Die Spur des Fremden

The Stranger (1946), US
Laufzeit 91 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 03.02.1977

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7.8 Kritiker
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von Orson Welles, mit Edward G. Robinson und Loretta Young

Harper ist eine kleine Stadt in Connecticut mit einem namhaften College, an dem Charles Rankin Geschichte lehrt. Niemand ahnt, dass er in Wirklichkeit Franz Kindler heißt und bis Kriegsende Kommandant deutscher Todeslager war, ehe es ihm gelang, sich perfekt getarnt in die USA abzusetzen. Da kein Foto aus seiner Vergangenheit existiert und er auch sonst alle Beweisstücke vernichten konnte, fühlt er sich in Harper sicher. Am Vorabend seiner Hochzeit mit Mary Longstreet, der Tochter eines angesehenen Richters, kommen jedoch zwei fremde Männer in die kleine Stadt: Konrad Meinike und Wilson. Meinike gehörte zu Kindlers Offizieren; er wurde freigelassen in der Hoffnung, dass er den Kriegsverbrecher-Jäger Wilson auf Kindlers Spur bringen kann. Als er Rankin aufsucht, begreift dieser sofort, wie gefährlich Meinike für ihn werden könnte. Er tötet ihn und vergräbt die Leiche. Wilson schöpft Verdacht, doch um Rankin zu überführen, braucht er die Hilfe von dessen junger Frau. Sie will einfach nicht glauben, was Wilson gegen ihren Mann vorbringt, vertraut sich diesem an und bringt sich dadurch in tödliche Gefahr.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die Spur des Fremden

Candide: Film-Rezensionen.de

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8.0Ausgezeichnet

Der Handlungsstrang mag vielleicht nicht so komplex wie bei einigen seiner anderen Werke sein, doch die herrliche Bildsprache und die optischen Raffinessen alleine sind schon eine Sichtung dieses Film noir wert!

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Kommentare (5) — Film: Die Spur des Fremden

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aberaber

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Bewertung7.5Sehenswert

Eindrucksvoller Film über ein ernstes Thema.

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MrTrombone

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Bewertung7.5Sehenswert

Beeindruckender Vertreter des Film Noir. Die schleichende Realisierung Marys über das Monster, das sie geheiratet hat, ist hervorragend dargestellt. Dazu trägt insbesondere das Bild und der Schnitt bei, wohingegen die musikalisch Untermalung aus heutiger Sicht etwas überzeichnet wirkt.
Während Anfang und Schluss äußerst spannend daherkommen, schleicht sich zwischenzeitlich die ein oder andere Länge ein, was schade und verwunderlich ist bei einem 90-Minuter. Trotzdem sehenswert.

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Sonse

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Bewertung7.0Sehenswert

NS-Kriegsverbrecher versucht sich in einer US-Kleinstadt und einflussreichen Familie unter anderem Namen zu verstecken, doch ein Ermittler ist ihm auf den Fersen... Nicht der beste Film von Welles und es wundert mich auch nicht warum er ihn in seinem Werk am geringsten schätzte, obwohl es sein einziger Film war, der mit Profit aus den Kinos kam.

Die Story ist holprig, die Dialoge ebenso und vor allem gehen für mich die Thriller-Elemente nicht so recht mit dem persönlichen Drama zusammen, wie sie es sollten. Letzteres, nämlich das Kindler/Rankin die Liebe seiner Frau ausnutzt und sie manipuliert, ist der eigentliche Kern des Films, der leider nicht genug entwickelt wurde. In diesem Zusammenhang wäre eine Besetzung von Agnes Moorehead in der Ermittlerrolle, wie Welles sie plante, bevor ihm das Studio den natürlich dennoch guten Edward G. Robinson vorsetzte, ebenfalls spannender gewesen, da dies vermutlich zu einer ganz anderen Konstellation der drei Hauptcharaktere geführt hätte.

Dennoch hat "The Stranger" seine Momente und vor allem muss man den Film in seiner Zeit begreifen, was ihn durchaus bedeutender macht. So war dieser Film im Jahr 1946 der erste nach dem Zweiten Weltkrieg der echte Bilder der Konzentrationslager zeigte.

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filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Orson Welles' Regieprojekt wirkt wie eine leichte Fingerübung und ist besonders aufgrund seiner Bildsprache ein typischer Vertreter des Film noir der 40er Jahre. Als Motiv für das Handeln des Hauptdarstellers, der von Welles selbst gespielt wird, dient die Vertuschung seiner Vergangenheit als NS-Kriegsverbrecher, was eigentlich nur als Aufhänger der Erzählung dient und dessen Thematik nicht groß weiter vertieft wird. Ziemlich schnell werden so die Positionen von Täter und Opfer klar, von Ermittler- wie auch Täterseite erfährt der Zuschauer jederzeit das Vorgehen. Besonders wenn der Film dem Finale zugeht, schafft es Welles, eine ungeheure Spannung aufkommen zu lassen. Für Anhänger des Genres sicherlich ein Blick wert!

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neumann2000

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr eindrucksvoller und spannender Anti-Nazi-Film. Dürfte so manchem unbekannt sein, da zu Unrecht sehr selten gezeigt, bzw. im Spätabendprogramm. Klasse E. G. Robinson.

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