Gegenüber

Gegenüber (2007), DE
Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 11.10.2007

7.2 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.2 Community
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von Jan Bonny, mit Victoria Trauttmansdorff und Matthias Brandt

Als stets ruhiger und besonnener Streifenpolizist wird Georg (Matthias Brandt) von seinen Kollegen geschätzt. Um seine harmonische Ehe mit der attraktiven Grundschullehrerin Anne (Victoria Trauttmannsdorff) wird er von seinem jüngeren Partner Michael (Wotan Wilke Möhring) beneidet. Doch die Konflikte, die das Leben des Paares seit Jahren bestimmen, dringen allmählich durch die schöne Fassade: Annes verzweifelter Kampf um Anerkennung, Georgs Bemühen, es allen recht zu machen, die Hilflosigkeit der erwachsenen Kinder, das Unverständnis der Kollegen – und die Spuren körperlicher Gewalt, die sich kaum noch verbergen lassen…

HandlungFamilienleben in EssenMit seiner ruhigen und besonnen Art kann Streifenpolizist Georg Hoffmann (Matthias Brandt) seinem jüngeren Partner Michael (Wotan Wilke Möhring) bei einem riskanten Einsatz das Leben retten. Während Vorgesetzte und Kollegen ihn als Helden feiern, erzählt er seiner Frau Anne (Victoria Trauttmansdorff) nichts von dem Vorfall.

Schon lange ist Georg Streifenpolizist und seit über 20 Jahren ist er mit Anne, einer attraktiven Grundschullehrerin, verheiratet. Alle Kollegen und Bekannten halten die beiden für ein perfektes Ehepaar. Die beiden könnten sich gerade etwas Zeit für einander nehmen, Tochter Marie (Anna Brass) und Sohn Lukas (Pablo Ben-Yakov) sind zum Studium aus dem Haus. Anne ist es wichtig, dass ihre Kinder zur Universität gehen, und vor allem, dass ihre Tochter Lehrerin wird, genau wie sie. Scheinbar führt die Familie ein stilles, unauffälliges Leben in der Essener Vorstadt, das viel Alltag und wenig Aufregung zu bieten hat.

Jeden Mittwoch fährt die ganze Familie zum Abendessen zu Annes Eltern. Diese Abende enden fast immer mit Belehrungen des Großvaters Hans Josef (Jochen Striebeck), da er meint, seine Tochter hätte mehr aus ihrem Leben machen können als an einer Grundschule zu unterrichten. Er macht auch keinen Hehl daraus, dass er den zurückhaltenden Georg…

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Kritiken (4) — Film: Gegenüber

Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag

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8.0Ausgezeichnet

Das Unerhörte an Gegenüber besteht in der schmerzhaften Art und Weise, in der das Ehepaar aufeinander bezogen ist. Wo Georg seine Ruhe und Routine will, sucht Anne nach einem Mann, an dem sie sich reiben, spiegeln, bewähren kann, und - weil sie immer nur ein konfliktscheues Nichts findet - das notfalls mit Gewalt. Die Szenen, in denen Anne Georg mit ihrem Fäusten und Füßen traktiert, bis ihr die Kraft ausgeht, sind für den Betrachter mitunter quälend, gerade weil sie so schmucklos und unvermittelt inszeniert sind.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

Wir erleben ein Beziehungsdrama, wie es heute etwas aus der Mode gekommen ist: Al­kohol, Kette rauchen, aufgestaute Wut. [...] Lustiger wird es denn auch in »Gegenüber« nicht mehr – offensichtlich geht es darum zu zeigen, wie man sich und anderen in kürzester Zeit ein Höchstmaß an Schmerzen zufügt. Dort sehen wir ihn stehen und werden unverhohlen depressiv, unsere letzte Zuschauerhoffnung ist, die Schauspielerin Victoria Trautt­mansdorff möge uns im Alltag nie begegnen.

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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7.0Sehenswert

Man wird beim Zuschauen das Gefühl nicht los, dass ihre Attacken ein Schrei nach Aufmerksamkeit sind, die sie von ihrem dominanten Vater einst selbst nur in Form von Gewalt erfahren haben könnte. Der junge Regisseur Jan Bonny bleibt in seinem erstaunlichen Erstling konzentriert an der Dynamik dieser Beziehung und der gegenseitigen Abhängigkeit der Figuren dran.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.5Ausgezeichnet

Das Ganze ist stellenweise so unfassbar, dass man schreien möchte. Warum lässt sich ein Mann das alles gefallen? Was ist die Frau nur für ein Mensch, die ihren gutmütigen Mann sinnlos zusammenschlägt? Die Fragen bleiben, sprachlos bleibt man auch nach dem Film zurück. Der 28-jährige in Düsseldorf geborene Nachwuchsregisseur Jan Bonny geht mit einer unglaublichen Härte an seinen eigenen Stoff. Schonungslos und mit raffinierter Genauigkeit beschreibt er den Zustand einer gescheiterten Ehe. Für zarte Gemüter ist das nichts...

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (4) — Film: Gegenüber

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Sozionaut

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Bewertung0.0Hassfilm

Dieser Film ist so schlecht, dass man Dünschiss davon bekommt. Ja, genau, richtig gelesen! Beim Zuschauen wachsen einem Haare auf den Zähnen, es wird einem kotzübel. "Gegenüber" ist ein kranker Film, der krank macht. Die Szenen sind bespickt mit gähnenden Depressionen menschlicher Abgründe. In 70er Jahre Manier teotonischer Filmkunst kriechen szenische Darstellungen in statischer Phlegmatie dahin, entweichen in irgendeine bedrückende Sinnentleerung, machen schließlich den Betrachter aggressiv.
Ja, ja, ja, ja, ja, ja, Gewalt in der Ehe, diesmal Gewalt von Frauen an ihren Ehemännern! Wurde verstanden, dennoch habe ich beim Zusehen eine rektale Disharmonie bekommen. Spart euch die Schmerzen.

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damokles

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ergreifendes Familien- und Sozialdrama. Ich kann die negative Kritik hier nicht ganz nachvollziehen - mich hat der Film sehr berührt und die teils hakelige Dramaturgie war der Geschichte angemessen. Gern mehr davon.

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Janus Winter

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Bewertung3.0Schwach

Cannes, die Moviepiloten und auch das versammelte Feuilleton loben mal wieder einen Film über den Klee, der zwar ein heißes Eisen anpackt, sich damit aber überfordert. Ich würde dem Debütanten Jan Bonny einen kompletten Fehlstart bescheinigen. Einen doppelt ärgerlichen wegen des zahlreichen, unverdienten Lobes. Victoria Trauttmannsdorff spielt eine bis in die Haarspitzen hinein unglaubwürdige Figur und kann einem dabei nur leidtun. Denn ihr wird nichts an die Hand gegeben, was eine solch kaputte Psyche erklären könnte - außer einer penetranten (in ihrer Exposition ebenfalls unglaubwürdigen) Vaterdominanz Schrägstrich Minus Ignoranz. Was sich auf der Metaebene hervorragend liest (= Frau ist praktisch nicht vorhanden außer sie schlägt), funktioniert aber eben auf der Erzählebene nicht. Und damit ist auch die Metaebene so viel Wert wie Meerwasser bei Durst. Einzig die letzte Szene und die bescheidene Abblende (*SPOILER!* ich hätte ja noch erwartet, dass sie jetzt noch zum finalen Schlag ausholt, das hätte zum ganzen Vorspann gepasst) entschädigen für die vergeudete Zeit. Summa summarum: nicht mies, aber mau!

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ellen_ripley

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Bewertung7.0Sehenswert

Schade zu spät eingeschaltet, aber das, was ich gesehen habe, war gut.

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Janus Winter

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Das Ende war aber auch wirklich das einzige, was an dem Film gut war... ^^


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