Getrennte Wege

Ve'Lakhta Lehe Isha (2004), IL/FR
Laufzeit 97 Minuten, Drama

- Kritiker
0 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.3 Community
6 Bewertungen
2 Kommentare
Getrennte Wege - Bild 1176279
Keine News zu diesem Film verpassen!
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Ronit Elkabetz und Shlomi Elkabetz, mit Ronit Elkabetz und Simon Abkarian

Haifa, im Juni 1979. Das Sabbatfest steht kurz bevor, doch Viviane ist nicht nach feiern zumute: Nach zwanzig Ehejahren ist ihre Beziehung mit ihrem Mann Eliahou nur mehr ein Scherbenhaufen. Die Ehepartner wissen eigentlich, dass eine Scheidung für beide das Beste wäre. Vivianes Brüder hingegen versuchen die vierfache Mutter zu überreden, sich nicht von Eliahou zu trennen. Und tatsächlich entscheidet sich Viviane – zum Wohl der Kinder – für die Fortsetzung ihrer Beziehung, wenngleich sie fortwährend von einem anderen Leben träumt. Vivianes Wunsch ist es, ein neues, modernes Leben in Israel zu führen. Eliahou, aus Marokko stammend, hält dagegen an seinen traditionellen Vorstellungen fest. Viviane ist verzweifelt, da ihr die Freiheit, sie selbst zu sein versagt bleibt. Ausgerechnet in diesem Moment taucht ihr ehemaliger Geliebter Albert auf, der ihr einst – wie kein anderer Mann – das ihr inzwischen längst abhandengekommene Gefühl der Freiheit zu geben vermochte. Viviane kann ihre individuellen Sehnsüchte kaum mehr unterdrücken. Wie wird sie sich entscheiden?

Handlung

Die KriseVor zwanzig Jahren gehörten Vivian ( Ronit Elkabetz) und ihr Ehemann Eliyahoo ( Simon Abkarian), beide ursprünglich aus Marokko, zu der ersten Generation von Familien in Israel. 1979 wohnen sie in einer kleinen Wohnung in Haifa, haben vier Kinder und stehen vor den Scherben ihrer Ehe. In ihrer kleinen Wohnung hat sich deshalb fast der gesamte Familienclan der beiden eingefunden, um Vivian von ihrem Plan abzubringen, ihren Ehemann zu verlassen. Doch Vivian scheint das triste Leben mit ihrem konservativen Ehemann, mehr als satt zu haben. Hysterisch sitzt sie in der Küche und weint. Ihre Brüder reden lange auf sie ein und schon am Abend scheinen die schlimmsten Wogen geglättet – Vivian hat dem Druck ihrer Familie nachgegeben und sitzt wieder stillschweigend neben ihrem Mann.

AlltagDoch schon am nächsten Tag beginnt ihr Leben mit den immergleichen Abläufen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bereitet sie das Essen vor, putzt die Wohnung und kümmert sich um ihre Kinder. Ab und an frisiert sie ihren Freundinnen die Haare und verdient sich so nebenbei etwas Taschengeld. Dabei wünscht sich Vivian nur ein wenig mehr Freiheit, ein Auto und ein Leben mit einem aufmerksamen Mann. Doch Eliyahoo weigert sich strikt, etwas an seinen Einstellungen zu ändern – stattdessen gibt er Vivian die Schuld. Er ist gläubiger Jude und hält an seinen konservativen, religiösen Überzeugungen fest. Täglich geht er im nahen Postamt seiner Arbeit nach und kümmert sich hauptsächlich um seinen religiösen Alltag – die Erziehung der Kinder, die Küche und der Haushalt – das sind die Aufgaben der Frau.

AusbrechenAls nach wenigen Tagen die Situation wieder zu eskalieren droht, meldet sich auch noch Vivinas ehemaliger Liebhaber Albert (Gilbert Melki). Vor Jahren hatten sie ein Verhältnis, doch Vivian kehrte zu ihrer Famile zurück. Albert ist aber immer noch an der attraktiven Ehefrau interessiert und auch sie kann sich seinem Charme nicht entziehen. Albert drängt auf eine Trennung, doch so einfach kann sich Vivian nicht von ihrem alten Leben trennen – schließlich sind da noch ihre Kinder.

Wissenswertes
Festivalpreise

Weiterführende Informationen
Weitere Filme, die in Israel spielen

Weitere Informationen im Internet
Rezension von Jay Weissber auf Variety.com (engl.)
Rezension auf ABC.com (engl.)

Quellen

  • Getrennte Wege - Bild 6444453
  • Getrennte Wege - Bild 6444467

Mehr Bilder und Videos zu Getrennte Wege


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Getrennte Wege

Kommentar schreiben
Sortierung

nalmargi

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stark gespielter Film.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

8martin

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Die Darstellungsweise dieses Ehedramas ist für Mitteleuropäer nicht mehr zeitgemäß. Die von ihrem Mann unterdrückte Frau, die sich mit ihm nur heftige, Rededuelle jenseits des normalen Gesprächstons liefert, und dabei leidet wie ein Tier, nur um der Kinder willen, die sie aber auch nicht eigentlich mögen, dieses arme Heimchen im Haus ist weitgehend ausgestorben. Wenn dann noch ihre große Jugendliebe auftaucht, und sie verzichtet widerstrebend bleibt sie buchstäblich im Regen stehen. Die schauspielerische Leistung von Ronit Elkabetz ist beachtlich bisweilen für uns etwas gewöhnungsbedürftig.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben