Die Katze auf dem heißen Blechdach

Cat on a Hot Tin Roof (1958), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 17.06.2004


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7.6
Kritiker
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7.7
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1130 Bewertungen
34 Kommentare
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von Richard Brooks, mit Paul Newman und Elizabeth Taylor

In der Tennessee Williams-Verfilmung Die Katze auf dem heißen Blechdach kommen für Paul Newman und Elizabeth Taylor an Big Daddys Geburtstag die Wunden der Vergangenheit ans Tageslicht.

An ‘Big Daddys’ (Burl Ives) 65. Geburtstag erreicht die Familie die schreckliche Nachricht von seiner Krebserkrankung. Unter allen Umständen soll die Diagnose vom unausweichlichen Ende vor ihm geheim gehalten werden. Doch statt dessen bricht an diesem Abend ein erbitterter Kampf um das Erbe aus. Auch um die Ehe von Brick (Paul Newman) und Ida (Elizabeth Taylor) sieht es nicht gut aus, da Brick seine Frau für den Selbstmord seines Freundes Skipper verantwortlich macht und sich aus Abscheu in den Alkohol flüchtet. Doch an diesem Abend werden alle Karten auf den Tisch gelegt.

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Kommentare (34) — Film: Die Katze auf dem heißen Blechdach


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TheEighthHorcrux

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr gute Verfilmung der gesellschaftskritischen Vorlage, mit grandiosen Schauspielern besetzt.

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movie.max

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Bewertung9.5Herausragend

Die 50er, offensichtlich eine Zeit des Hinterfragens und der Selbstreflexion. John Steinbeck's 'East of Eden' mag zwar zu anderen Zeiten spielen, aber dennoch erinnert 'Cat on Hot Tin Roof' von Tennessee Williams mich als allererstes an den James Dean-Klassiker: Familienabgründe hinter blütenreiner Fassade, Rebellion hinter zarten Jungengesichtern, das Flehen um Ehrlichkeit und Liebe.
Brick ist Alkoholiker und nach einem Suff-Unfall am Vortag trägt er einen Gipsfuß. Gemeinsam mit seiner "Frau", die verzweifelt um seine Liebe kämpft, ist er auf dem Anwesen seines reichen Vaters zu Gast. 'Big Daddy', der zynische und materialistische Unternehmer, hat Geburtstag. Mit den Fragen danach, wann der Alte endlich stirbt, wann Brick zum Alkoholiker wurde und warum er seine Frau verabscheut eskaliert die Feier in Dispute um Ehrlichkeit, Lüge, Vermächtnis, Liebe, Vergangenheit und Lebensziele.
Ein Kammerspiel (oder besser "Anwesenspiel"), dass mehrere komplexe Themen behandelt - mehr noch als in 'Streetcar named Desire'.
Paul Newman ist fantastisch und Elizabeth Taylor ist hinreißend. Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal dazu gezwungen wurde, technische Aspekte zu ignorieren und stattdessen in den Figuren gefangen zu werden. Der Kreis an Informationen, die man als Zuschauer hat, wächst mit jeder Filmminute und so auch Verständnis, Sympathie, Wut und insgesamt das emotionale Involviertsein.
Intensiv und kraftvoll. Keine Katze auf dem heißen Blechdach, sondern ein Sturm, der das Dach einzureißen droht.

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Canis Majoris

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Bewertung9.5Herausragend

Die Frau würde am liebsten die enervierenden Kinder umbringen. ENDLICH mal jemand, der konsequent ausformuliert, was ich permanent denke, selbst wenn der Beweggrund dafür in seiner Tiefe (bla bla bla) ein anderer ist und nur auf der Frustration des eigenen Daseins in ehelicher Verbundenheit zu einem Trunkenbold fußt.

Leider finde ich wiederum Taylor zum Kotzen und hab' mir den Film nur wegen Newman angesehen...

Oh wenn man doch nur Katharine Hepburn die Rolle hätte spielen lassen... okay, die hätte dann gleich Newmans Part schauspielerisch mitkonsumiert...

Dennoch ein grandioser Streifen.

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CUT!rin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meine 1000. Bewertung auf moviepilot - welcher Film würde da besser passen als dieser zeitlose Klassiker? Grandioses Drehbuch, grandiose Balance aus Tragik und schwärzester Komik, grandiose Darsteller - und alles unterliegt doch der geradezu übermenschlich genialen Liz Taylor.

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Daymare

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Bewertung6.0Ganz gut

Dialoglastiger Klassiker, der mich abgesehen von den darstellerischen Leistungen eher weniger begeistern konnte...

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Alienator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zeitloser, intensiver Klassiker

Paul Newman. Manchmal muss man nicht mehr sagen. Er zeigt mit der Performance eines wilden, unbändigen, missverstandenen jungen Mann, der durch seinen Blick und seiner zynischen Worte besticht, wie innerlich zerissen ein Mensch dargestellt werden kann. Es sind hier die leichten Gesten, die Emotionen erwecken. Es ist aber vorallendingen die Mimik von Newman, die hier seine innere Verlorenheit zeigt. Seine Verwundbarkeit. Seine Hassliebe zu seiner Frau und seinem Vater (grandios verkörpert von Burl Ives). Seine versteckte Liebe zu seinem Freund die r nicht ausleben darf. Denn hier geht es um die verlorene Liebe zu einen Mann. Auch wenn das im Film weniger zum Vorschein kommt wie in der Buchvorlage, so ist dieser Film einer der ersten der (wenn auch nur geringfügig gezeigten) Homosexualität und das Verstecken desselbigen aufgrund dem gesellschaftlichem Korsett in dem der Mensch gezwungen wird. Und hier ist auch das Hauptthema des Films: die Lüge als Wahrheit hinstellen zu müssen um zu überleben. Seelisch kaputt, weil man es anders nicht ertragen kann. Gier und Neid geht über Selbstbestimmung und seelische Freiheit. Hier dargestellt anhand des Bruders von Brick und seiner Sippschaft (speziell Madeleine Sherwood als nervige Ehefrau bringt das Blut zum Kochen!). Auch der Übervater, der seinen Sohn liebt es aber nicht zeigen kann, weil er eben doch ihn zu sehr an sich selbst erinnert, versteckt sein Innerstes und seine Verletzbarkeit, weil er als familiärer Bewacher und gesellschaftlicher Vertreter der Upperclass dienen muss. Tiefbewegend sind hier die Szenen im Keller. Selten solch minimalistische Schauspielkunst gesehen, die so viel bewirken kann. Richard Brooks entzaubert hier das amerikanische Idyll der reichen Familie. Ein Gewitter zieht auf der das Gerüst zum Einsturz bringt. Herrlich inszeniert anhand des tatsächlich aufziehenden gewitters im Film. Einer der großen Schauspuelensemblefilme die es jemals gab. Punkt. Danke dir Paul, das ich dich so erleben durfte.

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THE_JUDGE

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Bewertung6.5Ganz gut

Ach ja Blechdachs Katze. Ein ziemlich spannungsarmes Familien Jammer- bzw. Kammerspiel bei dem sich Paul Newman, übertrieben gesagt, zum Hauptgewinn säuft. Big Daddy wird bald sterben und die fiesen Angehörigen sind scharf auf seinen Besitz. Leider ist schon zu Anfang ersichtlich wer der Erbe sein wird und so muss man 108 Minuten über sich ergehen lassen bis man die Bestätigung erhält.

Den ersten Preis für die absolut ätzendste Rolle bzw. Persönlichkeit des Films geht definitiv an Judith Anderson als Ida Pollit. Selten so eine ekelerregende, fiese Made gesehen.

Ganz lustig ist definitiv der Keller der Pollits. Ich weiß ja nicht, aber evtl. hat der ein oder andere hier bei MP auch mal "Indiana Jones - And the last Crusade" gespielt (Point and Click der alten Schule). Ganz zu Anfang flüchtet Indi vor seinen Studenten in eine Art Abstellkammer (eher Lagerhalle) des Barnett Colleges und diese Kammer hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem besagten Keller ;).

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Bastieff

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Bewertung7.5Sehenswert

Taylor ist wahnsinnig gutaussehend. Newmann spielt erstklassig.
Der Film wirft einen kritischen Blick auf eine scheinbar heile Welt einer Großfamilie, wo aber in Wirklichkeit Intrigen und Lügen zu Tage kommen.
Jeder Charakter ist für sich selbst definiert und zeigt trotz der scheinbar frohen Welt seine Schwächen. Dadurch gewinnt der Film spürbar an Authentizität und es entwickelt sich ein anspruchsvolles wenn auch ein höchst sehenwertes Stück Film, so wie man es heutzutage nahezu gar nicht mehr erleben kann.

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Velly

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Bewertung9.5Herausragend

Ich liebe Filme, die so von ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem ihren Dialogen leben.

Es dauert keine 5 Minuten und Liz Taylor und Paul Newman (die beide sooo toll sind) haben mich dermaßen gepackt, dass ich mich der Sogwirkung der spannenden Auseinandersetzungen nicht mehr entziehen kann.

Ganz, ganz großes Kino, so wie man es in dieser Art heutzutage leider kaum noch findet.

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Alienator

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Der ist in der Tat sehr großartig.


uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

an sich ja nett gemacht aber hatte auch seine schwächen...teilweise hatte ich zu oft wer hat angst vor virginia woolf im hinterkopf...aber alle die mitschauten sagten als erstes als ich ihn anmachte oh der ist aber anspruchsvoll oder über den hat meine tochter eine endarbeit geschrieben...story und schauspiel waren ja gut aber dennoch war ich mit dem endprodukt nicht so recht zufrieden...deswegen werde ich ihn eventuell in ein paar jahren gerne nochmal ne chance geben...

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AgentGuhl86

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mal abgesehen vom Independent-Bereich - wo gibt es heutzutage noch solche Filme? Welches große Filmstudio heuert noch Leute an, mit der Bitte einen Film zu produzieren, dessen Schauplatz sich auf ein Haus beschränkt und dessen Handlungsrahmen nicht über Dialoge im Kreise der Familie hinausgehen? Leider viel zu wenige bzw. gar keine mehr. Zum einen ist das sicherlich der Zuschauerschaft geschuldet, die eher auf Bildgewalt steht, als auf dialoggetränkte Szenen. Zum Anderen fehlt es hier und da auch an Darstellern, die in der Lage sind banale Szenerie in großes Schauspiel umzusetzen. Eine Elizabeth Taylor sowie einen Paul Newman findet man nicht an jeder Schauspielschule oder in jeder Castingagentur. Die beiden harmonieren hier wunderbar miteinander und auch der unterstützende Cast glänzt auf ganzer Linie. Eigentlich ist es nicht schlimm, dass es solche Leistungen eher selten zu bewundern gibt. So bleiben sie definitiv etwas besonderes.

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sebastianxxx

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... es ist ja auch die Verfilmung eines Theaterstücks ... und wen interessiert sowas noch von der heutigen Zuschauergeneration, die von Hollywoods Blockbustern schon längst mit tausend Effekthaschereien und Oberflächlichkeiten abgestumpft wurde ...


cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Big Daddy (Burl Ives) wird 65 und zu seinem Geburtstag versammelt sich die gesamte Familie, aber weniger wegen des feierlichen Anlasses, sondern viel mehr, um das anstehende Erbe aufzuteilen, denn das Familienoberhaupt ist todkrank, weiß jedoch nichts von seinem tatsächlichen Gesundheitszustand.

Brick (Paul Newman) ist der Einzige, der nichts für die Erbstreitigkeiten übrig hat, denn er ist hoffnungslos dem Alkohol verfallen und hat darüberhinaus genug damit zu tun, seiner Frau Maggie (Elizabeth Taylor) bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu verdeutlichen, dass er von ihr zutiefst angewidert ist. Bricks älterer Bruder Gooper und dessen Frau Mae eint hingegen die Vorstellung, in naher Zukunft ein riesiges Erbe anzutreten. Allerdings ist Big Daddy noch nicht ganz unter der Erde und spricht daher noch ein gehöriges Wörtchen mit! Er räumt mit all der Verlogenheit und Heuchelei innerhalb der Familie auf und erteilt so der Raffgier und den Intrigen eine deutliche Abfuhr.

Der seinerzeit noch verhältnismäßig unbekannte Paul Newman weiß selbstverständlich ebenso zu überzeugen, wie Elizabeth Taylor, die damals bereits eine geradezu vergötterte Leinwandgröße war. Dennoch ist für mich der eigentliche Star dieses Familiendramas, der überragend spielende Burl Ives, der hierfür auch völlig zu Recht einen Oscar erhielt!

"Die Katze auf dem heißen Blechdach" ist somit ein Klassiker, der es auch ohne Nostalgiebonus zu überzeugen versteht.

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sebastianxxx

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh Mister Newman - most sexy ever und die Taylor als rollige Raubkatze - große Emotionen und dito Schauspielerleistung - noch nie war ein Pyjama so hot :-)

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Lichtlady

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film ist fast perfekt. Würde er T. Williams Vorlage wirklich exakt wiedergeben, wäre er perfekt, aber gut. Das lag wohl am Hollywood seiner Zeit. Die Darstellerleistung ist alles in allem brilliant. Paul und Liz sind geradezu göttlich in ihren Rollen und auch die Nebenrollen sind perfekt besetzt. Die Dialoge sind einfach grandios, was natürlich der hervorragenden Vorlage zu verdanken ist. Die Atmosphäre, die Personen, die Story an sich... einfach alles passt und überzeugt. Ein Klassiker.

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emotionfreak

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als ich im Laden nach der DVD griff, wußte ich nichts über den Film, ausser, dass er mit Paul Newman ist. Ich machte mir auch nicht die Mühe, die Inhaltsangabe auf der DVD zu lesen, ich kaufte ihn, legte ihn ein, ohne die geringste Ahnung, auf was ich mich da einließ. So ging ich also vollkommen unvoreingenommen an den Film ran und war schon in den ersten paar Minuten total begeistert von dem, was auch das Gesamtwerk so gut macht, nämlich der schauspielerischen Glanzleistung von Paul Newman und den genialen Dialogen. Die fantastischen Dialoge sind es einfach, wovon der Film in erster Linie lebt. Die Story besteht zu einem großen Teil aus einem Beziehungsdrama, und zwar mehren zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch den Storys der Figuren, als Einzelnpersonen. So gibt es hier mehrer Nebenstränge, b.z.w ich würde es hier als einzelne, aber doch miteinander verwobene Storylines bezeichnen. Die sind recht interessant, jedoch teilweise auch in vielen anderen Filmen thematisiert wurden, manche sind ein alter Hut, wobei man dabei natürlich auch das Alter des Films berücksichtigen muss, denn was heute ein alter Hut ist, muss es damals noch lange nicht auch gewesen sein.
ACHTUNG SPOILER

Ich meine die Storyline der Beziehung, zwischen Vater und Sohn, bei der es am Ende darauf hinausläüft, dass der Vater ihm zwar alles an materiellen Werten gegeben hat, aber wenig an echter von Herzen kommender Liebe. Dennoch ist auch diese Storyline gut umgesetzt.

SPOILER ENDE
Die Probleme der Beziehung zwischen dem Sohn und seiner Frau, welche wohl auch der Haupstrang ist, sind da schon interessanter und man fragt sich die ganze Zeit, was da nun eigentlich das Problem ist.
Der Film vielleicht ein wenig angstaubt, aber auch heute noch sehenswert, schon allein, wegen der genialen Dialoge.

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Cellmorbasg

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Bewertung9.0Herausragend

Von Minute zu Minute blickt der Zuschauer tiefer hinein in das traute Heim der Familie Pollitt - ein Lügengebäude. Lüge auf Lüge gebaut und bewohnt von Lügnern, die nicht nur die anderen, sondern vor allem auch sich selbst belügen. Die Fassade dieser Lügen zerbröckeln vor den Augen des Betrachters langsam und das großartige Schauspiel lässt zunehmend auch die tatsächlichen Charaktere durchschimmern. Am Ende kann man von keiner Person mehr das gleiche denken wie zu Beginn. Sie legen ihren innersten Kern, und sei es noch so schmerzhaft, offen. Ein wunderbares Stück Dialogkunst das hier vom Theater auf die Leinwand gebracht wurde.

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ElMagico

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Bewertung7.0Sehenswert

Long time no see :)
Und tatsächlich hab ich jetzt circa 2 Monate keinen Film angeguckt...irgendwie waren die Gedanken woanders...teilweise waren sie aber auch nur bei doofen Schmerzen. Die sind aber Vergangenheit und ich taste mich mal wieder behutsam an eine meiner drei grossen Lieben heran. Und das dann auch gleich mal mit einem vermeintlichen Klassiker der, soviel sei gleich verraten, für mich gar kein so grosser ist. Aber gebt nix drauf...ich weiss bis heute auch nicht welcher Film 2012 einen Oscar gewonnen hat :D
Und natürlich ist "Cat on a Hot Tin Roof" auch kein Film bei dem ich allzu viel Kritikpunkte finden würde. Auf seine Art ist er sogar ziemlich Perfekt. Sehr intensiv, mit einer gehörigen Portion Sogwirkung, fesselt er einen, nach einem recht trägen Beginn, zum Ende hin immer mehr und zieht dabei alle Register, die das dramatische Fach so zu bieten hat. Für mich tut er das dann aber eben eine Spur zu heftig. In Punkto Theatralik wird hier geklotzt statt gekleckert. Bedeutungsschwangere Sätze und grosse Gesten im Minutentakt holten mich doch immer wieder aus der Versenkung heraus, in die mich diese kleine, aber feine Familientragödie immer wieder zog.
Denn erzählerisch zieht "Cat on a Hot Tin Roof" während seiner Laufzeit mächtig an, man fiebert dem Ende entgegen und ist auf die Auflösung des ganzen wirklich gespannt, auch wenn man keine der Figuren allzu ernst nehmen kann. Denn diese waren für mich doch meist nur eindimensionales Klischee und erfüllten einfach ihre Funktion. Deshalb kann ich hier auch kaum einen der Akteure herausheben, da die Rollen keine wirklichen Herausforderungen darstellten. Elizabeth Taylor war aber wirklich schön anzusehen.
Wie schon paar mal erwähnt: Ich mag das Theater einfach nicht...und "Cat on a Hot Tin Roof" hat massive Einflüsse aus diesem Bereich. Und so sehr mir der Film auch streckenweise gefiel, so sehr blieb auch ein gewisse Unzufriedenheit in mir zurück. Das hatte was von irgendwelchen Reportagen übers englische Königshaus. Zappt man zufällig drauf, guckt man sich das ne Weile an, findet es durchaus spannend und unterhaltend, merkt aber dann auch, dass es einen nicht so wirklich interessiert oder berührt.
Sehenswert ist "Cat on a Hot Tin Roof" aber auf alle Fälle...und mein Text wiedermal negativer als ich das eigentlich will...zumindest das hab ich gleich wieder hingekriegt :)

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ElMagico

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Drück dich :)


Andy Dufresne

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Drück dich zurück :D


Ichbindie

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Bewertung9.0Herausragend

Paul, Paul, Paul...ach Paul...

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.5Sehenswert

„Die Katze auf dem heißen Blechdach“ ist ein exzellent gespieltes Familiendrama aus der Golden Age Ära Hollywoods. Besetzt mit dem großartigen Paul Newman, der hier praktisch seinen ersten großen Kinoauftritt hat. Bezaubernde Unterstützung erhält er von der unsterblichen Elizabeth Taylor, die hier ebenfalls eine ihrer besten Leistungen abliefert.

Der Film ist gehalten wie ein Theaterstück, ja ein wahres Kammerspiel welches immer mehr von Minute zu Minute zu fesseln vermag. Ein Familiendrama, das sich im lauf eines Abends immer mehr nach oben schaukelt, bis alles droht auseinanderzufallen. Doch am Schluss scheint trotzdem ein wenig Licht hindurch zu schimmern, bei all den Skandalen wie Ehebruch, Trunkenheit und Gier nach dem Erbe. Familienauseinandersetzung können viel zerstören, aber auch die Erkenntnis in manchen Dingen bringen. Das zu erzählen, gelingt dem Film auf eine sehenswerte Art und Weise.

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Spielberg_Fan

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Wie ich mich hier angemeldet habe, ab ich alles nur bewertet ohne Schreiben. So März diesen Jahres hab ich mir gedacht, zu jedem Film den ich sehe auch was zu schreiben. Kostet Zeit, macht aber auch irre Spaß.


lieber_tee

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Klasse, genauso mache ich das auch. Zu jeden Film den ich sehe auch mindestens einen Satz zu sponsern (wird oft mehr). War mir Wert, dass auch in meinem Profil zu erwähnen. Ja, macht ungeheuren Spaß. Mit Worten zu jonglieren und seine Gedanken zum Film online zu stellen um einen Austausch zu ermöglichen. Gut dich in meinen "Freundschaftspool" zu haben.


Puni

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Bewertung9.0Herausragend

Ganz ganz großes, toll besetztes Charakterkino im Theater-Stil. Die Dialoge, besonders im letzten Drittel, sind der Wahnsinn und werfen eine Menge Fragen über Leben, Glück, Reichtum, Tod etc. auf - damit hätte ich so nicht gerechnet, dennoch war es extrem spannend den Dialogen zuzuhören. Elizabeth Taylor, Paul Newman, Burl Ives aber auch die anderen Rollen spielen wirklich überragend, auch wenn man leider bei einer Person nicht auf Schwarzweißmalerei verzichten konnte. Das sei dem Film aber verziehen. Ich, als Fan von Filmen wie "Who's afraid of Virginia Woolf?", und mit dem kann man den Film wirklich gut vergleichen, wurde bestens unterhalten, und das sogar überraschenderweise auf recht nachdenkliche Weise.

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