Tod einer Schülerin

Tod einer Schülerin (2010), DE Laufzeit 90 Minuten, Drama, Kriminalfilm

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von Mark Schlichter, mit Matthias Brandt und Corinna Harfouch

Der Gymnasiallehrer Alex Berger lässt sich nach einer Feier auf ein sexuelles Abenteuer mit der 18-jährigen Schülerin Katja ein. Sie wird am nächsten Morgen tot aufgefunden. Alles deutet auf ein Sexualverbrechen hin. Katja ist schon das zweite junge weibliche Mordopfer in der Region. Die Polizei vermutet nun einen Serientäter. Berger gesteht seiner Frau Susanne den Seitensprung, beteuert aber, nicht für Katjas Tod verantwortlich zu sein. Gemeinsam haben Susanne undAlex zwei Söhne, den 19-jährigen Benedikt und den 14-jährigen Daniel, der das Down-Syndrom hat. Als die Polizei zügig einen von der Bevölkerung geforderten Massengentest initiiert, weigert sich Alex unter Verweis auf seine Bürgerrechte, eine DNA-Probe abzugeben. So gerät er mehr und mehr in den Focus der Kommissare Simone März und Tobias Falk und muss zugleich gegen das wachsende Misstrauen seiner verletzten Frau ankämpfen.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (5) — Film: Tod einer Schülerin


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kronenhummer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Hast du ein Kondom benutzt?“ „Dann haben Sie deine DNA“
Es ist keine angenehme Situation, in der sich Lehrer Alex Berger befindet, hat er doch die vergangene Nacht mit einer Schülerin verbracht. Und genau diese Schülerin wird am nächsten Morgen ermordet aufgefunden. Wer würde in einer solchen Situation nicht vermuten, dass der Lehrer für diese Situation verantwortlich ist? Wer würde nicht erwarten, dass die DNA-Spuren zum Täter führen werden?

Alles scheint so offensichtlich: Geschlechtsverkehr und anschließende Tötung, Zusammenhang mit einem anderen Mord, DNA-Spuren, verschwundene Beweise, Weigerung zur Kooperation.

Doch dem Zuschauer wird gleichzeitig die scheinbare Unschuld Bergers offenbart. „Tod einer Schülerin“ offenbart so eine hochspannende und ungewöhnliche Ausgangssituation, die Fragen aufwirft, die selten gestellt werden: Diskussionen über Offensichtliches, über Vorurteile und vorgebildete Gedankenwelten, aber auch Moralfragen zur Rechtfertigung von Massen-DNA-Tests. Ist es richtig, in die Privatsphäre von tausenden Menschen einzugreifen, um einen Mord zu klären.

Doch nicht nur die Thematik sondern auch die gesamte Inszenierung ist wahrlich außergewöhnlich für einen Fernsehfilm. Unheimlich atmosphärisch, phasenweise regelrecht beklemmend, phasenweise unterkühlt, hochspannend und nicht nur auf die Tätersuche fixiert ist „Tod einer Schülerin“ mehr als ein Krimi. Schauspielerisch absolut erstklassig und mit einer sehr starken Figuren- und Familiengestaltung versehen, bei dem sogar der Sohn mit Down-Syndrom nicht nur als „Quoten-Behinderter“ dient, sondern der Situation eine weitere Fassette aufzeigt, kann der Film auch in seinen tragischen und dramatischen Elementen punkten, die im eindrucksvollen, aber vielleicht nicht völlig überraschenden Schluss einen gelungenen Schlusspunkt finden und stets auch mit der Bild- und Tongestaltung wirkungsvoll unterstützt werden.

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bhmueller

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Pauker, wie hältst du's mit dem Gen-Test? In dem furiosen ZDF-Krimi "Tod einer Schülerin" stürzt der Mord an einem Mädchen ein Lehrerpaar in die Ehekrise: Corinna Harfouch und Matthias Brandt brillieren in einem Kammerspiel aus den Seelenkellern des deutschen Bildungsbürgertums." http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,719948,00.html

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fabel

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Bewertung9.5Herausragend

"Daniel is hier, weil er spürt das alles kaputt geht."
Daniel, der behinderte Sohn der Familie Berger, war der Hauptleidtragende dieses ganzens Dramas. Er war Zeuge und Opfer zugleich. Er musste hilflos drunter leiden wie das üppige Lügengebilde der Bergers, erzeugt aus einem Mix von kräftiger Liebe, blindem Vertrauen, Hass, Eifersucht, Enttäuschung, Lust auf Neues, Unverständnis und Lügen in sich zusammen brach.
Wie Max Dominik mit seinen jungen Jahren schon solche großen Emotionen aufbauen konnte, war schon alleine fulminant. Noch fulminanter wurde die ganze Angelegenheit durch das Werken von Harfouch als verzweifelte Ehefrau zwischen allen Stühlen. Glaub ich meinem Mann ? Meinem Sohn ? Was ist richtig, was ist falsch. Ein großes Wollknäul im Gehirn an Fragen hatte sich gebildet, dessen Antworten leider nur schwer zu finden war. Ihre Liebe hielt vieles aus. Lange blieb sie stark, doch irgendwann als Alex auspackte und sich die 3 Sternchen (lustiger Einfall der Autoren, die Liebesspiele mit Sternchen zu bewerten...) anscheinend wohl schön erarbeitet hat wars aus. Sie war mit ihrer Kraft am Ende sie war aufgebraucht. Corinna Harfouch in ihrer vielleicht besten Rolle. Wie sie diese kraftvolle Frau, mit dem großen Charakter darstellte war richtig super.
Ebenso überzeugend hat mein absolutes TV-Schauspielerlieblingsgesicht Mathias Brandt agiert. Er spielte das Familienoberhaupt oder war das nicht wirklich eher die Mutter? Wie dem auch sei, er spielte die Hauptperson mal wieder grenzenlos gut.
Wie der Mann alles verlor, durch einen Fehltritt, durch ein "Missgeschick". Das war mitreißend, bewegend und erschütternd zugleich. Wie die scheinbar heile Familienwelt zusammenkracht, wenn ein Stein auf einmal umgedreht wird. Brandts Emotionen wirkten echt, die innerliche Zermürbung der Person Berger kamen so brillant rüber, wie man es selbst von Brandt nicht gewohnt ist. Und von dem bin ich eigentlich nur positives gewohnt.
Neben dieser starken Frau, die am Ende angelangt war und neben dem zerbröckelten Ehemann gabs aber noch mehr zu bestaunen.
Ein gelungener Versuch Massengenteste und ihre Wichtigkeit bzw. ihre Unnötigkeit anzuprangern ging sehr gut von statten, ebenso wie der Versuch dem Kommissarenduo einen leichten humorischen, erfrischenden Hauch mit einzuflößen.
Der eine, bestens interpretiert von Lerchbaumer, ist Motorradexperte. Die andere, noch besser und sympathischer rübergebracht von Wilson, ist Sexexpertin. Vor allem für die ganz harte Tour.....
Aber auch Adrian Topol mit seiner Eifersucht und mit seiner nicht erwiderten Liebe ist nicht zu vergessen. Diesen Typen, der mir sonst höchstens durch irgendwelche Auftritte bei Freitagabendkrimis in Augenschein trat, werd ich mir von nun an merken.
Jürgen Heinrichs Auftritt als Botschafter für bessere Polizeiarbeit und verbesserte Justizarbeit in der Kirche wirkte zwar übertrieben und unpassend, doch man nahm auch ihm und Kirsten Block als trauernde Mutter die Rolle ab.
Éin durch und durch mehr als stimmiges Drama mit allen voller Ausschöpfung eines Themas, welches so schon tausende Male erzählt wurde und eigentlich doch neu erfunden wurde. Ein Lehrer treibts mit der Schülerin, Familie zerbricht. Na ganz toll.
Aber hier wars anders. Hier wirkte alles echter, emotionaler, gekonnte. Hier wirkte einfach alles besser, mitfühlender, mitreißender und längst nicht so ausgegaart wie es auf den ersten Blick zu sein schien.
Dieser Blick aus Sicht des verzweifelten Hauptverdächtigen. Seine Sicht der Dinge, seine Beweggründe. Natürlich unterstützt durch die großartige Leistung Brandts. Diese kam einfach rüber, wirkten nachvollziehbar. Er hat Angst das alles zerstört wird, doch in Wahrheit ist alles bereits zerbombt. Sein Ansehen, sein Ruf, seine Familie. Alles.
Lieber alanger, du mein kleiner Pupsibär...oops, wollte mir diese kleine schwule Entgleisung eigentlich nicht erlauben...es tut mir leid....aber bei Zitaten anderer User bin ich immer vorsichtitg. Also liebster Alanger, du schriebst gestern zum TATORT das er der beste gewesen sein soll seit der Weltwirtschaftskrise.
Ich kann mich anschließen. Das hier war der beste Fernsehfilm seit der Weltwirtschaftskrise. Naja, fast.

Überzeugend!

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derblonde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr sehenswertes Familiendrama, das in einer Kriminalstory eingebettet wurde. Brilliant gespielt und das Thema Massengentest wird hier intelligent hinterfragt.

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Taraniel

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Bewertung7.5Sehenswert

Beklemmender Film über Männer die sich zu jungen Frauen hingezogen fühlen. Kompliment an Matthias Brandt, sehr gute Darstellung des Lehrers.

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