Die Jagd

Jagten (2012), DK Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 28.03.2013


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7.7
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8.1
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von Thomas Vinterberg, mit Mads Mikkelsen und Thomas Bo Larsen

In Die Jagd bringt die Behauptung eines kleinen Mädchens eine gesamte Gemeinde gegen Kindergärtner Mads Mikkelsen auf.

Handlung von Die Jagd
Nach der Trennung von seiner Frau arbeitet der 40-jährige Lucas (Mads Mikkelsen) intensiv daran, wieder im Leben Fuß zu fassen. Eine neue Lebensgefährtin und die Beziehung zu seinem Sohn Marcus (Lasse Fogelstrøm) sind für ihn das höchste Gut. Er kann sich in der kleinen dänischen Gemeinde auf seine Freunde verlassen und findet schließlich als Kindergärtner einen neuen Job, der ihn erfüllt. Die Arbeit macht ihm Spaß und auch bei den Kindern ist er sehr beliebt. Vor allem die kleine Klara (Annika Wedderkopp), Tochter seines besten Freundes Theo (Thomas Bo Larsen), fühlt sich sehr hingezogen zu Lucas und sucht stets seine Nähe. Doch dann nimmt das Drama seinen Lauf: Als sich die kleine Klara von Lucas nicht mehr beachtet fühlt, setzt sie eine verheerende Behauptung in die Welt, die das Leben des liebenswürdigen und hilfsbereiten Lucas erschüttert. Er ist fortan als Freiwild zur Jagd freigegeben und muss nun einen erbitterten Kampf um seinen Ruf und seine Würde führen.

Hintergrund & Infos zu Die Jagd
Die Jagd (engl. Titel: The Hunt; dänischer OT: Jagten) wurde auf dem Filmfestival von Cannes 2012 uraufgeführt. Der Film erhielt einen Preis von der ökumenischen Jury und Schauspieler Mads Mikkelsen wurde als bester Darsteller ausgezeichnet. Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2012 wurde Die Jagd gleich in fünf Kategorien nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bester Darsteller – Mads Mikkelsen, Drehbuch und Schnitt. Die Drehbuchautoren Tobias Lindholm und Thomas Vinterberg gewannen den Preis für ihr Skript. In den anderen Kategorien ging der Film jedoch leer aus. (DL)

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Kommentare (227) — Film: Die Jagd


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Ozuma

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiger Film mit Top Story und vielen Witzen und coolen schauspielern. An einigen stellen war es schlimmer als bei manchen Horror Filmen. Man weiß was geschieht und will es sich gar nicht mit angucken. Das Mitleid packt einen auch. Sehr Gut erzählt und ein muss für jeden.

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dwaddy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Die Jagd" ist ein wirklich toll gespieltes, sehr einfach und zurückhaltend inszeniertes Drama über die Macht von Lügen, falschen Verdächtigungen und Gerüchten. Und gerade weil sich der Film auch dem schwierigen Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs ohne Effekthascherei, erhobenem Zeigefinger, fragwürdiger Moral o. ä. nähert, wirkt er so real und zieht einen in den Bann.
Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung von Mads Mikkelsen, der dort ein wahres Meisterstück abliefert, aber der eigentlich Star ist imho Annika Wedderkopp als Klara, der man förmlich ansieht, wie ihr die erfundene Geschichte über den Kopf wächst.

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Deekin

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Bewertung7.5Sehenswert

"Die Jagd" ist für mich weniger ein Spielfilm, aus dem ich den üblichen Sehgenuss ziehe. Vielmehr handelt es sich um ein Lehrstück über die Gefahren von Gruppendynamik, Stigmatisierungsprozessen und gesellschaftlicher Ächtung. In meinen Augen handelt es sich hier um eine sehr geeignete Diskussionsgrundlage für den Philosophie-Unterricht an der Schule. Und genau diesen pädagogischen Gesamteindruck ist "Die Jagd" für mich lange nicht wirklich los geworden. Ich dachte beim Sehen mehr über die schwierigen Themen an sich nach, als den Film für seine dramatischen Qualitäten zu bewundern. Sämtliche Charaktere, mögen sie noch so gut gespielt sein, stellten sich mir vor allem als Zahnräder vor, welche diese perfide soziale Maschinerie antrieben. Erst gegen Ende, als Lukas (Mads Mikkelsen) beginnt, für seine Würde zu kämpfen, eine zufriedenstellende Kopfnuss austeilt und seinen ehemals besten Freund in die Augen schaut, gab mir dieser Streifen das Gefühl, endlich von seinem Lehrpfad abzuweichen. Abgesehen davon wird die ganze Handlung ruhig, präzise und auf eine realistisch wirkende Weise erzählt. Mit einer Ausnahme: Im realen Leben geht uns die Wahrheit über Lukas abhanden, bei der wir uns hier als Zuschauer noch sicher sein können. Alles in allem ist "Die Jagd" ein Einwegfilm, den ich seiner Botschaft wegen geschaut habe; doch als solcher ist er emotional, aufgrund des Hiobs-ähnlichen Leidenspfads seiner Hauptfigur, sehr mitreißend.

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TheDrPepperPower

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Den habe ich schon lange auf der Watchlist, muss ich endlich mal besorgen.


Deekin

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Ich habe mich gestern Abend auch schon gefragt, was du wohl von diesem Film halten würdest :)


Fenrisúlfr

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Bewertung9.0Herausragend

Welch Überraschung! Hab mir den Film einfach mal wegen Mads Mikkelsen ausgeliehen, da ich ihn für einen guten Schauspieler hielt, Hannibal kenne ich allerdings nicht. Lars Mikkelsen finde ich jedoch auch sehr cool.

Also habe ich den Film ohne Ahnung von der Handlung gesehen; Dänisches Drama, soso.

Die Handlung war dann jedoch überaus authentisch - und daher auch beängstigend spannend. Man wird nach und nach in den Film reingezogen und schließlich starrt man nur noch entsetzt auf den Bildschirm - eben wegen der Authentizität.

Mads tat mir fürchterlich leid und ich konnte mir in jeder Sekunde vorstellen, in seine Situation zu sein - mal von abgesehen, dass er irgendwie nie richtig Klartext spricht, wobei das nicht weiter schlimm ist, da er das wohl in U-Huft gemacht hat. Und auch so: Ist in Ordnung, wenn ich den ganzen Film betrachte.

Anders als Hollywood-Filme hat dieser Film viel Ruhe in sich, was mal eine angenehme Abwechslung ist - der Film ist auch so spannend genug.

Der Film kann sich auf alle Fälle sehen lassen. Der erste ernste dänische Film, den ich gesehen habe, und dann noch so einer. ;-)

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RyGo

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Bewertung10.0Herausragend

Puh, noch einmal tief durchatmen vor dem bewerten...
Denn dieser Film geht an die Substanz, auch wenn uns, anders als dem Erzieher Lukas, ein Luftholen zwischen den Ereignissen gestattet ist. Die Jagd auf ihn ist grausam und erschreckend; und dabei leider auch noch erschreckend realistisch. Denn wie es wohl auch im realen Leben geschehen würde, geht es für die Dorfgemeinschaft nicht um Hintergrundfragen, nicht um die Fakten, nicht was genau denn nun passiert ist oder OB überhaupt etwas passiert ist. Es geht um Positionierungen und Fraktionsbildung, subjektive Stellungnahmen und die selbstgerichtete Frage, was man denn nun glauben oder nicht glauben möchte. Hierbei reichen für viele Dorfbewohner Vermutungen, die durch spärliche oder falsche, teils sogar manipulative Kommunikation (dieser fehlgeleitete Kinderpsychiater) soweit aufgebauscht werden, bis kein Zurück mehr möglich ist, bis man sich dem kollektiven Wahn angeschlossen hat. Ohne irgendwelche besonders logischen oder rationalen Gründe wird einfach die Aussage des Kindes über die Aussage des Erziehers gestellt, ganz nach dem Motto: Kinder lügen nicht. Wieso sollte man also überhaupt noch den Beschuldigten fragen? Genauso wird nach der ersten Anschuldigung durch das kleine Kind auch dessen Schilderung schon fast bewusst ausgeblendet, da die Ereignisse bereits ihre eigene Dynamik entwickelt haben. So heißt es für das arme, verschüchterte Mädchen immer nur noch ,,Geh auf dein Zimmer", wenn Fragen gestellt werden, die das Ganze vielleicht doch noch einmal näher beleuchten sollten. Niemand ist hier mehr bereit, den persönlichen Standpunkt zu hinterfragen, beziehungsweise zu hinterfragen lassen. Besonders furchtbar war aber für mich eben dies, wie schnell das ganze Szenario einfach am subjektiven Standpunkt der Personen aufgehängt wird. Man nehme z. Bsp. die Kindergartenleiterin Grete. Sie muss nur die vagen Beschreibungen vonseiten des ,,Missbrauchsopfers" hören, und schon ist ihre Haltung klar und sie wird von dieser auch nicht mehr abweichen. Das Verstörende dabei; als sich das kleine Mädchen mehr oder weniger in Ausflüchte verrennt und keine klaren Angaben liefern kann, ist das für Grete kein Zeichen vielleicht doch noch einmal umzudenken, sondern vielmehr hat sie ihre Stellung bereits bezogen, ist nicht bereit davon abzuweichen und erspinnt sich ihre eigenen Theorien; also wird das Fehlen einer klaren ,,Erinnerung" ganz schnell zum tiefen-psychologischen Verdrängungsmanöver gemünzt, während gleichzeitig nach jedem noch so fadenscheinigen Strohhalm gegriffen wird, der die eigene Meinung stützen könnte. So werden normale Alpträume der Kinder (welches Kind hat keine Alpträume?!) dann plötzlich auch wieder als starke Indizien einer psychischen Misshandlung gewertet, bloß weil es der eigenen, noch so obskuren Anschauung entspricht, selbst wenn es irrational sein sollte...
Doch darum geht es wohl auch bei der Jagd; nicht um Tatsachen, sondern vielmehr um die Dinge, die Menschen bereit sind zu tun, wenn sie mit einem so schrecklichen Ereignis konfrontiert werden und sie nur noch Schwarz und Weiß, Gut und Böse zur Auswahl haben. Es geht um die daraus resultierende fatale Gruppendynamik und die Unfähigkeit, eine Hetzjagd zu stoppen, wenn sie denn einmal begonnen hat. Es geht um die Tatsache, dass man selbst wohl leider eher dazu bereit ist, seine verqueren Ansichten bis zum Ende zu verteidigen anstatt einmal einen so dringend benötigten Schritt zurück, dafür aber in die richtige Richtung zu machen... Ganz starker Film, der noch lange zum Nachdenken anregt und anregen wird.

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Martin Jurgeluks

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ganz nüchtern betrachtet hatte ich ne scheiß Angst um Mads Mikkelsen!

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WATCH THIS

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mikkelsen sieht zwar nicht aus wie ein Erzieher, was aber nur in den ersten Minuten stört. Dann hat man sich daran gewöhnt. Ich kenne ihn eben als Bond Bösewicht und Hannibal, da fällt es nicht gleich so leicht diesen cool und stoisch drein blickenden Mann als kinderfreundlichen Erzieher zu sehen.

Aber er spielt wie immer herausragend, am liebsten würde man ihm im Laufe der Story irgendwie zu Hilfe kommen.

Ein sehr spannender und sehr dramatischer Film. Bin durch Zufall über diesen Film gestolpert und kann ihm jeden Filmfreund ans Herz legen.

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Enzian

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr starker Film aus Dänemark, der sich mit einem schwierigen Thema beschäftigt. Mitgerissen wird man vor allem dadurch, dass der Hauptprotagonist Lukas tatsächlich vollkommen unverschuldet in seine Lage gerät und man ihm nicht vorwerfen kann, bis dahin in irgendeiner Situation falsch gehandelt zu haben.
Die Schauspieler spielen gut, die realistische Umgebung gefällt und die Story lässt wohl niemanden ganz kalt. Einfach ungerecht, wie da mit einem Unschuldigen umgegangen wird.
Ein Pünktchen Abzug gibt es trotzdem, weil ich mir nach den Anschuldigungen gegen ihn einfach eine heftigere Reaktion von Lucas erhofft hätte. Sicher ist man im ersten Moment geschockt, aber spätestens, wenn man nach Hause geschickt wird und nicht mehr zurück kommen soll, würde man sich doch verteidigen und einmal klipp und klar sagen, dass an den Gerüchten nichts dran ist und man sich selbst nicht erklären kann, wie sie entstehen konnten. Zumindest würde ich so reagieren. Lucas nickt aber nur und lässt die Anschuldigungen auch später über sich ergehen, ohne sich richtig zu verteidigen (mit Worten).
Trotzdem schafft es der Film gerade durch seine Realitätsnähe ein bedrückendes Gefühl beim Zuseher hervorzurufen. Vor allem, wenn man sich vorstellt, dass ein solcher Fall auch in Wirklichkeit passieren könnte, anders als im Film aber vielleicht nie aufgeklärt wird.

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BountyHunter2602

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Bewertung9.0Herausragend

Aus einer Aussage eines kleinen Mädchens verwandelt sich das Leben eines Mannes in die pure Hölle. Pädophilie und sexuelle Misshandlung an Kindern sind 2 wirklich steinharte Themen, die Vinterberg hier hervorragend und sehr authentisch darstellt. Auch Mads Mikkelsen spielt wirklich einwandfrei und man fühlt mit ihm mit. Die Leute denken nicht nach und vertrauen dem Kind ohne auch die andere Seiten zu berücksichtigen. Genau durch dieses Handeln kann der mutmaßliche Täter keinen Schritt vor die Tür setzen, ohne beleidigt und sogar brutal zusammengeschlagen zu werden. Der Film hällt den ein oder anderen Schlag in die Magengrube bereit, bietet aber auch gleichzeitig an bestimmten Stellen ein warmes Gefühl im Bauch.
Insgesamt ist "Die Jagd" ein grandioses Drama, mit einem oscarreifen Mads Mikkelsen, was sehr zum nachdenken anregt und den Zuschauer mit seinem doch überraschenden Ende mit einem baffen Blick zurücklässt. Für den Mainstream Kinogänger vllt. nicht das richtige, aber Drama-Fans kommen voll und ganz auf ihre Kosten!

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Val Vega

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Thomas Vinterberg ist mit seinem Film „Die Jagd“ ein unfassbar guter Film gelungen. Sein Film ist hierbei weniger ein Film über Kindesmissbrauch als eine Kritik an der scheinliberalen Gesellschaft selbst. Mads Mikkelsen, der mit seinem intensiven Schauspiel den Film trägt, wird eines Tages des Kindesmissbrauchsverdächtigt. Die verängstigte Dorfgesellschaft avanciert sofort zu Ankläger, Richter und Vollstrecker. Sie können, oder vielmehr wollen, gar nicht zwischen dem Grauen, das sie sich in ihrer Fantasie ausmalen, und Tatsachen unterscheiden. Da sie den Kindern die Fähigkeit absprechen zu komplexeren Gedankengängen, die über ein simples Nacherzählen von dem was Geschah hinausgehen, und in ihrer Wut, in ihrer Furcht und in ihrem Hass jedes vernünftige Urteilsvermögen verlieren, stoßen sie einen Menschen ohne zu zögern aus, der einst ein so beliebtes Mitglied ihrer Gemeinschaft war. Dabei jedoch stellt sich der Zuschauer immer und immer wieder die Frage, was man selbst in dieser Situation tun würde, auf welcher Seite man den Stünde.
Aufgrund der fesselnden darstellerischen Leistungen von Haupt- und Nebendarstellern, einer perfekt erzählten Geschichte, deren Spannung sich kontinuierlich steigert, der packenden Atmosphäre sowie der Verbundenheit mit dem Protagonisten und ein stetes Interesse an der Entwicklung der Umstände ist Thomas Vinterbergs „Die Jagd“ ein absolut Empfehlenswerten Film, für einen jeden der an Menschen und deren Geschichten interessiert ist. Ein Prachtstück des modernen europäischen/skandinavischen Kinos!

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BenAffenleck

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Ich hoffe es ergibt sich...


BartfaceBottlemessi

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Super Kommi zu einem super Film.


hannibal97

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Die Jagd" ist ein klasse Film. Gerade Mads Mikkelsen überzeugt hier auf ganzer Linie - ich kannte ihn zuvor nur aus Hanibal und hätte nicht gedacht,dass er diese Rolle, die quasi komplett gegensätzlich zu der in Hanibal ist, so authentisch spielen kann! Ein Schwachpunkt ist jedoch das Ende - achtung kleiner Spoiler - wo Lucas Sohn den Jagdschein bekommt und alles wieder "friede freude Eierkuchen" zu sein scheint. Für mich nicht überzeugend, denn aus Lucas Sicht hätte ich den Leuten es nicht so schnell Verziehen; Thematik hin oder her! Ein toller Effekt ist allerdings dieses typisch Skandinavische - viel Sprache und Dialog, was aber musikalisch weitesgehend nicht untermalt wird und somit zur tristen und dramatischen Stimmung beiträgt!

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3D_Brillen_Besitzer

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Bewertung9.0Herausragend

Ein mutiger Film aus dem Dänischen Hause, der zu recht beim Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film nominiert wurde.

Obwohl ich vorab fürchten musste in jeder Einstellung mit Mads Mikkelsen, an „Hannibal“ denken zu müssen war mir der Protagonist Lucas, durchgehend Sympathisch und war so gut gespielt das man einfach den auf ihn Lastenden druck mitfühlen kann.

Die voreingenommene, ausgeübte Selbstjustiz bei den Bewohnern auf einem ungeklärten Fall und die Reaktion der Eltern geben zu denken sind aber nachvollziehbar und so gruselig glaubwürdig das in jenen Momenten in der sich die Angelegenheit aufs weitere hochschaukelt, man die Hände vor das Gesicht schlägt und sich fragt:
„Wie soll das jetzt noch weiter gehen?... Was hätte ich an seiner stelle getan...?“
Tötende Blicke, Vandalismus, Seelische und Körperliche Gewalteinwirkungen machen die eigenen vier Wände zu einem Gefängnis, was der Film wirklich Sachlich und nicht zu überzogen darstellt.
Man merkt das die Macher sich viele Gedanken um dieses Thema gemacht haben und ist für mich deshalb, Spannend bis zur allerletzten Sekunde.

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Heisenberg1995

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Die Jagd" ist wie ein heftiger Schlag mitten in die Magengegend. Er ist einfach nur hart, brutal und dazu noch verdammt realistisch und Angst einflößend. Der Film wird getragen von einer Stimmung/Atmosphäre die einfach nur unglaublich einschüchternd wirkt. Ich selbst arbeite als Erzieher in einem Kindergarten und danach war mir schon ein wenig flau im Magen. So etwas kann wirklich überall und jedem passieren. Die Geschichte und die Dramatik dieses Films reist einen mit und Mads Mikkelsen spielt die Rolle des Lucas so überragend das man richtig mitfühlt mit dieser auf einen Schlag einsamen und verachteten Seele. Mein Held in dem Film ist eindeutig dessen Sohn, der sich für seinen Vater so einsetzt das man nur staunen kann. Was die Dänen mit diesem Film auf die Beine gestellt haben ist absolute Spitzenklasse. Das Ende berührt einen und zieht einen anschließend direkt wieder den Boden unter den Füßen weg."Die Jagd" gehört zu den intensivsten und spannendsten Filmen die ich jemals bestaunen durfte. Auch dank dieser Thematik, welche so eiskalt dargestellt wird wie sie auch häufig sein kann. Kinder sind leicht beeinflussbar, das bekomme ich fast täglich auf der Arbeit mit. Dieser Film zeigt das einfach auf eine erschreckende Art und Weise. Das Leben eines sympathischen, frisch verliebten, jedoch in der Ehe und im Umgang mit dem Sohn gescheiterten Mann wird auf einen Schlag zerstört und daraus ensteht eine Jagd, die Jagd nach der Wahrheit, nach dem Menschlichem was hoffentlich noch in jedem von uns stecken mag.

Einfach ein knüppelharter Streifen der einen auf die Gemüter schlägt wie kaum ein Zweiter. 10/10, welcome in my LF List

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mar (-ion-)

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Bewertung6.5Ganz gut

von mir gibts keine zwei extrapunkte für das sozialkritische thema.
der kleinen hätte ich so den arsch voll gehauen, dass sie geglaubt hätte es wäre weihnachten!

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TerminatorCHRIS

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein typisches Beispiel wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht.(Vkgm.03.04.13)

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MetalFan92

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich muss sagen die Dänen trauen sich was.

Es ist wirklich unfassbar wie durch ein einziges Missverständnis ein ganzes Leben zerstört werden kann. Super Darstellung von Mads Mikkelsen, mit dem man wirklich mitleidet.
Natürlich sollte man dieses Thema ernst nehmen und jeden Anschuldigungen nachgehen. Trotzdem kennen wir, die Zuschauer, die Wahrheit und es ist einfach nur unfair, wie Lucas in die Scheiße geritten wird.

Was mich trotzdem noch ein wenig wundert ... wie soll ich bitte das Ende interpretieren ?
Kann mir da jemand weiterhelfen ?

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sachsenkrieger

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Schön, das er dir gefallen hat. Das Ende der Jagd kann man verschieden interpretieren. Lucas ist zwar offiziell von den Anschuldigungen befreit worden, aber der Makel wird für immer bleiben. Sein Leben wird nie wieder das alte werden. Der finale Warnschuss soll ihm wohl klarmachen, das es jemanden/mehrere/eine Gruppe gibt, die nichts geben auf Urteile und offensichtliche Unschuld. Sie signalisieren ihm, das er doch besser verschwindet, das er beobachtet wird, das die Jagd nicht zu Ende ist.
Wie oft musste ich in meiner Bekanntschaft von grundsätzlich friedlichen Menschen hören, das man Kinderschänder aufhängen, zerhacken oder vergasen sollte. Wie weit würden auch diese Menschen gehen beim geringsten Verdacht? Das lässt mich wieder ein wenig gruseln vor der menschlichen Natur.


MetalFan92

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Einleuchtend, vielen dank :)


TheNumber

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Bewertung9.5Herausragend

Der Film lässt einen während des Schauens fassungslos, dass so was so leicht passieren kann, ohne dabei jemals unplausibel zu werden. Während der titelgebenden Jagd schafft der Film eine so dichte Atmosphäre, dass echt mit (dem fantastisch aufgelegten) Mads Mikkelsen mitleidet, den Druck auch spürt und auch seine Wut auf die anderen Dortbewohner teilt; 2 Stunden Höchstspannung, nach denen man erst mal durchatmen muss. Absoluter Anschaubefehl!

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Ben Kenobi

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Ich hoffe, ich kriege irgendwann endlich die Gelegenheit. Alle Welt macht mir den Mund wässrig über den Film...


bettyblue68

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Ist doch gar nicht so schwer:

http://youtu.be/A9BU8yXJtQQ?list=PLQmGp0UlQN7vNoV2Mq3HV0rR7LQlqoVwk

;-)


deevaudee

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hätte der Klara erstmal ein paar Taschentücher gereicht. Furchtbar wie eindeutig Zeichen des Lügen mal geschwind wegignoriert werden.
Auch manch Handlung und vorhersehbares RTL Nachmittagsprogramm Personen verhalten, war für meinen Geschmack sehr sehr schwach. Klar ist es schwer sich hinein zu versetzen, wie man sich mit solchen Anschuldigungen verhalten würde. Aber die Vorhersehbarkeit der gefühlten Schildbürger Abhandlungen, tun einfach weh.

Aber sonst, ist der Film von dem Emotionen her, sehr sehr gut gedreht, und von den Darstellern ebenso umgesetzt worden. Mikkelsens Filmsohn bringt besonders frischen Wind und der Film nimmt etwas mehr fahrt auf. Leider bleibt wenig Zeit in so einen Film, um es noch Umfangreicher und intensiver darzustellen. Denn die Thematik ist wirklich eine sensible Angelegenheit. Doch wenn sich Erwachsene so naiv verhalten, und ohne Hinterfragen oder Gegenüberstellung einfach ein Urteil fällen, ohne jeglichen Beweis zu erbringen das das Gegenteil der Fall ist, sorry für so viel Blödheit hab ich kein Verständnis. Das dann alle im Ort einen Buhmann haben, auf den der Freibrief zum prügeln und sonst was drauf steht, dann stimmt mit den anderen genauso wenig was.

Allerdings ist das Drehbuchrealität. Und die handhabt es eben so, das zu viele Irrationale Verhaltensmuster an den Tag gelegt werden. Denn so nimmt der Film eine zu Einseitige Entwicklung. Aber wenn einer allein gegen eine ganze Meute zu kämpfen hat, ist es wie mit David und Goliath. Das im Filmfinale eine Tat passiert, die den bitteren Nachgeschmack bildet, will lediglich als Aussage dienen, so ein Erlebnis verdaut keiner, und schwebt ewig wie ein Damokles Schwert über den Köpfen aller Beteiligten.

Die Schauspielerische Leistung ist wirklich gut, es wird sehr Eindringlich und mit der nötigen Effektivität vorgetragen. Die Thematik gefällt mir. Doch ich kenn reichlich kleine Mädchen, denen ich nicht sofort blindlinks glauben würde. Dazu kennt man seine Pappenheimer.
Und Mikkelsen solle als Filmcharakter schleunigst sich ein neues Hobby suchen. Denn auf die Jagd gehen, nun ja, ich sage einfach, ist nicht gerade die idealste Beschäftigung.
Trotzdem ist der Film sehenswert.

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bugsb

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Bewertung6.5Ganz gut

Zuerst: Ich finde 'Die Jagd' kein schlechter Film. Mads Mikkelsen ist auch ein sehr guter Schauspieler.

Missbrauch ist ein schwieriges Thema, der Vorwurf alleine schon eine Katastrophe. Fälle wie Edathy, Michael Jackson aber auch Kachelmann zeigen wie nur der Verdacht reicht um gesellschaftlich im Abseits zu landen. Diesen Film zeigt auf eine ruhige Art, ohne Sensationsgier, wie es einem Menschen ergehen kann der diese Anschuldigungen ausgesetzt ist. Klar berührt das, und der Film fesselt dann auch. Ich finde das das allerdings eher durch der Thematik stattfindet, als durch die Art wie diese behandelt wird.

(Könnte Spoiler enthalten)
Aber: Ich finde in den Film fehlt es an eine richtige auseinandersetung zwischen den (zu unrecht) Beschuldigter und der Aussenwelt. Seltsam diese gelassenheit womit Lucas die Vorwürfe entgegen nimmt. Und obwohl es eine klare Anleitung gab, warum Klara diese in die Welt gebracht hat, verteidigt er sich kaum. Auch der Freund, den ihm zuerst freundlich empfangt, obwohl der Vorwürf bekannt ist, schlägt dann auf ein mal zu. Die Grethe, die die schwierige Aufgabe hat, die Vorwürfe nach zu gehen, macht grobe Fehler, aber auch dort gibt es keine Klärung. Der Tot des Hundes wird einfach hingenommen. Vieles passiert ausserhalb unser Blicke und bleibt damit unklar.

Das Klara Lucas unbeschwert aufsucht, ich denke eine klare Indice für seinen Unschuld, wird ausser acht gelassen. Auch das das Mädchen immer wieder sagt sie hat sich was ausgedacht, wird gar nicht gehört.
Am Ende redet Klara im schlaf, was dazu führt das ihr Vater doch noch glaubt das sein bester Freund unschuldig ist.

Das offene Ende fand ich als Metapher schön, als Filmende unbefriedigend. Durch den Zeitsprung fehlt mir hier auch die Auseinandersetzung. Wäre interessant zu sehen wie man so ein Phase überwinnt, wie man mit der Schuld der Aussenwelt umgeht.

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Zanto92

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Bewertung9.0Herausragend

Beklemmend, Gemein, Unfair, Verstörend, Eiskalt und Genial
Mehr muss man nicht sagen um diesen Film zu beschreiben ich hatte sehr hohe Erwartungen und sie wurden erfüllt!
Mads Mikkelsen spielt grandios darf man nicht verpassen.

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