Blood Diamond

Blood Diamond (2006), US
Laufzeit 143 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 25.01.2007

7.0 Kritiker
51 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5 Community
19920 Bewertungen
149 Kommentare
Blood Diamond - Bild 2506576
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von Edward Zwick, mit Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou

Der Schwarzafrikaner Solomon Vandy (Djimon Hounsou) wird während des Bürgerkriegs in Sierra Leone von Rebellen gefangen genommen und zur Arbeit in einer Diamantenmine gezwungen. Kurz bevor eine Regierungstruppe das Gebiet wieder zurückerobert, findet Vandy einen großen Diamanten den er vergraben kann. Im Gefängnis trifft er auf Danny Archer (Leonardo DiCaprio), einen aus Rhodesien stammenden Diamantenschmuggler, dem er von seinem Fund berichtet. Unter der Bedingung Solomon wieder mit seiner Familie zusammenzubrigen, willigt dieser ein ihm den Diamanten zu überlassen. Zusammen können die beiden bei Unruhen fliehen, um sich umgehend auf die Suche nach der Familie und dem Diamanten zu machen. Gemeinsam mit der amerikanischen Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Connelly) beginnt eine nervenaufreibende Reise, bei welcher sie auch noch den als Kindersoldaten arbeitenden Sohn von Solomon aus den Händen der Rebellen befreien müssen.

Regisseur Edward Zwick, bekannt für Filmepen wie Glory oder The Last Samurai, lieferte mit Blood Diamond 2006 einen der heißdiskutiertesten Filme des Jahres ab. Gute Kritiken, fünf Oscarnominierungen und ein Einspielergebnis von ca. 170 Millionen US-Dollar zeugen von einem großen Erfolg. Vor allem die Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou wurden mit Lob überschüttet. In einem Interview bezeichnete DiCaprio die Dreharbeiten später als „die eindrucksvollsten und schwierigsten zugleich“. Sie hätten seinen Blick auf sein eigenes luxuriöses Dasein verändert und westliche Alltagsprobleme relativiert. Da Blood Diamond in Südafrika und Mosambik gedreht wurde, gibt es im Film einige kleine Fehler zu beobachten: So herrscht in Sierra Leone Rechtsverkehr nicht Linksverkehr, ein Sonnenaufgang über dem Meer wird man in Sierra Leone, Westafrika, auch nicht beobachten können. Einige Kritiker bemängelten die vereinfachte Thematisierung des Handels mit Blutdiamanten. Superstar DiCaprio eignete sich für Blood Diamond den extrem schwer zu lernenden südostafrikanischen Dialekt an. (BL)

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Cast & Crew


Kritiken (9) — Film: Blood Diamond

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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4.0Uninteressant

Der liberianische Bürgerkrieg in den 90er Jahren bildet den zeitlichen und räumlichen Hintergrund für Edward Zwicks "Blood Diamond". Der Titel verweist auf die so genannten "Konfliktdiamanten", die als Währung der Rebellenführer, Terroristen und Schmuggler die Unruhen in Sierra Leone finanzierten, und auch als "Blutdiamanten" bezeichnet werden – für die Gewinnung der begehrten Steine wurden zahlreiche Teile der afrikanischen Bevölkerung misshandelt, bis 1999 über 5000 Kindersoldaten zwangsweise rekrutiert. Der illegale Handel mit den Diamanten ist auch nach Beendigung des Krieges ein Problem: Nur schwer lässt er sich kontrollieren, gelangen Steine aus Konfliktregionen in den regulären Handel – ungewiss, welche korrupten Wirtschaftsunternehmen mit ihrer Beteiligung dadurch weiterhin Unruhen in Krisengebieten finanzieren. [...] Sind die narrativen Stränge erst einmal geschnürt, entfernt sich der sicherlich ambitionierte "Blood Diamond"…

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.5Sehenswert

Dass auf dem schwarzen Kontinent Afrika Bürgerkriege und politische Instabilität eine weitreichende Realität sind, ist in Europa inzwischen hinreichend bekannt. Dass der reiche Westen hier aber nicht nur eine politische, sondern auch eine moralische Verantwortung hat, weiß dagegen nicht jeder. Das Schlagwort heißt „Blutdiamanten“, Edelsteine, die illegal auf den internationalen Markt geworfen werden und dadurch Waffenkäufe und Diktatoren finanzieren.

Eine traurige Berühmtheit errang in diesem Zusammenhang der Bürgerkrieg in Sierra Leone Ende der 90er Jahre, der die Rahmenhandlung für „Blood Diamond“ stellt. Bei einem Überfall der Revolutionstruppen auf sein Dorf wird der Fischer Salomon Vandy (Djimon Honsou) von seiner Familie getrennt. Seine Frau und Tochter können fliehen, sein minderjähriger Sohn wird als Kindersoldat zwangsrekrutiert und Vandy selbst als Zwangsarbeiter in den von den Rebellen kontrollierten Diamantenminen verdingt. Dort findet er einen…

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Evie: www.inderzange.de

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8.5Ausgezeichnet

Sehr gutes Actiondrama, mit einem super DiCaprio, der mir immer von Film zu Film immer besser gefällt.
Atmosphäre war dicht und Story nett umgesetzt, jedoch musste am Ende wie immer ein Hollywoodende rausspringen schade...

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sushi25: movie-fan.de

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7.0Sehenswert

Ein guter DiCaprio, Jeniffer Connelly ist eh in allem (ausser in Tintenherz) sehenswert, eine Story mit ernstem Hintergrund und ausreichend Action, also alles was man neben Popcorn für einen Videoabend braucht.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.0Ausgezeichnet

"Blood Diamond" ist ein sehenswerter Film mit einem ernsten Thema. Er lebt von seiner gut erzählten Geschichte und den guten Schauspielern und ist durchaus für einen ernster angehauchten Videoabend geeignet.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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4.0Uninteressant

Roh-realistisch zieht Zwick sein spannendes Afrika-Action-Abenteuer auf und bringt mit eindringlichem Schauspiel ein in der Öffentlichkeit nur wenig thematisiertes Problem auf die Agenden des Publikums.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

DiCaprio weiß in seiner Rolle zu gefallen. Dank seiner überzeugenden Darstellungen in „The Departed“ und jetzt „Blood Diamond“ kann ich ihn endlich als „Kerl-Darsteller“ ernstnehmen. Auch Djimon Hounsou überzeugt auf ganzer Linie, gibt einen glaubwürdigen Mann auf der Suche nach seiner Familie, der sich von Archer nicht zur Edelstein-Trüffelsau degradieren lässt.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Chuchaqui: Critic.de

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7.0Sehenswert

Die Problematik von sogenannten Konflikt-Diamanten, das Grauen afrikanischer Bürgerkriege und der Ausbildung von Kindersoldaten und das Thema Kriegs-Journalismus. All dies versucht Edward Zwick mit seinem neuen Film unter einen Hut zu bringen. Größtenteils gelingt ihm das zwar, der letzte Teil seines zu lang geratenen Films nimmt der Geschichte durch die stark an herkömmliche Hollywood-Schemata angelehnte Dramaturgie allerdings etwas die Wucht. Die Spannung des Films, die grandiose Inszenierung und vor allem die großartige Arbeit der Hauptdarsteller macht "Blood Diamond" dennoch sehenswert. Ein Film, der großartig unterhält und nachdenklich stimmt, das Risiko dieses Kontrastes durchaus bewusst eingeht und im Endeffekt trotz einiger Mängel doch beeindruckt.

Kritik im Original 39 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

Blockbuster-Schulfernsehen, das die Boulevard- und Nichtzeitungsleser wachrüttelt: viel Geballer und Explosionen mit einem ernsten und realistischen Hintergrund. Ich kann auch dem Ende etwas abgewinnen, dass die Stränge des Films zu einem sinnvollen und ergreifenden Ganzen zusammenfügt. Dieses ewige Rumgehacke auf dem Zeigen von Gefühlen, welches sofort mit Hollywood-Reißbrettschreiberei gleichgesetzt wird, nervt. Schreibt Euch das hinter die Ohren, Ihr emotionslosen Kühlschränke! Und was lernen wir am Ende? Bloody Diamonds are a girl's worst friend.

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patcharisma

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Mich nervt das ebenfalls, wenn bei jedem 2.Film geschrieben wird: "Der Schluss war mir zu hollywoodmässig!", statt dass man auch mal ein Engagement lobt. Bestimmt hat der Film gerade durch seine taugliche Erzählweise sehr vielen Leuten die Augen für die nahezu unbeleuchtete Thematik geöffnet. Dummerweise hilft nun auch nicht mal mehr der ewige Bush-Stereotyp des ach so bösen Amerika, der ist nämlich nicht länger US-Präsident & Michael Moore daher wahrscheinlich arbeitslos.



Kommentare (140) — Film: Blood Diamond

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Mr.Film

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Bewertung7.5Sehenswert

Mit „Blood Diamond“ ist Edward Zwick ein schwieriges Thema angegangen, den Handel mit Blutdiamanten und den Bürgerkrieg in Sierra Leone. Die Handlungsstränge der beiden Protagonisten Danny Archer(Leonardo DiCaprio), der zunächst als Blutdiamantenschmuggler vorgestellt wird und Solomon Vandy(Djimon Hounsou), dessen Familie von einer Rebellentruppe auseinander gerissen wurde, werden zwar etwas zufällig, aber dennoch ideenreich zusammengefügt.

Das Thema Blutdiamanten sollte jeder Mal in Angriff genommen haben, wer es noch nicht getan hat sollte hier unbedingt reinschauen, denn das ist Blockbusterkino für die Schule. Zwar werden einige Klischees nicht ausgelassen, dennoch kann man da ein Auge zudrücken wenn man den Herrn DiCaprio auf dem Bildschirm agieren sieht, wie er den facettenreichen Schmuggler/Söldner mimt ist erschreckend, in dem einem Moment der nette Mann der nur helfen möchte, im nächsten hält er dir ein Messer an die Kehle. Jennifer Connely die ich letztens erst in „A Beautiful Mind“ bewundern durfte, konnte mal wieder überzeugen, was sie aus ihrer Stereotypischen Figur gemacht hat ist ebenfalls bemerkenswert. Djimon Hounsou darf sich auch auf die Schulter klopfen, er ist einer der emotionsvollsten Schauspieler die ich in letzter zeit gesehen habe, ganz groß.

So einnehmend das Thema und die Geschichte an sich auch ist, das was dem Film den Boden unter den Füßen wegziehen will ist die Länge, man wollte ein spannendes Abenteuer draus machen doch eben wegen der Laufzeit kam dies nur lauwarm rüber.
Auch wenn es schablonenhaft ist wenn eine Familie gerettet werden muss um die Tränendrüse zu strapazieren, es klappt doch immer wieder und man achtet dann auch nicht unbedingt drauf warum man denn gerührt ist. Man ist es einfach, wieso sollte man das immer zu sehr in Frage stellen.

DiCaprio sagte einmal das die Drehzeiten in Südafrika die wohl schwierigsten für ihn waren, die Zeit in denen er sein Blickfeld über die Probleme in Afrika erweitert hat und feststellte das die kleinen Schwierigkeiten die wir zu Hause zu bewältigen haben dagegen nichts sind. Damit hat er Recht, und diese Sichtweise wurde auch im Film gut rübergebracht. Ist bestimmt nicht so wirkungsvoll wie es für DiCaprio war, aber wer sich nach oder während dem Film keine Gedanken macht, bei dem läuft irgendwas schief. Das folgende Engagement das DiCaprio dann an den Tag gelegt hat zeigt das es keine leeren Worte waren. Er hat sich gegen den Blutdiamanthandel und Kindersoldaten eingesetzt, das sind wirkliche Stars.

Die faszinierenden und erschreckenden Bilder Afrikas wandern auf einem schmalen Grat zwischen Aufschluss und Unterhaltung, untermalt mit einem traumhaften Score wird man auf eine düstere Reise mit einem (teilweise) schönen Ausblick geschickt.

„D.I.A“

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

FilmFreeza

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Siehste, war doch okay ^^


Mr.Film

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War sogar top :)


KonTaicho

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Bewertung7.5Sehenswert

Di Caprios Sprachstörung in deutscher Synchro is der hammer :D, hä!

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NillePille

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Bewertung0.0Hassfilm

Ich gebe zu das Kinoerlebnis ist schon ein paar Tage her und vielleicht sollte ich ihn mir bei soviel positiver Kritik nochmal anschauen..

Die Erinnerungen die ich habe war ein überladener, aber dabei bzw. dadurch so durchschaubarer, platter, langweiliger und ermüdender Film.
Die Action war ok, auch wenn ich dachte er kriegt ein Kind als er den anderen Typen den Berg hochschleppt. Aber ich weigere mich für einigermaßen ansprechende Action Punkte zu verteilen wenn mich der Film dermaßen gelangweilt hat.

... ach nee ich guck ihn doch nicht nochmal... da guck ich lieber nochmal Match Point, da kann man in der unendlichen Grotte der Langeweile wenigstens noch Scarlett J. anschmachten.

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FilmFreeza

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Blood Diamond

„Alle Schmuggler sind tot. Warum du nicht ? Warum bist du noch am leben?“
„Nun ich denke ich hatte einfach nur Glück!“

In Sierra Leone herrscht Bürgerkrieg. Das Land wird von den Rebellen der RUF regiert. Einer Armee voll mit Kindersoldaten und bewaffneten Einheimischen, die das Land vor fremden Einflüssen beschützen will. Sie fahren von Dorf zu Dorf um neue Anhänger und Arbeiter mit Gewalt zu rekrutieren und reißen somit zahlreiche Familien auseinander oder löschen sie gar komplett aus. Einer dieser Leidtragenden ist Solomon Vandy. Auch er wird gefangen genommen und muss fortan die zahlreichen Blutdiamanten aus den Gewässern Sierra Leones fischen. Eines Tages findet er einen Stein der weitaus größer und wertvoller als die anderen zu sein scheint. Als das Arbeiterlager von US-Truppen angegriffen wird, versteckt er ihn in Eile und wird Gefangen genommen. Im Gefangenenlager trifft er auf den Schmuggler Danny Archer, der ihn im Tausch gegen den Diamanten die Freiheit seiner Familie garantiert.

Blood Diamond ist ein gesellschaftskritischer Film, der sich schonungslos mit einem hochbrisanten Thema auseinandersetzt, den Blutdiamanten.
Eine Mischung zwischen typischen Unterhaltungskino und eigentlich so gar nicht massentauglichen Einflüssen, bekommt man hier aufgetischt. Gnadenlos wird die Ausbeutung und Ausnutzung solcher Krisenherde zur Schau gestellt, eigentlich alles Dinge die allseits bekannt sind, aber dennoch erstaunen wenn man sie so vor Augen geführt bekommt.

„Du denkst wohl ich wäre der Teufel. Das liegt wohl daran, dass ich in der Hölle lebe!“

Mit Sierra Leone hat man natürlich eine eindrucksvolle Kulisse gewählt, denn die Landschaft gibt natürlich einiges her. Egal ob man die zahlreichen Regenwälder nimmt oder die „blutgetränkte“ Erde. Was herauskommt sind imposante Bilder, die dem Film auf den ersten Blick für einen Moment die Brisanz raubt, auf den zweiten Blick diese aber noch weiter steigert, dadurch dass man sieht um was die Leute dort kämpfen, dadurch dass man sieht dass ein so schöner Anblick, Schauplatz von Bürgerkrieg und Korruption ist, dadurch dass man sieht, dass durch die wunderschöne Flora und Fauna Afrikas Kindersoldaten umhertrampeln, die ihre Waffen sogar gegen ihre eigene Familie erheben.
Die starke Regie, die übrigens auf das Konto von Edward Zick geht, wird von einem grandiosen Score unterstrichen der diesen unbeschreiblichen Hauch Afrikas in sich trägt.

Der Cast ist natürlich großartig. Angefangen bei Di Caprio der gewohnt stark spielt und vor allem durch seinen äußerst sympathischen und hörenswerten Sprachstil punktet. Er spielt den Schmuggler Danny Archer, der eigentlich von nichts sehnlicher träumt als von dem Verlassen dieses aus seinen Augen gottverlassenen Kontinents. An seiner Seite agiert der beninische Schauspieler Djimon Hounsou. Meiner Meinung nach könnte kein Schauspieler besser den Wahnsinn der in der Bevölkerung rüberbringen. Mit Herz, Leidenschaft und viel Gefühl führt er seinen Charakter Solomon Vandy langsam aber sicher zum absoluten Sympathieträger dieses Streifens.
Auch an der Journalistin Maddy, gespielt von Jennifer Connelly findet man durchaus seinen Gefallen, wobei sie meiner Meinung nach noch das schwächste Glied in diesem famosen Trio ist.

Neben dem kritischen Teil des Filmes gibt es natürlich auch zahlreiche Actionszenen die in einem Hollywood Film dieses Formates natürlich nicht fehlen dürfen und auch das Gefühl und der Tiefgang kommen hier nicht zu kurz. Gerade am Ende wird man nochmal kalt erwischt und die ein oder andere Träne wird da bestimmt zum Fließen gekommen sein.
Blood Diamond ist auf jeden Fall keine leichte Kost und nutzt die verhältnismäßig lange Laufzeit optimal um einen kritischen und detaillierten Blick auf die Geschäfte rund um den Filmtitel zu werfen, dennoch musste ich feststellen, dass der Film keinesfalls von seiner Handlung lebt, sondern viel mehr von den Schauspielern und der Atmosphäre. Dennoch ist eine Sichtung dieses Filmes nahezu Pflicht.

„Ich bin genau an dem Ort an den ich gehöre, Maddy!“

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Mr.Film

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Saubär.


FilmFreeza

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:)*


Gerry1974

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Bewertung10.0Herausragend

Spannend und traurig zugleich,Leonardo DiCaprio spielt hier bis jetzt seine beste Rolle.

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Schloøpselcki

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für meinen Geschmack ist "Blood Diamond" zwar ein wenig zu sehr auf das Action-Genre gepolt und demnach sehr verfolgungsjagdenlastig (an manchen Stellen auch überzogen dargestellt (und damit meine ich vor allem "Leos Geschichte")) aber das ist auch das einzige Manko dieses durchaus mehr als sehenswerten Films. Denn abseits der genannten Punkte kann "Blood Diamond" mit großartigen Schauspielern, einem tollen Soundtrack und einer wichtigen und authentisch dargestellten Thematik auf ganzer Strecke überzeugen.

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blockbusterandmore

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Bewertung9.0Herausragend

"In der gesamten Geschichte von Afrika mussten, wann immer etwas von Wert gefunden wurde, Einheimische sterben. In grosser Zahl und großem Elend. Das traf zu als es um Elfenbein, Kautschuk, Gold oder Öl ging. Und es trifft jetzt bei den Diamanten zu. Einem erschütternden Bericht der Global Wittness zufolge werden die Steine dazu benutzt Waffen zu kaufen und den Bürgerkrieg zu finanzieren. Wir müssen handeln. Wir müssen den direkten und indirekten Import sämtlicher Roh-Diamanten aus Konfliktgebieten unterbinden."

Die folgenden Abschnitte enthalten Spoiler:

Mit diesen Dialogen wird der ambitionierte Kinogänger direkt in die Geschenisse Blood Diamonds hineingezogen, dem Nachfolgefilm von "Last Samurai” unter Regisseur Edward Zwick, der schon seit geraumer Zeit als einer der Regisseure gilt, die sich dem epischen Film verschrieben haben. Nach "The Last Samurai" nahm er sich 2005 einem Thema an, das für Hollywood im Genre der epischen Filme / Thriller oder Dramen immer mehr an Attraktivität gewonnen hatte: Den Blutdiamanten. Vor nicht all zu langer Zeit hatten vor allem Regie-Legende Sydney Pollack mit seinem Werk "Die Dolmetscherin" und Regisseur Terry George mit dem bewegenden "Hotel Ruanda" wieder für bleibenden Eindruck gesorgt. Nach dem Edward Zwicks "Blood Diamond” also in den Kinos gelandet war, wurden auch des öfteren auch Stimmen laut, dass Hollywood nun cinematographisch Sierra Leone als Aufhänger für einen Action-Kracher ausnutzt. Doch gänzlich darauf nur reduzieren lässt sich "Blood Diamond” Gott Sei Dank nicht!

"Blood Diamond" nimmt sich genau wie sein Vorläufer "Last Samurai” einer thematisch wichtigen Sache an und nähert sich ihr sorgfältig. Ein finanzieller Gewinn wurde damals schon vorausgesagt der zwar nichts an der Tatsache änderte das die Geschichte mit ein bischen Mitdenken durchaus bekannt ist, was dem Vergnügen aber durchweg keinen Abbruch tut. Auch dank Howard Shores minimalistischem, aber wuchtigem und breitem Score wird "Blood Diamond” immer wieder gezielt untermauert. Vor allem am Anfang, bei der späteren nachgestellten Belagerung Free Towns und auch in der letzten halben Stunde des Werkes brilliert Edward Zwick mit stilistisch herausragenden, allerhärtesten Action-Sequenzen. Zwischendurch liefert Zwick ambitionierten Politthrill ab, der durchaus zu fesseln weiß, die Charaktere werden sorgfältig eingeführt und die Handlung wird konsequent vorangetrieben.

"Blood Diamond" erzielt eine lange nicht mehr gesehene Tiefenwirkung, welche alleine durch die Kraft der Bilder und der erzeugten Panoramen an den Tag gelegt wird. Die Action-Szenen sind grandios inszeniert, und zwar ganz ohne CGI-Tricks und ohne Mätzchen, sie sind einfach nur kompromisslos "hand-made.” Besondere Erwähnung sei der kurz erwähnten, nachgestellten Belagerung von Free Town zu teil. Die teilweise durchaus harten Sequenzen vermitteln ihre Brutalität auf eine so und realistische Weise, das bereits die ersten 10 min von Blood Diamond zart besaitetete Gemüter vor eine Bewährungsprobe stellen. Ok, ganz perfekt ist Blood Diamond zwar nicht , weil auch ein paar kleine Längen existieren, die nicht immer ganz vermeidbar sind, und als Zugeständnis zum Mainstream wurde noch eine kleine Romanze zwischen den Protagonisten Leonardo Di Caprio und Jennifer Connely integriert; was aber keineswegs den Spaß nimmt, der positive Eindruck überwiegt selbst dadurch weiterhin.

Denn innerhalb der angesprochenen und funktionierenden Hollywood-Formeln ist "Blood Diamond" ein mehr als würdiger Vertreter seines Genres. Beeindruckend sind die Darsteller: Djimon Honsou lässt den Zuschauer die Verzweiflung des verarmten Fischers, der seine Familie und ins besondere seinen Sohn verliert, emotional durch eine phasenweise aufwühlende Darstellung deutlich spüren. Und Jennifer Connelly ist die Rolle der Maddy Bowen wie auf den Leib geschrieben. Leonardo DiCaprio zeigt die beeindruckendste Leistung aller Darsteller und liefert in der Rolle des klassischen Anti-Helden voller Zweifel und Zynik eine der reifesten Darstellungen der letzten Jahre ab. Seine ocarreife Darstellung in "Blood Diamond, welche seinen Werdegang zum aktuell wohl besten Darsteller, Kassenmagneten und Zugpferd Hollywoods unterstreicht, ist herausragend. Spätestens nach dieser Leistung, seinem Auftritt in Martin Scorceses gelungem "Departed - Unter Feinden" und Christopher Nolans "Inception" ist er wohl der "Top” Schauspieler der Neuzeit.

Edward Zwick übertrifft Sydney Pollack mit dem doch im Grunde genommen altbackenen Werk die "Dolmetscherin" in jeglicher Beziehung. Das Grauen auf dem afrikanischen Kontinent, die willkürlichen Erschießungen einfacher Bürger Afrikas und viele Aspekte der tragischen Geschichte dieses Kontinents werden zwar dem Zuschauer simplifiziert nähergebracht, aber gerade dadurch erhöht sich das Verständnis des Betrachters.... Das Problem der Konfliktdiamanten soll schließlich dem durchschnittlichem Zuschauer deutlich gemacht werden und das ist schließlich das ausgegebene Ziel des Films. Der Film läßt sich nicht als direkten scharfen Angriff , aber als subtile Kritik auf die amerikanische Schmuck-Industrie verstehen. Das, was Edward Zwick erreichen möchte, ist im Prinzip einfach nur den unbescholtenen Betrachter über ein wichtiges globales Thema nachdenken und ihn selber ein Urteil über Konfliktdiamanten fällen zu lassen. Und das funktioniert im Rahmen der Unterhaltung prächtig, auch dadurch das sich moralische Bedenken auf Grund des politisch angenommen Themas ganz von alleine ergeben. Und sehr oft in die positive Richtung! Für weiteren Tiefgang eigenen sich die beigefügten Extras der DVD/Blu-Ray inkl. der Dokumentation über den Ursprung der Blood Diamonds.

Und außerdem wird denjenigen, die das Ende von Last Samurai als zu geschmäcklich und zu pathethisch ansehen, diesmal ein Schluss geboten, den sie als deutlich runder empfinden dürften.
Fazit: "Blood” Diamond ist nach wie vor der Film, der sich mit Last Samurai qualitativ nahezu auf Augenhöhe bewegt und gehört daher zu Zwicks Werken, die einer näheren Betrachtung unterzogen werden sollten, im Gegensatz zu unentschlossenen, in verschiedene Richtungen pendelnden Werken wie Love & Other Drugs. "Blood Diamond" ist zum einen geradliniges, formelhaftiges, klassisches und spannendes Abenteuerkino, das ohne Mätzchen und Macken inszeniert wurde – Psychologischen Mindfuck und an den Tag gelegte Wendungen á la Christopher Nolan sucht man vergebens. Man bekommt einen straighten u. wohltuend klassisch erzählten Thriller serviert, dessen harte Actionsequenzen die eigene zu erzählende Geschichte konsequent unterstützen.
Dies ist in Zeiten von dümmlichen Actionpornographien wie "Transformers” und Konsorten einfach unbezahlbar. Die sarkastischen, zynischen und schnippischen Dialoge sorgen für die richtige Würze. Und auf Grund des Finales werden einige wieder unken, das dies zu vorhersehbar und zu gut Menschen like inszeniert wurde. Aber führt man sich Zwicks Intention vor Augen, warum Blood Diamond als persönliche Herzensangelegenheit inszeniert wurde, ist das Finale unausweichlich, konsequent, emotional und packend. Di Caprio verliert in einer seiner besten Rollen sein schauspielerisches Leben auf Grund eines einzigen Diamanten umsonst und sühnt seine bis dato begangenen Taten.

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Keky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Über die Aufmachung und die Schauspielerische leistung in dem Film gibts nur eins zu sagen: Einfach nur super klasse gemacht. Was man über die Handlung des Filmes sagen kann ist, dass es einfach der Realität des damaligen Affrikanischen Krieges entspricht. Es mag sein das die Geschichte über die Betreffenden Personen zwar frei erfunden ist aber dennoch glaube ich daran das es sich so sicherlich abgespielt hat. Jeder der sich damals Lord of War über schimpfte oder schimpfen liess hatte dreck am stecken mit den Blut Diamanten. Man weiss nich wie man es sehen soll. Die einen finanzierten mit den Diamanten die Rebellen und die anderen die RUF. Man kann sagen ein Teil aller Leute die waffen gegen Diamanten eintauschten haben den Rebellen geholfen aber dennoch siegte darin die RUF da sie einfach mehr Diamanten auf lager hatten. Hoffe es war ein wehnig aufschlussreich.

Gehört auf jeden fall in jedem Filmregal eines Filmfans!!!

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RoosterCogburn

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Story ist ebenso mitreißend in den Momenten drohender Gefahr wie im Zusammenspiel der drei Figuren im Kern des Films. DiCaprio überzeugt hier voll und ganz. Alle nachgesagte Bubigkeit ist hier verschwunden. Mit dieser schauspielerischen Leistung hat er abermals Spuren in der Filmgeschichte hinterlassen. Allerdings blendet der Film die Verstrickung der USA in den Bürgerkrieg und in schmutzige Diamantengeschäfte ebenso aus wie er die Tatsache ignoriert, dass die USA seit Jahrzehnten Hauptabnehmer von Diamanten sind. Also nur bedingt realistische Ansätze, sofern man die überhaupt von einem Hollywood Film verlangt.

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FilmFreeza

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Den Film hab ich schon bestellt :) .. bin vor allem auf Di Caprio wieder gespannt :)))


BattlemasterIZ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Blood Diamond ist atemberaubend-inszeniert.
Actionreich, Spannend, Düster, schockierend und Bewegend.
Die Darsteller glänzen und machen ihn zu einem mehr als sehenswerten Film.

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Blood Diamond

Nun ein paar kurze Worte aus Hoffmans-Lexikon der schlechten Infos und Pseudoweisheiten. Dabei bin ich nicht gewollt gleich den Begriff des "Diamanten" zu erläutern bzw. somit hoffe ich inständig dieser sollte allseits mehr als bekannt sein. Sodass wir beim eigentlichen Thema wären: Blutdiamanten.
Was sind nun Blutdiamanten?
Blutdiamanten bzw. anderweitig auch genannt "Konfliktdiamanten" sind eine solche Art von Diamanten, mit kriminellen Hintergrund. Da deren Erlöse für solche Zwecke missbraucht werden bzw. als Beispiel um Waffen zu finanzieren. Das stelle ich hier natürlich vielleicht etwas plump da, man verzeihe mir das. Diese werden in jedem Fall in bestimmten Gebieten der Welt (meines Wissens nach größtenteils: Afrika) zunächst illegal geschürft und auch illegal verkauft. Um Rebellen oder ähnliches zu finanzieren. Also ein Top-Aktuelles Thema. Und genau mit der eben genannten Thematik beschäftigt der Film "Blood Diamond" von Edward Zwick aus dem Jahre 2006.

Wie bereits erwähnt, beschäftigt sich Zwicks-Film mit der Top-aktuellen wie auch brisanten Thema Blutdiamanten, verpackt diese in einen interessantes Gewand, gut entwickelt, mit einer aufrüttelnden Botschaft, eine Story um Moral und Leid, die aufklären möchte und durchaus recht realistisch angefertigt wurde: Wir befinden uns im Sierra Leone der 90er Jahre: Der Fischer Solomon findet bei der Zwangsarbeit in einer Diamantenmine einen Rohdiamanten und versteckt ihn bald darauf. Davon hört auch der Söldner Danny Archer und wird hellhörig, versucht Solomon aufzuspüren, zudem lernt er die die US-Journalistin Maddy kennen, die ihn bei der Suche im Rebellengebiet helfen will.

Dazu noch ein schön ausgewählter Cast, angeführt vom heutigen Top-Star Leonardo Dicaprio als Danny Archer, Dicaprio hier zunächst als skrupelloser Söldner, den nur der Profit interessiert, aber doch steckt auch in ihm noch ein Funken Menschlichkeit. Dicaprio weiß dabei seine Rolle hervorragend zu meistern, zeigt sich in Top-Form und überzeugt so. Tolle Leistung. Noch wesentlich stärker kann dann meiner Meinung nach aber Djimon Hounsou als verzweifelter Fischer Solomon auftrumpfen, absolut atemberaubend die Energie und Stärke, die er beim Schauspiel ausstrahlt, man spürt diese Tragik und Dramatik in jeder Minute. Ganz große Klasse seinerseits, seine Kraft gleicht der eines Vulkans. Ergänzt wird die Besetzung zudem noch von einer überzeugenden Jennifer Connelly in der (Klischee-)Rolle der Reporterin Maddy. Connelly macht so nun mal das Beste aus ihrer Rolle und verleiht so ihrer Figur durchaus Glaubwürdigkeit, sofern das möglich ist.

Zwicks Regie ist dabei ausgezeichnet, nimmt sich seinem brisanten Thema wirklich an, nimmt eine politische und kritische Stellung dazu ein, möchte so gesagt: aufklären. Andererseits verzichtet er dabei auch nicht auf bestimmte Attribute eines Action-bzw. Unterhaltungskino, das könnte man kritisieren, ich sage dazu: Warum nicht, wenn wir bedenken, dass es ein Hollywood-Filmchen ist? Verpackt seinen Film actionreich, aufwendig gemacht, furios inszeniert und mit einem ordentlichen Tempo angereichert und weiß so zu packen und so fesseln, mich jedenfalls. Auch wenn ich dabei noch kleine Längen (hin und wieder) erwähnen möchte, nur zur Vollständigkeit. Aber doch zum Schluss nochmal konsequent von Zwick eingefädelt.
Und auch die Kamera liefert eine starke Arbeit ab, liefert bedrückende und realistische Bilder, stark geführt und sauber gehandhabt, knallhart und schonungslos gefilmt, von einer unglaublichen Direktheit.

Die Charaktere weiterhin relativ gut gezeichnet, besonders die beiden Hauptfiguren des Danny Archer, der harte und profitgierige Söldner, in dem innerlich (irgendwo) auch noch ein Herz versteckt ist oder eben der Figur des Solomon, sehr fein gestaltet, wenn auch nicht perfekt. In anderen Rollen sieht da es da schon wesentlich schlechter aus, als Beispiel hier mal die Klischeefigur der idealistischen-(naiven) Reporterin, bisschen stereotypisch das Ganze in der Hinsicht. Und auch das Werk an sich mag so seine kleinen Schnitzer haben, besonders in Form von Klischees und so weiter, aber trotzdem gut sein.
Des weiteren immerhin noch eine hervorragend komponierte musikalische Untermalung von James Newton Howard, die sich perfekt in das Werk eingliedert. Dramatisch, tragisch, mitreißend, passend und stark komponiert.

Schlussendlich möchte ich dann nur noch sagen, dass "Blood Diamond" Hollywood-Actionkino mit Anspruch ist, durchaus lobenswert, dabei verbindet Zwick pures Unterhaltungskino mit politischer bzw. moralischer Aussage, im Hintergrund eines brisantes Themas. Natürlich nicht perfekt, durch verschiedenes, doch für mich immer noch mehr als sehenswert.

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Magnolia

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Bewertung7.5Sehenswert

Überzeugende schauspielerische Leistungen, vor allem von Djimon Hounsou und Leo DiCaprio. Mir hat der Film gefallen, permanent spanned war's aber nicht. Und dann gibt es noch ein typisches Hollywood-Ende, sowohl Dramatik als auch ein Happy End.

*SPOILER* dass Archer stirbt und Solomon mit seinem Sohn und dem Rest der Familie wieder vereint wird, war von Anfang an klar, finde ich.

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sanni90

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein unglaublich grausamer und schöner Film zugleich.
Auf der einen Seite eine wunderschöne Landschaft, ein Vater, der um seine Familie kämpft - auf der anderen die zerstörten Städte und Dörfer, die Leichen, die manipulierten Kindersoldaten, der Schmerz und die Trauer.

Ich kann mir solch eine Gewalt ganz schlecht angucken, trotzdem hat es mich gepackt und mitgerissen.
Zu wissen, dass so etwas auf die eine oder andere Weise wirklich existiert, bereitete mir stellenweise feuchte Augen und Gänsehaut.
Und zu wissen, dass so etwas wegen ein paar scheiß (sorry) Diamanten geschieht, macht mich wütend.
Ich bin mir sicher, dass viel zu wenigen Menschen bewusst ist, was für Diamantenschmuck in Kauf genommen wird und denke, dass dieser Film, wenn auch als Hollywoodstreifen, einigen die Augen öffnen wird oder geöffnet hat.

Ich werde mich hier nicht über fehlende Tiefgründigkeit der Thematik beschweren, wie einige andere hier.
Genau für das kann man weiterrecherchieren oder einen Dokumentarfilm schauen, wenn es einen interessiert. "Blood Diamond" ist nunmal ein Spielfilm und umso schöner ist es, wenn er Leute dazu bewegt, dies zu tun.

Mich hat der Film bewegt und zum Nachdenken gebracht.
Di Caprio gehört so oder so zu meinen Favoriten und ich finde den Cast größtenteils klasse.
Ein Film, den ich sicherlich noch mal sehen werde.

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Holzpastete

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eine gute geschichte mit einem traurigen aber schönen Ende und einer der schönsten Soundtracks den ich kenne!
Genialer film!

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NiboraC

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gutes Drama mit einem spannenden Ende! Durchgehend Action!

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White_Tip

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Bewertung10.0Herausragend

Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, wie ich mir den Film das erste Mal angesehen habe. Damals bin ich stolz wie Oskar in die Videothek gerannt, um mir meinen ersten Film ab 16 selbst zu leihen. Beladen mit Blood Diamond dürfte ich dann wieder so gegen 9 Uhr abends zu Hause gewesen sein. Sofort die DVD in den Player, aber Problem!!! Der Film geht über 2 Stunden und mit meinen 16 Jahren musste ich unter der Woche um halb 11 im Bett liegen - Papa kontrolliert. Nach der erwarteten Kontrolle habe ich dann den Fernseher sofort wieder angeschalten und weitergeschaut. Doppelte Adrenalinschübe waren garantiert. Entweder weil der Film so verdammt packend war oder weil die Treppe knarzte und die Gefahr von den Eltern erwischt zu werden da war. Und nein, ich wurde nicht erwischt!! Haaaaahaa!
Der Film hatte mich damals so begeistert, dass ich mir die DVD noch am Tag danach gekauft habe. Von da an habe ich mir den Film eigentlich fast jede Woche angesehen. Die Story ist einfach so spannend und packend erzählt. Die Charaktere sind so toll geschrieben und klasse besetzt. Vor allem DiCaprio war für mich eine wirkliche Entdeckung. Zu dem Zeitpunkt kannte ich eigentlich nur Titanic mit ihm und der ist nicht gerade der interessanteste Film, den ich mir vorstellen kann. Aber seit Blood Diamond ist er definitiv einer meiner Lieblingsschauspieler. Auch der restliche Cast macht seinen Job mehr als gut. Vor allem Solomon und Dia Vandy waren klasse. Dagegen wirkte unsere Reporterin fast blass, aber nie unnötig. Neben den super Schauspielern sind auch noch genial gefilmte Landschaften, harte Actionszenen und ein mehr als passender Soundtrack zu bestaunen.
Blood Diamond gehört zu den Filmen, die ich mir immer und immer wieder ansehen kann. Das Gesamtbild stimmt einfach. Für mich gibt es nichts an dem Film auszusetzen. Ich muss immer wieder über mich selbst lachen, wenn ich so zurückdenke. Die Wertung Lieblingsfilm kann ich aber nicht vergeben, weil er für mich einfach minimal unter Filmen wie Jurassic Park oder Die Tiefseetaucher liegt. Dann müsste Moviepilot extra eine neue Bewertungsskala einführen. Aber Herausragend müsste eigentlich reichen.
Max

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M4x1k1ng

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Bewertung9.5Herausragend

Dramatisch, actionreich und wertvoll.
Einfach Klasse!

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russel

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Bewertung7.0Sehenswert

edward zwicks actiondrama fesselt von anfang an. diCaprio spielt gut, mehr nicht. die erschreckend realistische gewalt zieht sich wie ein roter faden durch den film. gerade diese gewalt ist es, die mich erschaudern lässt, spielt es sich doch so oder so ähnlich tagtäglich irgendwo auf der welt ab. kein meisterwerk, aber ein film der einen wachrütteln kann.

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Benjamin Barker

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Bewertung7.5Sehenswert

Actionfilme haben logischerweise den Anspruch, Zuschauer durch fetzige und coole Actionszenen zu begeistern. Bei No-Brainern ist das kein Problem, schließlich hat man da moralisch nichts weiter zu verantworten. Bei Dramen mit Actionsequenzen sieht die Sache schon schwieriger aus. Wenn hier mal die Bösen auf anschauliche Weise die Guten hinrichten, fühle ich mich schon etwas unwohl, wenn ich mich ertappe, wie "cool" ich die Szene gerade finde. So kommt es manchmal vor, dass Filme ihren dramatischen oder anspruchsvollen Hintergrund für anschauliche Actionanteile zurücksetzen. Einige dieser Filme, bei denen man dann hochgradig Lust bekommt, das alte "Call of Duty" wieder rauszukramen, schimpfen sich sogar selbst "Antikriegsfilm", was deren Ansprüchen so irgendwie nicht gerecht werden kann, oder?
Bevor ich zu weit abschweife, möchte ich den Punkt erläutern, auf den ich ursprünglich eingehen wollte: Die Actionanteile von "Blood Diamond" tun weh. Und zwar richtig! Das ist ganz und garnicht "cool" oder ähnliches. Ziemlich zu Beginn des Films bricht eine Sequenz über den Zuschauer herein, in deren Verlauf zahlreiche Kindersoldaten erbarmungslos Frauen mit Kindern über den Haufen schießen. Und zwar weder übertrieben, noch unglaubwürdig, sondern einfach so real, dass es wirklich schmerzt. Ich hielt mich eigentlich immer für einen recht abgestumpften Typen, zumindest was Gewalt im Mainstreamkino angeht. Doch hier musste ich schon schwer schlucken und das ein oder andere Mal wirklich den Blick abwenden. So kann man vorbildlich Action einsetzen, ohne die eigentliche Intention aus den Augen zu verlieren. Die kritischen Aussagen, die der Film treffen möchte, sind zumindest in diesem Punkt voll angekommen.
Leider offenbart der Film im weiteren Verlauf die ein oder andere Schwäche. Ich hatte von vornherein keine spezifischen Erwartungen, da das Thema mich nicht direkt ansprach und Edward Zwick mich bereits mit "Ausnahmezustand", trotz Starbesetzung, nicht überzeugen konnte. Den, in meinen Augen, größten Schwachpunkt teilen auch beide Filme, nämlich auffallende Langatmigkeit. Der Einstieg fiel mir ungewöhnlich schwer und wirklich gefesselt war ich leider die ganze Zeit über nicht. Es dauerte meiner Meinung nach viel zu lange, bis sich ein roter Faden gebildet hat, dem man dann konsequent gefolgt ist. Und selbst dann passiert phasenweise einfach zu wenig.
Das Hauptdarstellertrio hingegen ist tadellos. Aus eben diesem sticht besonders Djimon Hounsou hervor. Er verkörperte die Verzweiflung und Angst um seine Familie packend und mit ihm fieberte man wirklich mit. Seine Oscarnominierung ist absolut gerechtfertigt!
Doch wäre der Film genau so weitergegangen, wäre von mir wohl nicht mehr als eine Bewertung im Mittelmaß drin gewesen. Bevor der Film sich dann dem Ende zuwandte. Denn ohne erkennbaren Grund empfand ich die letzte halbe Stunde als viel stärker als den restlichen Film. Hier wurde das Tempo ordentlich angezogen und es gab nochmal 2,3 sehr starke Momente. Zum einen die Szene zwischen Vater und Sohn und dann die letzte Szene mit DiCaprio. Klar wurde es hier nochmal sentimental, doch ich empfand diese Szenen als vollkommen. Perfekte Kamera und vorallem höchst passende Musikauswahl, die mir vorher garnicht aufgefallen ist. Und die letzte Szene bescherte mir dann nochmal richtige Gänsehaut!
Alles in allem also beileibe kein lupenreiner Diamant, doch von Katzengold wollen wir hier garnicht reden. 7.5 Karat (in leicht abgewandelter Einheit) kann ich dem Film reinen Gewissens attestieren.

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Anne Franke

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als ich diesen Film sah, war ich erstmal geschockt!
Zwei Uhr morgens, Palm Springs, California, Anne sitzt mit verheultem Gesicht und immer neuen Tränen in den Augen vorm Fernseher und scheint sich in einer Art Schock-Starre zu befinden!

DiCaprio finde ich sowieso genial und auch in diesem Film ist alles so unglaublich intensiv. Die Geschichte ist unglaublich hart, vorallem deshalb, weil es war ist... Natürlich läuft das nicht genau so ab! Aber die Richtung und die Menschenschinderei existieren tatsächlich und das ist es, was für ich den Film ausmacht!

Auch das Ende hat gut gepasst, da es nicht zu "Freide, Freude, Eierkuchen" war, aber auch nicht nur grausam!

Alles in Allem: Ein unglaublich harter Film, der unter die HAut geht!
Mein Tipp: Nicht alleine angucken und schon gar nicht, wenn ihr eh mies drauf seit, weil dann zieht er euch richtig runter!

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