James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte

The Spy Who Loved Me (1977), GB Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Thriller, Abenteuerfilm, Actionfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 25.08.1977

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6.8
Kritiker
21 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1
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2232 Bewertungen
51 Kommentare
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von Lewis Gilbert, mit Roger Moore und Barbara Bach

Als ein Schiff der Royal Navy spurlos verschwindet, entwickelt sich daraus eine internationale Krise – ein Auftrag für 007.

Den Briten ist zu Ohren gekommen, dass jemand einen Weg gefunden hat, abgetauchte U-Boote zu orten. Diese Technologie soll an den Höchstbietenden verkauft werden. Doch dann entführen Unbekannte ein Atom-Unterseeboote und die Briten verdächtigen die Sowjets, während die Russen die Amerikaner im Verdacht haben. Moskau schickt die Top-Agentin Anya Amasova (Barbara Bach). Der britische Geheimdienst vertraut auf James Bond, Agent 007 (Roger Moore). Die Spur führt ihn zuerst nach Ägypten.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Dem zehnten Bond-Apparativ "Der Spion, der mich liebte" durchzucken wahrlich tollkühne Unwahrscheinlichkeiten und schrullige Übersteigerungen in Form der bis dato waghalsigsten Material- wie Technikdemonstration der Bond-Historie. Was Lewis Gilbert hier unter Kontrolle seiner um sich schlagenden Arme dirigiert, ist nicht viel mehr als "Man lebt nur zweimal" zweimal um die eigene Achse gedreht – und doch tragen die verschlingenden Schiffshäfen, die spinnenförmigen Forschungsfestungen, die transformierbaren Fortbewegungsmittel und der ägyptische Hieroglyphenkitsch einer verschwenderisch dekorierten Kontinentreise von Ken Adam dazu bei, dass Gilbert das Meer zur Abziehfolie nautischer wie materieller Poesie verdichtet. Die unvereinbare Widersprüchlichkeit des Wassers repräsentiert hierin den Stützpfeiler eines Films, der sich seinem umschlingenden Weltenbau hingibt. Interessanterweise trifft Roger Moore nach "Leben und sterben lassen" ein zweites Mal auf die standhafte Schmerzlosigkeit des "tödlichen Metalls" (pfundig: Richard Kiel). Barbara Bach als blasierte Agentin auf der anderen Nationenseite leitet hingegen die häppchenweise vonstattengehende Gleichrangigkeit des Bond-Girls ein und vertieft automatisch das Verhältnis anglosowjetischer Kooperation, pünktlich gegen Ende der 70er. Aus der Harmonie Moores und Bachs beeinflusst der Film geschliffene Screwball-Frotzeleien, was in einer Lightshow unweit der Pyramiden Kairos kulminiert: Moore, Bach und der Beißer stehen sich gegenüber, im Licht, im Schatten. Das Orchester im Hintergrund charakterisiert die Figurenkonstellation mit verstörenden Klanggebilden.

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Stefan_R.

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Sehr schön :)


Timo K.

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Danke. :)


Xander8112: Xanders Blog

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9.0Herausragend

Bei genauerem Hinsehen fallen hier natürlich die Parallelen zu “Feuerball” auf. Das dies aber nicht unbedingt schlecht ist, beweist dieser Film - war “Feuerball” doch eher weniger gut und das macht “Der Spion der mich liebte” alles wieder wett.

Hier stimmt im Grunde genommen alles - atemberaubende Action, clevere und nicht ganz so alberne Dialoge (sehr gut übrigens: “Der Laden wirft was ab!” - “Im Schnitt schon”…) sowie exotische Schauplätze. Von den Bond-Filmen, die ich bisher mal wieder gesehen habe, ist dies der beste.

Auch die Gegner können sich sehen lassen: Der kultivierte Stromberg (welch ein Name für einen Bösewicht…) sowie sein Handlanger Beißer bleiben in Erinnerung. Gerade Beißer hat es zu einer Kultfigur gebracht und wird wohl mit das erste sein, was einem zu “James Bond” einfällt (neben Blofeld und der Katze vielleicht). Das Beißer darum auch der einzige Handlanger ist, der einen zweiten Auftritt spendiert bekommen hat, erklärt sich auch hieraus.

Besonderes hervorheben fällt schwer, da eigentlich alles gigantisch ist: Die anfängliche Verfolgungsjagd auf Skiern mit abschließendem Base-Jumping, das riesen Set des Tankers und den U-Booten (was man heutzutage sicherlich alles am Computer machen würde), der tauchende Lotus - ihr merkt schon, ich bin begeistert. Wenn “Quantum of Solace” auch nur ansatzweise so gut wird, kann nichts schiefgehen. Doch das wird er nicht.

http://xander81.wordpress.com/2008/10/19/kritik-james-bond-007-der-spion-der-mich-liebte/

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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8.0Ausgezeichnet

"The Spy Who Loved Me" lässt seine beiden Vorgänger wie Fingerübungen aussehen: Das Quasi-Remake von "You Only Live Twice" legt gleich mit seiner Pre-Title-Sequenz eine neue Messlatte an und präsentiert nicht weniger als den brillantesten Stunt der Filmgeschichte. Trotz eines schwächelnden Bösewichts, erreichte die Reihe nur noch selten eine derartige Rasanz, die Vielfalt der Schauplätze, Gimmicks und Kampfszenen, sowie eine großartige Barbara Bach als Bondgirl und Ken Adams unerreichtes Produktionsdesign machen Lewis Gilberts zweiten Bond zu einem der großen Highlights der Serie.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

der cineast

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Was ist an Curd Jürgens schwach? :)


Le Samourai

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Curd Jürgens ist super, aber stimmt schon, am Ende ist es viel zu schnell aus mit ihm und die Atomraketen-Uboot-Zerstör-Szene wäre noch grandioser, wenn hin und wieder mal auf die Atlantis geschnitten worden wäre. In diesem entscheidenden Moment sieht man Jürgens nämlich gar nicht.
Ansonsten Zustimmung, mein zweitliebster Bondfilm.



Kommentare (47) — Film: James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte


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Scipio

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Bewertung7.5Sehenswert

Dieser "möchte-gerne" Bond-Mime Craig incl. diverser Drehbuchautoren sollten sich die alten Bondfilme wie diesen anschauen - mit den neuen Bondfilmen vergleichen - und dann anschließend Harakiri begehen!!!

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Wall

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Bewertung7.0Sehenswert

Kein schlechter Bond, aber auf jeden Fall schwächer als sein direkter Vorgänger "Der Mann mit dem goldenen Colt". Roger Moore's dritter Auftritt als Doppel-Null-Agent bietet wieder mal exotische und abwechslungsreiche Schauplätze (Stichwort: Unterwasser-Aufnahmen), gut inszenierte Action (z.B. eine groß angelegte Verfolgungsjagd), das legendäre Bond-Car von Lotus, welches unter Wasser fahren kann, und zeigt außerdem erstmalig den kultigen Handlanger Jaws. Eher schwach finde ich die Story von "Der Spion, der mich liebte". So wirkt die Love-Story wieder mal arg aufgesetzt und zum Ende hin entwickelt sich die Handlung wieder mal ins Utopische. Und nebenbei wurde auch noch ein Plot-Detail vom Connery-Bond "Man lebt nur zweimal" abgekupfert (Stichwort: Schiffe, die Schiffe verschlucken usw.). Alles in allem aber dennoch ein gelungener Bond.

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Thomas Hetzel

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Bewertung5.5Geht so

Meiner Meinung nach Moores schwächster Bond: Der Bösewicht bleibt(trotz Curd Jürgens) blass, das Bond-Girl ist auch nicht so berauschend und auch sonst fehlt es diesem Bond an einen gewissen Unterhaltungswert. Einzigallein Moores lockere Sprüche und der "Beißer" sorgen für gewisse Momente.

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Bagadosh

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

[Simons 007-Marathon: Tag 10 - Der Spion der mich liebte]

Die letzten Bond-Filme hatten mich ein wenig enttäuscht, weshalb meine Erwartungen an diesen Film nicht allzu hoch waren. Doch ich wurde ehrlich gesagt überrascht: Das war der beste Bond seit langem!

Am meisten lebt dieser Film vom Zusammenspiel von Bond und seiner russischen Kollegin Anya Amasova. Dadurch, dass beide sowohl Partner als auch Feinde bzw. Gegenspieler sind, ergeben sich sehr witzige und abwechslungsreiche Dialoge mit einer großen Portion Ironie. An einer Stelle jedoch wird das Gespräch sentimental und ernst, als es um Anyas Liebhaber geht, den Bond im Vorspann getötet hatte: Zum allerersten Mal spricht Bond wirklich ernsthaft über das Töten.

Weiterhin sehr gut gefällt mir Beißer, Strombergs Handlanger. Für mich ist er der eigentliche Bösewicht, weil er deutlich mehr Kontakt mit Bond und Amasova hat. Er sieht zwar sehr albern aus und scheint nicht der hellste Stern am Firmament zu sein, zeigt aber gleichzeitig mehrmals, wie gefährlich er wirklich ist. Diese Ambivalenz des Charakters ist sehr schön und 'ne nette Abwechslung. Es müssen ja nicht alle Schurken immer einen IQ von 130 haben.

Ansonsten ist dieser Film ein sehr gut dosierter Bond, quasi auf dem Punkt: Die Action ist in sehr gutem Ausmaß vorhanden und sehr gut gelungen, weil sie abwechslungsreich ist: Von klassischen Auto-Verfolgungsjagden über Ski-Rennen mit Waffen bis hin zum Flammenwerfer und zu Mega-Explosionen ist eigentlich fast alles dabei.
Action und Dialoge halten sich aus meiner Sicht in der Waage.
Übrigens sieht es für mich so aus, als hätte Roger Moore, die alte Rinde, wieder mehr Spaß gehabt als zuletzt. Könnte vielleicht daran liegen, dass dieser 007-Film mit einem außerordentlich guten Bond-Girl punkten kann, sowohl vom Aussehen her wie auch in ihrer Funktion (siehe oben) bzw.ihrem Verhältnis zu Bond (optisch für mich das beste von allen bisher, wenn ich das so sagen darf :D).

Einziger Kritikpunkt: Mal wieder die Story. An Weltrettung hab' ich mich ja schon gewöhnt, aber irgendwie kommt es mir so vor, als seien den Autoren allmählich die Ideen ausgegangen. Aber naja, weil der Film ja ansonsten wirklich gut gelungen ist, werde ich das wohl verschmerzen können oder müssen. Immer das gleiche mit diesen Nuklearsprengköpfen ;).

Insgesamt wirklich der bisher beste Bond mit Roger Moore. Acion stimmt. Dialoge stimmen und der Rest stimmt auch weitestgehend. Dieser Film kommt für mich fast schon an Goldfinger und Feuerball heran, aber auch nur fast, weil ich dort jeweils die Story/die Action noch etwas besser fand.

Mensch, das war doch mal eine sehr ausführlicher Review! Morgen gibt's dann Moonraker-Bond ist in streng geheimer Mission unterwegs.

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MrDepad

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bond 50: Die Jubiläums-Collection [Blu-ray] -10/22- "Der Spion, der mich liebte"
Nach einem etwas schwächeren Vorgänger präsentiert sich die Bond-Reihe mit diesem Film wieder in absoluter Topform. Roger Moore ist endgültig in die Rolle des James Bond hineingewachsen und gibt sich hier selbstironischer, eleganter und härter als zuvor. Vor der eigentlichen Hauptstory bekommt man direkt die bisher spektakulärste Pre-Title-Sequence geboten, in der unter der Regie von Willy Bogner einer der atemberaubendsten Stunts der Filmgeschichte zu bestaunen ist. Diesmal werden zwei U-Boote entführt, die Atomraketen an Bord haben. Der Fall betrifft sowohl den britischen als auch den sowjetischen Geheimdienst, weshalb Bond mit einer Agentin zusammen ermitteln muss, die allerdings indirekt noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Barbara Bach ist ein ganz großes Plus im Film, denn sie ist Moore ebenbürtig und so entsteht zwischen den beiden eine hervorragende Chemie, denn während ihrer Zusammenarbeit duellieren sich beide Agenten, um schneller zum Einsatzziel zu gelangen.
Dass dieses nicht so leicht zu erreichen ist, liegt an dem wohl besten Handlanger der gesamten Bond-Reihe. Zum ersten Mal bekommt man den Beißer zu sehen, ein 2,20m Hüne mit Stahlgebiss, der förmlich unbesiegbar scheint. In Kairo kommt es zu einem tollen Katz-und Mausspiel zwischen den beiden Agenten und ihm, wobei 007 wirklich alles aufbieten muss, um gegen dieses Monster von Gegner anzukommen. Mit Curd Jürgens hat man mal wieder einen deutschen Schauspieler als Bösewicht gewählt, welcher seine Rolle auch wirklich super spielt. Besonder erinnerungswürdig ist seine Einführung, bei dem man seinen Unterwasserpalast "Atlantis" bestaunen darf, sowie die Exekutionsszene, die mit Musik von Bach unterlegt wurde. Ein weiteres Highlight ist das Fahrzeug von 007, ein weißer Lotus Esprit, der ebenfalls als Unterwasserfahrzeug verwendbar ist, was zu einer wunderschönen Unterwasserszene führt. Gegen Ende ist mir der Showdown ein klein wenig zu lang gezogen und das eigentliche Ende kommt gewohnt ein wenig zu abrupt, ansonsten gibt es allerdings wenig auszusetzen an diesem ausgezeichneten 10. Film der Bond-Reihe.

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Oliver0403

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Bewertung6.5Ganz gut

Und wieder ein 007 mit Roger Moore, der einfach nicht so ganz überzeugen kann. Der Bösewicht Curd Jürgens als Stromberg und gut, aber Richard Kiel als Beisser, der kein Wort sagt, ist besser. Das Bondgirl Barbara Bach ist ganz ok, aber da gibts auch bessere. Naja nur Roger Moore kann auch hier nicht so recht den eigenen Erwartungen gerecht werden. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich natürlich alle Bondfilme schon mindestens einmal gesehen habe. Ich verschaffe mir eben nur nochmal einen frischeren Eindruck für eine Bewertung.

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Pyro 91

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Bewertung9.0Herausragend

Seitdem die Bond-Reihe mit "Goldfinger" genau die richtige Formel für weitere Abenteuer des 007 gefunden hatte, waren Produzenten, Regisseure und Drehbuchautoren stets darauf bedacht, die zukünftigen Filme in ihrer Grundstruktur so ähnlich wie möglich zu halten. Das heißt ein Bond-Film braucht in der Regel: einen Bösewicht mit fiesen Plan, exotische Locations, Bond-Girls, neue Gadgets, Q, M und Moneypenny, einen Theme-Song und andere Kleinigkeiten.

Nach "Im Geheimdienst ihrer Majestät" ging der Bond-Reihe allerdings beträchtlich der Ernst flöten und nachdem jeder weitere Teil immer mehr alberne und skurille Figuren, Locations oder Actionszenen hervorbrachte und eher zeitgeistig anstatt zeitlos sein wollte, ist "Der Spion, der mich liebte" eine Rückkehr zu den eher gemäßigten Bonds wie "Im Geheimdienst ihrer Majestät" oder "Goldfinger". Diesmal gibt es keinen Kleinwüchsigen, der in einem Koffer gesperrt wird; keinen unsterblichen Voodoo-Zauberer und auch keinen Superlaser, der durch Diamanten ein Power-Upgrade bekommt.

Dennoch haben wir es mit einem waschechten Bond zu tun.
Roger Moore ist nun volkommen mit seiner Rolle verschmolzen und jetzt sitzt jeder Oneliner, jede gezuckte Augenbraue, jeder Faustschlag und man sieht ihm einfach gerne zu, egal ob er einen Drink bestellt oder eine Frau verführt.
Bond ist in diesem Teil wieder sehr humorvoll, zeigt aber auch seine düstere Seite. Einmal entlockt er jemanden Informationen und lässt denjenigen dann eiskalt vom Dach stürzen, obwohl sich dieser an seiner Krawatte festgehalten hatte und ein paar Sekunden vor sich hinstrampelte. Auch Bösewicht Stromberg bekommt von Bond doppelt so viele Kugeln ab, wie eigentlich nötig gewesen wären.
Moore schafft den Spagat zwischen dem Mann mit der Lizenz zu töten und den humorvollen Charmeur spielend: "Nobody does it better."

Ein gute Idee, auf was man sich da wieder eingelassen hat, gibt einem immer die Pre-Credit-Szene und so ist es auch hier. Wir erfahren, dass ein russisches und britisches U-Boot verschwunden ist und dass Bond und ein Agent aus Russland ermitteln sollen. Das bringt den Plot kurz und knackig in Schwung und zusätzlich gibt es noch eine clevere Irreführung, was den russischen Agenten angeht.
Das Ganze wird dann durch einen unglaublich genialen Stunt abgeschlossen, in dem Bond auf Skiern ein paar sowjetischen Agenten entkommt, indem er badassig von einer verdammt hohen Klippe springt, danach erst mal eine halbe Minute in die Tiefe fliegt und schließlich - begleitet vom Bond-Theme - den Falschirm zieht. WOW!

Eine große Stärke des Films ist, dass Bond hier wohl oder übel mit einer Kollegin zusammenarbeiten muss, was zu vielen herrlichen Neckereien und Machtkämpfen führt. Was die Beziehung der beiden so interessant macht, ist nicht nur, dass Agentin Triple X (scharf: Barbara Bach ) sich nicht so leicht rumkriegen lässt, sondern dass Bond unwissentlich den Tod ihres Freundes verschuldet hat, was ihr erst im Laufe des Films enthüllt wird und die Beziehungsdynamik der beiden nochmal auf den Kopf stellt. So bleibt deren Zusammenspiel stets lebhaft und spannend. Vor allem nach Ms. Goodnight aus "Der Mann mit dem goldenen Colt" ist Triple X eine wahre Wohltat.

Zunächst begeben sie sich nach Ägypten, was genau die passende exotische Location für Bond ist und der Film vergisst es dabei auch nicht mehrmals "Lawrence von Arabien" zu zitieren.
Sie treffen auf Strombergs Handlanger Jaws, der sie ordentlich in die Mangel nimmt und wie ein Mischung aus Dracula und Frankenstein in Menschengestalt wirkt. Ich denke kein Bösewicht-Handlanger war bisher so hartnäckig und so präsent. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes unzerstörbar und eine gefährlicher Gegner für Bond. Die Aufeinandertreffen mit ihm gehören zu den Highlights des Films. Ob diese nun in einem Säulenlabyrinth oder "hinter der Bühne" bei einer Aufführung oder in einem Zugabteil stattfinden. Es geht immer einiges zu Bruch und Bond muss trickreich und gewitzt sein, um gegen dieses Monstrum anzukommen.

Der Bösewicht Stromberg muss nicht viel tun oder aktiv ins Geschehen eingreifen, denn erstens hat dieser mal wieder einen recht tückischen Plan, der reibungslos abläuft und zweitens sagen Curd Jürgens Mimik und Gestik alles. Sein Plan ist allerdings fast der selbe, wie in "Man lebt nur zweimal". Nur anstatt Weltraumkapseln werden hier U-Boote geklaut und beide Male geht es darum einen Krieg zwischen Großmächten auszulösen. Dies ist aber nicht weiter störend.
Man muss einen Bösewicht, der klassische Musik hört, Seebestattungen abhält, Mitarbeiter im Haifischbecken versenkt und einen nuklearen Krieg auslösen will - um eine neue Welt zu schaffen - einfach lieben.

Die Verfolgungsjagd, in der Bond zunächst von Autos und einem Helikopter drangsaliert wird, um schließlich geradewegs ins Meer zu fahren, wo sich sein Lotus-Epsirit in ein Unterwasser-Auto verwandelt, das auch wieder unter Beschuss genommen wird, ist wohl so flüssig und spektakulär wie keine andere Actionsequenz in der Bond-Reihe. Absolut mitreißend!
Auch der Showdown in Strombergs "Liparus", in dem britische, russische und amerikanische Gefangene gegen die Truppen des Feindes antreten, erinnert an das Ende von "Man lebt nur zweimal", übertrumpft dieses aber noch in seinen Schauwerten und wundervollen Setdesign.
Es gibt danach auch eine Bombenentschärfungsszene, die seltsamerweise recht spannend war, obwohl Bond doch ohnehin nichts passierren kann. Ich rechne das einfach mal Lewis Gilberts klaustrophobischer Regie und Roger Moores überzeugender Nervösität an.

"Der Spion, der mich liebte" ist für mich DER Bond-Film. Alle Elemente stimmen, es wird nie langweilig und ich fragte mich nach Ende des Films, wieso man eigentlich danach überhaupt noch Bond-Filme gemacht hat. Roger Moore ist großartig, die Chemie mit dem Bond-Girl stimmt, die Locations sind wunderschön, die Sets traumhaft, die Action ganz klar die beste bisher, der Bösewicht ist erinnerungswürdig, die Gadgets kreativ und Jaws ist der coolste Handlanger, den es gibt.
Abzüge gibt´s höchstens in der B-Note. Die Musik fand ich okay, habe aber John Barry vermisst. Zudem ist Barbara Bach nicht unbedingt die talentierteste Schauspielerin und Stromberg hätte vielleicht etwas mehr Screentime verdient gehabt.
Macht aber unterm Strich nicht viel aus, denn noch nie haben alle Bond-Elemente so perfekt zusammengepasst wie hier!

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Pyro 91

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Also nicht auf dem gleichem Level? xD
;) Ich mach ohnehin einen Durchlauf der kompletten Bond-Reihe, die ersten zehn habe ich schon.


Hendrik

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DER Bond schlechthin, wohl wahr, aber du bist wohl der Einzige der ihn eher zu den "gemäßigten" Bonds zählt. ;-)
Ohne jetzt zuviel vorweggreifen zu wollen, aber OCTOPUSSY ist einer der albernsten Filme der Reihe, garantiert nicht so gut wie SPY und für mich sogar der Schwächste aus den 80ern, also geh jetzt nicht mit zu hohen Erwartungen an den ran wenn es soweit ist. Bin mal gespannt, was du zu MOONRAKER sagst...


LowRidah

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Tanker explodiert einfach so? oO :D
Ansonsten aber ganz ordentlich, für einen Bond...

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Cayopei

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Verlust von atomaren Sprengköpfen zwingt Bond mit einer KGB-Agentin das eine oder andere Duett an Bord von Schiffen oder in diversen Hotelbetten zu absolvieren. Gestört werden sie manchmal von Beißer oder der Tatsache, dass Bond ihren Lover im Rahmen der Eröffnungssequenz ins Gras bzw. den Schnee hat beißen lassen. Curd Jürgens gibt den ordnungsgemäß mit fesch uniformierter Privatarmee und diversem Unterwasserschnickschack ausgestatteten Bösewicht Stromberg, der aus der Welt ein Aquarium machen will (oder so). Ein typischer Moore-Bond-Film.

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el_presidente87

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eindeutig mein absoluter Lieblingsbondfilm! Ich sehe Roger Moore zugebenermaßen auch sehr gerne, obwohl ich Connery und Craig auch sehr schätze und da weniger der Meinung bin, dass es nur DEN Bond gibt. Vielmehr passen alle in ihre Zeit und geben ihren Filmen den passenden Charme. Neben Moore ist der Film großartig besetzt und leider der vorletzte Film mit dem großartigen Bernard Lee als M. Die Actionszenen, Kulissen, die Story und natürlich das Hauptquatier sind einfach genial und haben den richtigen Bondfaktor. Der unterwassertaugliche Lotus und der Beißer sind da etwa zu nennen. Außerdem gefallen mir die Schauplätze hier außergewöhnlich gut, die für die richtige Atmosphäre sorgen.
Humorvoller, actiongeladener und atmosphärisch dichter Bond-Klassiker im brillianten 70er Look mit einen eiskalten, deutschen, Bösewicht und Roger Moore in Höchstform!

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cinram

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Bewertung9.0Herausragend

"The Spy Who Loved Me" ist einer der bemerkenswertesten, erinnerungswürdigsten und eindrucksvollsten James Bond Thriller, seit Start dieser Kino- Serie!
Der Film bietet herrliche Unterhaltung und verfügt über einen raffinierten Mix aus den bewährten Bond- Zutaten: Rasende, ansehnliche Action mit Stunts, die Filmgeschichte schrieben, einen Anteil Ernsthaftigkeit, der das Ganze glaubwürdig macht, gut gesetzten Humor, ohne auf die irritierende "Slapstickschiene" zu rutschen, Gadgets, über die noch heute gesprochen werden, eine Bond- Partnerin mit Verstand, die verdammt hübsch ist und 007 durchaus das Wasser reichen kann, Bösewichte und Schurken von Format, sowie natürlich wunderschönen Locations aus aller Welt und ein Set- Design, das seinesgleichen sucht!
Hier wird wirklich jeder bedient und ich selbst hab jeden Augenblick genossen und förmlich in mich "aufgesogen"!
Schon die Eröffnungssequenz präsentiert z.T. atemberaubendes Material, das für einen ganzen Film reichen würde!
Rick Sylvesters waghalsiger Sprung vom über 1000 Meter hohen "Asgard" in Kanada ist für mich die spektakulärste Pre-Title-Szene aller Bond- Filme!
Besonders "verliebt" bin ich in solche Dialoge, die Bond mit Amasova (Barbara Bach ist meine persönliche Favoritin) führt: ob es ihre Feststellung ist, daß dieser verheiratet war und er auf die Bemerkung sensibel, also menschlich reagiert, oder das Gespräch zwischen beiden betrifft, in dem es um die Kuriosität ihres "ungewöhnlichen" Berufes geht und Anya Bond eiskalt vor Augen führt, ihn nach erfüllter Mission umzubringen, nachdem herauskam, daß Bond ihren verlobten getötet hat!
Die Rolle des "Beißers" sollte erst an den 2,04 Meter großen Will Sampson gehen, der dem Puplikum aus "Einer flog über das Kuckucksnest" bekannt war, aber Broccoli entschied sich letztendlich für Richard Kiel, dem eigens von einem Zahnarzt sein prächtiges "Stahlgebiss" angepasst wurde! Nachdem Bond den Beißer aus einem Zugabteil katapultiert hat, steht dieser wieder auf und schüttelt "Bond- Like" den Staub von seinem Anzug und rückt mit seinen Clodeckel- großen Händen die Krawatte zurecht- Grandios!
Wer von uns möchte nicht mal in einem Bond- Wagen sitzen, oder besser, gleich fahren!
Die "Lotus"- Werke stellten der Bond- Produktion neben dem Sportwagen für die Landaufnahmen (220 km/h, vier Zylinder und 1973 Kubikzentimeter, Verbrauch:8 Liter) noch weitere fünf Karosserien zur Verfügung, die Derek Meddings, der Mann für Spezial- Effekte, entspechend umbaute und in jedes Exemplar unterschiedliche Funktionen unterbrachte! Eines davon war sogar unter Wasser funktionstüchtig!
Die gesamte Atmosphäre in "The Spy Who Loved Me" ist einfach wohltuend und der Film macht einen "Riesenspaß", weil alles richtig gemacht wurde, was bei 007- Produktionen nicht immer selbstverständlich ist!

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cinram

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Dankeschön! Erst nach diesem, meinem ersten Kinobesuch in einen 007- Streifen (war eine Wiederaufführung, Ende der 70er), wurde mir der Mythos, den ich schon seit Jahren mitbekam, richtig vor Augen geführt! Die Figur des Bond sollte mich nicht mehr loslassen!


Filmkenner77

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Mein erster Bondfilm im Kino war übrigens Goldeneye.


Outrage

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gerade wieder auf ARD gesehn.
Ein klassischer Bond eben.

Hatte ihn noch gut in Erinnerung, die Actionszenen sind natürlich etwas statisch, vor allem Beißer kam mir als Kind irgendwie lebendiger und bedrohlicher vor.

Aber Roger Moores Humor macht das alles wett, ein guter Bond.

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mannypenny

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für mich nach meinen Lieblingsbonds (Diamantenfieber, Im geheimdienst..., Man lebt nur zweimal) der viertbeste Bondfilm. Und von den Moore Bonds auf jeden fall der beste.
Positiv: Die locations, Der soundtrack (fast so gut wie John Barry), Der Beisser (obwohl der aufguss in Moonraker überflüssig war), Barbara Bach (eins der schönsten Bond Girls aller zeiten),Die Ken Adams ausstattung
Negativ: Curd Jürgens ! Total uninspiriert, kaum zu sehen. kein vergleich zu Gert Fröbe.
Für mich ist Curd Jürgens einer der meist überschätzen Schauspieler überhaupt. Einzig allein sein , zugegeben imposantes Erscheinungsbild hält ihn in erinnerung. Kennt jemand von ihm eine überzeugende Schauspielleistung? Also ich nicht.

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Agent Smith93

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Bewertung9.5Herausragend

Dies ist einer der insgesamt 22 (bald 23) Bond-Filme, die ich dank meiner Blu-Ray Jubiläumsbox zum ersten Mal anschauen konnte. Eine Sache möchte ich gleich am Anfang loswerden. Ein Bond-Film ist wie ein Besuch beim McDonalds. Man bestellt sein Happy Meal oder was auch immer, und weiß ganz genau was man am Ende bekommt. So ist es auch hier. Es erwarten einen wieder schöne Frauen, spektakuläre Actionszenen und diesmal ganz besonders bissige Bösewichte. Der dritte Film mit Roger Moore als James Bond ist wiedermal ein gelungenes Erlebnis. Die Handlung ist wie bei (fast) allen Bond-Filmen recht schnell erzählt. Am Anfang verschwindet ein russisches Atom-U-Boot. Davor verschwand auch schon ein britisches Atom-U-Boot, daher haben beide Länder ein großes Interesse daran diesen mysteriösen Vorfall so schnell wie möglich aufzuklären. Der MI6 schickt natürlich den legendären James Bond ins Rennen, während die Russen die hübsche Anya Amasova alias Triple X mit der gefährlichen Mission beauftragen. Zuerst muss Bond nach Kairo, und trifft dort schon kurz darauf auf Triple X. Anfangs arbeiten Bond und die russische Agentin gegeneinander, doch die jeweiligen Regierungen entschließen sich überraschend zusammenzuarbeiten, um sich den Fall zu erleichtern. Leider findet Anya Amasova recht früh heraus, dass Bond bei einem früheren Einsatz ihren Liebhaber während einer Ski-Verfolgungsjagd getötet hat. Sie schwört dem Agenten mit der Lizenz zum Töten, dass sie ihn am Ende der Mission umbringen wird. Doch vorerst müssen die Beiden wegen der Loyalität zu ihrer jeweiligen Regierung Frieden schließen. Langsam beginnt sich das Rätsel um die verschwundenen U-Boote zu lüften. Ein wahnsinniger Milliardär namens Karl Stromberg ist besessen vom Leben unter Wasser, und will daher mit den an Bord der gestohlenen Unterseeboote gelagerten Atombomben die gesamte Zivilisation an Land auslöschen. Stromberg plant einen Neuanfang. Eine Art Genesis. Aber diesmal komplett unter Wasser. Warum zieht der Kerl nicht gleich nach Bikini Bottom? :) Bond versucht das Problem wie immer durch seine breitgefächerten Talente zu lösen, doch da macht ihm der inoffizielle Sohn von Hulk der Beißer genannt die Sache nicht gerade leichter. Dieser taucht immer wieder auf, und sorgt für besonders beeindruckende Actionszenen. Doch diesem außergewöhnlichen Antagonisten widme ich mich bei der Darstellerkritik weiter unten. Im Laufe des Film erfährt man schließlich, dass ein umgebauter Supertanker für die U-Boot Entführungen verantwortlich ist. Hier möchte ich eine gewisse Parallele zu "Man lebt nur zweimal" ziehen. Auch dort wurden wichtige Dinge von zwei verschiedenen Ländern entführt. Nur dass es hier keine Weltraumkapseln sondern U-Boote sind. Ich weiß nicht, ob dies allen Zuschauern aufgefallen ist, aber ich wollte es eben mal erwähnen. Es gibt sogar noch ein oder zwei weitere Parallelen, doch diese müssen hier nicht unbedingt aufgelistet werden. Im weiteren Handlungsverlauf infiltriert Bond den Tanker, und befreit dort die gefangenen Marinesoldaten. Und hier möchte ich nun nichts weiter verraten. Sie kennen mich ja. Die zweite Hälfte der Handlung versuche ich immer im Unklaren zu lassen, damit der Film am Ende auch noch eine Überraschung für den Zuschauer bereit hält. Jetzt widme ich mich den Schauspielern von "Der Spion der mich liebte." Zum dritten Mal schlüpft Roger Moore in seine Rolle, und macht genau da weiter, wo er in "Der Mann mit dem goldenen Colt" aufhörte. Sprich er ist in seiner Rolle endgültig angekommen, doch eine alles überragende Faszination wie Sean Connery will er bei mir einfach nicht auslösen. Ich weiß, dass viele Bond-Fans mich für diese Aussage nun hassen werden, aber Roger Moores Schauspieltalent ist doch eher im durchschnittlichen Bereich angesiedelt. Connery hatte eine unverwechselbare Ausstrahlung, die Roger Moore einfach nicht hat. Stattdessen kaschiert er dies durch seine inflationär verteilten One-Liner, und seine allgemeine Lässigkeit. Ich akzeptiere Roger Moore als James Bond, und halte ihn auch nicht für eine Fehlbesetzung, doch so richtig warm werde ich mit ihm leider nicht. Tut mir leid liebe Bond-Fans, aber ich musste das einfach los werden. Das Bond-Girl Anya Amasova wird von Barbara Bach gespielt, und ist dabei genauso schön wie gefährlich. Nur das Autofahren sollte die gute Frau noch etwas üben, wie auch Roger Moore durch eine Menge One-Liner in der Autoszene mit dem Beißer überdeutlich hervorhebt. Der eigentliche Bösewicht Karl Stromberg wird von Curd Jürgens dargestellt, und liefert eine durchschnittliche Leistung ab. Es handelt sich hierbei um einen alten Mann, der mit Ausnahme seiner Schwimmflossen zwischen den Fingern (die man im Film ganz kurz sehen kann) keine Besonderheiten aufweist. Optisch erinnert er mich ganz leicht an Emilio Largo aus Feuerball. Bei diesem Bond-Film muss man wirklich sagen, dass diesmal nicht der Hauptschurke begeistert, sondern sein Handlanger. Der Beißer! Wow! So einen coolen Handlanger habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Richard Kiel der durch eine Hormonstörung namens Akromegalie 218 cm groß ist bietet eine wahrlich beeindruckende Darstellung. (Der arme Mann litt während der Dreharbeiten zu diesem Film übrigens mehrmals unter starkem Brechreiz, da dass Metallgebiss sehr unbequem war) Dabei ist es nicht die große Schauspielkunst, sondern die alles überwältigende körperliche Präsenz die diesen Bond-Schurken einfach unvergesslich macht. Mann der Beißer ist wie ein Rammbock, oder besser noch wie ein Kampfpanzer. Er bricht durch alles durch, und kann mit seinem Stahlgebiss sogar Metall und was weiß ich noch alles durchbeißen. Also so einen möchte ich nun wirklich nicht als Feind haben. Ohne den Beißer würde dieser Film wohl nur 8.5 Punkte bekommen, doch weil ich nun ein echter Fan dieses stummen Riesen geworden bin, gibt es glatte neun Punkte. Was die anderen Darsteller angeht ist alles wie immer solide besetzt, ohne irgendwie außergewöhnlich aufzufallen. Die Actionszenen in diesem Film sind erneut einfach überwältigend, und die Gadgets einfallsreich. Die Tentakelartige Behausung von Stromberg ist echt lustig. Und der Lotus Esprit der sich im Notfall in ein kleines U-Boot verwandeln kann ist einfach eine großartige wenn auch etwas abgehobene Idee. Insgesamt ist auch der zehnte Bond-Film mehr als nur sehenswert. Obwohl der Hauptdarsteller mich (im Gegensatz zu Connery oder Brosnan) immer noch nicht vollends fesseln kann, bietet das Gesamtpaket am Ende doch allerbeste Filmunterhaltung. Mal sehen wie sich Moore in seinem vierten Einsatz als James Bond schlägt, denn da geht es direkt ins Weltall. Wie schon gesagt: Die Welt ist nicht genug!

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cinram

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Geballtes Insiderwissen, locker vorgetragen- Cool!
"Der Spion, der mich liebte", ist wahrlich einer der besten Werke, über den Mann, mit der Doppel-Null und war damals mein ERSTER Bond!
Was Major Anya Amasova betrifft: Barbara Bach ist meine persönliche Favoritin aller Bondinen ever!
Curt Jürgens, der "Deutsche Kleiderschrank", kommt für mich vielleicht nicht SO facettenreich als Bösewicht rüber, wie ein Auric Goldfinger (offenbar muß sich jeder Bond-Antagonist der Vergangenheit und der Zukunft mit dem einmaligen Gert Fröbe messen), aber als irrer, milliardenschwerer Reeder Stromberg macht Jürgens für meine Begriffe eine beeindruckende, originelle Figur, mit ordentlichen Dialogen und weiß auch vom Spiel zu überzeugen!
Jaws, der "Beisser" gehört zweifellos zu den eindrucksvollsten Bösewichtern der Serie und wird hier dem Publikum als schweigender (das macht ihn noch bedrohlicher), erbarmungsloser Killer präsentiert, der sogar aufgrund der großen Resonanz im nächsten 007- Streifen wieder mit von der Partie sein durfte- doch leider erschien Richard Kiel in "Moonraker" nur noch als Clown, der jegliche Ernsthaftigkeit und damit seine gefährliche Ausstrahlung verloren hatte!
Schade drum...!


Agent Smith93

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Ja du hast recht, aber irgendwie war er immer noch einer der besten Schurken im Bond Universum.


emotionfreak

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich mochte zwar auch die ernsteren und interessanteren Bonds aus der Conneryära, aber ich gebe es zu, ich steh vor allem auf die eher lockeren, humorvollen, zugebenermaßen teilweise albernen Filme aus der Mooreära. Und dieser hier ist für mich einer der unterhaltsamsten Vertreter. Ich hab ihn über 20 Mal gesehen und hab mich immer wieder gut amüsiert. Natürlich nicht besonders intelligent und interessant, aber als Unterhaltungsfilm und flotte Actionkomödie, gefällt er mir sehr gut. Die nicht ernst zu nehmende Action ist unterhaltsam, der Humor ist einfach gelungen, und Roger Moore geht mal wieder in seiner Rolle als James Bond auf. Zu köstlich, wie er mit dem Amphiebienfahrzeug plötzlich am Strand auftaucht und unter den erstaunten Blicken der Badegäste den Fisch aus dem Fenster wirft. Immer wieder geil auch der Beißer. Am Besten, wo er sich selbst den schweren Stein auf die Füße wirft und dann so blöd guckt. Was wieder eher an die Connerybonds errinnert und den Film doch etwas ernsthafter macht, ist die gute Darstellung des Stromberg. Curd Jürgens einfach genial, auch wenn er natürlich nicht an Gerd Fröbe herankommt. Aber die deutschen scheinen die besten Bösewichter zu sein(was auch passt, da in den Originalromanvorlagen der Deutsche noch das große Feindbild ist.) Aber nicht nur der Bösewicht, sondern auch das Bondgirl hat mir hier besonders gefallen.
Ich find den Film immer wieder unterhaltsam, zusammen mit "Goldfinger" mein Lieblingsbond. Auf die nächsten 20 mal, darauf trink ich jetzt einen Wodka/Martini, geschüttelt, nicht gerührt(äh, oder war es umgekehrt).
Prost.

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.5Sehenswert

„Der vollkommende Bond“

Es ist einfach Fakt, dass „Der Spion, der mich liebte“ alle Bond-Elemente um sich versammelt. Alles was je ein 007-Abenteuer ausgemacht hat, findet sich in Roger Moore’s drittem Einsatz wieder. Ein verdammt lässiger James Bond, eines der besten Bond-Girls ever (Barbara Bach), viele Location- Wechsel, technische Spielerein von Q, ein diabolischer Bösewicht (Curd Jürgens), ein super Handlanger des Oberbösewichts (der Beißer), jede Menge Action und ein hervorragender Titelsong.

„Der Spion, der mich liebte“ ist Moore’s „Goldfinger“, um es mal genau auszudrücken. Trotzdem stört mich ein diesem Streifen der Reihe doch etwas ganz gewaltig. Viele Stellen sind mir einfach zu albern und lächerlich geraden. Auch dass dieser Bond ziemlich ins Phantastische abdriftet und dadurch ziemlich aufgeblasen wirkt, ist mir irgendwie ein Dorn im Auge. Sicher, dieser Part der Reihe zählt ohne Zweifel zu den Highlights der ganzen Bond-Geschichte, nur hat eben „Goldfinger“ z.b. es vorgemacht, wie man alle wichtigen 007-Elemente in einem Film mit mehr Zurückhaltung unterbringen kann.

Nichtsdestotrotz ist „Der Spion, der mich liebte“ ein wirklich unterhaltsames und sehenswertes Fest.

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Lori007101

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einer der kultigsten Bonds der Bond Abenteuer! Es hat einen phantastischen und grössenwahnsinnigen Bösewicht und einen perfekten Handlanger: Beisser! Gute Action, coole Sprüche und schöne Frauen! Hier läuft Bond zur Top Firm auf!

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Abettertomorrow

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Bewertung9.5Herausragend

Hinter Goldfinger und Octopussy der drittbeste Bond, ein Film wie aus einem Guss vom Titelsong bis zu den Böswichten Jürgens und dem Beisser. Roger Moore gibt der Figur eine Leichtigkeit, die sie vorher und nachher nie hatte.

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der cineast

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Bewertung7.0Sehenswert

Beginnend mit einem wunderbaren Sprung in die Tiefe und dem verführenden Titelsong Nobody Does It Better zaubert DER SPION DER MICH LIEBTE dem Bondfan ein Lächeln auf's Gesicht. Nach der wirkungsvollen und mystischen (Ägypten) ersten Stunde verliert sich Bond in ein wenig zu undynamischer Action. Auch Curd Jürgens hätte man mehr Screentime gewünscht. So ist das Ende, trotz riesiger, von Ken Adam gestalteter Halle die den großen Actionhöhepunkt bildet, relativ unspektakulär. Trotzdem: Moore ist ein - in Verbindung mit Barbara Bach - noch romantischerer Charmebolzen als sonst und die Duelle mit dem Beißer bereiten Freude. Schöner Film, dennoch schwächer als in Erinnerung behalten.

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aberaber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Back to the Roots. Weniger albern mit guter Story.

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