Twelve Monkeys
US 1995
- Genre
- Zeitreise, Utopie & Dystopie, Thriller, Schicksalsdrama, Apokalypse & Postapokalypse
- Inhalt
Terry Gilliam, einer der Väter der britischen Komiktruppe Monty Python (Das Leben Des Brian) konfrontiert uns in seinem neusten Film mit seinen Weltuntergangsvisionen. Neben der recht Hollywood-unüblichen Story besticht der Film auch durch die schauspielerischen Leistungen, vor allem von Bruce Willis und Brad Pitt. Als Vorbild für dieses Werk diente der 29-minütige Kurzfilm "La Jetée" des Franzosen Chris Marker aus dem Jahre 1962.
- Cast
- Bruce Willis, Madeleine Stowe, Brad Pitt, Christopher Plummer, Jon Seda, David Morse, Frank Gorshin — Mehr
- Regisseure
- Terry Gilliam
- Autoren
- David Webb Peoples, Janet Peoples
- Laufzeit
- 130 Minuten
- Zeit
- 1990er Jahre, 2030er Jahre, Erster Weltkrieg, Zukunft
- Ort
- Baltimore, Erde, Philadelphia
- Handlung
- Affe, Aktivist, Autodiebstahl, Bankett, Biologische Waffe, Brunnen, Bär, Déjà-vu, Entführung, Epidemie, Flughafen, Gedächtnis, Giraffe, Graffiti, Kassandraruf, Kino, Löwe, Nachrichtensendung, Nackter Mann, Paranoia, Patient, Psychatrie, Schizophrenie, Schusswunde, Spinne, Stockholm-Syndrom, Therapeut, Untergrund, Verkleidung, Verschwörung, Virus, Zeitreise, Zeitschleife, Zoo, Überleben
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Geistreich, Hart
Über diesen Film
Twelve Monkeys erschien 1995 und behandelt Themen wie Zeitreisen, Gedächtnis und Identität. Inspiriert wurde das Drehbuch zu Terry Gilliams Werk von dem französischen Kurzfilm La Jetée aus dem Jahre 1962.
Handlung
… — MehrTwelve Monkeys erschien 1995 und behandelt Themen wie Zeitreisen, Gedächtnis und Identität. Inspiriert wurde das Drehbuch zu Terry Gilliams Werk von dem französischen Kurzfilm La Jetée aus dem Jahre 1962.
Handlung
Im Jahre 2035 haben sich die Überlebenden einer globalen Virus-Katastrophe unter die Erde zurückgezogen und leben von der Außenwelt hermetisch abgeriegelt.
James Cole (Bruce Willis), ein ehemaliger Strafgefangener, wird von so genannten Wissenschaftlern in das Jahr 1996 zurückgeschickt, kurz bevor das Virus sich ausbreiten konnte, um die oder den Urheber der Ausbreitung ausfindig zu machen. Außerdem können die Informationen, die er über das tödliche Virus findet, helfen, ein wirksames Gegenmittel zu entwickeln.
Versehentlich landet er jedoch im Jahre 1990 inmitten einer Nervenheilanstalt. Hier lernt er Jeffrey Goines (Brad Pitt) kennen, der ihm von einer “Armee der 12 Monkeys” berichtet. Coles Vorgesetzte aus der Zukunft bemerken den Fehler und holen ihn zurück. In einem zweiten Versuch wird Cole jedoch wiederum in die falsche Zeit geschickt – er landet mitten in Grabenkämpfen des Ersten Weltkriegs. Cole fängt sich in der Hektik des Krieges einen Beinschuss ein und wird zufällig fotografiert.
Im dritten Versuch schließlich wird James Cole in das richtige Jahr gesandt. Er macht sich sofort auf die Suche nach der Psychiaterin Dr. Kathryn Railly (Madeleine Stowe), die er bereits aus der Nervenheilanstalt kennt. Railly hält ihn jedoch noch immer für geistesgestört, woraufhin Cole sie entführen muss.
In Begleitung von Dr. Railly versucht Cole mehr über seinen Geisteszustand herauszubekommen. Aufgrund der mehrfachen Zeitreisen ist er sehr verwirrt und bekommt zunehmend Schwierigkeiten, Realität und Wahnsinn auseinander zu halten. Gleichzeitig erkunden sie gemeinsam die Gruppe der “Twelve Monkeys”...
Deutungsansätze
Der Film greift verschiedene Themen wie die Gefahren von Biotechnologie, das Problem der Zeitreise und die Wahrnehmung der Realität auf. Der Held Cole ist hierbei wie die mythologische Figur der Kassandra dazu verdammt, die Zukunft zu kennen. Seine “Kassandrarufe“ werden jedoch weitgehend ignoriert.
Durch die Verknüpfung der verschiedenen zeitlichen Ebenen nähert sich Terry Gilliam weiterhin dem Spannungsfeld von Fatalismus und der aus der Psychologie bekannten Erscheinung der “sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ an. Das Schicksal der Menschheit scheint in diesem Film vorherbestimmt zu sein, indem sie einem Virus anheim fällt und unter der Erde Zuflucht suchen muss. Vor diesem Hintergrund gelangt der Film zu der Frage, inwieweit Ereignisse, welche eigentlich nicht unserer direkten Kontrolle unterstehen, dennoch zumeist unbewusst von uns beeinflusst bzw. sogar erst initiiert werden. Dieses Problem wird dabei auf zwei Ebenen dargestellt.
Zum einen ist es die Schilderung vom Kampf gegen das Virus, wo die Protagonisten teilweise selbst erst Handlungsabläufe in Gang setzen, welche Voraussetzung für das spätere scheinbar vorherbestimmte Ende sind. Die zweite Ebene ist die Darstellung der Liebesgeschichte, die auf der einen Seite aufgrund des Zeitparadoxons bereits ebenfalls vorherbestimmt zu sein scheint, gleichzeitig aber dennoch von den Liebenden erst einmal auf den Weg dorthin gebracht werden muss. In einer Schlüsselszene des Films sitzt Cole mit seiner Geliebten im Kino und erkennt, dass es vielfach nicht die Dinge sind, die sich verändert haben, sondern man selbst es ist, der sich verändert hat und die Dinge hieran anpasst.
Diese Sichtweise verlangt dem Einzelnen viel ab, da sie voraussetzt, dass man gleichsam aus sich heraustritt, um sich und die Umwelt zu betrachten. Der Film verdichtet diesen inneren Vorgang zweifach. Cole wird in der Schlussszene zu dem, der sich selbst beobachtet und ist zuvor der scheinbar Geisteskranke, dessen Integrität wiederum zerfällt und in ihre Einzelteile gespalten wird. So wird aus demjenigen, der zunächst nicht mehr erkennen kann, am Ende der Erkennende.
Weiterführende Informationen
- Totale Institutionen
- Wissenswertes zum Film
- Gilliams Helden
- Filmarchitektur und 12 Monkeys: Das geschlossene äußere System Referat über Twelve Monkeys
- Das Drehbuch zu Twelve Monkeys
Quellenangaben
- Twelve Monkeys in der Wikipedia (engl.)
- Twelve Monkeys in der Wikipedia (dt.)
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.9
Der Film Twelve Monkeys wurde von 48 Kritikern bewertet.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Nach Brazil wohl Gilliams bester Film!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Strikerth 2010/02/04 02:28:01
vollkommen korrekt auch wenn ich mehr auch toll finden würde. aber jeder sollte sich denke ich seinen eigenen teil dazu denken :)
Kommentare — Sehenswert 7.9
Der Film Twelve Monkeys wurde von 6977 Mitgliedern bewertet.
cpt. chaos 2010/02/02 19:16:24
Interessante Zeitreise mit Bruce Willis und Brad Pitt in bestechender Höchstform.
Lediglich die Zukunftssequenzen finde ich ein wenig arg lieblos.
Kommentar gefällt mir Antworten
darkrain 2010/01/15 16:38:36
Es ist schon ewig her das ich 12 Monkeys gesehen hatte daher dachte ich ach komm zieh ihn dir mal wieder rein und ich muss sagen, ja er wirkt auch noch beim dritten mal.
Kann ihn einfach nur empfehlen!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
svunzel 2010/01/12 23:27:42
Ich habe im Vorfeld schon sehr viel ueber "12 Monkeys" gelesen und gehoert. Unterschiedliche Meinungen, was ueberhaupt und warum das. Aber gut fanden ihn im Grunde alle.
Und nun... vor einigen Minuten lief der Abspann - mit zwei geplaetteten und fraglosen Zuschauern vorm Bildschirm. Grad haben wir uns die Extras vorgenommen. Terry Gilliam schildert seine Intentionen, diesen Film zu machen. Wir suchen nach Antworten.
Hat sich nun doch alles im Kopf von Cole abgespielt - alles nur pure Imagination und Einbildung?
Oder gibt es diese Zeitmaschine wirklich?
Wenn doch alles real ist, sind die Figuren aus der Zukunft - die, die Bruce in die Vergangenheit bzw. in die Gegenwart entsenden - wissen sie eigentlich dir Loesung?
Aber genau dieses in Gedanken versunkene Fragestellen nach Filmen ist genau das, was ich sehr mag.
Brad Pitt spielt die Rolle des scheinbar psychisch verwirrten, neurotischen Umweltaktivisten ganz wunderbar. Das Spielen von Figuren wie Mr. Smith sollte er lieber vermeiden. Die Durchgedrehten sind doch immer die Besten.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
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Der Film Twelve Monkeys gehört zum Genre Zeitreise, Utopie & Dystopie. Regie führte Terry Gilliam.

Gilliam muß immer wieder die Erwartungshaltung des Zuschauers bedienen und seine Hauptfiguren mit unmotivierten grotesken Einfällen konfrontieren, die sowohl visuell wie auch inhaltlich mehr als störend wirken. Dabei verliert er schon sehr bald den Suspense aus den Augen, den das schlecht getimete Drehbuch allein nicht aufzubauen vermag.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Strikerth 2010/02/04 02:39:38
Wie schon öfters verstehe ich dich nicht und ich muss es ja auch nicht. Aber wenn du wenigstens besser begründen würdest könnte ich es vielleicht akzeptieren, doch du schreibst mir deine Empfindungen und deine Meinung. Ich kenne dich aber als Mensch nicht und als Kritiker mehr schlecht als recht aber wenn du nur so argumentieren würdest, als wenn du ein richtiger "Kritiker" währst dann könnte ich endlich mal nicht mit dem Kopf schütteln beim lesen deiner "Kritiken".
Julio Sacchi 2010/02/04 03:34:11
Dann folge doch mal dem Link. Das wär geil.
Strikerth 2010/02/04 13:16:49
Habe ich und irgendwie komt es mir wie deine persöhnliche Meinung rüber und als Kritiker sollte man es vesser drauf haben diese außen vorzulassen.
Alle 5 Antworten zeigen
Julio Sacchi 2010/02/04 15:55:16
Nee. Kritik muß subjektiv sein. Alles andere ist Blödsinn und vollkommen überflüssig. Wenn Du einen Kritiker öfter liest, kannst Du ihn einschätzen und somit erfüllt er auch seine Nebenfunktion als Entscheidungshilfe, im Guten wie im Schlechten. Das ist Sinn und Zweck von Filmkritik.
Objektive Texte gibt's auch: Die nennt man "Inhaltsangabe".
Strikerth 2010/02/04 17:36:07
Gut ich sehe ein das ich zur Zeit keine starke Schreiphase habe wobei es mir schwer fällt meine Gedankengänge in Worte zu fassen. Ich versuche jetzt trotzdemeinmal so gut wie möglich alles rüberzubringen. Ja du hast recht das ich dich verstehen muss doch das tuh ich nicht. Deine Kritik zu 12 Monkeys wollte ich geniesen, denn auch schlechte Kritik zu einem Film den ich seit Kindheitsbeinen auf verschlungen habe ist oft sehr interessant. Doch ich lese nur deine Meinung und warum die langweillig war, aber diese genauen Punkte warum er auch auf andere so wirkt fiel mir nicht auf. Deine Meinung aber irgendwie sehe ich keinen Charakter bei dir versteckt, wenn du diesen Film ansiehst. Ich gebe mich gerne auf eine Reise in der mich einnige Sachen wirklich total verwirren, oder dich tausend Fragen stellen und dann oft sie dich selber sie beantworten lässt. Klar ist es nicht einfach es jedem Recht zu machen, doch das habe ich nie erwartet nur eine überzeugendere Kritik außer das es dir halt nicht gefallen hat.