Blood Diamond

Blood Diamond (2006), US Laufzeit 143 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Actionfilm, Kinostart 25.01.2007


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Kritiker
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von Edward Zwick, mit Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou

Last Samurai-Regisseur Edward Zwick verfilmt mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle die Geschichte um einen Diamanten, für den manche über Leichen gehen würden.

Solomon Vandy (Djimon Hounsou) wird während des Bürgerkriegs in Sierra Leone von Rebellen gefangen genommen und zur Arbeit in einer Diamantenmine gezwungen. Kurz bevor eine Regierungstruppe das Gebiet wieder zurückerobert, findet Vandy einen großen Diamanten den er noch rechtzeitig vergraben kann. Im Gefängnis trifft er auf Danny Archer (Leonardo DiCaprio), einen aus Rhodesien stammenden Diamantenschmuggler, dem er von seinem Fund berichtet. Unter der Bedingung, Solomon wieder mit seiner Familie zusammenzubrigen, willigt dieser ein, ihm den Diamanten zu überlassen. Bei Unruhen können die beiden Männer fliehen und begeben sich daraufhin umgehend auf die Suche nach der Familie und dem Diamanten. Gemeinsam mit der amerikanischen Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Connelly) beginnt eine nervenaufreibende Reise, bei welcher sie zudem den als Kindersoldaten arbeitenden Sohn von Solomon aus den Händen der Rebellen befreien müssen.

Hintergrund und Infos zu Blood Diamond
Regisseur Edward Zwick, bekannt für Filmepen wie Glory oder The Last Samurai, lieferte mit Blood Diamond 2006 einen der heißdiskutiertesten Filme des Jahres ab. Gute Kritiken, fünf Oscarnominierungen und ein Einspielergebnis von ca. 170 Millionen US-Dollar zeugen von einem großen Erfolg. Vor allem die Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou wurden mit Lob überschüttet. In einem Interview bezeichnete DiCaprio die Dreharbeiten später als ‘die eindrucksvollsten und schwierigsten zugleich’. Sie hätten seinen Blick auf sein eigenes luxuriöses Dasein verändert und westliche Alltagsprobleme relativiert.

Blood Diamond wurde in Südafrika und Mosambik gedreht. Im Film gibt es einige kleine Fehler zu beobachten: So herrscht in Sierra Leone Rechtsverkehr und nicht Linksverkehr; einen Sonnenaufgang über dem Meer wird man in Sierra Leone auch nicht beobachten können. Einige Kritiker bemängelten die vereinfachte Thematisierung des Handels mit Blutdiamanten. Superstar DiCaprio eignete sich für Blood Diamond den extrem schwer zu lernenden südostafrikanischen Dialekt an. (BL)

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Kommentare (187) — Film: Blood Diamond


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elias.beldzik

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Blood Diamond ist mal wieder einer dieser authentischen Filme, die sehr sehr gut sind.

Der Film spielt sich an Afrika ab und baut immer mehr Gefühl auf. Während Leo hinter dem großen Blutdiamanten her ist, will Djimon nur seine Familie wieder zusammenbringen.

Toll, wie die Welt doch ist, wird daraus anfangs leider nichts und er beziehungsweise sie muss viel dafür tun.

Tolle Atmosphäre, spannende Actionszenen, rührende Handlung, super schauspielerische Leistungen (nicht nur von Leo) und ein guter Soundtrack machen diesen Film zu einen Mustsee-Film für Drama- und Actionfans.

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AlexParker

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Bewertung7.5Sehenswert

Durchwegs spannender Film, ohne Sci-Fi-Sujet, das nötig ist um die Message rüberzubringen.
Ab und an lockern Hollywood-Spuren den sonst gut gemachten Film auf, was mich persönlich rausgehohlt hat und besonders das Timing des Endes nicht vertragen lässt.

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Macintosh

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Bewertung5.0Geht so

"Fast? Wie meinst du das, Albert?"
Tja, ein Actionfilm mit (natürlich)gutem Leo und dem Hintergrund: Blutdiamanten. Ah, diese Dinger, konnte ich ja noch nie leiden und würd ich mir ja auch nie kaufen,puh. Nur "Die" da oben, die Reichen und Mächtigen stecken sich die an die Finger oder bammeln sich die um den Hals. Die kann ich ja auch nich leiden, jetzt noch viel weniger. Guter Film. Da schmeckt das Popcorn gleich viel besser. Nicht auszudenken würde es noch um Coltan gehen, dass brauche ich dann doch für mein Handy und auch für das neue das ich mir als nächstes kaufe.
Oder was war mit diesem Öl oder Uran, Kupfer, den Sauereien der Pharmaindustrie, die riesigen Elektroschrottberge in denen Kinder rumwühlen und und und. Nee, da schmeckt das Popcorn gleich nich mehr so gut. Zielgruppe bitte beachten! Ganz wichtig! Unsere schöne erste Welt ist eben nicht so einfach am laufen zu halten. Wer das Eine will, muß den Anderen erschlagen. War doch so, oder?
Ach und die dritte Welt: hm tschuldigung, aber den Film hab ich gesehen!!
Und fast dachte ich es gibt nur eine Welt. Fast.

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clarkkent

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Bewertung9.0Herausragend

Packend und dramatisch, von der ersten bis zur letzten Minute.
Leo spielt wie immer ÜBERRAGEND.
wann bekommt der Junge endlich seinen wohlverdienten OSCAR

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brucelee76

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hallo zusammen,

ein politisch hoch brisanter Film über Bürgerkrieg, unerträgliches menschliches Leid und Blutdiamantenschmuggel in West-Afrika.
Ein Kommentar unter mir hat @Sachsenkrieger mir die Worte aus dem Mund genommen, besser hätte ich es nicht formulieren können. Es wird alles gesagt und offen gelegt. Hut ab!

Noch ein Wort zu Djimon Hounsou. Für mich ist er der Inbegriff des stolzen, kraftvollen und leidenden Afrikaner. Keiner kann Afrika besser darstellen als er. Ein Afrikaner durch und durch. Leo zeigt hier, das er mir nicht auf den Sack geht. Außer zum Schluss, sein Helden-Akt etwas peinlich aber sei es drum. Und die wunderschöne Jennifer Connelly, wie immer eine Augenweide :). Und natürlich Afrika, obwohl nicht viel zu sehen ist, merkt man die Uhren dort ticken anders ...

Mein Fazit: Gott meint es nicht gut mit Afrika. Unfassbar was sich dort abspielt. Alle guten Sitten und Bräuche aus Europa, werden dort vollgeschissen. Wie eine nutzlose Hure bis zum letzten Tropfen ausgeschöpft.

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Stupid_Motherfucker

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Ja leider wird Afrika nur ausgebeutet und wir leben im Luxus, da helfen auch die paar Euro-Spenden nicht viel weiter....Thats Life, und nicht nur in Afrika läuten die globalisierenden Alarmglocken, so erhlich muss man sein....Aber immerhin schafft es der Film neben anderen Werken wie Zb. "Lord of War" Aufklärung zu verbreiten...aber das alleine hilft eben nicht weiter, denn in Afrika sterben trotzdem Kinder an Hunger, und das im Minuten-Takt.....


twentyfour

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Der Mensch ist schlecht. Die reichen werden reicher, arme ärmer. Kinder sollten niemals leiden, ist aber leider so. Filme wie diese werden es leider nie schaffen, den gierigen, skrupellosen Menschen besser zu machen. Genau wie es Leo niemals schaffen wird, meine Sympatie zu bekommen. Ich mag den Kerl einfach nicht. Guter Film. 6 Punkte von mir.


sachsenkrieger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Achtung. Kommentar könnte Spoiler enthalten!

D.I.A. - Das ist Afrika! In der deutschen Übersetzung ist das zufälligerweise auch der Name von Solomon Vandy´s Sohn, der sich zusammen mit dem "Blutdiamanten" als zentraler Punkt der Geschichte erweist. Eine Geschichte, die auf den ersten Blick chaotisch daherkommt, aber.....

D.I.A. - Das ist Afrika! Ein Kontinent, der schon früh die Begehrlichkeiten der nahegelegenen Großreiche weckte. Schließlich kamen die Europäer. Sklavenhandel, dann eine kurze Atempause, und schließlich die Kolonialisierung und Ausbeutung der Ressourcen. Dann entdeckten wir unsere Menschlichkeit ..... äh, die mangelnde Rentabilität der Kolonien ..... äh, sorry, selbstverständlich unsere Menschlichkeit und entließen die Kolonien in ihre "Freiheit". Destabilisiert, ihrer Kultur und Identität beraubt, die wichtigsten Rohstoffe immer noch in westlicher Hand, dem Weltmarkt ausgeliefert bis heute.

D.I.A. - Das ist Afrika! Ein wunderschöner Kontinent, vom Schöpfer reich ausgestattet an wilder und einmaliger Natur. Wahrscheinlich die Quelle allen menschlichen Lebens auf unserem Planeten. Von dieser Schönheit bekommen wir nicht viel zu sehen in diesem Film, sondern von den Auswirkungen westlicher Einmischung und Ausbeutung über Jahrhunderte.

D.I.A. - Das ist Afrika! Skrupellose Menschen ..... nein ..... Monster in Menschengestalt spannen ebensolche Monster vor ihren Eselskarren. Menschenleben interessieren sie einen Dreck. Es geht um Destabilisierung, um weiterhin billig an die Rohstoffe, in diesem Fall Diamanten, zu gelangen. Rebellen werden unterstützt, Söldner angeheuert, Regierungen destabilisiert, um ein Chaos zu erschaffen, und jeder verdient irgendwie daran. Gebrochene Kinder erschiessen wahllos Menschen und bekommen dafür einen Gameboy.

D.I.A. - Das ist Afrika! Eine unendlich erscheinende Geschichte des Leids. Vor diesem Hintergrund spielt die teilweise etwas aufgesetzte und pathetische Geschichte um den afrikanischen Fischer Solomon Vandy, den rhodesischen Söldner Danny Archer und die US-amerikanische Journalistin Maddy Bowen. Die kleinen Schwächen des Films verblassen aber angesichts der teilweise ungeschönten Gewalt und der Darstellung der allumfassenden Hilflosigkeit. Herausheben möchte ich nur noch die hervorragende schauspielerische Leistung von Djimon Hounsou, der in diesem Film, ebenso wie bereits in "Amistad", einen Mann aus dem "Löwengebirge" spielt.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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sachsenkrieger

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Danke, da hast du vollkommen recht. Ein starker Typ, der leider nur in Blood Diamond ausreichend Leinwandzeit hatte, um zu zeigen, was er drauf hat. Damals hat er sogar noch locker diCaprio übertrumpft. Seitdem sieht man ihn leider nicht mehr so oft.


brucelee76

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Ja leider, ich hoffe es liegt nicht an seiner Hautfarbe. Und in Amistad hat er schon gezeigt was für ein Herzblut-Schauspieler er ist :). In Gladiator in einer Neben-Rolle überzeugt er auch. Ich frage mich weshalb er nicht die Hauptrolle in "12 Years a Slave" bekommen hat?! Di Caprio ist gut aber bei weiten kommt er nicht an die Big Four ran. Brando, deNiro, Pacino und Nicholson und einige mehr ...


maroje.alchehabi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein meiner Meinung nach wirklich sehr guter Film !
Er ist trotz seiner Länge die ganze Zeit über Spannend, und wirklich gut erzählt. Aber auch der Hintergrund des Film´s ist gut und sehr tragisch zu gleich.. Der Handel von Blut Diamanten, Kindersoldaten etc. wird hier gut erklärt und gezeigt.

Leonardo DiCaprio spielt wie gewohnt gut und zeigt viele Emotionen. Honsou zeigt ebenfalls eine Tolle Leistung.

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rhythm

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein absolut gelungener Film, der das tragische Schicksal von unzähligen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent und vorallem in Sierra Leone zur Zeit des Bürgerkrieges einfängt und darstellt.

Leonardo DiCaprio als Danny Archer ist perfekt für die Rolle des Anti-Helden der sich über die Laufzeit hinweg weiterentwickelt und den Einfluss von guten Taten selbst zu spüren bekommt und damit weiter umsetzt, zumindest zuletzt.

Ein Thema was in den westlichen Ländern viel zu wenig thematisiert wird und dringend häufiger auch in Hollywood gut aufgegriffen werden sollte. Spannung und Action gibt es wirklich zu genüge in anderen Filmen, die jedoch nicht von einer so guten, und gleichwohl tragischen Geschichte wie der von Blood Diamond begleitet werden.

Die Filmmusik ist absolut passend und gut komponiert, man hätte es wenig besser machen können.

Empfehlung: Absolut sehenswert! Jedoch nichts für einen seichten Abend.

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Friedsas

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film war gut aber auch etwas zu lang und ermüdend...

DiCaprio als Danny Archer ist grandios, Djimon spielt wie ich es schonmal gelesen habe "explosiv" der Rest des Cast ist eigentlich nicht erwähnenswert. Nicht schlecht aber eben auch nicht so Leinwand stehlend wie diese beiden! Die Story ist gut durchdacht und spannend man hätte sie aber an manch einer Stelle locker kürzen können.

Ein guter Film mit zwei sehr überzeugenden Darstellern und einer Story (und einem Hintergrund) der schon ein bisschen an die Nieren geht.

"D.I.A. Das ist Afrika" ;)

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jurassicnerd

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Bewertung9.5Herausragend

Großartiger Film und Leo in einer seiner besten Rollen. Der Film greift eine wahre Geschichte auf. Das ist das Brutalste daran. Man sieht mal wieder, das die Mächtigen der Welt für Geld über Leichen gehen.

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Eponine07

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unglaublich harter aber wahrer Film! Ich finde ihn toll aber auch so schwer.
Die Schauspieler in diesem Film sind super, nicht nur Leonardo DiCaprio spielt hier grandios- so wie eigentlich immer aber auch Djimon Hounsou fand ich richtig gut hier, er kann gut neben Leo bestehen wie ich finde.
Auch die kleine Liebesgeschicht stört mich ehrlich gesagt nicht, ich finde sie sogar gut, aber nur deshalb weil sie ziemlich nüchtern wirkt. Man merkt Archi und Maddie haben Sympathien füreinander aber es wird nich stundenlang rumgekitscht oder rumgemacht, das hat mir gut gefallen. Es ist einfach ein echt guter Film über eine grausame Realität

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filmfuzzy

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Bewertung7.5Sehenswert

Als Produzent gab es für ihn schon einmal den Oscar. Als Regisseur schon öfter nominiert, hat es noch nicht geklappt. Doch vielleicht ja für seinen neuen Film. Mal schauen wie es bei der nächsten Verleihung aussieht für Edward Zwick. Seine Bandbreite ist schon erstaunlich. Wobei er seine Stoffe auf allen Kontinenten sucht. Nach Asien und dem „Last Samurai“ spielt sein neuer Streifen in Afrika.

In den 90iger Jahren des letzten Jahrhundert. In Sierra Leone tobt ein mörderischer Bürgerkrieg. Zwei Menschen werden vom Schicksal zusammen geführt. Der Ex-Söldner Danny Archer (Leonardo DiCaprio) und der Fischer Salomon Vandy (Djimon Hounsou). Rebellen überfallen das Dorf von Salomon, trennen ich von seiner Familie und verschleppen ihn zur Arbeit auf den Diamantenfelder.

Er findet einen großen Rohdiamanten und es gelingt ihm diesen zu verstecken. Archie verdient seinen Lebensunterhalt, indem er Diamanten gegen Waffen tauscht. Im Gefängnis treffen Archie und Salomon zusammen und Archie erfährt von dem Diamanten. Während Salomon den Diamanten als seine Zukunftssicherung für sich und seine Familie ansieht, braucht Archie das Geld um aus Afrika zu fliehen.

In dieser Situation treffen beide auf die amerikanische Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Conelly). Sie will die Machenschaften der Diamantbosse aufdecken. Von Archie erhofft sie sich Insiderinformationen. Dafür bringt sie die beiden durch das Rebellengebiet. Werden alle drei ihre Ziele erreichen?

„Blutdiamanten“ ist der politische Namen für solche Steine die dazu benutzt werden den Krieg in vielen Regionen Afrikas zu finanzieren. Das war es auch was Regisseur Edward Zwick interessierte. Eine politische Botschaft in einem Hollywood Film zu verarbeiten. Und das ist ihm auch hervorragend gelungen. Trotz vieler brutaler Szenen mit Kindersoldaten gibt es auch wunderschöne Passagen und gefühlvolle Momente. Ein Film der sicher zu kontroverser Diskussion führen wird. Aber das hat Ed Zwick bestimmt gewollt. Die drei Hauptdarsteller geben eine glaubwürdige Performance ab.

140 Minuten anspruchsvolle Unterhaltung.

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nilswachter

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Bewertung7.0Sehenswert

Edward Zwicks Blood Diamond ist ein bildgewaltiges und hervorragend gespieltes Abenteuer und erzählt von einem sehr düsteren Kapitel Sierra Leones: dem illegalen Handel mit sogenannten Konfliktdiamanten, deren Verkaufserlös den Bürgerkrieg über Jahre mitfinanzierte. Ein in der westlichen Welt und Grossteil der Zielgruppe des Films wohl eher unbekanntes Thema, welches durch den Film mit Nachdruck, um nicht zu sagen mit dem Vorschlaghammer, bekannt gemacht wird.

Zwick zeigt mit schonungsloser Härte und Brutalität das grausame Vorgehen der RUF gegenüber der Zivilbevölkerung. Kindern werden Arme abgehackt und sie werden unter Zuhilfenahme von Drogen, zu willen- und seelenlosen Killermaschinen gedrillt. Gezeigt wird dies zwar etwas gar Klischee beladen und mitunter nahe am Voyeurismus, aber immerhin hat Zwick den Mut, nicht wegzuschauen und den Zuschauer mit einer unbequemen Wahrheit zu konfrontieren.

Problematisch ist allerdings, dass nur Gewalt von Seiten der RUF gezeigt wird und die Rebellen als diabolische Schlachter dargestellt werden. Es entsteht dabei ein stark vereinfachtes und falsches Bild einer der Fraktionen im Bürgerkrieg, das der Thematik nicht wirklich gerecht wird. Ohne Frage wurden die gezeigten Praktiken vollzogen und Gräueltaten sind in grossen Zahlen belegt. Doch auch die Militärs und die Regierung sind genauso an diesem Bürgerkrieg beteiligt gewesen und dürften auch die eine oder andere Schuld auf sich geladen haben. Blood Diamond zeigt hier nur eine Seite, und zwar die hässlichste. Dies ist zweifelsohne schockierend, aber dem Thema wird der Film damit nicht gerecht. Selbiges gilt auch für die Titel gebende Problematik der Blutdiamanten, die der Film nur mit sehr grober Federführung nach zu zeichnen weiss. Auch hier sind die Rollen klar verteilt und an der Konstellation wird nicht gerüttelt.

Ist der Hintergrund des Bürgerkriegs und des Diamantenhandels also nur ein Vehikel für einen Hollywood Actionreisser? Blood Diamond ist zweifelsohne sehr Actionreich und geizt nicht mit spektakulären Momenten, die den Tod von vielen Afrikanern beinhalten. Sei es nun mitten im Kampfgetümmel in einer Grossstadt oder zum Schluss während dem Showdown in der Diamantenmine. Dabei fiebert man ständig mit den Protagonisten mit, ungeachtet der vielen Unschuldigen, die ihr Leben im Bürgerkrieg oder Kugelhagel der Söldner lassen. Der politische Hintergrund geht dabei sehr schnell vergessen und man kann dies durchaus Edward Zwick vorwerfen.

Dass Blood Diamond aber nicht einfach zum zynischen Kracher abgestempelt werden kann, ist der Hauptfigur Danny Archer zu verdanken. Selten sieht man eine solch ambivalente Figur in einem Hollywoodfilm agieren und noch seltener handelt es sich dabei um den Helden. Danny Archer ist ein Antiheld, den man nicht wirklich mögen kann. Er ist arrogant, selbstsüchtig und nur auf den eigenen Nutzen bedacht. Er benutzt Solomons traurige Situation für die eigene Flucht aus Afrika, die dank dem letzten Verkauf des grossen Diamanten ermöglicht werden soll. Archer kann durchaus als Parabel auf und Symbol für den Umgang der weissen Elite mit der afrikanischen Mehrheit gedeutet werden. Ein zynischer und beissender Kommentar zur Ausbeutung der afrikanischen Welt auf Kosten ihrer Bevölkerung entfaltet an einem Blutdiamanten.

Umso negativer fällt die Zeichnung der zweiten Hauptfigur, Solomon, auf. Er ist zwar nie unsympathisch, aber im Vergleich zu Archer sehr stereotyp und wird nicht selten etwas unwissend, um nicht zu sagen dumm, dargestellt. Immer wieder handelt er unüberlegt und überhastet, die Situation wird meistens durch den Antihelden entschärft. Dafür, dass Zwick mit dem Film den Opfern eine Stimme geben wollte, ist dies reichlich paradox. Die völlig unlogische und reichlich kitschige Schlusssituation kann hier auch nicht entschädigen und bestätigt die Kritik an der Figurenzeichnung Solomons zusätzlich. Zwar wird ihm von den Weissen Respekt gezollt, aber eine Stimme bekommt er im Film nicht. Es ist die Reporterin, die die Weissen informiert, nicht der betroffene Afrikaner.

Maddy Bowen ist ähnlich wie Danny Archer ziemlich vielseitig ausgestaltet worden. Sie handelt grösstenteils idealistisch, verdient ihr Geld aber auch dank des Bürgerkriegs, und in Bezug auf die Haupthandlung auch dank des Schicksals von Solomon und seiner Familie. Auch Maddy kann als Sinnbild für die Haltung des Westens und der westlichen Medien gegenüber diverser Afrika bezogener Problematiken gedeutet werden und ist damit wieder eine viel interessantere Figur als Solomon.

Dramaturgisch und formal kann man den Film aber kaum kritisieren. Die Protagonisten hasten von Schauplatz zu Schauplatz, wunderschöne Landschaftstableaus wechseln sich mit grossartig gefilmten Actionszenen ab. Die Geschichte um Solomon und seiner Suche nach der Familie, der hoch emotionale Moment des Wiedersehens mit dem entfremdeten Sohn und der versöhnliche, wenn auch erwartbare, Schluss, entschädigen über so manchen Mangel an Differenzierungsvermögen.

Trotz der klaren Kritikpunkte ist Blood Diamond also durchaus sehenswert und ein guter Film. Er ist unterhaltsam, durchs Band hervorragend gespielt - allen voran ein phänomenaler DiCaprio) und schafft es nicht zuletzt, einem breiten Publikum eine äusserst traurige Problematik näher zu bringen. Dass dies so grobschlächtig und reisserisch geschehen muss, ist einerseits problematisch, andererseits aber auch die logische Konsequenz einer Hollywood-Grossproduktion mit dem Ziel, möglichst viel Geld zu generieren. Immerhin kann nun niemand mehr sagen, er hätte nichts gewusst, wenn er das nächste Mal einen Diamanten kauft.

filmfotoblog.tumblr.com

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dannydiaz

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und jetzt musst du dir "the ambassador" als Kontrast dazu angucken


Critical

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Bewertung7.5Sehenswert

Gutes Actiondrama.
Nachdem ich diesen Film gesehen habe, musste ich erst einmal kräftig Luft holen.
Die Zustände, die in diesem Film ja mehr als deutlich thematisiert werden, sind ja wirklich realitätsnah. Genau das macht den Film so authentisch und beängstigend.

Finde es aber irgendwie blöd, dass immer wieder dieser Diamant in den Vordergrund gestellt wurde, wobei meiner Meinung nach, die Suche nach dem Sohn viel spannender gewesen ist.

Tolle schauspielerische Leistung seitens von Leonardo DiCaprio.
Auf jeden Fall sehenswert !

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Moviegod

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spannend, packend, mit bodenständiger Action und sehr emotional. Blood Diamond mag seine Längen haben, doch keine Szene wirkt zu viel oder überflüssig. Die Geschichte ist interessant angelegt und super gespielt. DiCaprio, Hounsou und Conelly schenken sich nichts.

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Moritz01

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Bewertung9.0Herausragend

Eine großartig erzählte Geschichte über den Diamantenhandel in Afrika, mit einem wieder einmal fantastischen Dicaprio.

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marius.martinez.5

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr guter DiCaprio. Schauspielerisch top und Story top.

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sieeefdiggah

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Bewertung9.5Herausragend

Blood Diamond ist ein sehr brutaler, spannender und realitätsnaher Film.
Der Film macht einem bewusst, wie schlimm sich ein Krieg auf die Zivilbevölkerung auswirkt.
die Lovestory war ein bischen überflüssig, aber die gut eingesetzten Actionszenen machen das wieder gut.
Fazit: sehr empfehlendswerter Film !

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el_presidente87

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Überwältigende Bilder, fesselnde Story, unterhaltsame wenn manchmal auch recht pathetische Dialoge, hervorragende herausgearbeitete Charaktere, packendes Spiel, viel Tragik und sogar ein gewisser Hauch von Afrika machen "Blood Diamond" zu einem nahezu lehrbuchhaften Film. Die Geschichte eines Diamanten, dessen Suche eine Spur von Blut durch die zerrütteten Verhätnisse Sierra Leones nach sich zieht, ist technisch, darstellerisch und atmosphärisch erstklassig umgesetzt. Auch wenn auf die in Hollywood authentische Liebesgeschichte verzichtet wird, wirkt die Inszenierung der Beziehung zwischen den Danny Archer und Maddy Bowen etwas schmalzig, was gerade beim eigentlich sehr starken Ende etwas zu sehr ausgetreten wird und wirkt. Daneben kommt durch den thematischen Rundumschlag -Vertreibung, Kindersoldaten, Warlords, Rassismus, Imperalismus, Diamantenschmuggel- gerade in der ersten Hälfte des Film die Spannung nur langsam in die Gänge.

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MartinJentsch

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Bewertung7.0Sehenswert

Boah, wie bewertet man so einen Film?!? Die Thematik des Diamantenhandels und den verschiedenen Interessensgruppen wird recht transparent dargestellt, die Bilder sind stimmig, teilweise überwältigend schön, teilweise sehr ergreifend. Die Story passt größtenteils auch, und das bei Hollywood auch eine Romanze mit eingebaut wird, verwundert nicht.
Aber: Warum um alles in der Welt werden die "Action"-Szenen dermaßen überzeichnet? Wie kann bei so einer ernsthaften Thematik mehrmals der Hauptdarsteller quer durch das Schussfeld von Kriegsparteien geschickt werden, die mit schweren Waffen in erheblicher Anzahl aufeinander schießen, ohne ernsthafte Kratzer abzubekommen? Diese Mischung aus Indiana-Jones und 007 sind mMn absolut unnötig und ziehen den Gesamtfilm runter.
Deshalb am Ende nur eine "7" weil es ein guter, aber keinesfalls ein sehr guter Film ist.

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