Knallharte Konkurrenz für Endgame: 20 Filme kämpfen um Effekte-Oscar

Chris Evans als Captain America in Avengers 4: Endgame
© Disney
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Redakteur bei Moviepilot. Glaubt, dass Netflix sich irgendwann noch durchsetzen wird und schreibt deshalb hauptsächlich über VOD und Streaming. Schöner als Sport sind nur Filme darüber.

Marvel und Disney fahren gerade eine aggressive Oscar-Kampagne für den gewaltigsten Superheldenfilm des Jahres. Avengers 4: Endgame, der der Schlusspunkt der Infinity Saga, soll mit einem Oscar gekrönt werden. Oder gerne auch mehreren. Disney schubst Endgame etwa ins Rennen um den Drehbuch-Oscar, ein knappes Dutzend Darstellerpreise (für Robert Downey Jr. zum Beispiel) und auch den Besten Film.

Die größten Chance darf sich der Superheldenfilm jedoch in der Kategorie Beste visuelle Effekte ausrechnen, die immer wieder auch an große Blockbuster geht. Endgame hat es nun unter die letzten 20 Kandidaten geschafft, die auf der offiziellen Oscars-Seite bekanntgegeben wurden, schreibt Slash Film.

6 Mal Disney: Die 20 Kandidaten für den Visuelle Effekte-Oscar

Welche Chancen hat Endgame auf den Effekte-Oscar?

Zumindest mit einer Nominierung darf Endgame rechnen. In dieses Feld werden üblicherweise 5 Filme aufgenommen, und Endgame verspricht der Zeremonie als publikumsstärkster Film des Jahres große Aufmerksamkeit von einer Zielgruppe, die mit dem normalen Oscar-Material eher wenig anfangen kann. Infinity War, der Vorgänger von Endgame, schaffte es beim letzten Mal ebenfalls unter die erlauchten Fünf.

Danach wird es aber richtig eng. Die letzten Oscar-Jahre zeigten bei der Verleihung eine Tendenz für das Besondere, das Endgame bei aller Gewaltigkeit fehlt. In The Irishman laufen durch 90 Prozent der Szenen verjüngte Mafiafilm-Ikonen. Der Cyborg Alita sieht in Alita: Battle Angel echter aus als die Schauspieler. Der kühne Gemini Man hetzte zwei Will Smiths aufeinander, einen davon permanent verjüngt. Selbst Cats bietet wahrscheinlich ein aufwühlenderes Effekte-Spektakel als das Figurengewimmel von Endgame.

Es war ein derart spannendes Jahr für Visuelle Effekte, dass es selbst mit einer Nominierung für Endgame knapp werden könnte.

König der Löwen hat wohl die größten Chancen

Der größte Konkurrent von Endgame ist wieder ein Disney-Film: Der König der Löwen. Kein anderer Blockbuster wurde dieses Jahr stärker über seine technischen Vorzüge wahrgenommen. Der Film bietet Innovationen im Schaffensprozess und Brillanz im Ergebnis auf der Leinwand. (Lest hier die Hintergründe zu den Spezial-Effekten in König der Löwen)

Die komplett am Computer entstandene Savanne mit ihren fotorealistischen Löwen löste gar eine Debatte aus: Ist Lion King noch ein Live-Action-Film oder schon ein Animationsfilm. Man kann die Frage auch andersherum stellen. Bei The Jungle Book, der 2017 gewann, zeigt die Academy zudem ihre Vorliebe für diese Art Film.

Auch die Außenseiter dürfen wir nicht vergessen. Dieses Jahr luchste der während seines Kino-Runs kaum wahrgenommene Aufbruch zum Mond mit Ryan Gosling Infinity War den Oscar ab. Der Aufbruch zum Mond bei der kommenden Verleihung ist Ad Astra. Seit 2014 gingen 5 Effekte-Oscars an Science-Fiction- oder Space-Filme.

Ein Superhelden-Film wurde in diesem Jahrzehnt übrigens noch gar nicht ausgezeichnet. Spider-Man 2 war der letzte, und das wird im nächsten Jahr bei der Oscar-Verleihung eineinhalb Jahrzehnte her sein.

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