirklich eine unglaublich langbärtige Fragestellung und stimmt mich so sehr stutzig. Ich werde vermutlich lachend im Kinosaal sitzen und mich über abstruse Theorien amüsieren :D

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A-Wax

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Mal wieder nett geschrieben, allerdings finde ich es schon sehr anmaßend, dass man selber die Deutungshoheit über die Intensionen eines Regisseurs bei DESSEN Filmen beansprucht.

Was Ridley Scott aus welchen Gründen bei seinen Filmen verfolgt, wird er wohl selber am besten wissen.

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A-Wax

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Beim Virtuosen gehe ich noch halbwegs mit. Das aber seine Kolumne dafür dienen soll verdienten Regisseuren ans Bein zu pissen und ihre Intensionen (fehl) zu deuten kann ich nicht sehen. Das man beliebte Filme oder ähnliches kritisch bewertet und damit aneckt, das ist gut und wichtig. Genau das kann er auch recht gut.

Allerdings verrennt er sich meines Erachtens desöfteren mal und überhöht seine eigene Meinung weit über Gebühr!


nilswachter

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Geb ich dir Recht, ja.


FranklinFlyer

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Mensch der Vega. Voll angeeckt! Vega Riiioot!
Bald folgt die Anklage wegen Rowdytum und Verletzung religiöser Gefühle.

Die Überschrift dieser Artikelreihe versaut den Komsum derselben.
Denn ich erwarte da was anderes als eine persönliche Kritik eines Unterground Postillen Schreibers, der an der langweiligen Weisheit leidet, Filme besser zu verstehen als ihre Macher.

Nein, ich bin kein Scott/Alien/etc Fanboy.

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Joeyjoejoe17

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Und erneut frage ich mich, wo hier das Anecken bleibt...

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NiRaF

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Danke! Endlich ist mal noch jemand der Meinung, dass Teil 2 mehr Kritik verdient hat als Teil 4. Der 2. Teil hat das komplette Prinzip des Alien über den Haufen geworfen und man hätte echt mehr draus machen können, als eine Ballerorgie, wo zig Aliens über den Haufen gemäht werden. Zum Zeitpunkt des 4. Teils war die Geschichte des Alien eh schon von allen möglichen Seiten beleuchtet, da war Alien mit einer Prise Trash gar nicht verkehrt, mal abgesehen davon, dass ich den auch abgesehen vom Trash-faktor gar nicht schlecht finde.


jacker

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Und ich dachte ich bin absolut der einzige Mensch der Alien 4 abfeiert :D
Der Film ist doch großartig!


NiRaF

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Junge, vielleicht schreibst du deine Artikel erst, wenn auch die Mehrheit der Leser überhaupt die Chance hatte, den Film zu sehen!

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NiRaF

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Aktualität ist ja erwünscht, aber für mich wäre es auch noch aktuell, am Abend des Anlauftages zu schreiben, also morgen. Das mit dem "Junge" konnte ich mir dann auch nicht mehr verkneifen, da der Typ mich sowieso schon ein bisschen anätzt, und jetzt nimmt er mir auch noch fast das Ende des für mich meist erwarteten Films des Jahres vorweg. Da du sagst, dass er auf das Ende eingeht, bin ich froh, den Artikel nicht gelesen zu haben XD


acryl

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Da liest ja noch jemand die Kommentare VOR dem eigentlichen Artikel von Mr. Vega XD


David_Lynch

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Man sollte Scott aber zu Gute halten, dass er immer klar und deutlich sagt, welches denn nun SEINE Vision ist. Er hat ja schon oft gesagt, dass die "Director's Cut"-Versionen von Blade Runner und Alien nicht seine Wunschfassungen sind und er die erneute Kinoauswertung von Alien für sinnlos hielt.

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Kurono

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Ich habe den Final-Cut einfach unter den Begriff Directors Cut mit eingeschlossen.
Ich habe David_Lynchs kommentar nämlich so verstanden, dass Scott bei Blade Runner und Alien die Kinofassung vorziehen würde.
Kann natürlich sein das er meint, dass Ridley Scott den Final-Cut den DC vorziehen würde. Dann habe ich es missverstanden.


Amlor

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Hmmm weiß jetzt nicht genau, wie es mit FC zur Kinofassung steht... muss aber gestehen, dass ich bei Bladrunnder den DC vorziehe und die Unterschiede von der Kinofassung zum FC nicht wirklich benennen könnte... bei Alien weiß ich gar nicht, ob ich da einen 'DC' geguckt habe... bei Aliens hingegen, muss es die Extenden-, Long-, Premium-Version sein *g* aber ich habe da eh nie die Leute verstanden, die die 4 Alienfilme (jetzt ja 5... oder 7) miteinander verglichen haben... und das es einen Bunch of Comics, Rollenspiele und Bücher gibt, die sehr viel erzählen... aber nunja - lohnt ja kaum, drüber zu reden ;)


BigDi

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"Generation ADHS" gefällt.

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bahcsas

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Ist alt.


BigDi

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Kannte ich wirklich noch gar nicht. ^^


deevaudee

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(Penis-Vagina-Mischwesen) hat mir ja gefallen. Also sind das eigentlich alles nur Sexmonster??
Nee nee nee nee. Das die Alien Spezies auch viele verschiedene Arten besitzt, wurde gezeigt. In Teil 1 wars eine simple Drohne. Im 2. Teil kam wie oben erwähnt die Königin, Drohnen und Warrior hinzu. In Teil 3 wars weil aus dem Hund entsprungen, ein Runner. Im 4. Teil konzentrierte man sich aber wieder auf die Ursprünglichen und gängigste Form, den Drohnen. Und weil von den 70er Jahren bis Heute gut und gerne mal 30 Jahre parken, hat sich selbstredend der Look verändert. Ich mein heute sitzen wir vor Flachbildschirmen mit 3D Effekten, während vor 25 Jahren Bildschirmgeräte 15 Zoll hatten, übersättigte Bunttöne, oder nur flackerten und dick wie ein Kühlschrank waren.
Das in den 70er Jahren die Zukunftsvorstellung eine andere als die heutige war, und während man damals diese typischen gelb/orange grossen Tastenkulissen blinkten, gibts Heute Computeranimierte Hightechscreens die sich als Hologram aufbauen. In dem Punkt find ich es schon das es eine Farce ist. Denn das war schon in den ersten Star Wars Episoden nicht stimmig zu den alten drei Teilen. Das in der Vorgeschichte in diesen Setdetails ein Fortschritt erkennbar ist, und man die eigentlichen Originale zu Rate zieht, man dann darauf schliessen könnte, in der Zukunft entwickeln wir uns Rückwärts. Insofern würde ich den einzigsten Negativaspekt ankreiden können.

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dAShEIKO

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Stimmt irgendwie alle, und doch hat mich der Film (positiv) beeindruckt. Keine Frage - die anfänglich dichte Athmosphäre verliert sich leider nach 30-40 Minuten. Aber ich werde mit Prometheus noch einige Male an(tun)schauen.
Grundsätzlich hätte diese Kritik schon 1986 veröffentlicht werden sollen, als Cameron das Ding in seinem Actionfilm mitspielen ließ. Der hat ja BEKANNTLICH!!! schon seinen eigenen Mythos mit terminator2 im Kugelhagel vernischtet.
Wenn man nun aber mal so tut, als hätte es Alien nicht gegeben, sind die Beiden genannten Se-/Prequels immer noch ordentliche Filme.

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dAShEIKO

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Es gibt nur einen Terminator. Das andere sind sehr gelungene Arnold-Schwarzenegger-Marketing-Kampagnen.
Ach Vinvent, jetzt sag doch auch mal was ^^


Mr Vincent Vega

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Terminator < Terminator II :D


apov1s

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Diese ganze Artikelreihe ist mir einfach zu plakativ und deswegen kaum ernstzunehmen.

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dAShEIKO

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Ich denke doch, dass Vicent Vegas Serie von Hasstiraden plakativ sein sollen. Wie Statler & Waldorf bei den Muppets.


mellowtree

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sehr schöner artrikel. absolut nachvollziehbar, obwohl man vielleicht nicht immer in der stimmung ist so harsche kritik zu üben.

prometheus als das werk eines gealterten aber nicht wirklich gereiften sondern unreflektierten perfektionisten und kontroll-freaks?

vielleicht ist ridley scott's anteil an dem meisterwerk 'alien' von jeher überschätzt worden?
vielleicht hat er die entscheidende dimension dieses films - nämlich die psychologische - weder selbst zu verantworten noch begriffen?

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Mr Vincent Vega

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Ich glaube tatsächlich, dass Alien und, nebenbei bemerkt, auch Blade Runner im besonderen Maße Resultate künstlerischer Kollaborationen sind (wie natürlich alle Filme, aber wir neigen ja zum auteuristischen Denken). Dan O'Bannon, H.R. Giger und Jerry Goldsmith haben entscheidenden Anteil an der Größe des Films, und wie man heute weiß, war Scott versucht, deren Arbeit z.T. drastisch einzuschränken. Im Film hat er Goldsmiths Konzept-Score beispielsweise nachträglich sinnentstellend platziert und gekürzt, gefolgt vom späteren "Legend"-Desaster. Dass Scott nach Blade Runner nie wieder auch nur ein annähernd so großer Film gelingen wollte, liegt m.E. durchaus daran, dass er sich sukzessive zum, von der Filmkritik vereitelten, Auteur aufschwang, unter dessen Übermaß an Freiheit dann auch die Kooperationsfähigkeit litt. Scott wurde in dem Moment uninteressant, in dem er sich nichts mehr zu sagen lassen schien. Und das war zur Zeit von Alien noch anders.


oschi

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Wieso meinen alle in Alien 1 einen Kampf der Geschlechter zu sehen? Meinetwegen beinhaltet das Alien-Design phallusartige Symbole und die Zeugungsfreude des Aliens lässt sich mit männlicher, aggressiver Sexualität vergleichen, aber in erster Linie soll Alien doch einfach nur guter SciFi-Horror sein.

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Darkclaw

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Les mal das Buch Giger's ALIEN, dort schildert Giger wie in einem Tagebuch, den gesamt ablauf und Zweck seiner Designs, von O'Bannons Grundgedanke, über einige kleinen Änderungen (vorallem auf Finanziellen Gründen) bis hin zu fertigen Verwendung. Ebenfalls findet man auch genügend Hintergrundinfos im Netz, wenn man auch danach sucht.


Darkclaw

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Genaus deswegen kam ja auch O'Bannon immerwieder ans Set, um Scott auf SEINEN Weg zu halten (wird ebenfalls in Giger's ALIEN erwähnt)!


gunslinger

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:D jaja der Herr Vega :D Wenn der keinen Thessaurus benutzen könnte ;) Immer wieder erfrischend. Ich hoffe nur niemand lässt sich wirklich von Herrn "Artikulations-Pessimist" beeinflussen

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BloodySunday

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^ Made my day! xD


gunslinger

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Danke für die wertvolle Verbesserung Herr Tomalak ;)


Ines Walk

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Für mich ist das ALIEN-Franchise (außer die Dinger mit den Predators) das stringenteste Franchise der Filmgeschichte. Die Konzepte der vier ALIEN-Filme sind sehr verschieden ... und doch zeigt sich in allen Filmen eine Entwicklung. Der Weg geht von der absolut negativen Gegenüberstellung der Arten (das ES im ersten Teil) über eine Beobachtungsphase (das SIE im zweiten Teil) hin zu einem Miteinander (das WIR in Teil 3 & 4). Auch PROMETHEUS passt hervorragend in diese Logik.

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C_C

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auch eine interesante Sicht. Wenn ich auch RipleysVerrat an ihrer Tochter in AIV bis heute nicht verarbeiten konnte. Das hat mich damals tief getroffen, irgendwie...


Hitmanski

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Die ständige Vereinfachung und Uminterpretation des ersten Films zeichnete sich zwar in der Tat bereits bei Cameron ab, hat aufgrund der ganz unterschiedlichen Herangehendweisen letztlich zwar ein inhomogenes aber immerhin auch ziemlich einzigartiges Franchise hervorgebracht. Die AvP-Filme haben dann leider sogar verpasst, ihre sinnfreie Existenz konsequent zum Happening-Erlebnis zu vertrashen (was sich ja bspw. bei FREDDY VS JASON angeboten hätte). PROMETHEUS - verdrängt. Zum Glück. Lieber nochmal das Original-ALIEN.

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Hypocrisy

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Schöner Artikel! Aber Prometheus wird dennoch geschaut! :>

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