Die Sonne Satans
Sous le soleil de Satan (1987), FR Laufzeit 93 Minuten, Drama
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Keine
von Maurice Pialat, mit Gérard Depardieu und Sandrine Bonnaire
1926, ein Dorf in Frankreich: Die 16-jährige Mouchette tötet einen ihrer Liebhaber, den Marquis de Cadignan, der Mord wird jedoch als Selbstmord kaschiert. Der katholische Dorfpriester Donissan versucht, nach mittelalterlichem Vorbild das Leben eines Heiligen zu führen: Er fastet, trägt Bußgewänder unter seinem Talar und geißelt sich. Sein Vorgesetzter, der Dekan Menou-Segrais, hält voll väterlicher Sorge den Eiferer zur Mäßigung an, ist andererseits aber auch fasziniert von der Kraft und Inbrunst des jungen Mannes, in dem er ganz besondere Gaben, wenn nicht gar eine Berufung zu erkennen glaubt. Bei einem einsamen nächtlichen Fußmarsch begegnet Donissan einem reisenden Pferdehändler, der ihn zu einer Abkürzung überredet. Aber der Fremde führt den erschöpften Priester nur immer tiefer in die Einöde und offenbart sich schließlich als Satan. Der Teufel gewährt dem Geistlichen die völlige Erkenntnis seiner selbst und vermacht ihm die zweifelhafte Gabe, andere ebenso zu durchschauen. Auf dem Rückweg in sein Dorf trifft Donissan auf die frühreife Mouchette. Die junge Frau ist die Mörderin ihres Geliebten und findet seitdem keine Ruhe mehr. Donissan versucht, sie von ihrer seelischen Not zu befreien, indem er ihr alles über sie selbst erzählt. Das verzweifelte Mädchen, das in seiner Verwirrung nicht mehr zwischen Realität und Wahn zu unterscheiden weiß, flieht.
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Kommentar — Film: Die Sonne Satans
8martin Fri, 21 Nov 2008 12:09:01 -0000
Kommentar löschenUm die endlos langen Dialoge durchzustehen brauchen selbst an theologischen Fragen Interessierte ziemlich viel Geduld und Ausdauer. Zumal die verbalen Auseinandersetzungen durch abrupte Gefühlsschwankungen oder laute Schreie unterbrochen, nicht verständlicher werden.
Als junger Priester kann Gérard Depardieu wie immer überzeugen. Der kann spielen, was er will, dem nimmt man jede Rolle ab. Er will hier ein extrem gottgefälliges Leben führen (inklusive Fasten und Selbstgeißelung) Der Teufel, der ihn in der Person eines Pferdehändlers mit besonderen Gaben ausstattet, hilft ihm bei der Sinnsuche des Lebens auch nicht weiter. So stolpert er zwischen dem ihm vorgesetzten Dekan (gespielt vom Regisseur Maurice Pialat selbst), der ihm mit väterlichem Rat zur Seite steht und einem etwas sehr sonderbaren jungen Mädchen (Sandrine Bonnaire), die einen ihrer Geliebten umgebracht hat, hin und her.
Die hier diskutierten Dinge des Glaubens passen am besten in ein theologisches beziehungsweise philosophisches Oberseminar. Hier könnte man auch die Anlehnung an etwaige Stellen aus dem alten Testament herausfiltern. Oder sich über solche Aussagen wie „Die Weisheit ist das Laster der Greise“ den Kopf zerbrechen. Für Interessierte sei noch angemerkt, dass der Film eine Mischung aus Bunuel und Bergman ist.
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Kreischling Mon, 13 Feb 2012 17:34:53 -0000
Antwort löschenDie Geschichte liest sich zumindest interessant. 5.0 nur aufgrund der theologischen Komplexität, oder gibt es noch andere Gründe?