8. Wonderland

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8th Wonderland, FR 2008

8. Wonderland - Poster
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Kritiker: 7.0 Community: 7.4 19 Bewertungen

Kinostart: 12.08.2010, Laufzeit 98 Minuten.

Der Film dreht sich um eine Gruppe von Menschen, die von politischen Leben der Gegenwart und der Präsenz und dem Einfluß der Medien enttäuscht sind. Daher gründen sie im Internet einen virtuellen Staat, “8th Wonderland”, in dem sie das basisdemokratische Mitspracherecht haben, das in der realen Welt inzwischen zur Seltenheit geworden ist. Jede Woche stimmen alle Einwohner des virtuellen Staates üb… Mehr

Cast
Matthew Géczy, Robert William Bradford, Alain Azerot, Eloïssa Florez, Michael Hofland, Luca Lombardi Mehr
Regisseur
Jean Mach, Nicolas Alberny
Autoren
Jean Mach, Nicolas Alberny
Genre
Gegenwartsfantasy

Kritiker — Film: 8. Wonderland

Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

8. WONDERLAND vom französischen Regie-Duo Nicolas Alberny und Jean Mach legt mit bissigem Witz und lakonischer Ironie die Mechanismen revolutionären Handelns offen und hinterfragt seine Möglichkeiten in einer Ära der Virtualisierung. Alberny und Mach gelang eine völlig neue Ästhetik, eine radikale und in ihrer Einfachheit geniale Geschichte über Veränderung und Handlungsfähigkeit im 21. Jahrhundert. Nicht nur für Fans und Kritiker sozialer Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ interessant und faszinierend...

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Michael Kienzl: critic.de

Man muss 8th Wonderland zugutehalten, dass sein Konzept, eine Geschichte mit unterschiedlichen Mitteln zu erzählen, teilweise zu einem stimmigen und kurzweiligen Ergebnis führt. Allerdings kann selbst das rasante Erzähltempo nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Mach und Alberny mit ihrem Vorhaben, einen Polit-Thriller von globalem Ausmaß zu drehen, eindeutig übernommen haben. Die holprig verbundenen Erzählstränge bleiben dabei nicht das einzige Problem.

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Kommentare — Sehenswert 7.4

Blonder

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Bewertung9.0Herausragend

Den Film müsste man wie einen großen Blockbuster anpreisen, damit ihn Millionen von Menschen sehen, aber das ist wohl reines Wunschdenken, denn er wird wohl oder übel in der Versenkung verschwinden.
Internet User haben im Netz ihren eigenen Staat gegründet und von da aus führen sie Aktionen gegen Mißstände in der Welt aus. Aber weil ihre Ideen nicht legal sind, geraten sie bald in das Visier von Geheimdiensten. Die originelle Geschichte wird spannend, intelligent und mit einer guten Portion Humor erzählt. Dabei wünscht man sich ständig, dass es 8th Wonderland wirklich gäbe.
Da für 8th Wonderland keine Werbung gemacht wird, mache ich das ein wenig:
"Schaut euch diesen kleinen aber sehr feinen Film an und erzählt euren Freunden und Bekannten von ihm, auf dass sie sich ihn auch anschauen. Denn es lohnt sich wirklich."

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Kris

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Bewertung9.5Herausragend

Selten wollte ich so sehr für einen Film missionieren. Filme sind ja immer Geschmackssache und es nun mal nicht jeder für jeden was. Aber bei diesem würde ich mir wünschen, dass ihn sich möglichst viele Menschen anschauen. Ob ihm genau diese Aufmerksamkeit zuteil wird, bleibt fraglich.

Schon die Idee ist brillant: Eine Internet-Community betrachtet sich als Staat, das 8th Wonderland, und ihre Mitglider als Bürger. Ihr Ziel ist es... die Welt zu verbessern, grob gesagt. Es beginnt mit lustigen Streichen, wie dem Anbringen von Kondom-Automaten in jeder Kirche in Rom und führt zu erheblichen Eingriffen in die Medienwelt und schließlich die Politik.

Das Interessante am neuen Staat: Jede Handlung muss durch eine Abstimmung legitimiert werden. Und die Weltverbesserer sind sich über die Wahl ihrer Mittel keineswegs immer einig.

Das Besondere an diesem Film: Er verzichtet auf eine Hauptfigur und zeigt die Handlung mehr als eine Collage aus Nachrichtensendungen, Webcam-Unterhaltungen und realem Geschehen - eine krude Abbildung unserer (globalen) Medienlandschaft. Dies ist aber nicht halb so langweilig, wie es klingt, es ist sogar überraschend unterhaltsam, bei aller Kritik an Staaten und Konzernen häufig sogar lustig. So zum Beispiel wenn die zahlreichen "Bürger" vor ihren Mitmenschen ihre Mitgliedschaft im 8th Wonderland geheimhalten müssen, weil der "erste virtuelle Staat" längst ins Visier internationaler Geheimdienste geraten ist.

Dass die zahlreichen Computer-Effekte mitunter etwas holprig wirken, ist bei einem bescheidenen Budget von 1,8 Millionen Euro verständlich und tut dem Filmgenuss keinen Abbruch. Vielmehr steigert es den Charme des Films noch, da es ihn auf angenehme Weise von der Hollywood-Konkurrenz unterscheidet. Und dass die wichtigen Themen unserer Zeit hier und da etwa stark vereinfacht behandelt werden, ist dem Film voll und ganz zu verzeihen und wird durch Herzblut und Weltverbesserer-Mentalität wettgemacht.

Schade, schade, schade, dass die Chancen für einen Film, in dem Französisch, Italienisch, Englisch, Deutsch, Russisch, Chinesisch und Arabisch (und was mir sonst noch entgangen sein mag) gesprochen werden, in Deutchland gering sind. Entweder er macht einen Bogen um die Kinos oder er wird totsynchronisiert, was in diesem Falle nicht nur einen bloßen Verlust von Originalität bedeuten würde. Die verschiedenen Sprachen sind für die Handlung essentiell.

Ich fordere hiermit also auf: Wenn Ihr manchmal am großen Ganzen zweifelt und Angst habt, dass der Welt die Ideen ausgehen, schaut Euch diesen Film an, wenn Ihr irgendwie Gelegenheit dazu bekommt! Mit Untertiteln!

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Bandrix

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Habe ihn jetzt gesehen. Ein toller Film, der es sich aber manchmal etwas zu einfach macht. Trotzdem 9 Punkte und meine Empfehlung! ;)


Blonder

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Tot Synchronisiert wurde er nicht, die Sprachen sind alle im Original enthalten.


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