Am Ende kommen Touristen
Am Ende Kommen Touristen (2007), DE Laufzeit 85 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 16.08.2007
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28 Kommentare
Keine
von Robert Thalheim, mit Alexander Fehling und Ryszard Ronczewski
Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Polen? Das stand auf Svens Wunschliste nicht ganz oben – war aber die einzig freie Stelle, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZÜberlebenden Krzeminski kümmern und wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der Vergangenheitsbewältigung. Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem Ort aus, an dem nichts normal ist? Wo Fettnäpfchen, Vorurteile und Tabus auf der einen Seite und Gedenkstätten-Tourismus auf der anderen Seite lauern? Als Ania sich für ein Stipendium in Brüssel bewirbt, beschließt Sven alles hinzuschmeißen. Mit gepackten Koffern steht er am Bahnhof. Doch am Ende kommen Touristen, wie jeden Tag, und Sven muss sich entscheiden.
HandlungSvenEigentlich hatte der 19-jährige Sven (Alexander Fehling) sich das alles anders vorgestellt. Aber weil es dann kurzfristig doch nicht mit dem Zivildienst-Platz in Amsterdam geklappt hat, findet er sich kurzerhand in Oswiecim wieder, dem Ort, der unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte.
In der Begegnungsstätte des ehemaligen Konzentrationslagers soll er nun als Zivildienstleistender nicht nur Schulklassen und Seminare betreuen, sondern nebenbei auch auf den eigenwilligen ehemaligen KZ-Häftling Krzeminski (Ryszard Ronczewski) aufpassen, der seinerseits gar nicht einsieht, dass er von einem jungen Deutschen betreut werden soll.
KrzeminskiKrzeminski lebt nach wie vor auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und ist willkommener Gastredner und Zeitzeuge für Führungen und Seminare. Nebenbei hält er sich am liebsten in der Werkstatt auf und repariert dort…
Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Polen? Das stand auf Svens Wunschliste nicht ganz oben – war aber die einzig freie Stelle, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZÜberlebenden Krzeminski kümmern und wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der Vergangenheitsbewältigung. Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem Ort aus, an dem nichts normal ist? Wo Fettnäpfchen, Vorurteile und Tabus auf der einen Seite und Gedenkstätten-Tourismus auf der anderen Seite lauern? Als Ania sich für ein Stipendium in Brüssel bewirbt, beschließt Sven alles hinzuschmeißen. Mit gepackten Koffern steht er am Bahnhof. Doch am Ende kommen Touristen, wie jeden Tag, und Sven muss sich entscheiden.
HandlungSvenEigentlich hatte der 19-jährige Sven (Alexander Fehling) sich das alles anders vorgestellt. Aber weil es dann kurzfristig doch nicht mit dem Zivildienst-Platz in Amsterdam geklappt hat, findet er sich kurzerhand in Oswiecim wieder, dem Ort, der unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte.
In der Begegnungsstätte des ehemaligen Konzentrationslagers soll er nun als Zivildienstleistender nicht nur Schulklassen und Seminare betreuen, sondern nebenbei auch auf den eigenwilligen ehemaligen KZ-Häftling Krzeminski (Ryszard Ronczewski) aufpassen, der seinerseits gar nicht einsieht, dass er von einem jungen Deutschen betreut werden soll.
KrzeminskiKrzeminski lebt nach wie vor auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und ist willkommener Gastredner und Zeitzeuge für Führungen und Seminare. Nebenbei hält er sich am liebsten in der Werkstatt auf und repariert dort alte Koffer von Häftlingen für die Ausstellungsvitrinen. Sven hat es nicht leicht mit dem störrischen alten Mann. Und immer wieder bekommt er von ihm zu spüren, dass ihn als Deutschen an diesem Ort eine besondere Verantwortung trifft.
Nur sehr langsam entwickeln die beiden so unterschiedlichen Männer ein Gespür für den anderen. Und als die Verwaltung der Gedenkstätte Krzeminski keine weiteren Koffer zur Verfügung stellen will, weil dieser, anstatt dass er sie sachgerecht restauriert, sie pragmatisch repariert, ergreift Sven eigene Initiative und entwendet kurzerhand selbst einen Koffer, den er Krzeminski in die Werkstatt bringt.
AniaAber auch jenseits des Gedenkstätten-Lebens hat Sven es nicht ganz leicht. Immer wieder sieht er sich als Deutscher Vorurteilen, Spott und Agressionen ausgesetzt. Erst als er die Dolmetscherin und Touristenführerin Ania (Barbara Wysocka) kennenlernt, scheint es, als ob auch ein soziales Leben für Sven in der polnischen Kleinstadt möglich ist. Als Sven sich ein eigenes WG-Zimmer sucht, stellt sich zufälligerweise auch Ania als seine neue Vermieterin heraus.
Nur Anias Bruder Krzysztof (Piotr Rogucki) ist nicht besonders begeistert, als Sven auch noch in das von ihm bewohnte Zimmer bei seiner Schwester einzieht. Der desillusionierte Rock-Sänger hat etwas gegen den Deutschen und lässt kaum eine Gelegeneheit aus, ihm das Leben schwer zu machen.
Sven und AniaAber für Sven bedeutet die neue Wohnsituation nicht nur einen sozialen Anschluss an das Leben in der Kleinstadt, es entwickelt sich zwischen ihm und Ania vielmehr eine zarte Liebesgeschichte, die ihm den Aufenthalt versüßt.
Doch Ania hat sich für ein Stipendium in Brüssel beworben. Und so kommt es, dass das Glück der beiden nicht von Dauer ist. Als Ania die Stelle bekommt, sieht sich Sven wieder allein in der fremden Stadt. Doch als er gerade aufgeben und nach Hause fahren will, stellt er fest, dass der Ort ihm tatsächlich gar nicht mehr so fremd ist.
Auszeichnungen
2008 war der Film für den Deutschen Filmpreis (Lola) nominiert.
Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Interview über Hintergründe zum Film und zum Drehbuch mit dem Regisseur
Interview mit dem Produzenten Hans-Christian Schmid auf directed-magazin.net
Interview mit Hauptdarsteller Alexander Fehling auf merkur-online.de
Diese unkontrollierbaren Bilder, Artikel über das Dilemma von NS-Gedenkstätten als Drehorte
Filmseite des Verleihs X-Filme
Quellen
Filmseite des Verleihs X-Filme
Am Ende Kommen Touristen, offizielle Filmseite
Mehr Bilder (7) und Videos (1) zu Am Ende kommen Touristen
Cast & Crew
-
Robert Thalheim
-
Alexander Fehling
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sven Lehnert
-
Ryszard Ronczewski
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stanislaw Krzemiński
-
Barbara Wysocka
-
Lutz Blochberger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jürgen Dremmler
-
Rainer Sellien
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Klaus Herold
-
Piotr Rogucki
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Krzysztof
Regie
Schauspieler
-
Hans-Christian Schmid
-
Robert Thalheim
- Genre
- Romanze, Coming of Age-Film
- Zeit
- 2000er Jahre, Vergangenheit
- Ort
- Ausland, Brüssel, Kleinstadt, Polen
- Handlung
- Ablehnung, Alter Mann, Altersunterschied, Annäherung, Ausländer, Außenseiter, Bruder-Schwester Beziehung, Deutsch-Polnische Grenze, Deutscher, Dolmetscher, Drittes Reich, Faschismus, Fremder, Freundschaft, Gedenkstätte, Holocaust, KZ Auschwitz, KZ-Häftling, Koffer, Konzentrationslager, Liebe, Menschliches Zusammenleben, Menschlichkeit, Misstrauen, Mitbewohner, Nazi, Nazi-Vergangenheit, Normalität, Pole, Reiseführer, Romanze, Schuld, Tourist, Ungleiches Paar, Untermieter, Verantwortung, Verlieben, Vorurteil, Wohngemeinschaft, Zeitzeugen, Zivildienst
- Stimmung
- Berührend, Ernst
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Am Ende kommen Touristen
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Kritiken (6) — Film: Am Ende kommen Touristen
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen“Am Ende kommen Touristen” ist deutsches Kino wie es sein soll. Der Film erzählt eine Geschichte, die das deutsche Publikum betrifft und bewegt sich dabei deutlich über den Niveau einer Fernsehproduktion. Ohne mit der Moralkeule zu schwingen packt Robert Thalheim ein ernstes Thema an und verpackt dies in eine gelungene Charakterstudie. Auch wenn “Am Ende kommen Touristen” keine Leichte Filmkost ist, so ist dieser Film doch ein Film, den man unbedingt gesehen haben sollte!
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenAuch ich, als jemand der dem deutschen Kinofilm per se nicht so kritisch gegenüber steht, wie manch Anderer, muss zu dem Schluss kommen, dass sich eben Dieser leider mitunter mehr als schwer tut. Umso erfreulicher ist es dann wenn es doch ein Vertreter aus deutschen Landen schafft diesen durchaus negativen Gesamteindruck zumindest ein Stück weit zu revidieren. Eines dieser positiven Beispiele ist ganz ohne Zweifel „Am Ende kommen Touristen“ von Robert Thalheim, der in diesem Film vor allem auch seine eigenen Erfahrungen einfließen ließ, die dieser im Zuge seines Zivildienstes in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz sammeln konnte. Und damit sind wir auch schon beim Thema des Films: Auschwitz - Jener Ort, der schlechthin als Synonym für die schrecklichen Greuel des Holocaust steht. Das der Film auf Grund seines schwierigen Themas nicht in die befürchtete moralisch induzierte Schockstarre verfällt, sondern diese, eben ganz im Gegenteil, noch zum essentiellen…
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen“Zeigen sie den Touristen doch Schindlers Liste, das macht mehr Eindruck”, sagt in einer prägenden Szene der ehemalige Auschwitz-Häftling Stanislaw Krzeminski (Ryszard Ronczewski) zu Sven (Alexander Fehling), einem Zivildienstleistenden in der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz und Hauptfigur von Am Ende Kommen Touristen. Das ist kein Satz, der nur mal so fällt in dem Film, sondern dessen Konzept als Kontrastprogramm gegen die melodramatisch verkitschte Konkurrenz aus Hollywood. Am Ende Kommen Touristen ist kein Film über Auschwitz, sondern ein Film nach Auschwitz und taucht ein in das alltägliche Leben der polnischen Stadt Oswiecim, Ort des ehemaligen Konzentrationslagers, zwischen Gedenkstättentourismus und der Normalität in der Heimat von 40.000 Einwohnern.
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christoph-m 2011/05/22 21:56:13
Antwort löschenTifft's auf den Punkt!
m. wagenhäuser: Familieneinladungen.de
Kommentar löschen»Uwaga« steht auf dem Zug, aus dem Sven aussteigt – Achtung! Der junge Deutsche leistet im polnischen Oswiecim seinen Zivildienst: Er soll den ehemaligen Häftling Krzeminski pflegen. Sven beginnt sich mit der Geschichte des »sensiblen Ortes« auseinander zu setzen. Hinter seinem Rücken wird getuschelt: »Ob Svens Opa auch schon hier in Auschwitz war?«
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDas Erinnern und das Vergessen, das Gestern und das Heute, die Deutschen und die Polen - sie stehen wie erratische Blöcke nebeneinander. Thalheim schreckt dabei mitunter vor einer stärkeren Dramatisierung zurück, wo sie vielleicht nötig gewesen wäre, hält diese Ambivalenz aber immer sehr sensibel und unaufwendig, quasi dokumentarisch fest.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenMit überraschender Leichtigkeit erzählt der junge Regisseur Robert Thalheim ("Netto"), wie Gegenwart und Vergangenheit einander durchdringen. Bewegend, humorvoll - und ohne besserwisserische Botschaft. Das macht diesen stillen kleinen Film so bemerkenswert.
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Kommentare (21) — Film: Am Ende kommen Touristen
Kommentar schreibenBriseis 2012/04/12 02:53:36
Kommentar löschenEigentlich dachte ich nichts Besonderes gesehen zu haben, aber nun, 10 minuten später, wirkt der Film nach: ich bin traurig, habe einen Kloß im Hals, möchte mein Kissen umarmen und einen Keks essen.
Melancholischer, bedrückender Film mit zwei wunderbaren Schauspielern (Fehling und Ronczewski), die aus ihren deutlich zu blass geschriebenen Figuren das Beste machen.
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statist 2012/01/06 20:36:41
Kommentar löschenEin kleiner, lebendiger Film, eine schöne Parabel darüber, wie Liebe und Tod immer wieder aufeinandertreffen, wie sehr wir alle die Erinnerung für uns selbst instrumentalisieren, und wie unsicher wir überhaupt sind, wenn es um die Vergangenheit geht - das reicht bis in den privaten Bereich. Ein schöner, unprätentiöser Befreiungsschlag in Richtung der Erinnerungsfetischisten a la Guido Knopp, die es angeblich ganz genau wissen und eigentlich so gut wie nichts wirklich vermitteln. Vermitteln können es nur die, die im Lager waren - man lese Jorge Semprun (der selbst in seinem großartigen Roman "Was für ein schöner Sonntag!" daran zweifelt, ob er oder ein anderer im Lager gewesen ist - was sehr intensiv den Zwiespalt der Überlebenden deutlich macht) und sehe sich Filme wie "Am Ende kommen Touristen" an. Keine Figur ist "sympathisch" im herkömmlichen Sinn - aber muss das denn sein? Danke dem Kleinen Fernsehspiel, das den Film mitproduziert hat und das immer wieder als Insel des Filmglücks im deutschen TV hervorsticht und immer noch lebt!
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Florian Albrecht 2011/12/29 20:43:38
Kommentar löschenEin wunderbarer Film, der zwar eine gewisse melancholische Traurigkeit ausstrahlt, aber an sich nichts Mahnendes anhand des herhobenen Zeigefingers hat. Stattdessen zeigt er den "normalen" Tagesablauf der Gedenkstätte und den Gedenktourismus und wie Überlebende des KZ "erneut missbraucht" werden (Denkmalszene). Es ist ein leiser Film, der tief in die Gedanken wandert und sich dort festsetzt. (unter der Vorraussetzung dass man sich darauf einlässt und für das Thema interessiert).
Auch wird der "Aufbruch" der beheimateten Jugend gezeigt, die versucht, mit den großen Schwarzen Schatten der Vergangenheit umzugehen - hinter sich zu lassen.
Für jemanden, der schon einmal selbst die Gedenkstätte Auschwitz und die zugehörige Stadt besucht hat (wie ich), wirkt der Film um einiges noch treffender, an den Eiern packender, intensiver.
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Janus Winter 2011/07/02 04:10:04
Kommentar löschenBetroffenheitsfixierte Langeweile. Guter Soundtrack.
Bunnyfaktor: 4
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Nayuma 2011/04/03 21:45:17
Kommentar löschenÆhnlich wie der Film sich præsentiert: sehr bedrueckend und im Zwiespalt, habe ich mich im Nachhinein gefuehlt. Ein deutsche Zivi in Ausschwitz und soll einen polnischen KZ-Ueberlebenden betreuen, da sind solche Kommentare von den rustigen Polen nicht ganz ohne, wenn gesagt wird: Frag ihn, ob sein Opa auch schon hier gearbeitet hat! Harter Stoff in jedem Falle. Eine depressive Grundstimmung entsteht, wenn man sieht, wie nutzlos ein KZ-Ueberlebender in der heutige Zeit eigentlich ist: Er kann aufgrund des hohen Alters nicht mehr richtig arbeiten, ist psychisch am Ende aufgrund der Erlebnisse und die desinteressierte nachfolgenden Generationen ... und wie ueberfluessig die ach so wichtige Ziviarbeit des Deutschen doch eigentlich ist. In jedem Falle sehenswert. Man denkt wieder einmal mehr an dieses Thema und ich persønlich erstmals in einem ganz anderen Blickwinkel.
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Solitaire 2011/01/12 19:10:25
Kommentar löschenGenial. Ein Film über einen Zivildienstleistenden der statt in das erhoffte Amsterdam, in eine Begegnungsstätte nahe Ausschwitz kommt. Dort erledigt er normale Jugendherbergspflichten, betreut aber auch einen Zeitzeugen der sich vom Lager nicht lösen kann. Dazu dann noch eine kleine Liebesgeschichte, aber naja.
Der Film liefert keine Antworten, sondern eröffnet neue Fragen. Der Film ist ruhig und hat ein recht offenes Ende. Die beiden Hauptdarsteller sind brilliant, aber auch alle anderen Schauspieler können sich sehen lassen. Selten hat ein Schauspieler mit so wenigen, größtenteils belanglosen Sätzen, so viel ausgedrückt.
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joh! 2010/07/13 00:42:21
Kommentar löschenEin interessanter Film mit guten Ideen, idealer Besetzung und jeder Menge Potential. Was mir ein wenig fehlt, ist eine Handlung. Man kann zwar eine zeitliche Linie vom Anfang zum Ende hin ziehen, aber die Charaktere entwickeln sich kaum weiter, die Beziehungen untereinander ändern sich zwar, aber nicht von einem Anfangszustand zu einem Ende, sondern beinahe willkürlich. Dem Film fehlt einfach eine Begrenzung, ein Rahmen, der einem hilft ihn irgendwie einzuordnen.
Historische Standorte und glaubhafte Opfer wie Angehörige, PädagogInnen und sogar die vorüberziehenden Touristen, geben dem Film eine tiefe Atmosphäre, eine Authentizität. Deshalb von mir die Bewertung "Sehenswert", obwohl man mehr aus dem Ganzen hätte machen können,
(zum Beispiel hätte ein Ende nicht geschadet..)
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BettyMakaBoop 2010/05/27 18:29:30
Kommentar löschenRäusper ... ähmmm ... warum ist denn hier keine Nennung des Hauptdarstellers Alexander Fehling???? Und wie kann man das ändern?
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BettyMakaBoop 2010/06/06 16:06:02
Antwort löschenDanke für's ändern!
mar (-ion-) 2010/09/09 22:53:13
Antwort löschen:-)
Alle 4 Antworten zeigen
BettyMakaBoop 2010/09/09 23:32:17
Antwort löschenJahaa, das ist doch schon wichtig, richtig? ;)
aber wer es gemacht hat that stays a mystery... genauso mysteriös wie das bilder hinzufügen. Wer macht das eigentlich?
mar (-ion-) 2010/09/11 21:46:55
Antwort löschenvllt der pumuckl...oder niemand!
du ich..ich hab keine ahnung, aber is schon wichtig, richtig ^^
chriskaps 2010/04/26 09:48:43
Kommentar löschenEin sehr ruhiger kleiner Film bei dem es eher um die Selbstfindung des Protagonisten geht als um das Thema Ausschwitz. Aber vielleicht reflektiert das auch die Einstellung junger Menschen die nach 60 Jahren nicht mehr den Bezug dazu finden können.
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Pardus 2010/04/25 23:49:45
Kommentar löschenman kommt nicht dagegen an, krzemniski unendlich zu mögen in seiner kauzigen eigenen art und genauso kennen zu lernen und zu verstehen, wie es sven tut.
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Anastasius 2010/01/26 15:32:19
Kommentar löschenKörniges Kurzzeiterlebnis in Oswiecim, einer polnischen Stadt, in der der junge Erwachsene Sven seinen Zivildienst antritt. Dabei hat er mit allerlei Menschen verschiedenster Herkunft und Absichten zu tun, die die eigentlichen Akteure dieses melancholischen Auslandsabenteuers sind.
Die Trübheit des alten Auschwitz, wie Thalheim es in Szene setzt, ist schön und zerbrechlich. Denn thematisiert wird die Unvergänglichkeit des Vergangenen, und die traurige Taubheit der Nachkommen. Doch keinesfalls wirkt dies je melodramatisch oder aufgesetzt, viel eher ist es das sommerliche Flair und die ausharrende Art des Protagonisten, die diese Begebenheit greifbar machen.
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Tekl 2010/01/26 02:22:25
Kommentar löschenSehr bewegend, gefühlvoll gespielt und trotz subtiler Tiefe kein bisschen übertrieben. Das Thema neigt ja dazu in Watte präsentiert zu werden oder übertrieben kantig dargestellt zu werden. Genau das ist hier nicht der Fall und das ist in meinen Augen genau die Stärke des Films.
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dbeutner 2008/11/07 22:59:25
Kommentar löschenDas meiste ist geschrieben, ich kann mich den Kritiken von east-x, maslobojew und Zander nur anschließen.
Hinzuzufügen ist noch eines: Der Titel, die kritische Vorstellung, der kritische Gedanke, der darin steckt: "Am Ende kommen Touristen" -- dieser Gedanke ist in "History Boys" innerhalb einer Minute 10-mal dramatischer, 5-mal inhaltsschwerer (obwohl nur ein Gedanke in den Raum gestellt wird) und 20-mal mit beeindruckenderer schauspielerischer Glanzleistung verbaut. Das ist schon eine etwas bittere Erkenntnis über diesen Film, der vom Ansatz her viel Potential hat, das aber ziemlich durchgehend verspielt wurde.
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El_Wray 2008/05/25 08:29:15
Kommentar löschenDer Film ist relativ anstrengend zu gucken, da die gesamte Atmosphäre des Films sehr schwer zu ertragen ist! Ansonsten geht dieser deutsche Streifen recht gut mit dem Thema Holokaust um und lässt den Zuschauer eine eigene Meinung bilden!
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maslobojew 2008/05/14 11:34:51
Kommentar löschenDie Hauptfigur Sven kommt seltsam konturenlos daher. Sie bietet wenig an, um sich mit ihr zu identifizieren. Dem Film fehlt insgesamt eine den Zuschauer einfangende, dramatischere Entwicklung. Der gesamte Film wirkt im Gegensatz zu Netto uninspiriert. Vielleicht sehen wir deshalb ja mindestens viermal Auto fahren mit Lied in schöner Landschaft.
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Tobias 2008/04/05 16:54:00
Kommentar löschenEin stiller kleiner Film, in dem Robert Thalheim wie schon in "Netto" zeigt, dass er eine besondere Gabe für die Inszenierung der akward Moments zwischen Menschen hat, die sich ein fürs andere Mal humorvoll und rührend auflösen. Es fehlt eine wirkliche Dramaturgie. Die Beziehungen zwischen den Menschen sind aber mit viel Humor, Liebe und Sensibilität eingefangen. Und das Thema bearbeitet er mit beindruckender Sicherheit und Leichtigkeit.
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east-x 2008/02/16 04:53:18
Kommentar löschenViele Aspekte werden angedacht, wenige zu Ende. Unaufgeregter Einblick, der dem Betrachter anheim stellt sich seine Gedanken zu machen, oder auch nicht.
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Lara-Romana73 2008/01/20 03:19:56
Kommentar löschenEin leiser Film über die Schwierigkeit unserer Vergangenheitsbewältigung. Robert Thalheims Film lädt zum Beobachten ein und regt zum Nachdenken an.
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alter.native 2007/12/19 16:43:52
Kommentar löschenAlles drin, gut beobachtet, die Opfer, die mit "der Gnade der späten Geburt", die Aussteiger, die Verliebten, die Kapitalisten . . . Und alle treffen irgendwann zusammen am geschichtsträchtigen Ort. Nach "Netto" der nächste große Wurf von Robert Thalheim!
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empee 2007/11/30 13:28:30
Kommentar löschenDas Ende lässt wieder ein paar Fragen zu viel auf, aber der Rest ist wunderbar. Es zeigt wunderbar auf, wie die Polen dieses Wiedergutmachungsgehade der Deutschen satt haben. Dass die Wunden aber noch da sind wird auch nicht vergessen. Schuspielrisch auch gut be- und umgesetzt.
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