Die toten Augen von London

Die toten Augen von London (1961), DE
Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 28.03.1961

5.8 Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.5 Community
158 Bewertungen
9 Kommentare
Die toten Augen von London - Bild 5778165
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von Alfred Vohrer, mit Joachim Fuchsberger und Karin Baal

Wieder einmal treibt ein Serienkiller in London sein Unwesen. Diesmal stehen ausschließlich ältere, reiche Herren auf der Abschußliste, und Inspektor Larry Holt hat auch schnell einen Verdacht: Es sieht so aus als ob eine Gruppe blinder Hausierer hier beteiligt ist. Um mehr herauszufinden schleust er Nora Ward als Krankenpflegerin in ein Blindenwohnheim ein. Ihr kommt Paul Dearborn, Leiter des Heims, spanisch vor.


Cast & Crew


Kommentare (9) — Film: Die toten Augen von London

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Georg Z.

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Bewertung4.0Uninteressant

Biedermeierkrimi der Sechziger in Reinkultur: Joachim Fuchsberger als geschniegelter Ermittler mit Charme, Eddi Arent als sein strickender Kollege sowie Karin Baal als eindimensionale, hilfsbedürftige Blondine machen sich auf die Suche nach dem Phänomen der toten Augen von London, als auffällig oft reiche Ausländer den scheinbar immer gleichen Unfalltod sterben. Das neblig-kalte, nächtlich-gespenstige London wird als außergewöhnliche Kulisse gleich nach den ersten Minuten entsorgt, jegliche Spannung in uninspirierte Treppenhäuser und Wohnzimmer gestopft. Ein blinder Fettsack mit Haarwuchsproblemen und den Augen eines Untoten soll für Suspense sorgen - aber plump verträgt sich mit Wallace nicht, ebenso wie der nur mäßig interessante Reigen an Verdächtigen. "Die toten Augen von London" lässt schlichtweg jeden Grusel missen, da hilft auch die obligatorisch ungeschickt zusammengeschusterte Liebesgeschichte oder der ein oder andere Kalauer nicht.

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eXonic

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Nummer 5 unter den Edgar Wallace Filmen gilt heute nicht nur als einer der besten der gesamten Reihe, sondern war auch von großer Bedeutung für zwei Männer, die die darauffolgenden Romanadaptionen so sehr prägen sollten wie nur wenige andere: Alfred Vohrer und Klaus Kinski kamen zu ihren ersten Wallace-Einsätzen - bei Vohrer folgten noch 13, bei Kinski 15 Beteiligungen. Premiere feierte ebenso der Gebrauch von Farben, die zwar auf den Titelschriftzug beschränkt waren, machten jedoch deutlich, dass schwarz/weiß kein Muss mehr war, aber trotzdem weiterhin nach dem alten Erfolgsrezept verfahren wurde. Auch die Story um eine Bande Blinder, die reiche Männer ertränkt und dies nach einem selbstverschuldeten Unfall aussehen lässt, um über Umwege an die Lebensversicherung der Wohlhabenden zu gelangen, ist einmal mehr so typisch Wallace wie Joachim Fuchsberger als Inspektor und Eddie Arent als sein Gehilfe. Letzterer ist natürlich wieder für einige Lacher gut, verkommt aber nicht zum slapstickhaften Kasper wie in anderen Filmen der Reihe und besticht dagegen mit schwarzem Humor: „Empörend! Wird in diesem Land denn überhaupt niemand mehr erschossen?“

An der Seite der beiden Ermittler darf selbstverständlich auch nicht eine aufreizende Dame fehlen – in diesem Fall Karin Baal -, die ein ums andere Mal von Bösewichten wie Ady Berber als bedrohlich wirkender, weiße Kontaktlinsen tragender Blinder Jack gerettet werden muss. Was wäre aber ein Wallace-Film, wenn unter den Charakteren nicht noch einige andere zwielichtige Gestalten zu finden wären? „Die toten Augen von London“ hat in Form des bereits genannten Klaus Kinski mit lässiger Sonnenbrille, Dieter Borsche, Wolfgang Lukschy und Harry Wüstenhagen genügend davon zu bieten. Wer die Fäden in der Verbrecherorganisation zieht, soll dadurch schwerer zu erraten sein, doch 50 Jahre nach der Uraufführung funktioniert dies leider nicht mehr ganz. Trotzdem bleibt Vohrers Film auch heute noch spannend, teilweise sogar recht gruselig, wenn der Blinde Jack begleitet von tiefen, düsteren Bässen oder Beethovens 5. Sinfonie seinen Befehlen folgt und den Wallace-Fan Jahrzehnte später immer noch prächtig unterhält.

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Joe Gillis

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Bewertung7.0Sehenswert

»Ist es wahr, daß die Mortadella von Blinden gemacht wird?« fragte einst der Surrealist Benjamin Péret. »Die toten Augen von London« gibt hierauf keine Antwort – in Alfred Vohrers nebeldurchzogener erster Edgar-Wallace-Adaption beschäftigen sich die Blinden (unter ihnen Ady Berber, der österreichische Tor Johnson) nicht mit der Herstellung schmackhafter Wurstwaren sondern, im Auftrag geldgieriger Hintermänner, mit der gewinnbringenden Ersäufung reicher älterer Herren. Neben dem effektsicheren Regisseur geben auch Klaus Kinski (als dubioser Sekretär mit dunkler Vergangenheit und verspiegelter Sonnenbrille) sowie Kameramann Karl Löb, der wie kaum ein anderer deutscher Bildformulierer der 1960er Jahre das reißerische Helldunkel des Vulgärexpressionismus zu forcieren weiß, ihr erfreuliches Reihendebüt. Dazu: Karin Baal als blonde Unschuld, Wolfgang Lukschy als sinistrer Versicherungsmakler und der integre Dieter Borsche als (sich selbst) wohlwollender Reverend.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

der cineast

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Ein Klassiker. 9 Punkte.
Treffend Joe.


Joe Gillis

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Danke! :)


Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Sicherlich einer der besseren Wallace-Filme, allerdings so richtig gruselig wirkt das Ganze aus heutiger Sicht dann doch nicht.

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Dead_Eye_Dodo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genialer Krimi, auch heute noch sehr interessant. Gerade schauspielerisch vom Feinsten!

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FordFairlane

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannend und Unheimlich!

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alanger

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Bewertung7.0Sehenswert

der düsterste wallace.

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julika

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach herrlich. Eineinhalb Stunden Spannung. Einer der besten Filme.

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doctorgonzo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Und noch ein toller Wallace-Film.Hier paßt wieder einmal alles...

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