Die Spur des Falken

The Maltese Falcon (1941), US Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 31.07.1947

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7.9
Kritiker
38 Bewertungen
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7.2
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29 Kommentare
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von John Huston, mit Humphrey Bogart und Mary Astor

Der stilbildende, schwarze Detektivfilm Die Spur des Falken von John Huston markiert der Beginn des klassischen ‘Film Noir’.

Das Regiedebüt von John Huston ist gekennzeichnet durch eine düstere Atmosphäre des ständigen Misstrauens.
In dieser Welt lebt der von Humphrey Bogart gespielte Privatdetektiv Sam Spade. Einerseits tritt er als Beschützer der Schwachen und Hilflosen auf, andererseits ist er ebenso ein Antiheld wie alle anderen in seiner Umgebung. Er lügt und betrügt, was das Zeug hält, und hat wenig Probleme damit, andere zu hintergehen oder ans Messer zu liefern, sofern dies seinen Interessen dient. Seine Welt ist die der Nachtclubs und Spielhöllen.
Todesfälle in seiner Umgebung stören ihn kaum. Als sein Kollege hinterrücks ermordet wird, lässt der private Ermittler sogleich die Namensschilder der Detektei austauschen. Ihn interessiert lediglich der wertvolle Malteser Falke. Hinter der Statue ist nicht nur Sam Spade her, sondern auch die verführerisch-undurchsichtige Brigid O’Shaughnessy (Mary Astor), der zwielichtige Joel Cairo (Peter Lorre) sowie der sinistre Verbrecherboss Kasper Gutman (Sydney Greenstreet).

Hintergrund & Infos zu Die Spur des Falken
Die Spur des Falken markiert den Beginn des klassischen ‘Film noir’, der Hollywood die nächsten beiden Jahrzehnte stark beeinflussen sollte.
Die Spur des Falken etablierte durch Brigid O’Shaughnessy die ‘Femme fatale’, das blonde Gift, in Hollywood. Ebenso hat der von Dashiell Hammett und Raymond Chandler erschaffene Typ des ‘Hard-boiled Detective’ bis heute Bestand.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die Spur des Falken

peter-noster: Mostly Movies

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9.0Herausragend

Die deutsche Synchronisation sollte ungebingt vermieden werden. Aus dem mysteriösen Plot wird im Deutschen ein klamaukiger Quatsch, der sogar eine neue unpassende Musik verpasst bekam.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

>MARVEL<

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Wobei das bei der Synchro bei weitem nicht so eklatant ist wie beim neuen Score. Der ist wirklich unter aller Sau!



Kommentare (28) — Film: Die Spur des Falken


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JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Schnüffler, dessen Coolness die Hölle einfrieren könnte, eine Frau, die so begehrenswert wie undurchsichtig ist, ein Komplott aus Mord, Lügen und Betrug, Schein und Sein im Halbdunkel, voller kantiger Kerle, falscher Fährten und kein Platz für echte Helden. "Die Spur des Falken" von John Huston gilt als Geburtsstunde des Film Noir, ist sicherlich (und logischerweise) noch nicht fehlerfrei, wurde in der Folgezeit auch noch perfektioniert, aber seine Bedeutung für das Kino dürfte unbestreitbar sein. Und mal abgesehen davon: Selbst nach über 70 Jahren ein unglaublich gutes und mitreissendes Stück Filmgeschichte.

Der Film lebt von seiner Stimmung, seinem Flair, seiner Atmosphäre, einfach von den Dingen, die sich nicht von jedermann irgendwie hinschustern lassen, das muss funzen oder stirbt auf halber Strecke. Das ist nicht die einzige Qualität dieses Klassikers, aber sie ist sehr entscheidend. Mindestens gleichwertig ist die wendungs- und temporeiche Geschichte, in der der Zuschauer genau so unwissend herumgeschuppst wird wie Obermacker Spade, dessen Rolle von Humphrey Bogart enorm charismatisch mit Leben erfüllt wird. Heute würden sich Feministinnen, jede halbwegs emanzipierte Frau und sicher auch so einige Männer furchtbar darüber aufregen, wie lässig, fast schon abwertend und machoesk sich der Protagonist hier präsentiert, aber hey, das waren die 40er, die Rollen klar verteilt und ein Mann war ein echter Mann, wenn ihm das Testosteron durch die Nase läuft. Bogart verkörpert diese Figur so cool, präsent und im Zeitgeschichtlichem- und Genrekontext kaum ankreidbar, das sollte entspannt weggesteckt werden. Denn im Endeffekt sind die Frauenfiguren kaum besser, nur auf eine andere Art. Sie lassen sich mit billigen Kosenamen anreden, kochen aber in der angepassten Unterwürfigkeit ihr ganz eigenes Süppchen, das nur dadurch funktionieren kann. Die Waffen einer Frau, nur eben eher passiv als aktiv genutzt, fast sogar hinterhältiger.

Inszenatorisch ist Hustons Film noch eine leichte Fingerübung des Genres, dabei aber schon erstaunlich routiniert, das es kaum als solche bezeichnet werden kann. Das Spiel mit Licht und Schatten zieht mit dem Verlauf der Handlung an, wirkt dabei extrem durchdacht und niemals zufällig. Sei es das flackernde Kaminfeuer, der Schriftzug des Detektivbüros, der auf dem Boden reflektiert, die an die Wand geworfenen Schatten, alles ist geplant und für die Gesamtwirkung essentziell. Es ist so düster wie bedrohlich, ohne auf bissigen Humor zu verzichten, da schlägt der Film einen gekonnten Spagat, der sich nie negativ auswirkt. Der Plot ist treibend, interessant und jederzeit spannend, lässt genug im Halbdunkel schweben, dass jede Wendung und jedes Detail dem Drive guttut. Zeitbedingte Alterserscheiungen sind da eher charmant als negativ wirkend, was an der glasklaren Inszenierung und dem tollen Cast liegt. Neben dem Eisbären Bogart spielt sich besonders der erneut bemerkenswerte Peter Lorre in den Vordergrund, dessen Spielfreude sich automatisch auf den Zuschauer überträgt. Der typische Sidekick, der droht die Show zu stehlen, aber gegen Bogart bleibt es beim Versuch.

Ein erstaunlich cleverer, spannender Wegweiser eines Genres, großartig umgesetzt und selbst heute auf hohem Niveau, das sind Filme, die wohl ewig ihren Platz behaupten können. Ein Meilenstein mit kleinen Fehlern, die auf die lange Distanz keine Rolle spielen. Hervorragend!

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kobbi88

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Peter Lorre ♥
Für mich hat er Bogart die Show gestohlen. Naja, oder zumindest war er gleichwertig^^


MurmelTV

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Schöner Kommentar. Direkt mal vorgemerkt! :)


Hfonda15

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Bewertung7.0Sehenswert

Durch die gute Idee des Mottotages bei Moviepilot, der sich heute mit dem Thema Filmnoir befasst, habe ich mir heute Abend noch einmal den ,,Urvater" des Genres angesehen.
Filmnoir finde ich von der Stimmung, die vermittelt wird, immer äußerst interessant und einige Vertreter des Genres schaffen es mich zu beeindrucken und manche nun einmal weniger. ,,Die Spur des Falken" hat meiner Meinung nach ein paar kleinere Schwachstellen aber war für mich trotzdem ein guter Film, den man vor allem Fans von Humphrey Bogart, der hier in jeder einzelnen Szene(außer einer sehr kurzen, in der der Mord geschieht)vorkommt!

Bogart gehört für mich ohne Zweifel, zu den positiven Punkten des Streifens, der Mann ist zu Recht eine Hollywoodlegende, den seine Rolle als kompromissloser Detektiv verkörpert er hier ziemlich authentisch und durch seine coole Performance, schafft er es einen Großteil des Streifens zu tragen!
Auch mit der ganzen restlichen Optik des Filmnoirs kann ich hier sehr gut was anfangen, die schwarz/weiß Optik, tiefergehende, verschlossene Charaktere und eine 30er Jahre Großstadt mit passender Musik untermalt!
Das hat mich alles sehr gut unterhalten, da das Grundgerüst des Films perfekt war aber die ganze Geschichte fand ich selbst leider nicht sonderlich spannend und auch die Charakterzeichnung einiger Nebenfiguren kam mir selbst etwas unglaubwürdig vor.
Die Auflösung des Films ist auch noch sehr gut gelungen und man kann den Kultstatus, von ,,Die Spur des Falken" nachvollziehen, doch für mich als Nichtkrimifan, war der Streifen nicht unglaublich mitreißend und ohne den erinnerungswürdigen Humphrey Bogart, würde ich selbst wohl auch weniger Punkte geben!

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Martin Oberndorf

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Als Filmfan sollte man glaub ich jeden Film, der älter ist als 50 Jahre gesehen haben ;)


Hfonda15

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Oh auch damals wurde sicher einiges an Müll produziert, der nicht sehenswert ist ;)
Wenn ich irgendwann mal gaaaaaaaaanz viel Zeit habe, werde ich aber alle Streifen mit Humphrey bogart, versuchen zu sehen. Den Typen finde ich nicht erst seit Casablanca beeindruckend :)


ezemeze

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Bewertung4.5Uninteressant

Würde man den Film nicht als Anfang der Weggabelung zum Film Noir betiteln, wäre er schon längst in Vergessenheit geraten. Neben "The Lady from Shanghai" einer der überbewertetsten Filme überhaupt.

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philipmarlowe

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

bogart der größte seiner zeit, leider nicht wörtlich :)

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movie.max

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Bewertung7.0Sehenswert

Lorre und Bogart sind weit über erstklassig.
Ansonsten: Wegweisend, cool, zieht sich wie Ofenkäse.

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kobbi88

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

“If you lose a son, it's possible to get another. There's only one Maltese Falcon.”
Obwohl es anders anfängt, wird Sam Spade (Humphrey Bogart) schnell in die Suche nach dem Maltesischen Falken verstrickt. Und nicht nur er, sie alle wollen diese Statue haben. Denn sie hat einen unheimlichen Wert.
Ich finde den Cast richtig klasse. Natürlich ist Bogart so mit das coolste, was man in der Filmgeschichte je gesehen hat. Dazu passt auch seine sehr stoische, manchmal schon kalte Art. Damit erhält er zwar nicht unbedingt die Sympathien der Zuschauer, aber egal – er ist einfach so cool, dass er das auch nicht nötig hat. Sehr gut fand ich auch Elisha Cook als Wilmer. Daneben sind natürlich auch Mary Astor, Sydney Greenstreet und Lee Patrick als Effie, die in dem Ganzen hin und her quasi stets als ruhender Pol dagegenwirkt, einfach stark. Aber Peter Lorre stiehlt ihnen allen die Schau. Genial, was der Mann hier wieder zeigt.
Darüber hinaus ist „Die Spur des Falken“ eine gute und spannende Detektivgeschichte. Absolut toller und düsterer Film, wobei ich zum Glück die originale englische Version gesehen habe. Die deutsche (die ich nur kurz gesichtet habe) kann nicht mal im Traum mithalten. Dies liegt vielleicht auch gar nicht so sehr an der Synchronisation selbst, sondern viel mehr an der wirklich unpassenden Musik. Im Original ist die Musik so perfekt, in der Deutschen Version kriegt man schon manchmal das kalte Grausen.
Die Geschichte lebt außerdem sehr von ihrem hohen Tempo, das trotz nur weniger Handlungsorte durch schnelle Ortswechsel erzeugt wird. Zugegeben, manchmal wirkt es schon ein wenig gehetzt, wenn man Sam Spade auf dem Weg von einer Lügengeschichte zur nächsten begleitet. Und ich musste auch gut aufpassen, um den Überblick zu behalten. Aber spätestens mit seinem trockenen, schwarzen Humor hat mich der Film dann doch wieder in seinen Bann gezogen.
"You always have a very smooth explanation. - What do you want me to do, learn to stutter?"

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Brotkind

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

100 unglaublich aufregende Minuten. Ich verneige mich vor John Huston für das geniale Drehbuch und die tolle Inszenierung. Immer wenn es den Anschein hat, als käme die Geschichte zur Ruhe, lässt eine neue Wendung den Puls wieder steigen. Dazu kommen noch die herausragenden Leistungen von Humphrey Bogart, dessen Interpretation des Privatdetektivs bis heute Gültigkeit hat, und Peter Lorre. Diesen beiden hochtalentierten Schauspielern zuzusehen ist eine Freude für jeden Cineasten.

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guggenheim

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr unterhaltsam, dieser Urvertreter des Film Noir. Allerdings unterscheidet sich die deutsche Synchro & musikalische Untermalung schon arg vom Original, wenngleich ich sagen muss, dass auch die übersetzte Fassung einen gewissen Charme besitzt. Es gibt aber deutliche Unterschiede die Atmosphäre betreffend, wobei Bogart so oder so extrem cool rüberkommt.

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guggenheim

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Die demonstrative Emotionslosigkeit ist Ausdruck einer übersteigerten männlichen Attitüde - sehr zeitgeistig. Und Bogart war eben immer Bogart, das hat mit Schauspiel tatsächlich wenig zu tun, kommt aber lässig.


Filmkenner77

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Als manischen Kapitän in "Die Caine war ihr Schicksal" fand ich ihn grandios.


ElMagico

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Bewertung6.5Ganz gut

So das wäre er also, der erste Film Noir. Ein Genre mit dem ich bisher wenig Berührungspunkte hatte und das mir in erster Linie Filme in Erinnerung ruft, die ich als Kind bei ARD und ZDF gesehen habe...und mit denen ich meist wenig anfangen konnte.
Kann die Mutter dieses Genres da Abhilfe schaffen? In meinem Falle nicht wirklich, denn obwohl "The Maltese Falcon" ein unterhaltsamer, ziemlich flotter und zuweilen auch durchaus spannender Kriminalfilm ist, stören mich doch einige dieser Attribute die einen Film Noir auszeichnen. Dies mag auch daran liegen, dass z.B. die Düsternis und Realitätsnähe aus heutiger Sicht oft schon unfreiwillig komisch sind. Das ist oft so betont grimmig, versprüht 2012 aber eher das Flair einer lockeren Gaunerkomödie. Bei anderen Filmen kann ich dieses Generationsproblem durchaus ausblenden, hier gelang mir dies jedoch kaum. Andererseits empfand ich "The Maltese Falcon" als dann doch völlig in Ordnung für das, was ich in ihm sah. Die erwartete Schwere und Dunkelheit konnte er mir jedoch nicht geben.
Insgesamt fehlten mir dann aber doch die Höhepunkte und schon allein das er dem Test der Zeit nicht wirklich standhält, lässt ihn nicht zu einem der ganz grossen Filme werden. Zwar hat "The Maltese Falcon" seine Momente, diese bleiben aber tatsächlich Momente, während das ganze etwas zerrissen und zu lakonisch wirkt. Auch was filmtechnische Aspekte betrifft, schafft es der Film nie die Note Gut zu übertreffen. All seine optischen und auch dramaturgischen Errungenschaften hat man halt im Nachhinein um einiges besser gesehen. Es gibt Filme wie "Sunset Blvd." und in dieser Liga spielt "The Maltese Falcon" einfach nicht für mich.
Positiv herausheben will ich aber noch Sydney Greenstreet als Kasper Gutman, der ganz hervorragen und intensiv sein Figur eben jene Dunkelheit, jenen Zynismus und jene Negativität verleiht, die ich mir von "The Maltese Falcon" erhofft hatte, aber leider nicht gefunden habe.
PS: Hab den Film danach nochmal synchronisiert gucken wollen...musste aber nach 30 Minuten passen. Erstens ist der Film hier fast schon wirklich vollständig zur (relativ blödsinnigen) Komödie transformiert worden und zweitens treibt einen die Musik völlig in den Wahnsinn. Hier wird in den ernstesten Momenten fröhlich drauflos geswingt, dass man lange der Meinung ist, irgendetwas am DVD-Player falsch eingestellt zu haben oder sich eine Fehlpressung gekauft zu haben. Also: Deutsche Version meiden!

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Feral Wolf

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Bewertung9.5Herausragend

Bis auf die fehlende Flitcraft story die perfekte Buchadaption!

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Whooker91

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Bewertung3.0Schwach

Manch ein Film ist zeitlos, ein anderer verstaubt in seiner Machart nach einigen Jahren. Für mich gehört dieser Film eindeutig dazu. Während Bogarts "Casablanca", "Fahr zur Hölle Liebling" oder auch eine so leichte Romanze wie "Sabrina" den Esprit ihrer jeweiligen Filmära in die heutige Zeit transportieren, geht der Charme dieses hochgelobten Film-Noir von Minute zu Minute immer mehr verloren.
Sam Spades eindimesionaler Charakter ist absolut unsympathisch und wirkt eher aufgesetzt frech als von natürlicher Coolness geprägt. Egoistisch, kommandierend, stets grundlos aufbrausend, ansonsten jedoch unmenschlich kühl hastet der Protagonist von einem Charakter zum nächsten und wieder zurück, wo ihn immer wieder neue Lügen erwarten, die sich nur selten schlüssig in die vorangegangenen Tatsachen fügen. Allerdings dauert es ohnehin nicht lange, bis man als Zuschauer den Überblick verloren hat und nur noch die endgültige Auflösung des Ganzen abwartet. Dazu kommt eindeutig zu viel Musik, eine erzwungene Liebesgeschichte und eine Synchronisation, in der permanent ohne Denkpausen oder Gefühlsregungen der Text aufgesagt wird. Alle Sprecher agieren, niemand reagiert.
Da die Atmosphäre teils stimmig ist, Peter Lorre und Elisha Cook Jr. als Wilmer (der einzig emotionale und so auch etwas sympathische Charakter) ihre Sache wirklich gut machen und ich dem Film vielleicht eines Tage im Original noch eine Chance geben werde, kommen für mich die 3.5 Punkte zustande. Außerdem habe ich mich sehr gefreut, als ich erst im Vorspann von der kleinen Nebenrolle Ward Bonds erfuhr.

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Puni

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Diesen Noir-Klassiker kann man eigentlich jedem Krimi-Fan ans Herz legen. Zwar kein umunstößliches Meisterwerk, aber als an Filmgeschichte interessierte Filmliebhaber kommt man hier eigentlich nicht dran vorbei. Einziger Negativpunkt ist die teils fehlende Spannung, die wird vom Drehbuch und von den Schauspielern aber locker wieder wettgemacht.

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Marti DiBergi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Blaupause des Film Noir kommt meist noch sehr humorvoll rüber. Bogart darf Spüche klopfen ohne Ende, und sein benehmen als ganzes lässt selbst den modernen Zuschauher anmerken:"Darf der das?".
"The Maltese Falcon"(Der deutsche Titel und die deutsche Synchro sollte man tunichst vermeiden) bietet beben dem filmhistorischen Wert auch eine unterhaltsame Geschichte gefüllt mit markanten Charakteren.

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dae-su

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Ur-Film Noir, Klassiker des Genres, Pflichtlektüre für jeden, der sich als Filmkenner bezeichnet und dabei auch nach heutigen Sehgewohnheiten noch gut. Wie so oft in seinen Filmen darf Humphrey Bogart einen zitierfähigen Spruch nach dem nächsten raushauen und dazwischen verwegen gucken, verschiedenste Frauen küssen, rauchen und saufen. Dazu kommt eine Geschichte, die für die damalige Zeit schon erstaunlich komplex mit Erzählzeit, erzählter Zeit und Leinwandzeit spielt - der titelgebende Schatz ist 500 Jahre alt, wurde schon Jahre vor Handlungsbeginn des Films von seinen Figuren gesucht und gejagt und Bogarts Sam Spade stellt im Grunde mehr eine Zwischenstation der Geschichte des Maltese Falcon dar, als dass es andersrum wäre. Insofern muss auch Drehbuchautor Dashiell Hammott lobende Erwähnung finden, der sich gegen die damalige Hollywoodkonventionen stellt und auf das simple Kausalprinzip seiner Handlungsstruktur verzichtet.

Klar gehört auch Geduld dazu, wenn man einen Film aus den 40er Jahren sieht. Und über Frauenbilder sollte man vielleicht lieber auch nicht nachdenken. THE MALTESE FALCON allerdings ist da bemerkenswert gut gealtert. Die starke Besetzung (allen voran Peter Lorre als Joel Cairo und Sydney Greenstreet als Kasper "Fat Man" Gutman), die brillanten Dialoge und letzlich John Hustons zurückhaltende, effektive mise en scène verhelfen diesem Stück Filmgeschichte aber völlig zurecht zu seinem Legendenstatus.

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Lorion42

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Bewertung6.0Ganz gut

Schlechte Schauspieler, schlechte Synchro und mieserabler Soundtrack zerstören einen eher kurzweiligeren alten Schinken. Das gute Drehbuch allein, ist gerade mal die 6 Punkte wert, ansonsten hat der Film aus heutiger Sicht keinen Mehrwert.

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plattfuss69

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Bewertung5.0Geht so

Ich kann solch ollen Kamellen leider nichts abgewinnen. Als Museumsmeisterwerk vielleicht ganz gut, aber mir doch ein bisschen zu altmodisch.

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Filmkenner77

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Bewertung5.0Geht so

Höchst durchschnittlicher Auftakt der Schwarzen Serie, der zudem in der deutschen Fassung mit unpassender Musik unterlegt wurde. Stilistisch versteht Huston, der sein Regiedebüt gibt, sein Handwerk, aber schauspielerisch und erzähltechnisch ist der Film meilenweit von anderen Genreklassikern entfernt. Zudem ist der Film teilweise langatmig und sehr dialoglastig geraten, ohne die Story wirklich voranzutreiben.

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Pantagruel

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn man über die "Nouvelle Vague" spricht, spricht man auch über den Film Noir. Spricht man über den Film Noir spricht man auch - oder sollte es tun - über den Malteser Falken. Ein Charakteristikum des Film Noir: Die Nacht als eine Welt voller Regen, Nebel, Schmutz, Irrwegen ist hier Grundlage und Aussage. Helden gibt es keine, die Protagonisten erleiden das fatalistische Schicksal, die Entscheidung über ihre Handeln ist durch den Gang der Ereignisse bereits vorweggenommen. Sie sind weder gut noch böse, ausweglos und ohnmächtig gegenüber der Gewalt, die in ihnen allen steckt. Das eben verkörperte Humphrey Bogart wie kein anderer zu seiner Zeit.

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Heider

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

toller Film, mit erstaunlichem Tempo für die damalige Zeit und einem natürlich, wie könnte es auch anders sein, hervorragendem Humphrey Bogart!

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cannibal83

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bogey klärt zu beschwingter Jazz-Musik Verbrechen auf, und lässt sich dabei weder von rätselhaften Damen, noch vom glänzend-aufgelegten Peter Lorre aufhalten. Filme die so ein gutes Drehbuch haben, können unmöglich jemals "alt" werden.

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