Und dabei hatte ich mich so gefreut…
Nicht bekloppt genug für einen Trashfilm, aber zu dämlich, um ernst genommen zu werden. Einerseits wird der amerikanische Hurra-Patriotismus vor allem zu Beginn stellenweise karikiert, andererseits wird der Titelheld dann doch wieder pathetisch. Die Bösewichte sind ebenfalls halbgar, die Hydra-Uniformen wirken zu poppig um böse zu sein – entweder richtige Nazis oder eben was eigenes, aber diese halbherzige Mischung ist langweilig. Selbst Hugo Weavings Darstellung ist (für seine Verhältnisse) recht flach und wenig intensiv geraten, wobei von charakterlicher Tiefe ohnehin weit und breit nichts zu sehen ist. Tommy Lee Jones haut ein paar lustige One-Liner raus, die Atwell schaut nett drein und Evans hüpft und springt und schlägt und fuchtelt vor allem mit seinem Schild herum.
Alles nicht besonders schlimm. Aber auch alles nicht besonders unterhaltsam. Es ist diese Halbherzigkeit, dieses sich-nicht-entscheiden-können, die den Film auch auf Popcornniveau zum Mittelmaß verkommen lässt. Da war definitiv mehr drin!
Ich stimm dir in den meisten Punkten sogar zu, aber wenn man das ganze mal als Marvel-Superheldencomic betrachtet, stören mich Sachen wie z.B. der von dir erwähnte Pathos nicht. Die kann ich dann einfach ignorieren und freue mich, dass der Film wenigstens zu Beginn relativ satirisch-kritisch mit Patriotismus umgeht. Ach und wenn du schon auf die ganzen Schauspieler eingehst, Stanley Tucci ging aufjedenfall ab. Und generell die ganze Entstehungsgeschichte vom Captain America bis einschließlich der Zeit als Vorzeigearmywerbesoldat. :)
Holy Fuck, war das ein Spaß! Als Freund von Trash generell und Nazi-Trash im Besonderen hat mir der Film genau das gegeben was ich mir erhofft hatte. Eineinhalb Stunden wird man mit absurdem, überzogenem, z.T. rabenschwarzem Humor konfrontiert, der tatsächlich weitaus intelligenter ist als er zunächst erscheinen mag. Dazu kommt ein guter Cast, allen voran eine wundervolle Julia Dietze (die ich überhaupt noch nicht kannte, was aber angesichts der Moviepilot-Liste ihrer Filme weder verwunderlich noch besonders bedauernswert ist), die eine überzeugte Nationalsozialistin spielt, die, als Opfer der von ihr selbst verbreiteten Propaganda, das wahre Gesicht ihrer Ideologie verkennt und folgerichtig völlig schockiert ist, als sie dieses auf der Erde kennen lernt.
Überhaupt spielen die besten Szenen auf der Erde, denn hier tritt eine ebenso absurd-überspitzte, bissige Satire auf die Verhältnisse der internationalen Politik zutage, die den Film neben dem Nazi-Trash um einen weiteren Aspekt bereichert.
Natürlich zündet nicht jeder Gag und nicht überall ist das Potenzial voll ausgeschöpft worden, aber da Humor ja bekanntlich Geschmackssache ist kann man den Machern in der Hinsicht nicht viel vorwerfen. Viele liebevolle Anspielungen auf Film(-klassiker) und Popkultur, eine angenehme Selbstironie sowie die generelle und umfassende Abgefucktheit (hässlicher Neologismus, aber irgendwie beschreibts das ziemlich gut) machen diesen Streifen zu einer Perle des modernen Trash, und ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und kleinlaut von einem potentiellen Kultfilm sprechen.
So oder so, den Gang ins Kino und die paar Öcken Eintritt ist er alle mal wert.
„Frollein, Sie küssen da gerade einen schwarzen Mann!“ – „Da liegt noch viel Arbeit vor uns…“
Ich werde jetzt hier nicht zum "gewaltverherrlichend/nicht gewaltverherrlichend" und "gesellschaftskritisch/nicht gesellschaftskritisch" Ping-Pong beitragen, aber eins muss ich noch loswerden: Ich kann mir nicht helfen, aber dieses Handkamera-Gewackel hat bei mir ernsthaft Kopfschmerzen ausgelöst, und für sowas bin ich sonst eigentlich gar nicht anfällig. Deswegen leichter Punktabzug. Aber so oder so, ein verdammt beeindruckender Film, der einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf geht.
Schade. Dieses großartige Stück Filmgeschichte verliert ihre wichtigste Charakterdarstellerin, ohne deren schauspielerisches Talent die Rolle wohl so nicht verkörpert werden kann, weshalb wahrscheinlich das gesamte Drehbuch umgeschrieben werden muss, was den armen Michael Bay natürlich seine ganze ausgeklügelte Geschichte und die feinen Twists kosten wird.
Mein Papa hat mir damals die ersten 6 Filme auf Videokassette aufgenommen. Nach gefühlten 2 Millionen Sichtungen hats dann irgendwann nachgelassen, aber spätestens jetzt hab ich wieder Lust die alle nochmal zu sehen :D
Ich kann den Enthusiasmus einiger meiner Vorredner bezüglich Szenario und Charakter des gealterten Herrn R. nicht ganz nachvollziehen. Jeglicher Zugang zur Story wird schon mit den ersten Dialogen zunichte gemacht, die uralte Klischees in nur wenigen Minuten grandios zusammenfassen. Wo Rambo im ersten Teil eine tragische Figur war, die sogar ein gewisses Maß an Tiefgang besaß, ist er hier nur noch ein wort- und mimikloser Schrank, der sich selbst und uns aus dem Off beim Waffenschmieden mit pathetischen Weisheiten über Töten und Vaterland zuschwallt.
Dann der Bösewicht. Sonnenbrille, Oberlippenbärtchen und genauso ein ausgefuchstes Minenspiel wie sein Kontrahent. Außerdem pädophil, wenn ich die Szene mit dem Jungen richtig verstanden hab (war ja nicht schon unsympathisch genug, der Kerl).
Karikatur gegen Karikatur also. Zwischendrin ein unterdrücktes Bergvolk, ein paar fromme, aufrechte Christen, Söldner und eine Blondine. Aber das ist alles gar nicht so wichtig. Wichtig ist nämlich, dass Sly ordentlich Kanonenfutter bekommt, und dieser Erwartung wird der Film voll und ganz gerecht: Selten habe ich in einem Blockbuster derart viel Blut und Gedärm erleben dürfen. Die einzigen Momente, in denen Freude aufkommt, sind tatsächlich die, in denen unser Held den bösen Buben mit einem Stand-MG die Schädeldecke wegpustet oder mit seiner Machete spontane Amputationen vornimmt. Die brutale Gewalt wirkt dabei in ihrer Allgegenwärtigkeit und ihrem offensichtlichen Selbstzweck derart trashig, dass man sowieso irgendwann nichts mehr an dem Film ernst nehmen kann. Klar kann man mir jetzt mit "Was hast du denn erwartet, ist halt 'n Actionfilm" kommen. Aber "Actionfilm" ist keine Entschuldigung für Schwachsinn. Der John Rambo von 1982 wusste das.
In dem Moment, in dem er Fear & Loathing zitiert hat, hatte der Film schon gewonnen. Lange nicht mehr so einen schönen Animationsfilm gesehen, der sowohl handwerklich äußerst ansehnlich ist als auch eine witzige Story mit vielen guten Ideen und Gags hat und sich dabei nicht auf ausgelatschten Pixar- & Dreamworks-Pfaden bewegt.
Eine ganz kurzweilige, aber leider doch recht belanglose Eigenkreation mit eher geringem Bezug zur literarischen Vorlage. Ritchie rettet seine Haut mal wieder mit seinem Riecher für einen guten Cast, die beiden Hauptprotagonisten spielen wunderbar zusammen und Robert Downey Jr. ist nunmal ne verdammt coole Sau. Und ich kann mir nicht helfen, aber diese Szenen à la Ocean's Eleven, in denen immer alle "Wie hat er das nur gemacht?"-Fragen auf einmal beantwortet werden (Gibts dafür nen Fachausdruck?), sind zwar mittlerweile auch ein alter Hut, haben aber irgendwie was. Der CGI-Einsatz ist übrigens mal wieder maßlos.
Insgesamt kommt ein ganz guter Popcorner dabei raus, den man aber auch beruhigt wieder vergessen kann.
Leider nicht mehr als die Charakterstudie eines Jungen, die sich in einer surrealen Welt mit schönen Landschaften und liebevoll gestalteten Kreaturen abspielt. Der Film spielt mit Emotionen und schafft es, dass der Zuschauer sich in das Kind hineinversetzen kann. Letztlich fehlt es ihm jedoch deutlich an Substanz.
Fand ich besser als den Ersten, da hier noch mehr Trash und Selbstironie drin ist und dabei weniger Leerlauf entsteht. Warum aber in einer Welt in der Benzin unbezahlbar ist alle wie die Irren durch die Wüste heizen hab ich immer noch nicht verstanden.
"Das Buch hat die Kugel aufgehalten! Oh..." - "Nein... eigentlich nicht."
Jedes mal wenn man denkt, dass etwas total klischeehaftes passiert, wird man mit einer gehörigen Portion Selbstironie überrascht. Mit dieser ständigen Selbstironie und einer guten Leistung der beiden Hauptdarsteller macht dieser schwarzhumorige Film trotz der äußerst abstrusen Story viel Spaß ohne das Tempo rauszunehmen.
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KlohauZ
über Captain America - The First Avenger 2012/04/11 19:17:23
Und dabei hatte ich mich so gefreut…
Nicht bekloppt genug für einen Trashfilm, aber zu dämlich, um ernst genommen zu werden. Einerseits wird der amerikanische Hurra-Patriotismus vor allem zu Beginn stellenweise karikiert, andererseits wird der Titelheld dann doch wieder pathetisch. Die Bösewichte sind ebenfalls halbgar, die Hydra-Uniformen wirken zu poppig um böse zu sein – entweder richtige Nazis oder eben was eigenes, aber diese halbherzige Mischung ist langweilig. Selbst Hugo Weavings Darstellung ist (für seine Verhältnisse) recht flach und wenig intensiv geraten, wobei von charakterlicher Tiefe ohnehin weit und breit nichts zu sehen ist. Tommy Lee Jones haut ein paar lustige One-Liner raus, die Atwell schaut nett drein und Evans hüpft und springt und schlägt und fuchtelt vor allem mit seinem Schild herum.
Alles nicht besonders schlimm. Aber auch alles nicht besonders unterhaltsam. Es ist diese Halbherzigkeit, dieses sich-nicht-entscheiden-können, die den Film auch auf Popcornniveau zum Mittelmaß verkommen lässt. Da war definitiv mehr drin!
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vPidschv 2012/04/15 05:05:41
Antwort löschenIch stimm dir in den meisten Punkten sogar zu, aber wenn man das ganze mal als Marvel-Superheldencomic betrachtet, stören mich Sachen wie z.B. der von dir erwähnte Pathos nicht. Die kann ich dann einfach ignorieren und freue mich, dass der Film wenigstens zu Beginn relativ satirisch-kritisch mit Patriotismus umgeht. Ach und wenn du schon auf die ganzen Schauspieler eingehst, Stanley Tucci ging aufjedenfall ab. Und generell die ganze Entstehungsgeschichte vom Captain America bis einschließlich der Zeit als Vorzeigearmywerbesoldat. :)
KlohauZ
über Iron Sky 2012/04/11 19:05:56
Holy Fuck, war das ein Spaß! Als Freund von Trash generell und Nazi-Trash im Besonderen hat mir der Film genau das gegeben was ich mir erhofft hatte. Eineinhalb Stunden wird man mit absurdem, überzogenem, z.T. rabenschwarzem Humor konfrontiert, der tatsächlich weitaus intelligenter ist als er zunächst erscheinen mag. Dazu kommt ein guter Cast, allen voran eine wundervolle Julia Dietze (die ich überhaupt noch nicht kannte, was aber angesichts der Moviepilot-Liste ihrer Filme weder verwunderlich noch besonders bedauernswert ist), die eine überzeugte Nationalsozialistin spielt, die, als Opfer der von ihr selbst verbreiteten Propaganda, das wahre Gesicht ihrer Ideologie verkennt und folgerichtig völlig schockiert ist, als sie dieses auf der Erde kennen lernt.
Überhaupt spielen die besten Szenen auf der Erde, denn hier tritt eine ebenso absurd-überspitzte, bissige Satire auf die Verhältnisse der internationalen Politik zutage, die den Film neben dem Nazi-Trash um einen weiteren Aspekt bereichert.
Natürlich zündet nicht jeder Gag und nicht überall ist das Potenzial voll ausgeschöpft worden, aber da Humor ja bekanntlich Geschmackssache ist kann man den Machern in der Hinsicht nicht viel vorwerfen. Viele liebevolle Anspielungen auf Film(-klassiker) und Popkultur, eine angenehme Selbstironie sowie die generelle und umfassende Abgefucktheit (hässlicher Neologismus, aber irgendwie beschreibts das ziemlich gut) machen diesen Streifen zu einer Perle des modernen Trash, und ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und kleinlaut von einem potentiellen Kultfilm sprechen.
So oder so, den Gang ins Kino und die paar Öcken Eintritt ist er alle mal wert.
„Frollein, Sie küssen da gerade einen schwarzen Mann!“ – „Da liegt noch viel Arbeit vor uns…“
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KlohauZ
Kommentare 2012/03/20 15:42:20
Wieso darf der sowas?
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KlohauZ
Kommentare 2012/03/14 19:33:19
hoffen wir, howard hat das angesicht seines vaters nicht vergessen...
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KlohauZ
Kommentare 2012/01/30 18:26:51
dafuq ist ein Bio-Porno? o.Ô
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FumerTue 2012/01/30 22:28:43
Antwort löschenein Porno mit Pferden.
KlohauZ 2012/02/07 17:59:11
Antwort löschenhorse enough
KlohauZ
Kommentare 2012/01/27 17:01:07
kann... nicht... sprechen...
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KlohauZ
Kommentare 2012/01/02 14:39:13
Ich konnte Wahlberg sowieso noch nie leiden...
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KlohauZ
Kommentare 2011/06/22 13:48:09
Peinlicheres Product-Placement hab ich ja selten gesehen... aber dennoch, endlich mal wieder Nazis schlachten! America, fuck yeah!
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KlohauZ
über Rampage - Rache ist unbarmherzig 2011/06/17 13:33:54
Ich werde jetzt hier nicht zum "gewaltverherrlichend/nicht gewaltverherrlichend" und "gesellschaftskritisch/nicht gesellschaftskritisch" Ping-Pong beitragen, aber eins muss ich noch loswerden: Ich kann mir nicht helfen, aber dieses Handkamera-Gewackel hat bei mir ernsthaft Kopfschmerzen ausgelöst, und für sowas bin ich sonst eigentlich gar nicht anfällig. Deswegen leichter Punktabzug. Aber so oder so, ein verdammt beeindruckender Film, der einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf geht.
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KlohauZ
über Werner - Eiskalt! 2011/06/08 13:51:46
Aber sowas von vorgemerkt! Soll man mir halt Geschmacksverirrung vorwerfen, aber ich liebe Werner!
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KlohauZ
Kommentare 2011/06/06 17:55:44
hab nicht mal ANGEFANGEN, das video zu gucken. Muss ich jetzt die Kekse ausgeben? Und was erzählt die eigentlich so?
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KlohauZ
Kommentare 2011/06/03 15:46:09
Schade. Dieses großartige Stück Filmgeschichte verliert ihre wichtigste Charakterdarstellerin, ohne deren schauspielerisches Talent die Rolle wohl so nicht verkörpert werden kann, weshalb wahrscheinlich das gesamte Drehbuch umgeschrieben werden muss, was den armen Michael Bay natürlich seine ganze ausgeklügelte Geschichte und die feinen Twists kosten wird.
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KlohauZ
Kommentare 2011/06/03 15:39:25
Mein Papa hat mir damals die ersten 6 Filme auf Videokassette aufgenommen. Nach gefühlten 2 Millionen Sichtungen hats dann irgendwann nachgelassen, aber spätestens jetzt hab ich wieder Lust die alle nochmal zu sehen :D
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KlohauZ
über John Rambo 2011/04/12 23:39:27
Ich kann den Enthusiasmus einiger meiner Vorredner bezüglich Szenario und Charakter des gealterten Herrn R. nicht ganz nachvollziehen. Jeglicher Zugang zur Story wird schon mit den ersten Dialogen zunichte gemacht, die uralte Klischees in nur wenigen Minuten grandios zusammenfassen. Wo Rambo im ersten Teil eine tragische Figur war, die sogar ein gewisses Maß an Tiefgang besaß, ist er hier nur noch ein wort- und mimikloser Schrank, der sich selbst und uns aus dem Off beim Waffenschmieden mit pathetischen Weisheiten über Töten und Vaterland zuschwallt.
Dann der Bösewicht. Sonnenbrille, Oberlippenbärtchen und genauso ein ausgefuchstes Minenspiel wie sein Kontrahent. Außerdem pädophil, wenn ich die Szene mit dem Jungen richtig verstanden hab (war ja nicht schon unsympathisch genug, der Kerl).
Karikatur gegen Karikatur also. Zwischendrin ein unterdrücktes Bergvolk, ein paar fromme, aufrechte Christen, Söldner und eine Blondine. Aber das ist alles gar nicht so wichtig. Wichtig ist nämlich, dass Sly ordentlich Kanonenfutter bekommt, und dieser Erwartung wird der Film voll und ganz gerecht: Selten habe ich in einem Blockbuster derart viel Blut und Gedärm erleben dürfen. Die einzigen Momente, in denen Freude aufkommt, sind tatsächlich die, in denen unser Held den bösen Buben mit einem Stand-MG die Schädeldecke wegpustet oder mit seiner Machete spontane Amputationen vornimmt. Die brutale Gewalt wirkt dabei in ihrer Allgegenwärtigkeit und ihrem offensichtlichen Selbstzweck derart trashig, dass man sowieso irgendwann nichts mehr an dem Film ernst nehmen kann. Klar kann man mir jetzt mit "Was hast du denn erwartet, ist halt 'n Actionfilm" kommen. Aber "Actionfilm" ist keine Entschuldigung für Schwachsinn. Der John Rambo von 1982 wusste das.
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KlohauZ
über Rango 2011/03/05 12:05:11
In dem Moment, in dem er Fear & Loathing zitiert hat, hatte der Film schon gewonnen. Lange nicht mehr so einen schönen Animationsfilm gesehen, der sowohl handwerklich äußerst ansehnlich ist als auch eine witzige Story mit vielen guten Ideen und Gags hat und sich dabei nicht auf ausgelatschten Pixar- & Dreamworks-Pfaden bewegt.
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KlohauZ
über Sherlock Holmes 2011/02/19 11:59:49
Eine ganz kurzweilige, aber leider doch recht belanglose Eigenkreation mit eher geringem Bezug zur literarischen Vorlage. Ritchie rettet seine Haut mal wieder mit seinem Riecher für einen guten Cast, die beiden Hauptprotagonisten spielen wunderbar zusammen und Robert Downey Jr. ist nunmal ne verdammt coole Sau. Und ich kann mir nicht helfen, aber diese Szenen à la Ocean's Eleven, in denen immer alle "Wie hat er das nur gemacht?"-Fragen auf einmal beantwortet werden (Gibts dafür nen Fachausdruck?), sind zwar mittlerweile auch ein alter Hut, haben aber irgendwie was. Der CGI-Einsatz ist übrigens mal wieder maßlos.
Insgesamt kommt ein ganz guter Popcorner dabei raus, den man aber auch beruhigt wieder vergessen kann.
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KlohauZ
über Parasiten-Mörder 2011/01/31 14:40:11
Cronenberg ist ein verdammt krankes Schwein.
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KlohauZ
über Wo die wilden Kerle wohnen 2011/01/17 15:34:46
Leider nicht mehr als die Charakterstudie eines Jungen, die sich in einer surrealen Welt mit schönen Landschaften und liebevoll gestalteten Kreaturen abspielt. Der Film spielt mit Emotionen und schafft es, dass der Zuschauer sich in das Kind hineinversetzen kann. Letztlich fehlt es ihm jedoch deutlich an Substanz.
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KlohauZ
über Mad Max II - Der Vollstrecker 2010/11/23 13:19:00
Fand ich besser als den Ersten, da hier noch mehr Trash und Selbstironie drin ist und dabei weniger Leerlauf entsteht. Warum aber in einer Welt in der Benzin unbezahlbar ist alle wie die Irren durch die Wüste heizen hab ich immer noch nicht verstanden.
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KlohauZ
über Kiss, Kiss, Bang, Bang 2010/10/14 17:21:42
"Das Buch hat die Kugel aufgehalten! Oh..." - "Nein... eigentlich nicht."
Jedes mal wenn man denkt, dass etwas total klischeehaftes passiert, wird man mit einer gehörigen Portion Selbstironie überrascht. Mit dieser ständigen Selbstironie und einer guten Leistung der beiden Hauptdarsteller macht dieser schwarzhumorige Film trotz der äußerst abstrusen Story viel Spaß ohne das Tempo rauszunehmen.
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