Mein Herz für Serie

5 Gründe mit Supernatural durch die Hölle zu gehen

Sam & Dean in Supernatural
© The WB
Sam & Dean in Supernatural

Supernatural? Das ist doch diese Serie mit den beiden Typen, die Hand in Hand auf Monsterjagd gehen? Das kann ich natürlich nicht verneinen. Denn die Bromance, welche die Geisterjäger-Geschwister Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) Winchester am Laufen haben, schreckt zwar viele potenzielle Horror-Fans ab, ist aber nun einmal der Kern und rote Faden in einem mittlerweile 172-teiligen Seriengebilde voller Popkultur, Selbstironie und einer einmaligen Aufzählung von allen Monstern, die das Horror- und Fantasy-Genre so zu bieten hat. Ich habe für euch fünf unschlagbare Gründe herausgesucht, warum Supernatural neben all den Dramen-Serien-Highlights von Homeland über Game of Thrones bis hin zu The Walking Dead zur Zeit dennoch mein heimlicher Liebling ist, dem ich mein Herz für Serie schenke.

1. Mixtur aus Mythologie & Popkultur
Die erste beiden Staffeln waren noch ein äußerst unschuldiger Versuch, zwei gutaussehende Brüder jede Woche gegen ein neues Monster aus den tiefen der Horrorwelt antreten zu lassen, seien es haarige Werwölfe, gruselige Vogelscheuchen, böse Gemälde oder der noch bösere Dämon mit den gelben Augen. Doch Staffel um Staffel kreierten sich Eric Kripke und sein Team ein wahnwitziges und umfassendes Mythen-Universum mit einer nerdigen Portion Popkultur.

Der Kampf von Engeln und Dämonen, das sprichwörtliche Wort Gottes auf Steinplatten, verlebte Propheten, Luzifer höchstpersönlich, spielen eine ebenso große Rolle wie Anspielungen auf Filme, Serien und unsere Medienwelt im Allgemeinen. Den religiösen Mythen stehen Ausschreitungen am Oktoberfest, eine geköpfte Paris Hilton und zahlreiches Borgen von Horrorklassikern gegenüber, während der Höllenfürst einen Gotteskomplex hat, per SMS Teufels-Smiley verschickt und viel lieber Regisseur geworden wäre. Der ironische Blick auf unsere Popkultur vermischt sich mit frischen Interpretationen stets neuer Ausgrabungen aus einem scheinbar unerschöpflichen Pool an alten Sagen und Legenden.

Die lustigste Folge der achten Staffel namens LARP and the Real Girl führt Sam und Dean Winchester in ein Dorf von Real Life Rollenspielern (LARP) samt der Annäherung der Dorfkönigin an eine lesbische Fee und deren Ausbeutung durch einen alten Fluch.

2. Nerdige Episodentitel
Episodentitel wie dieser mit Anspielungen auf Filme, Serien oder Musik finden sich zu Hauf und sind immer wieder für einen Lacher gut, verlieren aber oft ihren Sinn in der deutschen Übersetzung. So wird aus Chris Angel is a Douche Bag lediglich Illusion und die Vampirfolge Life Free or Twi-Hard wird zu Vampire weinen nicht. In Two and a Half Men dürfen Sam und Dean auf einen kleinen Jungen aufpassen, während sie sich in The Mentalists mit Hellsehern herumschlagen. Meine nerdige Lieblings-Nebenrolle Charlie ist The Girl with the Dungeons and Dragons Tattoo und in The Bourne-Again Identity verliert Sam beinahe den Verstand, bevor er am Ende wie neugeboren das Irrenhaus verlassen kann. Ebenfalls nicht zu verachten sind The Slice Girls (Die Schlitzer-Mädchen) und How to Win Friends and Influence Monsters.

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moviepilot Team
sciencefiction Andrea Wöger
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