Enron: The smartest Guys in the Room

Enron: The smartest Guys in the Room (2005), US Laufzeit 109 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 25.01.2007

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.9
Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2
Community
156 Bewertungen
3 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Alex Gibney,

Der Dokumentarfilm Enron: The smartest Guys in the Room befasst dich mit dem Konzern Enron, der einen der größten Wirtschaftsskandale der USA verursachte. Innenansichten eines Großkonzerns: “Enron” steht für den größten Finanzskandal der US-Wirtschaftsgeschichte. Schamlos hatten die verantwortlichen Manager sich persönlich bereichert und dabei die Arbeitsplätze, Altersversorgung und Lebensgrundlage zehntausender Beschäftigter vernichtet. Der Film rekonstruiert die Details dieses Börsenkrimis.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: Enron: The smartest Guys in the Room

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Enron – The Smartest Guys in the Room ist nicht nur eine strukturierte Chronik der hochkomplexen Skandalgeschichte, sondern auch eine beängstigende Studie darüber, was Gewinnsucht, Skrupellosigkeit und Korruption aus Menschen machen können. Deutlich zeigt der Film, dass die Schuldigen nicht nur unter den Spitzenmanagern zu finden sind.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Wäre das ganze ein Hollywood-Thriller würde man ihm wohl Panikmache, Überspitzung und mangelnde Glaubwürdigkeit vorwerfen. Leider sind die Dinge die dieser Film zeigt wahr. Exemplarisch für eine gewisse Mentalität gewisser Firmenlenker wird hier die Anatomie eines Skandals nacherzählt. Nicht dröge und belehrend aber auch weit weg von der egomanischen Selbstinszenierung eines Michael Moore. Neben Why we fight gehört The smartest guys in the room zu den beeindruckensten Dokumentationen der letzten Jahre.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentar — Film: Enron: The smartest Guys in the Room


Sortierung

Andre Jonas

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

»Enron: The smartest Guys in the Room« ist ein Lehrstück über die Folgen schrankenloser Wirtschaftsliberalisierung, über das blinde Vertrauen in die ›Kraft der Märkte‹, die alles gut werden lasse, über den fast schon religiösen Glauben an charismatische Geschäftsführer, die Kapitäne auf einem als unsinkbar geltenden Schiff sind und dann sozusagen noch in den Rettungsboten frohen Mutes »Alles ist gut! Vertraut in uns!« rufen, wenn das Schiff längst dabei ist unterzugehen - und im Falle dieses Unternehmens, das sich gern als »The World's Greatest Company« bezeichnete, Milliarden Dollar an Pensionen der Angestellten und Ersparnissen der Anleger mit hinab ins Nichts riss. Die Geschäftsleitung aber hatte ihre persönlichen Gewinne längst bei Seite geschafft...

Es wird eine zynische Posse über den ›American Dream‹ erzählt, der die Kraft der Ideen und Visionen betont, was von der Geschäftsführung absolut wörtlich genommen wurde: Aufbauend auf dem gerade erst von der Bush-Regierung ›von den Zügeln des Staates befreiten‹ Strommarkt ermöglichte sie Geschäfte, die auf Prognosen und auf in der Zukunft liegenden Gewinnen aufbauten und damit spekulierten – Gewinne, die letztendlich in den meisten Fällen nie eintrafen. So wurden vollkommen unrentable Kraftwerke am anderen Ende der Welt errichtet, während das eigene Stromnetz bewusst vernachlässigt wurde, bis weite Stromausfälle den Energiepreis (und damit den Börsenkurs des Unternehmens) in die Höhe schnellen ließen. Währenddessen diente ein geschickt ausgelegtes Netz von Scheinfirmen dazu, den Aktienkurs weiter in die Höhe zu treiben und das Bild eines Konzerns zu schaffen, bei dessen Beteiligung man nicht verlieren konnte.

Sicherlich ist »Enron: The smartest Guys in the Room« kein inszenatorisches Meisterwerk, aber der Film schafft es durchaus, den Zuschauer bei der Stange zu halten und auf dem schmalen Grat Konsumerabilität und Komplexität zu balancieren, was für einen fast zweistündigen Dokumentarfilm über Wirtschaftskriminalität sicherlich nicht leicht ist. Und hier und da möchte man fast lachen, was für Absurditäten »da drüben« möglich waren oder sind, wenn man den Markt ›machen lässt‹ – wenn wir inzwischen nicht selbst näher dran wären, als uns lieb sein könnte...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch