Die Möglichkeit einer Insel

La possibilité d'une île (2008),
Laufzeit 85 Minuten, Science Fiction-Film, Drama

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von Michel Houellebecq, mit Benoît Magimel und Jordi Dauder

“Die Möglichkeit einer Insel” ist das Regiedebüt von Michel Houellebecq, der nach seinem gleichnamigen Roman auch das Drehbuch verfasste. Houellebecq ist einer der umstrittensten Schriftsteller der Gegenwartsliteratur. Mit der Melancholie, Verzweiflung und Sehnsucht, die er ausstrahlt, bringt der Film die Essenz seiner literarischen Vorlage auf den Punkt. Unfähig, irgendetwas zu empfinden, vegetieren die Neo-Menschen in Houellebecqs Zukunftsentwurf vor sich hin und rätseln über die seltsamen Bedürfnisse ihrer Vorgänger. Einen unmittelbare Zugriff auf deren Erfahrungen, von denen sie nur lesen können, haben sie nicht, und das ist die eigentliche Tragik der Geschichte. In langen Einstellungen lässt Houellebecq die Kamera über die karge weite Landschaft schwenken und unterstreicht so die Leere und Hoffnungslosigkeit der in ihr verlorenen Figuren. Das Fehlen von echtem verbalen Austausch im Sinne längerer Dialog tut sein Übriges dazu bei. Romantik ist ausgespart.


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8martin

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Bewertung1.0Ärgerlich

Bereits der Vorspann verheißt, dass es in ’schweres Geläuf’ geht. Und das ist nicht übertrieben.
Bei der Verfilmung seines Romans hat Michel Houellebecq diesmal die Regie gleich selbst übernommen. Vielleicht hat es sich sonst keiner zugetraut oder war daran interessiert. Rausgekommen ist ein Film-Essay, der mit vielen Andeutungen vollgestopft ist, die sich an einer spärlichen Handlung entlangwinden. Manches ist recht konkret wie der Pauschaltourismus oder die Miss Bikini Wahl. Doch die sind vordergründiges schmückendes Beiwerk. Im Kern soll es wohl um eine Sekte gehen, die das ewige Leben im Angebot hat. In langen Dialogen und Vorträgen wird erläutert, wie der Neo-Mensch geklont werden kann. Das wird verdeutlicht, indem man diffuse, amorphe Flächen sieht, die miteinander verschmelzen. Das ist noch alles recht anschaulich und als Groteske nachvollziehbar. Aber dann schreitet der plötzlich gealterte Benoit Magimel durch eine tote Landschaft, begleitet von einem Jack Russell und erblickt in der Ferne eine farbige Afrikanerin…Ende!
Hier könnten jetzt spekulative Interpretationen ansetzen. Die müssen aber notgedrungen so nebulös sein wie die Bilder, die wir gesehen. Vielleicht ist ja die ’Möglichkeit einer Insel’ gleichzusetzen mit dem ewigen Leben!?
Möglich ist alles. Anstrengend, unklar, leicht daneben.
Vielleicht sollte man den Roman erst lesen. Aber dann braucht man den Film nicht mehr.

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Telebaum

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Bewertung0.0Hassfilm

Ein großer Schriftsteller ist nicht gleich einer großer Regisseur, zumal wenn er noch versucht, seinen eigenen Stoff zu verfilmen. Besser den Roman lesen, der ist grandios, den Film kann man sich getrost sparen.

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