Fahrraddiebe
Ladri di biciclette (1948), IT Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.08.1951
21 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1300 Bewertungen
18 Kommentare
Keine
von Vittorio De Sica, mit Lamberto Maggiorani und Enzo Staiola
Dem arbeitslosen Antonio wird das Fahrrad gestohlen, das er benötigt, um am nächsten Morgen seine neue Arbeit als Plakatkleber antreten zu können. Zusammen mit seinem Sohn Bruno durchstreift er Rom auf der Jagd nach dem Dieb, den die beiden mehrmals zu Gesicht bekommen. Als sie ihn schließlich stellen, gelingt es ihnen nicht zu beweisen, dass das Fahrrad eigentlich ihnen gehört. Aus Verzweiflung beschließt Antonio, selbst ein Fahrrad zu stehlen, stellt sich aber so ungeschickt an, dass er dabei erwischt und vor den Augen seines Sohnes verprügelt wird.
Mehr Bilder (7) und Videos (2) zu Fahrraddiebe
Cast & Crew
-
Vittorio De Sica
-
Lamberto Maggiorani
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Antonio Ricci
-
Enzo Staiola
-
Lianella Carell
-
Gino Saltamerenda
-
Vittorio Antonucci
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Der Dieb
-
Giulio Chiari
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Der Bettler
Regie
Schauspieler
-
Cesare Zavattini
-
Vittorio De Sica
-
Oreste Biancoli
-
Adolfo Franci
-
Gerardo Guerrieri
-
Suso Cecchi D'Amico
- Genre
- Sozialdrama, Schicksalsdrama, Coming of Age-Film
- Ort
- Rom
- Handlung
- Arbeitslosigkeit, Beweis, Demütigung, Dieb, Diebstahl, Fahrrad, Fahrradfahren, Freundschaft, Gesellschaft, Klassiker, Leben, Plakat, Polizei, Sohn, Vater-Sohn-Beziehung
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Fahrraddiebe
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Kritiken (2) — Film: Fahrraddiebe
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenAntonio stiehlt ein Fahrrad, doch er wägt ab und verhilft dieser ungeschönten Moralstudie zu ihrem Recht. Wie die meisten Menschen biegt er sich die moralischen Positionen für sich selbst zurecht, denn in diesem Fall geht es um die Zukunft seiner Familie, die das Entwenden eines Fahrrades rechtfertigen würde. Schließlich würde Antonio das Fahrrad aus einem gewichtigeren Grund stehlen, als der Dieb seines Gefährts. „Fahrraddiebe“ ist eine psychologische Studie. Emotional, spannend, aufwühlend, realistisch, deprimierend, intensiv und stets ehrlich.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenRegisseur Vittorio De Sica setzt das Elend und die Verzweiflung der verarmten Bevölkerung von Rom treffend in Bilder um. Wesentlichen Anteil an der Wirkung des berührenden Dramas sind aber auch die beiden Hauptdarsteller.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (16) — Film: Fahrraddiebe
Kommentar schreibenhollygolightly1 2012/04/30 17:49:12
Kommentar löschenKaum zu glauben, was für ein überaus grandioses und überzeugendes Werk Vittorio de Sica mit einem hauptsächlich aus Laiendarstellern bestehenden Cast gelungen ist. "Ladri di biciclette" ist berührend, gefühlvoll und hervorragend besetzt. Das Geheimnis des Films liegt in seiner Bescheidenheit und Offenheit, die für jenen italienischen Neorealismus charakteristisch sind. Der Klassiker, der den Alltag im Italien der Nachkriegszeit sehr authentisch, originell und eindrucksvoll widerspiegelt, schafft es, den Zuschauer mit wenigen, jedoch effektiven Mitteln zu erreichen. Ein Fahrrad als Motiv und Gegenstand wurde nie geschickter in einen Film verpackt und fand einen derartig bedeutungsvollen Platz. Die Geschichte vom arbeitslosen Mann, dem das Fahrrad gestohlen wird und der anschließend selbst zum Dieb wird, wirkt dermaßen echt und feinfühlig, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sich mitreißen zu lassen. Nicht nur die Vater-Sohn-Beziehung, sondern auch die Probleme und der trostlose Alltag, mit denen die Menschen zu kämpfen haben, ergreifen den Zuschauer. "Ladri di biciclette" ist ein kleiner, aber weitaus mehr als feiner Film, der zu Herzen geht und zu Recht hohes Ansehen genießt. Ganz großes Kino!
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hoffman587 2012/04/30 18:08:59
Antwort löschenJuppediedu! Stimmt so, mal wieder. Einer meiner absoluten Favoriten des Neorealismus, wie auch mein Lieblingsfilm von De Sica. :)
Le Samourai 2012/04/30 20:13:41
Antwort löschen<3
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FumerTue 2012/05/01 01:32:23
Antwort löschenDu bist also wach geblieben? ich war irgendwie dann doch zu müde gestern^^
Markbln 2012/05/08 14:27:40
Antwort löschenEher großes Kino als kleiner Film und Mitbegründer des Neorealismo überhaupt. Einer der 10 besten Filme aller Zeiten. Amen.
Markbln 2012/04/03 10:46:23
Kommentar löschenCitizen Kane? Pfff. Das hier ist der beste Film der Welt.
Basta!
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Mrs.Yellow 2012/01/26 20:14:27
Kommentar löschenEin sehr emotionales Meisterwerk über Probleme der Nachkriegseit und das Elend, das einem mit jeder einzelnen Szene näher geht. Ein ehrlicher Mann, der sein letztes Geld gibt um einen Job zu finden, damit er seine Familie gut durch diese trostlose Zeit bringen kann, wird zum Dieb, weil er selber bestohlen worde. Ein Teufelskreislauf, der in solch einer Krise nur schwer zu durchbrechen ist. Mit ihm sein Sohn, ein wirklich wirklich süßer Junge, der mit seinem Vater nur ein Ziel verfolgt, ein Ziel das heute schon fast lächerlich klingt:
Ein Fahrrad.
Ein ehrlicher, zeitloser Klassiker mit einer beeindruckenden Atmosphäre, die jeder Person mit einem Herz nahe gehen müsste.
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ElMagico 2012/01/17 21:05:43
Kommentar löschenMeine erster Berührungspunkt mit dem Neorealistischen Film? Ich weiss es nicht...aber es ist ja doch nur ein Wort. Was "Ladri di biciclette" aber auszudrücken vermag ist mit wenigen Worten kaum zu schaffen, denn eben jener Realismus macht es einem doch sehr schwer ein eindeutiges Gefühl hervorzuheben.
"Ladri di biciclette" nimmt einen in Windeseile gefangen, geht seine Geschichte forsch an und spielt auch immer wieder mit den Emotionen und Erwartungen des Zuschauers. Besonders schön ist hier, wie er Zuneigung für die Familie Ricci erweckt, dann aber schnell damit beginnt mit dieser Zuneigung des Zuschauers zu jonglieren. Aufgrund des Filmtitels weiss man ja, dass nichts gutes kommen wird. Man ist aber tatsächlich jedesmal ziemlich nervös, wenn Antonio sein Fahrrad stehen lässt. Schon in den ersten Minuten lässt der Film diese Angst zu unserer werden.
Nachdem das unvermeidlich passiert, entwickelt sich die Suche nach dem Fahrrad zu einer Odysee für Vater und Sohn. Auf ihrem Irrweg durchs Rom der Nachkriegszeit geraden sie an allerlei Menschen. Böse wie Gute, Ehrliche und Falsche. Vordergründig...denn eigentlich gibt es nur eine Unterscheidung: Reiche und Arme. Und "Ladri di biciclette" ist ein Film über die Armen, die Verlierer der Nachkriegszeit, unter welchen die Grenzen zwischen Gut und Schlecht verschwimmen. Hier geht es nicht um Verbrechen, nicht darum einem anderen zu schaden...diesen Menschen geht es allein darum am übernächsten Tag noch zu Leben. Und im besten Falle diesen winzig kleinen Traum aufrecht zu erhalten.
"Ladri di biciclette" beobachtet meist und urteilt kaum, trotzdem wohnt ihm eine zutiefst menschliche Botschaft inne. Auch wenn diese am Ende nicht wirklich in eine Richtung zeigt. Für mich aber war Antonio gar kein so grosser Verlierer, denn so sozialkritisch der Film auch sein mag, in seinem Herzen ist er doch romantisch...und hier ist Antonio ein Gewinner.
Inszenatorisch verblüffend spritzig umgesetzt, schafft Regisseur Vittorio de Sica es ein authentisches Bild Roms nach dem Krieg zu zeigen. Dabei schafft er es seinen realistischen Bildern, die das rege Treiben auf den Strassen vorzüglich einfangen, doch immer wieder mit einer versöhnlichen Note zu versehen. Es scheint als wolle er einem etwas Zeigen, nicht etwas unbedingt schönes...aber er will einen damit nicht niederschlagen, nicht deprimieren und auch niemanden etwas vorhalten. Behutsam will er einem die Augen öffnen, für Menschen die man sonst nicht sieht und deren Probleme schon erst gar nicht....und das ist ihm hervorragend gelungen.
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David "Noodles" Aaronson 2012/01/17 21:14:20
Antwort löschenBoah. Die letzten beiden Sätze sind wirklich traumhaft.
ElMagico 2012/01/17 21:18:19
Antwort löschenoh...danke schön :)
Tom Blues 2011/12/20 15:51:44
Kommentar löschenDer Film riecht fast noch nach klassischem alten Stummfilm, waehre da nicht dieser wunderbare Satz: "Es jammert mich, dass ich es Dir sagen muss: 'Du bist haesslich!'".
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Mrs.Yellow 2012/01/26 20:07:29
Antwort löschenDie Szene ist genial :D
hoffman587 2011/12/03 14:16:19
Kommentar löschenLadri di biciclette
Die Nachkriegszeit in Italien, die Stunde des italienischen Neorealismus, aus heutiger Sicht das Betrachten einer vielleicht vollkommen anderen Welt, einer Welt bzw. einer Zeit geprägt von Armut und Kriminalität, das alles für das Überleben in dieser Welt. Einer der zentralen Werke des Neorealismus: "Fahrraddiebe" von Vittorio de Sica aus dem Jahre 1948 nach dem Roman von Luigi Bartolini, für den De Sica höchstwahrscheinlich auch auf eigene Erfahrungen zurückgriff.
Die Grundgeschichte, dabei simpel, vielleicht aus unser heutigen Sicht regelrecht banal, doch diese zeigt in ihrer ganzen Simplizität die Realität, nicht mehr und nicht weniger, so erzielt diese selbst heute noch ihre Wirkung, eine bedrückende Realität, in der ein Diebstahl keinen Wert mehr hat, fast zur Tagesordnung gehört. Wo findet man Gerechtigkeit? Es gibt sie nicht. Jeder kämpft für sich und stirbt für sich. Und doch will jeder nur eins: Überleben. Und in einer Welt wo ein Fahrrad für Überleben stehen könnte, für Arbeit und somit für Glück und Hoffnung (symbolisch gesehen). In einer harten und bitteren Zeit: Italien, Ende der 40er Jahre. Endlich nach langer Arbeitslosigkeit findet Antonio Arbeit als Plakatkleber, dafür aber von Nöten wäre ein Fahrrad, so tauscht seine Frau die letzten Bettlacken für das Fahrrad beim Pfandleiher. Doch das Glück wärt nur kurz, den dieses wird wieder kurze Zeit danach gestohlen, verzweifelt versucht Antonio, gemeinsam mit seinem kleinen Sohn, den Dieb ausfindig zu machen. Wer sucht, der findet, doch kann Antonio ihm letztendlich nichts nachweisen. Nun bleibt ihm kein anderer Ausweg mehr, er tut es immerhin für seine Familie, um das Überleben zu sichern, getrieben von seinen Gefühlen und der Existenzangst, es gibt wahrscheinlich nur einen Weg....er musst selbst zum Fahrraddieb werden...
De Sica zeigt dies auf eine bedrückende bzw. ernüchternde Art und Weise, er zeigt die kalte und herzlose Realität, ungeschminkt und ungeschönt. Sozialkritisch von ihm angehaucht und vielleicht am Wichtigsten glaubwürdig. Diese besondere "Authentizität" gewinnt der Film zudem noch einmal durch die Tatsache, dass De Sica einmal größtenteils auf offener Straße drehen ließ und an Originalschauplätzen und höchstwahrscheinlich, dass er weiterhin auf Laiendarsteller setzte, denn was könnte in der Hinsicht glaubwürdiger sein? In jedem Fall liefern diese, jeder für sich, eine phänomenale Leistung ab, besonders Lamberto Maggionari und Enzo Staiola wissen in den Hauptrollen des besorgten und verzweifelten Vaters und des Sohnes, zwischen denen sich im Laufe der Geschichte immer mehr eine echte Bindung und Freundschaft zueinander entwickelt, zu glänzen. Diese Intensität fasziniert und zieht einen in den Bann dieses Film, den ich mich stets nie entreißen konnte. Eine Palette von verschiedenen Gefühlen werden abgerufen, jedes Mal aufs neue faszinierend. Insofern auch ein zutiefst menschliches Werk.
Meisterhaft bebildert, erschaffen gerade diese Originalschauplätze, eine Glaubwürdigkeit und Atmosphäre, die atemberaubender und bedrückender nicht sein könnten, sodass es an sich einfach lebendig wirkt, purer Realismus, einmalig die eingefangenen Bilder der tristen und trostlosen Straßen.
Dabei wurden auch die Charaktere faszinierend gehandhabt, De Sica zeigt insofern, dass jeder zum Kriminellen werden kann, obgleich der Eine oder der Andere und jenseits von irgendwelchen Schwarz-Weiß-Zeichnungen, jeder urteilt für sich selbst. Sensibel und sehr präzise zeichnet er hierbei seine verschiedenen Figuren. Und stellt besonders die Vater-und-Sohn-Geschichte noch als wichtigen Aspekt der Geschichte dar, wie sie sich durch diese Suche bzw. Odyssee nach dem Fahrrad (dem Symbol für Hoffnung) näher kommen. Intensiv beleuchtet und letztendlich ist man doch ergriffen bzw. emotional berührt vom Ganzen und ja besonders vom Schluss.
Dazu noch untermalt vom großartigen Score von Alessandro Cicognini, perfekt gemacht und dramatisch wie auch tragisch-bewegend komponiert, stimmig und passend eingesetzt, insofern auch packend. Einfach grandios.
Abschließend möchte ich dann nur noch sagen, dass "Fahrraddiebe" einen wichtigen und für mich auch zeitlosen Vertreter des italienischen Neorealismus darstellt. Ein bedeutendes wie auch herausragendes Werk, dass die Nachkriegzeit brillant und bedrückend porträtiert.
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Punsha 2011/12/03 14:28:23
Antwort löschenToll geschrieben! Kam der jetzt also doch noch im Fernsehen? Im ZDF kam er ja donnerstags nicht zur vereinbarten Zeit...
Le Samourai 2011/12/03 14:30:53
Antwort löschenObermeisterwerk. Aber im TV geht doch gar nicht. Den KANN man nur auf italienisch schauen.
hoffman587 2011/12/03 14:40:14
Antwort löschen@Punsha: Danke sehr, und stimmt ungefähr eine halbe Stunde später, wegen dem Tod von Christa Wolf brachten sie davor noch ein kurzes Gedenken an sie. Danach kam er dann, zum Glück war ich zu dem Zeitpunkt noch wach war.^^
@duffy: Richtig, von der Neuinterpretation hab ich bereits gehört, ich nehme mal, die ist empfehlenswert, wenn du es so sagst, sollte ich mir auch mal anschauen bzw. es gibt eh genug Verweise in vielen verschiedenen Filmen auf "Fahrraddiebe".
hoffman587 2011/12/03 14:41:37
Antwort löschen@Le Samourai: Stimmt schon, irgendwo. ;)
Punsha 2011/12/03 16:54:07
Antwort löschenNa ganz toll. Hatte schon auf allen anderen Sendern was über Christa Wolf gesehen und als das dann auch noch im ZDF kam, hab ich den Fernseher nach zehn Minuten ausgeschalten und bin ins Bett.^^
hoffman587 2011/12/03 17:07:46
Antwort löschen@Punsha: Ja, naj(ich sage es zwar oft und gerne, doch ich wiederhole) die DVD ist er eh wert. ;)
Und schlafen ist ja auch nicht schlimmes. :)
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Filmkenner77 2011/12/04 15:02:16
Antwort löschenSehr schön geschrieben. Großartig!
hoffman587 2011/12/04 15:13:57
Antwort löschen@filmkenner: Grazie Mille!:)
neenchen 2011/06/18 20:00:58
Kommentar löschenDer Film zeigt einen realistischen Einblick in die Verhältnisse und die Lebensqualität der Italiener nach dem zweiten Weltkrieg. Die scheinbar aussichtslose Suche nach dem gestohlenen Fahrrad ist vor allem wegen den vielfältigen Eindrücken, die man von der Stadt und den Menschen gewinnt, interessant. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn, der sich aktiv an der Suche beteiligt, bleibt unverkitscht und trotzdem herzlich. Das Ende entspricht den realitischen Bedingungen und nutzt traurigerweise oder vielleicht glücklicherweise nicht die Möglichkeit eines Happy Ends, sondern die Möglichkeit zum moralischen Zeigefinger zu greifen.
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swissroland 2011/04/26 00:22:54
Kommentar löschenVorhersage für swissroland
Schmerzhaft
0.0
WoW so ne vorhersage hatte ich ja noch nie und....
das beste daran sie stimmt auch noch
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Le Samourai 2011/04/26 02:19:39
Antwort löschenÄhm, ja. Womit meine Frage nach der Kopfschmerzen verursachenden Comunity-Durchschnittswertung beantwortet wäre.
Was muss denn mit einem eigentlich alles nicht stimmen, diesen Wahnsinns-Klassiker der Filmgeschichte als "Hassfilm" zu titulieren?!
Unfassbar...
bahcsas 2011/06/07 13:31:31
Antwort löschenDas frage ich mich auch immer. Die Bewertung ist einfach nur peinlich
pellekraut007 2011/04/25 21:56:41
Kommentar löschenBruno, Antonio... nicht weinen! Ich habe euch gesehen, euch gehört und mit euch überbackenen Käse gegessen und Wein getrunken. Und ich bin mit euch gerannt, mit Seitenstechen und klopfendem Herzen. Ich hab gesucht, bin gestolpert und bis auf die Knochen nass geworden. Ich war so wütend und hätte euch meine letzte Lira gegeben, nur um ein neues Rad zu kaufen. Jetzt geht heim zu Maria und nehmt euch in den Arm... ich schicke euch Geld, meine besten Wünsche und alles Glück der Erde,... jedes Mal, wenn ich euch sehe! Grazie! Beato chi puo dire a se stesso: io ho asciugato una lacrima! Pellino!
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Le Samourai 2011/04/25 22:45:53
Antwort löschenSeeeehr schön!!!
pellekraut007 2011/04/26 18:27:47
Antwort löschenMerci, Monsieur Le Samourai! Grünz ;)
Alle 4 Antworten zeigen
DorisDay 2011/06/07 14:22:22
Antwort löschenwirklich anschaulich (;
pellekraut007 2011/12/07 20:38:53
Antwort löschenVorgestern wieder gesehen: ach, wie großartig! Grunz!
eXonic 2011/04/25 19:14:49
Kommentar löschenZwischen tristen und zerbröckelnden Hausmauern, zwischen tausenden arbeitslosen und hungernden Italienern und zwischen unzählbar vielen, sich alle einander ähnelnden Fahrrädern ist Antonio mit Sohn Bruno auf des Suche nach seinem eigenen, gestohlenem Zweirad. Was erst aussieht wie die simple Jagd nach einem Dieb und dem erstrebten Auffinden des Drahtesels, entpuppt sich schon bald viel Bedeutenderes heraus. Der Familienvater bangt mit jeder verstrichenen Sekunde ohne sein für die Arbeit vorausgesetztes Fortbewegungsmittel mehr und mehr um die eigene Existenz und um die Zukunft seiner Familie. Auf dem Weg durch das bedrückende Rom schaffen es De Sicas Figuren leider nur nicht das vollste Mitgefühl seitens des Zuschauers zu erzielen, doch mit dem zutiefst melancholischen Schluss wird wohl dann doch fast jeder das Schicksal Antonios bedauern.
Mit dem hervorragenden Ende drängt sich jedoch vermehrt der Gedanke in den Vordergrund, dass dem Räuber eventuell ein ähnliches Schicksal ereilt hat, dieser ebenfalls auf sein Fahrrad angewiesen war, um zu überleben. Der Film „Fahrraddiebe“ veranschaulicht wie schwierig das Leben in der Nachkriegszeit Italiens gewesen sein muss, das von noch so unscheinbaren und banalen Dingen abhing und zu jeder Zeit auf Messers Schneide stand, sodass jeder für sein eigenes Wohl kämpfen musste und dafür keine Hilfe erwarten durfte.
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Le Samourai 2011/04/23 18:35:17
Kommentar löschenGroßer Klassiker des italienischen Neorealismus. Fast ausschließlich an Originalschauplätzen gedreht, fängt Vittorio de Sica die trostlose, verbitterte Nachkriegsstimmung Roms perfekt ein.
Zeitlos. Meisterwerk. Pflicht für jeden Filmliebhaber.
Die Communitywertung von 5,9 verursacht Kopfschmerzen und ist mir ein absolutes Rätsel.
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hoffman587 2011/04/23 18:36:49
Antwort löschenDen werde ich mir mal morgen ansehen, damit die Communityberwertung endlich mal steigt.
Alle 3 Antworten zeigen
Le Samourai 2011/04/23 19:59:27
Antwort löschenGuter Plan!
pellekraut007 2011/04/26 18:12:59
Antwort löschen;) wie wahr! Grunz!
eliasherz 2010/10/24 11:50:33
Kommentar löschenKommunismus
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filmfan90 2010/08/12 20:01:39
Kommentar löschenAnhand eines Fahrraddiebstahls verdeutlicht Regisseur Vittorio de Sica in seinem Film „Ladri di biciclette“ die Entstehung von Kriminalität in der von sozialem Elend geprägten Gesellschaft des Nachkriegs- Roms.
Nach langer Zeit der Arbeitslosigkeit wird Antonio Ricci ein lukrativer Job als Plakatkleber, dessen Voraussetzung der Besitz eines eigenen Fahrrads ist, in Aussicht gestellt. Ohne zu zögern verkauft Antonios Frau Maria alle Betttücher der Familie, sodass ihr Mann sein Rad vom Pfandleiher zurück kaufen kann.
Bereits am ersten Arbeitstag wird Antonio das Rad von einem jungen Mann gestohlen; eine verzweifelte Suche nach dem Dieb beginnt…
De Sicas Film, der zu Recht regelmäßig die vorderen Ränge von Listen der „besten Filme aller Zeiten“ belegt, ist ein Meisterwerk des italienischen Neorealismus‘.
Die Tatsachen, dass Laiendarsteller, an deren herausragenden Leistungen sich so manche hochbezahlte zeitgenössische Hollywood- Schauspieler ein Beispiel nehmen können, in den Hauptrollen zu sehen sind und an Originalschauplätzen gedreht wurde, verleihen dem Film ein hohes Maß an Authentizität; die Aufnahmen der baufälligen Häuser, der erbärmlich eingerichteten Wohnungen und der Verbitterung in den Gesichtern der Menschen hinterlassen beim Zuschauer einen bleibenden Eindruck.
„Ladri di biciclette“ weiß jedoch nicht nur auf „dokumentarischer“, sondern auch auf filmischer Ebene vollends zu überzeugen- gerade im grandiosen, zutiefst bewegenden Schlussbild beweist de Sica seine Meisterschaft als Regisseur.
Außerdem unterstützt der Score von Alessandro Cicognini, der niemals zu dominant in den Vordergrund tritt, die dramatische Grundatmosphäre des Films auf ausgezeichnete Weise.
De Sica gelingt es am Beispiel des Protagonisten Antonio, die (sozialen) Beweggründe eines Menschen zu verbrecherischen Handlungen zu durchleuchten und verweist somit auf die Wechselwirkungen von Kriminalität. Dem Zuschauer wird klar, dass es in einer solchen Gesellschaft kein „gut“ oder „böse“ gibt- ein jeder versucht, seine Familie und sich selbst am Leben zu erhalten.
Hierbei ist anzumerken, dass „Ladri di biciclette“ niemals moralisierend wird; vielmehr besteht die Intention des Films darin, es dem Zuschauer selbst zu überlassen, sich ein Bild über das Verhalten der Charaktere zu machen.
Gerade in unserer heutigen, von Massenkonsum und Wohlstand geprägten Gesellschaft ist es wieder an der Zeit, sich diesen Film anzusehen, da er uns mahnt, inwiefern ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand wie ein Fahrrad in anderen Gesellschaften für die Zukunft einer ganzen Familie entscheidend sein kann.
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Constanze 10 2010/04/13 12:27:21
Kommentar löschenGrandiose Betrachtung des moralisch-sozialen Abstiegs eine Familienvaters im Nachkriegs-Rom. Meisterhaft arrangierte Erzählung, glaubhafte Darsteller, dezente, die Stimmung pefekt unterstreichende Musik, gute Kamera. Da sieht man's mal wieder: Wahrhaft gute Filme sind geradeaus erzählt, ohne unnahbar zu sein, einfach, ohne holzschnittartig zu wirken.
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Anton Pleva 2009/07/03 00:51:58
Kommentar löschenEins der Besten und emotionalsten Enden in der Filmgeschichte.
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filmbaum 2009/04/24 00:23:37
Kommentar löschenSchlicht und meisterhaft. Ein Film ohne Beispiel.
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