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Der Glöckner von Notre Dame
The Hunchback of Notre Dame (1939), US Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 03.02.1948
8.0
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von William Dieterle, mit Charles Laughton und Cedric Hardwicke
Die Zigeunerin Esmeralda, blutjung und voll anmutiger Schönheit, tanzt auf den Straßen im spätmittelalterlichen Paris. Der missgestaltete Glöckner Quasimodo entbrennt in zärtlicher Liebe zu dem Mädchen, das als einzige ein wenig Mitleid für ihn zeigt. Sie zu beschützen, ist fortan sein alleiniges Ziel. Als Esmeralda als angebliche Hexe verfolgt wird, setzt der entstellte Glöckner alles aufs Spiel, um seine schöne Angebetete zu retten.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
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Kommentare (9) — Film: Der Glöckner von Notre Dame
damian.thorne.3 Wed, 24 Apr 2013 13:56:56 -0000
Kommentar löschenDie beste Verfilmung dieses Romans, mit einem hervorragenden Charles Laughton der in diesem Film neben seinen Rollen als Bligh in Meuterei auf der Bounty, als Senator Gracchus in Spartacus und als Strafverteidiger Sir Wilfrid Robarts in Zeugin der Anklage seine beste Rolle spielt.
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Filmkenner77 Thu, 25 Apr 2013 17:54:18 -0000
Antwort löschenSehe ich genauso. Persönlich finde ich das Ende grandios.
the assassin 666 Mon, 29 Apr 2013 21:53:20 -0000
Antwort löschenDen Film mit Anthony Quinn wo er den Quasimodo spielte war auch sehr gut. :)
cinram Sun, 21 Oct 2012 17:24:45 -0000
Kommentar löschenEin Jammer, daß Charles Laughton bei der Oscarverleihung 1940 für seine Darstellung als "Quasimodo", einfach übergangen, ja, nicht einmal nominiert worden ist, das goldene Männlein in Empfang zu nehmen!
Diese Verfilmung rund um die gotische Kathedrale aus Victor Hugos Roman gilt für eine Menge Cineasten als DER Maßstab des bekannten Stoffes, den Wilhelm Dieterle, der seit 1930 bei "Warner Bros." unter Vertrag stand, schuf!
Dieterle verwendete zum großen Teil den "expressionistischen" Stil der deutschen Stummfilmzeit für sein Werk und ließ mittels kontrastreicher Beleuchtung und Schattengebung "Notre Dame", die eigentliche Hauptdarstellerin, surrealistisch und drohend, fast gespentisch in Szene setzen!
Doch im Grunde steht und fällt der ganze Film mit der Figur des mißgestalteten Glöckners, großartig gespielt von Charles Laughton!
Der Brite macht das Drama einfach zum Erlebnis! Seine Maske, für die Perc Westmore (Onkel von Michael Westmore, der Stallones Gesicht in "Rocky" furchtbar verunstaltete) verantwortlich war, bleibt einfach unübertroffen:
Das eine, herunterhängende Auge, der schiefe Mund und natürlich der Buckel (der kleine Gummiberg hat einiges an Kilos gewogen), werden vermutlich nie wieder von einem Maskenbildner getoppt werden können, ähnlich wie Jack Pierce´s "Frankenstein"- Kreation alleine dasteht!
Die mimischen Möglichkeiten als Glöckner waren mit dieser äußerst unbequemen Maske sehr begrenzt, aber Laughton nutzte einfach alles, was er am Leib an Aussagekraft rüberbringen konnte:
Seinem Bewegungsablauf verlieh er einen halb hüpfend, halb schleifenden Gang! In seinem Mund saß eine Klammer, die ihn daran hinderte, normal zu sprechen und sein Gesicht liefert den Eindruck einer gequälten Seele ab, die weiß, daß er von der Pariser Bevölkerung als Bestie angesehen wird und dennoch ist er imstande, auf hoffnungslos, zarte Weise zu lieben!
Ich weiß nicht, wie es Euch beim Gucken dieses Klassikers geht, aber wenn Quasimodo am "Schandpfahl" ausgepeitscht wird, wenn er, vor Esmeralda sitzend und den Kopf schüttelnd beteuert "Ich bin kein Mensch- und bin kein Tier", oder sich am Ende auf der Kirchturmspitze an einen steinernen Wasserspeier klammert, seiner "Liebe" hinterherstarrt und fragt "Warum bin ich nicht aus Stein wie Du?", dann muß ich mir schon mal ein paar Niagara- Pfützen verkneifen!
Tja, noch was zu Maureen O´Hara: Die ist wirklich sehr hübsch, aber daß sie eine Zigeunerin sein soll, das nehm ich ihr nun nicht ab (dunklere Haare wären ganz gut gewesen)! Ist aber nicht wichtig, der Streifen hat so viel positives zu bieten, daß das Ganze bestimmt nicht an Maureen´s Haarfarbe scheitern soll!
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Filmkenner77 Fri, 26 Oct 2012 15:18:00 -0000
Antwort löschenUnd wieder liegst du goldrichtig. Eine großartige Verfilmung, ob man diese nun in der Farbfassung oder in der S/W-Fassung gesehen hat. Wobei ich die Farbfassung hier im Gegensatz zur "Bounty" von 1935 nicht bevorzuge.
cinram Sat, 27 Oct 2012 23:15:38 -0000
Antwort löschenDanke Dir! Ich kenne beide Filme "nur" in S/W! Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, daß "Der Glöckner..." in Farbe natürlich einiges von seiner Substanz verlieren würde, während die "Bounty" mit einem farbigen Spektrum eventuell sogar interessanter wirken könnte!
Beide Streifen sind nunmal verschiedener Art!
Filmkenner77 Sun, 28 Oct 2012 08:05:16 -0000
Antwort löschenGenau so erging es mir. Die Bounty in Farbe in der Karibik gibt dem Film ein gewisses Flair, wobei man solch alten Filmen ja ansieht, dass sie nachkoloriert worden sind. Ähnlich wie beim "Zwei-Farben-Technicolor" (z.B. Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts von 1933) kann man dies natürlich nicht mit den Farbproduktionen beispielsweise der 50er Jahre vergleichen. "Der Glöckner von Notre Dame ist ja in gewisser Weise noch ein wenig dem Expressionismus (Wilhelm Dieterle) verpflichtet. Dieterle arbeitete viel mit Schatteneffekten und diese kommen in S/W deutlich besser zu Geltung, wie ich finde. Natürlich könnte man als Gegenargument anbringen, dass das Karnevalstreieben in Farbe besser aussieht. Die Farbfassungen beider Filme liefen übrigens mal vor knapp 10 Jahren auf Arte.
Hier auch ein Beispiel für einen Film, bei dem Farbe einiges zerstört:
Sehr gewöhnungsbedürftig, wie ich finde:
http://www.youtube.com/watch?v=Jz77RxYhtoQ
cinram Sun, 28 Oct 2012 10:46:53 -0000
Antwort löschenJunge, Junge- ich hab "Kong" noch nie SO gesehen...
Tja, tatsächlich stellt sich hier die Frage, ob die Colorisierung so einem (Abenteuer) -Film förderlich ist, oder nicht!
Gewiß hat es seinen Reiz, z.B. den prähistorischen Urwald und seine monströsen Bewohner in Farbe zu betrachten, andererseits verliert sich hier die einmalige Atmosphäre der Originalfassung und die "Außergewöhnlichkeit" eines solchen Werkes geht -für meine Begriffe- größtenteils flöten!
Na klar, hier teilen sich wieder mal die Geschmäcker, wie immer!
Allerdings glaube ich, daß besonders die unter uns, die solche Klassiker wie "King Kong" schon in ihrer Jugend bewunderten, vielleicht sogar lieben lernten, immer die S/W Fassung bevorzugen werden! So haben sich diese Werke förmlich bei uns "eingebrannt" , vom künstlerischen Aspekt ganz abgesehen!
Da fällt mir ein: "Psycho" in Farbe wäre sicher für die meisten von uns auch so ein "Sakrileg"!
"Night of the living Dead" ist auch so ein Fall! Den hab ich einmal farbig gesehen und damit gut!
Filmkenner77 Sun, 28 Oct 2012 12:28:15 -0000
Antwort löschen"Psycho" in Farbe gibt es ja im Grunde genommen schon. Das unsägliche 1:1 Remake von Gus Van Sant funktionierte ja gar nicht.
PS. Ursprünglich sollte der dritte und letzte Frankenstein-Film mit Karloff "Son of Frankenstein" im Jahre 1939 in Farbe gedreht werden. Hier findest du seltene Farbaufnahmen von Karloff in der Maske des Monsters:
http://www.youtube.com/watch?v=6DVdyS0VSAg
cinram Sun, 28 Oct 2012 13:05:42 -0000
Antwort löschenWow! Saugeile Aufnahmen! Mann kann nur erahnen, was bei Dreharbeiten oftmals für Spaß am Set gewesen sein muß...!
Vergalduk Mon, 25 Feb 2013 19:17:08 -0000
Antwort löschenObiges Video ist nicht mehr verfügbar, ich vermute, das hier war gemeint.
http://www.youtube.com/watch?v=g3f-zm2jyFo
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Filmkenner77 Tue, 26 Feb 2013 15:08:44 -0000
Antwort löschenGenau dieses war es. Danke für die Aktualisierung.
Vergalduk Wed, 27 Feb 2013 15:38:38 -0000
Antwort löschenGerne^^ bin gerade dabei ein paar Klassiker nachzuholen (seit beim örtlichen Supermarkt ein paar davon für nen Euro zu haben sind)
emotionfreak Thu, 18 Oct 2012 18:34:55 -0000
Kommentar löschenZunächst muss ich sagen, dass dies meine erste Bekanntschaft mit dem Glöckner von Notre Damme war, bis dato hab ich weder das Buch gelesen, noch eine andere Verfilmung gesehen. Diese Verfilmung jedenfalls war ein zweischneidiges Schwert für mich. Der Anfang gefiel mir überhaupt nicht. Der wirkte auf mich teilweise, wie eine alberne Komödie. Unter anderem mußfiel mir dieser König der Vagabunden und dieser Kerl, der ständig sagte:"Ich will ihn aber hängen." nervte gewaltig. Dann war da diese Liebesszene mit dem Soldaten. Wie es bei Filmen aus dieser Zeit üblich war, war sie schön inszeniert und das fand ich in diesem Fall unpassend, da sich ja wenige Minuten später herausstellte, dass er sie nur ausnutzen wollte. Was mir schließlich besonders sauer aufstieß war, das Quasimodo eigentlich nur eine Nebenrolle spielte. Auch finde ich, dass man die Zeit, in der Quasimodo und Esmeralda zusammen im Kirchrurm waren, noch ein wenig mehr hätte ausbauen können und dass Esmeralda noch mehr Zuneigung zu Quasimodo hätte entwickeln sollen.
Aber ich fand ja nicht alles an dem Film schlecht. Sehr schön und berührend fand ich die Szene, in der Esmeralda, Quasimodo Wasser gibt. Auch die Zeit der Beiden im Kirchturm, gefiel mir, wenn ich sie auch zu kurz fand. Des weiteren sagten mir einige schauspielerischen Darbietungen sehr zu, z.B die Darstellung der Esmeralda. Zudem, auch wenn man eine Verfilmung nur als mittelmäßig ansieht, eine Geschichte, wie die von Quasimodo kann einen ja eigentlich nur berühren. Zudem thematisiert und kritisiert die Geschichte Sachen wie Aberglaube, das sture Anhängen an Althergebrachten und Vourteile. Sehr gute gemacht, wie der Doktor am Anfang darauf besteht, dass die Erde flach ist, nur weil er mit dieser Lehre erzogen wurde.
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Thomas Hetzel Sat, 02 Jun 2012 21:19:02 -0000
Kommentar löschenAls Riesenfan von Victor Hugos "Glöckner" musste ich mir natürlich auch diese Verfilmung zugute tun. Und ich muss sagen, auch diese hier ist gut gelungen, allerdings weicht sie vom ursprünglichen Ende ab, aber es ist trotzdem traurig. Tja, man kann das Blatt wenden wie man will, am Ende geht es für Quasimodo nie gut aus.
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Teezy123 Fri, 03 Feb 2012 10:24:34 -0000
Kommentar löschentja, schwierig.... also die Geschichte wird hier besser zum Ausdruck gebracht und auch der Glcökner selbst kommt tragischer rüber als in der Verfilmung mit Anthony Quinn, aber.... ein großes Manko hat der Film, und das ist leider so groß, dass es nur allein dafür mindestens 3 Punkte bekommt... Die Darstellung der Esmeralda ist einfach nur schrecklich, zumal sie in dieser Verfilmung wie ein grauer Bauerntrampel daher kommt mit Null Grazie, Null Anmut, Null Schönheit, Null Eleganz, Null Verwegenheit, Null, Null, Null....
Verdammt schade !!!
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Filmkenner77 Fri, 22 Apr 2011 13:19:03 -0000
Kommentar löschen"Why was I not made of stone, like thee?" Dies ist der letzte Satz, den Charles Laughton in diesem Meisterwerk sagt und er richtet ihn an den gotischen Wasserspeier der Kathedrale Notre-Dame. Diese eine Szene zeigt die Zerrissenheit eines von den "normalen" Menschen demütigten und verzweifelten Wesens eindrucksvoll. Die Entmenschlichung in Form der Steinwerdung wird zum Ausdruck des Eskapismus aus einer Welt, in der Gefühle mit Schmerzen verbunden sind. Gefühle, die unerwidert bleiben werden, so lange man Gefangener des eigenen Körpers und der geschundenen Seele ist.
Der Deutsche William Dieterle inszenierte 1939 die meiner Meinung nach beste Adaption des Stoffes, die 1940 für zwei Oscars nominiert war, sich aber der Übermacht der Konkurrenz ("Vom Winde verweht") geschlagen geben musste. Charles Laughton liefert eine der besten Leistungen seiner Karriere ab und verleiht der Figur eine Tiefe, wie es nur noch Anthony Quinn in der Verfilmung von 1956 gelang. Ein aufwendig gestalteter Klassiker, der zu den besten Filmen jener Epoche gezählt werden muss.
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hoffman587 Fri, 22 Apr 2011 13:26:40 -0000
Antwort löschenAch so du hast, dass Orginal gesehen. Ich hatte mal vor kurzem die Quinn-Version angeschnitten, konnte sie aber leider nicht beenden.
Filmkenner77 Fri, 22 Apr 2011 13:36:47 -0000
Antwort löschenIch kenne beide Versionen, aber die ältere empfinde ich als besser.
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filmschauer Fri, 22 Apr 2011 18:14:52 -0000
Antwort löschenInteressant. Lange habe ich den schon vor mir hergeschoben, aber jetzt muss ich ihn mir dann doch endlich mal ansehen. Selbst die bekannte Disney-Variante ist mir noch unbekannt...
Filmkenner77 Sat, 23 Apr 2011 06:15:47 -0000
Antwort löschenLohnt sich wirklich. Die Disney-Version ist auch ganz gut, aber der Laughton-Version kann sie natürlich nicht das Wasser reichen.
Filmaxl Tue, 27 May 2008 23:19:31 -0000
Kommentar löschenGanz sicher der beste, schwarz weiß und gut!
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schickse77 Sat, 16 Feb 2008 00:38:12 -0000
Kommentar löschenDer Erste und Beste.
Dieser Glöckner ist wirklich herzzerreißend! tragisch.
Absolut sehenswert!!!!
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El_Chupa Thu, 09 Jun 2011 14:02:13 -0000
Antwort löschenDer erste ist immer noch der von 1923. ;)
dAShEIKO Mon, 28 Jan 2008 00:41:27 -0000
Kommentar löschenMir persönlich gefällt Anthony Quinn besser...aber es ist die Geschichte, die verzaubert.
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