Der lange Weg ans Licht
Der lange Weg ans Licht (2007), DE Laufzeit 100 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 28.02.2008
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11 Bewertungen
4 Kommentare
Keine
von Douglas Wolfsperger,
Edeltraut Hertel bringt Kinder auf die Welt. Seit fast 20 Jahren arbeitet die Hebamme in ihrem Geburtsort Meerane, einer verschlafenen Kleinstadt in der Nähe von Chemnitz. In dieser, dem Fokus der Weltöffentlichkeit entrückten, sächsischen Provinz tobt ein Stellvertreterkrieg verschiedener gesundheitspolitischer Vertreter. Der Film beleuchtet die Probleme der heutigen Gesellschaft, geprägt durch Abwanderung und Geburtenrückgang. Wie in einem Mikrokosmos unter dem Brennglas buhlen die Kontrahenten um die Gunst des selten gewordenen Nachwuchses in dem kleinen Städtchen. Hochgerüstete Klinikärzte, alternativ-lässige Geburtshaus-Vertreterinnen und gestandene Hebammen kommen zu Wort und zum Einsatz. Mit viel Sinn für Skurriles und pointiertem Humor erzählt “Der Lange Weg ans Licht” von dieser Jagd nach dem verlorenen Schatz…
HandlungRegisseur Douglas Wolfsperger begleitet in seiner Dokumentation die deutsche Hebamme Edeltraut Hertel bei ihrer Arbeit in Sachsen und Tansania. Die ausgebildete Krankenschwester war jahrelang in ihrer Heimatstadt Meerane tätig und wollte schon als Kind in Afrika arbeiten. Als sie Ende der Achtziger die Möglichkeit hatte, dort als Hebamme zu arbeiten, sattelte sie kurzerhand um und erlernte den traditionellen Beruf, der auch schon in DDR-Zeiten nicht unumstritten war. Edeltraut arbeitet nun seit fast 20 Jahren als Hebamme und bringt nicht nur Kinder in ihrer kleinen, sächsischen Heimatstadt Meerane auf die Welt, sonder auch in Tansania. Trotz der Anstrengungen und Vorurteile, die ihr Berufsstand in Deutschland mit sich bringt, ist sie immer noch begeistert von der Geburt eines Kindes – lässt in ihrer Hebammenpraxis die Bäuche der Schwangeren bemalen und kümmert sich aufopferungsvoll um die werdenden Mütter. Doch in heutigen Zeiten ist der Konkurrenzkampf zwischen Hebammen, Geburtshäusern und Krankenhäusern besonders in finanzieller Hinsicht groß. So begleitet der Regisseur nicht nur die Hebamme bei ihrer Arbeit, sondern lässt auch die Klinikärzte des Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein zu Wort kommen. Die preisen ihr Krankenhaus wie ein Hotel an, betonen die moderne und sichere Ausstattung, setzten sich aber auch intensiv und reflektiert mit dem Für und Wieder alternativer Geburtshilfen auseinander und sprechen ihrerseits über die Erfahrungen mit Hebammen. In Tansania bietet sich der Deutschen dagegen ein ganz anderes Bild. Hier bringt die Hebamme nicht nur Kinder auf die Welt, sondern leistet vor allem Aufklärung und Aufbauhilfe im provisorischen Krankenhaus. Tatkräftig bildet sie dort junge Frauen zu Hebammen und Krankenschwestern aus und kämpft mit den kulturellen und sozialen Unterschieden des Landes.
Wissenswertes
Regisseur Wolfgang Wolfsperger und Edeltraut Hertel lernten sich durch eine Annonce in der Verbanszeitung vom Bund Deutscher Hebammen (BDH) kennen. Der Regisseur suchte darüber eine Protagonisten für seinen Film.
Nach Aussage des Regisseurs, kam er durch die Geburt seines zweiten Kindes auf die Idee, eine Dokumentation über Hebammen zu drehen.
Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Rezension von Karin Knauth auf Kino-Zeit.de
Rezension von Anke Hermann auf Cinefacts.de
Linksammlung auf filmz.de
Homepage von Regisseur Douglas Wolfsperger
Quellen
Presseheft
Mehr Bilder (3) und Videos (2) zu Der lange Weg ans Licht
Cast & Crew
-
Douglas Wolfsperger
Regie
Schauspieler
-
Douglas Wolfsperger
- Genre
- Dokumentarfilm
- Ort
- Afrika, Tansania
- Handlung
- Arzt, Baby, Chefarzt, Dorf und Stadt, Hebamme, Krankenhaus, Schwangerschaft, Schwangerschaft und Geburt
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Drehbuch
Filmdetails Der lange Weg ans Licht
Trailer zum Film Der lange Weg ans Licht
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Kritiken (2) — Film: Der lange Weg ans Licht
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenUm vom Ernst der Sache ein wenig abzulenken, fahndet Wolfsperger auch nach den im Dokumentarfilm heute üblichen Skurrilitäten. Die Meeraner mit ihren Ansichten zum Thema bieten davon reichlich, nicht immer zu ihrem Vorteil. Der ethnologische Blick kann ganz schön gemein sein. Wenn dann auch noch die Schwangeren mit lustig bemalten Bäuchen beim Fotografen auflaufen, erscheint der ganze Komplex Geburt endgültig als reichlich seltsames Phänomen. Dem alles in allem informativen Film tut das gut, der Geburtenrate vielleicht weniger.
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Kommentare (2) — Film: Der lange Weg ans Licht
Kommentar schreibenThekla 2010/01/19 12:04:45
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Tupaja 2008/03/09 21:32:37
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