Ein Sommersandtraum

Der Sandmann (2011), CH
Laufzeit 91 Minuten, FSK 0, Komödie, Fantasyfilm, Drama, Kinostart 21.07.2011

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7.1 Kritiker
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von Peter Luisi, mit Fabian Krüger und Irene Brügger

Ein Sommersandtraum erzählt die Geschichte von Benno: Benno (Fabian Krüger) mag sein Leben gern geordnet. Er liebt Beethoven und schöne Frauen. Die Nachbarin, Sandra (Irene Brügger), und ihre Musik sind ihm ein Dorn im Auge. In ihrem Café, ein Stockwerk unter seiner Wohnung, probt Sandra lautstark ihre Songs, träumt vom großen Durchbruch und lässt sich von Bennos Beleidigungen nicht beeindrucken.
Als Benno eines Morgens aufwacht, findet er – Sand. Und der kommt von niemand anderem als ihm selbst. Und er wird mehr. Jeden Tag. Bald schon lässt sich die Sandspur nicht mehr ignorieren und Benno versucht verzweifelt, die skurrilen Vorkommnisse zu vertuschen. Erschwerend kommen erotische „Alpträume“ von Sandra hinzu, aus denen er jeden Morgen sandgebadet erwacht. Es folgt eine schreckliche Entdeckung: Je mehr Sand er verliert, desto leichter wird er. Mehr Sand heißt weniger Benno. Der Sand scheint etwas einzufordern, das Benno einfach nicht wahrhaben will – verborgene Sehnsüchte und geheime Wünsche, die mit der ungeliebten Musikerin zu tun haben könnten. Benno beginnt zu ahnen, dass nur die nackte Wahrheit ihn vor dem endgültigen Verschwinden bewahren kann. (Pressetext)

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Kritiken (8) — Film: Ein Sommersandtraum

CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Er nervt sich an seiner Nachbarin (Irene Brügger), die für einen Soloauftritt übt. Philatelist Benno (Fabian Krüger) träumt davon, ein Orchester zu dirigieren. Wenn er ehrlich wäre, würde er gewisse Sympathien für die Musikerin eingestehen. Doch er heuchelt und lügt und verliert Sand, der ihm aus Ärmeln und Hosen rinnt. Nur wenn er sich der Wahrheit und sich selbst stellt, kann er den Sand stoppen. Das skurrile Märchen von Peter Luisi hat Witz, Charme und ist unschweizerisch verrückt. Vor allem aber bietet die kuriose Romanze eine wunderbare Bühne für Frölein Da Capo alias Irene Brügger.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Das fantastische Element fügt sich erstaunlich nahtlos in die Erzählung ein, der Wechsel zwischen Realität und Traumebene, in der Benno und Sandra zunehmend viel Zeit verbringen erfolgt nahtlos und die beiden sympathischen Hauptdarsteller tun ihr übriges um „Ein Sommernachtstraum“ zu einem rundum gelungenen Sommerfilm zu machen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.0Sehenswert

Ist der Sinn dieses „modernen Märchens“ auch nicht schlüssig – es geht Peter Luisi zufolge „um die Diskrepanz zwischen dem, was jeder Mensch sein könnte, und dem, was er tatsächlich ist“ – so ist doch die Inszenierung flüssig. Beim Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken gab es sogar den Publikumspreis. [...] Eine sehr „sandige“ Rätselkomödie.

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Peter Claus: Getidan Peter Claus: Getidan

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7.0Sehenswert

Drehbuchautor und Regisseur Peter Luisi hat Traum und Realität originell und pointiert miteinander verwoben. Dabei überwiegt eher leiser, denn schenkelklopfender Humor. Angenehm fällt auf, dass er das Zerrieseln der Hauptfigur nicht mit tricktechnischer Effekthascherei umgesetzt hat. Es passiert ganz simpel, und damit meist fast nebenbei, was besonders wirkungsvoll ist.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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7.0Sehenswert

Aus seiner Ausgangslage entwickelt er eine absurde Komödie, die von Anfang an aus der Inszenierung mit den unregelmäßigen Unschärfen in den Bildern und der Danny-Elfman-ähnlichen Filmmusik ihre Märchenhaftigkeit zieht. Dabei hat diese kleine, eigenwillige Kinofantasie nicht nur zahlreiche wundersame Einfälle, sondern ist in den beiden Hauptrollen auch ideal besetzt [...] Es ist tatsächlich eine ganz schöne Metapher.

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Sascha Koebner: http://film-dienst.kim-info... Sascha Koebner: http://film-dienst.kim-info...

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6.5Ganz gut

Getragen wird der Film vor allem vom jungen Schauspieler Fabian Krüger, der den Spagat zwischen arrogantem Ekel und sympathischem Liebhaber bravourös beherrscht und dabei viel komödiantisches Talent beweist. [...] Über einer leichten Sommerkomödie hinaus gewinnt er trotz aller Absurdität aber durch seine metaphorischen Anklänge auch eine gewisse Tiefe. Dabei ist die Message im Kern einfach: Lebe das Leben, das Du leben willst, und verliere Dich nicht in Tagträumen – was vielleicht paradox wirkt, weil Luisi viele Ideen wohl seinen eigenen (Tag-)Träumen entnommen hat.

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Roland Meier : Outnow.ch Roland Meier : Outnow.ch

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8.0Ausgezeichnet

Obwohl die Ausgangslage des Film eigentlich ziemlich absurd ist, taucht man in die Geschichte ein und fragt seltener, warum etwas nun so ist, als wie zum Teufel sie das nur gemacht haben. [...] Die Zeit verinnt trotzdem wie im Flug in dieser märchenhaften Erzählung voller toller Einfälle. Ein Schweizer Film, der kein Luftschloss, sondern eine solide Sandburg voller witziger Fröhlichkeit ist.

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Chuchaqui: Critic.de

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6.0Ganz gut

Keine Frage: Luisis Märchen ist charmant und über weite Strecken komisch, und es ist nicht weiter verwunderlich, dass er den Publikumspreis beim Max Ophüls Festival gewinnen konnte. Doch man wird das Gefühl nicht los, dass hier mehr drin gewesen wäre. Oder vielleicht eher weniger. Denn mit einer zunehmenden Verkomplizierung des Plots nimmt Luisi dem Sommersandtraum viel von seiner anfänglichen Rätselhaftigkeit, und auch der Humor wird gegen Ende immer plumper. So dürfte es dem ein oder anderen Zuschauer am Ende ein bisschen gehen wie Bennos ratlosem Psychiater. So richtig weiß man nichts anzufangen mit diesem Film. Aber schöne Metapher!

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Kommentare (3) — Film: Ein Sommersandtraum

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Roldur

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ein Sommersandtraum, eine Schweizerische Produktion aus dem Jahr 2010 wurde eher unfreiwillig in einer Sneak Preview von mir gesichtet. Du Story an sich gestaltet sich recht einfach: Ex-Musiker Benno ist schlecht gelaunt, fies und fühlt sich unterfordert. Nachdem er täglich diverse Gemeinheiten gegenüber Mitmenschen und besonders seiner Untermieterin und Kafeebesitzerin Anna abgeslassen hat, bemerkt er eines Abends Sandkörner die aus seinem Ärmel fallen. Damit beginnt die Geschichte um den "Sandmann" (Schweizerischer Titel). Was wohl eine Parabel auf Versäumnisse im Leben darstellen soll entpuppt sich als ein sehr lächerliches Element im Film. Von Anfang an hat man das Gefühl eine Produktion zu sehen, die nur aufgrund einer Überproduktion an Sand für das Studio entstanden ist. Benno ist unsympathisch und oft nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar, seine Untermieterin wirkt im Film oft als hätte sie zusätzlich zu ihrem normalen Körpergewicht auch noch versehentlich ihr Gehrin verschluckt und ein Fremdschämmoment jagt den nächsten. Was wohl unglaublich künstlerih und innovativ gedahct ist wirkt wie eine überlange Sandmannfolge mit Realschauspielern. Grade gegen Ende versandet die Story dann komplett und der Film verliert sich endgültig in Lächerlichkeiten. "Ein Sommersandtraum" hat höchstens was für Trashfreunde zu bieten und Leute die unfreiwilligen Humor mögen. Dazu sollte noch erwähnt sein dass das schweizerisch fürchterlich synchronisiert wurde ;).

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BlueSquirrel

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"Gemeinheiten gegenüber der Untermieterin" - na ja, wenn bei mir so eine Olle nebenan unentwegt Rambazamba machen würde, wäre ich auch etwas angekotzt.^^


BlueSquirrel

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Bewertung4.0Uninteressant

Die Schweizer Tragikomödie DER SANDMANN siedelt als Arthaus-Variante irgendwo zwischen INCEPTION's Traumfunktionen und Jim Carreys LIAR LIAR mit Fixierung auf Musik als Begleitung und als Plot-Komponente. Anscheinend konnte dieser Streich wieder irgendwelche diversen Festivalbesucher glücklich machen. Zugegebenermaßen gibt es einen manchmal reizvollen, bzw. auch unheimlichen grimmschen Märcheneffekt wenn der Hauptprotagonist, scheinbar als Bestrafung für seine Taktlosigkeit, anfängt sich in Sand aufzulösen. Letztendlich sieht man aber nur einige wenige Leute, die schwer erträgliche Dialoge führen und sich gegenseitig ankotzen bis eine Parabel ausgemacht werden kann, die selbstverständlich frei zur Interpretation steht. Ich könnte natürlich mal einen Versuch starten, aber das würde Spoilern und uninteressant wäre es sowieso.

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Sunces

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Bewertung6.0Ganz gut

gestern in der sneak gesehen.
kurz und knapp würde ich film folgendermaßen beschreiben.
>>eine märchenhaft, schweizerische kömodie mit einer mal etwas anderen idee. leider mit einer recht schlechten syncro. dafür darf im film, wenn er auch stellenweise makaber wirkt, herzhaft gelacht werden.<<

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