Uhrwerk Orange

A Clockwork Orange (1971), GB Laufzeit 137 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Science Fiction-Film, Kinostart 23.03.1972

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8.2
Kritiker
86 Bewertungen
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7.7
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234 Kommentare
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von Stanley Kubrick, mit Michael Bates und Patrick Magee

Uhrwerk Orange (OT: A Clockwork Orange) ist die Adaption von Anthony Burgess’ berühmten Roman durch Stanley Kubrick. In einer heruntergekommenen Zukunft ist Alex (Malcolm McDowell) der Anführer einer Jugendgang. Diese kämpft, raubt, schändet und mordet wie ein gewissenloses Raubtier. Nach einem Überfall, der in einem Mord mündet, wird Alex von seiner Gang verraten und verhaftet. Er wird einem grausamen Verfahren unterzogen, das ihn wieder “gesellschaftsfähig” machen soll; funktionierend wie ein “Uhrwerk Orange”, äußerlich gesund und intakt, im Inneren jedoch verkrüppelt und begrenzt auf Reflexe, die er selbst nicht mehr kontrollieren kann. Was aber kann die Gesellschaft noch für Alex tun – oder ihm antun – nachdem seine “Kur” ihn verteidigungsunfähig der Rache seiner Opfer überläßt.

Hintergrund & Infos zu Uhrwerk Orange
Der Titel A Clockwork Orange bezieht sich auf verschiedene Dinge: Das Uhrwerk als etwas Lebloses und mechanisch Funktionierendes. ‘Orang’ wie in Orang-Utan stammt aus dem Malaiischen und bedeutet Mensch. ‘As queer as a clockwork orange’ ist ein Ausdruck im Londoner Dialekt, mit dem man etwas beschreibt, was auf der Oberfläche normal erscheint, aber im Inneren sehr bizarr ist.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (6) — Film: Uhrwerk Orange

SoulReaver: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] 'Uhrwerk Orange' ist die einmalige Charakterstudie über einen Menschen, der Gewalt in jedem Ausmaß auslebt, erlebt und erfährt. Aber es ist auch eine Studie und eine Beleuchtung der Gewalt selbst und über ihre unbegrenzten Auswirkungsmöglichkeiten. Was dabei aber nie als gewaltverherrlichend dargestellt wird. Kubrick bleibt sich natürlich, wie gewohnt, durchgehend treu und zeigt die Brutalität in schonungslosen und abstoßenden Bildern, die durch seine perfekte Inszenierung immer wieder philosophisch, unglaublich gesellschaftskritisch und beeindruckend visionär erscheinen. [...]

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SiameseMax: SiameseMovies

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10.0Herausragend

[...] Stanley Kubricks wohl umstrittenste Regiearbeit aus der Blütezeit seiner mittlerweile schon legendär gewordenen Karriere ist kaum zu beschreiben: Bedeutsam und wuchtig, seltsam und verstörend, vielsagend und gleichzeitig schwer zu fassen. Ungestüm klagt er ein großes Ganzes an und greift gleichermaßen nahezu unzählige Facetten eines brisanten Themenkomplexes auf, dessen scheinbar banal-plakative Message sich als tief in der Seele unserer Zivilisation verwurzelt und trotz aller vordergründig abgehobenen Realitätsferne voller Wahrheit steckend entpuppt: „Gewalt erzeugt Gegengewalt“. Kubrick sei Dank macht es „A Clockwork Orange“ sich und dem Zuschauer die Sache nicht ganz so einfach, und dabei ist es gerade die Stilisierung der expliziten Gewalt, die als Hauptaugenmerk vieler Kritiker Kubrick den Vorwurf der Gewaltverherrlichung und sogar der Menschenverachtung einbrachte, welche den Film so ungemütlich macht und viele Fragen aufwirft, ohne befriedigende Antworten zu liefern, die den Zuschauer aus seinem Schock befreien und wieder wohlig in Watte packen würden. [...]

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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6.0Ganz gut

Clockwork Orange ist sicher ein Film aus der zweiten Reihe, wenngleich Kubrick hier die Abgründe in der menschlichen Psyche am extremsten und auf's schmerzlichste darbietet - und der Film deshalb auch nur knapp der Zensur entkam. Der Film fasziniert auf unangenehme Weise, zumal Kubrick es schafft eine groteske, ja sogar komikhafte Szenerie zu schaffen, die nicht zuletzt durch hervorragend kontrapunktierte Musik erzeugt wird.
Aus heutiger Sicht verliert die Kernaussage allerdings an Wirkungskraft, da Gewalt in den meisten unserer Medien stets allumfassend präsent ist, sollten alle Menschen von ihrer inneren Gewaltbereitschaft geheilt sein.

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Kautschuk777

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ui tut mir leid aber ich glaube du hast "die kernaussage" falls es sie gibt nicht wirklich verstanden. die heilbarkeit des gewalttriebes ist im rahmen des filmes zwar wichtig aber bei genauerer betrachtung nur sekundär viel mehr werden die beiden extremsten strafzwecktheorien gegenübergestellt. die totale resozialisierung gegenüber der totalen vergeltung. das augenmerk liegt hierbei auf den folgen für den protagonisten bzw. der wechselwirkung mir der gesellschaft.


C. Friedrich

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Die Diskussionen um diesen Film legen sicher verschiedene Interpretationsmöglichkeiten dar, wobei ich nicht glaube, dass Kubrik straftheoretische Terapien im Kern vorstellen wollte, sondern die Therapie im Film lediglich Mittel zum Zweck ist. Die Gewaltgenese (hier in einer fiktiven Gesellschaft) reflektiert durch Aggressionsabbau, der durch verschiedenste Frustration entstehen kann, ist hier ebenso detailreich und unverblümt, aber satirisch thematisiert. Dies könnte den Film gerade zum Ende hin auch als eine künstlerische Farce erscheinen lassen. Ich stimme dir deshalb zu, dass das Wort "Kernaussage" hier vielleicht nicht gut gewählt ist. Es ist mehr ein zynischer Dreiklang von Exzess - Therapie - Katharsis, wobei ein gesellschaftskritischer Bezug im moralischen Sinne meiner Meinung nach nicht im Vordergrund steht.
Meine Kritik legt aber grundsätzlich nicht den Schwerpunkt auf seine Deutung, sondern auf die Kontroverse um diesen Film und dessen Wirkung.


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

„Uhrwerk Orange“ ist Kubricks schwierigster, weil undurchsichtigster Film. Er stellt so viele Fragen über menschliches Verhalten, Moral, Psychologie, Politik und die Gesellschaft, dass er es geradezu darauf anlegt, falsch verstanden zu werden. Viel Kontroverse – und daraus resultierend auch ein Kult – ergab sich durch die vermeintliche Verharmlosung von Gewalt, wie sie im Film durch Zeitlupen, Fröhlichkeit und klassische Musik erreicht wird. Das macht einfach neugierig und bescherte „Uhrwerk Orange“ seinen hohen Status in der Filmgeschichte. Doch so zweifelhaft, wie der Inhalt dieser Romanverfilmung bleibt, so klar auf der Hand liegt Stanley Kubricks fantastisches Gespür für inspirierte Bilder. [...]

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Imran

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Fast so schön wie ich der Film.


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.0Ausgezeichnet

Wenn man mal von 15jährigen Alkopop-Kids an der Tankstelle absieht, dann gibt es ja generell wenig Menschen, die sich wünschen würden wesentlich älter zu sein, als sie es momentan sind. Ich muss gestehen, für knapp drei Stunden wäre ich gerne 40 Jahre gereifter gewesen - und das nur deshalb um bei der Premiere von "Clockwork Orange" irgendwo im Kino zu sitzen. Denn obwohl der Film auch heute noch ein Potpourrie aus Sex, Gewalt, grellen Farben und klassischer Musik ist - diese einhundertprozentige Faszination und/oder Abscheu die er damals zu Zeiten seiner Uraufführung ausgelöst hat, die kann er heute nicht mehr transportieren. Das liegt weniger am Film selber - die Werke von Kubrick sind in vielen Punkten zeitlos (das muss ich sogar für den mir verhassten "2001" zugeben) - sondern viel eher an den veränderten Sehgewohnheiten von heute und die Gewöhnung an Dinge, die damals noch für einen Aufschrei gesorgt haben. Man könnte glatt sagen, die Realität hat Kubricks medienkritischen…

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Floyd B.

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...
...
...!
VERBRENNT IHN! XD

Ja, die Welt ist ungerecht. Ich werde dich zwar im oldboy-Attentat nicht unterstützen können, aber von mir aus kannst du den Film zerreißen und zerhacken wie du willst, solange du die Coen Brothers nicht als belangl...
...
...
VERBRENNT IHN ZWEIMAL!

(Irgendwann, wenn mir eine Kritik von dir inhaltlich nicht gefällt, schreibe ich einfach "Das ist der Typ, der Oldboy schlecht findet" darunter! ;)

Gute Besserung von all den Ohrfeigen. Jede davon resultierte aus Verzweiflung. :)

Horrorshow!


TheJoker

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xD hat echt Spaß gemacht, eure kleine "Auseinandersetzung" mit-zu-verfolgen ;-)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.5Uninteressant

Ein zwiespältiges Experiment: Als gesellschaftliche Utopie über Entfremdung, Faschismus und Medienverfall lesbar, ergötzt sich der Film an seiner verzerrten Ästhetik und unterzieht den Zuschauer jener Manipulation, die auch dem jungen Alex in der Handlung widerfährt. Ein zum Klassiker verklärtes, menschenfeindliches Faszinosum.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 25 Antworten

HulktopF

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eigentlich wurd alles gesagt zu der kritik ö.ö


faggot

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Nicht ganz ;)
eigentlich möchte ich nicht Vegas Kritik verteidigen, viel mehr möchte ich auf einen gewissen Aspekt der Kommentare eingehen. Und zwar geht es um diese ganze Sache mit dem "Geschmack": Ihr schreibt in der Kunst ginge es nicht nur um Geschmack; man müsse hinter den Film gucken; die Intention des Kubricks erkennen etc.

Nun, klar habt ihr irgendwo recht. Man kann nicht einfach sagen "Nö, ich mag die Farben nicht" und somit sein Statement abgeben. Aber Fakt ist, dass der Mensch nun mal irgendwo einen Geschmack hat ( Und im Gegensatz zu einem User, der behauptete, dass Geschmack durch Erwartungshaltungen entstehe sehe ich den Geschmack auf der Persönlichkeit der entsprechenden Person fundiert. ) und dieser lässt sich nicht einfach mal so von Jetzt auf Gleich abschalten. Wenn eine Person für die Art des Films aufgrund seines Wesens, seines Geschmacks weniger empfänglich ist, dann ist das nun mal so. Schließlich ist die "Kunst" ja auch nicht etwas das ohne Geschmack funktioniert. Menschen sind verschieden, Auffassungsarten sind verschieden, Geschmäcker sind verschieden, ob bewusst oder unbewusst. Eigentlich sind diejenigen, die andere wegen ihres Geschmacks blöd anpupen die wahren Kulturbanausen....

Ich habe "Clockwork Orange" letzlich 7 Punkte gegeben, da er es wert ist gesehen zu werden. Mich pers. spricht der Film kaum an, ich kann den vorhandenen Elementen und den dargestellten Personen wenig bis garnichts abgewinnen. Das Argument, man müsse die Intention von Kubrick erfassen um den Film zu verstehen, ist heiße Luft. Erfasse die Intention des Regisseurs von Tripple xXx, erst dann wirst du den wahren Sinn verstehen... , nein Leute, das zieht nicht.

Wie ein Freund (und begeisterter Kubrick-Fan) von mir so passend sagte: "Du musst Kubricks Charaktere als Allegorien auffassen, nicht als Personen"



Kommentare (226) — Film: Uhrwerk Orange


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doktormovie

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"...ich meine,wenn ich mitmache,fühlte ich mich wirklich Horrorshow!"

Es gibt Filme,die sind keine Filme,wie man sie heutzutage oft sieht,an die man sich 10 Minuten später nicht mehr erinnert.
Es gibt Filme die sind Kunst.Und Clockwork Orange ist Kunst.
Die erste Hälfte total abartig Crazy und alles Kunterbunt und einfach so bizarr.
Die Zweite Hälfte wird gesellschaftskritisch und ist auch noch Weltklasse.
Was Stanley Kubrick hier geschaffen hat ist unfassbar,und verstörend in jeder Hinsicht,egal ob unmenschliche und kranke Gehirnwäschen bei einem Menschen vorgenomen werden,oder ob man sieht wie eine Frau vergewaltigt wird während der Protagonist "Singin' in the Rain" singt.Über die Botschaft des Films kann man streiten,ja,aber ich unterstütze diese Teilweise.Ein Meisterwerk.
Ciao,geh noch schnell mit meine Droogs in die Korona-Milchbar.

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nothingwillhurt

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bei deiner anmerkung musste ich schmunzeln :3


Hfonda15

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Bewertung9.5Herausragend

SPOILER
Mein Gott war dieser Film ein Höllentrip. Ich hab noch nie eine so geniale Geschichte über eine unaufhörliche Spirale der Gewalt gesehen, die mich so fasziniert zurück gelassen hat!
Nach diesem Werk hat es Stanley Kubrick nun auch geschafft in die Liste meiner persönlichen Lieblingsregisseure aufgenommen zu werden!

Wenn ich mir einen Film ansehe, versuche ich immer wenig über ihn in Erfahrung zu bringen und mich lieber von den meisten Szenen überraschen zu lassen, doch was hätte mich auch auf das Werk ,,Uhrwerk orange" vorbereiten können?
Auf eine derart geschickt dargestellte Geschichte über Gut und Böse?

Man hat zu Beginn den jungen charismatischen Alex und seine drei Freunde, die die Abende damit verbringen in Bars Milch zu trinken, bevor sie sich dann aufmachen um wehrlose Obdachlose halb tot zu schlagen, in Häuser einzubrechen und Frauen zu vergewaltigen.
Alex genießt seine Zeit, er hat einen Anwalt der ihm bisher die Polizei vom Leib halten konnte, seine drei Drooges die er mit autoritären Methoden zurechtstutzt, wenn sie ihm nicht gehorchen und er hat sichtlich Spaß daran eine Frau zu vergewaltigen während er fröhlich ,,I`m singing in the Rain" singt!

Wieso diese Bande von 4 verabscheuungswürdigen Menschen so ist wie sie nun mal ist, darum geht es hier gar nicht. Wieso Alex, der aus einem guten Haushalt kommt und keine Geldsorgen oder dergleichen hat ein brutaler, gewaltliebender Widerling ist, dass muss der Zuschauer selbst wissen und man kann selbst wieder Stundenlang darüber philosophieren ob der Mensch Gut oder böse ist.

Wegen der Euphorischen Gewaltdarstellungen im Film ist es kein Wunder, wie der Streifen niedergemacht wurde als er vor über 40 Jahren erschienen ist.
Doch auch heute noch ist der Film ein Meisterwerk, denn was er uns doch zeigt und was manche Leute vor 40 Jahren und vielleicht auch heute einfach nicht wissen wollen, der Mensch ist kein Uhrwerk! Er ist jemand, der vorbestimmter Weise oder nicht, selbst handelt, eigene Entscheidungen trifft und wenn man ihm seinen freien Willen nimmt, ihm damit das Recht was uns alles gegeben ist nimmt, dann ist er kein Mensch mehr!
So macht man es mit Alex, er war ein sadistisches Monster, doch man fragt sich nicht wieso er das macht, was er letzten Endes tut, denn das will die Regierung und die Gesellschaft auch gar nicht wissen, sondern man will aus ihm einen gesellschaftsfähigen Menschen machen, nicht etwa dadurch, dass Alex Einsicht für seine Taten bekommt, sondern dadurch, dass er gefoltert wird. Die Regierung benutzt Alex für ein sadistisches Projekt und man macht ihn zu einem Menschen, der zwar keinem anderen mehr Leid antun kann aber nicht aus freien Stücken, sondern weil es ihm auf grausamste Weise eingetrichtert wird.

Man sieht es in diesem Streifen immer wieder ,,Das Böse" im Menschen ist einfach da und es steckt in jedem von uns, egal wie sehr wir uns auch dagegen wehren, egal ob wir es mehr oder weniger unterdrücken können. Die meisten sind keine gewissenlosen Menschen wie Alex aber was in jedem von uns irgendwo steckt ist der Sinn auf Rache, der niemals überwunden werden kann. Der Mensch ist keiner der auch seine zweite Wange hinhält, nachdem er geschlagen wurde. So was versucht man in der Therapie aus dem Protagonisten zu machen, doch das Verhalten passt ob wir wollen oder nicht einfach nicht zum Menschen. Sobald wir mit anderen Menschen in Kontakt kommen, ist auch diese Bösartigkeit in uns geweckt. Einigen gelingt es auf Rachegedanken zu verzichten, doch sie sind da, das ist unsere Natur und so beginnt die Gewaltspirale in diesem Film.
Jeder den Alex in seiner Vergangenheit fertig gemacht hat, wird sich fürchterlich an ihm rächen und keiner wird Mitleid mit ihm haben, wenn der Junge von all seinen Opfern was einstecken muss.
Diese Meisterwerk von Kubrick bleibt dabei auch stets pessimistisch, man wird hier keine Person finden, die in irgendeiner Weise Mitleid hat oder vergeben kann. Bei ,,Uhrwerk Orange" wird nicht vergeben, denn die Spirale der Gewalt wird sich weiterdrehen und zwar für immer über diesen Film hinaus!

Der normale Durchschnittszuschauer wie ich, bekommt ab der zweiten Hälfte des Films sogar irgendwann Mitleid mit Alex, Moment, das war doch der abartige Kerl vom Anfang den man so gehasst und verflucht hat für seine Taten? Wieso bekommt man jetzt Mitleid mit ihm?
Weil er einem selbst ja nichts getan hat, wenn man der Mann wäre, dessen Frau Alex in den Tod getrieben hat...
wahrscheinlich würde man den Jungen selbst mit Freude durch die Beethoven Musik in den Tod treiben!

Über diese Thematik hat uns Kubrick einen Herausragenden Film abgeliefert und dazu kommen noch Sachen, die wir wie immer von diesem Künstler geboten bekommen, wie den fantastischen opernhaften Soundtrack, geniale Kameraeinstellungen, die die tolle Optik des Streifens noch einmal unterstreichen und selbstverständlich eine perfekte Besetzung der Rollen, in der die Darsteller komplett aufgehen können!

Ein genialer Film, der für mich ein eigensinniges Plädoyer für die geistige Freiheit des Menschen darstellt, wenn er einen bei den Aussagen aber auch traurig und mehr als je zuvor am Menschen zweifelnd, zurücklässt!

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Hfonda15

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Danke dir Kobbi, 2001 ist auch bisher das einzige Werk mit dem ich jetzt nicht so viel anfangen konnte aber die anderen 3 Filme von Kubrick waren soo genial!
Freue mich schon auf seine restlichen Werke und ganz besonders Dr. Strange Love :)


Ben Kenobi

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Ui, mir geht's wie kobbi. Kaum mal ein paar Tage nicht viel hier reingeschaut, hätte ich jetzt fast deinen grandiosen Kommentar zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme übersehen... Zum Glück fiel mir gerade ein, dass du da ja mal was angekündigt hattest, und so hab ich direkt mal nachgesehen. :) Schöne Auseinandersetzung mit dem Film von dir, große Zustimmung von mir, und der Neid auf dich, weil ich die ganzen Kubrick-Filme auch gerne wieder ein erstes Mal sehen würde...


sebastianxxx

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh während und nach diesem Film sehnt man sich soohh nach dem "Guten" im Menschen und der Welt ... wann ist es nur abhanden gekommen?

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sebastianxxx

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... übrigens bin jetzt auch unter die Filmer gegangen :-)
auf you tube eines meiner ganz ganz frühen Werke - Kamera: mein lap top,
Beleuchtung: eine einzige Lampe mit mir in der "Hauptrolle" ... :-))

http://www.youtube.com/watch?v=hAOmn1PfxYg


sebastianxxx

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Titel: "Fisch Nr. 3" :-))


heiko.buschhaus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hey, hier kommt Alex!
Vorhang auf für seine Horrorshow!
Dieser Film hat mich wirklich von den Sockeln gerissen! Nachdem der letzte Kubrick-Filme, den ich gesehen habe ('2001 - A Space Odyssee'), nicht ganz so gut war hat mich dieser wieder in den Bann von Stanley Kubrick gezogen! Sein bisher bester Film in meinen Augen brilliert durch tolle Settings, eine mitreißende Story, schrille Ausstattung, geniale Regie-Umsetzung und einen Malcom McDowell der Alex spielt, als wäre er einzig und allein für diese Rolle geboren worden. Allein die Erzählweise von Alex macht den Film so genial und überzeugend, zudem kommt, das während der kompletten 131 Minuten nicht ein winziger Funke Langweile bei mir aufkam. Der Film wandert zudem genial zwischen Gesellschaftssatire und ernsten Gefühlen, welche einen tiefer in die Welt von Alex holen! Alles in allem kann ich nur sagen:
All right, Bruder!

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JeffLaundry

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Bewertung5.5Geht so

Der Regisseur versucht, anstatt mit guter Regie und eindrucksvoller Story, anhand von Gewaltorgien und drastischen Darstellungen des Umgangs zwischen Menschen Einduck zu schaffen. Und wenn es passiert, bleibt nur die Frage, ob der Kinogänger das wirklich wollte. Punkte für die Weitwinkelaufnahmen und Beethoven. Für mehr reicht dieser Film leider nicht.

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et7

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Bewertung7.0Sehenswert

'Clockwork Orange' muss damals ein unglaublich mutiger und innovativer Film gewesen sein. 40 Jahre später überzeugt er immer noch durch die genauso faszinierende, wie abstoßende und schreckliche Handlung. Wahnsinn und Unmenschlichkeit schlummern in allen Charakteren. Bild, Musik und Sprache des Films muten wie ein surrealistisches Theaterstück an, was mehr als gewöhnungsbedürftig ist. Fazit: Ein faszinierender und andersartiger Klassiker, auf den man sich einlassen muss.

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nothingwillhurt

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richtig gut beschrieben. vor allem "Wahnsinn und Unmenschklichkeit schlummern in allen Charakteren", treffender hätte man es nicht formlieren können


Kurono

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Bewertung5.0Geht so

Ich glaube kein Film hat mich in den letzten Jahren so beschäftig wie Kubricks „A Clockwork Orange“.

Zu einem liegt das an der schwere des Themas selbst, welches sich mit den Abgründen des Menschseins beschäftig, zum anderen an der Umsetzung und der Darstellung. Dabei hatte ich anfangs den Fehler gemacht Kubricks Film nicht losgelöst von Anthony Burgess Romanvorlage zu betrachten. Auch wenn die Handlung selbst zum Großteil identisch ist, haben beiden Versionen unterschiedliche Schwerpunkte. Burgess „Clockwork Orange“ beschäftigt sich mehr damit, inwieweit „das Böse“ zu einem „guten“ Menschen dazu gehört. Kubrick nutzt die Geschichte hingegen dafür, um das Thema Macht und deren Missbrauch zu behandeln.
Das erfolgt dabei mal unglaublich subtil allein durch Bildaufbau und Bildsprache, mal ziemlich offensichtlich, durch körperliche Gewalt des Stärkeren gegenüber den Schwächeren. Ob nun Alex gegenüber seiner Opfer oder der Staat und seine Vertreter gegenüber Alex. Das die Macht und der damit immer einhergehende Missbrauch rein männlicher Natur ist, wird dabei nicht nur durch Vergewaltigungsszenen deutlich, sonder allein schon durch die unglaublich kraftvolle Gestaltung der Szenen. Man denke nur mal an die Korowa-Milchbar mit ihren scheinbar zweckentfremdeten weiblichen Schaufensterpuppen.
Auch wenn kein Zweifel daran bestehen kann, dass Kubrick genau dieser (männliche) Machtmissbrauch zuwider ist, bezieht der Film selber dazu nie Stellung. Hier ist auch mein Hauptproblem mit „A Clockwork Orange“. Dieser Film ist ein zynischer und böser Kommentar, nicht nur zur Gesellschaft als abstraktes Konstrukt, sondern zum Menschen selbst. Für meinen Geschmack zu zynisch, zu böse, ohne den Funken Hoffnung wie in „Paths of Glory“ oder den Augenzwinkern eines „Dr. Strangelove“, beides Kubrick Filme welche sich ja durchaus auch mit den Thema staatlicher Macht beschäftigen.
Trotzdem finde ich, dass eine Auseinandersetzung mit diesem Film (und damit automatisch mit Kubrick selbst) absolut lohnenswert ist.
Ich denke mit „A Clockwork Orange“ versucht Kubrick aufzuzeigen das faschistische Strukturen und denken auch in den vermeidlich aufgeklärten demokratischen Gesellschaften vorkommen und das die schönste und größte Kultur allein nicht davor schützen kann.

„People have written about the failure of culture in the twentieth century: the enigma of Nazis who listened to Beethoven and sent millions off to the gas chambers.“ - Stanely Kubrick

Die MP-Bewertungsskala reicht nicht aus um meine Gefühle für diesen Film Ausdruck zu verleihen. Am liebsten würde ich ihn gleichzeitig bei meinen Lieblings- und meinen Hassfilmen einordnen. Auf jeden Fall wird mich dieser Film auch noch in Zukunft beschäftigen.

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marvin.stiftinger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.

Kubrick hat es geschafft etwas eigentlich abstoßendes sehr Attraktiv und Anziehend Darzustellen

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Jek-Hyde

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Uhrwerk Orange ist skurril, grotesk, ekelerregend, brutal, brutal lustig, gesellschaftskritisch, künstlerisch umgesetzt, Bonbonbunt, gut geschauspielert und...ja, ich weiß nicht, er beißt halt. Er ist eine richtig schwarze, böse Satire. Und zu der damaligen Zeit so viele heikle Themen in nur einen Film anzusprechen ist schon der Wahnsinn. Ich finde zumindest dass Uhrwerk Orange Kubricks bestes Werk ist. Es ist einfach so perfekt. Alles Past. Die erste Hälfte „Hier kommt Alex“ und die zweite Hälfte „By, By Alex“;)
Uhrwerk Orange ist wirklich schwer zu fassen, mit seinen bunten Bildern, den vielen Überzeichnungen, der starken Symbollastigkeit, der Aktualität und der Sexszene auf Speed. Man kann Lachen, weil es so albern und blöd ist und man kann weinen, weil es so wahr ist. Eine Groteske in destillierter Form.
Doch dass aller merkwürdigste war, bei diesen menschlichen Monster, diesen Alex, dass man ihn alles an den Hals wünscht, was ein Mensch nur abkriegen kann und als er dann am Boden ist da...tat er mir plötzlich leid. Wie konnte ich nur so fühlen? Besonders mit so einen Menschen?
Das hier ist noch lange nicht alles, aber alles werde ich nie aufzählen können, ihr werdet eure Nerven überreizen, eure Augen überstrapazieren und euer Gehirn wird sich fühlen wie reingekackt aber: Seht ihn euch einfach an...bitte. Ihr werdet es bereuen.

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MasAmedda

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Bewertung7.5Sehenswert

Als ich den Film damals geschaut habe war ich schon etwas verdutzt und fand ihn irgendwie eigenartig, gleichzeitig aber sehr interessant und speziell, man möchte einfach weiterschauen und der Film hat seine ganz persönliche Note, die ihn eben interessant macht. Kann gut verstehen, dass er oft als einer der besten Filme bezeichnet wird. Mir selbst hat er auch gut gefallen. Fand das erste und letzte Drittel des Films toll, den Mittelteil aber leider etwas anstrengend.

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DonLemón

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach richtig Horrorshow

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nico.klingspohn.9

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Bewertung2.5Ärgerlich

so ....
hab mein altes kommentar gelöscht weil zu viele möchtegern filmkritiker mich dissen wollten....
bin erstmal 5 mal eingeschlaffen bei den film aber hab es geschafft ihn zu ende zu schauen.Der film ist albern !!!! Könnte ne komödie sein...
Musik dazu ist genau passend:) deswegen die 2,5 punkte!!!
Story auch gut. nur leider schlecht und albern umgesetzt schade:(

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doktormovie

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Ich auch!


Lepsmaster

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Leute regt euch nicht unnützig auf. Mit diesem Kommentar zu "a Clockwork Orange" zeigt er doch ganz offensichtlich, dass er von einer Sache keine Ahnung hat und zwar Filme!


Fedkek2

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Bewertung2.5Ärgerlich

Die erste Hälfte des Films ging ja noch aber dann hab ichs nicht mehr ausgehalten und musste abschalten auch wenn er Kult ist, das ist der mit Abstand sinnloseste, verrückteste und krankeste Film den die Menschheit je produziert hat. Gegen diesen Film ist Turkish Star Wars (trashigster Film ever) die Erleuchtung des Lebens.

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Dr.S.Sneijder

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schon mal tokyo gore police gesehn?
es geht dabei auch nicht um "sinlosigkeit" oder derartiges...


sebastian.boehler

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Bewertung9.5Herausragend

"Nichts ist grauenhafter als Brutalität. [...] Wenn wir gesund sind, reagieren wir auf Brutalität und Gemeinheit mit Furcht und Übelkeit."

Sehr sensiblen Menschen wird es bei der Sichtung dieses Films ähnlich gehen.
Zwar gibt es in Filmen, die speziell darauf ausgelegt sind, eine deutlich intensivere Darstellungen von Gewalt und Pornografie - soweit man es als solche bezeichnen kann; besser ist womöglich (unfreiwillige) Sexualität - zu sehen, doch besaß Stanley Kubrick keinerlei Scheu, zu offenbaren, was es bedeutet, brutal zu sein, und was es bedeutet, sich durch Brutalität zu verändern, ob zum Bösen oder zum Guten.

"A Clockwork Orange" ist der Inbegriff von Brutalität.
Es ist der von Furcht und Angst.
Und es ist der von Reue und Bekehrung.
Es ist das Zusammenspiel von Gut und Böse und deren Bedeutung, wie auch deren Wandlungsfähigkeit bzw. Veränderbarkeit.

Mittels einer beachtlichen Narration, geschickten Dialogen und der vortrefflichen Vertonung von Bildern, ich korrigiere, in Kubricks Fall - der Verwendung klassischer Musik wegen - Bebilderung/Visualisierung von Tönen, von Musik, und der damit verbundenen exzellenten Kameraarbeit, schafft es der Film, dem Zuschauer die Ursachen und die Folgen von Brutalität, bzw. die Brutalität an sich, die Grausamkeit und die anschließenden Gefühle, sei es Reue oder sei es Gleichgültigkeit, zu verdeutlichen und ihn dabei auf eine äußerst künstlerische Art und Weise zutiefst zu berühren und zu ergreifen und vorallem zum Nachdenken anzuregen.

Der Film ist - um es simpel auszudrücken - die Gehirnwäsche bzw. die Bekehrung, der sich auch der Protagonist unterzog. Nach der Betrachtung von "A Clockwork Orange" wird man anders - sowohl ergriffen als auch verstört - über die im Film dargestellten Motive denken.

Der Mensch ist ein Uhrwerk.
Er ist eine Maschine, die zwar funktioniert, jedoch verstanden wird und daher kontrollierbar ist. Inwiefern sie jedoch kontrolliert bzw. verändert werden kann, wird so erst nach der Sichtung von "A Clockwork Orange" bewusst.

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il padrino

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film war zu seiner Zeit ein Skandal. In Britannien war er bis vor wenigen Jahren verboten. Er galt als unsagbar brutal und verstörend.

Heute jedoch gilt die Gewalt in dem Film als durchschnittlich; was also bleibt von dem womöglich wichtigsten Film des großen Stanley Kubrick, was macht ihn auch heute noch interessant?

Nun: Eine ganze Menge! Zunächst ist der Film nach wie vor ein Musterbeispiel für handwerkliche und technische Perfektion. Und ist der Film auch nicht mehr besonders brutal, so ist er immer noch enorm provokativ in der Art und Weise, wie er Gewalt als Kunst inszeniert.

Die Dramaturgie ist perfekt, und vor allem: Sie geht hinaus über den Punkt, an dem Filme normalerweise aufhören. Auch ist die Handlung weniger als Bogen, als als Kreis angeordnet: Zunächst haben wir den brutalen Verbrecher Alex, dann haben wir Alex im Gefängnis, dann Alex, der einer unmenschlichen Therapie unterzogen wird, dann Alex, der wieder frei ist, sich jedoch nicht mehr wehren kann, sodass seine ganze Gewalt auf ihn selbst zurückfällt, dann Alex, der von diversen politischen Parteien ausgenutzt wird, und zum Schluss Alex, der wieder so ist, wie zu Beginn des Filmes.

Ales de Large, der extrem vielschichtige Hauptcharakter und Erzähler des Films, wird brillant verkörpert von Malcolm MacDowell. Alex liebt die Musik des Ludwig von Beethoven, in seiner eigenen "Jugendsprache" Ludwig Van genannt, und daher ist der Film mit dieser unterlegt- eine denkbar großartige Kulisse.

Der Film ist heute fast noch verstörender als seinerzeit, aus dem simplen Grund, dass so vieles davon wahr geworden ist: In bestimmten Vierteln Londons wimmelt es nachts tatsächlich nur so von brutalen Jugendbanden, und diese sprechen teilweise wirklich eine eigene Sprache sprechen, auch die Behandlungsmethoden, mit denen Alex in ein Häufchen Elend verwandelt wird, existieren heute, auch wenn sie, zum Glück, nicht eingesetzt werden. Dazu zynisch-egoistische Politiker, gewalttätige Polizisten- auch ein bekanntes Bild, oder?

Ich könnte den Film jetzt interpretieren, doch dies würde zu viel Zeit verschlingen, und vor allem soll es jeder selbst tun, daher komme ich nun zum Ende: "Uhrwerk Orange" ist definitiv einer der bedeutendsten und besten Filme aller Zeiten, ein Meisterwerk, das aktueller ist denn je. Und noch ein Wort an all jene hier, die den Film nicht zu schätzen wissen: Das ist dem Film egal, er ist die Eiche, die es nicht stört, wenn sich ein Wildschwein an ihr juckt. Denn dieser Film ist größer als die Meinung eines Einzelnen.

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emp6

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das [Platz für mind. 20 Superlative] Werk der Filmgeschichte!

Weiß jemand, ob es inzwischen eine digital remasterte BlueRay-Version gibt?
(Die Rezensionisten der bisherigen BR sind bzgl. Bildqualität fast durchweg enttäuscht)

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daweed

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

richtig horrorshow!

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uncut123

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

das ist dieser film!!!!

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alex023

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Bewertung9.5Herausragend

[Eine Reise durch Stanley Kubricks Filmographie 8/9]

„Goodness is something to be chosen. When a man cannot choose he ceases to be a man.“

Meine Reise durch Stanley Kubricks Filmographie endet so langsam. A CLOCKWORK ORANGE – ein Meisterstück des Mannes, bei dem wir einfach mal zugeben müssen, dass er viel zu intelligent für uns war und wir ihn wohl nie richtig verstehen werden. Denn auch dieser Film hier gehört neben seinem wegweisenden Science-Fiction-Film „2001“ zu der Sorte Filme, bei der man erst einmal mit dem irrsinnigen Gefühl zurückgelassen wird, dass man praktisch gar nichts verstanden hat. Oder doch alles. Oder doch nichts? Das folgende wird definitiv Spoiler enthalten, Nicht-Kenner sollten also gewarnt sein.

Also was haben wir hier: einen Film, der es schafft, aus einem völlig unsympathischen, verabscheuungswürdigen, sich selbst verherrlichenden Gewaltverbrecher ein Opfer der sozial-politischen Integration und Uniformierung zu machen. Mir fallen auf Anhieb nicht viele Menschen auf unserem Planeten ein, die so ein Kunststück innerhalb von gut zwei Stunden vollbringen könnten. Ein Stanley Kubrick ist einer dieser Auserwählten, vielleicht auch sogar nur der einzige, denn er hat es bereits geschafft. Alexboy, der kriminelle Taugenichts als Opfer einer modernisierten, in diesem Fall dystopischen und somit besorgniserregenden Gesellschaft?
Kubricks Werke sind immer schwierig zu packen, zu handhaben, schwere Kost sagt man in der Umgangssprache. Doch selbst für schwere Kost ist das hier immer noch heftig. Das zentrale Thema kann man wohl erst nach Ende des Films herausfinden, alles andere würde sich nur noch mehr auf Spekulationen stoßen. Auch wenn wir nach Beendigung des Werkes nicht wirklich viel schlauer sind. Will Kubrick uns hier lediglich eine Charakterstudie präsentieren, den „Fall“ eines Menschen vom gewaltbereiten Mörder zum gewalt- und gefühllosen Uhrwerk Orange, der Maschine, die zwar nicht mehr Straftäter ist, aber auch kein Mensch mehr – so grotesk und anmaßend das auch klingen mag?
Oder ist es vielmehr eine sozialwissenschaftliche Gesellschaftskritik, gegen die Vereinheitlichung der Bevölkerung, ein Statement für die Individualität und vielleicht gerade durch die – vor allem für damalige Verhältnisse – exzessive Darstellung von brutalsten Gewalt- und Sexualverbrechen (manche können auch ‘das mit den Augen‘ nicht sehen) eine klare Positionierung GEGEN die Verherrlichung von Gewalt? Vermutlich ist es irgendwo eine Mischung aus allem.
Wenn wir das nur alles begreifen könnten, wir müssten dazu wohl alle mindestens so klug wie unser großer Regisseur sein. Seine stilistische und inszenatorische Fähigkeit, die vielleicht einmalig ist, beweist er bei seinem Meisterstück natürlich wieder. Außergewöhnliche Kameraeinstellungen harmonieren mit dem Einsatz der Musik, die zu jederzeit die passend dichte und geschärfte Atmosphäre schafft, die den Film auf eine andere, eine audiovisuell herausragende Ebene transportiert. Nicht zuletzt seine Kontrapunktierung in Gewaltszenen mithilfe von klassischer Musik („der gute alte Ludwig van“) unterstreicht die perfekte Arbeit mit Sinneswahrnehmungen.
„A Clockwork Orange“ ist einer der meist umstrittensten Filme aller Zeiten, so wie ich das bisher vernommen habe. Das prüde Amerika der 1970er leitete vor allem in Form von katholischer Kirche strikte Maßnahmen gegen dieses Werk ein, in dem es seinen Anhängern eine Sichtung verbot. Kubrick selbst musste ihn nach etlichen Morddrohungen gegen ihn selbst und seine Familie nach nur wenigen Wochen aus den Kinos entfernen, woraufhin er bis zu 27 Jahre in Großbritannien unter Verschluss blieb. Und dennoch war er der größte Erfolg am Box Office für Stanley Kubrick.

Stanley Kubrick hat ein Werk für die Ewigkeit geschaffen, eine beinahe perfekte Inszenierung einer dystopischen Gesellschaft, die für uns so erschreckend real und greifbar wirkt, während der Film selbst so entfernt und grotesk wirkt, weil hier gewollt „anders“ inszeniert wird als bei anderen Filmen: speziell, unangepasst und individuell zeigt uns Kubrick seine Gesellschaftskritik und Charakterstudie.
„A Clockwork Orange“ wirkt so speziell, so eigenwillig, so besonders. Abstoßend und gleichzeitig anziehend. Widerlich, grausam und gleichzeitig faszinierend.

„I was cured, all right!“

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MyNameIsNobody

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Bewertung6.5Ganz gut

Der film ist recht abgedreht und man muss ihn wohl in der Richtigen Stimmung schauen. Im Moment war ich wohl noch nicht in der besten Stimmung für den Film. Sonst ist der Film wirklich gut aufgebaut. wünsche allen die ihn noch schauen wollen viel spass und auf eine Bessere Stimmung als ich hatte

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wurzel.mann

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Guck ihn am besten noch ein zweites mal. Der wächst nach jeder Sichtung :)


MyNameIsNobody

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Ja vieleicht im nächsten Jahr^^