Die Jagd

Jagten (2012), DK Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 28.03.2013


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7.7
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8.1
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von Thomas Vinterberg, mit Mads Mikkelsen und Thomas Bo Larsen

In Die Jagd bringt die Behauptung eines kleinen Mädchens eine gesamte Gemeinde gegen Kindergärtner Mads Mikkelsen auf.

Handlung von Die Jagd
Nach der Trennung von seiner Frau arbeitet der 40-jährige Lucas (Mads Mikkelsen) intensiv daran, wieder im Leben Fuß zu fassen. Eine neue Lebensgefährtin und die Beziehung zu seinem Sohn Marcus (Lasse Fogelstrøm) sind für ihn das höchste Gut. Er kann sich in der kleinen dänischen Gemeinde auf seine Freunde verlassen und findet schließlich als Kindergärtner einen neuen Job, der ihn erfüllt. Die Arbeit macht ihm Spaß und auch bei den Kindern ist er sehr beliebt. Vor allem die kleine Klara (Annika Wedderkopp), Tochter seines besten Freundes Theo (Thomas Bo Larsen), fühlt sich sehr hingezogen zu Lucas und sucht stets seine Nähe. Doch dann nimmt das Drama seinen Lauf: Als sich die kleine Klara von Lucas nicht mehr beachtet fühlt, setzt sie eine verheerende Behauptung in die Welt, die das Leben des liebenswürdigen und hilfsbereiten Lucas erschüttert. Er ist fortan als Freiwild zur Jagd freigegeben und muss nun einen erbitterten Kampf um seinen Ruf und seine Würde führen.

Hintergrund & Infos zu Die Jagd
Die Jagd (engl. Titel: The Hunt; dänischer OT: Jagten) wurde auf dem Filmfestival von Cannes 2012 uraufgeführt. Der Film erhielt einen Preis von der ökumenischen Jury und Schauspieler Mads Mikkelsen wurde als bester Darsteller ausgezeichnet. Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2012 wurde Die Jagd gleich in fünf Kategorien nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bester Darsteller – Mads Mikkelsen, Drehbuch und Schnitt. Die Drehbuchautoren Tobias Lindholm und Thomas Vinterberg gewannen den Preis für ihr Skript. In den anderen Kategorien ging der Film jedoch leer aus. (DL)

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Kommentare (216) — Film: Die Jagd


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mar (-ion-)

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Bewertung6.5Ganz gut

von mir gibts keine zwei extrapunkte für das sozialkritische thema.
der kleinen hätte ich so den arsch voll gehauen, dass sie geglaubt hätte es wäre weihnachten!

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TerminatorCHRIS

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein typisches Beispiel wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht.(Vkgm.03.04.13)

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MetalFan92

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich muss sagen die Dänen trauen sich was.

Es ist wirklich unfassbar wie durch ein einziges Missverständnis ein ganzes Leben zerstört werden kann. Super Darstellung von Mads Mikkelsen, mit dem man wirklich mitleidet.
Natürlich sollte man dieses Thema ernst nehmen und jeden Anschuldigungen nachgehen. Trotzdem kennen wir, die Zuschauer, die Wahrheit und es ist einfach nur unfair, wie Lucas in die Scheiße geritten wird.

Was mich trotzdem noch ein wenig wundert ... wie soll ich bitte das Ende interpretieren ?
Kann mir da jemand weiterhelfen ?

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sachsenkrieger

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Schön, das er dir gefallen hat. Das Ende der Jagd kann man verschieden interpretieren. Lucas ist zwar offiziell von den Anschuldigungen befreit worden, aber der Makel wird für immer bleiben. Sein Leben wird nie wieder das alte werden. Der finale Warnschuss soll ihm wohl klarmachen, das es jemanden/mehrere/eine Gruppe gibt, die nichts geben auf Urteile und offensichtliche Unschuld. Sie signalisieren ihm, das er doch besser verschwindet, das er beobachtet wird, das die Jagd nicht zu Ende ist.
Wie oft musste ich in meiner Bekanntschaft von grundsätzlich friedlichen Menschen hören, das man Kinderschänder aufhängen, zerhacken oder vergasen sollte. Wie weit würden auch diese Menschen gehen beim geringsten Verdacht? Das lässt mich wieder ein wenig gruseln vor der menschlichen Natur.


MetalFan92

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Einleuchtend, vielen dank :)


TheNumber

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Bewertung9.5Herausragend

Der Film lässt einen während des Schauens fassungslos, dass so was so leicht passieren kann, ohne dabei jemals unplausibel zu werden. Während der titelgebenden Jagd schafft der Film eine so dichte Atmosphäre, dass echt mit (dem fantastisch aufgelegten) Mads Mikkelsen mitleidet, den Druck auch spürt und auch seine Wut auf die anderen Dortbewohner teilt; 2 Stunden Höchstspannung, nach denen man erst mal durchatmen muss. Absoluter Anschaubefehl!

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Ben Kenobi

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Ich hoffe, ich kriege irgendwann endlich die Gelegenheit. Alle Welt macht mir den Mund wässrig über den Film...


deevaudee

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hätte der Klara erstmal ein paar Taschentücher gereicht. Furchtbar wie eindeutig Zeichen des Lügen mal geschwind wegignoriert werden.
Auch manch Handlung und vorhersehbares RTL Nachmittagsprogramm Personen verhalten, war für meinen Geschmack sehr sehr schwach. Klar ist es schwer sich hinein zu versetzen, wie man sich mit solchen Anschuldigungen verhalten würde. Aber die Vorhersehbarkeit der gefühlten Schildbürger Abhandlungen, tun einfach weh.

Aber sonst, ist der Film von dem Emotionen her, sehr sehr gut gedreht, und von den Darstellern ebenso umgesetzt worden. Mikkelsens Filmsohn bringt besonders frischen Wind und der Film nimmt etwas mehr fahrt auf. Leider bleibt wenig Zeit in so einen Film, um es noch Umfangreicher und intensiver darzustellen. Denn die Thematik ist wirklich eine sensible Angelegenheit. Doch wenn sich Erwachsene so naiv verhalten, und ohne Hinterfragen oder Gegenüberstellung einfach ein Urteil fällen, ohne jeglichen Beweis zu erbringen das das Gegenteil der Fall ist, sorry für so viel Blödheit hab ich kein Verständnis. Das dann alle im Ort einen Buhmann haben, auf den der Freibrief zum prügeln und sonst was drauf steht, dann stimmt mit den anderen genauso wenig was.

Allerdings ist das Drehbuchrealität. Und die handhabt es eben so, das zu viele Irrationale Verhaltensmuster an den Tag gelegt werden. Denn so nimmt der Film eine zu Einseitige Entwicklung. Aber wenn einer allein gegen eine ganze Meute zu kämpfen hat, ist es wie mit David und Goliath. Das im Filmfinale eine Tat passiert, die den bitteren Nachgeschmack bildet, will lediglich als Aussage dienen, so ein Erlebnis verdaut keiner, und schwebt ewig wie ein Damokles Schwert über den Köpfen aller Beteiligten.

Die Schauspielerische Leistung ist wirklich gut, es wird sehr Eindringlich und mit der nötigen Effektivität vorgetragen. Die Thematik gefällt mir. Doch ich kenn reichlich kleine Mädchen, denen ich nicht sofort blindlinks glauben würde. Dazu kennt man seine Pappenheimer.
Und Mikkelsen solle als Filmcharakter schleunigst sich ein neues Hobby suchen. Denn auf die Jagd gehen, nun ja, ich sage einfach, ist nicht gerade die idealste Beschäftigung.
Trotzdem ist der Film sehenswert.

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bugsb

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Bewertung6.5Ganz gut

Zuerst: Ich finde 'Die Jagd' kein schlechter Film. Mads Mikkelsen ist auch ein sehr guter Schauspieler.

Missbrauch ist ein schwieriges Thema, der Vorwurf alleine schon eine Katastrophe. Fälle wie Edathy, Michael Jackson aber auch Kachelmann zeigen wie nur der Verdacht reicht um gesellschaftlich im Abseits zu landen. Diesen Film zeigt auf eine ruhige Art, ohne Sensationsgier, wie es einem Menschen ergehen kann der diese Anschuldigungen ausgesetzt ist. Klar berührt das, und der Film fesselt dann auch. Ich finde das das allerdings eher durch der Thematik stattfindet, als durch die Art wie diese behandelt wird.

(Könnte Spoiler enthalten)
Aber: Ich finde in den Film fehlt es an eine richtige auseinandersetung zwischen den (zu unrecht) Beschuldigter und der Aussenwelt. Seltsam diese gelassenheit womit Lucas die Vorwürfe entgegen nimmt. Und obwohl es eine klare Anleitung gab, warum Klara diese in die Welt gebracht hat, verteidigt er sich kaum. Auch der Freund, den ihm zuerst freundlich empfangt, obwohl der Vorwürf bekannt ist, schlägt dann auf ein mal zu. Die Grethe, die die schwierige Aufgabe hat, die Vorwürfe nach zu gehen, macht grobe Fehler, aber auch dort gibt es keine Klärung. Der Tot des Hundes wird einfach hingenommen. Vieles passiert ausserhalb unser Blicke und bleibt damit unklar.

Das Klara Lucas unbeschwert aufsucht, ich denke eine klare Indice für seinen Unschuld, wird ausser acht gelassen. Auch das das Mädchen immer wieder sagt sie hat sich was ausgedacht, wird gar nicht gehört.
Am Ende redet Klara im schlaf, was dazu führt das ihr Vater doch noch glaubt das sein bester Freund unschuldig ist.

Das offene Ende fand ich als Metapher schön, als Filmende unbefriedigend. Durch den Zeitsprung fehlt mir hier auch die Auseinandersetzung. Wäre interessant zu sehen wie man so ein Phase überwinnt, wie man mit der Schuld der Aussenwelt umgeht.

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Zanto92

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Bewertung9.0Herausragend

Beklemmend, Gemein, Unfair, Verstörend, Eiskalt und Genial
Mehr muss man nicht sagen um diesen Film zu beschreiben ich hatte sehr hohe Erwartungen und sie wurden erfüllt!
Mads Mikkelsen spielt grandios darf man nicht verpassen.

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Knach

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Bewertung9.0Herausragend

Es gebührt schon einigen Respekt ein solch schweres Thema zu verfilmen. Groß ist die Gefahr sich in Plumpheit oder zu viel Anspruch zu verlieren. Thomas Vinterberg hingegen findet genau den richtigen Ton.

Der Kindergärtner Lucas muss sich eines Tages mit einem schweren Vorwurf ihm gegenüber auseinandersetzen. Die fünfjährige Tochter seines besten Freundes offenbart ihrer Kindergärtnerin (und damit Lucas Vorgesetzter) er habe sie sexuell missbraucht. Schlagartig ist für Lucas nichts mehr wie es war. Ehemalige Freunde sehen ihn nun als Schwerverbrecher und eine Spirale voller Missverständnisse und Gewalt beginnt.

Der Film zeigt die Handlung fast komplett aus der Sicht von Lucas, von dem markanten Mads Mikkelsen genial verkörpert. Für den Zuschauer ist jederzeit klar, dass die Vorwürfe unbegründet sind und wie sie überhaupt zu Stande gekommen sind. Trotzdem muss man hilflos mit ansehen wie Lucas leben zerbricht. Das Drama wird dabei von sehr schönen und realistischen Bildern eines herbstlichen, dänischen Dorfes getragen. Ausstattung und Location wirken stimmig. Die Schauspieler agieren ausnahmslos nahezu perfekt (und hier muss man die sehr jungen Jungschauspieler einschließen).

Je länger die Handlung voranschreitet und je mehr Unrecht Lucas geschieht, um so mehr erkennt man den wütenden Dorf-Mob und die ehemaligen Freunde als Antagonisten an. Die größte Stärke des Filmes ist dann genau der Punkt an dem man schockiert zugeben muss, dass man selbst wahrscheinlich nicht anders handeln würde, wenn das eigene Kind solch eine Lüge erzählen würde. Vinterberg tritt uns hier sprichwörtlich mitten ins Gesicht. Es wird für den Zuschauer schwer mit der subtilen Bedrohung klar zu kommen, die man in der Realität wohl selbst mit aufbauen würde.
Die Jagd ist ein atmosphärisch äußerst dichtes und spannendes Drama geworden. Ein außergewöhnlicher Film mit einer außergewöhnlichen Sichtweise auf ein leider zu häufig vorkommendes Verbrechen welches man dennoch nie blind glauben und immer hinterfragen sollte.

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich gesehen. Ein starker Film über Schuldzuweisungen und Sündenböcke, der gegen Ende leider an Glaubwürdigkeit verliert, dafür aber dir ersten 1,5 Stunden wirklich mitreisst. Die Dänen wieder...

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FilmAnhaenger

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Bewertung7.5Sehenswert

Spannend, toll gespielt, wirkt sehr realistisch und lebensnah -ein auf seine eigene, nicht-amerikanische Art, starker Film, den man sehen sollte.

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sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der wirklich guten Filme zum Thema Kindesmissbrauch mit einem gewohnt starken Mads Mikelsen. Eigentlich ist es gar kein Film über den Missbrauch von Kindern, sondern einer über eine Hetzjagd, die beginnt, wenn es einen Kindesmissbrauchsverdacht gibt. Ich als kinderloser und unverheirateter Mann (beides aus Überzeugung) sehe das Problem sogar noch an anderer Stelle, dort wo es wehtut und wo Emotionen hochkochen.

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, wird ein Mann zum Vater, eine Frau zur Mutter und ein Paar zu Eltern "transformiert." Es tritt eine Veränderung ins Leben, die in den meisten Fällen gravierend ist, die Natur legt in den "betroffenen" Personen einen Schalter um, der ihr Denken und Fühlen verändert, außer sie denken und fühlen nicht. Dort setzt der Film an. Er zeigt uns, was passieren kann, wenn auch nur der Verdacht des Missbrauchs besteht. Der gesunde Menschenverstand setzt bei den meisten aus und blinder Aktionismus tritt an den Tag. Niemand kommt auf die ja achso völlig abwegige Idee, das das arme, unschuldige Kind einfach gelogen hat. Herbert Grönemeyer hat es in seinem unsäglichen Kitschsong "Kinder an die Macht" schon gebrüllt:

"Gebt den Kindern das Kommando
Sie berechnen nicht, was sie tun"

Das mag stimmen, aber es wäre fatal, anzunehmen, das Kinder unschuldig seien. Ich selbst könnte aus eigener Erfahrung ein eigenes, kleines Lied über die vorsätzliche Grausamkeit von Kindern singen.

Mal wieder ein ganz starker dänischer Film, der die stetige, unaufhaltsame Entwicklung vom ersten Verdacht bis zur nahezu vollständigen Ausgrenzung des Kindergärtners Lucas zeigt. Freundschaft und Nachbarschaft verwandeln sich in Gruppenwahn und Massenhysterie. Starke Bilder, starke Dialoge führen zu einem ultrastarken Finale. Man wird hoffentlich noch mehr sehen dürfen von Thomas Vinterberg, der schon beim starken Film "Das Fest" Regie führte.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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seniorem

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr beklemmender Streifen, wohl nah an der Realität.
Mads Mikkelsen spielt wie immer sehr überzeugend, man spürt richtig wie er hilflos in diesen Strudel der Verwechslungen versingt.

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AvonBarksdale

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Erschreckend, da sowas gut auch wirklich passieren könnte.
Wurde auch sehr authentisch rübergebracht durch die gute Leistung von Mads Mikkelsen.

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Codebreaker

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Bewertung9.0Herausragend

Was, wenn jeder gegen dich ist?
All die Menschen, die du einst Freunde nanntest sind nun gegen dich.
Dir wird vorgeworfen du hättest etwas Abscheuliches getan,
etwas, wozu du eigentlich gar nicht im Stande bist.
Dir wird nachgesagt du hättest dich an einem Mädchen vergriffen,
was du nie getan hast,
doch niemand glaubt dir!
Du kannst nicht mehr Einkaufen gehen, man geht dir aus dem Weg,
die wird Schreckliches angetan und in der Kirche setzt man sich weg, sobald du dich neben jemanden setzt.
Was dann?
Was, wenn jeder gegen dich ist und du nichts dagegen machen kannst?

Ich hatte mich wirklich sehr auf "Die Jagd" gefreut und das auch zurecht. Dieser Film hat es echt in sich. Er ist beunruhigend, bedrückend, schlimm und ja... man kann schon fast sagen, dass er richtig weh tut. Es ist schmerzhaft dabei zu zusehen, wie sich so ziemlich das gesamte Umfeld von Lucas so langsam von ihm abwendet, weil sie alle glauben, er hätte etwas mit einem kleinen Mädchen gemacht. Wir als Zuschauer wissen, dass es nicht so ist, alle Anderen aber nicht und so müssen wir mit dabei zuschauen, wie er so langsam aus der Gesellschaft ausgegrenzt wird, wie sich langsam wirklich fast ALLE gegen ihn stellen. Man fühlt mit Lucas mit, er tut einem leid, DAS ist das Schmerzhafte, dass er, der Unschuldige, so viel Leid erfahren muss.

Doch, wenn man genau überlegt und sich in die Rolle der Mitbürger hineinversetzt, würde man dann anders handeln? Die Fakten sind, dass er einem KLEINEN Mädchen sein Glied gezeigt haben soll, wer weiß was da vielleicht noch war. Mehr wissen sie nicht, das ist die kalte und bittere Wahrheit. Lucas selbst kann versuchen Alle zu überzeugen, dass er nichts getan hat, aber wer glaubt ihm schon? Wer würde einem Menschen, der so etwas getan haben soll, schon glauben? Als ob er dem einfach zustimmen würde.
Wenn man sich in die Lage der Außenstehenden hineinversetzt, dass ist man schon fast gezwungen sich mit gegen ihn zu stellen, denn irgendwie muss man es ja einfach glauben. Denn in unserer heutigen Welt passiert das leider viel zu oft, weshalb es, so schlimm es auch ist, durchaus vorstellbar ist, dass so etwas wirklich passiert.

Wenn es dann, wie eben hier zum Beispiel, wirklich mal so ist, dass der beschuldigte Täter nichts getan hat, dass alles nur ein riesiges Missverständnis ist, dann passiert folgendes: die Menschen hören auf selbstständig zu denken, die Situation zu hinterfragen, andere Möglichkeiten als wahrscheinlich anzusehen, einfach, weil die gegebene Situation die einfachste ist. Alle gehen mit, also muss es stimmen. Die Masse hat schon recht, also was solls. Das sie dabei das Leben eines Mannes komplett zerstören, dass ist ihnen egal. Keiner macht sich seine eigenen Gedanken, alle schwimmen nur mit im Strom. Wieder stellt sich aber die Frage, auch wenn man jetzt wahrscheinlich behauptet, dass es nicht so wäre: Würde man selbst anders handeln?
Ein Mann vergreift sich an einem Kind - so etwas passiert tagtäglich, also "muss" es ja immer so sein, da gibt es gar keinen Zweifel.

Generell ist die Behandlung eines solchen Menschen ja schon verständlich, also, wie es hier geschildert wird, aber es ist eben nicht gut, wenn es nicht so ist, wenn es einen Unschuldigen trifft. "Die Jagd" schafft es dieses Szenario packend, authentisch, realistisch und spannend zu präsentieren. Als Zuschauer überlegt man, wie man selbst handeln würde. Man versteht die Seite der Familie und der Bürger, man versteht, dass man sich nun gegen Lucas stellt, man fühlt aber auch mit, weil man selbst weiß, dass er unschuldig ist.

Eine dichte, schmerzhafte, beunruhigende Atmosphäre und Stimmung liegt hier zu Grunde. Der Film lässt einen nicht los, er packt den Menschen da wo es weh tut und lässt ihn die gesamte Laufzeit, SPOILER auch wenn es scheinbar alles vorbei ist, nämlich einem Jahr nachdem alles wieder gut ist und der Schuss ertönt SPOILER, nicht los.

Von Mads Mikkelsen habe ich schon viel gehört, allerdings ihn selbst noch nie so wirklich gesehen. Ich bin beeindruckt. Er ist so präsent, so einnehmen, so ruhig, die gesamte Zeit. Man fühlt wirklich mit ihm mit, denn er spielt das alles, diese Situation in der er ist, so realistisch, so, als würde er wirklich betroffen sein. Aber auch der restliche Cast ist beeindruckend, nie hatte ich wirklich das Gefühl da Schauspieler zu sehen, sondern immer echte Menschen.

"Die Jagd" ist also ein wirklich fesselnder, beunruhigender, genialer Film, der mich zutiefst beeindruckt hat. Teilweise hat er mich wirklich so eingenommen, dass ich alles um mich herum vergessen habe und wirklich in der Szene drin war und das passiert nicht oft. Ich freue mich jetzt schon drauf ihn wieder zu sehen, eine Empfehlung für jeden, sollte man unbedingt gesehen haben! In der Tat, einer der besten Filme aus 2013!

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Codebreaker

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Ging mir auch so, richtig viel wusste ich vorher nicht, glaube irgendwann mal ein Trailer gesehen und hier und da zwei Meinungen etwas genauer aufgeschnappt, ansonsten wusste ich quasi nur, dass er sehr gut sein soll. War also auch ganz gut, da nicht viel mehr zu wissen.


BenAffenleck

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Bei Filmen ist vorm ersten sehen Unwissenheit meistens ein Segen!


bonjovi84

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Bewertung9.0Herausragend

das ist eindeutig der beste film, den ich bisher in diesem jahr 2014 gesehen habe!
schwieriges Thema, unglaublich realitätsnah dargestellt.
die krassen und ungerechtfertigten reaktionen der stadtbewohner sind nahezu immer wieder nachvollziehbar, denn wenn man die "geschichte" erstmal für wahrhaftig hält, ist der beschuldigte eben das schwarze schaf der gemeinde. und wer mehrere kinder missbraucht, wird möglicherweise mit diesen Reaktionen rechnen müssen. wie würde ich mich fühlen, wenn jmd soetwas meinem Kind antut? ich konnte die Reaktionen der wütenden menschen während des films vollkommen nachvollziehen. aber dennoch waren sie falsch. sie nahmen einem unschuldigen menschen seine würde.

im zweifel für den angeklagten heißt es im Gerichtssaal. in dubio pro reo... diese regel gilt aber nicht für die gesamte gesellschaft.

dieser film war bis zur letzten sekunde großartig! mads mikkelsen hatte eine oscarreife darstellung abgegeben. ein sehr starkes Drama, mit einem starken ende!

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Bubo

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Bewertung9.0Herausragend

*****Dieser Kommentar ist Big_Kahuna gewidmet, weil mich unser Austausch immer wieder anstiftet, meinen eigenen gedanklichen Senf zu etwas dazuzugeben, so unvoreingenommen und ehrlich wie möglich, immer aber von Dir und Deiner teilweise doch recht komplementären Sichtweise inspiriert. Vielen lieben Dank für alles, kahuna <3 Als Vorabkommentar zu unserer geplanten Reihe ist dieser wahrscheinlich etwas zu persönlich, vermutlich viel zu lang, sicher zu schwer und theatralisch, aber nur so habe ich das Gefühl, dem Film, seinen durchs Band weg grossartigen Darstellern und meinen Empfindungen beim Sehen wenigstens in Ansätzen gerecht zu werden. Das Geschreibsel ist ganz bewusst höchst subjektiv gehalten, es schadet sicher nicht, vorab nachdrücklich darauf hinzuweisen.*****

MASSIVE SPOILER ENTHALTEN.
„Die Würde des Menschen ist ein Konjunktiv.“ Wiglaf Droste

Es ist November, Weihnachten naht, und Männer sind unter sich. Man lacht, man trinkt, man hat Spass zusammen, man redet über die Jagd im stoisch unterkühlten Norden. Lucas ist einer dieser Männer unter Freunden. Kinderlieb, arbeitet er im örtlichen Kindergarten. Ein ruhiger, freundlicher, in seiner wortkargen Art würdevoller Mann; geschieden ist er, der Lucas, und liebender Vater eines halbwüchsigen Sohnes, der bei der Ex-Frau lebt.

Eines der von ihm betreuten Kinder ist Klara, die Tochter seines besten Freundes. Mit ausgeprägter Phantasie und forderndem Wesen ist sie ein „kleines Mädchen“ wie aus dem Bilderbuch: ein liebes, eher schüchternes, sensibles Geschöpf, das die Welt und sich selbst entdecken, erfahren, erleben will. Dabei ist sie aber, als typisches Kind eben, auch ein naiver kleiner Egoist, der nach Aufmerksamkeit hascht und alles kompromisslos annimmt, was ihr die „Grossen“ präsentieren.
„Papa sagt, Du bist ganz traurig, weil Du so allein in dem grossen Haus wohnst.“ meint sie traurig-überzeugt zu Lucas, den sie in ihr kindliches Herz geschlossen hat. Ihre Eltern haben trotz aller Liebe gelegentlich keine Zeit für Klara und ihre Ansprüche. Der grosse Bruder hängt, ganz seiner Rolle als Teenager entsprechend, pausenlos am Handy. Eines Tages, so zufällig nebenbei, zeigt er darauf Klara pornographische Bilder, nackte Erwachsene, mit Fokus auf den Genitalien des Mannes. Da Klara das Gefühl hat, in der Familie manchmal zu kurz zu kommen, holt sie sich die ungeteilte Aufmerksamkeit eben von Lucas, der sie ihr bereitwillig gibt. Eines Tages, so zufällig nebenbei, entschliesst sie sich, dem netten Lucas heimlich einen „Liebesbrief“ zuzustecken.
„Ist das von Dir, Klara?“ fragt er sie sanft, aber doch irgendwie deutlich zurückweisend. Klara wird verlegen. „Das hab ich nicht geschrieben. Das ist nicht von mir.“

In ihrem Kleinmädchenego getroffen, erzählt sie der Leiterin des Kindergartens davon, wie sie Lucas' erigiertes Glied gesehen habe. Detailliert beschreibt sie das. Ein „Phantasiebild“, zusammengesetzt aus verletztem Stolz und der gesehenen Bilder auf dem Handy. Die haben Eindruck gemacht, sind sie doch völlig neu für Klara, die gar nicht weiss, was sie da überhaupt gesehen hat. Vielleicht ist es auch einfach nur Langeweile, vielleicht die Herausforderung, Grenzen auszutesten, vielleicht pure „Rachegelüste“, warum auch immer Kinder so etwas eben ab und an mal machen, Klara erzählt...eine Lüge. Als Kindergartenleiterin und Mitarbeiter sie befragen, nimmt das Unglück seinen Lauf.
„Ist es Dir UNANGENEHM, darüber zu reden?“
„Hast Du ihn ANGEFASST? Ist da WAS WEISSES rausgekommen?“
Suggestivfragen.
Klara ist verunsichert, eingeschüchtert, weiss nicht, was jetzt richtig oder falsch ist – vielleicht am besten einfach bei der Lüge bleiben? Und somit wird der Startschuss gegeben, der „die Jagd“ auf Lucas eröffnen muss.

Bis auf den Sohn wendet sich Lucas' gesamtes soziales Umfeld nach und nach von ihm ab. Die Lüge wird weitererzählt und ausgeschmückt. Man ignoriert ihn, man begegnet ihm teils mit versteckter Abscheu, teils mit offen gezeigtem Hass. Lucas ist seines Rufs beraubt, niemals aber seiner Würde. Er nimmt die Anfeindungen hin, auch die gegen seinen Sohn, einen durchs Wohnzimmerfenster geschmissenen Stein und selbst die Ermordung seiner Hündin. Als Klara ihn besucht, konfrontiert er sie direkt in seiner ruhigen, freundlichen Art mit der Lüge.
Sie weint. „Die sagen, Du warst zu mir gemein.“ Sie ist überfordert. „ich weiss nicht.“
Im Dezember nimmt die Polizei Lucas vorübergehend in Untersuchungshaft.
„Kindern kann man glauben, sie lügen nicht.“

Zu einer ehrlichen Konfrontation mit Klaras Vater und „den Erwachsenen“ kommt es erst während der Weihnachtsmesse, als der Kindergartenchor singt. Lucas, der alleine mit seiner Würde auf einer ansonsten leeren Kirchenbank sitzen muss, geht mit bis zum Anschlag angestauter, hilflos-wütender Verzweiflung auf Klaras Vater los. Ein kurzer Eklat, eine kleine Prügelei. Die Wahrheit wird von Lucas förmlich, ja endlich herausgeschrien:
„Sieh mir in die Augen, Theo! Du siehst nichts, weil da nichts ist! Lass mich doch einfach in Frieden!“
Und die Wahrheit wird schlussendlich auch gehört, weil Klara ihrem Vater die Lüge gesteht.
„Papa, weinst Du?“
„Nein, ich muss nur daran denken, wie viel Schlimmes es gibt in der Welt.“
„Ich hab doch bloss was Dummes erzählt.“

Ein Jahr später. Alles ist wieder im Lot. Männer sind unter sich. Man lacht, man trinkt, man hat Spass zusammen, man redet über die Jagd im stoisch unterkühlten Norden. Lucas ist einer dieser Männer unter so vielen wiedergewonnenen Freunden, und heute ist der grosse Tag für seinen Sohn - Das erste geschenkte Gewehr, er ist nun alt genug. Stolz verkündet der Jagdverein:
„Marcus, morgen geht es zum ersten Mal raus für Dich auf die Jagd. Ein Zeichen dafür, dass du erwachsen wirst.“
Händeschütteln, Lachen, Umarmungen und kleine Witzchen. Lucas würdevoll, stumm und lächelnd mittendrin, bevor es los zur Jagd geht. Sie durchkämmen den Wald, da durchbricht plötzlich ein Schuss die kalte Luft. Einer der anderen Jagdteilnehmer hat wohl etwas erlegt. Lucas zuckt ängstlich zusammen, für einen kurzen Augenblick seiner Würde beraubt, auch, wenn das Ziel mittlerweile ein anderes ist. Ein ehemals Gejagter bleibt für immer Beute.

Wie Mads Mikkelsen mit dieser Mimik, dieser Körpersprache, dieser Würde Lucas trotz seiner wortkargen Art zu einem mitreissenden Protagonisten macht, hat mir buchstäblich den Atem verschlagen. Durch schier unglaublich glaubhafte Darstellung macht er aus diesem gemächlich erzählten Drama mit langsamem, stimmigem Aufbau einen psychologischen „Actionfilm“, indem er die (innere) Spannung des Gejagten konstant anzieht, um sie in der „Explosion“ in der Kirche gipfeln zu lassen. Schon lange mochte ich ihn, ob als Bösewicht, Pfarrer oder (Anti-)Helden, aber als Gejagter hat er sich endgültig in mein Herz gespielt. Wahnsinn!

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Bubo

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Mads <3!!


Murphante

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Oooooh ... Danke Dir für die Spoiler Warnung !!!
Dann lese ich mir das mal durch wenn ich den Film auch endlich mal gesehen hab ... ich mag ja diesen Mikkelsen ;) =)
besonders die Dänischen Movies mit ihrem schwarzhaarig borstigen Humor :D


Marzellus

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Bewertung9.0Herausragend

Beeindruckend stark gespielter Film zu einem äußerst schwierigen Thema.

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blublossom

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Bewertung7.5Sehenswert

Absolut heikle und wichtige Thematik über einen Erzieher mit angeblich pädophilen Neigungen, aufgrund einer für ein fünfjähriges Mädchen sehr ungewöhnlich erschütternder und deshalb umso ernstzunehmender Aussage, deren Ursprung aus Sicht eines Erwachsenen unmöglich aus reiner Fantasie basieren kann. Obwohl man als Zuschauer eigentlich über das Geschehene oder Ungeschehene Bescheid weiss, kommt man aus dem Dilemma, über gerechtfertigtem oder ungerechtfertigtem Urteil nicht raus, denn ist es denn so falsch die Behauptung eines kleinen Mädchens so ernst zu nehmen?

So bahnt sich in der kleinen Dorfgemeinde eine grauenvolle Welle der Selbstjustiz und Stigmatisierung an, aus der sich scheinbar alle Beteiligten nicht mehr lösen können, die Kontrolle über ihre Taten und Aussagen verlieren und allmählich das Gehör, was sie sich zu Anfangs positiverweise dem Mädchen verschafft haben, zu schwinden droht.

(Punktabzug weil ich die Situation zum Ende hin in einem solchen Fall als sehr unrealistisch sehe.)

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Azazil

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Also am Ende werden im ja nach wie vor Blicke zugeworfen, auch wenn offiziell alles in Ordnung scheint und wie elisa zum Ausdruck bringt, ist es eine beklemmende Situation in der die Hauptfigur sich selbst auch unwohl fühlt (z.b kann sich nicht so richtig überwinden mitzusingen usw.).
Den Schuss am Ende würde ich so interpretieren, dass einer von denjenigen die ihn immer noch für schuldig halten ihm Angst machen wollten, so dass deutlich wird dass es noch sehr lange dauert bis wieder Normalität einkehren kann.


Azazil

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*ihm


Helter Skelter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ist es politisch korrekt,
wenn ich sage,
dass ich dem Kind gern den Kofferraum zugeschissen hätte?

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Creeze

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Weniger dem Mädel, eher der Kindergarten-oma Gretel und den Eltern des Kindes. Das Kind kann die Folgen nicht abschätzen, jeder der Erwachsenen schon.


mezzzo

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Mädchen und ihre Lüge lässt Lucas Leben schlagartig einstürzen. Es handelt sich um ein sehr sensibles Thema, welches die Grundlage für Thomas Vinterbergs Drama "Die Jagd" bietet. Und gerade da man als allwissender Zuschauer hier die totale Wahrheit kennt, ist Lucas Leidensweg höchst intensiv, kraftvoll und geht unter die Haut. "Die Jagd" ist unbeschreiblich spannend und bis zum Ende mitreißend.

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