Schmetterling und Taucherglocke
Le Scaphandre et le papillon (2007), FR/US Laufzeit 112 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.03.2008
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von Julian Schnabel, mit Mathieu Amalric und Emmanuelle Seigner
Jean-Dominique Bauby war französischer Journalist, Autor und Chefredakteur des Magazins Elle und Vater von zwei Kindern. Ein Dandy, der gutes Essen, Theater, Reisen und schöne Frauen liebte. Dann, im Alter von 43 Jahren, am 8. Dezember 1995, erlitt Bauby einen massiven Schlaganfall, durch den sein Hirnstamm geschädigt wurde. Als er zwei Wochen danach im Krankenhaus von Berck-sur-Mer aus dem Koma erwachte, war er nicht nur stumm, sondern auch ganzheitlich gelähmt. Er konnte bloß seinen Kopf ein wenig bewegen und mit seinem linken Augenlid blinzeln. Dieses seltene Phänomen wird als Locked-In-Syndrom bezeichnet. Bauby schrieb über seine Erfahrungen, aber vor allem über seine Phantasien, Wünsche und Träume. Er diktierte 28 Kapitel, Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, über mehrere Monate hinweg, allein mit dem Blinzeln seines linken Augenlids. Dafür wurde ein spezielles Alphabet erstellt, welches die Buchstaben nach ihrer Häufigkeit in der Französischen Sprache ordnete. Bauby beschrieb nicht nur seine eigenen Reaktionen, sondern die Welt und die Menschen seiner Umgebung und stellte sich vor, er sei ein Weltraumreisender. In einem Interview mit der französischen Elle berichtete er, dass er morgens um 4 Uhr aufwachte, um sich jeden Absatz des Buches zu überlegen und auswendig zu lernen, den er dann Buchstabe für Buchstabe drei Stunden lang diktierte. In seinem Krankenhausbett im nordfranzösischen Berck-sur-Mer erzählte er, dass es überwältigende Momente des Triumphs für ihn waren, wenn er seine Gedanken für das nächste Diktat erfolgreich gesammelt hatte, und dass er zu seinem größten Bedauern nun nie mehr Fußballtorwart werden könne, eine Leidenschaft, die das stundenlange Ansehen von Fußballübertragungen im Fernsehen geweckt hatte. Sein Rezept zur Bewältigung von Augenblicken der Verzweiflung bestand im “Hinausschauen auf das Meer, einer Stunde Lesen, dem Anschauen einer Kinderzeichnung meiner Tochter und darin, mich selbst nicht…
Jean-Dominique Bauby war französischer Journalist, Autor und Chefredakteur des Magazins Elle und Vater von zwei Kindern. Ein Dandy, der gutes Essen, Theater, Reisen und schöne Frauen liebte. Dann, im Alter von 43 Jahren, am 8. Dezember 1995, erlitt Bauby einen massiven Schlaganfall, durch den sein Hirnstamm geschädigt wurde. Als er zwei Wochen danach im Krankenhaus von Berck-sur-Mer aus dem Koma erwachte, war er nicht nur stumm, sondern auch ganzheitlich gelähmt. Er konnte bloß seinen Kopf ein wenig bewegen und mit seinem linken Augenlid blinzeln. Dieses seltene Phänomen wird als Locked-In-Syndrom bezeichnet. Bauby schrieb über seine Erfahrungen, aber vor allem über seine Phantasien, Wünsche und Träume. Er diktierte 28 Kapitel, Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, über mehrere Monate hinweg, allein mit dem Blinzeln seines linken Augenlids. Dafür wurde ein spezielles Alphabet erstellt, welches die Buchstaben nach ihrer Häufigkeit in der Französischen Sprache ordnete. Bauby beschrieb nicht nur seine eigenen Reaktionen, sondern die Welt und die Menschen seiner Umgebung und stellte sich vor, er sei ein Weltraumreisender. In einem Interview mit der französischen Elle berichtete er, dass er morgens um 4 Uhr aufwachte, um sich jeden Absatz des Buches zu überlegen und auswendig zu lernen, den er dann Buchstabe für Buchstabe drei Stunden lang diktierte. In seinem Krankenhausbett im nordfranzösischen Berck-sur-Mer erzählte er, dass es überwältigende Momente des Triumphs für ihn waren, wenn er seine Gedanken für das nächste Diktat erfolgreich gesammelt hatte, und dass er zu seinem größten Bedauern nun nie mehr Fußballtorwart werden könne, eine Leidenschaft, die das stundenlange Ansehen von Fußballübertragungen im Fernsehen geweckt hatte. Sein Rezept zur Bewältigung von Augenblicken der Verzweiflung bestand im “Hinausschauen auf das Meer, einer Stunde Lesen, dem Anschauen einer Kinderzeichnung meiner Tochter und darin, mich selbst nicht als Held zu betrachten”.
HandlungEingeschlossenJean-Dominique Baubys (Mathieu Amalric) ist Chefredakteur der französischen Elle und lebt den Glamour der Modemetropole Paris, er liebt schöne Frauen und schnelle Autos. Doch dann erleidet der erfolgreiche Journalist bei einem Ausflug einen Hirnschlag und ist danach fast gänzlich gelähmt. Als er im Krankenhaus erwacht, weiß er nicht mehr was passiert ist. Er sieht wie die Ärzte auf ihn einreden und ihm erklären, dass er nur noch sein linkes Auge bewegen kann. Bauby ist am Locked-In-Syndrom erkrankt und kann sich fortan nur noch mit dem Blinzeln seines Augenlids bemerkbar machen. Der eitle Journalist verfällt in schwere Depressionen. Doch die ihm zur Seite gestellte Krankenschwester Henriette Durand (p:8791) kümmert sich aufopfernd um den hoffnungslosen Jean.
Leben ohne LebenAuch seine Umwelt hat große Probleme, mit der neuen Situation zu recht zu kommen. Fast keiner seiner ehemaligen Kollegen besucht ihn am Krankenbett, seine attraktive Freundin ruft nicht an. Nur seine ehemalige Ehefrau Céline Desmoulins (Emmanuelle Seigner) kämpft immer noch um seine Liebe und verbringt mit ihren Kindern viele Stunden an seinem Bett. Nur langsam stellt Jean fest, woraus sein bisheriges Leben bestand. Der ehemalige Lebemann erkennt, dass alle bisherigen Werte seines glamourösen Lebens nichts mehr bedeuten.
Hoffnung und KampfUm mit Jean kommunizieren zu können, bringt Henriette ihm bei, mit seinem linken Augenlid zu zwinkern. Sie hält ihm ein Alphabet vor das Auge, bei dem die Buchstaben nach ihrer Häufigkeit in der französischen Sprache sortiert sind. Dann liest sie ihm die Buchstaben immer und immer wieder vor, bis sich aus seinem Zwinkern Worte bilden. Jean hat wenig Hoffnung auf Heilung, doch durch die intensive Arbeit mit der Krankenschwester gewinnt er langsam wieder Lebensmut. Aus dem Krankenbett heraus beginnt er schließlich, seine Autobiographie zu diktieren. Innerhalb von nur 14 Monaten entsteht so ein Buch, das er allein im Kopf entworfen und redigiert hat. Doch nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des Buches in Frankreich stirbt Bauby an einem Herzversagen.
Wissenswertes
Festivalpreise
Ursprünglich war Johnny Depp für die Rolle des Jean-Dominique Bauby vorgesehen, musste die Hauptrolle aber wegen seiner Beteiligung an Fluch der Karibik 3 und den daraus resultierenden Überschneidungen beider Drehs absagen.
Das ursprünglich von Ronald Harwood entwickelte Drehbuch war in englischer Sprache, wurde aber auf Wunsch von Julian Schnabel ins Französische übertragen. Nach Aussage des Regisseurs sollte der Film so näher am Leben und der Geschichte Bauby´s sein.
Weiterführende Informationen
Basquiat und Before Night Falls, die beiden ersten Werke von Julian Schnabel
Weitere Informationen im Internet
Ich bin Maler, was bringt mir da ein Oscar?, Interview mit Schnabel durch Michael Althen von der FAZ
Schwärmerische Rezension von Michael Althen in der FAZ
Rezension des Films auf arte.tv
Gesammelte Rezensionen auf RottenTomatoes.com (engl.)
Interview mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur auf Ioncinema.com (engl.)
Rezension von Joachim Kurz auf kino-zeit.de
Interview mit dem Regisseur auf YouTube.com (engl.)
Quellen
Presseheft
Cast & Crew
-
Julian Schnabel
-
Mathieu Amalric
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jean-Dominique Bauby
-
Emmanuelle Seigner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Céline Desmoulins
-
Marie-Josée Croze
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Henriette Durand
-
Anne Consigny
-
Patrick Chesnais
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Lepage
-
Niels Arestrup
Regie
Schauspieler
-
Olatz Lopez Garmendia
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marie Lopez
-
Jean-Pierre Cassel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pater Lucien
-
Marina Hands
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Joséphine
-
Max von Sydow
-
Isaach de Bankolé
-
Emma de Caunes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Empress Eugenia
-
Anne Alvaro
-
Françoise Lebrun
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Madame Bauby
-
Ronald Harwood
- Genre
- Schicksalsdrama, Biopic
- Zeit
- 1995
- Ort
- Frankreich, Strand
- Handlung
- Art House-Film, Arzt, Auge, Autobiographie, Behinderung, Chefredakteur, Depression, Entschlüsselung, Erfolg, Ex-Frau, Familie, Franzose, Geburtstag, Gedächtnis, Geliebte, Ironie, Journalist, Kommunikation, Krankenhaus, Lebemann, Leben, Lebensgefühl, Lebensmut, Liebe, Mann-Frau-Beziehung, Patient, Psychose, Reue, Roman, Schicksal, Schicksalsschlag, Schreiben, Schuldgefühl, Selbsterkenntnis, Sinn des Lebens, Sprachbarriere, Sprache, Sprache und Kommunikation, Sterben und Tod, Strand, Stumm, Therapeut, Therapie, Unglück, Untreue, Verlust, Verlust der Kräfte, Versöhnung, Workaholic
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Schmetterling und Taucherglocke
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- Schmetterling und Taucherglocke: critic.de
- Schmetterling und Taucherglocke: cineclic.de

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Kritiken (12) — Film: Schmetterling und Taucherglocke
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Le scaphandre et le papillon» ist ein überwältigendes Meisterwerk über einen erstaunlichen Menschen, dem es trotz bitterem Schicksalsschlag gelingt, seinem Leben eine neue Bedeutung zu geben. Der Film ist zwar auch traurig, gleichzeitig zelebriert er aber eine unbeschreibliche Lebensfreude.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenEs gibt Filme wie Transformers oder 300: klassisches Popcorn-Kino, welches weniger durch einen besonderen Inhalt denn vielmehr durch eine perfekt durchgestylte Optik mit einer gehörigen Portion Action auffällt. Es gibt aber auch hier und da mal Filme wie Schmetterling Und Taucherglocke. Filme, die besonders sind. Besonders klug. Besonders liebenswürdig. Besonders dramatisch. Besonders kunstvoll - und vor allem besonders anders.
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paeko 2010/02/19 16:04:46
Antwort löschenbesonders gut nicht zu vergessen ;)
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenEs gibt nicht viele Filme vor denen ich Angst habe. In der Vergangenheit zählten zu dieser Handvoll Filme vielleicht „Der Soldat James Ryan“, dessen D-Day-Anfangsszene schon sehr heftig ist oder „Der freie Wille“, in dem eine Vergewaltigungsszene ohne erleichternde Schnitte dokumentiert wird. Auch an „Schmetterling und Taucherglocke“ geht man automatisch mit einem gewissen ängstlichen Respekt. Zu intensiv ist die erzählte wahre Geschichte, als dass man dazu eine zuschauerliche Distanz wahren könnte. [...]
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenEin Mann mit gutem Aussehen, mit Witz und Charme, der viele Freunde hat, beliebt und respektiert wird, gutes Essen schätzt und auch zu seinem Vater ein warmes Verhältnis pflegt. Chefredakteur eines der besten, wenn nicht gar des besten Modemagazins Frankreichs (Elle), der es sich leisten kann nicht nur seine drei Kinder zu versorgen, sondern auch mit seinen Geliebten wegzufahren. Ein Mann der eigentlich alles hat, was man sich von einem erfolgreichen und glücklichen Leben versprechen kann – so ein Mann war Jean-Dominique Bauby, von seinen Freunden nur Jean-Do gerufen. Doch es war nicht Jean-Dos Leben, welches die Menschen beeindruckt und Kathleen Kennedy sowie Jon Kilik dazu bewogen hat einen Film über ihn zu machen. Vielmehr war es der schlimmste Schicksalsschlag im Leben von Jean-Do, der die Ausgangsbasis für Julian Schnabels dritten Kinofilm bildet, der am 27. März 2008 in den deutschen Kinos anlaufen wird. Schnabel, einst Kollege und Freund von solchen New Yorker Künstlern wie Andy Warhol und Jean Michel Basquiat, führte zum ersten Mal seit seinem Film "Before Night Falls" aus dem Jahr 2000 wieder Regie bei einem Film und gewann nicht nur bei den Filmfestspielen von Cannes den Preis für die beste Regie, sondern erhielt diesen auch bei den diesjährigen Golden Globes, zusammen mit der Auszeichnung für den besten fremdsprachigen Film. Bei der demnächst anstehenden Oscarverleihung ist "Le Scaphandre et le Papillon" in vier Kategorien nominiert, darunter erneut für die beste Regie, sowie für das adaptierte Drehbuch von Ronald Harwood, den Schnitt von Juliette Welfing und die Kameraarbeit des Spielberg-Spezis Janusz Kaminski.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDas Drama dieses Lebens - umgesetzt in Julian Schnabels mutige und geniale Bilder - erschüttert wie selten ein Kinofilm.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenEchte Horrorvisionen brauchen nicht zwangsläufig stiefeltief Kunstblut und abgetrennte Gliedmaße. Jean-Dominique Bauby (Mathieu Amalric), der Protagonist in Julian Schnabels Bestsellerverfilmung, ist noch an einem Stück, als er im Krankenhaus aus dem Koma erwacht. Doch der Gehirnschlag hat ihn in seinem eigenen Körper eingesperrt. Diagnose: Locked-In-Syndrom. Lebenslänglich.
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johanna: movie-screening.de johanna: movie-screening.de
Kommentar löschenEin schonungsloser Film, der die Wahrnehmungen und Gefühle des erkrankten Elle-Chefredakteurs Jean-Dominique Bauby aus der Innenperspektive erzählt - hervorragende stilistische Mittel.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenDas ist wunderbar zartes Kino, gleichermaßen komisch wie todtraurig, ohne falsches Pathos. Und dem grandiosen Hauptdarsteller Mathieu Amalric genügt ein Wimpernschlag, um uns ein ganzes Leben zu zeigen, das nur noch im Kopf stattfinden kann.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenKein Film, der - wie so oft, wenn es um Krankheit und Leiden geht - im plumpen Sinne "für Lebensfreude und Optimismus plädiert", nicht das Klischee von der "Feier des Lebens" und nicht die Klischee-Behauptung vom Glück der Krankheit, davon, dass einem Krankheiten das Auge öffnen könne "für die Dinge, die wirklich zählen". Fern von derlei Papperlapapp verleugnet der Film keine Sekunde die Katastrophe von Baubys Schicksal. Er ist hart, aber humorvoll und auf merkwürdige Weise tröstend, weil Bauby selbst neugierig und offen ist, herrlich sarkastisch und mitunter ungebrochen egoistisch. Gerade dadurch ist der Film jederzeit spannend.
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Shorty06 2010/05/30 23:09:28
Antwort löschenvöllig unpassende Bewertung, wenn man die Rezension dazu liest.
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenJulian Schnabel ist mit diesem Meisterwerk eine der besten Literaturverfilmungen der letzten Jahre gelungen! Das Buch von Jean-Dominique Bauby wurde alleine in Deutschland bisher über 350.000 verkauft. Nur selten verlässt der Film den Kopf und die Gedankenwelt seiner Hauptfigur. Der erste Anblick seines deformierten Gesichts und Körpers ist für ihn und den Zuschauer ein Schock. Die unglaublichen Bilderwelten des Oscar-gekrönten Kameramannes Janusz Kaminski („Der Soldat James Ryan“) tun das ihre dazu. Den ganzen Film erlebt man mit Bauby aus seiner Sicht und doch ist es...
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenUm Mathieu Amalrics irre Performance wäre es wirklich schade gewesen. Mit nur einem Auge ist der französische Schauspieler witziger als andere mit dem ganzen Gesicht. Zumindest eine Weile. Bauby muss nämlich erkennen, dass er mit zynischen Weltbetrachtungen der Taucherglocke seiner reduzierten Existenz – hatte er je eine andere? – nicht entkommt. [...] Der Film, eine erstaunlich heitere Liebeserklärung an das Leben, ist ein beeindruckendes Vermächtnis.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenMit der Verfilmung von Baubys Memoiren hat Julian Schnabel, auch als Maler und notorischer Pyjama-Träger bekannt, einen Film gedreht, der jetzt schon zu den Besten dieses Jahrgangs zählt. Dabei setzt Schnabel auch mit der Kamera Baubys subjektive Perspektive um: Anfangs liegt das Objektiv noch unbeweglich auf dem Krankenbett, immer denselben Bildausschnitt zeigend. Doch wenn sich Baubys Gedanken erst einmal gelöst haben von seinem ans Bett gefesselten Körper, schwingt sich auch die Kamera auf und fliegt über die Erinnerungslandschaften einer verklärten Vergangenheit. Das Ergebnis ist ein ebenso melancholischer wie Mut machender, farbenfroher wie krankenhausgrauer und erinnerungsfreudiger wie depressiver, in jedem Fall ergreifender Film über die Stärke des menschlichen Geistes, der in der Lage ist, sich weit über die manchmal traurige Existenz seines Körpers zu erheben.
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Kommentare (82) — Film: Schmetterling und Taucherglocke
Kommentar schreibensilly_goose 2012/02/10 22:59:28
Kommentar löschenAbsolut beeindruckend.
Da es sich bei dem Film um eine wahre Geschichte handelt, kann einem dieser Film nicht unberührt lassen. Er löst eine Unmenge an Gedanken und Gefühle in einem aus.
Und Dankbarkeit!
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Tachitalili 2012/02/06 16:03:46
Kommentar löschenEin Film nach einer wahren Begebenheit, über einen Mann, der nach einem Schlaganfall gelähmt ist und sogut wie keine Kommunikationsmöglichkeiten mit der Außenwelt hat.
Ein Film, der einem weh tut, ein Schichsal, das furchbar ist...
Und trotz aller schrecklichen Dinge vermittelt die Geschichte auch unglaublich viel Bewunderung für jemanden, der trotzdem weiterkämpft, der das Beste aus seiner Situation macht, der uns Normalos mit unseren Möglichkeiten fast ein Stück beschämt...
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Marcus Nachname 2012/01/06 17:18:01
Kommentar löschenToll! Gefühlt 3/4 des Films aus der Ego-Sich von John-Do zu zeigen ist mutig aber absolut großartig! Der Film schafft es wirklich gut, den Zuschauer in diesen Zustand hineinzuversetzen (die Metapher mit der Taucherglocke gefällt mir auch sehr). Er fordert viel Gedult und Empatie, doch das macht einen nachdenklich. Was macht den Mensch zum Menschen? Kann eine so hektische Gesellschaft so viel Geduld aufbringen, um einen Menschen in diesem Zustand würdig zu behandeln?
So hoffnungsvoll der Film zwar sein mag, so traurig ist er auch.
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maria.maria 2011/12/17 23:15:25
Kommentar löschen"Schmetterling und Taucherglocke" lässt seine Zuschauer sprachlos, aufgewühlt, fast verwirrt zurück und trotzdem erschafft der Film ein Gefühl der Wärme. Er erinnert uns daran, dass das wertvolltste Gut des Menschen die Phantasie ist. Denn was auch im Leben passieren mag, diese kann uns niemand streitig machen, niemand entwenden. Dieser Film schafft es die Oberfläche der zuortenbaren Gefühle hinter sich zu lassen und tief in die Psyche um nicht zu sagen in das Herzen einzutauchen. Um etwas zu erwecken. Wie skurril es auch klingen mag, "Schmetterling und Taucherglocke" hat in mir so etwas etwas wie Hoffnung erweckt.
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based_god 2011/12/07 16:20:28
Kommentar löschenEine Hommage ans Leben.
Ein sehr schöner trauriger Film, welcher von einem sehr schweren Schicksal erzählt. Die Machart des Filmes (Kamera, Szenenbild, Musik aber auch die Schauspieler) lassen das Bild dieser Krankengeschichte als sehr authentisch erscheinen.
Was bleibt ist ein schlicht perfekter Film über eines der besten und wichtigsten Bücher, das je geschrieben wurde.
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alexandrasmovie 2011/11/13 11:36:13
Kommentar löschenSchmetterling und Taucherglocke. Einer der schönsten und passenstens
Filmtitel wie ich finde.
Jean-Do ist gefangen in seinem eigenen Körper, einzig seine Erinnerung und Fantasie sind ihm noch geblieben. Eine Taucherglocke, namens Locked-In-Syndrom,die ihn immer weiter auf den Grund zieht, die ihm eigendlich den Lebenswillen nehmen müsste umgibt ihn. Gefeierter Redakteuer, verheirat, drei Kinder und nur ein Augenblick verändert alles. Plötzlich liegt er im Krankenhaus, bewegunglos, ohnmächtig und nur noch ein Augenlid ist ihm geblieben.
Der Zuschauer nimmt die Welt nun aus seiner Perspektive war. Die Eingeschränktheit und Verschwommenheit der Dinge wird perfekt durch die Kameraarbeit visualisiert. Der Zuschauer ist in dem Film der einzige der Jean-Do versteht. Man hört Jean-Dos Gedanken als eine Off-Stimme und nimmt ihn dadurch nicht nur als leblose Hülle war sondern als ganzen Mensch. Verzweifelt muss man miterleben, wie Jean-Do seine Wünsche nicht an die Außenwelt herantragen kann, erlebt aber auch mit welchem schwarzen Humor er versucht mit dieser Situation umzugehen. Man wird sein Begleiter und voller Mitleid durchlebt man mit ihm die erste Zeit nachdem Aufwachen. Hoffnung kommt er ist in Form einer Logopädin, die für Jean-Do eine Kommunikationsmöglichkeit schafft. Eine Tafel mit allen Buchstaben, die sie laut vorliest und er zwinkert wenn der richtige Buchstabe fällt. Hört sich mühsam an und ist es auch. Trotzdem findet Jean-Do seinen Lebenswillen im Laufe des Filmes wieder, findet seinen persönlichen Schmetterling, in Form seines Geistes. Er fängt an ein Buch zuschreiben und den Sinn des Lebens wiederzufinden.
Der Film ist ein Appell an den Zuschauer, das Lebens nicht an körperlichen Fähigkeiten festzumachen. Trotzdem ist man froh wenn der Abspann läuft man aufstehen kann und plötzlich nimmt man seine eigenen Fähigkeiten, die man für selbstverständig hält mit anderen Augen wahr.
Mit Schmetterling und Taucherglocke ist wirklich ein ganz besonderer Film entstanden,der auch durch die Tatsache,dass er auf einer wahren Begebenheit beruht, so stark ist. Ich denke ich bin nicht die einzige die nach dem Film auch unbedingt das Buch lesen möchte und Jean-Do für seinen Willen bewundere.
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MesmythCore 2011/11/12 17:01:26
Kommentar löschenVorsicht: Dieser Text enthält Spoiler, ich bitte darum das Durchlesen zu vermeiden, sofern der Film noch nicht geschaut wurde.
Stell dir vor: Vor deinen Augen erheben sich verschwommene Gestalten. Ein unbekannter Ort. Eine Person ist gefesselt - an einem Bett. Gefangen in seinen Gedanken, unfähig diese zu äußern und du bist ein Teil von ihm. Nein DU bist ER. Du wirst dein Leben lang nicht mehr in der Lage sein, dich zu bewegen, zu reden. Die für uns so selbstverständliche Freiheit, sie wurde dir genommen... Willst du denn noch leben?
Männer in weißen Kitteln, sie verkünden dein Todesurteil. Sie starren dich voller Neugier an, ein Objekt und wollen dir weiß machen du hättest noch etwas woran du dich festhalten kannst. Sie begreifen nicht deine Verzweiflung, dein Schicksal. Das kennst nur du...
Das Biopic von Julian Schnabel handelt von Jean-Dominique Bauby, dem Chefredakteur des Magazins "Elle", dem durch einen Schlaganfall eine tragische Wendung seines Lebens widerfährt. Seine dadurch hervorgerufene Lähmung erstreckt sich über den ganzen Körper, allein sein linkes Auge kann er noch bewegen. Dieses Krankheitsbild nennt sich "Locked-In Syndrom".
Mit der Hilfe einer Logopädin erarbeitet er eine neue Art der Kommunikation: Ein Aufzählen des Alphabets, sortiert nach den meistgenutzten Buchstaben. Den zutreffenden bestätigt er mit zweimaligem Blinzeln, einmal Blinzen bedeutet dagegen ein Verneinung. Zuerst ist dieser durch das Krankenhaus vorgeschlagene Weg zu kommunizieren eine Tortur für ihn, doch er entschliest sich letztendlich dazu mit dieser Methode ein Buch zu erarbeiten.
An dieser Stelle möchte ich die für mich berührendste Szene des Filmes zitieren, die die Erkentnis ausdrückt nicht immer alles im Leben richtig gemacht zu haben und dies nun nicht mehr ändern zu können:
"Heute kommt es mir so vor als wäre meine ganze Existenz nichts anderes gewesen als eine Verkettung verpasster Gelegenheiten. Die Frau die man nicht lieben konnte, die Chancen die man nicht ergreifen wollte. Die Glücksmomente die man sich entgehen lies. Ein Rennen, dessen Ergebnis man kennt, aber dem man sich nicht in der Lage fühlt den Gewinn zu kassieren. War ich blind und taub zugleich oder brauchte ich erst ein Unglück um mir über meine wahre Natur klar zu werden?"
Sein Leib ist unbeweglich, fast gestorben. Doch Bauby's Geist ist noch vollkommen aktiv. Jean-Do's Erinnerungen an die Vergangenheit vor der tragischen Wende holen ihn immer wieder in kurzen Ausschnitten ein und offenbaren dem Zuschauer ein geregeltes Leben mit einer Familie und allem was man sich so wünschen kann. Ein Mann also, der viel erreicht und doch viel mehr verloren hat. Jean-Do will sich nicht beschweren, denn er hat noch seine Fantasie. Diese lässt ihn sich vorstellen was er will, hingehen wo er will, ihn erleben, was durch seinen gelähmten Körper nicht mehr möglich ist.
Was diesen Film zu etwas Besonderem macht ist die Sensibilität, mit der man sich mit der Person auseinandersetzte und die Nahaufnahmen, die bewusst aus dem Betrachtungswinkel von Jean-Dominique gemacht wurden. Durch eine Stimme des Protagonisten wird man auf persönlichste Art und Weise durch den Gedankengang Bauby's geführt. Schnabel erschuff eine Symbiose aus für den Moment passender Musik und visueller Komposition. Diese wurde dafür geschaffen mit allen Sinnen genossen zu werden und sich ganz der ergreifenden Geschichte hinzugeben. Dazu scheint in den für die Story aussagekräftigsten Momenten die Zeit still zu stehen.
Nie hat der Spruch "Geschichten die das Leben schreibt" besser gepasst als hier, denn "Schmetterling und Taucherglocke" ist ein sehr persönliches, bewegendes Werk, eine Verbeugung vor dem Durchhaltevermögen und die zuletzt abgelegte Leistung Bauby's, dem Verfassen seiner Memoiren und dem Trotzen seines erlittenen Schicksalsschlags.
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stuforcedyou 2011/11/12 21:18:25
Antwort löschenSuper.
MesmythCore 2011/11/12 21:24:36
Antwort löschenVielen lieben Dank stuforcedyou. :)
Alle 4 Antworten zeigen
stuforcedyou 2011/11/12 21:42:00
Antwort löschenGern geschehen, aber stu reicht völlig :)
MesmythCore 2011/11/12 22:57:11
Antwort löschenOk, ich werds mir merken stu. ;)
alex023 2011/11/11 22:00:53
Kommentar löschen"Als ich gesund war, war ich garnicht lebendig. Ich war nicht da. Aber als ich zurückkam, mit dem Blickwinkel des Schmetterlings, wurde mein wahres Ich wiedergeboren."
Ich überlege die ganze Zeit, was ich hier rein schreiben soll, denn das ist wahrlich nicht einfach. Da kann ich geheimer333 nur zustimmen, denn das ist richtig schwierig nach so einem monströsen Film. Was macht den Film aus?
Es ist schwer zu sagen.
Ist es die berührend-tragische Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht? Oder vielleicht die grandiose Leistung von Hauptdarsteller Mathieu Amalric? Oder doch die virtuosen Schnitte und Kameraeinstellungen? Das alles trifft zu. Aber vielmehr noch ist es die fantastische Atmosphäre, die berührend, melancholisch und bedrückend zu gleich ist, immer mit diesem gewissen Unterton. Es wird viel zu häufig verwendet, aber wenn es irgendwo zutrifft, dann hier: die Atmosphäre ist schlichtweg genial.
Ich bin wirklich mit fast keiner Erwartung hier dran gegangen und wusste auch nicht worum es geht und dann bekommt man so einen großartigen Film geliefert. Das muss ich jetzt erst einmal verdauen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
geheimer333 2011/11/11 22:02:48
Antwort löschenIch werde in einem mp Kommentar erwähnt YAY :D
alex023 2011/11/11 22:05:05
Antwort löschenHGW :D
geheimer333 2011/11/10 20:08:07
Kommentar löschenIch bin sicher jeder kennt das! Film gesehen und komplett begeistert, aber man findet keine Worte. Ich schreib jetzt einfach mal blind drauf los, mal sehen ob was dabei rauskommt:
Ein Film basierend auf einer wahren Geschichte, das war mir bewusst, vor dem Film hatte ich aber noch nie etwas davon gehört. Ich Hatte also praktisch gar keine Erwartungen. Ich dachte, jetzt kommt wieder so ein Film der künstlerisch sein will, aber in dem praktisch nichts passiert. Viele würden jetzt sagen: "Aber bei 'Schmetterling und Taucherglocke' passiert doch auch nichts!" Das stimmt so erstmal nicht.
Erstmal gehe ich jetzt nicht auf die geniale filmische Umsetzung ein, sondern nur auf die Handlung.
Jean-Dominique Bauby ist ein angesehener Journalist. Er hat alles im Leben erreicht, hat Geld, drei Kinder, Frauen, alles was sich ein Mann um die 40 nur wünschen kann.
Doch völlig unerwartet, nimmt sein bisher so perfektes Leben, einen Wendepunkt, er erleidet einen Schlaganfall.
Die Folgen sind katastrophal, Er ist am ganzen Körper gelähmt, nur sein linkes Auge ist noch voll funktionstüchtig, er benutzt es um zu kommunizieren und wenige Zeit später beginnt er sogar damit ein Buch zu schreiben, sein Leben verändert sich völlig, aber letztendlich, kann er nicht behaupten, dass sein Lebens sich verschlechtert hat.
Eigentlich hört es sich schon recht langweilig an, denn wer will denn schon fast zwei Stunden einen Mann sehen, der mit seinem linken Auge blinzelt? Ich nicht!
Aber das hier ist kein gewöhnlicher Film!
Mit der Off Stimme von Bauby, weiß man zu jeder Zeit was er will und man ist fast verzweifelt, wenn das die anderen Leute eben nicht wissen. Dieses Mitgefühl entsteh wohl dadurch, dass der größte Teil des Films in der Perspektive der Hauptfigur gedreht ist. So fühlt man sich während des Filmes selbst als Figur des Filmes! Das liegt nicht nur an diesem innovativen Stilmittel, sondern vorallem an dessen Umsetzung. Durch die absolut geniale Kameraführung, sieht man nicht nur das, was Bauby sieht, man sieht was er fühlt. Nein man fühlt was er fühlt.
Dass dieses Hinversetzen in die Hauptperson, tatsächlich perfekt gelingt, liegt wohl nicht zuletzt an der schauspielerischen Meisterleistung von Mathieu Amalric, er spielt den selbstbewussten Journalisten genial. Aber, die Leistung, die er abliefert, wenn er den Jean-Dominique Bauby spielt, der an dem Locked-In-Syndrom leidet, ist einfach nicht in Worte zu fassen.
Dieser Film wirft so einige Fragen auf. Kann man nach einem solchen Unfall noch normal leben? Kann man glücklich sein?
Ich denke das hängt ganz davon ab, welche Möglichkeiten der Mensch hat und ob er Willens ist zu Kämpfen!
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
alexandrasmovie 2011/11/10 20:21:14
Antwort löschenSchön geschrieben. Der Film kommt direkt auf meine Merkliste ;)
geheimer333 2011/11/10 20:22:22
Antwort löschenSchön, dass der Kommentar dir den Film schmackhaft macht =)
David "Noodles" Aaronson 2011/11/10 22:31:56
Antwort löschenRight. Ebenfalls sehenswert ist auch Schnabels Vorgängerfilm, "Before Nightfalls", wenn der auch nicht ganz so großartig wie dieser hier (einer der wunderbarsten Film der letzten Jahre).
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rav_bralor 2011/11/11 14:50:13
Antwort löschenKann ich voll und ganz unterschreiben - mein großer Respekt gilt auch den Menschen, welche zur Vorlage dieses Films dienten. Welchen Aufwand, allein die Krankenschwester auf sich genommen hat ... irre.
geheimer333 2011/11/11 18:02:32
Antwort löschenJa ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie man so ein GANZES buch schreiben kann! Ich glaube ich werde es mir demnächst mal kaufen...
KaktusEis 2011/11/01 12:32:10
Kommentar löschenKameratechnisch ein absolutes Meisterwerk. Die Geschichte ist wahnsinnig gefühlsvoll und nimmt einen emotional mit. Sicherlich nichts für den mainstream-kino gänger, aber dennoch ein Kunstwerk.
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fienum 2011/10/20 17:43:21
Kommentar löschenAbgesehen von Jean-Dos größtenteils amüsanten Gedanken (Off-Stimme) eine überwiegend langweilige und FÜR MICH wenig ergreifende Doku, die kameratechnisch jedoch recht vernünftig umgesetzt ist (auch, wenn mir das schwammige Bild aus der Ich-Perspektive manchmal tierisch die Pupillen beschlagen hat). Die Punkte gibt es eigentlich hauptsächlich aus Repekt vor der eigentlichen Geschichte.
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geheimer333 2011/11/10 20:40:36
Antwort löschenDoku???
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fienum 2011/11/15 18:59:41
Antwort löschenja, DOKU. Hier wird die selbstverfasste Autographie "Le scaphandre et le papillonvon" von Jean-Dominique Bauby filmisch dokumentiert. Gut, ich hätte es vll. in Anführungszeichen setzen können, da das Ganze hier im halbdokumentarischen Romanstil aufläuft
geheimer333 2011/11/17 17:12:28
Antwort löschenIst aber keine Dokumentation sondern ein Spielfilm ;)
fkfilmkritik 2011/10/05 21:52:07
Kommentar löschenDeine Augen öffnen sich. Richten sich auf eine Stelle. Du willst den Kopf bewegen. Du willst wissen wo du bist. Du bist immer noch stark am blinzeln. Du hörst plötzlich ein Piepsen. Siehst Männer um dich rum. Willst etwas sagen, aber das geht nicht! Du willst dich bewegen
Ebenfalls zwecklos. Du fühlst dich beklemmt, willst nichtmehr in den Spiegel gucken, dein Will des Lebens verlässt dich.
Ich finde es immer schade, wenn Filme die nicht in Amerika gedreht werden, einen auf Hollywood-style-over-substance-Kopie machen. Denn es kann soviel einzigartiges Kino geschaffen werden, was bei den hunderten von Hollywood-Blockbustern nicht zu stande kommt. Bestenfalls kriegt man so einen wundervollen Film.
Es gibt wenig schöneres als ein hochdramatisches- und tragisches Drama, was zudem extreme Lust auf das Leben macht. Wenn es dann auch noch dazu beisteuert, dass man selbst im eigenen Leben dadurch beeinflusst wird, kann man sagen hier ein sehr prägendes Meisterwerk zu erleben. Genau das ist "Schmetterling und Taucherglocke". Dank seinen esoterischen und spirituell gefertigten Bilder wird gezeigt wie man sich einfach mal auf´s Bett legen kann. Seiner eigenen Fantasie freien Lauf lassen. Sich Bilder im Kopf zergehen zu lassen. "Ich werde mich nie wieder beklagen." Zu sagen: Mir ist langweilig-Nein. Einfach liegen bleiben sich neue Geschichten ausdenken. Vielleicht auch ein eigenes Buch zusammenzwinkern. Ja, das ist möglich. Julian Schnabel zaubert hier diese unbeschreiblich schöne Geschichte auf´s Silbertablett. Die Inszenierung dabei teilweise aus der Ego-Perspektive ist grandios gelungen und die lyrischen Bilder, die hier hergezaubert werden lassen meine Augen funkeln. Der Voice-Over ist dabei realitätsnah und amüsant zugleich.
"Ich habe das Gefühl mein Leben ist nichts als aneinander Reihung kleiner Fehlschläge ...
Die Chancen die man nicht ergreifen wollte, die Glücksmomente die man sich entgehen lies...
War ich Blind und Taub zugleich oder brauchte ich erst ein Unglück, um mir um meine wahre natur klar zu werden?"
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Stefan_R. 2011/10/05 22:01:06
Antwort löschen... und ich zwinkere ein Lob herbei. Sehr einprägsam geschrieben, gefällt mir! :)
fkfilmkritik 2011/10/05 22:05:26
Antwort löschenVielen Dank. ;)
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Oceanic6 2011/10/08 18:31:40
Antwort löschenJetzt muss ich ihn auch endlich mal sehen. Schön geschrieben: ;)
fkfilmkritik 2011/10/08 19:06:26
Antwort löschenDanke, bin auf deine Meinung gespannt :D
Begbie 2011/09/25 10:43:17
Kommentar löschenWas könnte ich nun nicht alles über diesen Film schreiben. Ich hatte ein ähnliches Schicksal und weiß wie man sich bei soetwas fühlt. Aber natürlich kann ein Film niemals die Emotionen hervorrufen, die man dabei wirklich durchlebt. An sich ist es ein Film mit schwerem Thema, relativ "leicht" umgesetzt und mit viel Wärme. Manchmal wollte der Regisseur mit der Kameraarbeit zuviel erreichen. Paar Szenen sind genial (die Szene mit der Affäre die anruft, bei der die Mutter der Kinder mit ihr sprechen muss), aber manchmal fehlte dann doch das berühmte Salz in der Suppe. Nur weil ein Film auf wahren Begebenheiten beruht, muss er nicht gleich ein Meisterwerk sein - es ist immer eine schöne Randnotiz für mich, aber der Film soll mich mit seinen Möglichkeiten an sich packen und nicht nur, weil er genauso (bzw. kann man es wirklich wissen, wieviel Wahrheit in soetwas immer steckt) passiert ist.
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Punsha 2011/06/18 18:02:14
Kommentar löschenEin einfühlsames Drama und eine wahre Geschichte über einen Mann, der alles hat, was er sich wünschen kann und durch einem schweren Schicksalsschlag alles genommen wird außer seine Erinnerungen und seine Fantasie.
Und ebendiese eindrucksvollen und bildgewaltigen Sequenzen aus Jean-Do's erhalten gebliebenen Gedanken, unterlegt mit einem tollen Score, vermittelten ein Gefühl der Schönheit des Lebens uns trieben mir jedes Mal Tränen in die Augen. Jedoch schafft Julian Schnabel es nicht immer, diese hohe emotionale Ebene auf diesem Niveau zu halten, weshalb ich verstehen kann, dass "Schmetterling und Taucherglocke" für so manchen als zu langatmig erachtet wird. Auf jeden Fall bekommt man aber einen tiefen, tragischen Einblick in das Innere einer kaputten Seele, die sich nach einem Lebensinhalt sehnt.
Bravo! Je suis impressionné.
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lavl 2011/04/22 16:49:46
Kommentar löschenIch kenne keinen anderen Film, der es wie dieser schafft, trotz seines schwierigen Themas und trotz seines tragischen Endes eine positive Grundstimmung zu hinterlassen.
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betti.boo 2011/02/20 13:04:38
Kommentar löschenSchwere Kost - so schwer, dass ich mich anfangs fragte, ob man das wirklich verfilmen muss. Aber genauso eindringlich, wie die Härte des Schicksalsschlages gezeigt wird, so eindringlich gelingt es dem Film im Weiteren auch, den Lebenswillen und eine gewisse Lebensfreude zu zeigen.
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smartiemaus 2011/02/08 13:46:34
Kommentar löschenIch habe mir diesen Film in der Schule ansehen müssen und kann dazu nur sagen: Erschreckt von dem Schicksal dieses Mannes (Das ja auf wahrer Begebenheit beruht) und ermüdet von dem Film. Irgendwann wird es einfach für mich persönlich langweilig. Aber dieser Film zeigt: Mit Apoplexen ist wirklich nicht zu spaßen. Einer der seltenen, aber existierenden Fällen.
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momopipi 2011/01/16 19:04:20
Kommentar löschenNach langer Zeit habe ich den Film endlich sehen dürfen. Erinnert hat mich der Film an "Johnny zieht in den Krieg", den ich noch völlig vergessen habe zu bewerten :D Schmetterling und Taucherglocke ist aber authentischer und außerdem filmtechnisch echt gelungen, während "Johnny..." nur mit seiner krassen Idee den Zuschauer in Angst stürzen möchte. Wenn man hier und da überlegt, ist S. und T. gar kein so besonderer Film. Die filmtechnische Komponente verleiht dem Film eine ziemlich starke Energie, sodass es für mich insgesamt ein guter Film ist.
Das Ende von "Johnny..." war aber viel cooler :/
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WillHunting 2010/12/30 22:18:50
Kommentar löschenSchade das man so sehr von Vorhersagen enttäuscht werden kann, ich weiß nicht ob ich den Film besser finden würde, hätte ich vorher nix von ihm gehört, aber so hat er mich ehrlich gesagt gelangweilt, klar schöne Bildaufnahmen und rührend, aber naja ich hab die ganze Zeit auf das Wunder gewartet und dann war der Film einfach so zu Ende.
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mundafinga 2010/12/28 01:45:20
Kommentar löschenUnglaublich berührender Film, der einen nicht mehr so schnell los lässt. Die Adjektive hoffnungsvoll und lebensfroh kann ich allerdings in Bezug auf diesen Film gar nicht nachvollziehen, ich finde ihn einfach nur traurig und deprimierend. Aber genau solche Filme bringen einen zum Nachdenken und helfen einem, das eigene Leben zu schätzen und möglichst zu geniessen. Denn es kann jederzeit zu spät dafür sein... Ruhe in Frieden, Jean-Dominique!
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