Anonyma - Eine Frau in Berlin

Anonyma - A Woman in Berlin (2008), DE Laufzeit 131 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 23.10.2008

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5.0
Kritiker
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5.9
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von Max Färberböck, mit August Diehl und Juliane Köhler

Anonyma erzählt die Geschichte einer jungen, namenlosen Frau im Berlin der deutschen Kapitulation im Frühjahr 1945. Der Krieg ist längst verloren, die Bombardements der Engländer und Amerikaner aus der Luft werden abgelöst von der Eroberung Berlins am Boden. Straßenzug für Straßenzug arbeiten sich die russischen Truppen vor. Um zu überleben, arrangiert sich Anonyma mit den Besatzern, denen sie und ihre Mitbewohner in ihrem Mietshaus ausgeliefert sind. Für Anonyma eine Zeit voller Demütigungen, Grausamkeiten und Vergewaltigungen.

Wissenswertes
Der Film basiert auf dem autobiografischen Werk von Marta Hillers (1911-2001), die als Anonyma ihr Schicksal vom 20. April bis 22. Juni 1945 in Berlin und ihre Rolle als Vergewaltigungsopfer beschreibt. Es gehörte zu den größten deutschen Bucherfolgen des Jahres 2003. Die erste Auflage war bereits 1954 in den USA und 1959 in Deutschland erschienen. In Deutschland seinerzeit kein Erfolg, wurden die Auzeichnungen erst nach dem Tod der Autorin wiederveröffentlicht. 2003 wurde das Buch in der von Hans Magnus Enzensberger herausgegebenen „Anderen Bibliothek“ im Eichborn-Verlag wiederaufgelegt und wurde zum Bestseller.
Gedreht wurde der Film von Mai bis September 2007 u.a. an Schauplätzen in Köln und im niederschlesischen Legnica, ehemals Liegnitz.
Die Weltpremiere fand am 10. September 2008 auf dem Toronto Film Festival statt.

(Quelle: OMDB)

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Kritiken (10) — Film: Anonyma - Eine Frau in Berlin

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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6.0Ganz gut

Schon seit einigen Jahren entdeckt – oder besser gesagt thematisiert - die deutsche Gesellschaft ihre Opferperspektive im zweiten Weltkrieg. Jörg Friedrichs Buch „Der Brand“, aber auch Fernsehproduktionen wie „Dresden“, „Die Flucht“, oder auch der „Untergang der Pamir“ beschäftigen sich nicht mit deutschen Tätern, sondern mit deutschen Opfern. Das diese Perspektive politisch höchst sensibel ist, und von verschiedenen Seiten schnell mit dem Adjektiv des Geschichtsrevisionismus belegt wird, ist oftmals ebenso übertrieben, wie diese Warnung im Prinzip ein gutes Zeichen ist. Auch „Anonyma“ schlägt also in diese Kerbe und beschäftigt sich basierend auf autobiographischen Aufzeichnungen mit den Massenvergewaltigungen, vor allem durch Soldaten der sowjetischen Roten Armee, denen deutsche Frauen nach dem Krieg im besetztem Berlin zum Opfer fielen. Das von der Brisanz dieses vor allem in der Nachkriegsgesellschaft tabuisierten Themas im letztendlichen Film nicht mehr sonderlich viel über geblieben ist, sondern sich als typisch-deutsches Hochglanzkino präsentiert, vermag letztlich nicht wirklich zu überraschen. Dreh und Angelpunkt ist die von Nina Hoss verkörperte „Anonyma“, und die Hoss ist auch das Einzige was den Film über den Durchschnitt hilft, verleiht sie ihrer Rolle doch als Einzige zumindest über weite Strecken die Ecken und Kanten, die für einen solchen Film doch so eminent wichtig sind. Der Rest der Regiearbeit von Max Färberböck gefällt sich jedoch viel zu sehr in der zu glatt, zu harmlos, und zu harmonisch gezeichneten Umgebung, in der dieses schreckliche Thema am Ende leider Gottes nicht viel mehr als Scharade ist, um den Zuschauer vorzugaukeln er hätte eine ernste filmische Auseinandersetzung mit dem Thema gesehen.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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3.0Schwach

Es gibt noch so manches deutsche Kriegskapitel, dem bis dato zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde; das Kino schießt sich gerne auf die immergleichen Schicksale ein. Max Färberböcks "Filmpreis"-nominierter "Anonyma" allerdings bereitet erstmals ein Thema auf, das trotz mutmaßlich hunderttausender Betroffener kaum jemand aus den Trümmern schippen will: Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee in Ost-Berlin.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.0Sehenswert

Regisseur Max Färberböck (Aimée & Jaguar) nimmt sich in Anonyma eines ganz wichtigen und bisher in der deutschen Öffentlichkeit totgeschwiegenen Themas an: die Vergewaltigungen deutscher Frauen durch die einrückende Sowjetarmee im Jahre 1945. Basierend auf die Tagebücher einer anonymen Berlinerin skizziert er das Bild zweier Welten, die durch die schlimmste Katastrophe des 20. Jahrhunderts unfreiwillig aufeinanderprallen. Auf der einen Seite die deutschen Frauen, die nach dem Krieg auf sich alleine gestellt sind mit ihren ganzen Sorgen, Nöten und Ängsten. Auf der anderen Seite die Sowjets, fernab von ihrer Heimat, hineingetrieben in einen Krieg, der Recht und Unrecht vergessen macht. Dabei baut der Film ganz klar auf seine zwei Hauptdarsteller Nina Hoss und Yevgeni Sidikhin, die als Abbild beider Parteien aufeinanderprallen und sich mit der Zeit näher kommen. Sei es auf der einen Seite aus Liebe und auf der anderen aus der krampfhaften Suche nach Schutz. Intensiv wird der Film, der übrigens überraschend längere Kriegsszenen beinhaltet, schließlich dann in den Szenen der Vergewaltigungen. Und er lässt nicht los, bis weit nach der Vorstellung.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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4.0Uninteressant

[...] Immerhin: eine mutmaßliche Liebesgeschichte zwischen Anonyma und dem russischen Kommandeur bleibt nur angedeutet. Das rechne in dem Film hoch an. In Zeiten, in denen historische Ereignisse immer mit einer schmalzigen Love-Story einher gehen („Dresden“, „Die Sturmflut“ etc.) eine wahre Freude. Doch leider zeigt der Film keine klare Linie, so dass ich im eine Kino-Empfehlung versagen muss. Zudem merkt man ihm doch sehr stark an, dass die Tagebücher von „Anonyma“ zwar Grundlage waren – die Tatsache, dass der Film spätestens Mitte Mai, kurz nach der Kapitulation Deutschlands, endet und nicht wie die Vorlage erst am 22. Juni 1945, macht deutlich, wie wenig historisch nachweisbare Fakten hier genutzt wurden, um einen mehr als zweistündigen Film vollzukriegen. Mit einer Buchverfilmung hat das nicht viel gemein, das Tagebuch ist höchstens als „Inspirationsquelle“ zu nennen. [...]

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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2.0Ärgerlich

Dieser im Grunde wahnsinnig langweilige, inkoherente, naive Film will es allen recht machen und macht dadurch nichts richtig. Er erzählt das Buch so korrekt und bieder nach - unter Missachtung all der Details, die es einmalig machen -, dass man allen, die das Buch mögen nur dringend raten kann, den Kinobesuch zu meiden, und allen, die es eigentlich endlich mal lesen wollten, nur das Gleiche empfehlen. Aber nicht alles wird brav naherzählt. Natürlich gibt es Streichungen, Raffungen, Verkürzungen.

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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5.0Geht so

Die immergleichen Bilder von endlosen Trümmerwüsten, die man aus Dutzenden deutscher Filme der letzten Jahre kennt und die sich stets zu gleichen scheinen, sorgen allerdings trotz der guten Absicht für einen gewissen Ermüdungseffekt, der der aufklärerischen und wichtigen Absicht des Films entgegensteht: Die geradezu manische Beschäftigung des deutschen Films mit der eigenen Vergangenheit, vor allem aus der Zeit des Dritten Reiches, wirkt trotz allen Engagements seltsam formelhaft und stupide.

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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag

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3.0Schwach

Färberböck traut sich nicht recht, die Liebesgeschichte zwischen der deutschen Frau und dem sowjetischen Major zu erzählen. Und er scheut es, den Albtraum der Vergewaltigungen zu zeigen, was einer Verharmlosung gleich kommt: Das, was Qualität und Erfolg des Buchs ausgemacht hat, die Hölle der Erfahrung, bleibt im Film im kunstgewerblichen Rahmen, aus dem nichts fallen darf, was 20.15 Uhr in der ARD jemanden verstören könnte.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

Max Färberböck vermeidet fast jedes der Fettnäpfchen, die so zahlreich auf seinem Weg stehen: Weder verharmlost er Anonymas Schicksal noch beutet er es aus. Er erteilt den Russen keinen Persilschein und dämonisiert sie doch nicht. Er zeigt das deutsche Leid und weist ein paar Mal deutlich, aber nicht oberlehrerhaft auf seine Ursache hin.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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9.0Herausragend

Färberböck erzählt aus der Perspektive seiner Heldin, deren Tagebucheinträge das Geschehen aus dem Off kommentieren, nähert sich dem Sujet jedoch mit großem Einfühlungsvermögen für beide Seiten, deutsche Frauen und sowjetische Soldaten. So schonungslos er auch das Gros des Militärs anfänglich als "Bestien" zeichnet, verliert er doch keineswegs die große Schuld der Deutschen aus dem Auge. Mit wenigen, stark unter die Haut gehenden Andeutungen, erinnert er daran, dass fast ein Drittel der über 50 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs aus der Sowjetunion stammten.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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7.5Sehenswert

In den letzten Kriegstagen fällt auf die deutschen Frauen das Leid zurück, für das sich im Grunde ihre Männer zu verantworten gehabt hätten. Färberböck und seine Co-Autorin Catharina Schuchmann vermeiden es in diesem Zusammenhang wohlweißlich, eine schematische Opfergeschichte zu erzählen. Unterstützt von einem durchweg erstklassigen Ensemble – darunter die Fassbinder-Actrice Irm Herrmann, die junge Sandra Hüller und der russische Kinostar Evgeny Sidikhin – fungiert eine abermals souverän aufspielende Nina Hoss als ambivalenter Fixpunkt. Der Film weicht unbequemen Fragen keineswegs aus.

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Kommentare (7) — Film: Anonyma - Eine Frau in Berlin


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LalaChing

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Bewertung5.0Geht so

Ich habe den Originalroman leider nicht gelesen, gehe aber davon aus, dass dieser viel ergreifender und spannender ist. Der Film hat mich nicht im geringsten berührt und mich das wichtige Thema der zahlreichen Vergewaltigungen deutscher Frauen speziell durch die russischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg schnell wieder vergessen lassen.
Zudem hatte ich die gesamten 2 Stunden über das Gefühl, die Szenen würden sich permanent wiederholen.
Sehr schade, man hätte wirklich mehr draus machen können!

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angelmoonsoul

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Bewertung6.0Ganz gut

Das Buch ist besser. Nina Hoss spielt ihre Rolle ganz gut.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung2.5Ärgerlich

"Anonyma ", typischer Holocaust-Streifen, der die Musik von "Schindlers List" geklaut hat und völlig langweilt.

Max Färberböck schrammt hier knapp an einer Themaverfehlung vorbei, immerhin behandelt sein Streifen in kleinen Stücken die Dramen der Frauen in Berlin, nach Einzug der russischen Soldaten. Überwiegend sehen wir hier aber nur Bilder. Verängstigte Frauen, weinende Frauen, schreiende Frauen. Das alles ist schön und gut, passend zur Situation, aber wo sind die Hintergrundinfos?
Eine Frau wird in den Keller gezerrt, Zuschauer, mal es dir selber aus. Vielleicht wollte Färberböck die Vorstellungskraft nutzen um zu schockieren, doch was nützt es, wenn man nicht weis, was genau passiert? Wird die Frau vergewaltigt, gefoltert, erschossen, weil sie etwas verbrochen hat. Völlig unklar. Sicher sind die historischen Ereignisse bekannt, aber es gibt sicherlich Menschen, die haben davon noch nie etwas gelesen, gesehen oder gehört.
Fakt ist, wenn man so einen Film macht, muss man sich auch an einen roten Faden halten, aufklären.
Max Färberböck erklärt gar nichts, er zeigt nur, doch der Zuschauer weis nicht viel oder gar nichts über die Protagonisten. Nach der Art "lies es doch nach".
Hinzu kommt, dass er sich Scoretechnisch an alte Holocaust-Streifen bedient hatte, doch diese immer wieder kehrende Melodie geht einem schon bald auf den Geist.
Darstellerische Leistungen werden in Anonyma" auch als überbewertet betrachtet, folgend ist auch die ganze Inszenierung eine Schmach.
Gähnend erzählt uns Färberböck eine Geschichte, die so interessant sein könnte, hätte er sie richtig angepackt.
Scheinbar schien er mit dem Thema überfordert zu sein, oder es gefällt ihm Männer in Uniformen filmen zu lassen und Bilder zu zeigen.

"Anonyma", sterbenslangweiliger und nichtssagender 2te-Weltkriegsfilm, der einen in mehreren Abständen aufstöhnen lässt und das nicht vor Ekstase.

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jekyll86

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film behandelt ein Thema, dem ansonsten recht wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die massenhafte Vergewaltigung der Frauen kurz nach Kriegsende. Nach zahlreichen Filmen des 2. Weltkrieges wie "Der Untergang", "Schindlers Liste", "Sophie Scholl", "Stalingrad" usw. war es mal ein gänzlich neues Themenfeld, das hier beschritten wurde. Der Film basiert auf dem autobiographischen Werk "Eine Frau in Berlin". Interessante Thematik, auf wahren Begebenheiten basierend - der könnte doch was sein. So dachte ich zumindest.

Inhalt:
Nina Hoss spielt eine Berlinerin, die sich im Alltag der täglichen Vergewaltigungen einen ranghohen Russen "angelt", um unter seinem Schutz zu stehen. Ihr Fr eund wurde eingezogen. Im Laufe der Zeit entwickeln die junge Deutsche und der russische Offizier verbotene Gefühle für einander. Besetzer und Besetzte? Unvorstellbar! Schließlich kehrt ihr Freund zurück...

Fazit:
Leider muss ich sagen, wird der Film dem Thema nicht wirklich gerecht. Es ist mit Sicherheit eine wirklich sehr bewegende Geschichte, die die Autorin hier durchleben musste. Der Film war aber leider zum großen Teil einfach nur unheimlich zäh. Gerade solch eine Thematik sollte doch eigentlich den Zuschauer noch nachhaltig bewegen oder zumindest beschäftigen. Diesen Film allerdings habe ich, nachdem endlich der Abspann lief, so gut es eben ging versucht zu vergessen. Die bedrohliche Atmosphäre, die Angst der Frauen vor der nächsten Vergewaltigung, das Kämpfen gegen die verbotenen Gefühle - der Film hat so viele Möglichkeiten, die diese Geschichte bietet, gnadenlos verschenkt. Durchaus hat er gute Stellen, bietet ein paar interessante Aspekte, bleibt allerdings letztlich weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Was bleibt? Nichts. Der Film hat in mir nahezu keine Gefühle geweckt - bei solch einer Thematik unvorstellbar.
Kann man sehen, muss man aber wahrlich nicht.

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Janus Winter

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Bewertung5.5Geht so

"Krieg verändert die Worte, Liebe ist nicht mehr das, was es war."

Max Färberböck traut sich nach seinem wunderbaren Leinwand-Debut AIMEE UND JAGUAR an eine weitere Zweite-Weltkriegs-Verfilmung, scheitert diesmal aber an der schwierigen Thematik der Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee in Berlin. In vielen Szenen erschreckend harmlos, Nina Hoss und in einer kleinen Nebenrolle Juliane Köhler (Aimee) erwartungsgemäß stark.

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Nayuma

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich finde es extrem wichtig, dass auch endlich mal diese Seite erzählt wird. Allerdings muss es denn dann gleich wieder in kitschiger Liebe enden?! Das fand ich etwas schade, aber sonst ist der Film wirklich gelungen.

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annaberlin

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Bewertung5.5Geht so

Leider ist Anonyma zu lang und der Ton auf der DVD sehr schlecht. Lässt man diese beiden Kritikpunkte beiseite, so bleibt übrig: Ein verschütt gegangenes Thema, das sicherlich wichtig ist behandelt zu werden und eine wie immer großartige Nina Hoss. Ein bisschen mehr Feinschliff und weniger offensive Präsentation der Russen als generelle Vergewaltiger hätte dem Film gut getan. Gibts eigentlich auch einen russischen Film, der die Vergewaltigungen der Deutschen zeigt? Oder polnischen?

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