Die Physiker

Die Physiker (1964), DE
Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama

- Kritiker
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5.9 Community
47 Bewertungen
3 Kommentare
Die Physiker - Bild 957305
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von Fritz Umgelter, mit Therese Giehse und Gustav Knuth

Eine groteske Komödie von Friedrich Dürrenmatt: In einer privaten Irrenanstalt sind drei scheinbar verrückte große Physiker untergebracht …


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Die Physiker

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DasM42

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Bewertung7.0Sehenswert

interessante geschichte und hehrlicher humor

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ChandlerC

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Bewertung7.5Sehenswert

Schon das Buch die Physiker bot eine spannende und interessante Geschichte, teils auch mit herrlichem Humor. Diese Filmadaption wird dem absolut gerecht. Getragen von vor allem guten schauspielerischen Leistungen, einer guten Inszenierung und vor allem fast strenger Nähe zum Buch ergibt sich ein gutes Gesamtbild.
Geschmälert wird der Genuß nur durch die größtenteils fehlende Musikuntermalung, was manchmal zwar passt, manchmal aber eher stört, und durch die ein oder andere nicht so gelungene Szene. Der Mord, etwa, wirkte nun alles andere als realistisch und lässt einen eher schmunzeln, als dass er Spannung aufbaut. Und auch Möbius Darstellung fand ich nicht durchweg gut, manchmal war er mir doch zu hölzern. Aber der Film bleibt dennoch sehenswert, vor allem für Freunde des Buchs.

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Imagination

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für den SWR verfilmte Fritz Umgelter 1964 Dürrenmatts „Die Physiker“ als Theaterstück, an dem Dürrenmatt selbst Bearbeitungen vornahm. Die Komödie dreht sich um drei scheinbar verrückte Physiker, die in einer Irrenanstalt untergebracht sind. Im Mittelpunkt steht Möbius, ihm wohnen Einstein und Newton bei.

Nicht nur innerlich ähneln die beiden Letzteren ihren Vorbildern, nein, auch äußerlich treffen Kurt Erhardt als Einstein und Gustav Knuth als Newton die beiden wegweisenden Physiker äußerst gut. Wahrscheinlich, um dem Zuschauer ein leichteres Folgen der Handlung zu ermöglichen. Allerdings sind alle Personen überaus gut getroffen; sei es die buckelige Mathilde von Zahnd, der ruhige Missionar Rose oder seine Frau – und zugleich Möbius‘ Ex-Frau – Lina Rose, die durch ihre sorgevolle Art besticht. Schauspielerisch ist das Ganze auf einem sehr hohem Niveau, was nicht zuletzt an der Widmung Dürrenmatts für Therese Giese in der Neuverfassung des Buches von 1980 zu sehen ist. Wolfgang Kieling spielt Möbius und verleiht diesem durch seinen starren, eintönigen Blick und die für die Figur kennzeichnende Betonung in gewisser Weise den Ruf des verrückten Physikers.
Die Verfilmung hält sich sehr nahe am Buch und übernimmt desöfteren ganze Textstellen. Die Regieanweisungen am Anfang der beiden jeweiligen Akte im Buch werden hier mit der sirenenbegleitenden Fahrt der Polizei zur Villa überbrückt. Im Buch schwer herauszulesen wird der Humor in der Verfilmung gut sichtbar. Ob es nun die amüsanten Gestiken und Mimiken von Therese Giese oder die wie ein Hase hüpfenden Pfleger sind; der Humor tritt nicht zu kurz auf.
Auf musikalische Untermalung wird gänzlich verzichtet. Einzig Einsteins Geige erklingt manchmal. Für die einen mag dieser Einsatz weise und symbolisch gesetzt sein, andere erkennen da so viel Sinn wie in einem Stück Knäckebrot und hätten die gähnende Leere vor spannungsgeladenen Szenen lieber mit dazu passender Musik gehabt.
Nicht zu bestreiten ist aber die grandiose Kameraführung Rolf Ammons, der mit verschiedenen Methoden und Blickwinkeln agiert. Simpel, aber effektiv. Schnelles Schwenken vermittelt Spannung und Hektik; die Kamera ist bei dem Gespräch der Physiker mit Mathilde von Zahnd hinter den Physikern auf die Ärztin gerichtet, als wenn sie ihre Geschichte auch dem Zuschauer erzählt.

Ob man das Buch nun gelesen hat und sich nur anschauen möchte, wie sich dieses als Verfilmung macht, oder ob man ohne Vorkenntnisse diese Verfilmung schaut – unterhalten wird man allemal. Die faszinierende Komödie mit unglaublicher Handlung wird durch fabelhaften Humor und herausragender schauspielerischer Leistung aller Beteiligten zu einer sehenswerten und empfehlenswerten Präsentation über die Frage nach der Ethik der Wissenschaft.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Dox

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Einfach klasse, dass man selbst zu dieser relativ unbekannten Buchverfilmung einen Kommentar findet, dem ich nur zustimmen kann. Habe das Buch ebenso wie den Film genossen.
Meiner Meinung nach sind die stilistischen Mittel in beiden Werken zu der Zeit sehr beachtenswert, da sie heute noch weitestgehend Gebrauch finden.


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