Der Besucher

Muukalainen (2008), EE/FI/DE/GB
Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.11.2009

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von J.-P. Valkeapää, mit Pavel Liska und Emilia Ikäheimo

Finnland, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein zehnjähriger, stummer Junge lebt mit seiner jungen Mutter auf einem kleinen Hof inmitten der wilden finnischen Wälder. Seinen Vater sieht er selten: Der brutale Mann sitzt im weit entfernten Gefängnis ein. Als plötzlich ein Fremder mit einer Notiz des Vaters und einer Schußwunde in der Seite auf dem Hof auftaucht, gerät alles aus den Fugen. Das Schicksal ist nicht aufzuhalten.

HandlungFinnland, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein zehnjähriger, stummer Junge (Vitali Bobrov) lebt mit seiner jungen Mutter (Emilia Ikäheimo) auf einem kleinen Hof inmitten der wilden finnischen Wälder. Seinen Vater (Jorma Tommila) sieht er selten: Der brutale Mann sitzt im weit entfernten Gefängnis ein.

Als plötzlich ein Fremder (Pavel Liška) mit einer Notiz des Vaters und einer Schußwunde in der Seite auf dem Hof auftaucht, gerät alles aus den Fugen. Das Schicksal ist nicht aufzuhalten …

Der erste Langfilm des Regisseurs Jukka-Pekka Valkeapää (für seinen Kurzfilm The Fall vielfach ausgezeichnet) ist ein kraftvoller und emotional aufwühlender Film, der visuell und dramaturgisch neue Wege beschreitet. Immer wieder gelingt es Valkeapää Stimmungen von immenser Kraft zu erzeugen, die den Zuschauer in einen ganz besonderen Bann ziehen.

QuellenPressematerial von farbfilm

Weiterführende Informationen
Der Besucher auf moviepilot.de
Der Besucher – Pressespiegel auf film-zeit.de

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Kritiken (2) — Film: Der Besucher

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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6.5Ganz gut

Vakeapääs Film wirkt und funktioniert nahezu ausschließlich über seine einprägsamen Bilder und Tonkaskaden. Die Impressionen der kargen Landschaft, die in den Gesichtern aller Beteiligten tiefe Spuren hinterlassen hat – für die Besetzung dieses Vierpersonenstücks muss man Vakeapää große Anerkennung zollen –, beanspruchen die eigentliche Hauptrolle für sich. Das offene, trotz aller Zugeständnisse an die künstlerische Freiheit reichlich unbefriedigende Ende dürfte für einige Frustration sorgen.

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Felix von Boehm: critic.de

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Der Besucher ist im Grunde ein klassischer Märchenfilm. Der Regisseur Jukka-Pekka Valkeapää entzieht seine Geschichte bewusst dem Horizont der Wahrscheinlichkeit und entwirft mit seinem Kameramann Tuomo Hutri eindringliche Metaphern, die der fantastischen Gedankenwelt des Kindes entlehnt sind. Die erste Einstellung zeigt das Gesicht des Jungen, das er in einer Wassertonne untertaucht, um zu sehen, wie lange er die Luft anhalten kann. Der Druck und die Erleichterung beim Aufatmen: Dieses Bild nimmt vielleicht schon das Gefühl vorweg, das Valkepää vermitteln will.

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Kommentare (2) — Film: Der Besucher

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein ganz ungewöhnlicher Film, bei dem Vieles anders ist als sonst üblich. Über weite Strecken gibt es keine Dialoge und fast keine Musik, nur das Rauschen von Regen oder Wind. Was in den Köpfen der wenigen Personen vorgeht, muss man erahnen, sie sagen ja nichts. Dafür gibt es aber ungewöhnliche Kameraeinstellungen, in denen oft nur ein Teil des Bildes sichtbar ist, andere Teile sind verdeckt, dann ein Wechsel zu kleinen Details. Das Entscheidende ist aber die Geschichte und hier bleiben wir mit vielen Fragen zurück. Falls man mit anderen schaut, kann man die schon während des Films stellen und diskutieren, man verpasst ja keine Dialoge: z.B. Was ist in der Blechdose? Was verbindet Vater und Besucher? Welche Bedeutung haben die Raben? Geht es ein wenig in Richtung Mystery? etc
Eigentlich passiert fast nichts auf dem abgeschiedenen Hof in den Wäldern Finnlands. Und wenn, dann nur in Bruchstücken. Manche Reaktionen sind schwer nachvollziehbar und werfen weitere Fragen auf. Das scheint wohl beabsichtigt, quasi als interkommunikatives Element. Ansonsten bleiben nur die eindrucksvollen Bilder im Kopf.

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Lorion42

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film spielt in einer anderen Welt. Unglaublich ruhig und langsam wird seine Geschichte erzählt und am Ende frage ich mich: Welche Geschichte war es eigentlich? Der Zuschauer wird etwas ratlos zurückgelassen. Ist das jetzt die Schuld des Films oder des Zuschauers?

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