Elmer Gantry

Elmer Gantry (1960), US
Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 17.02.1961

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- Kritiker
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von Richard Brooks, mit Dean Jagger und Patti Page

Attraktiv, opportunistisch und ohne jegliche Moral – das sind die drei charakteristischen Eigenschaften des Handelsreisenden “Elmer Gantry”. Als er durch Zufall auf eine Kirchenversammlung stößt und dabei entdeckt, dass er den Leuten dort ebenso leicht das Geld aus der Tasche ziehen kann wie in seinem bisherigen Metier, sattelt er umgehend auf einen Job als Mann Gottes um. Mit der Unterstützung von Schwester Sharon Falconer predigt er sich zu Rang und Namen, doch als eine alte Flamme wieder auf der Bildfläche erscheint, ist Gantry gezwungen, sich mit Problemen von eher weltlicher Natur auseinander zu setzen: mit einigen vergessen geglaubten Geheimnissen, die ihm sein “frommes” Leben zur Hölle auf Erden machen könnten!

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Kommentare (2) — Film: Elmer Gantry

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gutaussehend, amoralisch und leichtlebig - so ist der Handelsvertreter Elmer Gantry, der es vorzüglich versteht sich an neue Lebenslagen zweckmäßig anzupassen. Eines Tages entdeckt er, dass das Wort Gottes sich sehr viel erfolgreicher verkaufen lässt als Klinken zu putzen – und dass auch junge Predigerinnen ihre Reize haben. Die tragikomische Geschichte ist voller Seitenhiebe auf die Glaubensgemeinschaften der amerikanischen Gesellschaft. Auch wenn dies auf ein Zielpublikum der 60er ausgerichtet war, funktioniert dies noch immer. Diesbezüglich hat sich die Einstellung des prüden und teilweise hinterwäldlerischen Amerikas mMn nicht viel geändert. Auch wenn der Zündstoff dieses satirischen Dramas in der zweiten Hälfte zurück genommen wird, zugunsten von einigem überflüssigen Pathos, ist es immer noch ein ausgezeichneter Film den ich weiterempfehlen würde. Vor allem brilliert hier Burt Lancaster mit seiner Darstellung als hochstaplerischer Wanderprediger.
Ich bin nicht verwundert, das der Film drei Oscars erhielt, wie ich anschließend gelesen habe. Burt Lancaster in Hochform!

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resli

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Bewertung6.0Ganz gut

Das hätte ein wirklich toller Film werden können. Burt Lancaster grossartig als Verkäufer in Glaubensfragen.

Der erste Teil ist eine spannende, dichte Satire über Massenbekehrungen, rhetorische Kraft und Doppelmoral. Viele tolle Dialoge und ausnahmslos gute Schauspieler nehmen durchaus gefangen.

Dann wird der Film immer unentschlossener, und gegen Ende läuft Regisseur Richard Brooks die Geschichte vollends aus dem Ruder.

Der Film verliert dann alle Kraft und erzählt nur noch eine krude, immer unglaubwürdigere Geschichte mühsam zu Ende. Eine Botschaft ist nicht mehr ersichtlich. Schade.

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