Die Spur des Falken

The Maltese Falcon (1941), US Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 31.07.1947


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8.0
Kritiker
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7.2
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34 Kommentare
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von John Huston, mit Humphrey Bogart und Mary Astor

Der stilbildende, schwarze Detektivfilm Die Spur des Falken von John Huston markiert der Beginn des klassischen ‘Film Noir’.

Das Regiedebüt von John Huston ist gekennzeichnet durch eine düstere Atmosphäre des ständigen Misstrauens.
In dieser Welt lebt der von Humphrey Bogart gespielte Privatdetektiv Sam Spade. Einerseits tritt er als Beschützer der Schwachen und Hilflosen auf, andererseits ist er ebenso ein Antiheld wie alle anderen in seiner Umgebung. Er lügt und betrügt, was das Zeug hält, und hat wenig Probleme damit, andere zu hintergehen oder ans Messer zu liefern, sofern dies seinen Interessen dient. Seine Welt ist die der Nachtclubs und Spielhöllen.
Todesfälle in seiner Umgebung stören ihn kaum. Als sein Kollege hinterrücks ermordet wird, lässt der private Ermittler sogleich die Namensschilder der Detektei austauschen. Ihn interessiert lediglich der wertvolle Malteser Falke. Hinter der Statue ist nicht nur Sam Spade her, sondern auch die verführerisch-undurchsichtige Brigid O’Shaughnessy (Mary Astor), der zwielichtige Joel Cairo (Peter Lorre) sowie der sinistre Verbrecherboss Kasper Gutman (Sydney Greenstreet).

Hintergrund & Infos zu Die Spur des Falken
Die Spur des Falken markiert den Beginn des klassischen ‘Film noir’, der Hollywood die nächsten beiden Jahrzehnte stark beeinflussen sollte.
Die Spur des Falken etablierte durch Brigid O’Shaughnessy die ‘Femme fatale’, das blonde Gift, in Hollywood. Ebenso hat der von Dashiell Hammett und Raymond Chandler erschaffene Typ des ‘Hard-boiled Detective’ bis heute Bestand.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Spur des Falken
Genre
Detektivfilm, Film Noir, Mysterythriller, Drama, Thriller
Ort
San Francisco
Handlung
Betrug, Bett, Bushaltestelle, Detektiv, Eifersucht, Femme Fatale, Feuer, Gier, Habgier, Hafen, Hotel, Hotellobby, Klassiker, Kriminalität, Kuss, Mord, Männlichkeit, Mörder, Ohrfeige, Partner, Pistole, Polizei, Polizeisirene, Rauchen, Schuss, Spionage, Statue, Sterben und Tod, Suche, Tatort, Taxi, Verlust des Ehemannes, Verrat, Witwe, Zigarette, Zynismus
Stimmung
Aufregend, Ernst, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Klassiker
Verleiher
UIP
Produktionsfirma
First National Pictures Inc., Warner Bros.

Kommentare (31) — Film: Die Spur des Falken


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aberaber

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Bewertung9.0Herausragend

Der Klassiker des Film Noir-Films. Nach der fantastischen Vorlage des Großmeisters des hard-boiled Private Eye-Genre Dashiell Hammett. Großartige Schauspieler, insbesondere der unvergleichliche Peter Lorre, sorgen dafür, dass die wenigen Längen und einige Inkonsistenzen im Film kaum ins Gewicht fallen. Ein Meilenstein, auch für die Karriere von Bogart und Huston.

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Jomo

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Bewertung5.5Geht so

Als Männer noch echte Männer waren.

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kidhan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Atmosphärisch überragendes Werk. Mann sitzt von der ersten bis zur letzten Minute gebannt davor, bemüht keine Szene, keine Mimik, keine Gestik, kein Wort zu verpassen. Und das ist bei einem (beinahe) reinen Dialogfilm eine ganz schöne Herausforderung. Aber es lohnt sich. Humphrey ist schon ne coole Socke. Aber Peter Lorre stellt irgendwie wie so oft alles in den Schatten. Dafür muss er gar nicht viel tun. Er muss nur da sein, ein paar Worte sagen, ein bischen gucken und schon habe ich (im positivsten Sinne) eine Gänsehaut!

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Spearman

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Bewertung7.0Sehenswert

Klassischer Film mit Humphrey Bogart. Schwer zu vergleichen mit modernen Blockbustern, aber immer noch gut. Selten sieht man einen so coolen Detektiv, der alles ziemlich gleichmütig hinnimmt, vermutlich, weil ihm alle menschlichen Abgründe schon bekannt sind.

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Cayopei

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kurzfassung:
When you're slapped, you'll take it and like it. (...)

I hope they don't hang you, precious, by that sweet neck. Yes, angel, I'm gonna send you over. The chances are you'll get off with life. That means if you're a good girl, you'll be out in 20 years. I'll be waiting for you. If they hang you, I'll always remember you.

Das, meine Damen und Herren, das ist Kino.

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Bogie mal wieder cooler als das Eis in seinem Drink. Peter Lorre spielt mindestens genauso gut und auch die düstere Atmosphäre passt perfekt zu den zwielichtigen Charakteren und ihren hinterlistigen Machenschaften. Einer der ersten, wenn nicht sogar der erste Vertreter des klassischen Film noir und ein echt starkes Regiedebüt von John Huston, das mit dem titelgebenden Falken außerdem auch ein gutes Beispiel für einen MacGuffin parat hat.

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Daymare

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

You May Be Cool, But You'll Never Be Humphrey Bogart Playing Sam Spade Cool!

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.0Sehenswert

Durch die gute Idee des Mottotages bei Moviepilot, der sich heute mit dem Thema Filmnoir befasst, habe ich mir heute Abend noch einmal den ,,Urvater" des Genres angesehen.
Filmnoir finde ich von der Stimmung, die vermittelt wird, immer äußerst interessant und einige Vertreter des Genres schaffen es mich zu beeindrucken und manche nun einmal weniger. ,,Die Spur des Falken" hat meiner Meinung nach ein paar kleinere Schwachstellen aber war für mich trotzdem ein guter Film, den man vor allem Fans von Humphrey Bogart, der hier in jeder einzelnen Szene(außer einer sehr kurzen, in der der Mord geschieht)vorkommt!

Bogart gehört für mich ohne Zweifel, zu den positiven Punkten des Streifens, der Mann ist zu Recht eine Hollywoodlegende, den seine Rolle als kompromissloser Detektiv verkörpert er hier ziemlich authentisch und durch seine coole Performance, schafft er es einen Großteil des Streifens zu tragen!
Auch mit der ganzen restlichen Optik des Filmnoirs kann ich hier sehr gut was anfangen, die schwarz/weiß Optik, tiefergehende, verschlossene Charaktere und eine 30er Jahre Großstadt mit passender Musik untermalt!
Das hat mich alles sehr gut unterhalten, da das Grundgerüst des Films perfekt war aber die ganze Geschichte fand ich selbst leider nicht sonderlich spannend und auch die Charakterzeichnung einiger Nebenfiguren kam mir selbst etwas unglaubwürdig vor.
Die Auflösung des Films ist auch noch sehr gut gelungen und man kann den Kultstatus, von ,,Die Spur des Falken" nachvollziehen, doch für mich als Nichtkrimifan, war der Streifen nicht unglaublich mitreißend und ohne den erinnerungswürdigen Humphrey Bogart, würde ich selbst wohl auch weniger Punkte geben!

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The Freewheelin Fonda

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Oh auch damals wurde sicher einiges an Müll produziert, der nicht sehenswert ist ;)
Wenn ich irgendwann mal gaaaaaaaaanz viel Zeit habe, werde ich aber alle Streifen mit Humphrey bogart, versuchen zu sehen. Den Typen finde ich nicht erst seit Casablanca beeindruckend :)


The Freewheelin Fonda

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Ist ja schön wenn du ihn toll findest, ich mag ihn ja auch, ne 7 ist schon ne gute Wertung aber für mehr hats halt nicht gereicht und für mich hat er dann nunmal Schwachstellen.
Meine Bewertungen sind alle subjektiv, ich weiß nicht wie die das bei imdb machen, wenn ich dem STreifen jetzt wegen seinem großen Beitrag fürs Filmnoir ne herausragende Wertung geben müsste, obwohl er mich nur 7 Punkte mäßig unterhalten hat, wär das ja wohl kaum nachvollziehbar.
Was du mit den Beispielen von anderen Filmen in dem zusammenhang sagen willst, erschließt sich mir jedoch nicht ganz?

Wie gesagt, vlt. ist der Streifen perfekt(was ist schon perfekt) wäre ich ein Kritiker müsste ich ihm dann mehr Punkte geben, so steht dem die 7 schon ganz gut ;)


ezemeze

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Bewertung4.5Uninteressant

Würde man den Film nicht als Anfang der Weggabelung zum Film Noir betiteln, wäre er schon längst in Vergessenheit geraten. Neben "The Lady from Shanghai" einer der überbewertetsten Filme überhaupt.

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movie.max

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Bewertung4.5Uninteressant

Lorre und Bogart sind weit über erstklassig.
Ansonsten: Wegweisend, cool, zieht sich wie Ofenkäse.

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Brotkind

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

100 unglaublich aufregende Minuten. Ich verneige mich vor John Huston für das geniale Drehbuch und die tolle Inszenierung. Immer wenn es den Anschein hat, als käme die Geschichte zur Ruhe, lässt eine neue Wendung den Puls wieder steigen. Dazu kommen noch die herausragenden Leistungen von Humphrey Bogart, dessen Interpretation des Privatdetektivs bis heute Gültigkeit hat, und Peter Lorre. Diesen beiden hochtalentierten Schauspielern zuzusehen ist eine Freude für jeden Cineasten.

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guggenheim

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr unterhaltsam, dieser Urvertreter des Film Noir. Allerdings unterscheidet sich die deutsche Synchro & musikalische Untermalung schon arg vom Original, wenngleich ich sagen muss, dass auch die übersetzte Fassung einen gewissen Charme besitzt. Es gibt aber deutliche Unterschiede die Atmosphäre betreffend, wobei Bogart so oder so extrem cool rüberkommt.

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robertpires27

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tja "Filmkenner"..,Spades Reaktion auf den Tod seines Partners ist keineswegs unglaubwürdig...Einfach nochmal anschauen denn eine Erklärung ist wirklich nicht nötig wenn man den Film genau liest....


Filmkenner77

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Vielleicht in einigen Jahren noch einmal. Der Film konnte mich so gar nicht begeistern. Wenn man als Zuschauer so gar kein Interesse am Protagonisten entwickelt, ist das immer eine schlechte Basis.


ElMagico

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Bewertung6.5Ganz gut

So das wäre er also, der erste Film Noir. Ein Genre mit dem ich bisher wenig Berührungspunkte hatte und das mir in erster Linie Filme in Erinnerung ruft, die ich als Kind bei ARD und ZDF gesehen habe...und mit denen ich meist wenig anfangen konnte.
Kann die Mutter dieses Genres da Abhilfe schaffen? In meinem Falle nicht wirklich, denn obwohl "The Maltese Falcon" ein unterhaltsamer, ziemlich flotter und zuweilen auch durchaus spannender Kriminalfilm ist, stören mich doch einige dieser Attribute die einen Film Noir auszeichnen. Dies mag auch daran liegen, dass z.B. die Düsternis und Realitätsnähe aus heutiger Sicht oft schon unfreiwillig komisch sind. Das ist oft so betont grimmig, versprüht 2012 aber eher das Flair einer lockeren Gaunerkomödie. Bei anderen Filmen kann ich dieses Generationsproblem durchaus ausblenden, hier gelang mir dies jedoch kaum. Andererseits empfand ich "The Maltese Falcon" als dann doch völlig in Ordnung für das, was ich in ihm sah. Die erwartete Schwere und Dunkelheit konnte er mir jedoch nicht geben.
Insgesamt fehlten mir dann aber doch die Höhepunkte und schon allein das er dem Test der Zeit nicht wirklich standhält, lässt ihn nicht zu einem der ganz grossen Filme werden. Zwar hat "The Maltese Falcon" seine Momente, diese bleiben aber tatsächlich Momente, während das ganze etwas zerrissen und zu lakonisch wirkt. Auch was filmtechnische Aspekte betrifft, schafft es der Film nie die Note Gut zu übertreffen. All seine optischen und auch dramaturgischen Errungenschaften hat man halt im Nachhinein um einiges besser gesehen. Es gibt Filme wie "Sunset Blvd." und in dieser Liga spielt "The Maltese Falcon" einfach nicht für mich.
Positiv herausheben will ich aber noch Sydney Greenstreet als Kasper Gutman, der ganz hervorragen und intensiv sein Figur eben jene Dunkelheit, jenen Zynismus und jene Negativität verleiht, die ich mir von "The Maltese Falcon" erhofft hatte, aber leider nicht gefunden habe.
PS: Hab den Film danach nochmal synchronisiert gucken wollen...musste aber nach 30 Minuten passen. Erstens ist der Film hier fast schon wirklich vollständig zur (relativ blödsinnigen) Komödie transformiert worden und zweitens treibt einen die Musik völlig in den Wahnsinn. Hier wird in den ernstesten Momenten fröhlich drauflos geswingt, dass man lange der Meinung ist, irgendetwas am DVD-Player falsch eingestellt zu haben oder sich eine Fehlpressung gekauft zu haben. Also: Deutsche Version meiden!

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Feral Wolf

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Bewertung9.5Herausragend

Bis auf die fehlende Flitcraft story die perfekte Buchadaption!

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Puni

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Diesen Noir-Klassiker kann man eigentlich jedem Krimi-Fan ans Herz legen. Zwar kein umunstößliches Meisterwerk, aber als an Filmgeschichte interessierte Filmliebhaber kommt man hier eigentlich nicht dran vorbei. Einziger Negativpunkt ist die teils fehlende Spannung, die wird vom Drehbuch und von den Schauspielern aber locker wieder wettgemacht.

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Marti DiBergi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Blaupause des Film Noir kommt meist noch sehr humorvoll rüber. Bogart darf Spüche klopfen ohne Ende, und sein benehmen als ganzes lässt selbst den modernen Zuschauher anmerken:"Darf der das?".
"The Maltese Falcon"(Der deutsche Titel und die deutsche Synchro sollte man tunichst vermeiden) bietet beben dem filmhistorischen Wert auch eine unterhaltsame Geschichte gefüllt mit markanten Charakteren.

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dae-su

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Ur-Film Noir, Klassiker des Genres, Pflichtlektüre für jeden, der sich als Filmkenner bezeichnet und dabei auch nach heutigen Sehgewohnheiten noch gut. Wie so oft in seinen Filmen darf Humphrey Bogart einen zitierfähigen Spruch nach dem nächsten raushauen und dazwischen verwegen gucken, verschiedenste Frauen küssen, rauchen und saufen. Dazu kommt eine Geschichte, die für die damalige Zeit schon erstaunlich komplex mit Erzählzeit, erzählter Zeit und Leinwandzeit spielt - der titelgebende Schatz ist 500 Jahre alt, wurde schon Jahre vor Handlungsbeginn des Films von seinen Figuren gesucht und gejagt und Bogarts Sam Spade stellt im Grunde mehr eine Zwischenstation der Geschichte des Maltese Falcon dar, als dass es andersrum wäre. Insofern muss auch Drehbuchautor Dashiell Hammott lobende Erwähnung finden, der sich gegen die damalige Hollywoodkonventionen stellt und auf das simple Kausalprinzip seiner Handlungsstruktur verzichtet.

Klar gehört auch Geduld dazu, wenn man einen Film aus den 40er Jahren sieht. Und über Frauenbilder sollte man vielleicht lieber auch nicht nachdenken. THE MALTESE FALCON allerdings ist da bemerkenswert gut gealtert. Die starke Besetzung (allen voran Peter Lorre als Joel Cairo und Sydney Greenstreet als Kasper "Fat Man" Gutman), die brillanten Dialoge und letzlich John Hustons zurückhaltende, effektive mise en scène verhelfen diesem Stück Filmgeschichte aber völlig zurecht zu seinem Legendenstatus.

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Lorion42

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Bewertung6.0Ganz gut

Schlechte Schauspieler, schlechte Synchro und mieserabler Soundtrack zerstören einen eher kurzweiligeren alten Schinken. Das gute Drehbuch allein, ist gerade mal die 6 Punkte wert, ansonsten hat der Film aus heutiger Sicht keinen Mehrwert.

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Lorion42

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Mein Kommentar da oben sollte provozieren - ganz klar. Ich mag Bogart und sein Spiel nicht. Ich hätte vielleicht sagen sollen, er konnte mich ebenso wie fast alle Nebenrollen hier nicht überzeugen.
Zu deiner Liste: Metropolis, Sonnenaufgang und Fahrraddiebe find ich großartig. Zauberer von Oz, Nosferatu, La Strada und Lawrence ganz gut. Aguirre und Achteinhalb haben mir gar nicht gefallen. Die anderen beiden muss ich irgendwann nachholen.
Ich finde nicht, dass du intolerant bist, sondern vorurteilsbehaftet. Wie kann man so viele Filme so gut finden... du scheinst komplett anders zu bewerten als ich. Könnte mir vorstellen, dass Fahrraddiebe uns beiden gleich gut gefallen hat. Bei mir ist das aber eine 8 bei dir eine 10.


Lorion42

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Ich geb schon Wertungen von 1 bis 4 aber auch nur selten. Dazu muss mich der Film schon in irgendeiner Form aufgeregt haben. Ich bewerte grundsätzlich alles hier was ich gucke, da ich die Seite auch ein klein wenig als Protokoll nutze, was ich schon kenne und was nicht. Avatar hab ich sogar 7 Punkte gegeben. Große Tiefe oder Subtilität hat er nicht, aber wenn man einfach nur zuguckt, kann man sich unterhalten lassen. Im Vergleich zu den 6 Punkten hier, wirkt das vielleicht etwas komisch, aber es sind dann unterschiedliche Punkte, die zu den Wertungen führen. Ich gehe immer von 5 Punkten aus und überlege dann was mir gut gefallen hat und was schlecht und dafür gibt es dann Punkte obendrauf und wieder runter. Letztendlich landet dann fast alles bei 6-8 je nach Color ;)
Ich analysiere auch grundsätzlich alle Filme die ich gucke. Selbst Avatar hat gewisse Dinge, die er erzählen will. Mir geht es hauptsächlich aber um den Inhalt und seltener um den Stil. Dementsprechend bin ich zwar auch von Licht und Schatten bei den expressionistischen deutschen Stummfilmen beeindruckt, vermisse dann aber z.B. bei Caligari das Mitreißende und durch das aufgedrückte Ende auch irgendwie die Quintessenz.
Ich würde aber niemals sagen, dass Caligari oder die Spur des Falken schlechte Filme sind. Sie haben aber einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Und dann kann es schon mal passieren, dass ich Avatar, der nicht mal Anstalten macht diese Filme inhaltlich zu übertrumpfen, trotzdem höher bewerte. Und ich kann jeden verstehen, der ihm keine 5 Punkte geben würde.
Ich denke Imdb und Moviepilot unterscheiden sich nicht groß. Die 0 Punkte hier sind eine Wertung wie jede andere auch. Eine Enthaltung ist durch das "Interessiert mich nicht" Flag gegeben. Ich bin hier, da ich die Leute hier mag und auch weil alles ein klein wenig familiärer und überschaubarer ist als auf der großen Seite. Und weil ich auf deutsch einfach besser schwafeln kann. Dass großartige Filme wie Sunrise hier nicht die Wertung bekommen, die sie verdienen, ist mMn nicht die Schuld der Seite.


plattfuss69

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Bewertung5.0Geht so

Ich kann solch ollen Kamellen leider nichts abgewinnen. Als Museumsmeisterwerk vielleicht ganz gut, aber mir doch ein bisschen zu altmodisch.

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Filmkenner77

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Bewertung5.0Geht so

Höchst durchschnittlicher Auftakt der Schwarzen Serie, der zudem in der deutschen Fassung mit unpassender Musik unterlegt wurde. Stilistisch versteht Huston, der sein Regiedebüt gibt, sein Handwerk, aber schauspielerisch und erzähltechnisch ist der Film meilenweit von anderen Genreklassikern entfernt. Zudem ist der Film teilweise langatmig und sehr dialoglastig geraten, ohne die Story wirklich voranzutreiben.

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