Für ihn verkauf' ich mich

La fièvre monte à El Pao (1959), FR/MX
Laufzeit 95 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 30.09.1960

- Kritiker
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2 Kommentare
Für ihn verkauf' ich mich - Bild 3894230
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von Luis Buñuel, mit Gérard Philipe und María Félix

Ramón Vásquez ist in die Frau seines Chefs verliebt. Obwohl Inès mit anderen Männern kokettiert, verrät Ramón sie nicht. Bei einem Fest wird der Vorgesetzte Opfer eines Attentats. Ramón und Inès kommen zusammen. Doch bereits Inès’ nächster Verehrer, der Ramón beruflich übergeordnet ist, wittert seine Chance. Nur eine politische Intrige kann die beiden Liebenden zusammenbringen.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Für ihn verkauf' ich mich

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Squidward

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Bewertung3.0Schwach

Für einen Buñuel-Film wird ziemlich viel Hintergrundmusik verwendet, was wohl zu einer exotischen Atmosphäre beitragen soll - für mich jedoch ein Indiz, dass die Macher wohl selbst gemerkt haben, dass die Bilder für sich genommen nicht so stark sind. Dabei hätte man mit etwas mehr Action und weniger Melodrama einen spannenden Polit-Thriller draus machen können.

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Stefan Ishii

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich habe den Film in der rekonstruierten, ursprünglichen Länge gesehen (unter dem Titel "Das Fieber steigt in El Pao") und kann deshalb lediglich zu dieser Version etwas sagen...

Die Grundidee des Filmes ist äußerst interessant: Kann man eine Diktatur bekämpfen, indem man sich ins System integriert und versucht seine Machtposition für etwas Gutes zu verwenden? Und als Folge daraus: Wird man dadurch auch in seiner eigenen Haltung verändert, wenn man manchmal Entscheidungen treffen muss, die man eigentlich so niemals zulassen wollen würde?

In Luis Buñuels Film über politische Machtstrukturen steht allerdings eine Frau im Mittelpunkt der eigentlichen Handlung. María Félix spielt eine starke Frau mitten in einer von Männern beherrschten Gesellschaft, die von eben jeden häufig nur als Lustobjekt wahrgenommen wird. Gemeinsam mit dem männlichen Hauptdarsteller Gérard Philipe, der hier aufgrund seines viel zu frühen Krebstodes zum letzten Mal überhaupt zu sehen gewesen war (in der Rolle des Ramón Vázquez), entstanden höchst intensive, melodramatische Szenen.

Beide Hauptcharaktere befinden sich also in einer ihnen gegenüber als feindlich und bedrohlich wahrgenommenen Situation, aus der sie nicht wirklich ausbrechen können. In Momenten, in denen sie dies tun könnten, entscheiden sie sich allerdings auch dagegen. Die Konsquenz daraus ist natürlich offensichtlich...

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