Die Bartholomäusnacht

La Reine Margot (1994), DE/FR/IT Laufzeit 162 Minuten, FSK 16, Drama, Historienfilm, Kinostart 29.09.1994


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10 Kommentare
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von Patrice Chéreau, mit Vincent Perez und Daniel Auteuil

“Die Bartholomäusnacht”, mit Isabelle Adjani als Königin Margot, ist ein temporeich, sinnlich und farbenprächtig inszenierter Film um Macht und Leidenschaft im Frankreich des Jahres 1572 zur Zeit der Religionskriege zwischen Katholiken und Protestanten, die in der blutigen Bartholomäusnacht diesen Jahres ihren Höhepunkt fanden. Margot, Schwester von Charles IX., König von Frankreich, und Tochter von Catherine de Médicis, wird gegen ihren Willen mit dem protestantischen König Henri de Navarre verheiratet. Inmitten von Intrigen und Tod stellt sie sich auf die Seite der verfolgten Protestanten und auf die Seite ihres Mannes. Ihre Liebe gehört aber einem anderen.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Bartholomäusnacht
Genre
Drama, Historienfilm, Biopic
Handlung
Konfession, König, Massaker, Prinzessin, Roman, Vernunftehe
Tag
Romanverfilmung
Verleiher
Tobis StudioCanal GmbH & Co. KG
Produktionsfirma
ARD, ARD Degeto Film, Canal+, Centre national de la Cinématographie, D.A. Films, Eurimages, France 2 Cinéma, Le Studio Canal+, Miramax Films, NEF Filmproduktion, RCS Films & TV, Renn Productions, WMG Film

Kommentare (10) — Film: Die Bartholomäusnacht


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uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

3-disc special edition:ungekürzte langfassung-164 min.
auch wenn er dialoglastig ist kann er mit einigen heftig/derben bildern für gänsehaut sorgen!

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Daymare

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Bewertung5.5Geht so

Was mir bei diesem Film im Gedächtnis bleiben wird:

Isabelle Adjani ist eine bildhübsche Frau!

Ende!

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craax

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Bewertung4.0Uninteressant

3 Punkte für den Kostümschneider
Dies wird keine Filmbesprechung- hab ich so was je gemacht-? , nur eine Bemerkung.
Was für eine Räuberpistole! Wo tut man so was hin?

Als Kostümfilm: opulent-... als Massenfilm: wie Ben Hur, Cleopatra, und Akira Kurosawa. Rot, mehr Rot, noch mehr Rot: ein Volk sieht rot. Was noch? Inzest, Bruder-Bruder-Inzest, Mutter-Sohn-Inzest, Bruder-Schwester-Inzest, dazwischen treudoofe Unschulds-Liebe, der König mit sei‘m Mädel‘in, die Schwester und ihr strackser Gascogner. Um’s ein bischen aufzupeppen: „versprich mir, meinen von Zeit zu Zeit abgetrennten Kopf zu küssen“. Ok, allright. Was soll man dazu sagen? Gift, Intrigenverrat, Kindesmord, Brudermord, Völkermord, Abgründe der menschlichen Seele – soll das wohl alles sein. Adjani, schönste Frau der Welt. ?. Fellini, Rom. Warum nicht lieber Caligula? Nero? – Bartholomäusnacht?
- das Schlimme dran : es hat sie,- es hat das alles wirklich gegeben. Aber – SO nicht.

Tja, historische Treue -! Da streitet die Gelehrsamkeit doch nicht mit dem Regisseur. Aber was wollte denn – der ? WAS der Wissenschaftler, der Historiker wollen würde, kann ich mir, kann man sich noch zusammenreimen – aber im andern Fall stehe ich und rätsele ich vergebens. Auch als Märchen,- Parabel, Fabel, Kunstprodukt, als Gleichnis der menschlichen Gier oder Abgründe oder Verstiegens-Möglichkeiten -... alles diffus, alles im Nebel, seltsam unbewegend, irreal, verrückt wie ein Fiebertraum – ähnlich diesem komischen Elaborat, Apocalypse now. Sicher hat der Mensch irgendwas gewollt. Bilder hinterlassen, wenn nicht eine nachvollziehbare Geschichte? So ähnlich muß es sein, wenn Jemand die Welt vollgedröhnt durch einen Drogenvorhang sieht: alles Hieroglyphen, erkennbar von irgendeiner Bedeutung, aber ohne Schlüssel zu ihr. Diese Bilder sind wie ein Fiebertraum, dem man keinen Sinn enträtseln kann: und so wird man ihn wieder vergessen,- die Bilder fallen und verblassen, verschwinden. Dieser Film ist nichts. Dieser Film ist eine Phantasmorgana. Dieser Film geht vorbei wie ein Fieberrausch. Ich denke, so erleben Menschen eine traumatische Erfahrung, einen Krieg, eine Bombennacht, die sie nicht verstehen, nur als Ereignis in sich isolieren-, und wennmöglich, sinken-, verschatten-, zur Seite gleiten lassen können.

Mein persönliches Problem dabei: Barholomäusnächte sind nicht Fieberträume eines Künstlers,- sie sind Wirklichkeit, immer noch. Der Voodoo-Tanz ums Feuer bringt uns dem Geheimnis des Tags nicht näher. Ich weiß, ich weiß, alle hassen den Rationalisten, den Moralisten, den Eindeutigen, den Un-Dämonischen. Das Dämonische gehört doch dazu,- ihm gehört doch die Welt! Belassen wir ihm doch die Welt, uns, unsere Vorstellungen, alles! Geben wir uns dem Dyonisischen doch hin, berauschen wir uns, an der Welt-Auster, schlürfen wir das Blut aus ihren Adern, geben wir uns hin!
Ach, wie erbärmlich, so eine kleine magere Vernunft-Existenz wie meine. Schon als Kind war ich vernünftig aber eigensinnig, schon als Jugendlicher hatte ich mit Drogen nichts am Hut, einmal rauchen, einmal saufen, einmal kiffen, basta erledigt. Ich bin langweilig. - Ich rätsele an solchem Zeug herum, sehe all das Blut spritzen und schwitzen (hier mal), und frage mich: welche Drogen nahm der Regisseur, für das seine? Wie verbringt er seine Abende? Gleichen die Vorgänge in seinem Gehirn den Bildern, die er uns vor Augen führt oder führen möchte? Entspricht dieser Film auch nur annähernd dem, was er uns zeigen wollte? Ist er zufrieden mit dem -, dem Schnitt, allem, was dabei herausgekommen ist? Ich kann dabei nichts erkennen, als was ich – viel furchtbarer, in mir trage, als Schauerbilder der Apokalypse. Wenn er mich schrecken mochte: so soll er beten, das ich nicht ihn schrecke. –Was also? mit ihm? –Was für ein Bübchen, das mit ein bischen Filmblut Dämonie herauslocken will. Bilder: schon wuchtig; so einen Aufwand versanden zu lassen, wäre ja denn doch wohl eine erhebliche Kunst. Als künstlerischer Faden aber,- als erzählbare Geschichte: ein Bubenstückchen, ein Klingelstreich,- eine Farce. Auch eine Sonderwagenladung Filmrotschminke macht noch kein Schauermärchen. Und, verdammt noch mal, die Geschichte ist kein Selbstbedienungsladen für hirnlose Kunst-Amateure, die noch nicht einmal normales Leben -, geschweige denn Historie, nachvollziehen können. Ein gigantischer Mega-Flop,- der allerdings des Aufwands wegen erst später bemerkt werden wird. Hut ab, vor so grandios verkleidetem Mißlingen. Als hätte man einen Stadtfratz auf den herzoglichen Thron gebeten, um sich insgeheim zu amüsieren. Aber mit Bartholomäusnächten macht man keine Witze -, und amüsiert sich nicht. Verzeihung, der Moralist -. Ach übrigens, und schade um die sonst erstklassige Schauspielerei (wenn sie in richtigen Filmen zu spielen hätte, mit Inhalt, den es darzustellen gibt, - Inhalt, wo etwas da ist, was man darstellen kann oder könnte). So’n Shit. Scheiße vom Feinsten. Wie ein Sylvester-Feuerwerk. Alles verpufft. Puff paßt überhaupt gut. Ihr habt alle zuviel geschnupft. Laßt mich mit meiner Langeweile allein. Verzieht euch. Piß drauf. Haut ab, und zieht euch diese Scheiße rein. Außerdem kann man die Muschi und einmal vorher die Nippel sehn. Wohl bekomm’s. Ihr Drogies. Idioten. Werdet erwachsen. Lernt, die Realität ernst zu nehmen. Die Realität ist furchtbar, ernst, und man geht mit ihr nicht leichtfertig um. Sonst lernt sie euch ab, leichtfertig mit euch umzugehen. Und dann endet ihr leicht – fertig.

Weniger Drogen, weniger Blut, weniger Räusche. Hört ihr? Weniger Rausch. Ernüchtert euch. Werdet real. Und langweilig. Lieber langweilig leben als rauschhaft sterben. Sterben -, ok . Aber im Rausch kriegt ihr doch nichts mit. Ihr laßt euch sogar den Tod stehlen, die letzte Chance nach dem Leben, noch etwas mitzubekommen. Was für ein Jammer. Es nützt nichts, sie hören nicht. Ich merke schon, wie sie das nächste Drehbuch vorbereiten, und Komparsen heuern. Vergebene Liebesmüh. Na, dann berauscht euch: langweilig wird’s einem -, mit Verlaub bei aller Nüchternheit, angesichts eurer Kapriolen eh nicht. Ganz im Gegenteil, der Platz ist ganz nah am Scheiterhaufen; man fürchtet schon, sich mitzusengen,- und mitzubraten. Der Dumpfheit, dem Ausgetickten, dem Vergiftet-Verzückten gehört die Welt. So laßt uns denn tanzen, denn sie fürchten die Langeweile, die Langeweile der Moral – mehr als alles Entflammen- , Aufbrennen- und krümmende Vergehen. Nun denn, Welt, brenne- und tanze, - brenne, und brenne und brenne – wie zu Neros Leier. Brennt und zerfallt zu Asche, nehmt sie mit euch all ihr kranken Gedanken und Vorstellungen, und laßt Platz entstehen, wenn ihr nicht mehr seid, für eine neue, frisch-jugendliche, kindliche morgenfrühe reine Welt, und gesunde Augen – Augen, die noch nicht gelernt haben, sich angesichts des Daseins zu langweilen.

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DerStiffmeister

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prätentiöses geschwafel. sorry, aber dieser text erfüllt alles, was er dem film vorwirft.


Uwe B.B.B.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dumas selbst meinte, er habe die Geschichte vergewaltigt, ihr aber wenigstens schöne Kinder gezeugt. Letzteres trifft auf diesen Film zu. Was ersteres betrifft, ist dieser Film nicht ganz so schlimm. Überwiegend ist ein historisch relativ genauer opulenter Film über ein wichtiges Stück europäischer Geschichte. der deutsche Titeln ist dabei irreführend. Überwiegend ist es kein Film über die Bartholomäusnacht sondern einer über "La Reine Margot". Geschichte wird dabei oft geklittert. Es ist eben eine Dumas-Verfilmung.

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J0J0

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Bewertung5.0Geht so

So gar nicht meins. Komisches Spiel, (emotional) schwer nachvollziehbare Beziehungen, nervige Inszenierung. Komparsen hatten sie offenbar zuhauf, aber kein Geld für mehr als zwei überzeugende Schauplätze. Sehr viel unsehbare Nacht-Szenen. Alles zu dreckig, schwitzig und eklig. Immerhin brauchbare Gore-Effekte, dafür furchtbare Sexszenen. Die Massenmörderei war allerdings bedrückend, inkl. Holocaust-Remeniszenz. Vermutlich schlimme Synchronisierung, besonders beim dirty talk. Wenig brauchbar fürs Geschichte büffeln.
Muss dringend wieder "Tudors" schauen, zum Ausgleich.

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Tina Scheidt

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Wenn du historische Genauigkeit erwartest, findest du das allerdings nicht bei den Tudors ;-)


J0J0

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"historische Genauigkeit" ist ziemlich relativ, und ich fand "Tudors" RELATIV zeitgetreuer als diesen Film. ;-)


Dalia

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich bin ganz ehrlich:
Von der Handlung habe ich kaum etwas mitbekommen.

Grund? Vincent Perez und natürlich das werte Fräulein Adjani. Die beiden sind ein derartiger Augenschmaus, dass für Zuschauer und Zuschauerin etwas dabei ist. Monsieur Perez war auf jeden Fall Schuld daran, dass ich nur noch Augen für ihn hatte, wenn er auftauchte - nicht für die Handlung.
Natürlich hätte ich viel von der ach so spannenden und politisch interessanten Geschichte erzählen können, aber wieso heucheln, wenn ich auch zugeben kann, dass mich die gezeigten Bilder einfach begeistert haben? Denn nicht nur die beiden Protagonisten überzeugen, sonder jedes einzelne Bild des Spielfilms.
Die Musik ist mir manchmal zu "hölzern" und zu grob (Chorgesänge für solche Zeiten erzeugen einfach immer Gänsehaut und wären einfach passend!), aber das wäre auch das einzige, das ich bemängeln könnte. Schauspieler sind alle top und auch die Spannung geht nicht verloren.

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Dalia

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Habe ihn mir jetzt nochmal angesehen und mich nicht von nackten Körpern ablenken lassen, sondern nur auf die Handlung geachtet. Und zusammen mit Handlung und optischer Perfektion: Lieblingsfilm!


BlueSquirrel

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Bewertung5.5Geht so

Auf dem Höhepunkt der polit-religiösen Fehde fließt blaues und rotes Blut durch französische Gossen und Paläste. Im Matriarch lebend, und bewaffnet mit Angst vor der Zukunft rüsten sich die Katholen gegen die Hugenotten. Zeitgeschichtlich monumental und cineastisch nebulöses Kostümfest, mal engagiert, mal pathetisch, mal genial, mal doof und ab und zu wirklich gut. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Schauspieler sind wenig an der Leine und geben merkwürdige Gefühlsausbrüche zum besten, jammern vor ihren Führungspersönlichkeiten wie Hunde beim Entzug von Nahrung und Liebe.
Die Nacht selbst soll das Highlight sein und ist es auch irgendwie, halbwegs, ab und zu.

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8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein opulent ausgestattetes und bildgewaltiges Historienspektakel aus dem 16. Jahrhundert als sich in Frankreich Katholiken und Protestanten gegenseitig meuchelten. Anfangs verwirrt die große Personenvielfalt, vom Nachvollziehen der Zusammenhänge der historischen Ereignisse mal ganz zu schweigen. Doch die gekonnte Mischung aus langen Dialogen, bluttriefenden Metzeleien und prallen Massenszenen bei Hof und in den Strassen halten die anfangs um sich greifende Konfusion in Schranken und wecken das Interesse, nicht zuletzt wegen der Vielzahl großartiger Schauspieler, von denen u.a. Virna Lisi, Isabelle Adjani oder Daniel Auteuil zu nennen sind. Großes Kino, das eigentlich nicht fürs Fernsehen gemacht worden ist und dessen Allgemeingültigkeit darauf beruht, dass Lug und Trug, Verrat und Mord, Herrschsucht sowie sexuelle als auch materielle Gier wohl typisch menschliche Eigenschaften zu sein scheinen, die die Jahrhunderte überdauert haben.

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Kai Glinka

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Bewertung5.0Geht so

Oppulent ausgestattetes Historien-Epos, mit erheblichen Längen. Dennoch sehenswert, nicht zuletzt wegen einer tollen Isabelle Adjani.

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Andyprime

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

exzellent Besetzt, Atmosphärisch dicht. Die Charaktere sind mitunter möglicherweise ein wenig überzeichnet, nichtsdestotrotz ein toller Film!

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