Warum Avengers 4: Endgame das perfekte Finale der Infinity-Saga ist

Avengers 4: Endgame
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Achtung, es folgen Spoiler zu Avengers 4: Endgame: Am 24.04.2019 teilte sich pünktlich um 00:01 Uhr der Vorhang im Kinosaal und der Start von Avengers 4: Endgame läutete den Anfang vom Ende ein. Seit meiner Kindheit bin ich Marvel-Fan und verbrachte mit den Helden des Marvel Cinematic Universe nicht nur dutzende tolle Stunden, sondern wanderte mit ihnen ebenfalls durch so manches tiefe Tal. Nun gipfelt die Infinity-Saga in einem perfekten Finale.

11 Jahre, 22 Filme, ein Stück Kinogeschichte

Hätte mir vor elf Jahren jemand gesagt, dass Marvel einmal ein solch gewaltiges Universum aufbauen würde, mit gefährlichen Bösewichten und nahbaren Helden, wäre dies für mich wohl undenkbar gewesen.

Mit Iron Man rückten die Marvel Studios eine ihrer unbekannteren Figuren in den Mittelpunkt, da sie namhafte Superhelden wie die Fantastic Four, Spider-Man und die X-Men wegen des drohenden Bankrotts veräußern mussten. Das Wagnis hat sich gelohnt: Iron Man eroberte als eine der größten Kino-Überraschungen 2008 die große Leinwand.

Im Hintergrund schimmerte bereits damals durch, die Verantwortlichen rund um MCU-Mastermind Kevin Feige hätten Größeres im Sinn, ein eigenes Universum, mit einer Vielzahl illustrer Figuren sowie einem wahren Füllhorn von fantastischen Welten und abenteuerlichen Geschichten.

Die Comics erwachten in nie zuvor gesehenem Ausmaß zum Leben und sollten das Blockbuster-Kino sowie eine ganze Zuschauer-Generation prägen. Im schockierenden Finale von Avengers 3: Infinity War fand das MCU vergangenes Jahr seinen vorläufigen Höhepunkt. Mit Endgame endet nun ein Stück Kinogeschichte.

Die Ur-Avengers befinden sich im emotionalen Endspiel

Nach Thanos' schockierender Tat legen Joe und Anthony Russo den Fokus auf unsere Ur-Avengers. Nach einem erneuten Aufeinandertreffen mit ihrem bisher gefährlichsten Gegner müssen die mächtigsten Helden der Erde erkennen, dass nun alle Hoffnung verloren ist.

Der erste Akt von Endgame gestaltet sich dabei überraschend ruhig, konzentriert sich auf die Erlebnisse unserer Helden, nachdem sie erfahren haben, dass Thanos die Infinity-Steine vernichtet hat. Eine goldrichtige Entscheidung, denn dadurch entstehen unglaublich viele emotionale Augenblicke, die im Gedächtnis bleiben.

Da hätten wir beispielsweise Hawkeye, der nach seinem Fehlen in Infinity War endlich wieder zurückkehrt. Der Film beginnt mit einem Einblick in sein harmonisches Familienleben - nur, um jenes durch Thanos' Dezimierung zunichte zu machen und so Clints Ronin-Transformation einzuläuten. Es sind besonders die Augenblicke mit seiner alten Freundin Natascha sowie die Momente mit seiner Familie, die herausstechen.

Black Widows Handlungsstrang findet im Endgame derweil ihren Abschluss. Im Gegensatz zu einigen ihrer Freunde konnte sie kein neues Kapitel beginnen, sondern koordiniert gemeinsam mit War Machine, Captain Marvel, Rocket und Nebula weitere Einsätze.

Ihr Weg soll sie schließlich nach Vormir führen, wo sie sich für ihre Freunde opfert, damit diese den Seelenstein bekommen können. Dies war leider nicht der erhoffte emotionale Höhepunkt, dennoch verdeutlicht es sehr schön, wie weit sie sich seit ihren MCU-Anfängen entwickelte.

MCU-Abschiede mit jeder Menge Fan-Service

Ein besonderes Augenmerk legt der Film dafür auf Tony Stark und Steve Rogers, deren Geschichten mit Endgame ebenfalls ihre letztes Kapitel erreichen. Captain America konnte die Vergangenheit nicht hinter sich lassen, so sehr er es auch versuchte, weshalb er keine Sekunde zögert, als sich eine neue Hoffnung offenbart.

Darüber hinaus waren die Russos gerade bei Cap auf jede Menge Fan-Service bedacht, weshalb er endlich mit Thors Hammer Mjölnir austeilen sowie die magischen Worte "Avengers sammeln!" rufen durfte. Als er am Ende als alter Mann seinen Schild an Sam weitergibt und wir Steve mit seiner Peggy sehen, wie er ihr endlich den Tanz schenkt, den er ihr vor so langer Zeit versprochen hatte, habe wohl nicht nur ich mich gefreut.

Den wohl emotionalsten Abschluss bekam jedoch Tony Stark spendiert, mit dem vor elf Jahren alles begann. Nach Thanos' Tat zog er sich zurück, gründete mit Pepper eine Familie und schien in der Rolle als Vater vollkommen aufzugehen. Die Momente mit seiner Tochter Morgan gingen zu Herzen, auch wenn sie am Ende eher bittersüß waren.

Tony im finalen Akt mit dem zurückgebrachten Peter zu sehen, den er diesmal wirklich herzlich umarmt, war ein schöner Abschluss ihrer Beziehung und verdeutlichte, wie viel ihm der Kleine bedeutete. Im Finale opfert sich Tony schließlich, um Thanos endgültig zu besiegen. Endlich kann er Ruhe finden, seine Arbeit ist getan.

"Ich liebe dich mal 3000." - Tony Stark

Natürlich waren dies längst nicht alle großen Momente, die Avengers 4: Endgame zu bieten hat. Da wären beispielsweise noch Ant-Mans berührende Wiedervereinigung mit seiner Tochter, Thors Abschied von seiner Mutter oder auch die finale Schlacht, in der jeder bisherige MCU-Held noch einmal mitmischen durfte. Endgame leidet dabei sicherlich unter ähnlichen Problemen wie alle vorherigen MCU-Filme und ja, auch einige neue Problemchen (Stichwort Zeitreise) kommen dazu.

Der Höhepunkt der Infinity-Saga ist dabei als Film betrachtet sicherlich nicht perfekt. Doch es geht hier ohnehin nicht um den perfekten Film, sondern mehr als in allen vorherigen MCU-Ablegern um die Gefühle, die wir Fans, die dieses Universum seit elf Jahren verfolgen, mit seinen Charakteren verbinden.

Endgame ist ein emotionaler Liebesbrief an uns Fans mit jeder Menge Fan-Service. Auch wenn der Film, wie alle vorherigen MCU-Teile, seine Makel hat, ist er für mich auch gerade wegen seiner Fehler der perfekte vorläufige Abschluss dieses Kapitels Kinogeschichte.

Findet ihr auch, dass Endgame der perfekte Abschluss des bisherigen MCU ist?

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