In der Hitze der Nacht
In the Heat of the Night, US 1967
- Genre
- Thriller, Sozialdrama, Polizeifilm, Detektivfilm
- Inhalt
Der schwarze Mord-Detektiv aus Philadelphia, Virgil Tibbs, wird auf der Durchreise in einer Südstaaten-Kleinstadt selbst für den Mörder eines weißen Industriellen gehalten. Als sich seine Unschuld herausstellt, arbeitet er mit dem engstirnigen… — Mehr
Der schwarze Mord-Detektiv aus Philadelphia, Virgil Tibbs, wird auf der Durchreise in einer Südstaaten-Kleinstadt selbst für den Mörder eines weißen Industriellen gehalten. Als sich seine Unschuld herausstellt, arbeitet er mit dem engstirnigen Sheriff an der Klärung des Falles zusammen. Dieser verhindert die Ermittlungen eher, als dass er sie voranbringt. Keiner kann den Fall jedoch alleine lösen. Schließlich reißen sie sich zusammen, legen bestehende Vorurteile beiseite und nehmen den Kampf mit der Zeit zur Aufklärung der schrecklichen Wahrheit auf.
- Cast
- James Patterson, Sidney Poitier, Matt Clark, Beah Richards, Larry Gates, William Schallert, Rod Steiger — Mehr
- Regisseure
- Norman Jewison
- Autor
- Stirling Silliphant
- Laufzeit
- 109 Minuten
- Ort
- Südstaaten
- Handlung
- Afroamerikaner, Mord, Polizeichef, Polizist, Rassismus
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Kommentare — Sehenswert 7.9
Der Film In der Hitze der Nacht wurde von 297 Mitgliedern bewertet.
cannibal83 2010/01/23 12:50:52
Darbon 2010/01/23 01:45:44
In Tansania werden heute Albinos geschlachtet von den - oops, sagt man zu den demoskopisch überlegen dunkleren Tansanianern, die das Andersartige metzeln, jetzt Grabower und Schwarze?! Rassismus im Kino ist oft und zurecht ein hartes Drama; hier, in der "Hitze der Nacht", ist es nie aufringlich heiß oder schwül. Wie der Frühling, wie ein Tauwetter, ist dieser gerissene Film im Gewand eines Südstaatenkrimis. Denn Mr. Tibbs kommt ins Kaff.
Lee Grant glänzt als Witwe, die eine rassistische und längst im verdienten Elend versumpfte Kleinstadt sich selbst überlassen wird, wenn nicht der Afroamerikaner Mr.Tibbs die Ermittlungen im Mord an ihrem Mann übernehmen wird. Lee Grants Rolle ist dann auch unter all den Weißen die einzige Ausnahme in diesem Tümpel aus Rassisten. Dass die Industriellen-Witwe, von deren Bleiben oder Gehen Gedeih und Verderb des Südstaatennestes abhängt, die Fäden ziehen darf, bietet Sidney Poitier und Rod Steiger ein Duell, bei dem es letztlich egal bleibt, wer der Mörder ist. Und dass neben Poitier, Steiger, Grant und dem begnadeten Warren Oates der Cast bis in die letzte Reihe exzellent ist, hebt das Vergnügen enorm.
Die Verhöhnung der Rassisten ist unentwegt eine enorm amüsante Katharsis, denn Norman Jewisons Meilenstein des Kinos ist durchweg eine erquickliche Ohrfeige in die feisten Gesichter der ehemaligen Sklavenhalter. Da darf unentwegt maliziös laut gelacht und noch mehr gekichert werden.
Dass der Mörder am Ende quasi aus dem Hut gezaubert wird und dazu akrobatisch verrenkt von einem menschlichen Fragezeichen gespielt wird, spielt ja kaum eine Rolle, denn ein Fragezeichen als McGuffin, das fiel selbt Hitch nicht ein. Es sei denn, der Interpret der Rolle hat tatsächlich eine seltene Biegung der Wirbelsäule. Müssen wir jetzt unsere Aussitz-Kanzlerin unentwegt halbbucklig attributieren, weil Barack Obama korrekterweise nicht schwarz sondern halbschwarz ist?
Und was, wenn eine Stadt wie Dessau, in der fette weiße Weiber sagen dürfen "dass der Neger abends auf die Straße geht und dann totgeschlagen wird, da isser doch selbst schuld", eine Industriellen-Witwe wie Lee Grant hätte?! Es gibt da noch weitaus mehr Orte hierzulande, die dem Südstaatenkaff Sparta erschreckend gleichen.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
patcharisma 2010/01/23 02:13:13
Groovy! Der Darbon vergibt eine 10! Also, wenn das keine Werbung für den Film ist, weiss ich auch nicht mehr weiter! *smile* & thank you dearly!!
Rezerwat 2009/12/26 22:23:19
Bis Heute ein MEISTERWERK !!!
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Ansehen: In der Hitze der Nacht
Photos: In der Hitze der Nacht
Lieblingsfilm von:
Der Film In der Hitze der Nacht gehört zum Genre Thriller, Sozialdrama. Regie führte Norman Jewison.
French Connection - Brennpunkt Brooklyn

Der Beginn fühlt sich an wie bei Hitchcock. Man wird mitgenommen auf eine atmosphärisch äusserst dichte Streifenpolizisten-Patrouille und landet am Ende dieser Fahrt bei einer Leiche. "Wer für diese Tat verantwortlich ist?" ist jetzt natürlich die Frage.
Recht zügig hat man einen Verdächtigen gefunden, der als Schwarzer natürlich gleich doppelt ins Bild passt. Seine Vernehmung stellt sich jedoch ebenso schnell als Fehler heraus. Mit dieser Szene bringt uns "In der Hitze der Nacht" schließlich dem zweiten Thema nahe, das uns über diesen Film begleiten wird: Der Rassismus.
Rassenhass ist ein wichtiges Thema, das sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart, im Kino aufgearbeitet wurde bzw. wird. Die Kunst hierbei liegt darin nicht zu sehr mit der Moralkeule zu schwingen, weil zu viel gewollter Schock und übermässige Betroffenheit ziemlich schnell auch mal in Lächerlichkeit endet (L.A. Crash).
Vielleicht ist es das was diesen Streifen hier so besonders macht. Der Rassismus ist Teil dieses Films, löst die Mördersuche irgendwann fast als Hauptthematik ab, wirkt aber niemals aufdringlich oder gar gewollt, und teilweise schwingt da auch eine ganze Menge Humor mit. Ebenfalls interessant das man Sidney Poitier's Charakter nicht gänzlich in die Opfer-Rolle zwängt, und man damit nicht nur die Vorurteile der Weissen behandelt.
Einzig die Auflösung der Mordes bleibt vielleicht ein bisschen hinter den Erwartungen zurück. Jedoch wird man von diesem Film mit seinem durchweg grossartigen Cast, sehr passender musikalischer Untermalung und dem nicht zuletzt glänzenden Drehbuch bis dorthin hervorragend unterhalten.
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