2012 wird das Jahr des Matthew McConaughey
Effenberg (Konstantin Jochimsen), Veröffentlicht am 02.05.2012, 08:50
Matthew McConaughey
© Universum Film
Die Sünden des Matthew McConaughey
Den meisten von uns ist klar, dass Matthew McConaughey auf schwerwiegende Weise gegen den Filmgott gesündigt hat. Sahara – Abenteuer in der Wüste, Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen, Ein Schatz zum Verlieben sind sicherlich nicht das Material, aus dem Karrieremontagen bei den Oscars gemacht sind. Auch ist der öhlige Charme des Texaners und sein Hang zur Barbusigkeit sicherlich nicht Jedermanns Sache.
Ein neuer McConaughey ist in der Stadt
Aber, ABER, in den letzten Jahren hat sich der Wind um Matthew McConaughey wenigstens ein wenig gewendet. Sein Rolle in Tropic Thunder war klein, aber inspiriert gespielt, mit Mut zur Blödheit. Der Mandant profiterte ebenfalls enorm von McConaughey und seiner etwas albernen Selbstverliebtheit.
2012 wird nun aus diesem kleinen Wind des Wandels einen ausgewachsenen Tornado des Kritikerlobes machen (um sich besonders weit aus dem Fenster zu lehnen). Der Autor dieser Zeilen behauptet, das gar eine Oscarnomierung möglich ist! Bevor die kommentierfreudigen Moviepiloten unter euch Fackel und Lynchstricke aus der Kammer holen, stellen wir euch die Filme vor, die den Texaner in ein neues Licht rücken werden.
Bernie, die schwarze Komödie mit Herz
Bernie – Leichen pflastern seinen Weg vereint Matthew McConaughey mit dem Regisseur, der ihn für Dazed and Confused entdeckte: Richard Linklater. Es geht um den Mord der von Jack Black gespielten Titelfigur an einer alten, unausstehlichen Gönnerin (Shirley MacLaine). Nur ist Bernie ein so nettes Kerlchen, dass ihn niemand so recht überführen will. McConaughey spielt die einzige Ausnahme, den Staatsanwaltes des Bezirkes und ist so etwas wie die Stimme der Vernunft im Film.
Killer Joe, die schwarze Komödie ohne Herz
Die Titelfigur dieser bitterbösen, brutalen und zumindest ein bisschen schweinischen (in den USA mit dem gefürchteten NC-17 Rating belegt) schwarzen Komödie Killer Joe ist ein korrupter Polizist (Matthew McConaughey) der vom hochverschuldeten Chris Smith (Emile Hirsch) für einen Auftragsmord angeheuert wird. Als letzterer sich als nicht zahlungsfähig erweist, fordert Joe, nun ja, andere Zahlungsmittel – die Schwester von Chris. Killer Joe wurde für Regisseur William Friedkin (French Connection – Brennpunkt Brooklyn) als Rückkehr zu Form gewertet.
Hoffentlich nicht zu reißerisch: The Paperboy
Matthew McConaugheys großer Durchbruch war die Hauptrolle in der reißerischen John Grisham Verfilmung Die Jury. Dort spielte er einen Strafverteidiger im Süden der USA, der seinen schwarzen Mandanten (Samuel L. Jackson) vor der Todesstrafe bewahren will. In dem auf dem Papier nicht unähnlichem The Paperboy, der kürzlich in Cannes in den Wettbewerb aufgenommen wurde, spielt er einen Reporter der Gerüchten auf die Spur geht, dass ein verurteilter Mörder (John Cusack) tatsächlich nicht schuldig ist. Nicole Kidman spielt eine Femme Fatal, wie sie im Buche steht und Zac Efron (!), den kleinen Bruder von McConaugheys Charakter. Lee Daniels, der für Precious – Das Leben ist kostbar für den Oscar nominiert wurde, führt bei diesem hoffentlich nicht allzu reißerischen Südstaatenthriller Regie.
Für die Ladies: Magic Mike
Steven Soderbergh ’s Stripperdrama Magic Mike Magic Mike (stellt euch Cocktail im Nackedeitänzermillieu vor) ist im wesentlichen auf die von Channing Tatum gespielte, leicht desillusionierte Titelfigur und seine Mentorenbeziehung zu einem jungen aufstrebenden Stripper (Alex Pettyfer) konzentriert. McConaughey spielt den Chef von Magic Mike, den ehemaligen Stripper Dallas. Die Rolle ist nicht gerade riesig, und auch nicht allzu sympathisch, aber sollte dem Texaner wie eine zweite Haut passen (von der ersten Haut werden wir schon recht viel zu sehen bekommen).
Das Südstaatenmärchen Mud
Der interessenteste Film im Bunde ist mit Abstand allerdings Mud von Jeff Nichols. Wer Take Shelter – Ein Sturm zieht auf gesehen hat, sah, dass Jeff Nichols bildgewaltig zu inszenieren weis. Der Regisseur beschrieb Mud als „eine von Sam Peckinpah inszenierte Mark Twain Kurzgeschichte“, was nach einem Bund klingt, der im Himmel geschmiedet wurde. Vergleiche zu viel dem geliebten Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers wurden ebenfalls gezogen. Das Südstaatmärchen (ebenfalls Beschreibung des Regisseurs) erzählt de Geschichte von einem entflohenen Häftling, dem zwei Kinder helfen, auf eine Insel im Mississipi zu entkommen und die Liebe seines Lebens wiederzutreffen (gespielt von Reese Witherspoon).
Klingt fantastisch, oder? Was denkt ihr? Wird 2012 das Jahr des Matthew McConaughey?
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Kommentare
über 2012 wird das Jahr des Matthew McConaughey
Baum123 Wed, 02 May 2012 16:53:14 -0000
Kommentar löschenWas haben bloß alle gegen Sahara? Ist zwar kein Indiana Jones, aber ich fand den gut!
Matt Damon muss bei dem Thema aber auch mit rein:
http://www.youtube.com/watch?v=W4iVkmYBigc
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RoosterCogburn Wed, 02 May 2012 12:33:48 -0000
Kommentar löschenDer sympathische Texaner hat so einiges zu bieten.
Neben "Die Jury" und zuletzt "Der Mandant" ist auf jeden Fall auch "Amistad" und "EDtv" sehenswert. Über "Die Herrschaft des Feuers" läßt sich streiten. Aber seine Darstellung (und die von Christian Bale) war in dem Film stark. Auch hat "Das schnelle Geld" (in dem er nebem Al Pacino wirkt) ein überdurchschnittlichen Unterhaltungswert.
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Sigmund Wed, 02 May 2012 12:32:47 -0000
Kommentar löschenAls Michael Moore seine Oscar-Dankesrede für BOWLING FOR COLUMBINE hielt und sein berühmtes "We don't want your war. Shame on you, Mr. Bush" skandierte, erinnere ich McConnaughey als einen der empörtesten Zwischenrufer. Und auch sonst wirkt er auf mich wie jemand, der alles hat, was zu einem richtig prallen, ultrakonservativen US-Patrioten dazugehört.
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Sigmund Wed, 02 May 2012 13:28:32 -0000
Antwort löschen...und deshalb, liebes Multiplexpublikum:
Wenn ihr auch weiterhin die seichten Weichspülerfilmchen des "sympathischen Texaners" genießen wollt, dann denkt bitte daran, dass ein Teil eures Eintrittsgeldes möglicherweise direkt in die amerikanische Rüstungsindustrie, in soziale Ungerechtigkeit oder auch in die Aufrechterhaltung der Todesstrafe fließt.
Wünsche gute Unterhaltung! ^^
Dysta Wed, 02 May 2012 11:41:19 -0000
Kommentar löschenSeine Rollenwahl scheint zwar ausgewählter, aber so das richtige Prunkstücks scheint dennoch nicht dabei zu sein.
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regiseurin Wed, 02 May 2012 11:27:29 -0000
Kommentar löschen"2012 wird das Jahr des Matthew McConaughey" .... BIIIIITTE NIIIICHT!!!!! -.-
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Andy Dufresne Wed, 02 May 2012 10:02:25 -0000
Kommentar löschenMochte ihn nie,mag ihn nicht,werde ihn nie mögen...
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BlackandBlueandGold Wed, 02 May 2012 09:45:40 -0000
Kommentar löschenMuss ja auch Leute geben, die ein gutes Feindbild hergeben, wär ja schade wenn uns alle Schauspieler sympathisch wären.
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dAShEIKO Wed, 02 May 2012 09:28:41 -0000
Kommentar löschenMal nicht so untertreiben. Ich fand ihn in Der Mandat einfach großartig.
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Big Mike Wed, 02 May 2012 09:24:44 -0000
Kommentar löschenAm besten hat er mir in "Das schnelle Geld" gefallen.
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fluxberg Wed, 02 May 2012 09:12:20 -0000
Kommentar löschenDieser Mann hat "Contact" ruiniert und wird seitdem mit Missachtung gestraft.
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Jason Bourne Wed, 02 May 2012 09:00:05 -0000
Kommentar löschenIch gebe es zu ich mag Matthew McConaughey irgendwie und was da jetzt so von ihm kommt kling wirklich interessant.
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SoulReaver Wed, 02 May 2012 08:31:05 -0000
Kommentar löschenKann den Kerl nicht leiden. Der einzige Film, der mich noch interessiert ist Killer Joe. Das liegt aber auch vor allem an Emile Hirsch.
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>MARVEL< Wed, 02 May 2012 07:19:40 -0000
Kommentar löschenPuh, für mich einer der unwichtigsten Stars aus den vorderen Reihen. Der kann doch nix.
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>MARVEL< Wed, 02 May 2012 09:28:26 -0000
Antwort löschenFeindseelig? Nicht im Geringsten. Er hat mich noch nie wirklich in einem Film überzeugen können.
Und die Jury ist laaaaange her. Auch ein blindes Huhn... ;)
Kreaexo Wed, 02 May 2012 14:25:01 -0000
Antwort löschenNeben Ryan Reynolds und Channing Tatum gehört er zu dem Trio Infernale. Das sind die 3, die fast jeden Film zerstören können und das oft auch gerne machen.
>MARVEL< Wed, 02 May 2012 14:34:19 -0000
Antwort löschen@ Kreaexo: Danke schön! :)
Wobei ich Ryan Reynolds oft noch irgendwie sympathisch finde. Das geht Tatum und McConaughey allerdings komplett ab.
>MARVEL< Wed, 02 May 2012 23:48:17 -0000
Antwort löschen"Herrschaft des Feuers" und brilliant in einem Satz. Ironie ick hör dir trappsen.
Das einzig brilliante an "Herrschaft des Feuers" war wohl der Abspann. Was für ein dämlicher Film und alles andere als eine Leistung von McConaughey, von einer guten wollen wir erst gar nicht sprechen.
Joeyjoejoe17 Wed, 02 May 2012 07:18:47 -0000
Kommentar löschenEr kann was, in der Tat. Hatte bisher nur selten die Gelegenheit, das auch mal zu zeigen.
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xoxoRita Wed, 02 May 2012 07:07:41 -0000
Kommentar löschenIch mochte den Kerl schon immer, obwohl seine letzten Filme total doof waren. Ich denke, dass er dieses Jahr auf jeden Fall gute Chancen hat!
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Fuzzy Dunlop Wed, 02 May 2012 08:38:03 -0000
Antwort löschenIch fand den Kerl schon immer doof, obwohl seine letzten Filme total gut waren. Ich denke, dass er dieses Jahr auf jeden Fall gute Chancen hat!
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Matthew McConaughey
Beteiligt an 44 Filmen (als Akteur, Produzent und Lieder) und 2 Serien
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Es wird das Jahr des Ryan Gosling. Jedes Jahr ist das Jahr des Ryan Gosling. Aber Matthew ist auch ein Guter.
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donoctavio Wed, 02 May 2012 21:29:13 -0000
Antwort löschenDu könntest Recht haben mit Ryan Gosling. Ryan Gosling ist im Moment einer der packendsten Schauspieler Hollywoods. Ryan Gosling hat es drauf. Allerdings bin ich mir, trotz meiner ausgeprägten Heterosexualität, sicher, dass Ryan Gosling mit Matthew McCon... den Mädchen- und Frauenfilm des Jahres hinlegen könnte. Aber ob Ryan Gosling das macht, bleibt abzuwarten. Durch seinen bescheuerten Vornamen, den er sich mit vielen anderen Superstars teilt (z.B. Ryan Adams und Ryanna), sowie der Verfilmung seines Lebens in "Das Leben des Ryan" und dem allsamstäglichen Aufschrei vieler Fussballfans bei einer vergebenen Riesenchance: "Mach ihn doch Ryan!", könnte Ryan Gosling abseits seines unbestritten reichhaltig vorhandenen Könnens tatsächlich vor Matt landen. Der Mitleidsfaktor könnte in Bayern für Zuschauerfluten sorgen, wo ein reiner Gößling für einen besonders sauberes Gossenkind gehalten wird. Allerdings sollte auch Ryan Gosling den Filmmann von Kate Hudson (da fällt mir ein, dass ihr jetziger Mann ja auch Matt heißt... Sachen gibts) nicht unterschätzen. Er hat noch ein bis zwei Kerben mehr auf dem Gutfilmholz, welches ich für diesen Satz und Ryan Gosling erfunden habe, als Ryan Gosling. Dann sollen sich M.M. und Ryan Gosling mal um dieses Filmjahr streiten. Ich wünsche jedenfalls dem Texaner und Ryan Gosling viel Glück dabei.
P.S.: Ja auch ich weiß, wie Ryan Gosling, dass es einen Brian und einen Ryan Adams gibt. Nicht aufregen, ist dieser Beitrag doch, im Gegensatz zu Ryan Gosling, so billig wie das Fliegen mit Ryanair!
MfG