Green Room

Green Room

US · 2015 · Laufzeit 96 Minuten · FSK 18 · Thriller, Kriminalfilm, Horrorfilm, Drama · Kinostart

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von Jeremy Saulnier, mit Anton Yelchin und Imogen Poots

In Jeremy Saulniers Green Room gerät eine Punkband mit einer Horde Neonazis aneinander und muss bald schon um ihr Leben fürchten.

Handlung von Green Room
Erfolge konnte die Punkband Ain’t Rights (unter anderem Arrested Development -Star Alia Shawkat und Star Trek -Mime Anton Yelchin) bis dato nur wenige verzeichnen. Obwohl die Gruppe bereits seit einiger Zeit durch die Gegend tourt, kann die Musik kaum ihr tägliches Brot finanzieren. Kein Wunder, dass unter Umständen auf kriminelle Aktivitäten ausgewichen werden muss, um einen vollen Tank des Band-Vans zu garantieren.

Vertrösten können sich die einzelnen Mitglieder nur auf den Moment, wenn sie gemeinsam auf der Bühne stehen und ihre Songs zu Besten geben. Mit der Zeit wird jedoch klar, dass dieses Privileg langfristig keine finanzielle Sicherheit gewährt – vor allem, weil ein Auftritt nach dem anderen abgesagt wird. Auf den letzten Drücker gelingt es Ain’t Rights, einen Gig in einem abgelegenen Schuppen an Land zu ziehen. Doch schon mit ihrem ersten Cover-Song, Nazi Punks Fuck Off der Dead Kennedys, scheinen es sich die naiven Idealisten mit dem anwesenden Publikum verscherzt zu haben, denn die Menge besteht überwiegend aus Neonazis.

Obwohl sich die Lage vorerst wieder beruhigt, nimmt der Abend ein jähes Ende, als die Musiker durch eine verhängnisvolle Verkettung diverser Ereignisse die Leiche einer jungen Frau inklusive deren Mörder und Amber (Imogen Poots) im Bandraum entdecken. Als Zeugen des Gewaltverbrechens stellen sie für die Nazi-Gang nun ein ungemeines Risiko dar – kein Wunder, dass Anführer Darcy (Patrick Stewart) Welten in Bewegung setzt, damit die Punks den sogenannten Green Room niemals lebend verlassen.

Hintergrund & Infos zu Green Room
Nachdem sich Regisseur und Drehbuchautor Jeremy Saulnier im Rahmen seines Vorgängerfilms Blue Ruin an einer klassischen Rache-Geschichte mit Horror- und Western-Elementen probierte, wendet er sich bei Green Room dem Hinterland-Überlebens-Thriller zu. Dabei legt er besonderen Wert darauf, prägende Bestandteile des Genres – wie etwa die bewährte Prämisse der eingesperrten Jugendlichen, die um ihr Leben fürchten – zu neuem Leben zu erwecken. Im entscheidenden Augenblick entsagt Jeremy Saulnier allerdings genauso wie bei Blue Ruin den Konventionen der Gattung, in der sich sein Film bewegt.

Passend dazu besetzte er Patrick Stewart, vorrangig bekannt als gutmütiger Captain Jean-Luc Picard aus Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert und Charles Xavier aka Professor X aus X-Men – Der Film, mit der Rolle des Antagonisten, der zwar auf den ersten Blick wie ein vernünftiger Mann wirkt, sich im späteren Verlauf des Films aber als skrupellose Bestie entpuppt. Die Dreharbeiten von Green Room starteten im Oktober 2014 in Portland, Oregon. Am 17. Mai 2015 feierte der fertige Film schließlich seine Premiere im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes, bevor er im Anschluss auf weiteren Festivals gezeigt wurde. (MH)

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