Die Unbekannte
La Sconosciuta (2006), IT Laufzeit 121 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 22.05.2008
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
57 Bewertungen
9 Kommentare
Keine
von Giuseppe Tornatore, mit Kseniya Rappoport und Michele Placido
Irena, eine junge Frau aus der Ukraine, die in ihrer Vergangenheit scheinbar Schreckliches erfahren hat, lebt in einer italienischen Stadt. Aus zunächst unbekannte Gründen will sie einen Job als Haushälterin bei einem reichen Ehepaar bekommen, koste es was es wolle. Bald gelingt ihr das auch, und sie baut eine enge Beziehung zu der Familie auf, besonders zu der kleinen Tochter der Eheleute, die an einer seltenen neurologischen Krankheit leidet. Doch dann taucht eine Person aus Irenas früherem Leben auf…
Mehr Bilder (11) und Videos (3) zu Die Unbekannte
Cast & Crew
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Giuseppe Tornatore
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Kseniya Rappoport
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Michele Placido
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Margherita Buy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anwältin
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Claudia Gerini
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Valeria Adacher
-
Piera Degli Esposti
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Clara Dossena
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tea Adacher
Regie
Schauspieler
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Alessandro Haber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Portiere
-
Nicola Di Pinto
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Irenas Liebhaber
-
Giuseppe Tornatore
- Genre
- Schicksalsdrama, Mysterythriller
- Ort
- Italien
- Handlung
- Prostituierte, Reinigungskraft, Sexueller Missbrauch, Ukrainer, Verdrängte Vergangenheit
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Unbekannte
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Kritiken (4) — Film: Die Unbekannte
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDie Attraktion zwischen teils wilden Handlungshaken und überfrachteter Symbolik ist die russische Hauptdarstellerin Xenia Rappoport. Sie spielt die mysteriöse „La sconosciuta“ mit der erschütternden Leidensbiografie beängstigend zerrissen und entschlossen zugleich – und Tornatore über 121 Minuten erfolgreich mit dem Trugschluss.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenSexuelle Gewalt – davon handelt auch der Thriller "Die Unbekannte" - ausgezeichnet mit dem Europäischen Filmpreis 2007 - der in knappen Sequenzen schonungslos und beklemmend zeigt, wie Frauen gefesselt und geschlagen werden. Dass ausgerechnet ein feinfühliger Regisseur wie Giuseppe Tornatore, der bislang eher poetische Sujets wählte und nostalgisch über das Kino als Hort der Träume reflektierte ("Cinema Paradiso", "Der Mann, der die Sterne macht"), einen Film in einem solch aggressiven Grundton gedreht hat, mag zwar verwundern, bezeugt aber auch die Vielseitigkeit des italienischen Altmeisters.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDen einzigen Kritikpunkt an diesem italienischen Thriller gleich vorweg: Es ist die Musik, die aus der Feder von Ennio Morricone stammt, dem oscarprämierten Großmeister unter den Filmmusik-Komponisten. Der war hier wohl der Meinung, dessen müsste sich auch der Zuschauer ständig bewusst bleiben, und so liegt uns sein anschwellendes Geigenspiel penetrant in den Ohren. Alle übrigen Zutaten des Films wiegen diese Überambitioniertheit auf der Tonspur jedoch locker auf. Als da wären: Die Besetzung mit dem russischen Theaterstar Xenia Rappoport in der Titelrolle sowie zahlreichen italienischen Schauspielgrößen in Nebenrollen. Die Story, die nicht zuletzt aufgrund der immer wieder dazwischen geschnittenen Erinnerungsfetzen der Protagonistin lange rätselhaft bleibt, aber nie langweilig wird. Für dieses hohe Spannungsniveau sorgt „Cinema Paradiso“-Regisseur Guiseppe Tornatore, der diesmal bei der Inszenierung ein erstaunlich hohes Tempo an den Tag legt. Er erzählt die Geschichte einer jungen Russin, die in einer italienischen Kleinstadt auftaucht, sich eine Wohnung mietet und einen Batzen Geld unter den Bodendielen versteckt. Danach sucht sie sich einen Putzjob im Haus gegenüber und freundet sich mit einer dort wohnenden Juweliersfamilie an. Doch es gibt da noch ein dunkles Geheimnis in ihrer Vergangenheit, das die Unbekannte sehr bald einholt. Mehr soll nicht verraten werden vom Plot der Story, die es geschickt versteht, immer wieder falsche Fährten zu legen. Darum am besten selbst ins Kino gehen, um sich von diesem raffiniert erzählten und packenden Rachethriller mehr als einmal überraschen zu lassen.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschen[Der Regisseur hat] sich an das Genre des "Giallo", des "Gelben", herangewagt, die italienische Spielart des mit fantastischen und Horror-Elementen durchsetzten Thrillers [...]. Mit Kennerschaft versammelt Tornatore dessen vertraute Motive (die Ankunft an einem fremden Ort, die Obsession des Sehens, der befleckten Zeugenschaft) und lotet die zweifache Faszination, die die Erotik gemeinhin in diesem Genre gewinnt (als Pathologie des weiblichen Opfers und als Ausbeutung der Sexualität) aus.
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Kommentare (5) — Film: Die Unbekannte
Kommentar schreibenJanus Winter 2010/09/12 01:31:44
Kommentar löschenist eine italienische Charakterstudie, die vielen nicht schmecken wird. "Unglaubwürdig", "überdramatisch" und "reißerisch wie voyeuristisch" urteilt das Feuilleton. Ich finde hingegen, dass man das Thema zwangsprostitution und Menschenhandel überhaupt gar nicht überdramatisieren kann. Das wahre Leben ist viel dramatischer. Giuseppe Tornatore hat in einem Balanceakt Mainstream und Arthouse zusammengebracht. Wozu braucht es das?, könnte man einwenden. Damit es wehtut und man es sich trotzdem anschaut. Ganz großes Kino! Und wer noch überzeugt werden muss: Ennio Morricone (Oscarpreisträger für SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD) hat den Soundtrack beigesteuert. Der ist auch voll: Drama, Baby!
Weiterschauen: SEX TRAFFIC (UK/ CA 2oo4)
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Sanylein 2010/01/17 20:56:02
Kommentar löschenGuter Film bei dem mir aber einige Szenen einfach nicht passten und mir den Film dadurch etwas versaut haben.
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Bauglir 2009/07/03 17:23:11
Kommentar löschenAn zumeist nächtlichen oder regenverhangenen Schauplätzen gefilmt, entfaltet sich die Elegie einer zerstörten Biografie in sanft-schwermütigen Bildern. Xenia Rappoport führt ihre Figur feinfühlig in die Untiefen von Rache und Anmaßung, verweigert stets jede Parteilichkeit, die aus der Darstellung des schuldlosen Opfers extrahiert werden könnte, und bleibt Tätige: so wie sie die Gewalt durch ihre skrupellosen Ausbeuter erdulden musste, verschwendet auch sie keine langen Überlegungen hinsichtlich der Rechtmäßigkeit ihres Ansinnens und Handelns; "Alles was zählt, ist, dass ich mein Ziel erreicht habe" gesteht sie am Ende, das doch nur ihr Scheitern bringt und gleichzeitig jene Chance auf Versöhnung, die sie konsequent übergangen hat.
Anstrengend bleibt allerdings der Soundtrack, der sich polternd und winselnd ins Geschehen drängt, als hätte er mehr zu sagen als das Drehbuch. Stellenweise beinahe pietätlos schmieren sich die Geigentöne über die Bilder und fordern dringend zum Hinweghören auf.
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dbeutner 2009/04/07 13:26:46
Kommentar löschenEin Thrillerdrama, das mit einer guten Besetzung und einer in ihrer vorgegebenen Rolle sehr starken Kseniya Rappoport beeindruckt.
Zu kritisieren ist allerdings die extreme Gewaltdarstellung, die weit über realistische Gewalt hinausgeht (es fließt in wenigen, aber eben doch bedeutenden Szenen Blut in medizinisch nicht rechtfertigbarem Ausmaß) und daher für die Handlung schlicht unnötig ist und eher dazu dient, die Gewalt als stilistisches - aber eben nicht berührendes - Element wahrzunehmen; dazu passt auch in einer späteren Szene eine musikalische Untermalung, die mehr an ExDrummer erinnert als ein Drama, dass sich explizit Sozialkritik auf die Fahnen schreibt.
Außerdem gibt es zwei Szenen einer durch den Film als letztlich "doch irgendwo positiv" dargestellten "Erziehungsmethode", die schlicht vollkommen abartige Grausamkeit gegenüber einem Kind darstellt; wenn Kirsten Liese dann in ihrer Kritik auch noch über Tornatore schreibt: "... seine unbändige Wut gegen die Täter, sie entlädt sich bisweilen auch in kraftvollen Aufforderungen weiblicher Selbstverteidigung" - und diese Darstellung der Selbstverteidigung gerade dazu diente, die "Erziehungsmethode" zu rechtfertigen, scheinen hier gewisse Reflexe zuzuschnappen, die eine differenzierte Betrachtung des Gezeigten unmöglich zu machen scheinen... :-(
Technisch extrem solide, inhaltlich interessant (am Ende etwas schmalzig), aber die angemerkte Kritik - auch wenn sie sich nur auf höchstens 5% des Films bezieht - wiegt doch zu schwer, um hier zu einer höheren Zufriedenheit zu gelangen.
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Orso D'oro 2008/05/23 13:12:51
Kommentar löschenTornatore war und ist ein Schöpfer von Traumwelten. In Traumwelten verschwimmen die Grenzen zwischen Phantasie und Realität (man denke an Filme wie "Nuovo Cinema Paradiso", "L'uomo delle stelle", oder auch "Malèna"). In dieser Weise muss auch sein letztes Werk "La Sconosciuta" gelesen/gesehen werden. Anders als sein Kollege Amelio, entwirft er keine neorealistischen, gesellschaftskritischen Portraits, sondern kreiert eine Art Zwischenwelt, die stets zwischen Traum und Wirklichkeit changiert. Wenn man sich also weniger auf die erzählte Geschichte konzentriert, und sich stattdessen auf die Bilder, die Stimmungen und die Musik des Films einlässt, dann ist "La Sconosciuta" ein durchaus sehenswerter Film.
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